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 am: Heute um 03:49:55 
Begonnen von Martin Mitchell - Letzter Beitrag von Martin Mitchell
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Boardnutzer »Chief A.« a.k.a. Alfred Paul, berichtete diesbezüglich schon am 07.10.2011, um 12:28 Uhr im HEIMKINDER-FORUM.DE in einem Thread betitelt »Meine Klausheide Vita komplett …!« @ http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Thread/13590-Meine-SKH-Klausheide-Vita-komplett/?postID=274842#post274842 wie folgt:

Zitat
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Meine Klausheide-Vita

Eigentlich kann ich garnicht mitreden, mit den wahren geschundenen Seelen des Salvator Kolleg, in dessen Mauern ich mich vom April 1963, bis zum Oktober 1964 aufhalten mußte ... []

[ ……… ]

[] erschien eine Tante vom Jugendamt in Recklinghausen, die mit mir mein weiteres Vorgehen besprechen wollte ... Wir kamen überein, ich kann meine Lehre zu Ende machen, und komme ab sofort in ein Lehrlingsheim ... Denkste Puppe, ich wurde nach Klausheide verbracht, []

[ ……… ]

[ ……… ]

Teil meines Salvatorianermatratzendreherklausheidelebens präsentieren

[ ……… ]

hat aber keinen wirklich interessiert, malochen mußtet du trotzdem ... Ich damals in der Matratzenhölle ... !!! Geil - war wie tägliche Olympiade ... jeden Tag neue Rekorde beim Drehen der Matratzen für Schlafglück !!! [ eine Marke von SCHLARAFIA MATRATZEN ] Wer es nicht erlebt hat, kann sich nicht vorstellen, was da vor 47 Jahren abging ...!!! Mein Rekord lag glaube ich mit Manfred Frohberg zusammen bei 35 Matratzen am Tag !!! Uwe Runge hat mal 40 geschafft, []

[ ……… ]

Chief A.
Alfred Paul

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Ich selbst, Boardnutzer »martini« a.k.a. Martin MITCHELL, berichtete diesbezüglich schon am 07.01.2014, um 06:01 Uhr im HEIMKINDER-FORUM.DE in einem Thread betitelt »»SCHLARAFFIA MATRATZEN« / »RECTICEL SCHLAFKOMFORT GMBH« – viele männliche Ehemalige Heimkinder West haben DEREN Bekanntschaft machen müssen…« @ http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Thread/17120-»SCHLARAFFIA-MATRATZEN«-»RECTICEL-SCHLAFKOMFORT-GMBH«-–-viele-männliche-Ehemalig/?postID=423315#post423315 wie folgt:

Zitat
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»Die 3. Reichs-Zwangsarbeit-Tradition fortgesetzt in der BRD.«

»Die 3. Reichs-Zwangsarbeit-Tradition fortgesetzt ebenso in der 2. Republik : Österreich«


Nicht nur SCHLARAFFIA MATRATZEN war an ZWANGSARBEIT beteiligt vor dem Kriege/im Kriege, aber auch wieder nach dem Kriege !


Ein diesbezüglicher Beitrag im HEIMKINDER-FORUM.DE / IMHEIM.EU im Thread »Warum wurden damalige „Heimkinder-Zwangsarbeiter“ nicht für ihre Arbeit bezahlt?«

Beitrag von Boardnutzer »Bons« - Beitrag [] vom Samstag, 18. Februar 2012, um 22:14 Uhr ) @ http://heimkinder-forum.de/v3/board3-heim-talk/board7-offener-talk-heime/3322-warum-wurden-damalige-„heimkinder-zwangsarbeiter“-nicht-für-ihre-arbeit-bezahlt/index12.html#post301697 ( auf Seite 12 dieses Threads, wenn DORT registriert und angemeldet ).

Zitat
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Mal Türchen geöffnet.

Bereits vor dieser Diskussion, gegen Mitte 2010, hatte ich geschrieben, daß ich von den Salvatorianern ca. 270000 € fordere.
Einige von Euch werden sich sicher an die Rechnung erinnern [ Siehe @ http://heimkinder-forum.de/v3/board3-heim-talk/board7-offener-talk-heime/17120-»schlaraffia-matratzen«-»recticel-schlafkomfort-gmbh«-–-viele-männliche-ehemalige-heimkinder-haben-deren-bekanntschaft-machen-müssen...#422059 [ (23.05.2018) Kann jetzt nicht mehr hier gefunden werden. ] ].

Berechnet habe ich als Arbeitsleistung eines 13 jährigen den Arbeitslohn einer ungelernten Näherin. Der lag damals bei ca.2,65 D-Mark die Stunde; meine Arbeitszeit 1963-64 täglich, bei Schlafglück 9 Std., 50 Std. wöchentlich.

Danach in der Landwirtschaft-Kolonne, höhere Arbeitsleistung, erschwerte Bedingungen, per Stunde 3,35 D-Mark bei 55 Std. wöchentlich; Ende 64 bis Mitte 65.

Mitte 65 bis Ende 69, Landwirtschaft / Kuhstall, täglich ca.12 Std, 7 Tage [ in der Woche ], also 84 Std. wöchentlich, körperlich sehr schwere Bedingungen, Grundlohn eines jungen Bergbauarbeiters 4,40 D-Mark.

[ ……… ]

[ ……… ]

[ All dies waren meine Arbeitsverpflichtungen während der Zeit, die ich über die Jahre hinweg, in den 1960er Jahren, als Kind und Jugendlicher im Salvator-Kolleg, in Hövelhof-Klausheide, habe verbringen müssen. ]

Ralph

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Boardnutzer »Bons« a.k.a. Ralph Meier, berichtete diesbezüglich schon am 17.12.2014, um 14:37 Uhr im HEIMKINDER-FORUM.DE in einem Thread betitelt »Beweise gegen Heimkinder-Zwangsarbeit-Firmen festmachen.« @ http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Thread/17728-Beweise-gegen-Heimkinder-Zwangsarbeit-Firmen-festmachen/?postID=448073#post448073 wie folgt und bezieht sich dabei auf »brötchen«, der sich vorher auf die Pflichtarbeit im Salvator-Kolleg für Schlaraffia Matratzen bezogen hatte:

Zitat
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Schlaraffia-Matratzen

Zitat
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Reiner hilf mir mal auf die Sprünge, auf dem Auto – mit dem die Matratzen abgeholt wurden – stand "Schlafglück", oder bringe ich da etwas durcheinander?

Gruß Ralph

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Boardnutzer »Brötchen« a.k.a. Reiner Klein, berichtete diesbezüglich schon am 17.12.2014, um 15:55 Uhr im HEIMKINDER-FORUM.DE in einem Thread betitelt »Beweise gegen Heimkinder-Zwangsarbeit-Firmen festmachen.« @ http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Thread/17728-Beweise-gegen-Heimkinder-Zwangsarbeit-Firmen-festmachen/?postID=448087#post448087 wie folgt:

Zitat
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Ich glaube Du hast Recht Ralph mit Schlafglück, aber es war allgemein bekannt, dass dies eine Marke von Schlaraffia-Matratzen war.
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 2 
 am: Gestern um 21:40:34 
Begonnen von tleary - Letzter Beitrag von Sunlight
Habe ich und Folgendes sagt die gesetzliche Regelungen:

Zitat

§ 31a SGB II Rechtsfolgen bei Pflichtverletzungen

(1) 1Bei einer Pflichtverletzung nach § 31 mindert sich das Arbeitslosengeld II in einer ersten Stufe um 30 Prozent des für die erwerbsfähige leistungsberechtigte Person nach § 20 maßgebenden Regelbedarfs. 2Bei der ersten wiederholten Pflichtverletzung nach § 31 mindert sich das Arbeitslosengeld II um 60 Prozent des für die erwerbsfähige leistungsberechtigte Person nach § 20 maßgebenden Regelbedarfs. 3Bei jeder weiteren wiederholten Pflichtverletzung nach § 31 entfällt das Arbeitslosengeld II vollständig. 4Eine wiederholte Pflichtverletzung liegt nur vor, wenn bereits zuvor eine Minderung festgestellt wurde. 5Sie liegt nicht vor, wenn der Beginn des vorangegangenen Minderungszeitraums länger als ein Jahr zurückliegt. 6Erklären sich erwerbsfähige Leistungsberechtigte nachträglich bereit, ihren Pflichten nachzukommen, kann der zuständige Träger die Minderung der Leistungen nach Satz 3 ab diesem Zeitpunkt auf 60 Prozent des für sie nach § 20 maßgebenden Regelbedarfs begrenzen.

(2) 1Bei erwerbsfähigen Leistungsberechtigten, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, ist das Arbeitslosengeld II bei einer Pflichtverletzung nach § 31 auf die für die Bedarfe nach § 22 zu erbringenden Leistungen beschränkt. 2Bei wiederholter Pflichtverletzung nach § 31 entfällt das Arbeitslosengeld II vollständig. 3Absatz 1 Satz 4 und 5 gilt entsprechend. 4Erklären sich erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, nachträglich bereit, ihren Pflichten nachzukommen, kann der Träger unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalles ab diesem Zeitpunkt wieder die für die Bedarfe nach § 22 zu erbringenden Leistungen gewähren.

(3) 1Bei einer Minderung des Arbeitslosengeldes II um mehr als 30 Prozent des nach § 20 maßgebenden Regelbedarfs kann der Träger auf Antrag in angemessenem Umfang ergänzende Sachleistungen oder geldwerte Leistungen erbringen. 2Der Träger hat Leistungen nach Satz 1 zu erbringen, wenn Leistungsberechtigte mit minderjährigen Kindern in einem Haushalt leben. 3Bei einer Minderung des Arbeitslosengeldes II um mindestens 60 Prozent des für den erwerbsfähigen Leistungsberechtigten nach § 20 maßgebenden Regelbedarfs soll das Arbeitslosengeld II, soweit es für den Bedarf für Unterkunft und Heizung nach § 22 Absatz 1 erbracht wird, an den Vermieter oder andere Empfangsberechtigte gezahlt werden.

(4) Für nichterwerbsfähige Leistungsberechtigte gilt Absatz 1 und 3 bei Pflichtverletzungen nach § 31 Absatz 2 Nummer 1 und 2 entsprechend.

Es ist da unerheblich, drüben wird auch geschrieben und die
Meinung teile ich da zutreffend und U25.

Zitat
Dadurch das der BFD der allgemeinen Sozialversicherungspflicht, und somit auch der Arbeitslosenversicherung (Link zu offiziellen Seite) unterliegt, ist grundsätzlich eine Sanktion in Anlehnung an das Sperrzeitrecht nach § 31 Abs. 2 Nr. 4 SGB II möglich.

Zitat

Der Bundesfreiwilligendienst von A bis Z

Arbeitslosengeld II

Auch Bezieherinnen und Bezieher von Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende - dem sogenannten Arbeitslosengeld II - können nach Angaben der zuständigen Bundesagentur für Arbeit am BFD oder FSJ/FÖJ teilnehmen. Bei Bezug von Arbeitslosengeld II werden grundsätzlich alle Einnahmen in Geld oder Geldeswert angerechnet.
 
Einnahmen sind unter anderem das gewährte Taschengeld und die Sachleistungen (Unterkunft und Verpflegung) oder die anstelle dieser Sachleistungen ausgezahlten Geldersatzleistungen.
 
Von der Anrechnung ausgenommen ist beim BFD (ebenso wie beim FSJ/FÖJ) in der Regel ein Taschengeldfreibetrag in Höhe von 200 Euro. Wird zusätzlich zu den Einnahmen aus dem Freiwilligendienst eine weitere Einnahme aus einer Erwerbstätigkeit (z. B. Minijob) erzielt, gilt dieser erhöhte Freibetrag ebenfalls. Wie üblich wird dann ergänzend von dem Bruttoeinkommen aus Erwerbstätigkeit oberhalb 100 Euro bis zu einem Einkommen von 1.200 Euro (für Leistungsbezieher mit mindestens einem Kind bis 1.500 Euro) ein weiterer Freibetrag eingeräumt. Liegen die mit der Erzielung des Taschengeldes sowie den Einnahmen aus der Erwerbstätigkeit verbundenen notwendigen Ausgaben insgesamt über dem Grundabsetzbetrag von 200 Euro, wird der höhere Betrag abgesetzt.
 
Die Teilnahme an einem BFD ist (wie auch beim FSJ/FÖJ) als wichtiger persönlicher Grund anzusehen, der der Ausübung einer Arbeit entgegensteht (vgl. § 10 Abs. 1 Nr. 5 SGB II). Bezieherinnen und Bezieher von Arbeitslosengeld II sind in der Zeit der Teilnahme an diesen Freiwilligendiensten nicht verpflichtet, eine Arbeit aufzunehmen.
Arbeitslosenversicherung

Beiträge zur Arbeitslosenversicherung muss die Einsatzstelle grundsätzlich für alle Freiwilligen abführen, die das maßgebende Lebensalter für eine Regelaltersrente noch nicht vollendet haben.
Arbeitsmarktneutralität

Der Bundesfreiwilligendienst ist arbeitsmarktneutral. Die Freiwilligen verrichten unterstützende, zusätzliche Tätigkeiten und ersetzen keine hauptamtlichen Kräfte.

Die Arbeitsmarktneutralität ist immer dann gegeben, wenn durch den Einsatz von Freiwilligen die Einstellung von neuen Beschäftigten nicht verhindert wird und keine Kündigung von Beschäftigten erfolgt.

Die Arbeitsmarktneutralität wird vor Anerkennung jedes einzelnen Einsatzplatzes sichergestellt und ständig von den Prüferinnen und Prüfern des Bundesamtes vor Ort kontrolliert.

PS: Vielleicht abschließend noch etwas Nachdenkliches von mir.
Ein 18 jähriger hat das ganze Leben noch vor sich und sollte
eventuell bemüht sein aus seinem Leben etwas zu machen. Aber
so wird das nichts. Hoffe, ich werde jetzt hier für diese Worte
nicht gesteinigt, aber es macht schon einen Unterschied, ob Ältere
sich in aussichtsloser Lage befinden, oder ein junger Mensch.

 3 
 am: Gestern um 21:13:10 
Begonnen von tleary - Letzter Beitrag von Sunlight
Hier U25 und es greifen die verschärften Sanktionregeln. Nur so
für den Hinterkopf! Schaue mir das drüben auch noch in Ruhe an.

 4 
 am: Gestern um 18:34:07 
Begonnen von Kuddel - Letzter Beitrag von BGS
Wer hätte sich das vorstellen können.

MfG

BGS

 5 
 am: Gestern um 16:05:46 
Begonnen von Nao - Letzter Beitrag von Nao
Zitat
Eigentlich wollten Staublungen-Kranke nur eine Petition in Shenzhen einreichen: Dann marschierte die chinesische Polizei auf



 Über 70 Menschen sind bereits daran gestorben, es gab aber auch Selbstmorde, wenn die Atemnot nicht mehr auszuhalten war. Und es gab regelmäßige Reisen nach Shenzen aus diesen Dörfern – Entschädigung und Behandlung sollten eingefordert werden. Diese Delegationen waren es gewohnt, mit bürokratischen Argumenten hingehalten zu werden. Anfang Mai 2018 aber wurden sie von einem enormen Aufgebot der Polizei im Petitionsbüro empfangen, die Kranken und ihre Begleitung geschlagen und einige festgenommen. Was sie nicht eingeschüchtert hat, sondern motiviert, ihren Protest zu organisieren.


http://www.labournet.de/?p=132534

 6 
 am: Gestern um 13:57:02 
Begonnen von Aloysius - Letzter Beitrag von admin
Da es hier eigentlich um den Stammtisch in Kiel gehen sollte, habe ich die inhaltliche Diskussion, die einfach zu wichtig ist, in einen neuen Thread im Theoriebereich kopiert:

http://www.chefduzen.de/index.php?topic=329256.msg338449#msg338449

 7 
 am: Gestern um 13:52:48 
Begonnen von admin - Letzter Beitrag von admin
Ein Thema eher für den Praxisbereich?

Es geht hier darum, warum man sich in einer Beratungsarbeit engagiert. Was man davon erwartet und wie die praktischen Erfahrungen mit dieser Arbeit sind. Das sind ganz wesentliche Fragen, deshalb fange ich hier einen neuen Diskussionstrang an, weil die Gedanken dazu nicht in dem "Termine"-Bereich untergehen soll.

Das wird problematisch, wenn es reine Diensleistung wird. Und wenn Leute glauben, sie hätten Anspruch auf diese unbezahlte Dienstleistung, sonst aber null Interesse an Soldiarität und gemeinsamer Gegenwehr haben.
 
Darüber habe ich die letzte Zeit auch nachgedacht. Ein möglicher Lösungsansatz wäre, daß man demjenigen anbietet, bei "Ämterstreß" zwar zu helfen. Andererseits ihm aber auch klar macht, daß man erwartet, daß er sich dafür im Gegenzug an einigen Aktionen (Flugblattverteilung, Plakate kleben, "Mitläufer" für andere Jobcenter-Geknechtete) - zumindest für einen begrenzten Zeitraum - beteiligt. Erklärt er sich grundsätzlich dazu nicht bereit, schickt man ihn zu Institutionen, die auf solche Kämpfe gegen das "Abwehren" von Ansprüchen der Prekarisierten ohnehin besser gerüstet sind: z.B. a) durch eine Gewerkschaftsmitgliedschaft, um damit ihn den Genuß von Rechtsschutz und -beratung in Arbeitsrechsfragen zu kommen oder b) denjenigen zum Mieterverein schicken oder c) zur Caritas, VdK etc., die auch dafür bezahlt werden, sich um solche Dinge zu kümmern. Die Mitgliedschaftsbeiträge in diesen Vereinen sind auch nicht so teuer, so daß sie sich auch ein Hartz-IV-Empfänger noch leisten können sollte. Kann derjenige sich das nicht leisten, und will auch sonst nicht bei Aktionen mitarbeiten, sollte man keine Unterstützung leisten. Ansonsten vergeudet man glaube ich nur seine Energie mit "Charity". Man mag den einzelnen dann zwar mit viel Aufwand aus der Patsche geholfen haben, aber es bleibt keine Zeit mehr für den wichtigeren politischen Kampf und die Agitation gegen dieses System der Unterdrückung und Ausbeutung. - Und das muß unbedingt Priorität haben!

Du bist nicht der erste, der sich diese Gedanken macht.

Es ist wichtig, eigene Aktivitäten regelmäßig zu hinterfragen und, wenn nötig, Konsequenzen daraus ziehen.
Als das Jobcenter in Kiel den "Kunden" empfahl, zum Erwerbslosenfrühstück zu gehen für eine Beratung, stellte die Initiative dieses Angebot ein. Man wollte nicht unbezahlter Teil der Erwerbsosenmaschinerie werden.

Aktivsten in der Flüchtlingsberatung machten ähnliche Erfahrungen. Sie wurden von Migranten mit der Haltung konfrontiert, ihnen würde diese Dienstleistung zustehen, aber bitte zackzack!

Es muß klargestellt werden, daß man es unbezahlt macht, einmal aus purer Mitmenschlichkeit, weil man es nicht erträgt, wie jemand im Stich gelassen wird und bösartigen Behörden ausgeliefert ist, und aus politischen Gründen: Man glaubt an das Prinzip der Solidarität. Gegenseitige Hilfe als Gegenmodell zu Konkurrenzkampf und nur auf Kohle ausgerichtetes Handeln. Wenn Leuten dieses Prinzip der Solidarität scheißegal ist, dann sollen sie doch sehen, wie weit sie mit der neoliberalen Einzelkämpfermentalität kommen. Fuck off and die!

In Griechenland hat sich unter der sozialen Not ein Netzwerk der Solidarität entwickelt. Weil viele auch ihre Krankenversicherung verloren haben, bieten Ärzte kostenlose Behandlungen an. Viele weisen darauf hin, genau wie du es vorgeschlagen hast, daß man sich revanchieren kann durch solidarisches Handeln: Teilnahme an einer Demo, Flugblattverteilen, Küchendienst in einem besetzten Hotel, das als Flüchtlingsunterkunft dient...

...
Wenn Leuten dieses Prinzip der Solidarität scheißegal ist, dann sollen sie doch sehen, wie weit sie mit der neoliberalen Einzelkämpfermentalität kommen. Fuck off and die!
...

Ich vermute, das dieses unsolidarische Verhalten seid Anfang 2005 stark zugenommen hat.

Bis ca. 2010 hatte das bei der Erwerbslosenselbsthilfe (ELSE) noch ganz gut geklappt, sich
gegenseitig zu begleiten etc. Ich hatte auch auf gegenseitigkeit plädiert u.s.w. aber nun ein
Ratsuchenden vor der Wahl zu stellen "Entweder machst Du dann bei uns mit oder kannst
dir den Rat woanders holen" funzt überhaupt nicht, geht sogar voll nach hinten los, das nicht
nur mögliche Mitstreiter weg laufen, sondern anbei noch darüber negativ getratscht wird..

Um Erfahrungen zu sammeln, welche Abwehrmasnahmen funzten oder scheitern, war es
sogar zu viel erwartet, das Ratsuchende wieder kommen um zu berichten, ob was geklappt
hat oder nicht.. Nachdem ich bei einem interesannten Fall eine Woche später den Betroffenen
anrief, um ein Ergebnis zu erfahren, dauerte es nicht lange, das es hieß "Die ELSE telefoniert
den Ratsuchenden hinterher"..

Ich habe die Erfahrung gemacht, das bei ca. 100 Ratsuchende 1 bis 2 sich nach ihren
Erfolgserfahrungen gegen das JC-Tamtam, bereit waren, mit zu machen. Den gleichen
Eindruck habe ich auch aus der Internetwelt..

Ansätze, der zu Mitstreitergewinnung dienen ist Kontinuität und wenn es um Aktion etc. geht,
es anbei durch Piffigkeit und Aktionsformen für Mitstreiter sogar lustig wird.
Ach ja, Neugierde trägt auch ganz gut dazu bei..  Grin

Jo, das ist schon ein Problem, wenn Bewegung nur anhand möglicher Vorteile zu wuppen ist.

Nachdem ich bei einem interesannten Fall eine Woche später den Betroffenen
anrief, um ein Ergebnis zu erfahren, dauerte es nicht lange, das es hieß "Die ELSE telefoniert
den Ratsuchenden hinterher"..
Toll, da wird man auch noch als Stasi-Spitzel hingestellt, wenn man sich danach erkundigt hat, wie es in einem Jobcenter-Fall weiterging.

Zitat
Ich habe die Erfahrung gemacht, das bei ca. 100 Ratsuchende 1 bis 2 sich nach ihren
Erfolgserfahrungen gegen das JC-Tamtam, bereit waren, mit zu machen. Den gleichen
Eindruck habe ich auch aus der Internetwelt..
Also, das ist ja eine erschütternd miese Quote!

Zitat
Ansätze, die zu Mitstreitergewinnung dienen, ist Kontinuität und wenn es um Aktion etc. geht,
es anbei durch Piffigkeit und Aktionsformen für Mitstreiter sogar lustig wird.
Ach ja, Neugierde trägt auch ganz gut dazu bei..  Grin
"Spiele fürs Volk", sozusagen. - Aber Klassenkampf ist halt kein Unterhaltungsspiel, sondern oft blutiger Ernst.

Ich vermute, das dieses unsolidarische Verhalten seid Anfang 2005 stark zugenommen hat.
Im Prinzip ist es in diesem kapitalistischen Konkurrenzsystem selbst schon immer angelegt gewesen. Und das gibt's schon viel länger als erst seit 2005. Es wird ja von den Herrschenden allseits gepredigt "Jeder ist seines Glückes Schmied" und das an den Egoismus des einzelnen zielende "Streben nach Glück". Man soll sich also einzig um sein eigenes Fortkommen innerhalb dieser Konkurrenzgesellschaft kümmern. Daß dabei auch "Verlierer" erzeugt werden, ist zwangläufig. Diese Konkurrenz, mit der die Menschen täglich in der Arbeitswelt und auch außerhalb konfrontiert werden, prägt sie natürlich bis in den letzten Winkel ihrer privaten Beziehungen und führt letztendlich dazu, daß auch zwischenmenschliche Beziehungen nur noch unter "Kosten-/Nutzengesichtspunkten" gesehen werden.

 8 
 am: Gestern um 13:41:22 
Begonnen von ManOfConstantSorrow - Letzter Beitrag von tleary
Die Hausbesetzungen sind genau die richtige Antwort auf das Spekulantentum den Eigentumsanspruch an Häusern.

 9 
 am: Gestern um 13:22:21 
Begonnen von Aloysius - Letzter Beitrag von tleary
Nachdem ich bei einem interesannten Fall eine Woche später den Betroffenen
anrief, um ein Ergebnis zu erfahren, dauerte es nicht lange, das es hieß "Die ELSE telefoniert
den Ratsuchenden hinterher"..
Toll, da wird man auch noch als Stasi-Spitzel hingestellt, wenn man sich danach erkundigt hat, wie es in einem Jobcenter-Fall weiterging.

Zitat
Ich habe die Erfahrung gemacht, das bei ca. 100 Ratsuchende 1 bis 2 sich nach ihren
Erfolgserfahrungen gegen das JC-Tamtam, bereit waren, mit zu machen. Den gleichen
Eindruck habe ich auch aus der Internetwelt..
Also, das ist ja eine erschütternd miese Quote!

Zitat
Ansätze, die zu Mitstreitergewinnung dienen, ist Kontinuität und wenn es um Aktion etc. geht,
es anbei durch Piffigkeit und Aktionsformen für Mitstreiter sogar lustig wird.
Ach ja, Neugierde trägt auch ganz gut dazu bei..  Grin
"Spiele fürs Volk", sozusagen. - Aber Klassenkampf ist halt kein Unterhaltungsspiel, sondern oft blutiger Ernst.

Ich vermute, das dieses unsolidarische Verhalten seid Anfang 2005 stark zugenommen hat.
Im Prinzip ist es in diesem kapitalistischen Konkurrenzsystem selbst schon immer angelegt gewesen. Und das gibt's schon viel länger als erst seit 2005. Es wird ja von den Herrschenden allseits gepredigt "Jeder ist seines Glückes Schmied" und das an den Egoismus des einzelnen zielende "Streben nach Glück". Man soll sich also einzig um sein eigenes Fortkommen innerhalb dieser Konkurrenzgesellschaft kümmern. Daß dabei auch "Verlierer" erzeugt werden, ist zwangläufig. Diese Konkurrenz, mit der die Menschen täglich in der Arbeitswelt und auch außerhalb konfrontiert werden, prägt sie natürlich bis in den letzten Winkel ihrer privaten Beziehungen und führt letztendlich dazu, daß auch zwischenmenschliche Beziehungen nur noch unter "Kosten-/Nutzengesichtspunkten" gesehen werden.

 10 
 am: Gestern um 13:15:52 
Begonnen von ManOfConstantSorrow - Letzter Beitrag von Kuddel


Hausbesetzungen in Berlin und anderswo deuten darauf hin, dass der Bogen bei den Mietpreisen endgültig überspannt ist

https://www.heise.de/tp/features/Wessen-Haus-ist-das-4056097.html

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