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Autor Thema: Maßnahmenterror  (Gelesen 81138 mal)
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admin
Administrator

Beiträge: 2306


« am: 18. Juni 2007, 20:11:30 »

In diesem Forum wurde die Problematik von Zwangsmaßnahmen seitens der ARGE schon oft erwähnt. Es gibt bisher dazu weder eine brauchbare Einschätzung noch eine Kampagne.

Dabei gibt es keine Zweifel:

Die Maßnahmen gehen immer noch als gut gemeinter Aktivismus durch: "Wir tun etwas gegen Arbeitslosigkeit!"

Aber gut gemeint ist es nur mit den Schwippschwagern. Die Weiterbildungs- und Maßnahmenmafia lebt durch Korruption. Für die unbrauchbaren Dienstleistungen werden aus den öffentlichen Kassen Gelder direkt in die Taschen der Bildungsträger geleitet, Geld, das eigentlich den Erwerbslosen zustehen sollte. Eine Überprüfung der Bildungsträger würde in der Mehrzahl zwangsläufig zu einer Schließung wegen Unseriösität führen.

Für die Erwerbslosen sind die Maßnahmen nutzlos, Zeitverschwendung und entwürdigend.

Es muß die Forderung aufgestellt werden, daß niemand zu Maßnahmen gezwungen werden darf! Für selbstgewählte weiterbildende Maßnahmen müssen ausreichende Gelder (die ARGE verfügt über gewaltige "Überschüsse") zur Verfügung gestellt werden.
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rendolf


Beiträge: 169


« Antworten #1 am: 19. Juni 2007, 00:27:41 »

Du hast leider recht was die "zwangs" Maßnahmen angeht, was bringt es dem einzelenen wenn er in einer Maßnahme rein geschoben wird die ihm überhaupt nicht liegt.

Das sind aber noch "alte" Seilschaften die da existieren um Geld ab zu Zocken, mehr nicht.
Da müßte es eine Regelung geben (gibt es auch, aber durch die Jahre verweichlicht).
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.
Eivisskat
Gast
« Antworten #2 am: 19. Juni 2007, 08:05:42 »

Zur korrupten Gelderverteilung immenser Summen in die Taschen der Träger und dem Un-sinn der Maßnahmen für die Erwerbslosen paßt dieser thread mit Link auf den Artikel im Handelsblatt.

http://www.chefduzen.de/thread.php?postid=71636#post71636


http://www.handelsblatt.com/news/Konjunktur-%d6konomie/Wissenswert---Neue-Studien/_pv/_p/301104/_t/ft/_b/1281906/default.aspx/geld-vernichten-mit-aktiver-arbeitsmarktpolitik.html
LG
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Hartzhetzer


Beiträge: 631


WWW
« Antworten #3 am: 19. Juni 2007, 08:47:39 »

@Eivisskat dein Handelsblattlink funktioniert nicht.

mfg
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Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.
- Albert Einstein -

Jedoch ist das genau das, was in einer Marktwirtschaft Alternativlos ist.
Eivisskat
Gast
« Antworten #4 am: 19. Juni 2007, 09:35:21 »

Komisch, bei mir geht's???
Guck' halt in dem thread, im ersten Beitrag von ManofConstant...

LG
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legia


Beiträge: 78


« Antworten #5 am: 19. Juni 2007, 09:44:06 »

das eine massnahme einem alg2 antragsteller oder empfänger etwas bringen soll, ist der letzte gedanke. die wichtigsten punkte für massnahmen sind, dass jeder alg2 antragsteller/empfänger, durch eine massnahmenteilnahme nicht in der arbeitslosenstatistik erscheint -> positiv für die arge und vor allem kann bei immer "weniger arbeitslosen"/fallender arbeitslosenstatistik höherer druck auf arbeitslose erzeugt werden, nicht mehr auf der faulen haut zu liegen. einige teilnehmer verweigern -> kürzung/streichung von alg2 - positiv für die arge, einige lassens ganz mit dem alg2 und arbeiten lieber weiter schwarz ohne dabei von der arge gestört zu werden -> positiv für die arge. andere suchen sich irgendein scheiß job, um so der willkür der arge zu entgehen -> positiv für die arge.
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Hartzhetzer


Beiträge: 631


WWW
« Antworten #6 am: 19. Juni 2007, 10:04:27 »

@Eivisskat, komisch jetzt geht der Link bei mir auch. Trotzdem danke, habe mir den Artikel heute früh allerdings schon durchgelesen.

@legia hat recht, wenn es nicht so billig und auffällig wäre müssten sich alle Arbeitslosen bestimmt jeden früh vor der Agentur treffen und in Zweierteams einteilen.
Dann würden die jeden eine Schaufel in die Hand drücken. Der eine im jeweiligen Team müsste den ganzen Tag löcher graben und der andere würde ihn mit seiner Schaufel folgen um sie wieder zuzuschütten.

Der Lohn ist die Erstattung der Fahrtkosten und wow, plötzlich hätte jeder Arbeit, jeder etwas zu tun und niemand würde mehr zu hause auf der faulen Haut liegen.

lg
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- Albert Einstein -

Jedoch ist das genau das, was in einer Marktwirtschaft Alternativlos ist.
markus1107


Beiträge: 25


« Antworten #7 am: 19. Juli 2007, 22:42:24 »

Wenn die ARGE auf die Wünsche der Arbeitslosen in Punkto Weiterbildung eingehen würde, wäre es dahin mit der Willkür und das lassen die sich bestimmt nicht nehmen!
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Nur ein toter Chef ist ein guter Chef Wink
tubbie


Beiträge: 35



« Antworten #8 am: 19. Juli 2007, 23:23:25 »

Vor gut vier Jahren war ich mal in der Situatin, daß ich in so eine Maßnahme gesteckt wurde.
Ich bin gelerbte Hauswirtschafterin und in dem Job war damals hier echt schwer was zu bekommen.
An und für sich sollte ich eine Fortbildung/ Maßnahme im hauswirtschaftlichem Bereich oder in Richtung Ernährung oder Altenpflege bekommen;
das war damals so mit dem Vermittler angesprochen.
Letztendlich bekam ich Post;
Termin zur ABM im... *tada* GARTEN- UND LANDSCHAFTSBAU!!!
Damals waren in den anderen ABM´s noch Plätze frei, aber trotz mehrmaliger Bitte beim Amt mußte ich die ABM im Gala- Bau absolvieren...

Ich bin jetzt wohl eine der wenigen "Haushaltshilfen mit Kettensägenschein"...
 rolleyes

Überhaupt war das ganze ein Witz;
ich will mich ja nicht als schwächlich und faul hinstellen und an und für sich war die ABM im nachhinein ja ganz witzig.
Nur muß man sich mal ein junges Mädel zwischen 20 Kerlen vorstellen die recht zierlich und lütt (!,58m) ist dann den ganzen Tag Steine schleppen soll und  Gräben (von Hand!) von fast 2 Meter Tiefe ausheben soll! rolleyes

Berufliche Weiterbildung hat mir das alles bestimmt nichts gebracht!

Man kann nur hoffen, daß sich das bessert, viel schlimmer können sie ja nun fast nicht mehr mit ABM#s und 1€-Jobs um sich werfen...
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Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom... Cool
Pinnswin


Beiträge: 4127



WWW
« Antworten #9 am: 21. Juli 2007, 07:10:50 »

N´ Bekannter aus Kiel ist ein 3/4tel Jahr nach Dänemark zur Hartfaserplatten  Montage gefahren.
Wurde Arbeitsbedingt krank & gefeuert.

Dann psycho-schikanemaßnahmen von der ArGe in Kiel, nun ist er wieder in DK.
Lieber in DK für fast lau & unter Schmerzen schuften, als sich von der ArGe schikanieren lassen. Er redet nicht drüber (dauerdepressiv), also - hörensagen.

 Sad
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Obwohl vieles darauf hin deutete, das es kaeme... A. Sapkowski
Dickfellverlust


Beiträge: 77


« Antworten #10 am: 21. Juli 2007, 11:56:04 »

Zitat
Original von Pinnswin
N´ Bekannter aus Kiel ist ein 3/4tel Jahr nach Dänemark zur Hartfaserplatten  Montage gefahren.
Wurde Arbeitsbedingt krank & gefeuert.

Dann psycho-schikanemaßnahmen von der ArGe in Kiel, nun ist er wieder in DK.
Lieber in DK für fast lau & unter Schmerzen schuften, als sich von der ArGe schikanieren lassen. Er redet nicht drüber (dauerdepressiv), also - hörensagen.

 Sad


du schreibst für fast lau arbeiten - ich dachte in DK (schweden, norwegen..) wird die arbeit sehr gut bezahlt??? wie kommts dass er für "fast lau" dort schuften muß?
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- IntellektFreie TrollSülze -
Ruby


Beiträge: 643


« Antworten #11 am: 22. August 2007, 00:13:36 »

Gestern formulierter einer sehr treffend seine Erfahrungen mit Kursen der Arge in einem Fernsehbericht. Man sitze nur rum und schlage die Zeit tot und er fühle sich persönlich angegriffen durch die Beleidigung seiner Intelligenz.

Das kommt mir sehr bekannt vor....

Kurse bekommt nur der den Kurs ned nutzen kann oder ned will und sie dürfen bloss keinen Sinn machen. Schilda lässt grüssen!

Meine Nachbarin kämpft seit 2 Jahren dafür einen Weiterbildungskurs machen dürfen der ihr wirklich was nützen würde um ihre Berufschancen zu verbessern. Dabei handelt es sich um einen 14 tägige Massnahme also ned er Rede wert. Kaum hatte sie nun einen 400 euro job angemeldet, im nun dritten jahr, bekam sie plötzlich einen Bildungsgutschein. Den sie wegen dem Job nun aber nimmer nutzen kann. Da die Stelle Aussicht hat auf Ausbau zur Vollzeitstelle.

Muss man das noch verstehen?
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beickmann


Beiträge: 500



« Antworten #12 am: 29. August 2007, 21:28:52 »

Du mußt in Hamburg mal nach bezahlten Sprachkursen fragen,die sehen Dich an als ob Du vom Mars kommst.
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"Bevor man die Welt verändert, wäre es vielleicht wichtiger, sie nicht zugrunde zu richten."
Paul Claudel (1868-1955)
tigerkralle


Beiträge: 57



« Antworten #13 am: 22. September 2007, 21:15:38 »

Bist du unzufrieden mit deiner Eingliederungs- oder Weiterbildungsmaßnahme? Dilettantische Maßnahmeträger, unpassende Maßnahmen und offensichtliche Abzocker aus der Maßnahmeindustrie solltest du jetzt an die Bundesagentur verpetzen!

Ende Juli 2007 berichtete das Nachrichtenmagazin über einen Bericht der Bundesagentur für Arbeit für den Rechnungsprüfungsausschuss des Deutschen Bundestages. Darin wünschte die BA größere Befugnisse um gegen schwarze Schafe auf dem Weiterbildungsmarkt vorzugehen.
Der Bundesrechnungshof hatte bereits moniert, dass die Qualität beruflicher Weiterbildungsmaßnahmen bisher nur unzureichend geprüft wurde.
In Reaktion darauf hat die Bundesagentur für Arbeit mittlerweile einen Prüfdienst für Arbeitsmarktdienstleistungen eingerichtet.
Das bedeutet für uns - die wir uns fast täglich diesen Dilettanten aus der Eingliederungsindustrie gegenübersehen - dass es außer diesem Forum nun eine weitere Möglichkeit gibt, unseren Frust abzuladen.

Also, wenn die es mal wieder zu bunt getrieben haben:
Bericht schreiben und ab damit per Post oder oder Fax an
den Prüfdienst Arbeitsmarktdienstleistungen der Bundesagentur für Arbeit,
   
Stützpunkt Berlin:  
zuständig für die Bundesländer Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein sowie Thüringen.  
Ansprechpartner: R. Wionczeck, Spezialist
Anschrift Friedrichstraße 34 D - 10969 Berlin  
Tel: 030 / 5555 99 6210
Fax: 030 / 5555 99 6219  
E-Mail: Service-Haus.Pruefdienst-AMDL-Berlin@arbeitsagentur.de  
Postanschrift:
Bundesagentur für Arbeit  Prüfdienst Arbeitsmarktdienstleistungen  
Stützpunkt Berlin  
c/o Regionaldirektion Berlin-Brandenburg  
Friedrichstr. 34  
10969 Berlin
 

Stützpunkt Düsseldorf
Zuständigkeit: Koordination Bundesgebiet sowie Bundesländer Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und das Saarland  Ansprechpartner: D. Strangfeld, Koordinator
Anschrift Josef Gockeln Straße 7 D - 40474 Düsseldorf  
Tel: 0211 / 4306 733
Fax: 0211 / 4306 910 733  
E-Mail: Service-Haus.Pruefdienst-AMDL-Duesseldorf@arbeitsagentur.de  
Postanschrift:
Bundesagentur für Arbeit  Prüfdienst Arbeitsmarktdienstleistungen  
Stützpunkt Düsseldorf  
Josef Gockeln Str. 7  
40474 Düsseldorf
   

Stützpunkt Nürnberg
zuständig für die Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern sowie Sachsen  
Ansprechpartner: S. Reufzaat, Spezialistin
Anschrift Wirthstraße 16-18 D - 90459 Nürnberg  
Tel: 0911 / 179 8539
Fax: 0911 / 179 1499  
E-Mail: Service-Haus.Pruefdienst-AMDL-Nuernberg@arbeitsagentur.de  
Postanschrift:
Bundesagentur für Arbeit  
Prüfdienst Arbeitsmarktdienstleistungen  
Stützpunkt Nürnberg  
Wirthstraße 16-18  
90459 Nürnberg



(alle Anschriften aktualisiert am 11.10.2008 Cool )



Bleibt zu hoffen, dass die sich bald vor Post nicht mehr retten können.:lesen>
Vielleicht kriegen die Verantwortlichen dann ja endlich mal mit, dass das Kriterium der Wirtschaftlichkeit spätestens dann nichts mehr wert ist, wenn die eingekaufte Maßnahme nicht ihrem Ziel dient, Menschen ins Erwerbsleben zu integrieren.
Zum Beispiel weil immer wieder ein festes Kontingent von Maßnahmen mit fest vereinbarten Maßnahmebeginn eingekauft wird und die Arbeitsagentur vor Ort dann regelmässig mit der Aufgabe scheitert, diese Maßnahme mit den passenden Kunden zu füllen:tischkante>.
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« Antworten #14 am: 22. September 2007, 21:41:50 »

nein. langsam bitte.

solange wir die optimierungsziele der bundesagentur nicht kennen sollten wir uns nicht als unbezahlte tester und rückmelder für deren jetzt initierten "qualitätsregelkreis" einspannen lassen.

du missverstehst das wort "qualität". das heisst nicht das beste produkt, sondern das wirtschaftlichste, das noch konform zu den anforderungen ist, die nicht zu unserem vorteil sein müssen.

nach den bisherigen erfahrungen mit der bundesagentur kann da kaum was gutes dabei rauskommen für uns. bleiben wir erstmal beim alten vorgehen und greifen die massnahmeträger weiter direkt an.
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« Antworten #15 am: 04. Oktober 2007, 20:39:43 »

Hm,ich werde mal wegen meiner abgelehnten Umschulung hinschreiben und auch gleich auf die negativen Bemerkungen ansprechen.
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« Antworten #16 am: 05. Oktober 2007, 09:40:05 »

@dickfellverlust:
Zitat
du schreibst für fast lau arbeiten - ich dachte in DK (schweden, norwegen..) wird die arbeit sehr gut bezahlt??? wie kommts dass er für "fast lau" dort schuften muß?

Die Fahrt nach DK wird angeblich mit einem Sonderaufwand (Auslöse) geregelt. Wenn aber eben beschriebener Bekannter von seinem Kollegen nicht mehr mitgenommen wird, weil er die anteiligen Benzinkosten nicht gezahlt hat/zahlen kann und er auch von seinem Job in DK nicht sein Handy aufladen kann, ewig am Zigaretten schnorren ist und nur in Firmenklamotten (auch in der Freizeit) rumläuft und trotz großer Klappe über seinen "Tollen Verdienst" als Geburtstagsgeschenk nur wertlose Gutscheine rüberwachsen läßt, die nie eingelöst werden und sich auf Kosten anderer die Glimmse dichtsäuft... wie gesagt, alles  Hörensagen. Beschriebener Bekannter tut es sich halt schön-denken.

In der Kieler Maßnahme, die er zwischenzeitlich machen durfte, mussten sich das rekrutierte Maßnahmen-Klientel u.a. Tennisbälle zuwerfen um dann (Ball gefangen) eine persönliche Frage zu beantworten, die dann in der Luft zerredet wurden.

Aber - wie gesagt: Alles hörensagen. Probiert es aus und belehrt mich eines Besseren. Lg
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« Antworten #17 am: 05. Oktober 2007, 12:11:11 »

Zitat
Original von flipper
nein. langsam bitte.
...
nach den bisherigen erfahrungen mit der bundesagentur kann da kaum was gutes dabei rauskommen für uns. bleiben wir erstmal beim alten vorgehen und greifen die massnahmeträger weiter direkt an.
@flipper
mit deiner Strategie der Nadelstiche  :aggressiv>(fast hätte ich Intifada-Strategie gesagt), die du so vehement vertrittst, können ohne Zweifel unsere Peiniger -die Dozenten und Trainer der Maßnahme- an den Rand des Nervenzusammenbruchs gebracht werden. Nicht, dass die das nicht verdient hätten - aber die Bosse der jeweiligen Maßnahmeträger, die Parasiten, die die fette Kohle aus dem Topf der AL-Versicherten abgreifen, kratzt das nicht wirklich. Die können den ohnehin unterbezahlten Mitarbeiter, sollte er denn aus Verzweiflung das Handtuch werfen, innerhalb kurzer Zeit wieder ersetzen.

Meine Strategie "Dilettanten bei der BA verpetzen" zielt dagegen auf die Geschäftsführer der Maßnahmeträger ab.
Schon das Wissen um die Existenz eines Prüfdienstes für Arbeitsmarktdienstleistungen bei der BA
treibt denen doch schon die Schweißperlen auf die Stirn. :tischkante> Und die Vorstellung, dass deren Maßnahmenteilnehmer mit einem simplen Bericht dafür sorgen können, dass seine Klitsche ins Visier dieses Prüfdienstes gerät, gibt ihnen vollends den Rest. Kann mir gut vorstellen, dass der eine oder andere von denen schon mal 'ne Herzattacke erleiden wird, wenn mal wieder jemand auf dem Parkplatz vor deren Klitsche dieses Flugblatt an die Autos seiner Zwangskunden gehängt hat. :laola>

Dass man mit den Pappnasen und Schnarchern  :schlafen>bei der BA nicht zusammenarbeiten sollte, ist auch mir klar! Eigentlich erwarte ich von den Aktivitäten der Leute bei diesem Prüfdienst auch keine entscheidende Verbesserung der jetzigen Situation. Die werden allenfalls mal ein paar nette Dienstreisen unternehmen, um sich von so manchen Maßnahmeträgern schmieren zu lassen und am Ende in einem Bericht schreiben, dass alles bestens sei und es keine schwarzen Schafe (mehr) gibt. Es ist die pure Existenz dieses Prüfdienstes, die wir nutzen sollten und bitte glaube mir -allein mein Flyer, in diesem Forum zum Download bereitgestellt, zeigt schon Wirkung denn auch die Bosse der Maßnahmenmafia lesen hier mit.

Im Übrigen ist es so, dass dieser Prüfdienst bei der BA es bisher nicht für nötig gehalten hat, an uns Erwerbslose heranzutreten und um Feedback zu bitten.
Vielmehr war es ein Mitglied des Bundestags das auch im Ausschuß für Arbeit und Soziales mitwirkt, das mir von der Einrichtung dieses Prüfdienstes berichtet hat, nachdem ich ihm meinen Fall geschildert hatte. Also, warum sollten wir diese Information nicht nutzen?

flipper, es wäre schön, wenn du meine Strategie nicht weiter zerreden würdest. Deine Strategie ist gut und wirkungsvoll. Meine ist es aber auch und wenn du ehrlich bist, verdient sie auch deine Unterstützung.
Am Ende entscheidet doch jeder user selbst, ob er die eine oder die andere oder vielleicht beide gleichzeitig verfolgen möchte.
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flipper


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WWW
« Antworten #18 am: 05. Oktober 2007, 12:23:09 »

hmm na gut. dann schiessen wa erst den abschaum ab mit deiner attacke und den rest dann mit meiner Cheesy
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tigerkralle


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« Antworten #19 am: 09. Oktober 2007, 14:47:41 »

Zitat
Original von flipper


solange wir die optimierungsziele der bundesagentur nicht kennen sollten wir uns nicht als unbezahlte tester und rückmelder für deren jetzt initierten "qualitätsregelkreis" einspannen lassen.


War soeben auf der website der Arbeitsagentur und habe dort das hier gefunden:

Qualitätssicherung von Arbeitsmarktdienstleistungen
Befragung von Teilnehmerinnen und Teilnehmern an Trainingsmaßnahmen

Ab Oktober 2007 wird den Teilnehmenden an Trainingsmaßnahmen flächendeckend die Möglichkeit eröffnet, an einer Onlinebefragung teilzunehmen. Hierzu erhalten die Teilnehmenden ein Anschreiben mit allen Informationen von ihrer Agentur für Arbeit.

Die Teilnehmenden beurteilen das Lehr- und Betreuungspersonal, die Maßnahmeausstattung, Organisation und Ablauf der Maßnahme sowie den Nutzen der Maßnahme. Darüber hinaus bewerten die Teilnehmenden auch die Betreuung durch die Agentur für Arbeit. Die ausgefüllten Online-Fragebogen werden automatisiert übernommen und ausgewertet.


Bundesagentur für Arbeit       Stand 08.10.2007


So sind die nun auch endlich in die Gänge gekommen. Dass das auf öffentlichen Druck - auch aus den bekannten Internetforen - geschah, würden die natürlich nie zugeben. tongue tongue
Wers nicht glaubt und selber nachlesen möchte klickt hier: http://www.arbeitsagentur.de/nn_239100/zentraler-Content/A20-Intern/A204-Ausstattungsservice/Allgemein/Ausschreibungen-Qualitaetssicherung.html
Und wer sich den Online-Fragenbogen schon mal anschauen möchte:
http://www.arbeitsagentur.de/zentraler-Content/HEGA-Internet/A05-Berufl-Qualifizierung/Publikation/HEGA-09-2007-QS-TM-Anlage-03.pdf
Mit jeder Ladung zur Maßnahme soll in Zukunft dieses Schreiben hier mitgeschickt werden:
http://www.arbeitsagentur.de/zentraler-Content/HEGA-Internet/A05-Berufl-Qualifizierung/Publikation/HEGA-09-2007-QS-TM-Anlage-02.pdf

Bis es soweit ist  und die das mit der realen Umsetzung hingekriegt haben werden, bleiben wir erst mal bei unserer "Dilettanten verpetzen! - Kampagne"
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BEA51


Beiträge: 71


« Antworten #20 am: 09. Oktober 2007, 17:52:39 »

@Tigerkralle

Hab mir den Online-Bogen gerade angeguckt, damit kann man sich meiner Meinung nach aber auch nur den A**** abwischen nach dem Motto "Benutze das Papier beiderseitig und der Erfolg liegt auf der Hand".

Ich sehe nämlich kaum Möglichkeiten den Un-Sinn der Maßnahmen darzustellen. Hier in Heilbronn läuft es gerade so, dass alle IBA, EAT und ABM's gestrichen wurden, weil der "Topf" leer ist, dafür wird auf Teufel komm raus ESF (Europäischer Sozial Fonds) gemassnahmt mit so sinnvollen Kursen wie
- was ziehe ich zum Bewerbungsgespräch an
- wie ist meine Aussenwirkung auf den potentiellen Arbeitgeber
- Rhetorik im Bewerbungsgespräch
- Überarbeitung Bewerbungsunterlagen - zum x-ten Mal

 Das einzige, das Sinn hätte, wäre
- Staplerschein - explizit nur für Männer - Prüfung bei DEKRA/TÜV?
- Fachkraft Empfang - dito nur für Frauen - eignet sich dann für Call-       Center?

Das ganze nach dem Motto "erst wird das Papier unterschrieben und dann erzähle ich was über die Kurse, von denen jeder einen auswählen muss". Das "Papier" sah übrigens wie eine zusätzliche EGV aus:.... verpflichte ich mich nach Teilnahme mich auf jegliche Stelle, auch Mini-Job, auch Teilzeit, auch ZAF und auch für gewerbliche Arbeit - fragt hier jemand nach attestierten gesundheitlichen Einschränkungen? -zu bewerben...

Und angeschrieben/eingeladen wurde alles, was in IBA und EAT drin ist/war; Bandbreite vom Analphabeten bis zum Betriebswirt.
Grüssle BEA 51

P.S.: Bin übrigens w - nur für Eure Frauen-Statistik. Fehlendes Posten    wurde in anderem Thread beschrieben ;-)
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GG Neufassung seit Hartz IV: Die Menschenwürde ist sehr belastbar.
Lach niemals über einen Menschen der zurückweicht, es könnte sein, dass er Anlauf nimmt!
Onkel Tom


Beiträge: 3641



« Antworten #21 am: 09. Oktober 2007, 20:06:32 »

@tigerkralle

Na sone Beschwerdestelle gibt es in HH seit Anfang von Hetze 4.
Ich kann da Flipper nur beistimmen.
Im juni 05 hat sich eine Leidensgenossin aus einer Ein Euro Job Firma über die Hamburger Hotline beschwert.

Streitgegenstand war, das die Firma Videoüberwachung einsetzt.

Hört sich ja echt prächtig dannach an, das sie damit zum Erfolg käme, doch das Ende war echt bitter.

Die Ein Euro Firma hat sich damit entschuldigt, das dort Werkzeuge abhanden gekommen wären und
haben dieser Frau anschließend den Garaus gemacht.
Erst gemobbt, dann die Papiere (Beurteilung zur ARGE) versaut und zum Schluss wurde Ihr wegen
"Intregrationsunwilligkeit" das ALG II gekürzt.

Ich kann von diesen "Staatlichen Kummerkisten" nur abraten.
Versuche es besser mit "Italienischen Bummelstreik", falls Du zu solchen Dingen gezwungen wirst.

Die ARGE ist eher daran interessiert, Ungereimtheiten unterm Teppich zu kehren..
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Lass Dich nicht verhartzen !
tigerkralle


Beiträge: 57



« Antworten #22 am: 09. Oktober 2007, 21:08:53 »

Zitat
Original von BEA51

Hab mir den Online-Bogen gerade angeguckt, damit kann man sich meiner Meinung nach aber auch nur den A**** abwischen nach dem Motto "Benutze das Papier beiderseitig und der Erfolg liegt auf der Hand".
Ich sehe nämlich kaum Möglichkeiten den Un-Sinn der Maßnahmen darzustellen.


@ BEA51
Da stimme ich dir voll und ganz zu!
Je länger ich diesen Fragebogen betrachte, umso mehr glaube ich, dass die dabei sind eine Alibi-QS auf die Beine zu stellen.
Ganz so, als ob die ihren Vettern in der Maßnahmenindustrie nicht wirklich schaden wollten. Die Fragebogen sind einfach nicht praktikabel und werden von den Teilnehmern niemals akzeptiert werden. Die schwarzen Schafe können die so jedenfalls nicht erschrecken.

Also weitermachen mit "italienischen Bummelstreiks"
und - wer will - kann ja noch den Flyer zum Maßnahmenterror verteilen. z.B.Auf dem Parkplatz vor dem Bildungsquäler.

Flyer
zum Massnahmenterror - Vorderseite


Flyer zum
Massnahmenterror- Rückseite
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« Antworten #23 am: 10. Oktober 2007, 13:58:18 »

Zitat
Original von Onkel Tom

Im juni 05 hat sich eine Leidensgenossin aus einer Ein Euro Job Firma über die Hamburger Hotline beschwert.
Streitgegenstand war, das die Firma Videoüberwachung einsetzt.

Die Ein Euro Firma hat sich damit entschuldigt, das dort Werkzeuge abhanden gekommen wären und
haben dieser Frau anschließend den Garaus gemacht.
Erst gemobbt, dann die Papiere (Beurteilung zur ARGE) versaut und zum Schluss wurde Ihr wegen
"Intregrationsunwilligkeit" das ALG II gekürzt.

Ich kann von diesen "Staatlichen Kummerkisten" nur abraten.
Versuche es besser mit "Italienischen Bummelstreik", falls Du zu solchen Dingen gezwungen wirst.

Die ARGE ist eher daran interessiert, Ungereimtheiten unterm Teppich zu kehren..

ganz recht.
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luise


Beiträge: 13


« Antworten #24 am: 24. Januar 2008, 09:45:14 »

ich weiß nicht ob ich da bei euch hier richtig bin

aber ich habe gestern auch vom amt eine fortbildungsmaßnahme bekommen

das komische nur das:

die dame vom arbeitsamt meinte ich sollte da hin und nen termin ausmachen wann ich damit anfangen kann

hab ich dann auch gemacht

die nette dame von der faa  meinte darauf das das sofort anfangen würde!!!

konnte aber aus privaten gründen nicht da bleiben
zum glück hatten die da verständniss und ich durfte wieder fahren

jetzt muß ich da ab heute hin für ca. 2-4 wochen

würd mal gerne wissen ob es da was bringt

und ob schon mal jemand sowas gemacht hat

vor allem fand ich es komisch das ich in den bereich lager usw gesteckt werde nur weil ich zuletzt in der produktion gearbeitet habe
dabei hab ich eine ausbildung als pka und habe danach als verkäuferin gearbeitet
werd mal schauen was da heute so abgeht
die vom amt meinte noch das ich da nen staplerschein machen könnte

ich denke das ist nur rausgeschmissenens geld
aber wie sagt man so schön was man hat hat man

und warum bekommt man nicht einfach eine weiterbildung bezahlt bzw umschulung

wenn mir das amt die pta schiule zahlen würde wäre ich sicher das ich dann in den beruf wieder zurück komme da man da mehr chancen hat

man sagte mir das ginge nicht weil ichja in anderen berufen schon gearbeitet habe und da auch wieder was finden könnte

ist das denn richtig

leute die wollen bekommen nichts und die die nicht wollen bekommen alles hinter her geworfen
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