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Autor Thema: Streik gegen rente mit 67  (Gelesen 41857 mal)
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ManOfConstantSorrow


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« am: 24. Juni 2007, 20:22:50 »

Zitat
Audi-Mitarbeiter stoppen Produktion

Aus Protest gegen die Rente mit 67 haben Mitarbeiter des Automobil-Herstellers Audi die Arbeit zeitweise niedergelegt.


In der Zentrale in Ingolstadt standen in der Frühschicht zwischen 10.30 und 11 Uhr die Bänder still. „Über den Tag verteilt werden sich 20 000 Leute an den Protesten beteiligen“

http://www.focus.de/finanzen/news/proteste_nid_43752.html
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ManOfConstantSorrow


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« Antworten #1 am: 13. Dezember 2007, 15:54:54 »

12.12.07
In Griechenland hat heute Nacht ein 24-stündiger Generalstreik gegen die Anhebung des Rentenalters um zwei Jahre und die Kürzung der Rentenleistungen begonnen. Vom Streik betroffen ist der gesamte Verkehr in der Luft, auf den Schienen und der Nahverkehr, staatliche Banken, Krankenhäuser, öffentliche Verwaltungen und die Medien. Außerdem streiken Journalisten und Lehrer, Richter und Rechtsanwälte sogar insgesamt für 48 Stunden.
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Krokos


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« Antworten #2 am: 13. Dezember 2007, 19:40:36 »

da sieht man mal den Vergleich, hierzulande streiken sie bei einer Anhebung des Rentenalters um 4 Jahre, eine halbe Stunde während der Mittagspause und in Griechenland gibt es einen Generalstreik, wie es sich gehört.
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ManOfConstantSorrow


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« Antworten #3 am: 14. Dezember 2007, 13:05:27 »

Zitat
Generalstreik in Griechenland     
von LZ , 12.12.2007
 
 Heute haben mehr als 2,5 Millionen ArbeiterInnen in Griechenland mit einem Generalstreik das Land lahm gelegt. Das ist fast die Hälfte aller ArbeiterInnen. Sie streikten gegen die geplante Pensionsreform, die eine Anhebung des Rentenalters um 2 Jahre vorsieht sowie Rentenkürzungen. Es war der größte Streik seit Jahrzehnten.

Hundertausende  demonstrierten gegen die Regierungspläne. In Athen demonstrierten nach Schätzungen rund 200'000 Menschen, in Saloniki waren es 90'000,  In der Hauptstadt kam es zu Widerstand gegen die Angriffe der Polizei, die Tränengas einsetzte.

Schon seit Mitternacht wurde der griechische Luftraum geschlossen, weil sich auch die Fluglotsen am Streik beteiligten ebenso wie die ArbeiterInnen im öffentlichen Dienst, die ArbeiterInnen in Banken, Ärzte, Lehrer und Journalisten. Sie alle folgten dem Streikaufruf der Gewerkschaften. In den Häfen ließ der Streik den gesamten Warenverkehr stocken. Es gibt keine Nachrichten in Radio und Fernsehen - morgen werden in Griechenland keine Zeitungen.erscheinen. Das gesamte Transportwesen steht still. Es fuhren nur Züge und Busse, um die Streikenden zur zentralen Demo in Athen zu befördern.
„Nichts geht mehr am Mittwoch" sagte Efstathios Anestis, der Sprecher der Gewerkschaft GSEE (General Confederation of Greek Labor) „ Dies ist der einzige Weg für die Arbeiter, um ihren Protest gegen die Pläne der Regierung auszudrücken".

Ziel der geplanten Reform ist es, mehr als 170 Pensionsfonds in 8 Fonds zusammenzuführen und die ArbeiterInnen zu zwingen über das Rentenalter von 65 Jahren hinaus zwei Jahre länger  zu arbeiten, wenn sie eine unveränderte Rente erhalten wollen. Auf diese Weise will die Regierung erwartete Defizite in der Rentenversicherung ausgleichen.

Die Pensionsreform ist ein erster zentraler Angriff der neuen bürgerlichen Regierung auf die Arbeiterklasse. Wie in Frankreich wird versucht, die steigenden Kosten der Rentenversicherung durch Risikoverlagerung auf die ArbeiterInnen zu finanzieren. Kürzungen der Renten werden verbunden mit Privatisierungen der Rententräger, was insbesondere das Risiko mit sich bringt, daß selbige Pleite gehen und damit lebenslange Einzahlungen der ArbeiterInnen verloren gehen.

Der letzte Angriff auf die Renten erfolgte 2001 durch die „sozialistische" Regierung, was zu Massendemonstrationen führte, die sie beinahe gestürzt hätten.


http://www.linkezeitung.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=3886&Itemid=248
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Kuddel


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« Antworten #4 am: 14. März 2008, 13:51:56 »

Zitat
Wieder streiken und demonstrieren Griechen gegen soziale Einschnitte

(...)Der Arbeitskampf der DEI-Angestellten ist Teil einer Streikwelle, mit der sich große Teile der Werktätigen gegen drastische Einschnitte im Sozialversicherungssystem wehren.

Der am heutigen Dienstag dem Parlament vorgelegte Entwurf einer »Rentenreform« der konservativen Nea Dimokratia will zum einen die etwa 150 Sozialversicherungskassen des Landes zusammenlegen und so auf auf ein gutes Dutzend reduzieren. Vor allem aber sieht das Papier niedrigere Renten und längere Lebensarbeitszeiten vor. Für jedes vorzeitig in den Ruhestand gegangene Lebensjahr werden künftig 8 Prozent vom Rentenanspruch gekürzt. Nur wer sogar drei Jahre länger arbeitet, soll in Zukunft 80 Prozent des vormaligen Basislohns als Rente beziehen. Gleichzeitig werden die Auszahlungen aus den in Griechenland üblichen Zusatzrentenkassen um teilweise mehrere hundert Euro gekürzt. Dabei muss ein Großteil der Rentner bereits mit monatlich weniger als 700 Euro auskommen.
(...)

vollständiger Bericht im ND
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Rappelkistenrebell


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WWW
« Antworten #5 am: 14. März 2008, 15:59:13 »

Schön wäre es,wenn die deutsche Arbeiterklasse auch so kämpferisch wäre die   Werktätigen in Portugal,Griechenland,Frankreich etc.
Aber hier herrschen wohl scheinbar noch die Nachwehen des preußischen Obrigkeitsstaates bzw des deutschen Faschismus vor.
Lesetip:Thomas Mann "Der Untertan" tongue
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Gegen System und Kapital!


www.jungewelt.de
Eivisskat
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« Antworten #6 am: 14. März 2008, 16:13:28 »

Heinrich Mann, bitte! Wink
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Arwing


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« Antworten #7 am: 14. März 2008, 22:05:13 »

Oder die Angst, den Couchkonsum zu verlieren. Ich kenne da ein Pärchen, das sich, ohne Witz, wegen einer finanziell schwierigenTV-Gerätanschaffung übelst streitet, da sonst das verdummende Fernsehprogramm ausbleibt.

Aber für die politischen Entwicklungen und das Nachdenken über das eigene Leben ist dann immer keine Zeit da...Nur für den Konsum rolleyes
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Das aktuelle Geldsystem ist auf die Gewinnmaximierung einer kleinen Elite ausgerichtet, die von der Gemeinschaft der Bürger Europas erbracht werden soll und die politische Elite fungiert als Handlanger.
ManOfConstantSorrow


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« Antworten #8 am: 20. März 2008, 13:54:32 »

Generalstreik am Dienstag und Mittwoch...

Zitat
Streik lähmt Griechenland
Proteste gegen geplante Pensionsreform


Athen. Millionen von Griechen haben am gestrigen Mittwoch mit einem Generalstreik das öffentliche Leben lahmgelegt. Am Protest gegen die geplante Pensionsreform der konservativen Regierung nahmen unter anderem Krankenhausärzte, Fluglotsen, Hafenarbeiter, Journalisten, Hotelpersonal und Tankstellen-Mitarbeiter teil. In der Innenstadt von Athen demonstrierten mehr als 10.000 Menschen, in Saloniki waren es an die 8000. Es handelte sich bereits um den dritten Generalstreik seit Dezember 2007.

"Wir marschieren für ein sozial gerechtes Rentensystem", sagte der sozialistische Oppositionsführer und frühere Außenminister Georgios Papandreou in Athen. Die Regierung begünstige Reiche und große Unternehmen, viele einfache Bürger wären nach der geplanten Reform schlechter gestellt.

Bereits am Dienstag waren Eisenbahnbeschäftigte in einen 24-stündigen Ausstand getreten. Auch Banken blieben geschlossen; die Gerichte waren von einem einwöchigen Streik der Anwälte betroffen. In den Straßen türmte sich wegen eines Arbeitskampfs der Müllmänner der Abfall, ein Ausstand beim größten Elektrizitätsversorger führt seit zwei Wochen zu alternierenden Stromausfällen.

Die Regierung von Premier Konstantinos Karamanlis argumentiert, das derzeitige Pensionssystem könnte ohne Reformen in wenigen Jahren zusammenbrechen. Den etwa 170 Rentenfonds in Griechenland droht ein Defizit von 120 bis 400 Milliarden Euro. Die Gewerkschaften befürchten währenddessen niedrigere Alterseinkünfte und höhere Pensionsantrittsalter.

Mittwoch, 19. März 2008

http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=3857&Alias=wzo&cob=334983
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Kater


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« Antworten #9 am: 21. Oktober 2008, 08:14:52 »

heute, Dienstag, 21. Oktober 2008, wieder...

Zitat
GENERALSTREIK IN GRIECHENLAND
Flug-, Fähr- und Zugverkehr werden eingestellt
Der Luftraum wird geschlossen, Züge und Fähren fahren nicht: Ein Generalstreik droht Griechenland am Dienstag komplett lahm zu legen. Selbst die Nachrichten in TV und Radio sind gestrichen.

Athen - Griechenland droht am Dienstag still zu stehen. Weitreichende Streiks werden große Teile der griechischen Wirtschaft und des Verkehrs lahmlegen.

Wegen einer Arbeitsniederlegung der Fluglotsen wird zwischen 11 und 15 Uhr der gesamte griechische Luftraum geschlossen bleiben. Aus diesem Grund wurden Dutzende Inlands- und Auslandsflüge gestrichen, berichtete am Montag der staatliche Rundfunk. Die Fluggesellschaft Olympic Airlines, die derzeit privatisiert werden soll, streicht nach eigenen Angaben 75 Flüge, ihr Konkurrent Aegean Airlines 22 Flüge. Auch der Zugverkehr und die Fähren zu den griechischen Inseln werden eingestellt.

Die zwei wichtigsten Gewerkschaftsverbände des privaten und des staatlichen Sektors (GSEE und ADEDY) haben aus Protest gegen Privatisierungspläne und Sparmaßnahmen der konservativen Regierung unter Ministerpräsident Kostas Karamanlis zu den Streiks aufgerufen. Sie fordern einen Politikwechsel und sprechen sich gegen Privatisierungen, die Sparpolitik und die Rentenreform der Regierung aus. Die Gewerkschaften planen für Dienstag eine Großdemonstration in Athen.

An den Streiks werden sich Angestellte staatlich kontrollierter Banken, Staatsbedienstete und Lehrer sowie Journalisten beteiligen. Aus diesem Grund wird es am Dienstag auch keine Nachrichten im Radio und Fernsehen geben. Ärzte werden Patienten nur in dringenden Fällen behandeln, hieß es. Ebenso sollten viele Schulen geschlossen sein.


http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,585339,00.html
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Kuddel


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« Antworten #10 am: 13. November 2008, 14:04:19 »

Wegen eines Pilotenstreiks warnt die Fluglinie Air France vor Ausfällen bei Mittelstrecken- und Langstreckenflügen in den kommenden Tagen. Die Flugkapitäne protestieren gegen eine Anhebung des Rentenalters.

http://www.handelsblatt.com/journal/business-travel/air-france-erwartet-pilotenstreik;2087511
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ManOfConstantSorrow


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« Antworten #11 am: 13. Januar 2009, 19:39:39 »

Pension mit 67 - Beamte drohen mit Streik

Stuttgart - Lange Arbeitszeiten, mageres Einkommensplus und jetzt auch noch ein Sonderopfer bei der Pension mit 67 - aus Sicht der Beamten im Südwesten ist das Maß voll. Wegen der geplanten schnelleren Einführung der Pension mit 67 droht der Beamtenbund mit Streik und einem Gang nach Karlsruhe. „Es gibt bereits davon potenziell betroffene Mitglieder, die zu einer Klage vor dem Bundesverfassungsgericht bereit wären“, sagte Verbandschef Volker Stich am Donnerstag in Stuttgart. Das Land Baden-Württemberg will das Pensionsalter bereits bis 2020 auf 67 Jahre anheben, obwohl dies im Bund und anderen Bundesländern erst für 2029 vorgesehen ist.

Zudem malte Stich das Szenario von tausenden außerhalb ihrer Dienstzeit protestierenden Polizisten und Lehrern. „Wir können zwar nicht das ganze Land auf einen Schlag lahmlegen, aber es gibt ja auch empfindliche Verwaltungen.“ Im Südwesten arbeiten derzeit etwa 240 000 Beamte, davon 214 000 beim Land und den Kommunen.

Nach Überzeugung Stichs wäre mit den Planungen der Landesregierung der Verfassungsgrundsatz verletzt, dass Beamte angemessen bezahlt und versorgt werden müssen. Zudem sei eine Ausnahmeregelung für den Südwesten nicht mit dem Grundgesetz zu vereinbaren, nach dem alle Beamte im Dienst der Bundesrepublik Deutschland stünden.

http://stimme.de/suedwesten/nachrichten/art1960,1432232
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ManOfConstantSorrow


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« Antworten #12 am: 18. Juli 2009, 11:29:21 »

Nach dem Spitzengespräch zwischen Landesregierung und Beamtenbund am Mittwoch ist klar: Die CDU/FDP-Regierung muss sich auf Beamtenproteste einstellen, hält sie an ihrer Absicht fest, die Pensionierung erst mit 67 Jahren früher als andernorts einzuführen.
http://www.badische-zeitung.de/suedwest-1/beamte-drohen-mit-protest--17171439.html
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« Antworten #13 am: 24. Februar 2010, 12:37:23 »

Zitat
Griechenland erhöht Rentenalter
Regierung kämpft gegen Staatsdefizit – Streik im öffentlichen Dienst

Die griechische Regierung hat am Dienstag erste Einzelheiten des geplanten Sparprogramms zur Überwindung der dramatischen Haushaltskrise vorgestellt. Sozialminister Andreas Loverdos kündigte eine Erhöhung des durchschnittlichen Rentenalters um 2 Jahre auf 63 Jahre an.


(ddp) Griechenland will gegen die enorme Staatsverschuldung vorgehen. Dafür soll ein rigoroser Sparkurs gefahren werden. Ausserdem sollen Gehälter eingefroren und Beihilfen gekürzt werden. Die Gewerkschaften protestieren am Mittwoch mit einem landesweiten Streik der 750'000 Beschäftigten im öffentlichen Dienst gegen die Pläne.
http://www.nzz.ch/nachrichten/international/griechenland_will_rentenalter_anheben_und_gehaelter_einfrieren_1.4885034.html


Zitat
Demonstrationen in Spanien
Massenprotest gegen Zapateros Rentenreform

Ausgerechnet die spanischen Gewerkschaften: Bislang hatten sie als Verbündete des sozialistischen Regierungschefs Zapatero gegolten. Aber mit seiner Rentenreform trieb er bis zu 100.000 verärgerte Gewerkschafter auf die Straße. Und weitere Proteste sollen folgen.


Von Reinhard Spiegelhauer, ARD-Hörfunkstudio Madrid

Zum ersten Mal seit seiner Wiederwahl bläst Ministerpräsident Zapatero der Wind aus ungewohnter Richtung ins Gesicht: Es ist ein Sturm der Entrüstung, den die Regierung mit ihren Plänen entfacht hat. Die sonst eher der Regierung zugeneigten Gewerkschaften haben zu zahlreichen Demonstrationen aufgerufen - den Auftakt haben nun Madrid, Barcelona und Valencia gemacht.

Die Gewerkschaften sprechen von weit mehr als 100.000 Menschen, die auf die Straße gegangen sind, um gegen eine Erhöhung des Rentenalters zu protestieren - nach anderen Angaben haben nur bis zu 100.000 Menschen an den Kundgebungen teil genommen. José Toxo von der Gewerkschaft Comisiones Obreras sieht sich bestätigt: "Es macht überhaupt keinen Sinn, das zum Bestandteil des Sparprogrammes zu machen - und mit der Zukunft der Rente soziale Unruhen zu provozieren."


Rentenreform sorgt für Ärger

Die sozialistische Regierung will das Renteneintrittsalter von 65 auf 67 Jahre anheben und die Berechnungsgrundlagen für die Altersbezüge ändern. Die Pläne sind Bestandteil eines 50 Milliarden Euro schweren Sparprogramms. Damit will die Regierung das zuletzt stark angestiegene Haushaltsdefizit wieder senken, um bis 2013 die Stabilitätskriterien von Maastricht wieder erfüllen zu können.

Doch für die Rentner, so haben Experten errechnet, würde die geplante Reform faktisch eine Rentenkürzung um etwa zwei Prozent ausmachen - dabei fällt die Durchschnittsrente mit derzeit knapp 800 Euro ohnehin nicht üppig aus.

"Wir antworten hier"

Candido Mendez von der Gewerkschaft UGT ist empört: "Wir antworten hier, das ist was wir tun. Wir beurteilen die Regierung nach ihrem Handeln, nicht nach ihrem Etikett. Die Regierung liegt in dieser Sache völlig falsch, sie ist ungerecht und wir erwarten, dass sie die Pläne ändert." Besonders ärgern musste Ministerpräsident Zapatero die fernsehwirksame Sympathiebekundung einer sozialistischen Abgeordneten am Vortag der Demonstrationen: "Nun, sie sind nicht mit den Vorschlägen einverstanden, also demonstrieren sie. Wir leben in einer Demokratie. Und mehr noch: Wenn ich kann, gehe ich auch hin, um das klar zu sagen."

Ein paar Stunden später siegte dann aber doch die Parteiräson: Isabel Lopez Chamosa, die auch Gewerkschafterin ist, erklärte, sie könne nicht gegen die eigene Regierung auf die Straße gehen. Schön für den Ministerpräsidenten, der trotzdem versprach, er werde sich mit der Kritik auseinandersetzen: "Dies ist, war und wird niemals eine Regierung der Verordnungen sein. Und ganz bestimmt nicht, wenn es um Arbeitspolitik geht."

Weitere Demonstrationen geplant

Die Gewerkschaften wollen Zapatero bis zum Ende der kommenden Woche praktisch täglich an dieses Versprechen erinnern - mit zahlreichen Demonstrationen in Städten im ganzen Land. Statt bei Sozialleistungen zu sparen, müssten vor allem Arbeitsplätze geschaffen werden, so die Gewerkschafter. Denn die Arbeitslosigkeit sei schließlich das vordringliche Problem für die Menschen des Landes.

Doch diese Erkenntnis müsse man der Regierung Zapatero offenbar erst einhauchen, meint Gewerkschafter Jose Toxo : "Ich hoffe, dass die Regierung nach diesen zwei Wochen, besser noch vorher, die Stoßrichtung ihrer Pläne ändert."
http://www.tagesschau.de/ausland/spanien186.html
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Kuddel


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« Antworten #14 am: 09. Mai 2010, 12:10:03 »

Rentenstreik in Frankreich:
http://www.labournet.de/internationales/fr/rente2010_2.html
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Kuddel


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« Antworten #15 am: 25. Mai 2010, 13:29:57 »

Zitat
Gewerkschaften blasen zum Streik
Frankreich kippt Rente mit 60
Die Anhebung des Rentenalters in Frankreich steht augenscheinlich fest. Unklar soll aber noch das genaue zukünftige Renteneintrittsalter sein: 62 oder 63 Jahre - oder noch später.


Trotz massiver Proteste der Gewerkschaften ist die Anhebung des Rentenalters in Frankreich offenbar beschlossene Sache: Die konservative Regierung habe entschieden, das derzeitige Rentenalter von 60 Jahren zu erhöhen, verlautete in Paris. Ob die Arbeitnehmer künftig mit 62 oder 63 Jahren oder noch später in Rente gehen sollen, stehe aber noch nicht fest.

Mehrere französische Zeitungen hatten berichtet, dass das Rentenalter den Gewerkschaften zufolge ab kommendem Jahr auf 62 oder 63 Jahre festgelegt werden solle, was die Regierung umgehend abgestritten hatte. Die Gewerkschaften rufen für Donnerstag zu Streiks und Demonstrationen auf, um gegen die Rentenreform zu protestieren.

Der Vorsitzende der Mehrheitspartei UMP, Xavier Bertrand, der Tageszeitung "Le Parisien", kein anderes Land in ganz Europa habe ein derart niedriges Eintrittsalter wie Frankreich. Selbst der Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF), Dominique Strauss-Kahn, der als Präsidentschaftskandidat der französischen Sozialisten in zwei Jahren gehandelt wird, rüttele "am Dogma der Rente mit 60", betonte der Parteichef. Arbeitsminister Eric Woerth hatte dieser Tage erklärt, dass die umstrittene Reform ab Januar schrittweise in Kraft treten solle, nachdem Staatschef Nicolas Sarkozy sie im Frühjahr angekündigt hatte.

Ohne eine Reform würden in der französischen Rentenkasse bis zum Jahr 2050 jährlich rund 100 Milliarden Euro fehlen. In Frankreich liegt das gesetzliche Renteneintrittsalter derzeit bei 60 Jahren; um eine volle Rente zu erhalten, müssen Arbeitnehmer ab dem Jahr 2012 gleichzeitig 41 Jahre lang in die Rentenkasse eingezahlt haben.
http://www.n-tv.de/politik/Frankreich-kippt-Rente-mit-60-article887855.html
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« Antworten #16 am: 29. Mai 2010, 22:49:30 »

Zitat
Frankreich: Proteste gegen Rentenreform

Paris (afp). Mit Streiks haben Hunderttausende Beschäftigte im öffentlichen Dienst und der Privatwirtschaft gegen die anstehende Rentenreform in Frankreich protestiert. Der landesweite Protest richtete sich gegen die Pläne der konservativen Regierung, das Rentenalter von derzeit 60 Jahren heraufzusetzen. Betroffen war auch die Staatsbahn, wo nach Gewerkschaftsangaben ein Viertel der Beschäftigten streikte. In ganz Frankreich beteiligten sich eine Million Menschen an den Protesten, zu denen sechs große Arbeitnehmerbündnisse aufgerufen hatten.
http://nachrichten.rp-online.de/politik/frankreich-proteste-gegen-rentenreform-1.76708
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Kuddel


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« Antworten #17 am: 24. Juni 2010, 20:16:49 »

Zitat
Ganz Frankreich auf der Strasse – vereint gegen Sarkozy

Mit dem bisher grössten Streik- und Protesttag gegen die Rentenreform haben die französischen Gewerkschaften den Druck auf den Staatschef erhöht.




Zahlreiche Lehrer, Eisenbahner und sonstige Beamte, aber auch viele Beschäftigte der Privatwirtschaft, legten am Donnerstag die Arbeit nieder.

Die Gewerkschaften gingen von bis zu zwei Millionen Teilnehmern bei rund 200 Kundgebungen im ganzen Land aus. Die konservative Regierung von Sarkozy will das Renteneintrittsalter von 60 auf 62 Jahre erhöhen – eine im europäischen Vergleich immer noch grosszügige Regelung. Die umstrittene Reform soll im Herbst vom Parlament verabschiedet werden.

Die grösste Kundgebung begann am Nachmittag in Paris. «Rührt meine Rente nicht an», hiess eine der Parolen der Teilnehmer. «1789 kommt!!!», schrieb ein 45-jähriger Elektriker auf ein Plakat in Anspielung auf den Beginn der Französischen Revolution.

Proteste in ganz Frankreich

Am Vormittag beteiligten sich laut Gewerkschaften schon mehr als 120'000 Menschen an einer Kundgebung in Marseille - 40'000 mehr als beim letzten Protesttag.

Fast ein Drittel der Grundschullehrer streikten landesweit, bei den Pariser Verkehrsbetrieben und bei der Post streikten ein Fünftel der Belegschaft und bei der Staatsbahn SNCF 40 Prozent der Mitarbeiter - dort war es die höchste Beteiligung an einem Streiktag seit den Protesten gegen die Rentenreform von 2003.

Zug- und Flugverkehr betroffen

Am Donnerstag fielen nach Angaben der SBB auch mehrere TGV-Verbindungen nach Genf, Lausanne und Bern aus. Betroffen waren auch Züge zwischen Basel, Strassburg und Brüssel. Nicht tangiert war der TGV «Lyria» von Basel/Zürich nach Paris und zurück.

Der Streik hatte auch Auswirkungen auf den Flugverkehr zwischen der Schweiz und Frankreich. So mussten in Genf-Cointrin nach Angaben der Flughafenbetreiber 27 Flüge gestrichen werden. Auch am EuroAiport in Basel und am Flughafen Zürich wurden einzelne Verbindungen annulliert.

Sarkozys Treffen mit Henry in der Kritik


Vom Streik betroffen waren in Frankreich auch Radio- und Fernsehsender, mehrere Zeitungen erschienen nicht. Er sei «sicher», dass bis zum Abend «zwischen ein und zwei Millionen» Menschen an den Protesten teilnehmen würden, sagte der Generalsekretär von Frankreichs mitgliederstärkster Gewerkschaft CFDT, François Chérèque.
http://bazonline.ch/ausland/europa/Ganz-Frankreich-auf-der-Strasse--vereint-gegen-Sarkozy/story/14012183
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Strombolli
Jeheimrat


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« Antworten #18 am: 26. Juni 2010, 10:10:13 »

Kürzung, nichts sonst! - wie die Junge Welt bemerkt.

Genau dies reden wir hier schon lange.

Vielleicht sollte chefduzen ein "Best-Of" als für alle leicht zugängliche, elektronische Pflichtlektüre statt BILD gebastelt werden? Es würde oftmals zur Erhellung der vernebelten Köpfe beitragen.
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Das Systemmotto: "Gib mir Dein Geld! - Jetzt, Du dreckiges Opfer !!!! - Und habe immer ANGST VOR DEM MORGEN !!!"

"Hört auf, Profite über Menschen zu stellen!" Occupy
Permanent angelogen & VERARSCHT IN DEUTSCHLAND! - Ich habe mit Dir fertig
Sir Vival


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« Antworten #19 am: 26. Juni 2010, 11:33:18 »

Klar ist das Kürzung. Das war schon bei den 1. Rentenanhebungen klar!

Volle Rente garantiert!

Bedingung (die immer härter wird):
Wenn man bis zum Rentenalter arbeitet, egal, wie oft es wie hoch auch immer angehoben wird.

Ein "Bürohengst" kann ohne weiteres bis 70 arbeiten, während ein Facharbeiter/Handwerker/körperlich Arbeitender nicht so ohne weiteres bis in ein solch hohes Alter seinen Beruf ausüben kann.
Was bleibt? Kürzung! "Gehst du "früher" (!!), kriegst du weniger!" (und wir haben euch wieder mal gef***t!)
Ein körperlich Arbeitender kann gar nicht anders. Das ist ja die Absicht und das gemeine!
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Der Tod stellte seine Sense in die Ecke und bestieg den Mähdrescher, denn es ward Krieg!
Politiker sind wie Tauben. Sind sie unten, fressen sie dir aus der Hand. Sind sie oben, wirst du beschissen
Es gibt 2 Arten von Politikern:
- der eine kann nichts!
- der andere nichtmal das!
ManOfConstantSorrow


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« Antworten #20 am: 25. September 2010, 17:40:25 »

Zitat
Renten-Streik soll Frankreichs Regierung weichklopfen

Paris (Reuters) - Zum zweiten Mal innerhalb eines Monats haben Frankreichs Gewerkschaften mit einem 24-Stunden-Streik die Regierung herausgefordert.

Von den Demonstrationen gegen die umstrittene Rentenreform waren am Donnerstag Schulen, Airlines und Bahngesellschaften betroffen. Fast die Hälfte aller Flüge und jeder zweite Fernzug fielen aus. Die Gewerkschaften wollen die Regierungspläne kippen, das Renteneintrittsalter von 60 auf 62 Jahre anzuheben. Nach Angaben der Gewerkschaften nahmen 2,9 Millionen Menschen an den Protestaktionen teil. Die Polizei sprach von knapp einer Million Teilnehmer.

Mit der Reform will Präsident Nicolas Sarkozy das Rentensystem am Leben erhalten, die ausufernde Staatsverschuldung senken und Frankreichs Top-Kreditrating halten, um eine günstige Kapitalversorgung an den Finanzmärkten zu sichern. Die Regierung zeigt sich entschlossen, die Reform trotz aller Proteste durchzusetzen. Zwei Drittel der Wähler halten sie Umfragen zufolge für ungerecht. Für Sarkozy ist die Rentenreform das Kernstück seiner Amtszeit und könnte als Visitenkarte für eine mögliche neue Bewerbung in zwei Jahren dienen.

Der Chef der Gewerkschaft CGT, Bernard Thibault, kündigte indirekt neue Proteste an: "Sollte die Regierung ihre kompromisslose Haltung nicht ändern, müssen wir neue Initiativen ins Auge fassen." Arbeitsminister Eric Woerth zeigte sich erneut unbeugsam. "Wenn wir nicht reformieren, wird das Rentensystem nicht überleben, und wir können keine Pensionen mehr auszahlen." Die Nationalversammlung hat der Reform bereits zugestimmt. Der Senat soll im kommenden Monat über das Vorhaben beraten. Zwar hat die rechtskonservative Regierung auch hier eine Mehrheit, einige konservative Senatoren haben aber geringfügige Konzessionen angekündigt.
http://de.reuters.com/article/worldNews/idDEBEE68M0N720100923
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« Antworten #21 am: 27. September 2010, 16:35:23 »

Drei Millionen beim Streiktag in Frankreich

Am gestrigen landesweiten Streiktag gegen die Anhebung des Renteneintrittsalters von 60 auf 62 Jahre beteiligten sich nach Angaben der Gewerkschaften rund drei Millionen Menschen, gegenüber 2,7 Millionen am 7. September. Das Schwergewicht lag im öffentlichen Dienst und bei den Verkehrsbetrieben. Auch die Beteiligung aus der Industrie, dem Handel und von anderen privaten Konzernen nimmt zu. Automobilarbeiter von Renault und Peugeot waren dabei, Stahlarbeiter von ArcelorMittal, Beschäftigte aus der Rüstungsindustrie von Eurocopter oder Thales, von IBM oder Schneider Electric aus der Elektro- und Elektronikindustrie, von Handelsketten wie Auchan oder Monoprix, vom Carlton-Hotel in Cannes oder vom Champagner-Produzenten Piper-Heidsieck.

http://www.rf-news.de/2010/kw38/24.09.2010-streiktag-gegen-die-franzoesische-regierung-mit-wachsender-beteiligung
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« Antworten #22 am: 02. Oktober 2010, 14:15:05 »






Zitat
Frankreich: Landesweite Demonstrationen gegen Rentenreform
In Frankreich geht das Kräftemessen zwischen Regierung und Gewerkschaften weiter – das Thema: Rentenreform.


Präsident Nicolas Sarkozy will die Franzosen erst mit 62 in Rente gehen lassen, statt mit 60. Die wichtigsten Gewerkschaften haben für heute zu Großkundgebungen aufgerufen – zum drittenmal in diesem Herbst.

Zum erstenmal machen auch die Studentengewerkschaften mit.

Ein Student:
“Es wird noch mehr junge Arbeitslose geben – wenn die Älteren später in den Ruhestand gehen, dann werden auf dem Arbeitsmarkt weniger Posten frei. Was noch dazukommt – unsere eigene Rente ist doch alles andere als sicher.”

Die Organisatoren hoffen landesweit auf bis zu drei Millionen Teilnehmer.
Die Mobilisierung von Teenagern findet François Chérèque vom Gewerkschaftsbund CFDT allerdings etwas weit hergeholt:

“Junge Leute haben das Recht zu demonstrieren – aber trotzdem, ich finde, Oberschüler haben auf einer Rentendemo nichts verloren. Das sieht mir ein bisschen nach letztem Aufgebot aus.”

Worum geht es ?

Wenn sich nichts ändert, droht sich das aktuelle Defizit der Rentenkassen von gut 30 Milliarden Euro innerhalb einer Generation zu verdoppeln, mindestens.

Damit wackelt dann auch Frankreichs gute Bonität auf den Finanzmärkten.

Ein weiterer Streik- und Protesttag ist für den 12. Oktober angesetzt.
http://de.euronews.net/2010/10/02/frankreich-landesweite-demonstrationen-gegen-rentenreform/
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« Antworten #23 am: 11. Oktober 2010, 15:35:38 »

Zitat
Frankreich: Weitere Proteste zu Rentenpolitik

Die Gewerkschaften in Frankreich haben für den 16. Oktober zu einem weiteren Streik- und Protesttag gegen die Regierungspläne zur Erhöhung des Renteneintrittsalters angekündigt. Das ist der gleiche Tag, an dem in Berlin die große Herbstdemonstration der Montagsdemo-Bewegung gegen die Regierungspolitik stattfinden wird. Bereits Anfang nächster Woche werden Streiks bei der Eisenbahn, im öffentlichen Nahverkehr usw. beginnen.
http://www.rf-news.de/2010/kw40/09.10.10-frankreich-widerstand-wegen-renten-haelt-an
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« Antworten #24 am: 12. Oktober 2010, 18:26:57 »

Zitat
Gewerkschaften bringen Verkehr zum Stillstand
Massive Streiks gegen die Rentenreform in Frankreich

In Frankreich machen die Gewerkschaften erneut gegen die umstrittene Rentenreform von Präsident Nicolas Sarkozy mobil. Zahlreiche Betriebe des öffentlichen Verkehrs haben die Arbeit niedergelegt. Dabei kam es zu Ausfällen und Verzögerungen im Nah- und Fernverkehr.


(ddp) / aj. In Frankreich machen die Gewerkschaften erneut gegen die umstrittene Rentenreform von Präsident Nicolas Sarkozy mobil. Zahlreiche Betriebe des öffentlichen Verkehrs haben die Arbeit niedergelegt. Dabei kam es zu Ausfällen und Verzögerungen im Nah- und Fernverkehr. Die Gewerkschaften planen für Dienstag 244 Streiks im ganzen Land.

«Diese Woche ist entscheidend. Die Demonstrationen sind eine der letzten Gelegenheiten, die Rentenreform der Regierung doch noch kippen zu können», sagte der Generalsekretär des Gewerkschaftdachverbands CFDT, Francois Chérèque, am Montag dem französischen Fernsehsender Canal Plus.

Unbefristete Streiks

Im Gegensatz zu früheren Protestaktionen, die nach einem Tag beendet wurden, sind diesmal einige Streiks zeitlich nicht befristet. Den Auftakt machten am Montagabend die Zugführer mit einem unbefristeten Ausstand. Die Luftfahrtbehörde empfahl den Fluggesellschaften wegen der zu erwartenden Personalknappheit bereits, 30 Prozent ihrer Flüge am Pariser Grossflughafen Charles de Gaulle und 50 Prozent der Verbindungen am Flughafen Orly zu streichen.

Nur ein Drittel der TGV-Hochgeschwindigkeitszüge waren laut Bahnbehörde am Dienstag in Betrieb. Auch im Nahverkehr fuhren die Linien der Metro nur eingeschränkt.

Breite Unterstützung der Proteste

Auch Schüler und Studenten beteiligten sich an der landesweiten Protestaktion. Knapp sieben Prozent der rund 4300 Gymnasien in Frankreich waren laut Bildungsministerium am Dienstagmorgen betroffen. 61 Prozent der Franzosen haben sich laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts CSA für die Protestaktion der Gewerkschaften ausgesprochen, 69 Prozent unterstützten die Demonstrationen am Dienstag.

Die ersten Streikumzüge starteten um 10 Uhr in Toulouse und Rouen. Laut Streikplan der Gewerkschaften CGT und CFDT setzen diese ab 11 Uhr auch in Rennes und Bordeaux und ab 13 Uhr 30 in Paris ein.

Schon 5. Protest seit Mai

Die landesweiten Streiks sind bereits die fünften seit Mai. Allein im September legten Gewerkschaftsmitglieder zwei Mal die Arbeit nieder, hinzu kamen Protestmärsche mit mindestens einer Million Teilnehmer.

Im Streit um die Rentenreform geht es um die Erhöhung des Rentenalters von 60 auf 62 Jahre sowie um die Anhebung der Alterslimite, die zum vollen Bezug der Pension berechtigt. Der Senat will die umstrittene Vorlage noch in dieser Woche endgültig beschliessen. Am Montagabend verabschiedete er einen besonders umstrittenen Passus des Gesetzes. Das Alter, ab dem Franzosen künftig die volle Rente unabhängig von den Beitragsjahren beziehen können, soll schrittweise von 65 auf 67 Jahre erhöht werden.
http://www.nzz.ch/nachrichten/international/gewerkschaften_bringen_verkehr_zum_stillstand_1.7966075.html
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