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Autor Thema: Strahlende Zukunft  (Gelesen 330287 mal)
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ManOfConstantSorrow


Beiträge: 6412


« am: 28. Juni 2007, 17:15:56 »

Zwei zufällig gleichzeitig herausgekommene Meldungen:

Zitat
Großalarm auf dem Gelände des Atomkraftwerks Krümmel: Im Traforaum des Kraftwerks ist ein Feuer ausgebrochen. Schwarze Rauchwolken steigen auf. Nach ersten Angaben ist der Reaktor nicht betroffen.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,491291,00.html


Zitat
Börse setzt auf Atomkraft
(...)
Uran-Aktien strahlen am Börsenhimmel.

http://www.handelsblatt.com/news/Vorsorge-Anlage/Anlagestrategie/_pv/_p/200729/_t/ft/_b/1287066/default.aspx/boerse-setzt-auf-atomkraft.html
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Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!
Pinnswin


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« Antworten #1 am: 29. Juni 2007, 06:26:49 »

Da wird einem warm um s Herz.

Lg
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Das Ende Der Welt brach Anno Domini 1420 doch nicht herein.
Obwohl vieles darauf hin deutete, das es kaeme... A. Sapkowski
Aragorn


Beiträge: 44


« Antworten #2 am: 29. Juni 2007, 09:52:09 »

>Da wird einem warm um s Herz.

Tatsächlich würden einem wenige KG Plutonium durch die Zerfallswärme die Heizung ersparen.
Überlegt mal, Deutschland lässt Überschüssiges Plutonium aus Hanau Verpacken, jeder ALG2-Empfänger bekommt eine Box davon die dann zum Heizen genutzt wird. Spart sicher um die 100€/Monat/Wohnung(KdU).
Plutonium lässt sich recht einfach Abschirmen (die Zerfallsprodukte u.U. weniger).

Das ganze ist natürlich viel zu gefährlich und Plutonium ist eben auch viel zu teuer. Ein missbrauch könnte nicht ausgeschlossen werden - wohl jeder Terrorist der Welt würde dann gerne eine Plutoniumheizung haben wollen. Es weiss wohl auch niemand ob/wieviel Plutonium tatsächlich noch in Hanau lagert.

Aber tatsächlich wird in einem Vorläufer der "Was ist Was" Bücher, einem Buch über die Atomtechnik aus dem Tesslof-Verlag beschrieben wie Plutonium Tauchern in grosser Kälte als Heizelement dienen kann.

Solche Ideen stammen natürlich aus einer Zeit als man aufgrund der mangelnden Gegenwehr der Bevölkerung das Risiko ausgeblendet hat. Tatsächlich war einigen Wissenschaftlern schon bei den allerersten Atomanlagen in den USA (zum Bau "der Bombe") klar das sie die ganze Gegend verseuchen werden. Das Märchen vom "haben wir nicht gewusst" ist definitiv nicht wahr. Hab ein Buch daheim aus den frühen 50ern, einige Aussagen decken sich da absolut nicht mit dem was wir später in der Schule gelernt haben, das die Gefahr nicht bekannt gewesen sein soll. Die Gefahr un die Verseuchung der Gegend war auch bei den ersten allerersten Atomanlagen bekannt.


Zu den Vorfällen in D. kann ich nur sagen, hat wohl alles gut funktioniert mit der Schnellabschaltung (gestern Krümmel und glaub Brunsbüttel war das zweite).
In sagen wir mal Forsmark hatte das ja nicht so gut geklappt gehabt.
Man muss sich eben darauf verlassen können das die Schnellabschaltung funktioniert.
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Ziggy


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« Antworten #3 am: 29. Juni 2007, 11:57:48 »

Die Schnellabschaltung wird irgendwann mal besser funktionieren, als uns lieb ist.
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Um seine Liebe zu beweisen, erklomm er die höchsten Berge, durchschwamm die tiefsten Meere und zog durch die weitesten Wüsten. Doch sie verließ ihn – weil er nie zu Hause war.
Eivisskat
Gast
« Antworten #4 am: 29. Juni 2007, 16:00:17 »

Wer nicht hören will muss fühlen
Aktionsbündnis ruft zu massenhaftem Vattenfall-Ausstieg auf

 Ökostrom oder Atomstrom - Der Kunde hat es selbst in der Hand.
 
24.06.2007: Eine Woche vor dem Stichtag für kräftige Strompreiserhöhungen provoziert der Vattenfall-Konzern seine Kunden schon wieder:
Mit einem weiteren Antrag auf Laufzeit-Verlängerung des über 30 Jahre alten Atomkraftwerks Brunsbüttel will der Konzern das im Atomkonsens vereinbarte Aus für einen der unsichersten Reaktoren in Deutschland doch noch verhindern.

Die am Wochenende bekannt gewordene, beantragte Übertragung von 15 Mrd. Kilowattstunden vom AKW Krümmel auf das AKW Brunsbüttel (edit: beide z.Zt. kaputt und - hoffentlich für immer - abgeschaltet)  würde erneut den Sinn der Übertragungsregel im Atomausstiegsgesetz ad absurdum führen.

Die sieht die Möglichkeit vor, Stromkontingente von alten und unsicheren Kraftwerken auf neuere, möglicherweise weniger risikoreiche zu übertragen, um so die Gefahr eines schweren Unfalls insgesamt zu verringern.

 Vattenfall Europe verlangt jetzt genau das Gegenteil: Ein Reaktor (Inbetriebnahme 1977), bei dem nach einer Sicherheitsüberprüfung vor genau sechs (!) Jahren nach dem Eingeständnis der schleswig-holsteinischen Atomaufsicht „hunderte offener Punkte“ festgestellt und bis heute nicht behoben wurden, soll länger laufen als im Atomgesetz vorgesehen. Ein anderer, jüngerer Reaktor (Krümmel, Inbetriebnahme 1983) soll dagegen früher vom Netz.

„Dieser Antrag ist eine Provokation. Vattenfall Europe nimmt für mögliche Sonderprofite durch den Weiterbetrieb abgeschriebener Altreaktoren eine Gefährdung der Sicherheit der Bevölkerung Norddeutschlands und weit darüber hinaus in Kauf“, erklärte das Aktionsbündnis „Atomausstieg-selber-machen“ und erinnerte daran,      
dass       Vattenfall vor nicht einmal einem Jahr im schwedischen Forsmark verantwortlich war für den schwersten Unfall in einem europäischen Atomkraftwerk seit Tschernobyl.

Unter der Parole „Wer nicht hören will, muss fühlen“ fordert das Bündnis aus Umweltorganisationen, Verbraucherschutzverbänden und Anti-Atomkraft-Initiativen Vattenfall-Kunden auf, jetzt die in den vergangenen Wochen begonnene Fluchtbewegung weg vom schwedischen Atom- und Braunkohlkonzern hin zu Ökostromunternehmen zu verstärken.

„Hierzulande ist niemand gezwungen, Atomstrom zu kaufen“, heißt es in der Erklärung des Aktionsbündnisses weiter. „Machen Sie Atomstrom zu einer immer schwerer verkäuflichen Ware.

         Machen Sie es wie immer mehr Vattenfall Kunden in jüngster Zeit - wechseln Sie noch heute zu Ökostrom-Versorgern, die Elektrizität ausschließlich aus den erneuerbaren Energien Sonne, Wind, Wasser und Biomasse und hocheffizienter Energieumwandlung bereitstellen.
       
Sie werden sehen: Es kostet sie fünf Minuten und immer weniger Geld, weil die Ökostrom-Unternehmen ihre Preise stabil halten.“

Atomausstieg beginnt mit Vattenfall-Ausstieg!

 Ökostrom wird immer attraktiver    
   Anbieter wechseln bei "www.atomausstieg-selber-machen.de"

 Quelle: http://www.nabu.de/m07/m07_05/06757.html
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regenwurm


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« Antworten #5 am: 01. Juli 2007, 09:28:10 »

AtomKrafWerke Europa

Ein Kurzschluss in der Schaltanlage des AKW Brunsbüttel hat am Donnerstag 13 Uhr die Hochspannungsleitung zusammenbrechen lassen.
Sofort wurde das Kraftwerk abgeschaltet. 2 Stunden später brannte derTrafohaus des AKW Krümmel . Folge SOFORTABSCHALTUNG

In Hamburg fielen  800 Ampeln aus, der komplette Schienenverkehr war defekt. Ursache des Brandes im AKW Krümmel ist noch nicht geklärt. Gutachter werden den Trafo bald untersuchen. Der Grund des Brandes ist das Leitungen der Trafostation aufgeplatzt sind und Öl ausgelaufen ist das sich dann entzündete.

Wo steht Was

Im Falle einer tatsächlichen Katastrophe in einer dieser Kraftwerke....................
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regenwurm


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« Antworten #6 am: 01. Juli 2007, 16:16:52 »

Stromwechsel - Jetzt !

Keinen Cent mehr an die Atomindustrie

Zitat
Sind Sie sich sicher, dass Ihr Geld nicht direkt oder indirekt über Ihre monatliche Stromrechnung der Atomindustrie zufließt ? Sie entscheiden mit Ihrem Stromkauf mit darüber, ob das letzte Atomkraftwerk tatsächlich erst im Jahr 2021 abgeschaltet werden wird. Die Gefährdung - u.a. durch Materialermüdung - wächst von Betriebstag zu Betriebstag. Meldungen über Störfälle und Pannen häufen sich. Der Atommüllberg wird sich bis 2021 noch einmal verdoppeln. Ein Endlager gibt es bis heute nicht. Hätten unsere Vorfahren vor 24.400 Jahren Atomenergie genutzt, wäre die Strahlung des Plutoniums im Atommüll erst um die Hälfte zurückgegangen. Noch deutlicher wird die "Erblast", wenn von der Einlagerung bis zum Abklingen der tödlichen Strahlung rückgerechnet wird. Danach hätten unsere Vorfahren den Müll vor 500.000 Jahren produziert. Die Atomkatastrophe von Tschernobyl im April 1986 hat auf schlimmste Weise bewiesen, welches unermeßliche Leid ein GAU in einem Atomkraftwerk zur Folge hat.


Quelle
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ManOfConstantSorrow


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« Antworten #7 am: 03. Juli 2007, 18:43:18 »

Merkel baut auf Atom- Comeback ab 2009
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Kuddel


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« Antworten #8 am: 04. Juli 2007, 12:22:38 »

Es ist ja absolut Klischeehaft, sobald irgendwo in der Atomindustrie ein Unfall publik wird, sich die Meldungen überschlagen, daß keinerlei Gefahr besteht und sowieso kein Grund zu Beunruhigung.

So ganz am Rande kommt mal raus, daß die "Experten" auch Tage später nicht durchblicken, was da überhaupt vorgefallen ist.

Und jetzt folgende Meldung:Atomkraftwerk Krümmel
Brand hat Reaktor beschädigt
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Eivisskat
Gast
« Antworten #9 am: 04. Juli 2007, 14:37:42 »

Wer hat noch einen Vertrag mit Vattenfall?

Bitte schnellstens kündigen und auf Ökostrom umstellen, der Konsument entscheidet mit über AKW-Unfälle. :laola>

Anders lernen es die Politiker und Konzerne anscheinend leider nicht.

LG
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Kuddel


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« Antworten #10 am: 12. Juli 2007, 16:37:04 »

Renate Künast:
"Vattenfall hat die Kontrolle verloren"

Interview

Chronik von Reaktorunfällen
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geschfreak


Beiträge: 688


« Antworten #11 am: 12. Juli 2007, 16:47:11 »

Zitat
Original von Kuddel
Renate Künast:
"Vattenfall hat die Kontrolle verloren"

Interview

Chronik von Reaktorunfällen


Den AKWs von Vattenfall sollte SCHNELLSTENS DIE BETRIEBSERLAUBNIS ENTZOGEN WERDEN!  Das das notwendig ist, zeigen die jüngsten Unfälle!
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MFG

geschfreak
Kuddel


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« Antworten #12 am: 12. Juli 2007, 21:42:47 »

Zitat
Niedersachsens Umweltminister Hans- Heinrich Sander (FDP) warf dem von Gitta Trauernicht (SPD) geführten Kieler Sozialministerium vor, einen "Maulkorb" verhängt zu haben. Fragen seines Ministeriums auf Fachebene zur Reaktorsicherheit hätten seit dem 6. Juli nicht mehr ohne Freigabe der Ministeriumsspitze in Kiel beantwortet werden dürfen. Dies sei ein "ungeheuerlicher Vorgang", sagte Sander.

http://www.weser-kurier.de/20070712/btag_1143_31313834323431323338.php?MeldungsID=1184241238&co=1&ressort=Btag%2Fges%2Fniedersa%2Fonline&ueberschrift=Atom-St%F6rf%E4lle+sorgen+f%FCr+Streit+zwischen+Hannover+und+Kiel&PHPSESSID=42f1a2de864f5d6f392d0105f65eb541

Atomstaat wie er im Buche steht: Überwachungsstaat gegen AKW Kritiker und Nachrichtensperre gegen Informationsbedarf der Bevölkerung.
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Eivisskat
Gast
« Antworten #13 am: 14. Juli 2007, 00:25:41 »

Zitat des Tages
Nach den Störfällen und der äußerst unglücklichen Kommunikationspolitik des Unternehmens ist die letzte Beißhemmung der Kritiker verschwunden.
 
Das Handelsblatt zur Kritik an Vattenfall

aus: http://www.jungewelt.de/
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ManOfConstantSorrow


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« Antworten #14 am: 14. Juli 2007, 16:36:16 »

Zitat
14.07.07 - Täglich kommen neue Einzelheiten über die jüngsten gefährlichen Vorfälle in den Atomkraftwerken Brunsbüttel und Krümmel ans Licht. Nur mit Hilfe eines Durchsuchungsbeschlusses konnte die Polizei in Krümmel Beschäftigte befragen - der Betreiber Vattenfall hatte sich bis dahin geweigert, die notwendigen Informationen herauszurücken. Insgesamt ist eine systematische Vertuschung und Verheimlichung die Methode. Dass es keineswegs nur in Vattenfall-AKWs enorme Sicherheitsmängel gibt, belegt der Bericht eines Arbeiters, der bis in die 1990er Jahre in einem Betrieb des "Nuklearservice" beschäftigt war. Seine Tätigkeit bestand in der Durchführung von Reparaturen im radioaktiven Bereich von Kernkraftwerken.

"Wir waren darauf spezialisiert, mit Manipulatoren und Robotern zum Beispiel die angeschweißten Stutzen an den Reaktordruckbehältern auszutauschen. Der Reaktordruckbehälter besteht aus ca. 20 bis 25 cm dickem Stahl. In ihm befinden sich die gasdicht verschweißten Hüllrohre der Brennstäbe. Zusammen mit den anschließenden Rohrleitungen bildet er ein geschlossenes Kühlsystem, in dem auch eventuell aus den Hüllrohren austretende Spaltprodukte eingeschlossen sind. Fehler im Kühlsystem oder ein Ausfall kann zum Schmelzen des Reaktorkerns und somit zur Katastrophe führen.
Wir waren bei unserer Arbeit so hoher Strahlenbelastung ausgesetzt, dass wir zum Teil am Tag nur 5 Minuten im radioaktiven Bereich arbeiten durften, trotz Schutzanzügen hatten wir dann unsere Tagesdosis überschritten. Die radioaktive Strahlung in einem Kernkraftwerk ist so stark, dass Behälter, Armaturen, Rohrleitungen usw. im radioaktiven Bereich nach 20 Jahren regelrecht spröde werden. Es besteht jederzeit die Gefahr einer Katastrophe wie in Tschernobyl.
Es ist lächerlich, wenn der Betreiber des AKW Krümmel  - das Unternehmen Vattenfall - behauptet, der Betriebsleiter habe "ohne ausreichenden Grund" eine Notabschaltung eingeleitet. Die Notabschaltung ist die letzte Stufe des mehrstufigen Sicherheitskonzeptes und kann nicht willkürlich eingeleitet werden, wie Vattenfall behauptet. Die wirklichen Vorgänge werden vertuscht. Nach dem Brand im Schalthaus des AKW Krümmel konnte kein Strom mehr ins Netz abgegeben werden. Wenn dann ein Abfangen auf Eigenbedarf misslingt, muss eine Schnellabschaltung eingeleitet werden. Am 13. Januar 1977 kam es im AKW Grundremmingen (Bayern) in den beiden abführenden Stromleitungen dieses Akws nach einem Kälteeinbruch und einem Blitzschlag zu Kurzschlüssen, so dass das Atomkraftwerk seinen Strom nicht mehr ableiten konnte. Aufgrund von mehreren Fehlern in der Steuerung des Atomkraftwerks kam es zur Schnellabschaltung, was zu einem schnellen Druckanstieg und zur Dampfabblasung ins Reaktorgebäude führte und in Folge dessen zu Rissen in Sicherheitsventilen und Rohrleitungen. Schon nach rund zehn Minuten stand im Reaktorgebäude das Wasser drei bis vier Meter hoch, die Temperatur war auf brisante 80 Grad Celsius angestiegen. Das Atomkraftwerk erlitt einen Totalschaden und ging nie wieder in Betrieb.
Es ist ein Verbrechen an der Menschheit, wenn wider besseres Wissen die deutschen Atomkraftwerke wie in Krümmel, Brunsbüttel, Biblis usw. im Betrieb bleiben, obwohl sie längst stillgelegt werden müssten."

http://www.rf-news.de/rfnews/aktuell/Politik/article_html/News_Item.2007-07-12.4912
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Krokos


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« Antworten #15 am: 14. Juli 2007, 18:28:08 »

Ui, doch soviele Atomkraftgegner....
Hätte ich ehrlich gesagt nicht gedacht, wundert mich ein bisl.
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geschfreak


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« Antworten #16 am: 14. Juli 2007, 22:27:18 »

Der Meinung bin ich auch, daß wir jederzeit eine zweite "Tschernobyl-Katastrophe erleben können. Dessen scheinen sich die Polititiker noch gar nicht vollends bewußt zu sein.
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regenwurm


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« Antworten #17 am: 15. Juli 2007, 10:03:22 »

Zitat
Ziggy schrieb: Die Schnellabschaltung wird irgendwann mal besser funktionieren, als uns lieb ist.


Bei der Schnell-Abschaltung des Reaktors seien zudem Fehler gemacht worden. Wegen eines missverstandenen Zurufs sei die Anlage zu schnell heruntergefahren worden. Zwei Ventile seien von Hand geöffnet worden.

Bei dieser Aktion sei wegen eines Stromausfalls auch die gesamte Daten-Aufzeichnung verlorengegangen, hieß es. Gnädige Computer mögen auch hier wieder dafür gesorgt haben, dass das möglicherweise noch viel schlimmere Ausmaß des Vorfalls vielleicht niemals an die Öffentlichkeit kommen wird!

Geradezu unverschämt klingt in diesem Zusammenhang der Spruch des Vattenfall-Geschäftsführers Bruno Thomauske: Sein Unternehmen habe das Informationsbedürfnis der Öffentlichkeit unterschätzt, meinte er. Anders ausgedrückt, kann man das nur so verstehen: Dummerweise ist trotz unserer Abwiegel-Aktion immer noch so viel an die Öffentlichkeit gedrungen, dass unsere Beschwichtigungsversuche nicht gefruchtet haben!

Nachdem herauskam, dass man es mit der Mängelbeseitigung in der Vergangenheit nicht so genau nahm und hier und dort so manche Schraube nicht mehr passte, hat gestern morgen die Polizei einen kleinen Blick unter den Fransenteppich von Vattenfall gewagt. Die Staatsanwaltschaft Lübeck wollte sich in den Büros umschauen, nachdem der Energiekonzern die Aussagen seiner Beschäftigten vor der Atomaufsicht verhindert hatte.

Quelle
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Kuddel


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« Antworten #18 am: 15. Juli 2007, 21:44:52 »

Zitat
Original von Krokos
Ui, doch soviele Atomkraftgegner....
Hätte ich ehrlich gesagt nicht gedacht, wundert mich ein bisl.

1981 bin ich schließlich auch nicht auf die verbotene Großdemo in Brokdorf gegangen weil das irgendeine komische Mode war, sondern meine Überzeugung. Ich gehe davon aus, daß die Mehrheit der Bevölkerung heute genauso gegen Atomkraft wie gegen Bundeswehreinsätze im Ausland ist. Interessiert nur weder die Medien noch die Politiker.
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Krokos


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« Antworten #19 am: 15. Juli 2007, 22:04:42 »

Ich bin mittlerweile der Ansicht gelangt, dass sogar Kohlekraftwerke sinnvoller sind als Atomkraftwerke.
Ein Kohlekraftwerk ist keine Lösung aber GANZ BESTIMMT kein Nuklearkraftwerk....
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ManOfConstantSorrow


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« Antworten #20 am: 16. Juli 2007, 13:53:19 »

Zitat
Erdbeben beschädigt japanisches Atomkraftwerk
Ein Erdbeben der Stärke 6,8 hat am Montag den Nordwesten Japans erschüttert. Dadurch geriet ein Transformator eines Atomreaktors in Brand, Strahlung trat aber nicht aus.

http://www.handelsblatt.com/news/Journal/Vermischtes/_pv/_p/204493/_t/ft/_b/1294663/default.aspx/erdbeben-beschaedigt-japanisches-atomkraftwerk.html
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« Antworten #21 am: 16. Juli 2007, 17:55:39 »

Zitat
Original von Krokos
Ich bin mittlerweile der Ansicht gelangt, dass sogar Kohlekraftwerke sinnvoller sind als Atomkraftwerke.
Ein Kohlekraftwerk ist keine Lösung aber GANZ BESTIMMT kein Nuklearkraftwerk....

Zitat
Ein Kohlekraftwerk ist keine Lösung aber GANZ BESTIMMT kein Nuklearkraftwerk....

hm, irgendwie gefällt mir dieser satz.

gewalt ist ja irgendwie auch keine lösung, aber immerhin auch kein nuklearkraftwerk. LOL + sorry und so.

lg

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Kurt Vonnegut
regenwurm


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« Antworten #22 am: 17. Juli 2007, 16:06:51 »

Ein Erdbeben hat am Montag das weltgrößte Atomkraftwerk lahmgelegt.
 Vier der sieben Reaktorblöcke des japanischen AKW Kashiwazaki Kariwa schalteten automatisch ab, nachdem das Beben eine Transformatorstation in Brand gesetzt hatte.  Der Betreiber Tokyo Electric Power (Tepco) bestätigte zudem, dass radioaktives Wasser auslief.  Es bestehe die Möglichkeit, dass ein Teil davon ins Meer laufe. Es bestehe jedoch keine Gefahr für die Umwelt.

Insgesamt sind in Japan 55 Reaktoren an 20 Orten in Betrieb. Zurzeit ist Japan mit 291,5 Milliarden Kilowattstunden drittgrößter Atomstromproduzent, nach den USA (787,2) und Frankreich (428,7) und vor Deutschland (158,7).
Es plant den Bau von rund 40 weiteren Reaktorblöcken, um den Energiebedarf zu decken.  Über Öl- und Erdgasquellen verfügt Japan nicht, die letzten Kohlebergwerke wurden in den 90er Jahren stillgelegt.

” Wenn man die Zahl der Atommeiler erhöhe, erhöhe man zugleich das Risiko der Atomwaffenverbreitung und die Ziele für Terrorangriffe. Auch seien “Unfälle wie 1986 in Tschernobyl oder 1979 in Three Mile Island” nicht auszuschließen.

Quelle
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Kuddel


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« Antworten #23 am: 17. Juli 2007, 16:38:50 »

Zitat
Nachdem durch ein Erdbeben im japanischen Atomkraftwerk Kashiwazaki radioaktives Wasser ausgetreten ist, scheinen die Behörden nun ein weiteres Leck im Reaktor entdeckt zu haben. Die Betreiber behaupten, es bestünde keine gesundheitliche Gefährdung.


http://www.stern.de/politik/panorama/:Atomkraftwerk-Kashiwazaki--Zweites-Leck-Atomanlage/593239.html
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ManOfConstantSorrow


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« Antworten #24 am: 17. Juli 2007, 19:08:28 »

Zitat
Es sah für Uran lange nach einer strahlenden Zukunft aus: Der Rohstoff boomte, Nachfrage und Preis stiegen seit vier Jahren stetig, doch nun geht es erstmals seit langem wieder bergab.

Bloomberg An den Terminmärkten deutet sich ein vorläufiges Ende des seit Jahren anhaltenden Preisbooms bei Uran an. Seit dem letzten Hoch am 6. April ist die Nachfrage für Uran von Versorgungsunternehmen und Kernkraftwerksbetreibern nun um 72 Prozent gefallen.


http://www.handelsblatt.com/news/Boerse/Rohstoffe-Devisen/_pv/_p/203855/_t/ft/_b/1295532/default.aspx/ende-des-booms.html
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