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Autor Thema: Strahlende Zukunft  (Gelesen 330292 mal)
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Rudolf Rocker
Waldkauz


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« Antworten #650 am: 01. Februar 2016, 18:03:44 »

Das Kühlwasser vorheizen! Unfassbar!
Und dann haben die in Belgien Angst vor islamistischen Terroristen? Roll Eyes
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Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!
BGS
Polarlicht


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« Antworten #651 am: 01. Februar 2016, 21:04:35 »

Zitat
01.02.2016 | von Jan Becker

Proteste gegen belgische AKW: Brennelementefabrik Lingen blockiert

Weil das westfälische Werk weiterhin Brennelemente auch für belgische Pannenreaktoren produziert, haben AtomkraftgegnerInnen heute die Brennelementefabrik mit einer kreativen Protestaktion blockiert:
...


Quelle: https://www.ausgestrahlt.de/blog/

MfG

BGS
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"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

http://www.chefduzen.de/index.php?topic=21713.msg298043#new
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)
Nikita


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« Antworten #652 am: 06. Februar 2016, 22:07:57 »

http://blog.fefe.de/?ts=a84ebd47

Zitat
Aus der beliebten Reihe "bei UNS ist Kernkraft SICHER", heute: Die belgischen AKWs Doel und Tihange brauchen vorgeheiztes Kühlwasser. Nein, wirklich!

    Würde nun in diese rissigen, unter hohem Druck stehenden Stahlbehälter plötzlich und in großer Menge kaltes Wasser eingefüllt, dann könnte ein sogenannter thermischer Schock diese Behälter beschädigen oder gar zerstören. Die Folge wäre - ähnlich wie in Fukushima - ein teilweiser oder völliger Kühlmittelverlust und letztlich eine Kernschmelze.

Ach naja, äh, bisschen heizen, ist ja wohl kein Problem. Auf welche Temperatur heizen wir das denn?

    Üblicherweise hat dieses Kühlwasser eine Temperatur von unter zehn Grad. In Tihange und Doel jedoch hat die Atomaufsicht bereits 2012 angeordnet, dieses Notkühl-Wasser auf 30 Grad vorzuheizen.

30 Grad, huh? Oh, warte, geht noch weiter.

    Im Dezember vergangenen Jahres hat nach Informationen des WDR die belgische Atomaufsicht ihre Anweisung sogar noch erheblich verschärft. In einem Bericht vor dem belgischen Parlament hat der Chef der Brüsseler Atomaufsichtsbehörde FANC angekündigt, man werde die Vorheiztemperatur - zumindest für den Reaktor in Doel - auf nicht weniger als 45 Grad erhöhen.

Hey, bis zu welcher Temperatur kann man denn überhaupt noch von Kühlwasser sprechen?

    Damit geht man bis ans Limit, denn ab 50 Grad Celsius wäre das Wasser zu warm, um damit einen abgeschalteten Atomreaktor zu kühlen.

o_O
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Nikita


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« Antworten #653 am: 06. Februar 2016, 22:08:38 »


http://indien.antiatom.net/leck-im-akw-kudankulam/

Zitat
Leck im AKW Kudankulam

Am 4. Februar 2016 musste das AKW Kudankulam wegen eines Lecks im Sekundärkreislauf abgeschaltet werden. Das AKW war erst am 31. Januar nach einer sieben-monatigen Wartung ans Netz gegangen, seine Leistung sollte nach und nach auf 1000 MW hochgefahren werden. Bei 757 MW war Schluss. Die Betreibergesellschaft NPCIL erwartet, in wenigen Tagen die Stromlieferung wieder aufnehmen zu können.

Kudankulam 1 hat eine katastrophale Bilanz: Die Wartung hatte im letzten Juni begonnen, ihr Abschluss musste mehr als zehn Mal verschoben werden. Vor der Wartung war das AKW nicht einmal sechs Monate im kommerziellen Betrieb, unterbrochen durch zwei Notabschaltungen.

Kudankulam 1 ist das neueste AKW der russischen Rosatom. Die indische Regierung hat schon weitere Reaktoren des gleichen Typs geordert.

Quellen:

http://www.srldc.org/var/ftp/reports/unit/2016/Feb16/04-02-2016-unit.pdf

https://in.news.yahoo.com/kudankulam-n-plant-down-due-steam-leak-050803328.html

http://indien.antiatom.net/kudankulam-1-sechs-monate-betrieb-sechs-monate-wartung/
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Nikita


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« Antworten #654 am: 07. Februar 2016, 19:37:22 »

http://www.spiegel.de/panorama/new-york-zwischenfall-im-atomkraftwerk-indian-point-a-1076093.html#ref=rss

Zitat
SPIEGEL ONLINE
07. Februar 2016, 16:28 Uhr
Kontaminiertes Wasser
Zwischenfall in New Yorker Atomkraftwerk

Im Grundwasser bei einem Atomkraftwerk in der Nähe von New York City ist dramatisch erhöhte Radioaktivität gemessen worden. Der Gouverneur schlägt Alarm, der Betreiber wiegelt ab.

Bei Grundwassermessungen in der Nähe des Atomkraftwerks Indian Point seien "alarmierend hohe" Strahlungswerte festgestellt worden, erklärte der Gouverneur des US-Bundesstaats New York, Andrew Cuomo, am Samstag. Offenbar sei mit dem radioaktiven Wasserstoffisotop Tritium kontaminiertes Wasser aus dem Kraftwerk ausgetreten. Der Gouverneur ordnete eine sofortige Untersuchung an.

Indian Point steht seit Jahrzehnten in der Kritik. Mit dem Bau des Kraftwerks wurde 1955 begonnen, der erste Reaktor ging 1962 ans Netz. Seit Jahren macht es vor allem mit Störfällen von sich reden. Aus dem 1973 in Dienst gestellten Reaktor 2 beispielsweise entwichen 2009 rund 400.000 Liter Kühlwasser. Als Ursache wurde damals festgestellt, dass die Rohre in den 36 Jahren nach der Inbetriebnahme nicht mehr kontrolliert worden waren und schlicht durchgerostet waren.

Gouverneur Cuomo setzt sich seit Jahren für eine Abschaltung des Kraftwerks ein und sparte auch jetzt nicht an Kritik: "Dies ist weder das erste Mal, dass aus Indian Point radioaktives Wasser entweicht, noch ist es das erste Mal, dass Indian Point signifikante Fehler bei Wartung und Betrieb offenbart. Dieser Zwischenfall zeigt ein weiteres Mal, dass Indian Point nicht weiter auf eine Art betrieben werden darf, die die öffentliche Gesundheit und die Umwelt gefährdet."

Sechs Prozent der Amerikaner leben in der Umgebung

Dass Indian Point trotz aller Kritik, trotz der veralteten Technik und trotz seines Gefahrenpotenzials weiter am Netz bleiben darf, dürfte damit zusammenhängen, dass es für die Stadt New York derzeit ein unverzichtbarer Energielieferant ist. Mehr als ein Viertel des von New York City benötigten Stroms wird in dem alten AKW produziert.

Vor diesem Hintergrund wird gerne ausgeblendet, dass das Atomkraftwerk nur 40 Kilometer von New York City entfernt ist. Gouverneur Cuomo zufolge leben sechs Prozent der US-Bevölkerung in einem Umkreis von 80 Kilometern vom Kraftwerk.

Bei den aktuellen Grundwassermessungen wurden nun Werte von bis zu acht Millionen Picocurie pro Liter festgestellt. Das entspricht eine Steigerung um fast 65.000 Prozent gegenüber früheren Messungen an derselben Stelle, bei denen 12.300 Picocurie gemessen wurden. Die US-Umweltschutzbehörde EPA (Environmental Protection Agency) hat für Trinkwasser einen Maximalwert von 20.000 Picocurie bei Kontamination mit Tritium festgelegt.

Zu der Kontamination sei es gekommen, als Arbeiter bei Wartungsarbeiten hochgradig radioaktives Wasser umpumpen wollten und ein Abfluss überlief, erklärte Neil Sheehan, Sprecher der US-Atombehörde NRC. Eine für solche Fälle vorgesehene Absaugpumpe war außer Betrieb.

Das kontaminierte Wasser werde langsam in den Hudson River diffundieren, an dessen Ufer das Kraftwerk steht, sagte Neil Sheehan weiter. Normalerweise würde es dann mitten im Fluss derart verdünnt werden, dass kaum noch Radioaktivität messbar sei. "Wir glauben, dass es für die Öffentlichkeit keinen Grund zur Sorge gibt", sagte Sheehan.

Dieser Diktion schloss sich Jerry Nappi, Sprecher der Entergy Group, an: Tritium im Boden sei nicht mit den Standards seiner Firma vereinbar, sagte er. Auch habe der Vorfall keine Konsequenzen bezüglich Gesundheit oder Sicherheit. "Es gibt keine Beeinflussung von Trinkwasser, weder auf dem Betriebsgelände, noch in dessen Umgebung."

mak
URL:

    http://www.spiegel.de/panorama/new-york-zwischenfall-im-atomkraftwerk-indian-point-a-1076093.html

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« Antworten #655 am: 21. Februar 2016, 09:10:17 »

Zitat
Aus der beliebten Serie "bei UNS ist Kernkraft SICHER", heute: Vermont lagert radioaktives Wasser in Babyplanschbecken.

Quelle: Fefes Blog


Wie katastrophal sähe es wohl aus wenn keine Experten zuständig wären?
Homer Simpson live?
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« Antworten #656 am: 26. Februar 2016, 17:24:07 »

Zitat
Atomausstieg: Betrug des Jahrhunderts mit Ansage

Nächste Woche soll der Abschlussbericht der sogenannten Atomkommission vorgestellt werden. Wie üblich kursieren jedoch bereits Tage zuvor die wichtigsten Details in den Medien. Und diese Details sollten sämtliche Alarmglocken schrillen lassen. Wenn der „Kompromiss“ der Atomkommission Gesetz wird – und daran besteht kaum ein Zweifel – werden nicht die Atomkonzerne, sondern die Steuerzahler den Großteil der „Kosten für den Atomausstieg“ tragen … und bereits in dieser weit verbreiteten Formulierung steckt ein elementarer Denkfehler. Die nun anfallenden Kosten sind nicht durch den Ausstieg, sondern durch den Einstieg und den jahrzehntelangen Betrieb entstanden und wurden – was stets verschwiegen wird – schon längst vom Steuerzahler und vom Stromkunden, also von uns, über die Stromrechnung bezahlt. Nun werden wir also doppelt und dreifach zur Kasse gebeten. Und um wie viel Geld geht es? Um rund 70 Milliarden Euro! Dies entspricht in der Summe der maximalen Haftung des deutschen Steuerzahlers für die griechischen Staatsschulden. Große Probleme scheinen die Medien mit diesem Jahrhundertbetrug jedoch nicht zu haben. Immerhin kämen die Versorger ansonsten in „arge Bedrängnis“ und das geht natürlich gar nicht. Von Jens Berger

Quelle: NDS


http://www.nachdenkseiten.de/upload/podcast/160226_Jahrhundertbetrug_Atomausstieg_NDS.mp3
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« Antworten #657 am: 04. März 2016, 09:41:28 »

Zitat
Im französischen AKW Fessenheim gab es 2014 eine Überschwemmung. Die Betreiberfirma stellte das Ereignis als harmlos dar. Doch nach Recherchen von WDR und "Süddeutscher Zeitung" könnte es einer der dramatischsten AKW-Unfälle in Westeuropa gewesen sein.

Von Jürgen Döschner, WDR
http://www.tagesschau.de/inland/akw-117.html
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« Antworten #658 am: 04. März 2016, 09:58:52 »

http://media.tagesschau.de/audio/2016/0303/AU-20160303-2033-2601.mp3


Es ändert sich einfach nicht, vertuschen und verheimlichen ist nach wie vor das Mittel der Wahl bei Sicherheitsrelevanten Dingen.
Andersherum funktioniert es allerdings bei "Terrorismus" da alarmiert man gerne regelmäßig Grundlos.
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« Antworten #659 am: 04. März 2016, 11:57:10 »

 Wie gefährlich sind benachbarte Atomkraftwerke?

http://download.media.tagesschau.de/video/2016/0217/TV-20160217-1451-1001.webm.h264.mp4


Sehr anschaulich, welche Bedrohungen da sind.
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« Antworten #660 am: 04. April 2016, 21:54:14 »

Zitat
Widersprechen Sie dem Antrag auf Neustart der Rissereaktoren Tihange 2 und Doel 3

Bei einer Revision im August 2012 wurden in zwei Reaktordruckbehältern (RDB) der belgischen AKW Doel und Tihange tausende Risse entdeckt. Noch bevor alle erforderlichen Prüfungen durchgeführt waren, wurden im Juni 2013 die über 30 Jahre alten Reaktoren wieder angefahren!

Als die fehlenden Prüfergebnisse vorlagen, waren diese dermaßen schlecht, dass die Reaktoren im März 2014 außerplanmäßig herunter gefahren wurden. Nun will der Betreiber (Electrabel) die beiden Blöcke wieder anschalten, obwohl alle bisher bekannt gewordenen Untersuchungsergebnisse höchst beunruhigend sind:
Die neuesten Ultraschalluntersuchungen zeigen 60% mehr Defekte. Die Risslängen sind mittlerweile von 2,5 cm auf unglaubliche 18 cm gestiegen.
Versuche im Kernforschungszentrum Mol führten zu einem „unerwarteten Resultat“ (O-Ton Electrabel): Ein mit Rissen vorbelasteter Stahl versprödet bei radioaktiver Bestrahlung um ein Vielfaches schneller als ein Material ohne Defekte. Es wurden bei den Versuchen die vom Betreiber einkalkulierten Sicherheitsmargen gravierend überschritten.
weiterlesen:
https://www.change.org/p/diese-gefährlichen-atomkraftwerke-in-belgien-laufen-noch-immer-tihange


So, und wem das noch nicht reicht, dem spendiere ich noch ein Zitat aus dem aktuellen Newsletter (zum selben Thema):
Zitat
die belgischen Atomkraftwerke Tihange 2 und Doel 3 produzieren eine Panne nach der nächsten. Unglaubliche 18 cm große Risse sind mittlerweile in den Reaktorwänden entstanden. Jetzt machten die Atommeiler auch noch im Zuge der Terrorgefahr Schlagzeilen: Kurz nach den Brüsseler Terror-Anschlägen schickten die belgischen Atomkraftwerke unzählige Mitarbeiter nach Hause: Alle sollten „einer Prüfung unterzogen“ werden. Nur ein kleines Kernteam durfte vor Ort bleiben.

Was dahinter steckt: Schon vor den Anschlägen in Brüssel kam heraus, dass angeblich über drei Jahre lang ein Dschihadist als Sicherheitstechniker im AKW Doel arbeitete, bevor er 2014 zum sogenannten IS/Daesh nach Syrien ging. Desweiteren soll ein Isotopenspezialist, der Zugang zu den Meilern hat, ausspioniert worden sein.
[...]
Was kaum einer weiß: Im Sommer 2014 kam es zur Sabotage. Notabschaltung und schwere Schäden am Block 4 der Atomzentrale bei Antwerpen waren die Folgen. Der Atomexperte Mycle Schneider (Träger des Alternativen Nobelpreises) erklärte kürzlich in einem taz-Interview wie erschreckend einfach es sein kann, ein AKW durch Sabotage einen AKW-Störfall zu provozieren.
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« Antworten #661 am: 15. April 2016, 11:54:25 »

Dass die Politik der letzten Jahre den Atomkraftwerksbetreibern freie Hand in so ziemlichen allem gelassen hat, zeigt sich imer deutlicher. Man denke ur, dass man mit seiner Karre alle zwei Jahre zum TÜV rennt und einen Entsorgungsnachweis abliefern muss. Atomkraftwerke werden mal gar nicht erst getestet. Falls doch haben sie hunderte von Mängeln und der Müll wird einfach irgendwohin gekippt in rostenden Fässern. Jesed Auto wird wesentlich strenger kontrolliert als deutsche Atomkraftwerke.

 AKW in Hessen: Sicherheitsprüfungen auch in Biblis nur vorgetäuscht
http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/biblis-sicherheitspruefungen-auch-in-hessen-nur-vorgetaeuscht-a-1087376.html#ref=rss


SPIEGEL ONLINE
15. April 2016, 10:34 Uhr
AKW in Hessen
Sicherheitsprüfungen auch in Biblis nur vorgetäuscht

Erst Philippsburg, jetzt Biblis: Genau wie in Baden-Württemberg sind in dem Kraftwerk in Hessen Sicherheitsprüfungen nicht durchgeführt worden. Der Mitarbeiter wurde umgehend entlassen.

Ein für den Strahlenschutz zuständiger Mitarbeiter des hessischen Atomkraftwerks Biblis hat in den Jahren 2014 und 2015 Sicherheitsprüfungen an Messgeräten nur vorgetäuscht - durchgeführt wurden sie nicht. Weil die Dokumentation der vermeintlichen Prüfergebnisse auffällig gewesen sei, hätten der Kraftwerkbetreiber und das Umweltministerium als Aufsichtsbehörde den Fall aufdecken können, teilte das Ministerium in Wiesbaden mit.

Der Fall sei nach der Stilllegung des AKWs erfolgt. Eine sicherheits- und strahlenschutztechnische Gefährdung konnte nach Angaben des Ministeriums umgehend ausgeschlossen werden.

Dem Mitarbeiter sei mit sofortiger Wirkung der Zutritt zu dem Kraftwerk verwehrt worden. Er sei zudem entlassen worden. Die Sicherheitsprüfungen seien nachgeholt und als Konsequenz aus dem Fall seien zusätzliche Standards eingeführt worden.

Auch Philippsburg 2 betroffen

Auch im baden-württembergischen Atomkraftwerk Philippsburg 2 waren jüngst Sicherheitskontrollen von einem Mitarbeiter nur vorgetäuscht worden. Das Umweltministerium will dem Energiekonzern EnBW den Betrieb des Atomkraftwerk bis auf Weiteres untersagen. Es ist derzeit wegen einer turnusmäßigen Revision ohnehin nicht am Netz.

Das Kraftwerk Biblis in Südhessen wurde im März 2011 heruntergefahren - kurz nach der Katastrophe im japanischen Fukushima. Derzeit befinden sich die Reaktoren in der sogenannten Nachbetriebsphase, in der sich die Brennelemente weiter im Kraftwerk befinden. Es sind zudem weiter Aktivitäten zur Kühlung und zur Sicherung gegen unbefugten Zutritt notwendig.

joe/dpa
URL:

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/biblis-sicherheitspruefungen-auch-in-hessen-nur-vorgetaeuscht-a-1087376.html

Mehr auf SPIEGEL ONLINE:

    Vorgetäuschte Kontrollen: Umweltministerium will EnBW Betrieb von AKW untersagen (14.04.2016)
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/atomkraftwerk-philippsburg-kontrollen-vorgetaeuscht-enbw-soll-betrieb-untersagt-werden-a-1087087.html
    Fessenheim: Hendricks fordert Abschaltung von französischem AKW (14.01.2015)
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/hendricks-fordert-abschaltung-von-franzoesischem-akw-fessenheim-a-1012868.html
    AKW in Japan: Was wurde aus der Atomruine Fukushima? (11.03.2016)
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/fukushima-was-wurde-aus-dem-havarierten-akw-a-1081244.html
    AKW in Frankreich: Störfall in Fessenheim soll verharmlost worden sein (04.03.2016)
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/stoerfall-im-akw-fessenheim-soll-verharmlost-worden-sein-a-1080595.html
    Atomkraftwerke: Tausende Risse in belgischen Reaktoren entdeckt (26.02.2015)
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/belgien-mehr-risse-in-atomkraftwerken-doel-und-tihange-a-1020654.html
    Nahe der deutschen Grenze: Belgien fährt umstrittenen Atomreaktor wieder hoch (15.12.2015)
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/belgien-faehrt-umstrittenen-atomreaktor-tihange-2-wieder-hoch-a-1067817.html

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« Antworten #662 am: 15. April 2016, 13:26:39 »

Zitat
Der Mitarbeiter wurde umgehend entlassen.

Alles wieder gut!
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« Antworten #663 am: 15. April 2016, 16:07:46 »

Zitat
Städteregion Aachen beschließt Klage gegen Atomkraftwerk Tihange

Die Menschen in der Region Aachen haben Angst vor dem Atomkraftwerk Tihange. Jetzt soll in Belgien gegen den Weiterbetrieb geklagt werden. Unterstützung könnte aus Düsseldorf kommen.

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Staedteregion-Aachen-beschliesst-Klage-gegen-Atomkraftwerk-Tihange-3091776.html

Zitat
NRW klagt mit Städteregion gegen Tihange

Düsseldorf/Aachen. Nun geht auch Nordrhein-Westfalen juristisch gegen das belgische Atomkraftwerk Tihange 2 vor: Das Land tritt der Klage der Städteregion Aachen gegen die Wiederaufnahme des Reaktorbetriebs bei, kündigte das Umweltministerium am Dienstag an.

http://www.aachener-zeitung.de/lokales/region/nrw-klagt-mit-staedteregion-gegen-tihange-1.1336169
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« Antworten #664 am: 16. April 2016, 19:05:36 »



http://www.hubbe-cartoons.de/cartoons/
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« Antworten #665 am: 28. April 2016, 16:24:46 »

Zitat
Die Reise zum sichersten Ort der Erde

Seit Beginn der zivilen Nutzung der Atomenergie im Jahr 1956 gibt es ein Dilemma: Wir produzieren "sauberen Strom" und hinterlassen den gefährlichsten Abfall überhaupt. Der hoch radioaktive Atommüll bedroht uns für Hunderttausende von Jahren. Die politische Strategie heißt daher in allen Atomenergie produzierenden Ländern: Endlagerstandorte suchen. Nur wo?

Seit Jahrzehnten wird in vielen Ländern weltweit nach Enldagerstandorten für hoch radioaktiven Atommüll gesucht, wissenschaftlich geforscht, und immer wieder werden mögliche Standorte verworfen. Der Müll wird provisorisch gelagert, in Kühlbecken auf Atomkraftwerksgeländen und in Zwischenlagern. Unvorstellbares Chaos würde über die Welt hereinbrechen, wenn plötzlich eine unkontrollierte Kettenreaktion wie eine Atombombe losginge. Die nukleare Katastrophe in Fukushima im März 2011 hat uns nur eine Idee der Gefahrenlage vermittelt.

Mit diesem Dokumentarfilm begibt sich der Schweizer Filmemacher Edgar Hagen auf die komplexe Suche nach dem sichersten Ort der Erde. Menschen, die das Problem stellvertretend für uns alle lösen wollen, stehen im Zentrum des Films - ihr Bemühen, ihre Kämpfe, ihr Hoffen und ihre Niederlagen. Der Protagonist, der Atomphysiker Charles McCombie, ist seit 35 Jahren in führenden Positionen und mit ungebrochenem Optimismus in die weltumspannende Suche nach dem sichersten Ort involviert. Im Film öffnet er exklusiv Türen zu Orten, die der Öffentlichkeit nicht zugänglich sind, und trifft auf Weggefährten seiner Atomendlagersuche und einige seiner schärfsten Gegner.

Es ist eine Reise durch tiefe Schichten kollektiver Verdrängung. Trotz jahrzehntelang erfolgloser Suche nach praktikablen Endlagerstandorten wird die Produktion von hoch radioaktivem Atommüll fortgesetzt. Die Verdrängung des Problems wird dadurch begünstigt, dass das radioaktive Material aus Sicherheitsgründen auch heute schon provisorisch weggesperrt werden muss: in tabuisierte, dem öffentlichen Auge entzogene Gelände, in die nur unter schwierigsten Auflagen Einblick gewährt wird.

Arte+7: 26.04-26.05.2016

Quelle: Arte


http://arte.gl-systemhaus.de/am/tvguide/ALL/061743-000-A_HQ_1_VOA-STA_02309081_MP4-800_AMM-Tvguide.mp4
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« Antworten #666 am: 29. April 2016, 10:00:05 »

Zitat
Alte AKW
Alle Belgier erhalten vorsorglich Jodtabletten

Nach mehreren Pannen forderten Deutschland und Luxemburg von Belgien, zwei Atomreaktoren vom Netz zu nehmen. Doch Brüssel lässt die Anlagen weiterlaufen – und verteilt stattdessen Jodtabletten.
http://www.welt.de/politik/ausland/article154850444/Alle-Belgier-erhalten-vorsorglich-Jodtabletten.html
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« Antworten #667 am: 05. Mai 2016, 23:04:42 »

Zitat
„Schuldenschnitt“ für Energiekonzerne

(28. April 2016) Als die Atom-Finanzkommission (KFK) gestern zu ihrer letzten Sitzung im Bundeswirtschaftsministerium eintraf, waren wir schon da. Mit dem Slogan „Keine halben Sachen – volle Haftung für die Atomkonzerne!“ protestierten wir gegen den Vorschlag, die Energiekonzerne aus der Haftung für einen Großteil der künftigen Kosten für die Atommülllagerung zu entlassen. Denn unsere Forderung ist klar: Das Verursacherprinzip – die uneingeschränkte Verantwortung der Atommüll-Produzenten für alle Atom-Folgekosten – muss weiterhin gelten.

weiterlesen:
http://www.umweltinstitut.org/aktuelle-meldungen/meldungen/schuldenschnitt-fuer-energiekonzerne.html
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« Antworten #668 am: 17. Mai 2016, 10:03:00 »

Zitat
Neue Strategie
EU will wieder stärker auf Atomkraft setzen

Eines neues Strategiepapier der EU deutet auf eine neue Konfrontationslinie mit Deutschland hin: Berlin forciert den Ausstieg, Brüssel will laut Medienberichten die Vorherrschaft im Nuklearsektor verteidigen.
http://www.handelsblatt.com/politik/international/neue-strategie-eu-will-wieder-staerker-auf-atomkraft-setzen/13602190.html
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« Antworten #669 am: 17. Mai 2016, 11:30:30 »

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« Antworten #670 am: 23. Mai 2016, 11:27:53 »

Zitat
EU-Kommissar: Die Zukunft liegt nicht in der Atomenergie

EU-Forschungskommissar Carlos Moedas räumte ein, dass ein Papier aus seiner Dienststelle den Eindruck vermitteln könnte, Brüssel wolle mit EU-Mitteln die Entwicklung einer nächsten Reaktoren-Generation subventionieren. Dem sei nicht so.
....

Quelle: heise.de


Tut uns sehr leid, sucht Euch den schuldigen aus, entweder sind wir für eindeutige Formulierungen sensibler Bereiche schlichtweg zu doof oder ihr seid alle zu doof um unsere eindeutigen Formulierungen zu verstehen.
Wir werden noch an Mißverständnissen zu Grunde gehen, tragisch, am Ende sind alle und keiner Schuld.
Ist das bewußte Unfähigkeit, schauen wir erst mal welche Reaktionen zurückkommem?
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« Antworten #671 am: 31. Mai 2016, 16:38:58 »



Wir werden noch an Mißverständnissen zu Grunde gehen, tragisch, am Ende sind alle und keiner Schuld.
Ist das bewußte Unfähigkeit, schauen wir erst mal welche Reaktionen zurückkommem?

das unterschreibe ich. Ich glaube, sie rudern manche Nachrichten zurück, nachdem die Reaktionen zu negativ waren. Zur Not wird eben behauptet, der Journalist hat in seinem bericht ein Wort vergessen, das den gesamten Inhalt des textes ausmachte  Shocked
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« Antworten #672 am: 26. August 2016, 19:06:54 »

Zitat
Mitarbeiter bei Wartungsarbeiten im AKW Grohnde tödlich verunglückt

Bei Wartungsarbeiten im nicht-nuklearen Teil des Atomkraftwerks Grohnde in Niedersachsen ist ein Mitarbeiter tödlich verunglückt. Laut Mitteilung des Betreibers PreussenElektra war während der Arbeiten im Bereich der Hilfskesselanlage aus noch ungeklärter Ursache Wasserdampf ausgetreten. Der Mitarbeiter erlitt so schwere Verletzungen, dass er an der Unfallstelle starb. Polizei und Staatsanwaltschaft hätten Ermittlungen aufgenommen, teilte die Betreiberin mit. Das Umweltministerium als atomrechtliche Aufsichtsbehörde wurde ebenfalls unterrichtet.

Das Atomkraftwerk Grohnde bei Hameln läuft seit 1984. Es war im April für längere Zeit abgeschaltet worden, nachdem bei einer regelmäßigen Revision ein Schaden an einer Kühlpumpe entdeckt worden war.
http://www.stern.de/panorama/weltgeschehen/news--berlin--rocker-erschossen-7026698.html
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« Antworten #673 am: 28. Oktober 2016, 20:27:05 »

Zitat
Welche Folgen hat ein Super-GAU in Tihange für die Aachener Region?

- Szenario eines schweren Reaktorunfalls im belgischen Tihange
- Folgen für die Region Aachen wären verheerend
- Evakuierung wegen hoher Strahlenbelastung unvermeidbar

Experten des Instituts für Sicherheits- und Risikowissenschaften der Universität für Bodenkultur Wien haben die Studie im Auftrag der Städteregion Aachen erstellt. Darin beschäftigten sie sich nicht nur mit den Materialschäden im Reaktordruckbehälter Tihange 2. Sie untersuchten auch unterschiedliche Wetterbedingungen, die über das Jahr typisch sind für die Region Aachen.

Dabei kommen die Wiener Wissenschaftler zu einem anderen Ergebnis als die belgische Atomaufsichtsbehörde FANC. Diese ist trotz internationaler Kritik der Ansicht, dass die mehr als 3.000 Risse im Beton des Druckbehälters nicht erst während des Betriebs des Atommeilers entstanden sind, sondern bereits beim Bau der Anlage 1976. Die Wiener Experten dagegen halten es für wahrscheinlich, dass die Risse durch Materialermüdung hervorgerufen werden.

Strahlendosis wie in Tschernobyl

Die FANC hält einen atomaren Unfall im Reaktor Tihange 2 bis zum Ende der Laufzeit 2023 für unwahrscheinlich. Dagegen sagen die Autoren der aktuellen Studie für die Städteregion Aachen, dass dies durchaus passieren kann, wenn die Risse sich ausweiten.

Im zweiten Teil der Studie haben die Experten die geografische Ausbreitung der radioaktiven Wolke berechnet. Eine Kontamination von Aachen sei demnach sehr wahrscheinlich. Und: Die Strahlendosis würde bei einer ungünstigen Wetterlage vermutlich sogar den Grenzwert erreichen, der 1986 beim Reaktorunfall in Tschernobyl zur Evakuierung der Region dort führte.

Vergleichbar mit Fukushima

Die Experten verglichen eine Rektorkatastrophe in Tihange nicht nur mit dem Unfall in Tschernobyl, sondern auch mit dem GAU in Fukushima 2011. Demnach wäre dann die Kontamination rund um das belgische Tihange höher als in Fukushima. Davon direkt betroffen wäre auch die Aachener Region.

Die Ergebnisse der Studie bestätigen die Befürchtungen der Städeregion und rund 100 weiterer Kommunen in Deutschland, Belgien, Luxemburg und den Niederlanden, die gemeinsam beim belgischen Staatsrat gegen den Weiterbetrieb von Tihange 2 geklagt haben. Sie halten den maroden Atomreaktor für höchst gefährlich. Die Studie der Wiener Wissenschaftler ist Donnerstag (27.10.2016) in Aachen öffentlich vorgestellt worden.

http://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/studie-unfall-tihange-102.html

Zitat
Angst vor Atomunfall – NRW bestellt Millionen Jodtabletten

https://www.welt.de/politik/deutschland/article157525277/Angst-vor-Atomunfall-NRW-bestellt-Millionen-Jodtabletten.html
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dagobert


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« Antworten #674 am: 22. November 2016, 23:32:14 »

Zitat
Urteilsverkündung in Sachen „Beschleunigung des Atomausstiegs“ am Dienstag, 6. Dezember 2016, 10.00 Uhr

Aktenzeichen: 1 BvR 2821/11, 1 BvR 321/12, 1 BvR 1456/12

http://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2016/bvg16-077.html
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