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Autor Thema: Betriebs-Besetzer in Nordhausen uebernehmen Produktion in Selbstverwaltung  (Gelesen 33075 mal)
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flipper


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« Antworten #100 am: 04. November 2007, 09:39:36 »

Zitat
Original von alfred
Auszug aus Junge Welt vom 22.10.2007 (siehe an, ein linkes Blatt, welches objektiv berichten kann):
Zitat
(...)
Kritik an IG Metall

Offenbar aus gutem Grund. Den neu gewonnen Mitgliedern wurden zinslose Darlehen als Überbrückungshilfe versprochen, die die IG Metall jedoch bis heute nicht ausgezahlt hat. Die Mitgliedsbeiträge wurden hingegen umgehend eingezogen. IG-Metall-Funktionär Schmidt räumte diese Peinlichkeit gegenüber jW zwar ein, drückte sich wegen des »komplizierten Vorgangs« trotz wiederholter Nachfragen aber um eine Erklärung herum.

FAU-Mann Mohrhof kam folgendes zu Ohren: »Es fehlte angeblich eine Unterschrift. Einmal hieß es, der ominöse Unterzeichner wäre im Urlaub, dann wieder krank. Die Leute wurden wochenlang für dumm verkauft.« Schmidt von der IG Metall versicherte dagegen: »Wir wollten niemals Kapital aus dem Fall schlagen, mir ging es immer um die Leute.« (...)


genau. und die folgen der FAU. und die sponsert die IGM ja wohl aus gutem grund nicht.
alles klar? der FAU fällt sehr wohl die verantwortung für die ganze aktion zu, wenn Bakurock hier wie ein neoliberaler rechtsverdreher erklärt die Kollegen machten das alles in eigenregie ist das lächerlich und feige. wenn man so eine aktion anleiert dann hat man auch die verantwortung dafür, oder soll das heissen, die FAU wälzt immer alle verantwortung und risiken für ihre aktionen nach unten ab? dann steht es ihr nicht zu die IGM in irgendeiner weise zu kritisieren.  Tongue

sollte sich die aktion am ende als unwirtschaftliche selbstausbeutungsspontiaktion mit nachteilen für karriere (betriebsbesetzung kommt bestimmt gut im lebenslauf bei bewerbung) und sozialleistungsbezug und arbeitsrechtlich (abfindungen, etc) herausstellen, dann ist die FAU dafür voll verantwortlich und haftbar.
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BakuRock


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« Antworten #101 am: 04. November 2007, 14:22:01 »

LOL - neoliberaler rechtsverdreher.........  LOL

Der "neoliberale rechtsverdreher" kennt sogar auf o.g. geistigen Duennpfiff eine Antwort:

Abschlussparty "Strike-Bike" (unbedingt reinhoeren!!!)
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Wenn eine Idee am Anfang nicht absurd klingt, gibt es f�r sie keine Hoffnung. .... A. Einstein

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alfred


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« Antworten #102 am: 04. November 2007, 15:21:39 »

Zitat
Original von BakuRock
LOL - neoliberaler rechtsverdreher.........  LOL

Der "neoliberale rechtsverdreher" kennt sogar auf o.g. geistigen Duennpfiff eine Antwort:

Abschlussparty "Strike-Bike" (unbedingt reinhoeren!!!)


BakuRock, du gehst wieder einmal nicht auf Argumente bzw. Aussagen ein. Ich nannte das schon einmal 'überheblich' und 'arrogant'. Ich stimme flipper nicht in allen bisher gemachten Aussagen zu, aber viele seiner Einwürfe sind augenscheinlich gerechtfertigt, bzw. einer weiteren Erläuterung durch Dich wert. Was aber machst Du? Du kanzeltst wieder einmal alles in überheblicher Weise ab und setzt wieder nur einen FAU-Link (den wohl die wenigsten überhaupt anklicken und wenn bringt er auch niemanden in der Sache weiter).

Ich kann nur hoffen, dass sich andere FAU-Leute menschlicher verhalten! Außerdem bin ich immer noch geschockt, dass Dir die Außenwirkung der FAU scheißegal (Zitat: 'geht mir sowas am A....... vorbei....') ist - zu dieser Weltsicht hast Du auch noch keine Erklärung abgegeben...
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flipper


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« Antworten #103 am: 04. November 2007, 15:34:16 »

Zitat
Original von alfred
BakuRock, du gehst wieder einmal nicht auf Argumente bzw. Aussagen ein. Ich nannte das schon einmal 'überheblich' und 'arrogant'.
Ich kann nur hoffen, dass sich andere FAU-Leute menschlicher verhalten! Außerdem bin ich immer noch geschockt, dass Dir die Außenwirkung der FAU scheißegal (Zitat: 'geht mir sowas am A....... vorbei....') ist - zu dieser Weltsicht hast Du auch noch keine Erklärung abgegeben...

jo er benimmt sich schon wie ein "richtiger Gewerkschaftsoberboss" unser FAU-bsirske! Cheesy
immer wieder erstaunlich, was plötzlich erlangte macht durch erfolg aus idealistischen menschen macht  :froehlich>

aber ich gönns ihm. möge er lernen mit macht vernünftig umzugehen Cheesy
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« Antworten #104 am: 04. November 2007, 16:58:14 »

Zitat
Original von alfred
Zitat
Original von BakuRock
..........................
Abschlussparty "Strike-Bike" (unbedingt reinhoeren!!!)


Dies ist kein Link zur FAU - es ist ein Link zu freien Radios.

Zitat
..........
Ich stimme flipper nicht in allen bisher gemachten Aussagen zu, aber viele seiner Einwürfe sind augenscheinlich gerechtfertigt, bzw. einer weiteren Erläuterung durch Dich wert.
.............................


Mag ja ueberheblich sein, aber ich muss nichts und niemenschen "erlaeutern" - und wenn, dann entscheide ich das fuer mich.

Zitat
Ich kann nur hoffen, dass sich andere FAU-Leute menschlicher verhalten! Außerdem bin ich immer noch geschockt, dass Dir die Außenwirkung der FAU scheißegal (Zitat: 'geht mir sowas am A....... vorbei....') ist - zu dieser Weltsicht hast Du auch noch keine Erklärung abgegeben...


"menschlicher"  huh

@alfred - wenn du schon zitierst, dann bitte im richtigen Zusammenhang:

Zitat
Original von BakuRock
Ach ja - was wohl die Buergerlichen denken............? -geht mir sowas am A....... vorbei....
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Carpe Noctem


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« Antworten #105 am: 04. November 2007, 17:49:51 »

Liebe Streihähne,

die FAU hat den Betriebsbesetzern dabei geholfen, ein neues Produkt zu vermarkten. Sie tut das, weil Besetzungen durchaus ein Mittel der Wahl sind, wenn es um Arbeitsplätze und selbstbestimmte Produktion geht. Dabei geht es aber ausschliesslich um die Menschen, deren Existenz daran hängt. Aus den Beratungsleistungen und logistischen Hilfen ergibt sich aber keine Haftung für die Folgen von Fehlern anderer Beteiligter.

Das die FAU und der DGB sich historisch bedingt nicht grün sind, ist altbekannt und kaum Anlass zur Verwunderung. Man könnte darüber nachdenken, auf wessen Mist dieser aktuelle Konflikt gewachsen ist, aber man kann es ich auch schenken und die positiven Akpekte sehen. Da wäre nämlich der Punkt, dass der schwelende Konflikt zwsichen den beiden Gewerkschaftskonzepten das Projekt Strik-Bike nicht zu Fall gebracht hat. Die Konfliktaustragung ist ein Nebenschauplatz und kein Hindernis für das neue Produkt. Es lebe das Strike-Bike!

Innerhalb der FAU ist Meinungsfreiheit überlich. Wenn BakuRock hier seine persönliche Anschauung an Hand von Pressemitteilungen zum besten geben möchte, ist es ihm unbenommen. Er spricht aber nicht für die gesamte Organisation, sondern für sich privat. Das ist sein Recht als Mensch und Mitglied (sofern er FAU-Mitglied ist, was ich nicht weiss). Niemand in der FAU hat das Recht, einfach so ohne imperatives Mandat für die Gesamtorganisation zu sprechen oder schreiben. Ich auch nicht. Mein Statement ist ebenfalls eine persönliche Stellungnahme. Ich pfeife auf den DGB und lege grossen Wert auf die gelungene Aktion der Belegschaft in Nordhausen. Es leben die solidarischen ArbeiterInnen und ihr schickes Fahrrad! Hola!

Grüsse - CN
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alfred


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« Antworten #106 am: 04. November 2007, 18:03:00 »

(edit: @BakuRock)

Es war der richtige Zusammenhang und erklärt hast Du Dich immer noch nicht, aber Du hast natürlich recht, müssen tust Du nichts.

Mit 'menschlich' meinte ich, dass mich als Arbeitnehmer solch ein "Mensch" wie Du unter keinen Umständen vertreten (bzw. 'beratend zur Seite stehen') dürfte und dann wollte ich der Hoffnung Ausdruck verleihen, dass es in der FAU auch andere Charaktere gibt - war das jetzt deutlich genug erklärt?

Ich werde mich zukünftig trotz allem bemühen, die FAU getrennt von Deinem Charakter zu betrachten.


Abseits dieses Threads hoffe ich aber trotzdem auf ein gutes Auskommen mit BakuRock.  Smiley
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« Antworten #107 am: 04. November 2007, 18:07:07 »

Der Vorpost war natürlich an BakuRock gerichtet.

@Carpe Noctem, Dein Statement klingt gut.
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« Antworten #108 am: 04. November 2007, 18:23:34 »

Zitat
Original von alfred
Ich werde mich zukünftig trotz allem bemühen, die FAU getrennt von Deinem Charakter zu betrachten.

Ich persönlich hoffe das sehr. Die FAU besteht aus nahezu 500 Individuen und kann sich kaum am Verhalten eines einzelnen Mitglieds messen lassen, zumal es sich hierbei eher um die Interpretation eines vermeintlichen Charakters durch Dritte handelt.

Es ist nicht verwunderlich, wenn die Öffnetlichkeitspräsenz der FAU, welche überhaupt nur selten mal in den Massenmedien wahrnehmbar ist, Angriffsfläche bietet. Die überwiegende Majorität des Landes will uns nicht wahrnehmen, wahrhaben oder in unserer Existenz bestätigen, und befürwortet mit Sicherheit eine Auflösung der Gewerkschaft FAU. Das gilt nicht nur für Rechts und die sog. bürgerliche Mitte, sondern grösstenteils auch für die hierarchisch organisierte Linke. Es ist vielen Leuten ein Dorn im Auge, dass die Belegschaft in Nordhausen sich freiwillig zur Zusammenarbeit mit der FAU bereit erklärt hat. Ich denke, die Entscheidung der arbeitenden Menschen dort ist zu respektieren. Sie wissen was sie tun und haben damit schon ihr erstes Etappenziel erreicht.

Grüsse - CN
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flipper


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« Antworten #109 am: 04. November 2007, 19:13:24 »

Zitat
Original von Carpe Noctem
Aus den Beratungsleistungen und logistischen Hilfen ergibt sich aber keine Haftung für die Folgen von Fehlern anderer Beteiligter.

Niemand in der FAU hat das Recht, einfach so ohne imperatives Mandat für die Gesamtorganisation zu sprechen oder schreiben.CN

- das möcht ich aber bestreiten! wer ist dann für dies "werk" verantwortlich?

- soll das heissen ich hab nicht das recht zu kritisieren?  Sad
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Carpe Noctem


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« Antworten #110 am: 04. November 2007, 19:52:44 »

Zitat
Original von flipper
- das möcht ich aber bestreiten! wer ist dann für dies "werk" verantwortlich?

Das sind Institutionen wie z.B. der Insolvenzverwalter und die Belegschaft, aber nicht die FAU.

Zitat
- soll das heissen ich hab nicht das recht zu kritisieren?  Sad

Doch klar darfst du das, ich würde mir nur wünschen dass differenziert wird zwischen Einzelpersonen wie BakuRock oder mir und der Organisation FAU. Für dich gilt ja die gleiche Meinungsfreiheit wie für alle anderen auch. Sogar die FDP hat hier... Cheesy

Grüsse - CN
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« Antworten #111 am: 04. November 2007, 23:24:25 »

...Schon komisch wie sich manche hier auf die kleine FAU gewerkschaft stürzen, als wär die an den schweinereien des kapitalismus schuld.

Ich kann euch ja verstehen! Mir wär auch lieber gewesen, die betriebsbesetzung hätte zu einem allgemeinen bundesweiten aufstand und einer weitreichenden positiven veränderung der verhältnisse geführt, aber immerhin: Strike-bike hat zeigen können, das auch ohne chef produziert werden kann und das sogar in d-land.

Aber sein wir doch bei aller kritik mal ehrlich, was wäre denn anders geworden, wenn die IGM oder ver.di statt FAU die streikenden unterstützt hätte? Nicht viel, warscheinlich wär die belegschaft noch viel schneller am arsch gewesen. Da denk ich gibt es genug unrühmliche beispiele für.

Und flipper:
Zitat
die FAU wälzt immer alle verantwortung und risiken für ihre aktionen nach unten ab?

FAU hat kein 'oben' (zumindest wenn sie sich an ihre statuten halten), kann also auch nix nach 'unten' abwälzen.
Ist natürlich schwer in unserer antrainierten oben-verantwortung+geld/unten-klappehalten+blechen -welt sich sowas vorzustellen.

Richtig schräg wirds aber wenn du sowas bringst:
Zitat
sollte sich die aktion am ende als unwirtschaftliche selbstausbeutungsspontiaktion mit nachteilen für karriere (betriebsbesetzung kommt bestimmt gut im lebenslauf bei bewerbung) und sozialleistungsbezug und arbeitsrechtlich (abfindungen, etc) herausstellen,
Du bist doch hoffentlich nicht der meinung, die belegschaft hätte sich lieber nicht wehren sollen, weil sich das besser im lebenslauf macht? huh
Kann ich mir nicht so recht vorstellen das du das propagierst!
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"In der bürgerlichen Gesellschaft kriegen manche Gruppen dick in die Fresse. Damit aber nicht genug, man wirft ihnen auch noch vor, dass ihr Gesicht hässlich sei." aus: Mizu no Oto

Wieder aktuell: Bertolt Brecht
Carpe Noctem


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« Antworten #112 am: 05. November 2007, 00:40:19 »

Zitat
Original von schwarzrot
Du bist doch hoffentlich nicht der meinung, die belegschaft hätte sich lieber nicht wehren sollen, weil sich das besser im lebenslauf macht? huh
Kann ich mir nicht so recht vorstellen das du das propagierst!

In gewisser Hinsicht hat er ja nicht unrecht. Öffentlich unangepasstes Verhalten zu zeigen, zieht u.U. Konsequenzen nach sich. Man sollte schon dahinter stehen, wenn man sich auf die Barrikaden begibt. Um so erfreulicher, dass es den Leuten das wert ist. Wir haben hier immerhin bürgerliche Arbeitnehmer vor uns, die sehr umdenken mussten, um für ihre Existenz kämpfen zu können. Mit Duckmäusertum wären sie bereits heute arbeitslos, mit dem schicken Löchli im Lebenslauf namens "stellensuchend".

Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass flipper unser "schick für jeden Dünnpfiff ne Klage und mach das übern Anwalt" Kollege glaubt, dass man sich unablässig einer solch brechreizerregenden Subordination zu befleissigen habe. Eher stelle ich mir vor, dass er uns als FAU provozieren wollte, weil ihm BakuRocks Postings nicht passen =)

Grüsse - CN
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flipper


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« Antworten #113 am: 05. November 2007, 10:34:00 »

Zitat
Original von Carpe Noctem
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass flipper unser "schick für jeden Dünnpfiff ne Klage und mach das übern Anwalt" Kollege glaubt, dass man sich unablässig einer solch brechreizerregenden Subordination zu befleissigen habe. Eher stelle ich mir vor, dass er uns als FAU provozieren wollte, weil ihm BakuRocks Postings nicht passen =)
CN

mitnichten

aber man muss schon mal das zwischenergebnis im sinne wirtschaftlicher vor- und nachteile für die angestellten kritisch beleuchten dürfen, insbesondere wenn ihr euch weigert, verantwortung zu übernehmen für das was ihr propagiert habt und die folgen.
werdet mal erwachsen.

OT:
warum nicht anwälte für uns arbeiten lassen solangs das "armenrecht" gibt?
viele hilfesuchende sind mit den nerven am ende und kriegen ne krise wennse nur nen brief vom amt in der hand haben. was ist daran "dünnpfiff" ?  Sad nur wenige haben unsere drahtseilnerven und anwälte machen das gerne, die sind für solche reibereien ausgebildet und konditioniert und können damit professionell um.
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« Antworten #114 am: 05. November 2007, 10:42:38 »

Zitat
Original von schwarzrot
Du bist doch hoffentlich nicht der meinung, die belegschaft hätte sich lieber nicht wehren sollen, weil sich das besser im lebenslauf macht? huh
Kann ich mir nicht so recht vorstellen das du das propagierst!

tatsache ist, dass jeder der strike-bike arbeiter jetzt lebenslang bei der wirtschaft ganz oben auf der schwarzen liste steht (dafür hat der ex-geschäftsführer garantiert noch gesorgt, so verärgert wie der war). das hätte jedem klar sein müssen. euch wars hoffentlich auch klar.

solche risikoabwägungen sollte man vor so einer aktion durchführen und die strike-bike arbeiter dazu entsprechend beraten, habt ihr das getan? hoffentlich. denn nach der aktion wenn der presserummel abgeflaut ist, kräht ja nach diesen menschen kein hahn mehr, wenns vorbei ist, die FAU (die den ruhm kassiert hat) dann noch? da bin ich ja mal gespannt. das werden wir beobachten und euch beim wort nehmen. auch das gehört zur verantwortung, die man wohl von einer im sinne der arbeiterschaft "seriösen organisation" verlangen kann.
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« Antworten #115 am: 05. November 2007, 11:16:28 »

Ist dir ja hoffentlich klar, dass die belegschaft eine 'permanente betriebsversammlung' hatte, noch bevor die fau irgendwas geholfen hat?

Aber nett, dass du 'uns' beobachtest. Da bist du in prima gesellschaft, mit leuten mit denen du eigentlich nicht in einem raum sitzen möchtest.
(wieso überhaupt uns?)

Das die beschäftigten dort weiterhin, sofern sie in der fau organisiert sind, sich auf die strukturen der gewerkschaft verlassen können, nehme ich doch mal stark an?
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flipper


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« Antworten #116 am: 05. November 2007, 11:21:07 »

Zitat
Original von schwarzrot
Ist dir ja hoffentlich klar, dass die belegschaft eine 'permanente betriebsversammlung' hatte, noch bevor die fau irgendwas geholfen hat?

Aber nett, dass du 'uns' beobachtest. Da bist du in prima gesellschaft, mit leuten mit denen du eigentlich nicht in einem raum sitzen möchtest.
(wieso überhaupt uns?)

Das die beschäftigten dort weiterhin, sofern sie in der fau organisiert sind, sich auf die strukturen der gewerkschaft verlassen können, nehme ich doch mal stark an?

-ja. beantwortet das meine frage?

-wie kommst du denn darauf? also einfache FRAGEN als persönliche anfeindung zu verstehen ist nicht professionell, entschuldigung.

-freut mich zu hören.
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« Antworten #117 am: 05. November 2007, 11:55:53 »

Zitat
Original von flipper
Tatsache ist, dass jeder der strike-bike arbeiter jetzt lebenslang bei der wirtschaft ganz oben auf der schwarzen liste steht (dafür hat der ex-geschäftsführer garantiert noch gesorgt, so verärgert wie der war). das hätte jedem klar sein müssen. euch wars hoffentlich auch klar.

solche risikoabwägungen sollte man vor so einer aktion durchführen und die strike-bike arbeiter dazu entsprechend beraten, habt ihr das getan? hoffentlich. denn nach der aktion wenn der presserummel abgeflaut ist, kräht ja nach diesen menschen kein hahn mehr, wenns vorbei ist, die FAU (die den ruhm kassiert hat) dann noch? da bin ich ja mal gespannt. das werden wir beobachten und euch beim wort nehmen. auch das gehört zur verantwortung, die man wohl von einer im sinne der arbeiterschaft "seriösen organisation" verlangen kann.

Da muss ich widersprechen, denn jetzt läuft ja alles in den "üblichen" Bahnen. Die Beschäftigten sind komplett (nehme ich an?) in der Auffanggesellschaft, sozusagen unter IGMetall-Betreuung - das ist ja eben das, was den FAU-Leuten nicht passt.

Ist dann diese "Fortbildung" abgeschlossen, wird wohl ein Großteil in Arbeitsverhältnisse "gebracht" - das dabei gemauschelt wird ist klar und offensichtlich nicht in Ordnung. Die Empörung über solche Vorgänge liegt naturgemäß extern beim Betrachter, der aus der Ferne diese Mauschelei beobachtet - nur für die betroffenen Arbeiter ist es das Beste (und von denen wird sich wohl niemand darüber beschweren).

Wenn man dann in ein paar Jahren zurückblickt, wird die Zusammenfassung folgende sein: Erstbetreuung IGM, dann Aktion Strikebike durch die Fau, dann wieder "geordnete Abwicklung" (im positiven Sinne, also keine LoneStar-Verschwörungstheorien!) durch die IGM.


PS: Die LoneStar-IGM-DGB-Verschwörungstheorien wurden bisher auch immer nur als Brocken hier hin geworfen. Es wäre mal an der Zeit, das näher zu belegen - weil mir hat sich das ehrlich gesagt NICHT erschlossen! Ich meine der Thread ist eh von Bike System abgekommen, also könnten das die FAU-Leute eigentlich hier darlegen, oder?
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« Antworten #118 am: 05. November 2007, 11:57:54 »

flipper:
Zitat
da bin ich ja mal gespannt. das werden wir beobachten

Zitat
-wie kommst du denn darauf? also einfache FRAGEN als persönliche anfeindung zu verstehen ist nicht professionell, entschuldigung.

ok, hab ich vielleicht nur komisch verstanden. Wink
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« Antworten #119 am: 05. November 2007, 12:05:34 »

flipper,
auf was für nem Film biste eigentlich?
Sicher, Kritik sollte nicht nur an der Politik der DGB Gewerkschaften geübt werden, es kann auch durchaus die Praxis und der theoritische Überbau der FAU hinterfragt werden.

Aber BakuRock, jemand der sich solidarisch verhält (er setzt sich nicht für seine primären Eigeninteressen ein, sondern für andere, die beschlossen haben sich zu wehren) und klassenkämpferisch aktiv ist, so dumm und plump zu beleidigen, ist einfach nicht mehr feierlich.

Du redest bei chefduzen gerne von "wir" und dann gibt es wohl noch welche in der Community, die nicht zu "uns" gehören. Da wird's aber wirklich haarig, wenn begonnen wird Gräben zwischen den Ausgebeuteten aufzureißen. Ich will weder Diskussionen noch Kritik abwürgen, aber das was hier an "Auseinandersetzung" stattfindet, hat keinen Stil und hat auch in diesem Forum nix verloren.

Von BakuRock habe ich immerhin mitbekommen, daß er sich aktiv einsetzt für den Widerstand einfacher Leute gegen Kapitalinteressen. flipper glänzt eher durch Phantasien von "richtigen Männern" und dem Gebrauch militärischen Vokabulars. Chefduzen ist kein Computerspiel.
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alfred


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« Antworten #120 am: 05. November 2007, 12:31:32 »

Ich fände es trotzdem interessant, wenn auf die Verquickungen der alten Gewerkschaften mit dem Kapital und deren Folgen eingegangen wird.

Und dann hoffe ich noch, dass wir das ohne das Eingreifen von Kellerkind hinbekommen...
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« Antworten #121 am: 05. November 2007, 12:32:50 »

Zitat
Original von ManOfConstantSorrow
Aber BakuRock, jemand der sich solidarisch verhält (er setzt sich nicht für seine primären Eigeninteressen ein, sondern für andere, die beschlossen haben sich zu wehren) und klassenkämpferisch aktiv ist, so dumm und plump zu beleidigen, ist einfach nicht mehr feierlich.

Du redest bei chefduzen gerne von "wir" und dann gibt es wohl noch welche in der Community, die nicht zu "uns" gehören. Da wird's aber wirklich haarig, wenn begonnen wird Gräben zwischen den Ausgebeuteten aufzureißen. Ich will weder Diskussionen noch Kritik abwürgen, aber das was hier an "Auseinandersetzung" stattfindet, hat keinen Stil und hat auch in diesem Forum nix verloren.

Von BakuRock habe ich immerhin mitbekommen, daß er sich aktiv einsetzt für den Widerstand einfacher Leute gegen Kapitalinteressen. flipper glänzt eher durch Phantasien von "richtigen Männern" und dem Gebrauch militärischen Vokabulars. Chefduzen ist kein Computerspiel.

-zitat? wo ist die beleidigung?

-ich weiss nicht was du meinst. tatsache ist, dass ich ständig von den anarchosyndikalisten hier angegriffen werde wenn ich nur den mund aufmache.
diese angeblich so fortschrittlichen genossen ertragen keine kritik, noch nicht einmal unwillkommene fragen.

-schön. aber unter seiner wiederholt erklärten ablehnung von jeder verantwortung habe ich meine bedenken. tut mir leid. wenn die administration hier auch deiner meinung ist, dann halt ichs maul, ansonsten lass ich mich ned zensieren  angry

EDIT:
ich bin raus aus dem thread. mir reichts. ich bin nur reingekommen, weil hier ziemlich übel  auf der IGM rumgehackt wurde.
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« Antworten #122 am: 05. November 2007, 19:04:55 »

@ man of constant sorrow:
Danke, sowas musste hier auch mal von jemand gesagt werden, der nicht in den Sippenhaft- anarcho-syndkl.-Verdacht gerät.

@ Alfred:
nach einem längeren Wochenende ohne Internet-Zugang, weil ich Dir gerne schon vorher antworten wollte:
Frage: Was ist denn so schlecht an der Unterstützung von Leuten, die schon beschlossen haben, sich selbst zu wehren, bevor die Fau mit n´paar Ideen dazukam(, die dankbar aufgenommen wurden).- ohne gleich mit Beitrittsformularen wie bei der IGM zu winken,(von der die Belegschaft die versprochene Kohle bis heute nicht gekriegt hat.
-und daß zum weitermachen bei Insolvenz die "ganze Fabrik zu kaufen" wohl´n zu harter Brocken war, siehste wohl selber.- da konnte mensch nur schöde "kapilistisch" bei der Investorensuche helfen...

@flipper-"Beobachter":...  cry

und sonst:
daß menschen, die sich wehren, auf schwarze Listen kommen können, ist ja kaum zu vermeiden- soll wir uns alle besser nicht wehren?- oder besser, die ganze Bevölkerung kommt auf deren schwarze Liste, weil dann nix mehr geht.

Heute ist Guy-Fawkes-Tag...
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Staubsaugervertreter verkaufen Staubsauger,
Versicherungsvertreter verkaufen Versicherungen,
warum sollten ausgerechnet Volks- oder Arbeitervertreter
aus der Art schlagen?
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« Antworten #123 am: 05. November 2007, 22:29:08 »

Hier noch etwas "Hintergrundinfo" eines Companero-
besser hätt ichs nich hingekriegt:

Die Rolle der IGM – »Keine Chance für Gegenwind« - für wen?

Am 10. Juli hieß es in einer Pressemitteilung: »Tatsächlich wurden schrittweise sämtliche Aufträge der Bike Systems GmbH an den Wettbewerber, die MiFa AG in Sangerhausen, übergeben, um die Beteiligung der Lone-Star an der MiFA mit Aufträgen und Vorräten aus Nordhausen zu finanzieren«. Und die Neue Nordhauser Zeitung fährt fort: Was die Belegschaft jetzt besetzt, das ist quasi ein filetiertes Unternehmen, das für einen Investor vollkommen uninteressant ist. Der Markt ist quasi bereinigt. (nnz)

Trotz dieser eindeutigen Tatsache, dass nämlich die MIFA Neukirch und Nordhausen plattmacht, wurden dann im besetzter Werk vorproduzierte IGM-Schilder aufgestellt, die das Hedge-Fonds-Unternehmen Lone Star als gefräßige »Heuschrecke« (die Affinität zum Rattenvergleich mit den Juden ist einkalkuliert!*) und Lone Star als »HIV-Seuche« plakativ dargestellt werden. Und als wenn die sozialpartnerschaftliche Politik der IGM nicht auf zur »Anarchie gegen den Sozialstaat« beigetragen hätte ....

Der Verlust von Fähigkeiten und Kenntnissen hat mit der Verteidigung des »nationalen Standortes« rein gar nichts zu schaffen. Wer eine sozialistische-libertäre Gesellschaftsordnung auf seine Fahnen geschrieben hat, geht ja wohl on einer dezentralisierten Industrie bzw. regional autarken Versorgungsproduktion aus. Die Verlagerung von Arbeitsplätzen ist ein profitorientiertes Spielchen von Investoren, nationalen Kapitalisten, international operienden Banken und Hedge Fonds, Umstrukturierungs-maßnahmen der Weltbank-Think Tanks und des IWF, die global ganze Regionen von Industrieländern zu landwirtschaftlichen Produzenten degradieren und andersherum. Einfach, weil so die Profite maximiert werden können. Gegen das bürgerliche Horror-Szenario von »Klima-Katastrophe« und nachhaltigem Umweltschutz stehen diese Forderungen der libertären Arbeiterbewegung seit den Zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts auf der Tagesordnung – allerings unter der Kontrolle der organisierten Arbeiterklasse.

Theorie schadet nix – auch wenn’s Karl Marx gesagt hat

Ohne Klassenkampf und Arbeiter-Widerstand gegen diese keineswegs »natürliche« Entwicklung der Produktivkräfte, diese Ausbeuter-Ordnung, werden die Reichen immer Reicher und gefräßiger und die Arbeits- und Lebensbedingungen der weltweiten Arbeiterklasse wird immer weiter niedergedrückt. Wer sich nicht wehrt, der geht zum Teufel, das ist die Quintessenz.

Was ist, wenn die von Deutschland nach Mexiko verlagerte Textilproduktion, die mittlerweile – ebenso wie die Billig-Kaffeeproduktion – in Vietnam angekommen ist, durch die Waschmaschinenproduktion aus den zu teuer gewordenen Tigerstaaten verdrängt wird? Nähen wir dann in Deutschland wieder T-Shirts so wie bereits »hippe ‚Affentor’-Designermode« zu 1 Euro-Löhnen wie in der gemeinnützigen »Werkstatt Frankfurt« unter dem Beifall von ver.di?
 Oder kommt die HighTech-Produktion zu uns zurück, weil wir längst ein Billiglohnland geworden sind? Eines ist sicher: die Zahl der Industriearbeiter/innen auf der Welt ist nicht gesunken, sie steigt an. Das liegt daran, dass Waschmaschinen, Kühlschränke, Rasierapparate, Autos und Fahrräder noch nicht von »Aliens« im Weltall hergestellt werden, sondern durch Klassengenoss/innen irgendwo auf diesem blauen Planeten, zu Hungerlöhnen.
Und noch etwas extrem falsches und dummes Geschreibsel: »Und die Entstehung des internationalen Finanzkapitals geht nicht etwa auf geplante Machenschaften böswilliger Akteure zurück, sondern ereignet sich im Kapitalismus ganz natürwüchsig, wenn das Geld nicht zurück in die produktive Sphäre wandern kann, weil dort der Kapitalbedarf gesättigt ist.«
 So gottgegeben diese Dummheit sein mag, so goutierten selbsternannte Intellektuelle Vordenker – von wem auch immer – diesen peinlichen Quark. Nichts ereignet sich naturwüchsig, einfach so; Geld schon gar nicht. Es handelt sich dabei um abgepreßten Mehrwert. Und der Kapitalbedarf ist in den USA ebenso wenig gesättigt wie in Deutschland – die Profitraten sind einfach zu gering, um hier lohnend zu investieren. Da kommen steuersubventionierte Betriebs- und Produktionsverlagerungen innerhalb der EU oder in andere Staaten gerade recht.

Es fragt sich also, wenn »die Tendenz der Dinge in diesem System solcher Natur ist, besagt das etwa, daß die Arbeiterklasse auf ihren Widerstand gegen die Gewalttaten des Kapitals verzichten und ihre Versuche aufgeben soll, die gelegentlichen Chancen zur vorübergehenden Besserung ihrer Lage auf die bestmögliche Weise auszunutzen? Täte sie das, sie würde degradiert werden zu einer unterschiedlosen Masse ruinierter armer Teufel, denen keine Erlösung mehr hilft.« Das schrieb Karl Marx 1865 in seinem Text »Lohn, Preis, Profit«, den unsereins damals während seiner Legrzeit als Schulungsmaterial gelesen und erörtert hat. Vielleicht sollten einige Leute mit so genannten antideutschen und anderen dummerhaften, pseudolinken Positionen mal wieder die grundlegenden Kapitalismuskritik zuwenden. Sie würden dann bei Marx die Unterscheidung in »industrielle« und »geldverleihende« Kapitalisten mit ihrem »industriellen oder kommerziellen Profit« kennenlernen. Heute wird das marodierende Kapital der Hedge Fonds der LONE STAR, BLACKSTONE und CERBERUS-Kapitalgesellschaften selbst von den Gewerkschaften des DGB hofiert, denn die verscherbelten über ihre gewerkschaftseigene Beteiligungsgesellschaft BGAG in Frankfurt ihre letzten Bank, die Allgemeine HypothekenBank Rheinboden (AHBR) Ende 2005 an die LONE STAR – und zahlte noch 871 Millionen Euro Mitgliedsbeiträge als »Mitgift« drauf! Ver.di und andere „parken“ ihre Mitgliedsmilliarden bei BLACKSTONE (die dann im Arbeitskampf bei der Ausgliederung von Telekom-Teilen aktiv wird – gegen die ver.di-Gewerkschaft!). Wie stand doch noch in Nordhausen auf einem IGM-Plakat: »Mit Lone Star kooperieren heißt Zukunft verlieren.«

Diejenigen Kolleginnen und Kollegen, die meinen, sich gegen die kapitalistische Logik wehren zu müssen, ehe sie ihre eigenen Überzeugungen und die Verteidigung ihrer Würde als Arbeiter/in »zum Teufel« gehen lassen, müssen sich woanders orgnisieren als in den DGB-Gewerkschaften. Das Ziel sollte eine wirkliche Klassenkampforganisation sein, die nicht »in ihren tagtäglichen Zusammenstößen mit dem Kapital feige nachgeben«, weil sie sich dadurch  »selbst unweigerlich der Fähigkeit berauben, (eine) irgendwelche umfassendere Bewegung ins Werk zu setzen« . Da genau das der DGB nicht will, bedarf es anderer kämpferischer Gewerkschaften und Organisationen, die den zwingend notwendigen Klassenkampf für eine bessere Gesellschaft führen wollen und fortsetzen können.

* trotz dieses (bewußten oder unbewußten) Vergleichs (der letztlich ja keiner ist, da hier Firmen mit gefräßigen Tieren und nicht mit Menschen verglichen wurden),  würde ich den SPD-Müntefering nicht als Nazi titulieren; was wären dann nämlich die anderen und wäre die NPD und die Neo-Nazis. Ein Wiederauflebenlassen der »Sozialfaschismus-Theorie« der stalinistisch-völkischen KPD unter Thälmann kann nur aus der selben Ecke kommen, aber nicht durch libertäre Kommunist/innen.

So weit erst mal-
 gut´s nächtle
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Staubsaugervertreter verkaufen Staubsauger,
Versicherungsvertreter verkaufen Versicherungen,
warum sollten ausgerechnet Volks- oder Arbeitervertreter
aus der Art schlagen?
alfred


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« Antworten #124 am: 06. November 2007, 01:05:30 »

Zitat
Original von handkey
@ man of constant sorrow:
Danke, sowas musste hier auch mal von jemand gesagt werden, der nicht in den Sippenhaft- anarcho-syndkl.-Verdacht gerät.

Der durchaus geschätzte ManOf zeichnete sich in der Forumsvergangenheit durch regelrechte Tiraden gegen die DGB-Gewerkschaften aus. Das kann ich nachvollziehen, muss aber trotzdem darauf hinweisen, dass er deshalb 'sippenhaftverdächtig' ist...

Zitat
Frage: Was ist denn so schlecht an der Unterstützung von Leuten, die schon beschlossen haben, sich selbst zu wehren, bevor die Fau mit n´paar Ideen dazukam(, die dankbar aufgenommen wurden).- ohne gleich mit Beitrittsformularen wie bei der IGM zu winken,(von der die Belegschaft die versprochene Kohle bis heute nicht gekriegt hat.
-und daß zum weitermachen bei Insolvenz die "ganze Fabrik zu kaufen" wohl´n zu harter Brocken war, siehste wohl selber.- da konnte mensch nur schöde "kapilistisch" bei der Investorensuche helfen...

Da ist überhaupt nichts schlechtes dran. Mein Unverständnis bezog sich allein auf die Polemik gegen die IGM. Dabei sorge ich mich auch überhaupt nicht um die IGM, sondern nur darüber, wie die FAU öffentlich bei rüberkommt...
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To be is to do (Socrates), To do is to be (Sartre), Do be do be do (Sinatra)
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