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Autor Thema: Betriebs-Besetzer in Nordhausen uebernehmen Produktion in Selbstverwaltung  (Gelesen 27530 mal)
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alfred


Beiträge: 3163



« Antworten #125 am: 06. November 2007, 02:33:37 »

Zitat
Oder kommt die HighTech-Produktion zu uns zurück, weil wir längst ein Billiglohnland geworden sind? Eines ist sicher: die Zahl der Industriearbeiter/innen auf der Welt ist nicht gesunken, sie steigt an. Das liegt daran, dass Waschmaschinen, Kühlschränke, Rasierapparate, Autos und Fahrräder noch nicht von »Aliens« im Weltall hergestellt werden, sondern durch Klassengenoss/innen irgendwo auf diesem blauen Planeten, zu Hungerlöhnen.

Ich greife mir nur einen kleinen Teil des Beitrags heraus. Alle hier genannten Produkte sind nicht der 'High Tech-Produktion' zuzuordnen. Auf den Thread zurückkommend erinnere ich daran - es geht um Fahrräder aus Thüringen. Das heißt, es geht um Stundenlöhne von (teils unter) SIEBEN EURO! Man muss sich also nicht in Theorien ergehen, nein, die 'Hungerlöhne' werden genau hier gezahlt. Und wir sind hier in Thüringen unter MP Althaus, d.h. es gibt KEINE Gewerschaftsstrukturen (außer die importierten für Opel). Lest Euch das Börsenprospekt von MIFA durch, dort wird Euch vom Kapital persönlich erklärt, warum ein Fahrrad hier preiswerter hergestellt wird, als z.B. in China (mit folgenden shipping costs).

Und noch etwas zum Nachdenken für die Theoretiker. Beim Thüringer Proletariat sind die westlichen Gewerkschaften nicht nur nicht erwünscht (wieder Opel ausgenommen), sondern sie werden regelrecht gehasst.

Die FAU sollte einfach die Mentalität dort beachten, auch sie wird dort schnell als fremdbestimmende Obrigkeit wahrgenommen...
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handkey


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« Antworten #126 am: 06. November 2007, 04:17:03 »

Ich nehm das gerne als lieb gemeinten hinweis, was irgendwelche abschreckenden politnaseweisen verhaltensweisen ( von welchen "aktivisten" auch immer ) angeht- die kommen zu recht bei kollegen nicht an, die schon massiv unter besserwisserei gelitten haben.

denoch, und selbstmurmelnd immer noch zu wenig-

haben sich in den letzten Jahren "ortsgruppen" dieser mir doch teuren basisgewerkschaft in Frankfurt/O, Potsdam,Halle, Leipzig, Dresden, Magdeburg  mit "Ablegern" drumrum gegründet, obwohl "ortsgruppe"  für viele sagen wir doch noch mal "ossis" schon als wort pfui-spucke klingt. Wink

ansonsten, als begeisterter verfechter der autogestion, hab ich anderswo hier ab und zu die bemerkung fallen lassen, daß es mir egal ist, wie die leute sich nennen und symbole und so, wenn sie sich für ihre Arbeiterinteressen selbst organisieren, anstatt sich organisieren zu lassen, weil es nicht die Symbole sind, die uns befreien, sondern wir selber. (wdhlg)
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Staubsaugervertreter verkaufen Staubsauger,
Versicherungsvertreter verkaufen Versicherungen,
warum sollten ausgerechnet Volks- oder Arbeitervertreter
aus der Art schlagen?
alfred


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« Antworten #127 am: 06. November 2007, 12:13:05 »

Mal kurz zur Mifa. Innerhalb der letzten vier Tage ist deren Kurs um fast die Hälfte eingebrochen. Ob da LoneStar die Finger im Spiel haben? Wenn nein, dann haben sie auch die Hälfte ihres Kapitals verloren.

Nur mal so am Rande, weil jemand schrieb, dass Mifa der große Abräumer/Gewinner der BikeSystem-Insolvenz wäre.
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Kuddel


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« Antworten #128 am: 16. Mai 2018, 20:19:37 »

Ein kritischer Blick zurück:

Was bleibt vom Strike Bike?

Im Jahr 2007 führten KollegInnen der Fahrradfabrik Bike System in Thüringen einen bemerkenswerten Kampf gegen die „Abwicklung“ ihrer Arbeitsplätze, der als „Strike Bike“ in die Gewerkschaftsgeschichte einging. Was blieb vom Kampf der Bike System-KollegInnen – diese Frage stellten sich Alix Arnold (Köln) und Dieter Wegner (Hamburg) zehn Jahre danach:


https://gewerkschaftslinke.hamburg/2018/05/02/was-bleibt-vom-strike-bike/
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