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Autor Thema: Sargnägel für die Zeitarbeit  (Gelesen 84862 mal)
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Kuddel


Beiträge: 10022


« Antworten #25 am: 09. Oktober 2005, 18:31:00 »

Protest gegen Diakonie
Friedehorst-Mitarbeiter demonstrieren heute gegen Leiharbeitsfirma und Einkommensverluste bis zu 30 Prozent. Ver.di: Friedehorst begeht Tarifflucht

Bremen epd  Die Gewerkschaft ver.di hat zu einer Demonstration gegen die Leiharbeitsfirma "parat" der diakonischen "Stiftung Friedehorst" aufgerufen. Anlass der Aktion an diesem Sonnabend sei die neue Praxis von Friedehorst, befristet Beschäftigte nur noch bei "parat" einzustellen, sagte gestern Gewerkschaftssekretär Uwe Schmid. Ein Anschlussvertrag bei der Leiharbeitsfirma könne Einkommensverluste von bis zu 30 Prozent für die gleiche Tätigkeit bedeuten. Damit würden die geltenden Arbeitsvertrags-Richtlinien bewusst umgangen.

Die Demonstration soll um 10 Uhr am Bahnhof Vegesack starten und mit einer Kundgebung auf dem Sedanplatz enden. ver.di hatte Friedehorst erst kürzlich im Zusammenhang mit "parat" Tarifflucht vorgeworfen.

Friedehorst-Vorsteher Georg-Hinrich Hammer verteidigte die "parat"-Gründung. Das Unternehmen stehe unter erheblichem Kostendruck und müsse zwischen Entlassungen und niedrigeren Tariflöhnen wählen. Zudem zahle "parat" den mit ver.di vereinbarten Tarif für Zeitarbeitsfirmen. Friedehorst ist nach eigenen Angaben das größte diakonische Unternehmen in Bremen: 1.300 Beschäftigte sorgen in Pflege, Betreuung und Rehabilitation für 2.500 Menschen.

taz Bremen Nr. 7788 vom 8.10.2005, Seite 25,
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Leihkeule


Beiträge: 80


« Antworten #26 am: 11. Oktober 2005, 00:10:41 »

Zitat
Original von patrick
ja so ist es...

aber wie kann man zeitarbeitsfirmen bremsen oder besser noch dem boden gleich machen?


Gruß ans Chefduzen Team... super Forum


mfg

tja! mit herkömlichen mitteln hat unser eins keine möglichkeiten!

muss man eben zu wirksameren miteln greifen!  Cool
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pagix


Beiträge: 447


« Antworten #27 am: 17. November 2005, 10:17:02 »

Zitat
Original von suicides
Also hier in Nrw ist jetzt der ganze Server der Agentur mit Zeitarbeitsfirmen zugepflastert.
Annonyme Terroranrufe der Zeitfirmen.........................

Nicht nur in NRW, HH genauso....und noch schlimmer ist, das man anhand der Firmennamen kaum erkennen kann das es sich um Sklavenbetriebe handelt.
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Du bist Deutschland,
Du bist Bananenrepublik ...
ManOfConstantSorrow


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« Antworten #28 am: 25. Dezember 2005, 19:01:16 »

Südkorea, 1.12.05    

Streik gegen Zeitarbeit

Gegen ein geplantes Gesetz zur Regelung von Zeitarbeit haben sich 20 000 (Regierung) bis 60 000 (Gewerkschaftsangaben) an einem landesweiten Streik beteiligt. Aufgerufen hatte der KCTU; allerdings beteiligten sich seine großen Mitgliedsgewerkschaften bei Hyundai und Kia nicht. Der FKTU, die andere Dachorganisation, ist inzwischen eher für das Gesetz. Bei einer Demo von etwa 10 000 in Seoul kam es zu Auseinandersetzungen mit der Polizei, wobei 10 Demonstranten verletzt und 3 Polizeiautos beschädigt wurden. Später vereinigte sich die Demo mit 4000 Bauern, die den Tod eines Bauern betrauerten, der bei einer Demo am 15.11. (gegen billige Reisimporte) zusammengeschlagen worden war.

(aus : Asien Aktuell)
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ManOfConstantSorrow


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« Antworten #29 am: 07. März 2006, 17:18:54 »

Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung steht der Einsatz von Zeitarbeitern und Teilzeitbeschäftigten. Die Gewerkschaft will verhindern, dass dies immer mehr auf Kosten der Vollzeitbeschäftigung ausgebaut wird.

Seit Sonntag streiken rund 11.000 Busfahrer in Finnland. Mindestens 40 Prozent des Busverkehrs des Landes ist dadurch lahm gelegt. Betroffen ist auch die Abfallwirtschaft, weil die Fahrer der LKWs streiken.
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ManOfConstantSorrow


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« Antworten #30 am: 21. März 2006, 00:20:30 »

Ja, im ernst! Kleine Initiativen bringen mehr als das ganze pseudoradikale Gequatsche.
Es bringt mehr selbst einen Betriebsrat mit Gewerkschaft und dem ganzen pipapo zu gründen, als nur zu reden, wie übel das alles ist. Natürlich taugen unsere Gewerkschften nix. Die haben die Schweinereien wie (u.a.) Leiharbeit widerstandslos hingenommen. Aber immerhin könnte man mit einem BR dem Laden höhere Kosten verursachen und zumindest minimale Verbesserungen für die Belegschaft durchsetzen.

Es macht aber auch Sinn sich unabhängig zu treffen und zu versuchen etwas zu organisieren, Flugblätter erstellen und die Problematik zum öffentlich diskutierten Thema zu machen, macht auch Sinn ohne daß es gleich zu erfolgreichen Aktionen führt.

In Frankreich haben die Gewerkschaften einen Generalstreik angekündigt. Die Französischen Gewerkschaften sind aber auch nicht viel toller, als die unseren. Vor gut einer Woche haben sie öffentlich den Kampf gegen die Arbeitsmarktreform für verloren erklärt. Nach den Studenten haben sich die Schüler radikalisiert und eine Massenbewegung losgetreten. Nun haben die Gewerkschaften Angst, daß ihnen die Basis wegläuft und versuchen sich wieder an die Spitze zu stellen.

Das soll man aber erstmal hinkriegen. Da hat es viel Vorarbeit gegeben, viel undankbares Zeugs. Wenn man nicht bereit ist etwas in der Richtung auch praktisch zu beginnen, dann bleibt nicht mehr als weiterhin zu jammern neidisch nach Frankreich zu schauen...
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ManOfConstantSorrow


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« Antworten #31 am: 22. April 2006, 18:42:14 »

In die Rubrik "Globalisiert" habe ich ein paar internationale Meldungen zur Leiharbeitspest gestellt.
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LaPawel


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« Antworten #32 am: 05. Mai 2006, 10:07:51 »

schreibt jeden ZA an und legt einen Tag fest an dem jeder sich krank schreiben lässt und nicht im Leihbetrieb auftaucht. Das kostet viel Geld und Ansehen und ist eine gute Alternatie wenn der Betriebsrat sich nicht nicht für die Mitarbeiter einsetzen will und keinen richtigen Streik auf die Beine gestellt bekommt.
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Doomheidi


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« Antworten #33 am: 05. Mai 2006, 10:24:55 »

und was soll das bringen?
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Peperoni


Beiträge: 79


« Antworten #34 am: 05. Mai 2006, 15:37:22 »

Zitat
Original von LaPawel
schreibt jeden ZA an und legt einen Tag fest an dem jeder sich krank schreiben lässt und nicht im Leihbetrieb auftaucht. Das kostet viel Geld und Ansehen und ist eine gute Alternatie wenn der Betriebsrat sich nicht nicht für die Mitarbeiter einsetzen will und keinen richtigen Streik auf die Beine gestellt bekommt.

Das hört sich zwar gut an, ist aber leider absolut nicht durchsetzbar. Wieviele der angeschriebenen Leiharbeiter würden da mitmachen? Höchstens 10% schätze ich.
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Gruwe


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« Antworten #35 am: 06. Mai 2006, 00:25:26 »

Hallo,

ich sehe das genauso, das dort zu wenige mitmachen würden

Da muss irgendwie, ich hoffe ja immer noch darauf, die Politik was dagegen machen.
Ansich ist die Zeitarbeit ja, naja, garnicht so schlecht!

Aber, es müsste da andere Bestimmungen geben...

Was ich mir vorstellen könnte wäre, das eine Firma für maximal einen bestimmten Zeitraum, 3 oder 6 Monate oder so, einen Leiharbeiter für eine Stelle beschäftigen darf. Derjenige darf dann nach dieser Zeit keinen anderen Leiharbeiter, auch einer anderen Zeitarbeitsfirma, mehr beschäftigen.
Wenn die Firma für die Stelle einen Arbeiter will, muss sie einen einstellen.

Das würde, denk ich mal, dazu führen, das sich Firmen innerhalb dieses Zeitraums verschiedene Leiharbeiter anschauen können und dann denjenigen, mit dem sie zufrieden sind auch fest einstellen.

Dann würde die Zeitarbeitsfirma auch dazu da sein, Arbeiter zu vermitteln und für die Firmen würde im Endeffekt nur eine Festanstellung übrig bleiben.
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Gruwe


Beiträge: 2


« Antworten #36 am: 06. Mai 2006, 15:58:15 »

Hallo,

du hast Recht...aber irgendwie müssen wir von diesem "Leiharbeits-Arbeitsmarkt" wegkommen.
Wenn ich nach Jobs auf der Internet-Seite des Arbeitsamtes schaue, sind von 10 Stellen 8-9 von Leihfirmen! Das darf so nicht weitergehen!!!
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jensen-ex


Beiträge: 1338



WWW
« Antworten #37 am: 06. Mai 2006, 20:26:30 »

Zitat
Nur mich konnten die nicht zwingen, dank Chefduzen

yo, da good old fossile chefduzen.de

Zitat
Ein KZ ist meiner Meinung nach noch zu gut für diese vollkommen gewissenlosen Menschenhändler.

aber trotzdem mal immer locker, wie wollen wir menschlichere verhältnisse gestalten, wenn wir uns mit den unmenschen auf eine stufe begeben?

j.
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Kurt Vonnegut
kinimod
Gast
« Antworten #38 am: 06. Mai 2006, 20:58:49 »

Zitat
Original von suicides

Gegen die Zeitplackerei muss so lagsam massiv Gegengesteuert werden.

Suicides

Da haste Recht, suicides. Aber das muss in den Entleiherbetrieben passieren, sonst hat es keine Wirkung. Da muss der Boss spüren, dass Leiharbeit nichts als Ärger bringt.

Wir hatten es bei uns im Betrieb vor ungefähr 2 Jahren. Chef (eigentlich wirklich o.k., ich schaffe gerne da) ist vom Verleihhai total verarscht worden. Hat einen Facharbeiter bestellt, das arme Schwein wurde aber nach der untersten Hilfsarbeitergruppe bezahlt. Noch nicht mal die Arbeitskleidung haben die dem bezahlt.

Die Sache kam natürlich nach ein paar Tagen raus und der Monteurrat hat den Chef zur Rede gestellt. Chef hat nur rumgestammelt "Jungs, glaubt mir, das habe ich nicht gewusst" und so weiter. Leiharbeiter gerufen und sofort rausgeworfen "geht nicht gegen Sie, aber ich kann mir das nicht bieten lassen".

Das einzig Gute an der Sache: Die Rechnung vom Vermieter wurde nicht bezahlt. Über die Empfehlung vom Chef "Sie können sich Ihr Geld hier abholen, aber ob Sie Ihre eigene Mutter dann noch erkennt, weiß ich nicht" lacht heute noch die ganze Hütte.

Gruß

Kinimod
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jensen-ex


Beiträge: 1338



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« Antworten #39 am: 06. Mai 2006, 22:19:03 »

.
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Kurt Vonnegut
ManOfConstantSorrow


Beiträge: 6214


« Antworten #40 am: 14. August 2007, 20:37:50 »

Zitat
Original von ManOfConstantSorrow
Südkorea, 1.12.05    

Streik gegen Zeitarbeit

Gegen ein geplantes Gesetz zur Regelung von Zeitarbeit haben sich 20 000 (Regierung) bis 60 000 (Gewerkschaftsangaben) an einem landesweiten Streik beteiligt. Aufgerufen hatte der KCTU; allerdings beteiligten sich seine großen Mitgliedsgewerkschaften bei Hyundai und Kia nicht. Der FKTU, die andere Dachorganisation, ist inzwischen eher für das Gesetz. Bei einer Demo von etwa 10 000 in Seoul kam es zu Auseinandersetzungen mit der Polizei, wobei 10 Demonstranten verletzt und 3 Polizeiautos beschädigt wurden. Später vereinigte sich die Demo mit 4000 Bauern, die den Tod eines Bauern betrauerten, der bei einer Demo am 15.11. (gegen billige Reisimporte) zusammengeschlagen worden war.

(aus : Asien Aktuell)


nachdem ich einen älteren von mir geposteten Text ausgegraben habe hier noch wein weiterer Blick über den Tellertand Deutschlands:

Zitat
Venezuela: Kampf der Toyota-Arbeiter erfolgreich
Nach tagelangen Protesten vor den Toyota-Werkstoren in Cumaná im venezolanischen Bundesstaat Sucre, haben die Arbeiter wichtige Erfolge erreicht. Obwohl kein offizieller Streik ausgerufen worden war, forderten die Arbeiter eine "angemessene Beteiligung" an den hohen Gewinnen von Toyota und stand die Produktion still. Es wurde unter anderem erreicht, dass die Beschäftigten der Subunternehmen in die Kernbelegschaft eingegliedert werden sollen.(14.08.07)

Das Zusammenkommen von Kämpfen der Stammbelegschaften und von Subunternehmen scheint ein Schlüssel zum Erfolg zu sein.
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ManOfConstantSorrow


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« Antworten #41 am: 28. August 2007, 14:34:42 »

Kia-Streik in Südkorea

Hwaseong: Seit fünf Tagen sind ca. 400 Zeitarbeiter im Hauptwerk des Autoherstellers Kia im Streik. Sie fordern höhere Löhne, Arbeitsplatzgarantie und gleiche Arbeitsbedingungen wie die Festeingestellten. Letzte Woche wurden wegen des Streiks 3200 Autos weniger produziert. Heute soll die Produktion angeblich teilweise wieder laufen, obwohl die Streikenden die Lackiererei besetzt haben. Die Gewerkschaft der Festeingestellten bei Kia hat vor weniger als zwei Wochen nach wochenlangen Teilstreiks einen neuen Tarifvertrag mit 5,2 Prozent höherem Grundlohn abgeschlossen. Die Zeit- und Leiharbeiter haben seit 2005 eine eigene Gewerkschaft.
 
Quelle: The Korea Times, International Herald Tribune, 27.8.07
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Stumme Ursel


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« Antworten #42 am: 29. August 2007, 07:13:24 »

Mann sollte sich gegenüber den Blutsaugern der Leiharbeitsmafia seine Rechte unbedingt einklagen vor Gericht, wieder und immer wieder.

Man darf sich auch vom Staat und seinen Schergen nicht für Dumm verkaufen lassen.

Unsere Selbsthilfegruppe schreibt diesen Monat schon die 2. Petition zum Thema Hartz 4 und ARGE.

Aus eigener Erfahrung weis ich wie schwer das am Anfang ist, aber wenn man mal damit angefangen hat gibt es einem ungeheure Energie und Selbstbewusstsein zurück, und dieses Selbstbewusstsein mögen Dispos nicht....  Wink
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Nichts im Universum ist ohne Wert, denn die Natur tut nichts vergeblich (Aristoteles)
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Kuddel


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« Antworten #43 am: 13. September 2007, 16:26:21 »

Endlich mal wieder ein Flugblatt gegen diese Drecksbranche!(pdf)
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Kuddel


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« Antworten #44 am: 16. September 2007, 12:45:48 »

Hier und da passiert etwas gegen die Branche, es kann jedoch solange nicht genug sein, solange sie weiterexistiert. Man sollte verschiedene Ansätze nicht gegeneinander ausspielen.

Mir ist gerade eine neue Idee gekommen:

Es muß klargemacht werden, daß die christlichen Gewerkschaften nicht für uns sprechen, sondern die Interessen der Sklavenhändler vertreten.

Wir sollten an deren Büros und auf deren Treffen unseren Unmut in jeder Form ausdrücken. :aggressiv>
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flipper


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« Antworten #45 am: 16. September 2007, 13:28:23 »

gegengewerkschaften wirds geben solange es gewerkschaften gibt. ich würd aber ned alle CDA leute über einen kamm scheren vor allem wenn verdi auch ned grad da mit tollen abschlüssen glänzt Wink

wie bitte soll man sich organisieren wenn man irgendwo allein hockt und nedmal die email-addressen der kollegen in anderen entleihern kennt? zeitarbeit ist wie strafvollzug in der hinsicht. mit kontaktsperre.
so könnte man wenigstens verschlüsselte mails rumschicken, zertifikate dafür gibts hier

http://www.cacert.org
wennse smime filtern dann eben mit openpgp (gnupg).
oder auf alte verfahren zurückgreifen.
eine chance wären noch betriebsfeiern, aber die gibts nur bei edelconsultern.

das betriebsverfassungsgesetz muss ergänzt werden, leiharbeiter müssen die kontaktdaten zu ihren kollegen erhalten, den rest macht das internet. setzen wir neue technologien ein.

oder wieso baut der dgb keine zentrale webdatenbank auf, in der sich jeder eintragen kann und man die kollegen findet? der arbeitet immernoch wie in den 70ern.
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ManOfConstantSorrow


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« Antworten #46 am: 21. September 2007, 17:59:00 »

Zitat
In Khalispur, im Südwesten Bangladeschs streikten bereits seit dem 3. September 5.000 ZeitarbeiterInen gegen ihre Vertragsbedingungen und forderten Festanstellung, die viele von ihnen schon einmal hatten...Dabei kam es auch zu Attacken auf Gewerkschaftsfunktionäre, denen vorgeworfen wird, mit den Unternehmen zu paktieren.
(20.09.07 LabourNet.de)
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Stumme Ursel


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« Antworten #47 am: 21. September 2007, 19:33:51 »

Arbeitsvertrag - Leiharbeit:

§ 1 Dauer des Arbeitsverhältnisses
Das Arbeitsverhältnis dauert so lange wie der Einsatz im Entleihbetrieb.

§ 2 Lohn
Sie erhalten für die gleiche Arbeit eines Stammbeschäftigten nur den halben Lohn.

§ 3 Eingruppierung
Egal wie qualifiziert Sie sind - Sie erhalten die niedrigste Entgeltgruppe (7 bis 7,38 Euro)

§ 4 Arbeitszeit
Sie arbeiten Vollzeit, so wie im Entleihbetrieb üblich, bekommen aber nur Teilzeit (z.B.110 Std.) ausgezahlt.

§ 5 Urlaub
Urlaub während des Einsatzes ist nicht möglich.

§ 6 Unternehmerischen Risikos
Sollten keine Einsatzmöglichkeiten für Sie bestehen,
verrechnen wir gerne diese Zeit mit Ihren Stunden aus dem
Arbeitszeitkonto bzw. Ihrem Urlaub.

§ 7 Kündigung
Sollten Arbeitszeitkonto und Urlaub für Nichteinsatzzeiten nicht ausreichen, gilt das Arbeitsverhältnis als beendet.

§ 8 Meldepflicht & Vertragsstrafen
Sollten Sie sich bei Krankheit nicht unverzüglich (bis spätestens 09.00 Uhr) gemeldet haben, werden wir Ihnen 15% vom Monatslohn abziehen.

§ 9 Verschwiegenheitspflicht
Über alles in diesem Vertrag, ist gegenüber Dritten, Stillschweigen zu bewahren.

Leiharbeit ist innovativ - ihr Ruf darf nicht beschädigt werden.
…………………………… ……………………………
Datum/Ort Unterschrift



Quelle: http://www.teamwork-brake.de/newsbilder/...s%20Angeobt.pdf
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wachbaer


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« Antworten #48 am: 21. September 2007, 19:43:34 »

wo gibts den diesen arbeitsvertrag der ist ja der Hammer ab zum Arbeitsgericht und klagen klagen klagen
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Mario321


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« Antworten #49 am: 21. September 2007, 21:00:43 »

Wegen Sargnägel für die ZAF.

Ich schätze die einzige effektive Möglichkeit ist ein Infowar.

Doch wir die Ausgebeuteten sind den ZAF leider finanziell unterlegen.
Darum können wir keine Mainstream Massenmedien für unsere Zwecke nutzen.

Aber dafür sind wir viele.

Wenn jeder ZAN mal über seinen Schatten springt und in seinem Umfeld sich "outet" und über die katastrophalen Zustände berichtet.

Denn es ist keine selbstverschuldete Schande ZAN zu sein!
Wir bekommen in den nächsten 10 Jahren noch 4,5 Millionen Kollegen aus herkömmlichen Arbeitsverhältnissen dazu.
Das möchte ich aber nicht... ZA gehört verboten.
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Nehmen um zu geben. Geben um zu nehmen. Schenke den Reichen nicht deine Aufmerksamkeit, auch nicht deinen Neid! Sie haben es sich nicht verdient, denn sie schenken dir auch nicht ihr Geld.
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