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Autor Thema: Sammelthread: Polizeibrutalität in D  (Gelesen 96958 mal)
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jobnomade


Beiträge: 642



« Antworten #25 am: 31. März 2012, 18:45:12 »

Klar, so machen die das mit allen Menschen, die "Zivilcourage" zeigen.

Glaubt Ihr die kommen zu ner Schlägerei und fragen erst "Wer ist der mit der Zivilcourage?!?" ?  rolleyes

Die hauen gleich alle zusammen, die nicht im nächsten Loch verschwunden sind, und ab in den Bulli, samt dem Notrufer  cry
Die Anzeigen hat der mitm Schreibdienst aufm Revier schonmal für alle von der gleichen Vorlage ausgedruckt,
nicht dass sich noch einer beschwert, er hätte zuwenig gekriegt.

Und dann stempelt der Amtsrichter noch Tagessätze drauf, damit man sich die "Zivilcourage" daheim einrahmen kann.
« Letzte Änderung: 31. März 2012, 19:09:08 von jobnomade » Gespeichert

Searching each day for the answers  Watching our hopes disappear.
Set on a course for disaster  Living our lives in fear.
Our leaders leave us in confusion.  For them there's only one solution.
zak


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« Antworten #26 am: 31. März 2012, 19:05:49 »

    Daraufhin habe der Polizist von der antrainierten Methode Gebrauch gemacht, mit bestimmten Schlägen die Muskulatur zu lockern und so den Widerstand zu überwinden. Ein rechtsmedizinisches Gutachten bescheinige, dass diese Schläge nicht heftig gewesen seien.

Ich habe gehört, daß JC- Mitarbeiter jetzt auch mit antrainierten Methoden versuchen dürfen, den Widerstand zu brechen. Mit bestimmten systemkonformen Schlägen in das Selbstbewusstsein des Kunden soll seine aufsässige Renitenz gelockert und in die richtigen Bahnen gelenkt werden. Nicht heftig, aber es soll bei vielen sehr effektiv wirken.

Oder war das nur ein Gerücht?

Dürfte ich denn auch so eine Massage anwenden?
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counselor


Beiträge: 3311



« Antworten #27 am: 01. April 2012, 13:28:16 »

Nbg: Polizeigewalt überschattet Antifademo
AAB   31.03.2012 18:06   Themen: Antifa 
 
Am heutigen Samstag zogen rund 600 AntifaschistInnen von der Nürnberger Südstadt über die Innenstadt bis nach Gostenhof. Unter dem Motto „Nazistrukturen bekämpfen! Verfassungsschutz abschaffen! Antifa in die Offensive!“ mobilisierte das Antifaschistische Aktionsbündnis zur Demonstration. Bereits am Bahnhof kam es zu den ersten Polizeiübergriffen.

Das Verbot die Demo durch die Fußgängerzone ziehen zu lassen, hatte ein massives Polizeiaufgebot auf Höhe des K4 zur Folge. Noch bevor die DemonstrantInnen überhaupt an den Absperrgittern ankamen, die sie von der verbotenen Route trennte, schlug ihnen ihnen Reizgas vom USK entgegen. Ein Bild der Provokation bot sich den Umstehenden, als einzelne Beamte mit ihren Schlagstöcken gegen die Absperrgitter schlugen und „Kommt doch her, ihr Hurensöhne!“ riefen. „Diese völlig überzogene Reaktion hatte zwar zur Folge, dass sich etliche PassantInnen mit uns sympathisierten. Aber drei Personen wurden schon an dieser Stelle durch das Reizgas leicht verletzt“, kommentiert Klara Weinberg das Vorgehen der Polizei.

Immerhin wurde den VeranstalterInnen durch das Verbot bewusst verwehrt ihre Inhalte einem breiten Publikum in der Fußgängerzone zu unterbreiten. Der Vorwand der Polizei, eine Tierrechtsdemo sei der Grund, konnte nicht aufrecht erhalten werden. Im Auflagenbescheid des Ordnungsamtes kam zum Ausdruck, dass die Demonstration aufgrund von einem Mobilisierungsvideo im Internet und den Aufruf von linksradikalen Gruppen eine „Gefährdung für die öffentliche Sicherheit“ darstellt. Gegen das Verbot der ursprünglichen Demonstrationsroute reichten die AnmelderInnen klage ein, welche aber abgelehnt wurde. Wir sehen diese Entscheidung als einen extremen Eingriff in das Versammlungsrecht. Ebenfalls wurde aufgeführt, dass durch unsere Demonstration PassantInnen gefährdet werden. Diese Begründung stellt einen absoluten Skandal dar, da noch nie die BesucherInnen der Innenstadt von unseren DemonstrationsteilnehmerInnen angegriffen wurden.

In der Grasergasse versuchte ein Teil der DemonstrantInnen durch eine Passage doch noch in die Innenstadt zu gelangen. „Dieser Versuch zog eine Gewaltorgie der Polizei nach sich. Personen kamen blutüberströmt aus der Passage zurück und konnten sich teilweise kaum mehr auf den Beinen halten. Und das ist wiederum kein Wunder. Immerhin lautete der Befehl eines ranghöheren Beamten:`Knüppelt sie weg bevor sie sich sammeln.` Selbst als sich ErsthelferInnen um die Verletzten kümmerten, kam es zu Pöbeleien. Eine Stadträtin der Linken Liste und eine junge Frau wurden von Seiten eines USK- Beamten als „Wichser“ betitelt, die junge Frau anschließend wegen Beleidigung festgenommen. Die Stadträtin kündigte dem Einsatzleiter gegenüber bereits rechtliche Schritte an.

„Angesichts mindestens drei Menschen, die nun im Krankenhaus behandelt werden müssen, weil sie schwere Kopfverletzungen und weiteres erlitten, angesichts der Festnahmen und der allgemeinen Polizeibrutalität, kann unsere Bilanz für den heutigen Tag nicht allzu positiv ausfallen. Doch obwohl wir gezwungen waren, uns massiv mit den Folgen der Repression der Polizei zu beschäftigen, haben wir es dennoch geschafft, einen starken und kraftvollen Startschuss für weitere antifaschistische Aktivitäten zu setzen. Die Einschränkung des Demonstrationsrechtes, wie wir sie heute erlebt haben, schockiert uns und wir müssen in Zukunft überlegen ob diese `Kooperation` mit den Behörden für uns nach solch einem Debakel noch zur Debatte stehen kann.“

Viele AntifaschistInnen konnten am heutigen Samstag nicht an der Demo teilnehmen, weil die Nazis in Schwandorf, Deggendorf, Pegnitz und Hof Kundgebungen und Aufmärsche angemeldet hatten. An dieser Stelle solidarische Grüße aus Nürnberg, an alle die sich den Nazis in den Weg gestellt, sie gestört und sabotiert haben!
Euer AAB

Quelle: Indymedia
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Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!
Nikita


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« Antworten #28 am: 12. April 2012, 22:51:40 »

von Fefes Blog:
Zitat
Es gibt mal wieder einen klaren Fall von Notwehr. Die Polizei musste sich von hinten gegen einen Fahrradfahrer verteidigen.

    Zunächst dachte Annette R. aus Fürstenzell an eine Faschingsschlägerei, als sie nachts in Passau auf der gegenüberliegenden Straßenseite miterlebte, wie ein dunkel gekleideter Mann einem Radfahrer hinterherrannte und nach ihm griff. "Der hat ihn abrupt gepackt und ohne Vorwarnung vom Rad zu Boden gerissen - mit vollster Brutalität", sagt sie.

Dafür gibt es mehrere Zeugen. Und wie üblich in solchen Fällen läuft ein Verfahren gegen das Opfer, den Fahrradfahrer.

Aber die Staatsanwaltschaft hat auf die erdrückende Beweislast reagiert und das Verfahren eingestellt. Wie? Nein, nicht das gegen den Fahrradfahrer. Das gegen die Polizei! Gegen das Opfer wird weiter ermittelt. Wo kämen wir da auch hin. Das ist schließlich ein Rechtsstaat hier! Da gilt die Unschuldgsvermutung... für die Polizei. Für das Opfer natürlich nicht:

    Alles in allem will der Staatsanwalt auch nicht ausschließen, dass sich Bauer "einen Teil der Verletzung (etwa Ausreißen eines Haarbüschels) selbst zufügte, um diese Verletzungen dem Beschuldigten nachfolgend anzulasten".

Reicht euch noch nicht? Einen hab ich noch:

    Der Hof der Polizeiinspektion ist zwar videoüberwacht - doch es gibt keine Aufzeichnungen, auch konnte in der Polizeiinspektion keiner als Zeuge "zum Tatgeschehen Auskünfte geben", wie es im Einstellungsbescheid der Staatsanwaltschaft heißt.

Die Staatsanwaltschaft hat völlig recht. Es ist sonnenklar, gegen wen hier ermittelt werden muss. Leider ermittelt sie gegen den anderen.



Artikel in der SZ dazu:
Zitat
Umstrittener Einsatz in Passau "Der Polizist hat mich auf den Teer geschmettert"

11.04.2012, 12:36
Von Dietrich Mittler

Siegfried Bauer soll von Polizisten schlimm zugerichtet worden sein: Der Passauer Augenarzt berichtet, dass zwei Beamte ihn vom Rad gerissen und später so auf den Boden geschleudert hätten, dass er bewusstlos geworden sei. Mehrere Zeugen bestätigen seine Version. Doch die Staatsanwaltschaft stellt die Ermittlungen ein.

Zunächst dachte Annette R. aus Fürstenzell an eine Faschingsschlägerei, als sie nachts in Passau auf der gegenüberliegenden Straßenseite miterlebte, wie ein dunkel gekleideter Mann einem Radfahrer hinterherrannte und nach ihm griff. "Der hat ihn abrupt gepackt und ohne Vorwarnung vom Rad zu Boden gerissen - mit vollster Brutalität", sagt sie.

Erst kurz darauf bemerkte die 50-Jährige, dass es sich bei dem Verfolger um einen Polizisten handelte, der von einem Kollegen unterstützt wurde. Ihre Beobachtungen im Frühjahr 2011 teilte Annette R. als Zeugin auch der Staatsanwaltschaft Passau mit, doch die hat nun das Ermittlungsverfahren gegen die beiden Beamten eingestellt. Begründung: Straftaten seien den Beschuldigten "nicht mit der für eine Anklageerhebung zu fordernden Sicherheit nachzuweisen".

Weiterhin ermittelt wird indes gegen den Radfahrer, den Passauer Augenarzt Siegfried Bauer - ihm werden sowohl Widerstand gegen Vollzugsbeamte als auch Körperverletzung vorgeworfen. Bauer spricht von einem Skandal. "Der Beamte hat mich auf den Teer geschmettert, unfassbar. Ich - aber auch er - können froh sein, dass ich noch lebe", sagt er. Mittlerweile lässt sich Bauer vom Münchner Anwalt Hartmut Wächtler vertreten - wie jene Familie, die in Schechen bei Rosenheim von Zivilbeamten mit äußerster Härte angegangen wurde.
Parallelen zu einem Fall in Rosenheim

Dass auch die Ermittlungen gegen die Rosenheimer Beamten eingestellt wurden, gegen die betroffene Familie aber ein Strafverfahren läuft, ist laut Bauer eine Absurdität unter vielen: "Hundert Prozent der Polizeianzeigen werden vor Gericht verhandelt, Bürgeranzeigen gegen Polizeibeamte hingegen werden zumeist eingestellt", behauptet er.

Annette R. ist nicht die einzige Zeugin des Vorfalls. Eine weitere Frau gab an, der Polizist habe den Radfahrer gepackt, umgeworfen und sich, als er am Boden lag, auf ihn gekniet. Ihr Eindruck von diesem Polizeieinsatz: "Übertrieben."

Eine dritte Zeugin bekam von ihrem Auto aus nur mit, dass der Radfahrer, der sich offenbar entfernen wollte, plötzlich samt Rad am Boden lag. Ein Polizist habe dann auf ihm gekniet und dessen Arm nach hinten gebogen. Ihre Mitfahrerin wiederum will gesehen haben, wie der Polizist den Radler gepackt und zu Boden geworfen hat.

Annette R. ist immer noch schockiert von diesem Vorfall. "Der Radler hat mehrmals geschrien: ,Ich wehre mich nicht, ich wehre mich nicht!' Aber keiner der Beamten hat auch nur Anstalten gemacht nachzuschauen, ob er sich bei dem schweren Sturz - er war ja doch relativ schnell unterwegs - verletzt hat." Stattdessen habe man ihn hochgezerrt "und wie ein Schlachtvieh oder so eine Mülltüte ins Auto" geworfen.

Laut Bauer war damit sein Martyrium aber noch nicht zu Ende. Er sei von den Beamten zur Polizeiinspektion Passau gebracht worden. Als er verlangt habe, dass man ihn in ein Krankenhaus bringe, sei er brutal aus dem Auto gezerrt und zu Boden geschleudert worden. Er sei erneut mit dem Kopf aufgeprallt und daraufhin bewusstlos geworden.
Der Augenarzt spricht von "Opferverhöhnung"

Aus Sicht der Beamten stellt sich der Fall indes ganz anders da. Bauer habe sich bewusst einer Personenkontrolle entzogen. Er habe - nachweislich alkoholisiert - eine rote Fußgängerampel missachtet, sei der Aufforderung, sofort anzuhalten, nicht nachgekommen, sondern einfach weitergefahren. Er sei auch keineswegs vom Rad geschubst, sondern erst zu Boden geworfen worden, nachdem er sich immer wieder dem Zugriff entwunden und wie wild um sich geschlagen habe.
Platzwunden, Prellungen, Schüsse

Im Polizeifahrzeug habe er mit seinen Beinen die Tür blockiert und sich im Hof der Polizeiinspektion so heftig widersetzt, dass einer der Beamten mit ihm umgefallen sei und sich dabei selbst am Knie und an der Hand verletzt habe.

Der ermittelnde Staatsanwalt hält die Aussagen der zwei Beamten für glaubwürdig. "Soweit seitens der Zeuginnen ausgeführt wird, sie seien über die Brutalität des Polizeieinsatzes entsetzt gewesen, mag dies auf die Unkenntnis des Gesamtgeschehens zurückzuführen sein", heißt es im Einstellungsbescheid. Allein Bauers mangelnde Bereitschaft, den Weisungen der Beamten zu folgen, habe zum Einsatz von Zwangsmitteln geführt.

Bauer habe selbst angegeben, er sei mit dem Fahrrad davongefahren, weil er eventuellem Ärger aus dem Weg gehen wollte. Zudem seien die Aussagen der Zeuginnen nicht widerspruchsfrei. Das gelte auch für jene Aussage Bauers, der Beamte, der ihn massivst misshandelt habe, sei auf dem Beifahrersitz gesessen.

Nach Angaben der Polizisten lenkte der Hauptbeschuldigte das Streifenfahrzeug. Alles in allem will der Staatsanwalt auch nicht ausschließen, dass sich Bauer "einen Teil der Verletzung (etwa Ausreißen eines Haarbüschels) selbst zufügte, um diese Verletzungen dem Beschuldigten nachfolgend anzulasten".

Für den Augenarzt grenzt das an "Opferverhöhnung". Aus seiner Sicht gibt es Ungereimtheiten: Der Hof der Polizeiinspektion ist zwar videoüberwacht - doch es gibt keine Aufzeichnungen, auch konnte in der Polizeiinspektion keiner als Zeuge "zum Tatgeschehen Auskünfte geben", wie es im Einstellungsbescheid der Staatsanwaltschaft heißt.

Bauer fing an zu recherchieren und will dabei herausgefunden haben, dass einer der Polizisten bereits als gewalttätig aufgefallen ist. Aber in der Ermittlungsakte gegen den Beamten sei kein Auszug aus dem Strafregister zu finden.

Nach Auskunft der Staatsanwaltschaft Passau wird kein "Auszug aus dem Bundeszentralregister eingeholt, wenn ein Staatsanwalt davon ausgeht, dass der Betroffene nicht tatverdächtig ist". Bauer indes gibt noch nicht auf. Sein Anwalt hat Widerspruch gegen den Einstellungsbescheid eingelegt.

URL:
    http://www.sueddeutsche.de/bayern/umstrittener-einsatz-in-passau-der-polizist-hat-mich-auf-den-teer-geschmettert-1.1329650
Copyright:
    Süddeutsche Zeitung Digitale Medien GmbH / Süddeutsche Zeitung GmbH
Quelle:
    (SZ vom 11.04.2012/mest)
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Nikita


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« Antworten #29 am: 12. Mai 2012, 00:24:19 »

Eine Pressemeldung der Polizei und anschließend ein Augenzeugenbericht des gleichen Geschehnisses:

Zitat
"Unbekannte haben gestern Abend zwei Polizisten bei der Überprüfung eines vorübergehend Festgenommenen in Friedrichshain mit einer unbekannten Flüssigkeit bespritzt. Die Beamten des Polizeiabschnitts 51 überprüften einen 26-jährigen Mann in der Rigaer Straße, nachdem dieser die Polizisten beleidigt hatte. Aufgrund der Überprüfung kam es gegen 21 Uhr zunächst zu lautstarken Unmutsäußerungen von Passanten, deren Anzahl im weiteren Verlauf auf etwa 15 Personen anstieg. Kurz darauf öffnete eine Frau die hintere Fahrzeugtür des Einsatzwagens und ein Mann spritzte aus einer Flasche die Flüssigkeit in den Fahrzeuginnenraum. Hierbei wurde einer der Beamten, der zu diesem Zeitpunkt die Überprüfung des vorübergehend Festgenommenen vornahm, getroffen. Zeitgleich bedrohte eine Person, die einen Motorradhelm trug, einen der Beamten, in dem sie den Wurf einer Glasflasche andeutete, dies jedoch nach Aufforderung des Beamten unterließ und sich entfernte. Eine weitere, bislang unbekannte Frau, nutzte den kurzen Augenblick, in dem der Beamte abgelenkt war, und bespritzte den Polizeiobermeister ebenfalls mit einer Flüssigkeit. Nachdem die angegriffenen Beamten Unterstützungskräfte anforderten, entfernte sich die Gruppe vor Eintreffen weiterer Polizisten. Die beiden Polizisten klagten über brennende Schmerzen im Gesicht sowie an den Armen und wurden ambulant behandelt. Die Beamten standen unter dem Eindruck des Geschehens und konnten ihren Dienst nicht mehr fortsetzen. Der Polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen."
http://www.berlin.de/polizei/presse-fahndung/archiv/369973/index.html


Zitat
   
Vor unserem Haus wollen Polizeibeamte einen Mann kontrollieren. Der sieht wohl irgendwie links aus. Der Mann sagt was zu den beiden Beamten und die stürzen sich auf ihn, schlagen mit Handschuhen, treten ihn. Schließlich liegt er gefesselt im Streifenwagen. Der Mann schreit um Hilfe, ein Beamter drückt sein Knie auf den Hals des Festgenommenen. Der Mann schreit weiter. Der Polizist quetscht die Genitalien des Mannes. Der hat jetzt Schaum vorm Mund.

Passanten nähern sich, fragen was das soll. Der Mann ruft dass ihn die Polizei umbringen wolle. Die Passanten fordern die Beamten zur Mäßigung auf. Der eine Beamte fasst nach seiner Pistole, mit der anderen Hand sprüht er Pfeffer in die Menge, sprüht einmal im Kreis, trifft sogar sich selbst und seinen Kollegen. Dann kommen vier Streifenwagen und ein Mannschaftswagen, schubsen die Leute weg. Auf die Frage warum der Mann so mißhandelt wird sagen die Beamten, er habe seine Frau in der Wohnung zusammengeschlagen.
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nND


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« Antworten #30 am: 12. Mai 2012, 08:44:29 »

sueddeutsche.de: Münchner Polizei - Entwürdigende Drogenkontrollen

Zitat
Es war Donnerstagnachmittag, 1. März, als Martin Bäumler (Name geändert) am Hauptbahnhof die Rolltreppe von der U 5 nach oben fuhr, um in die U 1 umzusteigen. Er sah drei Polizeibeamte auf sich zukommen, Wut und Angst krochen in ihm hoch, denn er wusste genau, was ihn erwarten würde: Den Polizisten aufs Revier folgen, die vergebliche Bitte, einen Anwalt anrufen zu dürfen, splitternackt ausziehen, breitbeinig hinstellen, bücken, Analnachschau, vor den Augen der Beamten die Vorhaut des Penis zurückziehen.

Eine Art der Drogenkontrolle, wie sie bei der Münchner Polizei wohl des öfteren praktiziert wird. Zumindest Bäumler wurde auf diese Art und Weise bereits zehnmal von der Polizei bloßgestellt. Drogen gefunden haben die Beamten bei ihm noch kein einziges Mal.
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Nikita


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« Antworten #31 am: 18. Mai 2012, 01:00:20 »

http://www.wdr.de/tv/aks/sendungsbeitraege/2012/kw20/0514/pruegel_polizei.jsp
Zitat
Prügel für einen unbescholtenen Bürger?
Video scheint Übergriff der Polizei in Dortmund zu belegen

Hat die Polizei in Dortmund einen Bürger ohne Grund und Anlass geprügelt? Noch untersucht der Staatsanwalt das. Doch ein Video einer Überwachungskamera lässt kaum einen anderen Schluss zu.
Ueberwachungskamera
Aufnahmen der Überwachungskamera

Es geschah in der Nacht zum 14. April 2012 in der Dortmunder Nordstadt: Der 25-jährige deutsche Metin Önder feiert seinen Geburtstag. Auf der Straße kommt es zu einem Streit mit einem Verwandten. Die Polizei rückt an.

Zunächst läuft alles ganz normal: Ausweiskontrolle. Dann jedoch fesseln die Beamten Metin Önder und bringen ihn zum Polizeiwagen. Auf einem Überwachungsvideo ist zu sehen, dass einer der Polizisten den Gefesselten beim Öffnen der Wagentür ins Gesicht schlägt. Im Polizeibericht heißt es dazu, Önder habe Gegenwehr geleistet. Dieser bestreitet das.

Am nächsten Tag ließ Önder seine Verletzungen behandeln. Fotos belegen Hämatome und Prellungen im Gesicht. Ein Nachbar hat ihm das Video der Überwachungskamera zur Verfügung gestellt. Über seinen Anwalt erstattete Strafanzeige. Beruflich hat Metin Önder übrigens viel mit der Polizei zu tun: Er arbeitet in leitender Stellung bei einer Dortmunder Sicherheitsfirma.
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Nikita


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« Antworten #32 am: 18. Mai 2012, 01:02:48 »

Zitat
Polizeigewalt bei Einsätzen – Platzwunden, Prellungen, Schüsse

Rambos in Grün: Immer wieder eskalieren Polizeieinsätze. Auch Beamte schlagen zu oder schießen - doch die Ermittlungen gegen sie werden meist rasch eingestellt. Süddeutsche.de hat elf gewalttätige Polizeieinsätze aus Bayern zusammengetragen.

Widerstand gegen Beamte oder Gewaltexzess von Polizisten?

Das öffentliche Interesse an dem Prozess am Amtsgericht Rosenheim ist groß, zum Auftakt am 17. Februar 2012 sind Journalisten aus dem ganzen Land angereist. Auf der Anklagebank sitzt eine vierköpfige Familie, der vorgeworfen wird, Widerstand gegen Polizeibeamte geleistet und einen der Polizisten dabei verletzt zu haben. Die Angeklagten stellen den Fall jedoch ganz anders dar: Sie seien ohne Anlass und ohne jede Rechtsgrundlage von den Polizisten bedrängt, geschlagen und gefesselt worden.

Der Vorfall hat sich am 15. November 2010 in einem Mietshaus in Pfaffenhofen am Inn, einem Ortsteil von Schechen, ereignet. Zwei Zivilbeamte suchen nach einem Mann, der zu einer psychiatrischen Untersuchung vorgeführt werden soll. Doch er ist nicht da. Die Polizisten fragen daraufhin im Haus nach, auch bei Familie B. An der Wohnungstür kommt es zu einer Auseinandersetzung, nach und nach stoßen acht weitere Polizeibeamte dazu. Sandra B. und ihr Ehemann werden überwältigt, so schildert es die Familie. Als ihre Eltern Josef und Aloisia E. dazukommen, ein Foto machen (siehe Bild) und der Tochter helfen wollen, werden auch sie gefesselt. Die Ärzte stellen bei ihnen Bauchtraumata, Verstauchungen, Prellungen und Schürfwunden fest.

In der Anklage heißt es allerdings: Die Familie habe sich unkooperativ gezeigt, die Beamten geschubst und sich heftig zu Wehr gesetzt. Nach mehreren Verhandlungstagen wurde der Prozess am 11. Mai 2012 wegen geringer Schuld der Angeklagten eingestellt. Die Ermittlungen gegen die Beamten will die Staatsanwaltschaft wieder aufnehmen - aber auch gleich wieder einstellen. Es gebe keine neuen Erkenntnisse, hieß es zur Begründung.
Bild: dpa

2. März 2012, 09:01 2012-03-02 09:01:15  © Süddeutsche.de/Lisa Sonnabend/tob/holz


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Nikita


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« Antworten #33 am: 18. Mai 2012, 01:03:15 »

Zitat
Folgenreiche Polizeikontrolle

Die Gymnasiallehrer Martina und Günter F. (Namen geändert) aus Aschaffenburg fahren am 7. Oktober 2010 nach einem Restaurantbesuch mit dem Auto nach Hause. Eine Polizeistreife stoppt sie, Verkehrskontrolle. Günter F. muss blasen. Mehrmals, doch es erscheint kein Wert auf dem Display. Der Mann bekommt Atemnot, er ist Asthmatiker. Doch die beiden Polizisten glauben ihm nicht - so schildert es das Ehepaar. Martina F. ist erbost, sie erkundigt sich nach den Namen der Beamten und kündigt an, sich zu beschweren. Schließlich nennen die Polizisten ihre Nachnamen und setzen sich in den Streifenwagen. Als Martina F. ihnen hinterhergeht, um auch die Vornamen zu erfahren, steigt einer plötzlich aus, stößt Martina F. die Faust in den Bauch und nimmt sie in den Polizeigriff. Dann fahren sie mit ihr in Richtung Revier.

An den Haaren sollen die Beamten Martina F. dort aus dem Auto gezerrt haben. Als sie wieder nach Hause darf, ist die Hose kaputt, der Mantel zerrissen. Ein Arzt notiert am folgenden Tag, sie sei schwer traumatisiert  und haben "massive Schwellungen an der Halswirbelsäule". Die Ermittlungen der Aschaffenburger Staatsanwaltschaft sind bald beendet. Die beiden Polizisten sagen, sie seien von einer sehr alkoholisierten Frau angegriffen worden. Martina F. sagt, sie hatte an dem Abend zwei kleine Gläser Wein getrunken. Noch heute nimmt sie Tabletten gegen ihre Angstzustände.
Bilda: Johannes Simon

2. März 2012, 09:01
« Letzte Änderung: 18. Mai 2012, 01:19:52 von Nikita » Gespeichert

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« Antworten #34 am: 18. Mai 2012, 01:04:12 »

Zitat
Gewalt am Feringasee

Karfreitag 2009, ein sonniger Tag: Jan A. grillt mit seiner Familie am Münchner Feringasee - wie viele andere auch. Im Verbotsbereich allerdings. Eine Ismaninger Polizeistreife macht darauf aufmerksam, wird aber von den Grillern ausgelacht. Deswegen ruft sie das Unterstützungskommando USK. Der angeheiterte Jan A. weigert sich, den Beamten den Ausweis zu zeigen. Als ein Beamter in seine Hosentasche langen will, um den Geldbeutel zu suchen, schubst Jan A. ihn weg. Daraufhin werfen sich vier Polizisten auf den Griller, brechen ihm einen Finger und fügen ihm Prellungen zu. Jan A. versucht sich zu wehren und biegt einem Polizisten den Daumen um. Die Szenen sind auf einem Video der Polizei festgehalten (siehe Foto).

Im Februar 2011 wird Jan A. verurteilt zu einer Geldbuße von 1500 Euro: wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt und Körperverletzung. Der Vorsitzende Richter sagt: "Wenn man die Polizei verarscht, zahlt sich das nicht aus." Die Anwälte von Jan A. haben die Polizisten ebenfalls wegen Körperverletzung angezeigt, die Verfahren sind eingestellt worden.

2. März 2012, 09:01
« Letzte Änderung: 18. Mai 2012, 01:20:59 von Nikita » Gespeichert

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« Antworten #35 am: 18. Mai 2012, 01:04:48 »

Zitat
Zwölf Schüsse auf einen Studenten

Am 30. April 2009 gerät der Musikstudent Tennessee Eisenberg aus Regensburg mit seinem Mitbewohner in Streit. Dieser rennt aus der Wohnung und setzt einen Notruf ab, Eisenberg wolle sich umbringen. Als die Polizisten die angelehnte Wohnungstür öffnen, tritt der 24-Jährige mit einem Messer in der Hand aus der Wohnung. Die Beamten fordern ihn auf, das Messer wegzulegen. Dann setzen sie Pfefferspray ein, doch es wirkt nicht. Einer schlägt Eisenberg auf den Arm. Der Student ruft angeblich: "Schießt doch!" Zwei Beamte schießen schließlich. Sie treffen Eisenberg - nicht mit einer Kugel, sondern mit zwölf. Er stirbt eine Stunde später im Krankenhaus.

Die Ermittlungen gegen die Polizei werden eingestellt, die Beamte hätten in Notwehr gehandelt. Warum so viele Schüsse gefallen sind? Eisenberg sei nicht gleich zu Boden gefallen, heißt es von der Polizei. Zudem falle die Hemmschwelle, wenn in einer Ausnahmesituation geschossen werde. Mittlerweile hat die Familie Verfassungsbeschwerde eingelegt, über die noch nicht entschieden ist.
Bilda: privat

2. März 2012, 09:01
« Letzte Änderung: 18. Mai 2012, 01:21:42 von Nikita » Gespeichert

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« Antworten #36 am: 18. Mai 2012, 01:09:14 »

Zitat
Gewalt auf dem Revier

Eine 59-jährige Frau betritt am Rosenmontag 2011 die Polizeiinspektion am Münchner Hauptbahnhof, sie soll dolmetschen. Zwei Stunden später verlässt sie die Wache wieder - mit einer Verletzung (siehe Foto). An der Stirn hat sie eine große Beule, ihre Hose ist nass, ein Arzt diagnostiziert danach eine Schädelprellung, Verstauchungen, Schleudertrauma, Hämatome. Haben die Polizisten sie misshandelt oder hat die Frau sich unkooperativ verhalten und Widerstand geleistet? Was genau geschehen ist, ist strittig. Die Dolmetscherin sagt, sie sei ohne Grund misshandelt worden von überforderten Polizisten. Die Polizei wiederum wirft der Frau vor, sich Anweisungen widersetzt und sich ihre Verletzung selbst zugefügt zu haben.

Die Dolmetscherin und die Polizisten zeigen sich gegenseitig an. Die Ermittlungen gegen die Beamten sind mittlerweile eingestellt. Die Frau erhält im Oktober 2011 einen Strafbefehl wegen versuchter Strafvereitelung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, vorsätzlicher Körperverletzung, Beleidigung und falscher Verdächtigung.
2. März 2012, 09:01
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« Antworten #37 am: 18. Mai 2012, 01:10:36 »

Zitat
Angriff auf Fußballfans

Die Atmosphäre ist hitzig am 9. Dezember 2007 beim Amateurderby im Grünwalder Stadion zwischen dem TSV 1860 und dem FC Bayern. Die Polizei verhängt deswegen eine Blocksperre für die Löwen, um die Fangruppen auseinanderzuhalten. Nach Öffnung des Blocks ist der Andrang am Ausgang groß. Augenzeugen berichten, USK-Beamte seien plötzlich auf die Fans losgegangen. Sie sollen Pfefferspray und Schlagstöcke eingesetzt haben - wahllos. Zahlreiche Fans tragen Verletzungen davon. Mehrere Anzeigen gegen unbekannt gehen ein.

Doch es gelingt nicht, die schwarzgekleideten Schläger unter den Helmen zu identifizieren, niemandem kann konkret eine Körperverletzung nachgewiesen werden. Drei Jahre nach den Übergriffen auf die Fußballfans wird das Ermittlungsverfahren eingestellt. Merkwürdig bleibt: Die Videos der Polizei sind an einigen Stellen offenbar lückenhaft. Wurden Szenen herausgeschnitten?
http://www.sueddeutsche.de/bayern/polizeigewalt-in-aschaffenburg-ausser-kontrolle-geraten-1.1225334
Bilda: SZ

2. März 2012, 09:01
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« Antworten #38 am: 18. Mai 2012, 01:12:10 »

Zitat
Volksfestbesucher mit Platzwunde

Ein 15-Jähriger geht am 3. September 2011 gegen 22 Uhr gesund in die Wiesn-Wache auf dem Rosenheimer Herbstfest - und kommt blutüberströmt wieder hinaus. Mehrere Beamte stehen unter Prügelverdacht, die Mutter des Jugendlichen erstattet Anzeige. Die Polizisten sollen dem jungen Mann nach einem Handgemenge Handschellen angelegt haben und ihn bereits auf dem Weg zur Volksfest-Wache Tritte mit dem Knie verpasst haben. In der Wache sei sein Kopf mehrfach gegen die Wand geschlagen worden.

Beteiligt ist dabei auch der Inspektionschef in Rosenheim, er ist mittlerweile vom Dienst suspendiert. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Im Bild: Die Polizeidienststelle in Rosenheim.
Bilda: dpa

2. März 2012, 09:01
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« Antworten #39 am: 18. Mai 2012, 01:13:07 »

Zitat
Gewalt im Stadion

Zahlreiche Ultra-Fans der SpVgg Greuther Fürth treffen am 10. Februar 2010 in Fröttmaning bei der Allianz-Arena ein. Ein DFB-Pokal-Spiel gegen den FC Bayern steht an (siehe Foto). Doch einige bekommen von der Partie nichts mit: Vor und im Stadion gehen USK-Beamte mit Schlagstöcken und Pfefferspray gegen sie vor. Die Polizei sagt, sie sei "mit massiver körperlicher Gewalt" angegriffen worden. Die Fürther Fans berichten: Die Polizei sei "mit unverhältnismäßigen Mitteln vorgegangen".

Welche Version stimmt, ist bis heute nicht geklärt. Für vier Polizisten hat das Fußballspiel allerdings Konsequenzen. Im Oktober 2010 werden zwei versetzt, bei zwei weiteren stand ohnehin eine dienstliche Veränderung an, heißt es.
Bilda: Bongarts/Getty Images

2. März 2012, 09:01
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« Antworten #40 am: 18. Mai 2012, 01:13:57 »

Zitat
Bewährungsstrafe für Pfefferspray-Polizist

Im Februar 2011 randaliert ein betrunkener 22-Jähriger in einer Regensburger Gaststätte und wird von Polizisten in eine Arrestzelle gebracht. Dort läutet der 22-Jährige ständig die Notrufglocke, weswegen der diensthabende Polizist offenbar die Nerven verliert und den Inhaftierten durch die Gitterstäbe hindurch mit Pfefferspray attackiert. Er schließt die Türe wieder, ohne medizinische Hilfe für den Inhaftierten zu holen.

Im Februar 2012 muss sich der Polizist vor dem Amtsgericht Regensburg verantworten. Der Richter sieht es als erwiesen an, dass der Beamte Pfefferspray einsetzte und den Inhaftierten 20 Minuten lang ohne medizinische Betreuung in der Zelle zurückgelassen hat. Er bekommt zehn Monate auf Bewährung sowie 2000 Euro Geldstrafe. Zwölf Monate hätten den Verlust des Beamtenstatus bedeutet.
Bilda: dpa

2. März 2012, 09:01
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« Antworten #41 am: 18. Mai 2012, 01:15:01 »

Zitat
Tödlicher Schuss

Im November 2011 kommt es in München-Großhadern zu einem tödlichen Polizeieinsatz. Eine Frau hat bei einer psychiatrischen Einrichtung, bei der sie eine Zeitlang Patientin war, angerufen und ankündigt, ihre Tochter umbringen zu wollen. Die Polizei rückt zu ihrer Mietswohnung an. Da die Frau nicht öffnet und die Tür nicht aufzubrechen ist, wird ein 26-jähriger Polizist mit einer Drehleiter auf den Balkon gehoben und schlägt mit einer Feueraxt das Fenster zur Wohnung ein. Die Frau sei daraufhin mit erhobenem Küchenmesser auf den Beamten zugegangen. Dieser habe die 49-Jährige mehrmals aufgefordert, das Messer wegzulegen - vergebens. Auch das Pfefferspray, das der Polizist anschließend einsetzt, habe keine Wirkung gezeigt. Als die Frau sich auf etwa eineinhalb Meter genähert hat, schießt der Polizist. Die Kugel durchschlägt ihren Oberkörper unterhalb des Schlüsselbeins und zerfetzt eine Arterie. Das Opfer stirbt kurze Zeit später im Krankenhaus.

Die Oberstaatsanwältschaft und die Polizei erklären am folgenden Tag, dass sich der Schütze nach den bis dahin vorliegenden Erkenntnissen in einer Notwehrsituation befunden habe. Der Beamte habe Lebensgefahr für sich gesehen, auf dem Balkon habe er nur schwer ausweichen können. Er habe zudem einkalkulieren müssen, dass die Tochter, die allerdings nicht in der Wohnung gewesen ist, verletzt sei und möglicherweise verblute.
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2. März 2012, 09:01
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Nikita


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« Antworten #42 am: 18. Mai 2012, 01:15:49 »

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Ruhestörung mit Folgen

Es geht um Ruhestörung - nicht zum ersten Mal in der Wohnung in der Truderinger Straße in München: Eine Polizeistreife klingelt bei Familie L., einem Ehepaar mit drei Söhnen. Elke L. öffnet, es kommt zu einem Wortwechsel, die Beamten des USK rücken zur Verstärkung nach. Insgesamt sind nun neun Polizisten an der Wohnungstür.

Der 18-jährige Sohn des Ehepaars beleidigt die Polizisten und schmeißt mit einem Gegenstand. Da werfen die Beamten den geistig behinderten Sohn zu Boden. Seine Eltern wollen ihn schützen, auch sie werden zu Boden geworfen. "Weil sie sich gewehrt haben", so die Polizisten bei der Gerichtsverhandlung im Oktober 2011 - bei der die Familie angeklagt ist, nicht die Polizei.

Der Vater wird schließlich verurteilt - wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt, er muss 225 Euro Strafe zahlen. Der Grund: Er soll einen Polizisten geschubst und am Arm festgehalten haben. Seine Verteidigung sagt: Er habe lediglich die Hände nach vorne gestreckt. Er ist blind.

Foto: Symbolbild
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Nikita


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« Antworten #43 am: 18. Mai 2012, 01:56:26 »



Polizist presst wehrlosem Blockupy-Demonstranten Finger ins Auge. Frankfurt, 17.05.2012
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Pinnswin


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« Antworten #44 am: 18. Mai 2012, 07:24:22 »

Was? Der Polizist hat ihm doch nur
das Gas aus den Augen waschen helfen.
Tz-tz.

"wehrlosem..." -lol-
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Das Ende Der Welt brach Anno Domini 1420 doch nicht herein.
Obwohl vieles darauf hin deutete, das es kaeme... A. Sapkowski
schwarzrot


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« Antworten #45 am: 11. Juni 2012, 20:12:47 »

Eigentlich sehr friedliche demo, mit mutties, alten leuten, sonnenschein. Nur die F1-bewacher mussten wieder gleich mit helm vom anfang an dabei sein.
Sowas schafft bei sommerlichen temperaturen natürlich frust, also wurde von den uniformierten kamerafuzzis (gegen entsprechendes gerichtsurteil) mal wieder provoziert, alles abgefilmt und leute die sich dagegen mit regenschirmen in den weg stellten, schwupp mal eben festgenommen:

Staatsgewalt geht (mal wieder) rabiat gegen Mieter_innen-Protest in Kreuzberg vor


Aber allle achtung, sieht so aus, als ob da doch ein paar vernünftige F1 u. 2 beamten am Sa. mit dabei waren:
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Pressemeldung
Eingabe: 11.06.2012 - 10:00 Uhr
Polizeibeamte erstatten Anzeige gegen Kollegen

# 1865

Im Nachgang einer am Samstag in Kreuzberg stattgefundenen Demonstration unter dem Motto „Gegen steigende Mieten“ erstatteten Polizeibeamte Anzeige gegen einen ihrer Kollegen. Nach Angaben der Beamten einer Einsatzhundertschaft kam es während des Aufzugs mehrfach zu Störungen und Behinderungen durch Versammlungsteilnehmer und Passanten, infolge dessen die eingesetzten Beamten Zwangsmaßnahmen einsetzen mussten. Hierbei sei nach Angaben der Polizisten ein Polizeikommissar in unverhältnismäßiger Art und Weise unter Anwendung körperlicher Gewalt gegen Versammlungsteilnehmer vorgegangen. Die Beamten erstatten daher Anzeige wegen des Verdachts der Körperverletzung im Amt gegen ihren Kollegen. Bisher haben sich noch keine Geschädigten der Körperverletzung bei der Polizei gemeldet. Die Ermittlungen hat das Landeskriminalamt übernommen.
http://www.berlin.de/polizei/presse-fahndung/archiv/371324/index.html

Wenn ich richtig liege, handelt es sich bei dem vermummten(!) gewalttäter übrigens um einen der truppführer (2 blaue kreise).
Aber kein wunder, dass der durchdreht, bei den warmen temperaturen mit skimaske rumzulaufen, muss ja dem hirn schaden.

Lärmdemo am Kotti 9.6.2012


Lärmdemo am Kotti 9.6.2012


http://de.indymedia.org/2012/06/331094.shtml
« Letzte Änderung: 11. Juni 2012, 20:48:09 von schwarzrot » Gespeichert

"In der bürgerlichen Gesellschaft kriegen manche Gruppen dick in die Fresse. Damit aber nicht genug, man wirft ihnen auch noch vor, dass ihr Gesicht hässlich sei." aus: Mizu no Oto

Wieder aktuell: Bertolt Brecht
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« Antworten #46 am: 12. Juni 2012, 11:45:23 »

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Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!
schwarzrot


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« Antworten #47 am: 12. Juni 2012, 12:53:39 »

Ham wer den schon? Ist auch 'nett':
Prügelnde Polizisten: Gewalt ohne Folgen | PANORAMA | DAS ERSTE | NDR
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"In der bürgerlichen Gesellschaft kriegen manche Gruppen dick in die Fresse. Damit aber nicht genug, man wirft ihnen auch noch vor, dass ihr Gesicht hässlich sei." aus: Mizu no Oto

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« Antworten #48 am: 16. Juni 2012, 18:16:00 »

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Schüler misshandelt
Polizisten verletzen 17-Jährigen
 Von Pitt von Bebenburg
Teils stark blutende Verletzungen diagnostizieren die Ärzte.  Foto: privat

Ein junger Mann aus dem Rheingau-Taunus-Kreis musste ins Krankenhaus, weil ihn drei Polizeibeamte angegriffen haben. Angeblich ohne Grund. Darum zeigt das Opfer die Ordnungshüter an und verlangt Schmerzensgeld. Zeugen sprechen von einem Racheakt der Uniformierten.


Das Gesicht des jungen Mannes sieht übel zugerichtet aus. Er ist gezeichnet von Wunden unter und über seinen Augen, an der Nase, auf der Stirn. Doch der 17-jährige Schüler aus Hünstetten im Rheingau-Taunus-Kreis ist nicht in eine Kirmesschlägerei geraten.

Ordnungshüter haben ihn so verletzt. Ohne jeden Grund, sagt der junge Mann. Seine Version wird von Augenzeugen bestätigt. Der Junge und sein Vater, aber auch Zeugen des Vorfalls, sind sicher, dass die Uniformierten sich rächen wollten – weil der Schüler es bei einer Kontrolle ein paar Tage vorher gewagt hatte, seinen Anwalt anzurufen, der sich anschließend über das ungerechtfertigte Vorgehen beklagte.
Teils stark blutende Verletzungen diagnostizieren die Ärzte.
Teils stark blutende Verletzungen diagnostizieren die Ärzte.
Foto: privat

Vater und Sohn haben die beteiligten Ordnungspolizisten bei der Staatsanwaltschaft Wiesbaden angezeigt. Sie fordern Schadenersatz und Schmerzensgeld. Die Anklagebehörde ermittelt in der Angelegenheit. Beim Bürgermeister von Idstein sind außerdem Dienstaufsichtsbeschwerden eingegangen. Denn die Ordnungshüter waren keine Landesbeamten, sondern Stadtpolizisten aus Idstein, die in Hünstetten Dienst taten.

Idsteins Bürgermeister Gerhard Krum (SPD) will den Vorfall derzeit nicht kommentieren, wegen der laufenden Verfahren. Er gehe aber davon aus, dass sich die Ordnungspolizisten korrekt verhalten hätten, sagte er der FR.

Es geschah beim Tanz in den Mai. Im Stadtteil Beuerbach, einem 1100-Einwohner-Ort, hatten die DJs „Dizplaced“ und „Kabelsalat“ aufgelegt. Es sollte „perfekte Partystimmung und hippe Sounds“ geben. Veranstalter war der örtliche Sportverein. Doch von „perfekter Partystimmung“ konnte in der Nähe der Veranstaltung keine Rede sein.

„Du hast hier keine Rechte“

Kurz nach 23 Uhr saß der 17-jährige Lukas Becker (alle Namen geändert) mit einem Bekannten auf einer Bank, während eine ganze Reihe junger Leute drum herum stand. Da kamen drei Ordnungshüter auf ihn zu und forderten ihn auf, seinen Ausweis zu zeigen. Der steckte im Geldbeutel in der Gesäßtasche. Doch als Lukas aufstehen wollte, um seine Papiere herauszuholen, sei er grundlos angegriffen worden. Zwei Uniformierte seien ihn angegangen. Einer sei ihm mit den Knien in den Rücken gesprungen und habe ihn auf den Boden gedrückt, mit dem Gesicht in den Dreck, drei Minuten lang. Zeugen bestätigen das. Als Lukas telefonieren wollte, soll ein Polizist gerufen haben: „Du hast hier keine Rechte!“

Das Geschehen sei von allen Umstehenden „als gezielter, nicht nachvollziehbarer Gewaltexzess der Polizei aufgefasst“ worden, sagt der Anwalt des Schülers, Michael Heuchemer. Eine Reihe von Zeugen bestätige, dass sich Lukas und seine Bekannten „völlig friedlich“ verhalten hätten. „Alle hatten den Eindruck, dass die Beamten Streit und Provokation suchten“, sagt der Anwalt.

Damit war die Sache aber noch nicht zu Ende. Lukas saß blutend eine halbe Stunde lang da, ohne dass einer der Umstehenden ihm habe helfen dürfen. Arno, der ältere Bruder von Lukas, hatte die Eltern verständigt. Der Vater kam, es gab Wortwechsel – als die städtischen Ordnungshüter Zeugenaussagen zufolge grundlos von hinten auf Arno losgingen, ihn zu einem Brunnen schleppten, und ihm, als er auf dem Brunnenrand saß, kräftig den Kopf herunterdrückten. Mehrere junge Leute wollten Arno zu Hilfe kommen. Jetzt setzten die städtischen Ordnungshüter Pfefferspray ein – erneut gegen Lukas, aber auch gegen zwei Umstehende.

Schließlich durfte der Vater Lukas ins Krankenhaus bringen. Warum die Uniformierten seinen Sohn so zugerichtet hatten, erfuhr er nicht. Das stehe im Protokoll, hätten die Polizisten geantwortet.

Wütender Brief an Bürgermeister

Die Ärzte diagnostizierten teilweise stark blutende Verletzungen an Stirn, Wangen, Nase und Augenlid, Hämatome an den Oberarmen und am Rücken, Würgemale am Hals sowie Augenverletzungen durch das Pfefferspray.

Anwalt Heuchemer hat die Zeugen des Abends ausfindig gemacht – was gar nicht so einfach gewesen sei, da es sich nicht um eine Clique oder einen festen Freundeskreis handele. Deren Aussagen fielen eindeutig aus. Vor allem ein Polizist habe „Stress machen und provozieren“ wollen. „Die wollten ihre Macht zeigen“, sagte einer. „Für mich war es insbesondere schockierend und schlimm, wie lang man Lukas dort blutend sitzen ließ“, berichtete eine junge Frau.

Das Motiv für die harte Aktion liegt für die Jugendlichen auf der Hand. Drei Tage davor waren dieselben Uniformierten schon mit Lukas und seinem Bruder aneinandergeraten. An jenem Freitagabend hätten die Ordnungspolizisten den älteren Bruder Arno aus einer Gruppe von 30 Personen herausgepickt und „demütigend“ kontrolliert, berichten beteiligte Jugendliche. Er habe seine Jacke ausziehen und alle Dinge auf den Boden legen müssen. Ohne Anlass, wie sein Anwalt sagt. Gefunden worden sei nichts.

Daraufhin habe Lukas per Handy seinen Anwalt verständigt – er hatte die Nummer dabei, denn der angehende Abiturient interessiert sich für Jura und hat ein Praktikum bei dem Juristen gemacht. Anwalt Heuchemer beschwerte sich im Namen seines Mandanten bei der Stadt. Drei Tage später sollen die Ordnungshüter Lukas mit dem Satz „Da sehen wir uns ja wieder“ begrüßt haben.

Nun hat Vater Becker einen wütenden Brief an Bürgermeister Krum geschrieben. Er spricht von „schrecklichen Verbrechen“ und davon, dass Idsteiner Beamte „Jugendliche misshandeln und nicht nur körperlich, sondern auch seelisch verletzen“. Sein Schreiben endet in einem Appell: Die Stadt müsse dafür sorgen, dass „nur menschlich integre Beamte“ eingesetzt würden.
http://www.fr-online.de/rhein-main/schueler-misshandelt-polizisten-verletzen-17-jaehrigen,1472796,16364116.html#
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Nikita


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« Antworten #49 am: 16. Juni 2012, 18:18:59 »

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Grundlose Gewalt: Polizisten zeigen Kollegen an

Die Polizei steht ja im Ruf, dass Korpsgeist bei ihr hoch angesiedelt ist. Allerdings geht es auch anders: Berliner Polizisten haben jetzt von sich aus einen Kollegen angezeigt. Dem Beamten, einem Kommissar, wird vorgeworfen, bei einer Demonstration in Berlin am letzten Samstag übermäßig hart gegen Demonstranten vorgegangen zu sein.

Der Polizist in Vollmontur soll grundlos auf eine Frau eingetreten haben. Eine andere Demonstrantin soll er mit voller Wucht vor die Brust geschlagen haben. Außerdem steht er in Verdacht, einen Mann ebenso ohne Anlass zwischen die Beine getreten und ihn verfolgt zu haben.

Das Ganze ist mittlerweile auch auf Youtube dokumentiert, wie die BZ mit Link zum Video berichtet.

Das Landeskriminalamt in Berlin soll die Ermittlungen übernommen haben. Momentan wird nach den Opfern des Prügelpolizisten gesucht. Von den Betroffenen hat sich trotz Aufrufs noch niemand gemeldet. Womöglich fürchten die Betroffenen ja auch, dass am Ende doch wieder gegen sie ermittelt wird, etwa wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

Das alles ändert jedoch nichts daran, dass es in Berlin offensichtlich mittlerweile Polizeibeamte gibt, die grundlose Gewalt aus den eigenen Reihen nicht unter den Teppich kehren. Eine Entwicklung, gegen die man sicher kaum was haben kann.
http://www.lawblog.de/index.php/archives/2012/06/12/grundlose-gewalt-polizisten-zeigen-kollegen-an/
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