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Autor Thema: DHL schließt vielleicht sogar viel mehr?  (Gelesen 17654 mal)
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Gloria Victoria


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« am: 09. Januar 2008, 22:33:16 »

New Calls for DHL Withdrawal

"A second major investment house is calling for Deutsche Post to pull DHL out of North America.

Morgan Stanley, following on the heels of Bear Stearns, said in a Jan. 7 research report that the company needs a "quick, radical solution" to the estimated $900 million in losses DHL faces in the United States."

http://www.aircargoworld.com/break_news/01082008d.htm

Als ob das völlig unerwartet käme...



Für die Deutschsprachigen aus der Meldung das MS die Aktie der Post zum Kauf empfiehlt:
"Die Deutsche Post habe erkannt, dass die Probleme in der US-Sparte struktureller Natur seien und erwäge zur Lösung alle Alternativen. Ein Aktienkurs, der sich in der Nähe des Emissionskurses von 21 EUR bewege, löse beim Management eine neue Dringlichkeit aus. Es gebe gewisse Parallelen zu Daimler. Dort sei die Reaktion der Investoren nach der Trennung von der US-Tochter Chrysler äußerst positiv ausgefallen."

Gehts deutlicher?
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Gloria Victoria
Gloria Victoria


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« Antworten #1 am: 19. Januar 2008, 05:59:36 »

Ein amerikanischer Blick in die Zukunft:

"March 6, 2008

Paladin Press

DHL announced a contract with UPS to take over the German's United States operations effective immediately.

At the same time UPS announced the purchase of the remaining 30% of DP's stock previously owned by German Bank KfW."

http://exdhl.com/forums//index.php?showtopic=2228
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Gloria Victoria
Kuddel


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« Antworten #2 am: 17. April 2008, 18:52:32 »

Die Post-Tochter DHL hat bestätigt, dass alle 230 Beschäftigten in Bochum in den nächsten 14 Tagen ihre Kündigung erhalten sollen. Die Niederlassung soll zum 30. Juni geschlossen werden. Sie befindet sich auf dem Nokia-Gelände und verschickt die Handys.
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Kuddel


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« Antworten #3 am: 25. Februar 2010, 17:43:14 »

Der internationale Gewerkschaftsdachverband UNI global union (UNI) startet eine DHL-Kampagne. Sie veröffentlichten dieser Tage ein Video, das Respekt von DHL fordert gegenüber seinen Beschäftigten bei der geplanten Standortverlegung des Unternehmens aus Gründen der "Bequemlichkeit".
 http://de.indymedia.org/2010/02/274228.shtml

Unions demand DHL respect its workers' rights


Zitat
Respekt für DHL-Beschäftigte
DHL-Beschäftigten droht der Verlust von Tausenden von Arbeitsplätzen, eine ungesicherte Zukunft und Ungewissheit darüber, wie das Management die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise handhabt. Nun verlangen wir Respekt! Die Beschäftigten bei DHL fordern Unternehmensmitbestimmung an allen DHL-Standorten, ob als Direktbeschäftigte oder als Vertragsarbeitnehmer/innen. Wir fordern, dass DHL: seine Arbeitnehmer/innen respektiert – sie machen das Unternehmen erfolgreich! unsere Gewerkschaften respektiert – sie sind die Kollektivstimme aller Beschäftigten weltweit! den Nutzen eines global gültigen Vertrags respektiert – die einzige Vertragsart für ein globales Unternehmen!...
Kampagnenseite bei der ITF - Internationale Transportarbeiter-Föderation. Dort weitere Informationen und Materialien http://www.itfglobal.org/campaigns/dhlworkers.cfm/languageID/2
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Kuddel


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« Antworten #4 am: 13. April 2010, 12:40:48 »

Bei DHL geht's weiter rund. Hier wird geschlossen und dort wird investiert. Profitmaximierung um jeden Preis.
Zitat
Deutsche Post übernimmt Logistik in VW-Werk
Bonn (BoerseGo.de) - Die Deutsche Post DHL und Volkswagen vertiefen ihre Zusammenarbeit. DHL wird unter anderem einen bedeutenden Teil der internen Logistik für das VW-Werk in Bratislava in der Slowakei übernehmen, teilte die Deutsche Post am Mittwoch mit. Die Post-Logistiksparte setzte sich in einer Ausschreibung gegen eine Reihe von Mitbewerbern durch. Die Erweiterung der Zusammenarbeit ist Teil eines neuen Fünf-Jahres-Vertrages, der seit dem 1. April 2010 gilt.

DHL wird mit rund 800 Mitarbeitern die interne Werkslogistik für 50 Prozent der Fertigungsmaterialien der in Bratislava produzierten Modelle des Volkswagen-Konzerns managen. Dabei handelt es sich unter anderem um Fahrzeugteile wie Motoren, Getriebe und Frontscheiben für den Audi Q7, Porsche Cayenne und Volkswagen Touareg. Finanzielle Details wurden nicht mitgeteilt.
http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2010-04/16565544-deutsche-post-uebernimmt-logistik-in-vw-werk-009.htm
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Sir Vival


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« Antworten #5 am: 13. April 2010, 12:53:53 »

Hauptsache, die Formel1 Flitzer sind immer rechtzeitig an den Rennstrecken  Evil Angry
Als Schmankerl werden noch die Autos saubergeleckt.
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Der Tod stellte seine Sense in die Ecke und bestieg den Mähdrescher, denn es ward Krieg!
Politiker sind wie Tauben. Sind sie unten, fressen sie dir aus der Hand. Sind sie oben, wirst du beschissen
Es gibt 2 Arten von Politikern:
- der eine kann nichts!
- der andere nichtmal das!
Kuddel


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« Antworten #6 am: 05. August 2010, 09:41:08 »

DHL-Mitarbeiter kündigt wegen Kriegslogistik

Wie uns erst jetzt zugespielt wurde, hat bereits Ende letzten Jahres ein Mitarbeiter der DHL-Niederlassung in Mainz mit Verweis auf die Kriegsunterstützung des Konzerns gekündigt. Wir dokumentieren hier das Kündigungsschreiben.
Die Deutsche Post DHL ist weiterhin und in wachsendem Umfang für die NATO in Afghanistan und im Irak im Einsatz. Zu diesem Zweck schreitet der Ausbau des Kriegslogistik-Drehkreuzes am Flughafen Leipzig/Halle ungebremst voran.

Das gilt auch noch, nachdem die Deutsche Post DHL Ende 2009 ihre Bewerbung um den milliardenschweren Zehn-Jahres-Vertrag mit der Bundeswehr zurückgezogen hat, "weil die mit dem Auftrag verbundenen Risiken als zu groß" galten.Seit 2002 besteht ein Vertrag mit der Bundeswehr über den weltweiten Transport leichter militärischer Ausrüstung bis 50 Kilogramm und die Feldpost.

Mehr Information zur Kriegsunterstützung durch DHL, im Volksmund als Deutsche Heeres-Logistik bekannt geworden:  http://dhl.blogsport.de/

Hier das Kündigungsschreiben als Abschrift und im Anhang als pdf-Datei

An die
Deutsche Post AG
NL Brief Mainz
- Personalstelle, Herr Schölzel -
Carl-Zeiss-Straße 42
55129 Mainz

Per Einschreiben

Guten Tag,

hiermit kündige ich das mit Ihnen durch Arbeitsvertrag vom 1.3.
2006 eingegangene Arbeitsverhältnis zum 31.12.2009.

Der Grund:
Die zunehmende (?) Zusammenarbeit der Deutschen Post/DHL mit der
deutschen Armee, vor allem bei der Unterstützung der deutschen
Armee als Besatzungsarmee in Afghanistan bzw. als dort einen (An-
griffs-)Krieg führende Armee.
Die deutsche Armee hat in Afghanistan nichts zu suchen, also auch
nicht deutsche DienstleisterInnen für dieselbe.

Davon überzeugt, kann und will ich aus Gewissensgründen nicht län-
ger für die deutsche Post/DHL arbeiten und durch mei-
ne bzw. in meiner Arbeit den Krieg in und gegen Afghanistan unterstützen bzw.
davon profitieren.

Ich gehe ungern und mit großem Bedauern.

http://de.indymedia.org/2010/08/287125.shtml
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Kuddel


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« Antworten #7 am: 27. Januar 2011, 21:03:30 »

Zitat
450 Logistik-Jobs in Waldau gesichert:  Huppertz übernimmt Beschäftigte von DHL

Kassel/Baunatal. Gute Nachrichten für 450 Beschäftigte am Güterverkehrszentrum (GVZ) im Kasseler Stadtteil Waldau. Nachdem ihr Arbeitgeber, die Post-Tochter DHL, das Rennen um einen Auftrag für das Volkswagen Original-Teile Center (OTC) verloren hatte, sind ihre Jobs dennoch gesichert.

Die Kölner Logistik-Firma Huppertz ist neuer Auftragnehmer bei VW und übernimmt alle Beschäftigten. Das teilte das Unternehmen auf Anfrage mit.

Der Betriebsübergang soll bereits ab 1. Februar wirksam werden. Huppertz wird damit einer der größten Logistik-Arbeitnehmer in Nordhessen. Bei der Beschäftigtenzahl von 450 soll es nicht bleiben, 18 neue mittlere und untere Führungskräfte seien bereits eingestellt worden, sagte Huppertz-Sprecher Markus Stühlen. Mindestens neun weitere würden noch gesucht.

Auch der Bertriebsrat und die Gewerkschaft Verdi begrüßen den Betriebsübergang, sagte Gewerkschaftssekretär Manuel Sauer. Es sei gut, dass mit Huppertz ein bekanntes Familien-Unternehmen aus der Branche zum Zug gekommen sei. Die Firma sei seit langem Auftragnehmer für die Ford-Werke in Köln.

Sauer kündigte an, Gespräche mit Huppertz führen zu wollen. Ein Großteil der Beschäftigten habe 400-Euro-Jobs, viele seien von DHL mit 5,38 Euro pro Stunde weit unter Tarif bezahlt worden. „Dieses Geschäftsmodell werden wir so nicht mehr akzeptieren“, sagte Sauer.

Spannend dürften die Verhandlungen werden, weil Huppertz bisher keine Mitarbeiter-Vertretung hat. Durch den Übergang wechselt nun auch der Betriebsrat von DHL.

Im Sommer hatte bereits die Baunataler Rudolph Logistik einen VW-Auftrag gewonnen, den bisher DHL bearbeitete. Beide Unternehmen hatten sich auf einen Betriebsübergang geeinigt und so 174 Arbeitsplätze gesichert. DHL ist in der Region nun gar nicht mehr für VW tätig.
http://www.hna.de/nachrichten/stadt-kassel/kassel/logistik-jobs-waldau-gesichert-1096136.html
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« Antworten #8 am: 26. Mai 2011, 11:57:57 »

Zitat
DHL missachtet Arbeitnehmerrechte: Zu Hause hui, im Ausland pfui

Protest gegen die Deutsche Post DHL: Während sie in Deutschland eng mit ihnen kooperiert, würden in vielen Ländern unliebsame Mitarbeiter schikaniert, so die Gewerkschaften.
http://www.taz.de/1/zukunft/wirtschaft/artikel/1/zu-hause-hui-im-ausland-pfui/

Zitat
DHL Nachhaltigkeitsbericht ist ein „Märchen“: DHL missachtet Rechte der Beschäftigten weltweit
Vor Beginn der Jahreshauptversammlung von Deutsche Post DHL in Frankfurt am Main haben am Morgen Beschäftigte und Gewerkschafter aus aller Welt gegen die Missachtung fundamentaler Arbeitnehmerrechte, insbesondere gegen die Unterdrückung von Gewerkschaften an vielen der internationalen DHL-Standorte, protestiert. Schauspieler stellten den Einsatz von Lügendetektortests und die Einschüchterung durch das DHL-Management dar...
http://www.itfglobal.org/dhlblog/?p=735
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« Antworten #9 am: 17. Januar 2012, 20:07:54 »

Zitat
Pakete landen in der Altpapier-Tonne - Gewerkschaft kritisiert Zustände in der Zustellerbranche

Osnabrück. Zwei Pakete hat Katrin Lampe dieser Tage bekommen. Weihnachtsgeschenke. Der DHL-Bote lieferte auch pünktlich. Allerdings traf er niemanden an – und packte die Pakete kurzerhand in die Tonne. Ein Einzelfall, sagt DHL. Ein Branchenproblem, heißt es vonseiten der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi.

 

„2x Paket in der blauen Tonne“ – diesen Zettel fand Katrin Lampe in ihrem Briefkasten.

Als Lampe von einer Geschäftsreise nach Hause kam, lag im Briefkasten ein Zettel mit dem Hinweis: „2x Paket in der blauen Tonne.“ Der Paketbote hatte niemanden angetroffen – und die Sendung ausgerechnet in einer an der Straße stehenden blauen Tonne deponiert. Ob der Zusteller den Kalender der Müllabfuhr ebenso im Blick hatte wie den Urlaubskalender der Empfängerin, lässt sich nicht prüfen. Wohl aber der Ärger der Postkundin: „Wir waren sprachlos“, sagt Lampe.

Verständlich, heißt es bei DHL. Aber derartige Probleme träten nur in Einzelfällen auf. Vor Weihnachten seien es sicherlich einige Fälle mehr. Das liege an der gewachsenen Belastung. Nach DHL-Angaben verdopple sich die Anzahl der auszuliefernden Pakete während der Adventszeit auf bis zu sechs Millionen. Pro Tag. „Dass da der eine oder andere menschliche Fehler passiert, ist möglich“, sagt ein DHL-Sprecher.

Für die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hingegen liegt der Fehler im System. „In der Branche herrscht definitiv eine Drucksituation“, berichtet Verdi-Sprecher Jan Jurczyk. Um zu verdeutlichen, wie er das meint, gibt der Gewerkschafter ein Beispiel: Demnach zahlt ein Versandhändler je nach Vertragsmodalitäten etwa 1,20 bis 1,40 Euro pro zugestelltes Paket. Wobei der Betrag in Fällen wie Spezialgütern und Expresszustellungen steige, sagt Jurczyk. Mit diesem Geld würden auch die Löhne der Zusteller gezahlt. Vergibt nun ein Unternehmen einen Auftrag wiederum an ein Subunternehmen, verringert sich die Summe weiter. Daraus ergibt sich laut Jurczyk in den meisten Fällen die einfache Regel: Je länger die Kette der Subunternehmen, desto geringer der Lohn und desto stärker der Druck, der auf jedem einzelnen Fahrer lastet. Schließlich seien diese gezwungen, bei geringem Lohn möglichst viele Pakete auszuliefern, damit sich das Geschäft für das Unternehmen lohnt.

Unlängst hatte ein TV-Journalist mehrere Wochen verdeckt bei einem DHL-Servicepartner gearbeitet. Fünf Euro pro Stunde habe er brutto verdient, erzählte er später in dem ARD-Beitrag, in dem er seine Erfahrungen aufbereitet hat. Zwölf-Stunden-Arbeitstage waren keine Seltenheit. „Mindestens 40 Stunden“ müsse der Zusteller arbeiten, hieß es im Vertrag und: „Überstunden werden nicht vergütet.“ Als er den Geschäftsführer damit konfrontierte und einen Betriebsrat forderte, erhielt er die Kündigung.

Diese Zustände gebe es bundesweit, sagt Jurczyk und führt Zahlen an, wonach Dienstleister wie GLS und DPD ausschließlich Subunternehmer beschäftigten. Bei Hermes seien es 96 Prozent. UPS übertrage immerhin 40 Prozent der Aufträge an Fremdfirmen. DHL dagegen gibt an, lediglich 990 der mehr als 50000 Zustellbezirke an sogenannte Servicepartner vergeben zu haben.

Inzwischen sei mitunter eine gegenläufige Tendenz zu verzeichnen, sagt Jurczyk. Demnach gebe es Kunden, die teure Ware kauften und diese nur zu bestimmten Bedingungen zugestellt bekommen wollten. „Das gibt uns Anlass zur Hoffnung“, sagt der Verdi-Sprecher. Dann muss Katrin Lampe im kommenden Jahr vor Weihnachten auch nicht mehr in der Tonne nach Paketen suchen – und hoffen, dass in der Zwischenzeit nicht schon die Müllabfuhr da war.
http://www.noz.de/lokales/59571696/pakete-landen-in-der-altpapier-tonne-gewerkschaft-kritisiert-zustaende-in-der-zustellerbranche
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« Antworten #10 am: 23. Dezember 2012, 14:36:22 »

Türkei
Seit 200 Tagen Protest gegen DHL


Die 305 entlassenen Kollegen von DHL protestieren nunmehr seit 200 Tagen gegen die antigewerkschaftliche Haltung der DHL-Herren. Die nun schon im zweiten Fall einen Gerichtsbeschluss gegen ihren Entlassungsterror hinnehmen mussten – wie beim ersten Mal, so erwartet die Gewerkschaft Hava-Is auch im zweiten Fall einen Einspruch gegen dieses Urteil. DHL ist auf dem besten Wege, das Gewerkschaftsfeindliche Aushängeschild teutonischer Unternehmen zu werden. Landesweite und internationale Solidarität hilft uns weiter, sagt der Vorsitzenden von Hava-Is in dem Kurzbericht  “Two hundred days on the picket line in Turkey”

http://www.itfglobal.org/news-online/index.cfm/newsdetail/8275/region/1/section/0/order/1
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Kuddel


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« Antworten #11 am: 27. März 2015, 12:23:55 »

Man sollte nicht die gewerkschaftliche Argumentation wiederholen, es würden "Jobs vernichtet". Die Arbeit soll weiterhin getan werden, nur zu schlechteren Konditionen:

Zitat
Subunternehmen DHL-Delivery
Weniger Lohn: Deutsche Post lagert Paketzusteller aus



Volle Trucks, viele Pakete: Die Arbeit von Paketzustellern ist hart. Jetzt will die Post ihre befristet Beschäftigten in Subunternehmen auslagern.


Die Deutsche Post DHL will ihre befristet beschäftigen Paketzusteller künftig in ein Subunternehmen auslagern. Dort bekommen sie einen Festvertrag - aber unterm Strich weniger Lohn.

München - Es gab Zeiten, da war Michael N. motiviert. Da schob der befristet angestellte Paketzusteller in Aschheim Überstunden, arbeitete hart. Manchmal, wenn besonders viel los war, stapelten sich die Umschläge und Päckchen sogar bis auf den Beifahrersitz. „Ich hab’ gedacht: Das bringt mir was – eine Festanstellung.“ Inzwischen ist er bitter enttäuscht. Denn ab 1. April wird er den lang ersehnten Festvertrag zwar bekommen, leider aber ganz anders als gedacht.

Die Deutsche Post DHL hat ein Subunternehmen gegründet, in das die befristet angestellten Paketzusteller übernommen werden sollen. Das Problem: Unterm Strich verdienen sie dort weniger. Die Gewerkschaft nennt das „Lohndumping im eigenen Haus.“

DHL Delivery GmbH heißen die neu gegründeten Regionalgesellschaften, in der die bislang befristet beschäftigten Zusteller künftig arbeiten sollen. Schaut man ins Handelsregister, sind die neuen Gesellschaften bereits in 46 Städten präsent, in Bayern unter anderem in Augsburg, Nürnberg, Straubing – und eben auch in München und Freising.

Befristete Angestellte werden "bevorzugt eingestellt"

Zusteller, die bislang einen befristeten Vertrag bei der Post AG haben, werden in den Regionalgesellschaften „bevorzugt eingestellt“, heißt es in Mitteilungen des Bonner Konzerns. Dort lockt ein unbefristeter Vollzeitvertrag. Auf den ersten Blick wirkt das sehr positiv. Die Post verkauft es auch entsprechend: „Die neuen Arbeitsplätze werden sichere, unbefristete Jobs in einer Wachstumsbranche sein“, sagt Post-Sprecher Dieter Nawrath. Bundesweit wolle man bis zu 10 000 Stellen schaffen.

Auch Paketzusteller Michael N., der eigentlich anders heißt, hat den Vertrag mit der DHL Delivery vor kurzem unterschrieben. Eigentlich dürfte er sich öffentlich gar nicht äußern, aber sein Frust ist groß. Seit gut zwei Jahren arbeitet der Mitte 30-Jährige in Aschheim bei der Post. Sein befristeter Vertrag läuft Ende März aus. Danach wird er einer der über 240 unbefristeten Neuangestellten der GmbH sein, die das Subunternehmen in München und Freising bereits angeworben hat. Für N. ist das kein Grund, glücklich zu sein.

Für die Beschäftigten der DHL Delivery liegt der Haken im Detail. Bislang galt für die Befristeten bundesweit der Haustarifvertrag: 1970 brutto hieß das im Monat, plus zahlreiche Zulagen. In den neuen Gesellschaften gilt das nicht mehr. Dort werden die Beschäftigten nach den Bestimmungen der Speditions- und Logistikbranche bezahlt. Die Gewerkschaft Verdi hat diese für unterschiedliche Regionen ausgehandelt. Jeweils in verschiedener Höhe. „In Bayern gehen wir von einem Lohnverlust von etwa zehn Prozent aus, in anderen Bundesländern kann es sogar noch mehr sein“, sagt Edwin Then von der Gewerkschaft DPVKomm. „Unterm Strich gehen den bayerischen Beschäftigten rund 1000 Euro netto pro Jahr verloren.“

Und das, obwohl sich weder an ihrer Tätigkeit, noch an ihrer Arbeitsbelastung etwas ändert. Am Grundlohn liegt die Kürzung ebenfalls nicht: Der steigt in Bayern von 1970 Euro brutto auf die von Verdi ausgehandelten 2067 Euro. Das Urlaubsgeld steigt ebenfalls von pauschal 332,34 Euro auf pauschal 17 Euro pro Urlaubstag. Auch hier klingt auf den ersten Blick alles positiv.

Gekürzt wird beim Weihnachtsgeld

Gekürzt wird an anderer Stelle. „In der Post AG gab es Leistungsprämien bis zu 2500 Euro brutto im Jahr. In der GmbH sind nur noch maximal 650 Euro möglich“, kritisiert Then. Ein weiterer Punkt ist das Weihnachtsgeld: In den Regionalgesellschaften gibt es nicht wie bei der Post AG ein 13. Monatsgehalt. Das Weihnachtsgeld ist gestaffelt: Einsteiger bekommen 204 Euro, maximal gibt es 807 Euro – aber erst ab dem 10. Arbeitsjahr.

Michael N. hat sich schon ausgerechnet, dass für ihn künftig ein Minus beim Gehalt rauskommen wird. Für den Zusteller ist der neue Vertrag „ein Schlag ins Gesicht.“ Doch er weiß: Hätte er nicht unterschrieben, wäre er Ende des Monats ohne Arbeit dagestanden. Zähneknirschend hat er deshalb doch unterzeichnet.

„Für andere ist es noch schlimmer“, erzählt er. Viele seiner älteren, befristet beschäftigten Kollegen, die seit Jahren dieselben Routen fahren, würden in den Regionalgesellschaften zu so genannten „Springern“, Mitarbeiter, die immer wieder andere Gebiete beliefern. Der gute Kontakt zu den Kunden, den die Zusteller jahrelang aufgebaut hätten: plötzlich wertlos.

Bei der Post hält man die DHL Delivery-Lösung trotz der Kritik für eine gute Sache. Den Vorwurf der Gewerkschaft, Tarifflucht im eigenen Haus zu begehen, weist Post-Sprecher Nawrath weit von sich: In den neuen Gesellschaften werde nach Verdi-Tarif gezahlt. „Wo sollte hier ,Tarifflucht’ vorliegen?“, fragt Nawrath.

Post: Wir haben einen Wettbewerbsnachteil

Andererseits: Dass die Post die Löhne „anpassen“ will, gibt sie offen zu. „Wir haben seit Jahren einen signifikanten Wettbewerbsnachteil, weil die Löhne bei uns doppelt so hoch sind wie beim Wettbewerb“, sagt der Post-Sprecher. Der Haustarifvertrag der Post stamme in seinen Strukturen noch aus Zeiten, in denen die Post eine Behörde war.

Gewerkschafter Then geht bei diesem Argument nicht mit: „Die Post macht Milliardengewinne.“ Für 2015 peilt der Konzern an, den operativen Gewinn auf bis zu 3,2 Milliarden Euro zu steigern. Gerade hat das Unternehmen angekündigt, die Dividende von 0,80 auf 0,85 Euro zu erhöhen.

Michael N. ärgert auch das. Die Aktionäre verdienten dazu, während die Beschäftigten zurück stecken müssten: „Dabei erwirtschaften wir ja den Gewinn.“ Doch sein Ärger weicht der Resignation. Er weiß nicht, was man gegen die Post-Pläne tun könnte. „Wir sind eben nur das kleine Rad am Wagen.“

So sieht es bei anderen Zustellen aus


GLS: Im Vergleich zur Konkurrenz steht die Post DHL sogar noch gut dar. Bekanntes Beispiel für besonders harte Bedingungen ist GLS. Das zur „Royal Mail“ gehörende Unternehmen hat den Branchentarifvertrag nicht unterzeichnet. Es beschäftigt keinen einzigen eigenen Zusteller, Pakete werden nur von Subunternehmern ausgeliefert. Die zahlen offiziell den Mindestlohn von 8,50 Euro, Insider berichten jedoch von Stundenlöhnen unter 5 Euro. Dazu kommen harte und lange Arbeitstage, die teilweise bis zu 14 Stunden dauern können.

DPD: Auch die „Dynamic Parcel Distribution“ arbeitet nur mit Subunternehmern. Diese werden pro Paketlieferung bezahlt. Der Stückpreis wird nach Faktoren wie Gebietsgröße und Zeitaufwand berechnet. Den Zusteller, die bei den Subunternehmern beschäftigt sind, müsste der Mindestlohn gezahlt werden. Ob das in der Praxis so ist, wird von Gewerkschaften bezweifelt. Allerdings hat DPD nach kritischen Medienberichten angekündigt, Subunternehmer künftig besser zu prüfen.

Hermes: Das zur Otto Group gehörende Unternehmen lässt rund 90 Prozent seiner Pakete von Subunternehmern ausliefern, die Hermes prüfen lässt. Die Prüfer würden aber teilweise ausgetrickst, heißt es in der Dezember-Ausgabe von Stiftung Warentest. „Wir streben Löhne von mindersten 1300 brutto an“, heißt es bei Hermes. In einer vom Konzern selbst durchgeführten Umfrage bewerteten die Zusteller ihre Zufriedenheit 2013 trotzdem nur mit der Schulnote 3,7.

UPS: Das amerikanische Unternehmen lässt bis zu 70 Prozent der Pakete von eigenen Zustellern ausliefern, die ab 11,91 Euro pro Stunde verdienen. Der Rest sind Subunternehmer, für die der Tarif nicht gilt.
http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.subunternehmen-dhl-delivery-weniger-lohn-deutsche-post-lagert-paketzusteller-aus.0fcaa6f7-e0cc-4810-af95-725cbb9dc63e.html
« Letzte Änderung: 27. März 2015, 12:25:42 von Kuddel » Gespeichert
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« Antworten #12 am: 12. Juni 2015, 20:55:19 »

https://www.verdi.de/themen/nachrichten/++co++6dc94da8-0f6e-11e5-8281-5254008a33df Regionaler DHL Chef verkündet: "Für jeden weiteren Streiktag werden weitere 10 Leute gekündigt."

Die in oben verlinkter Meldung sind schon "völlig frei". - Leute, wann schlagt ihr endlich los.

Musiktipp vom DJ: Kraftklub - Schüsse in die Luft
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Das Systemmotto: "Gib mir Dein Geld! - Jetzt, Du dreckiges Opfer !!!! - Und habe immer ANGST VOR DEM MORGEN !!!"

"Hört auf, Profite über Menschen zu stellen!" Occupy
Permanent angelogen & VERARSCHT IN DEUTSCHLAND! - Ich habe mit Dir fertig
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« Antworten #13 am: 12. Juni 2015, 20:57:49 »

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Gegen System und Kapital!


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« Antworten #14 am: 09. Januar 2016, 17:48:31 »

Zitat
FAU Bremen unterstützt Arbeitskampf bei DHL in Barcelona

Die FAU Bremen beteiligt sich an einer bundesweiten Solidaritätskampagne mit Beschäftigten der spanischen Gewerkschaft CNT. Die Kampagne soll über einen Arbeitskampf der spanischen DHL-Beschäftigten informieren und auch für den Standort Bremen die Möglichkeiten zur Selbstorganisation aufzeigen. Die FAU Bremen bietet für alle Interessierten darüber hinaus ihre Unterstützung an.

Der Hintergrund
In Barcelona haben sich Beschäftigte von DHL Freight in der CNT organisiert, um bessere Arbeitsbedingungen zu erreichen. Sie gründeten eine Betriebsgruppe und fanden heraus, dass die Verlagerung ihrer Arbeitsplätze in das Subunternehmen c+j Grupo Handling illegal war. Deshalb forderten sie ihre Übernahme in den Mutterkonzern zu den Bedingungen des Haustarifs. Stattdessen wurde ihnen gekündigt.

Zunächst wurde die lokale FAU-Gewerkschaft in Bonn um Hilfe gebeten, denn in Bonn ist die Konzernzentrale von DHL beheimatet. Die FAU Bonn versuchte mehrmals mit der Geschäftsleitung von DHL Freight ins Gespräch zu kommen, um eine gütliche Einigung zu erzielen und die Wiedereinstellung der unrechtmäßig Entlassenen einzufordern. Die Geschäftsleitung wiegelte das Gespräch ab mit dem Verweis auf die Zuständigkeit des lokalen DHL Freight-Ablegers in Barcelona, eine übliche Vorgehensweise global operierender Konzerne, in denen die Verantwortung immer von einem Konzernteil zum anderen verschoben wird. Für die FAU ist die Sache jedoch klar: Verantwortlich bleibt immer der DHL-Konzern.

DHL möchte Gewinn maximieren
Der DHL-Vorstand möchte im Rahmen seiner „Strategie 2020“ in fünf Jahren den Gewinn auf fünf Milliarden Euro steigern – das wäre bei der jetzigen Prognose eine Verdoppelung. Um dies zu erreichen, soll bei den Beschäftigten gespart werden. In Deutschland ist eine Folge dieser Strategie die Ausgliederung der DHL Delivery GmbHs, wo den Zustellern bis zu 20% schlechtere Löhne gezahlt werden.

Die Arbeitsbedingungen bei DHL sind miserabel: Hoher Zeitdruck, Unfallgefahr, kein pünktlicher Feierabend u.v.m. Die Ursachen hierfür liegen nicht zuletzt in den Subunternehmerketten, die DHL einsetzt, damit es den Arbeiter_innen erschwert wird, sich für bessere Arbeitsbedingungen einzusetzen. Zusätzlich verlieren sie Ansprüche, die ihnen bei einer Festanstellung über den Mutterkonzern zustehen würden.

Genau diese Festanstellung beim Mutterkonzern fordern die CNT-Kollegen in Barcelona. Und sie haben Aussicht auf Erfolg! Sie klagen nun vorm Arbeitsgericht und rechnen damit, dass dieses ihnen im Februar eine Festanstellung bei DHL zusprechen wird. Der Konzern versuchte zunächst ein Urteil abzuwenden und bot hohe Abfindungszahlungen an. Doch die Kollegen mochten sich darauf nicht einlassen. Sie wollen wieder bei DHL arbeiten und für bessere Arbeitsbedingungen im Betrieb kämpfen.

Erster Erfolg: Klage vor Gericht abgewiesen
Im Dezember verklagte DHL die CNT vor dem Nationalen Staatsgerichtshof Spaniens. Der Konzern beklagte sich darüber, dass die CNT seine Ehre beschmutzt habe, indem sie ihm im Rahmen des Arbeitskampfes “terrorismo patronal” (“Boss Terrorismus”) vorwirft. Deshalb, so DHL, solle die CNT 70.000,- Euro Entschädigung zahlen. Das Gericht wies die Klage am 18. Dezember u.a. mit der Begründung ab, es sei im Rahmen von Arbeitskonflikten nun einmal üblich, dass harte Ausdrücke benutzt werden.

Die Kampagne
Unter dem Motto „Schluss mit unsicheren Arbeitsbedingungen bei DHL!“ wendet sich die FAU seit einigen Wochen bundesweit an die Beschäftigten. Ziel ist es, die Kolleg_innen auf den Arbeitskampf in Barcelona hinzuweisen und ihnen zusätzlich unsere Unterstützung anzubieten, wenn sie ihre eigenen Arbeitsbedingungen verbessern möchten. In Gesprächen berichten DHL-Fahrer_innen immer wieder von einem hohen Stresslevel, dem sie insbesondere in der (Vor-) Weihnachtszeit ausgesetzt sind. Eine zusätzliche Belastung ensteht regelmässig, wenn Kund_innen ihren Ärger über verspätete oder gar nicht angekommene Pakete agressiv an ihnen auslassen. So leiden sie gleich doppelt unter den desolaten Strukturen des Konzerns. Wir versuchen, Mittel dagegen zu finden.

Schluss mit unsicheren Arbeitsbedingungen bei DHL, ob in Barcelona, Bremen oder anderswo!
http://bremen.fau.org/2016/01/fau-bremen-unterstuetzt-arbeitskampf-bei-dhl-in-barcelona/
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Kuddel


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« Antworten #15 am: 29. Juli 2016, 09:25:16 »

DHL Home Delivery ist der Billigheimer von DHL.

Dagegen ging es hauptsächlich in dem letzten großen Poststreik. Doch bevor die Ausgliederung von Home Delivery vom Tisch gestreikt worden ist, wurde der Streik von verdi abgebrochen. Man glaubte, man könne die Belegschaften mit einer Lohnerhöhung abspeisen. So einfach war es nicht. Der Verrat am Streik hängt an Verdi und wurde nicht vergessen.

Home Delivery ist scheinbar ein Spielball der Unternehmensführung. Das Logistikcenter im Güterverkehrszentrum (GVZ) Bremen arbeitet in klassischer Scheinselbstständigkeit für Amazon. Amazon ist der einzige Auftraggeber für das LC Bremen. Amazon hat seine Verträge mit DHL für das LC Bremen gekündigt. Zum 31.1. 2017 sind alle rund 350 Mitarbeiter gekündigt. Man rechnet wohl damit, daß die Belegschaft nicht mehr sonderlich motiviert sein wird und entsprechend arbeitet, bzw. sich krank melden wird. Das Amazon Weihnachtsgeschäft will man aber noch mitnehmen. Vorsichtshalber hat man kurz vorher das Personal nahezu verdoppelt durch etwas 300 Leiharbeiter, einen Großteil erst eine Woche vor Bekanntgabe der Schließung.

Verdi hat vor wenigen Tagen zu einer Informationsveranstaltung für die Gewerkschaftmitglieder der LC Beschäftigten im Gewerkschaftshaus Bremen geladen. Die Veranstaltung war sehr gut besucht. Es fehlte an Stühlen, da verdi nicht mit so vielen gerechnet hat. Die Belegeschaft schwankte zwischen Wut und Verunsicherung. Das, was Verdi zu bieten hatte, war unterirdisch. Es wurde nicht einmal versucht über einen Protest oder wohlmöglich Streik zu sprechen. Es wurde eine reine Beratungsveranstaltung und selbst die war schlecht. Der Verdi Sekretär Thomas Warner konnte nicht einmal genau sagen, wie hoch das ALG I für die Beschäftigen sein werde. DHL stellt wohl in anderen Bereichen vereinzelt ein, eine Übernahme der Entlassenen ist aber nicht geplant. Deshalb schlug die Gewerkschaft vor, sich einfach selbst zu bewerben und verteilte Musterschreiben für eine Bewerbung. Es wurde nicht erwähnt, daß man bei einer Folgeanstellung beim gleichen Konzern seine Abfindung verliert.

Die 300 Leiharbeiter waren Thomas Warner keiner Erwähnung wert. Die wird man so einfach los, da braucht man nicht einmal eine Gewerkschaft als Schmiermittel. Die sind völlig uninteressant für Verdi.

Es gibt nun ein halbes Jahr, das dazu genutzt werden könnte, die reibungslose Abwicklung der Niederlassung zu be/verhindern... jenseits von Verdi.
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Rudolf Rocker
Waldkauz


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« Antworten #16 am: 29. Juli 2016, 09:38:46 »

Das Verhalten von ver.di ist absolut unterirdisch!
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Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!
counselor


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« Antworten #17 am: 29. Juli 2016, 11:00:19 »

Die DGB-Gewerkschaften sind das Letzte, wenn es um den Kampf für den Erhalt von Arbeitsplätzen geht.
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Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!
Kuddel


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« Antworten #18 am: 19. Oktober 2016, 16:53:19 »

Es ist schlichtweg unglaublich.

Die Gewerkschaft hat nichteinmal versucht den Hauch eines Protests zu organisieren.
Stattdessen hat man sich hinter verschlossenen Türen zu irgendwelchen Absprachen mit dem Management getroffen.
Das Ergebnis dieser Absprachen wurde der Belegschaft während einer Betriebsversammlung einfach mitgeteilt.
Und dann wurde der Belegschaft strengstens untersagt, das Ergebnis öffentlich zu machen. Es wurde mit juristischen Konsequenzen gedroht, wenn es jemand ins Internet stellen würde.

Zum Glück hat sich jemand nicht abschrecken lassen und man kann einiges auf der schweizer Chefduzenseite nachlesen:
http://www.chefduzen.ch/viewtopic.php?f=26&p=3222&sid=edca5213cf55ecdd93308bfd2c71e86d#p3222
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Kuddel


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« Antworten #19 am: 11. Februar 2017, 16:39:44 »

Die Abwicklung des DHL Logistikcenters Bremen – Ein Lehrstück

Die Belegschaft hatte keinerlei Erfahrung im selbstständigen Kämpfen und wartete darauf, daß man sie in einen Kampf führt. Verdi hielt es nicht für nötig, auch nur ein Feigenblatt eines gewerkschaftlichen Protests zu organisieren.

Wir wollen diese Erfahrung weiterverbreiten, denn sonst wird sich dieses Drama bei der nächsten und übernächsten Abwicklung eines Betriebs wiederholen.

aus:
http://bremerfeierabend.blogsport.eu/2017/02/11/die-abwicklung-des-dhl-logistikcenters-bremen-ein-lehrstueck/
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