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Autor Thema: Monsanto, mit Gift und Genen  (Gelesen 89224 mal)
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« Antworten #75 am: 30. Oktober 2015, 09:42:44 »

Zitat
Glyphosat – Forscher werfen Kontrolleuren Vertuschung vor

[…] Der Epidemiologe Eberhard Greiser von der Universität Bremen kritisiert, das BfR habe wichtige Untersuchungen zur Giftigkeit des Wirkstoffs absichtlich außen vor gelassen. So habe das BfR 31 von 92 vorliegenden Studien, die sich mit Krebsrisiken durch Glyphosat befassen, nicht in die Bewertung einbezogen. Dabei zeigten gerade einige dieser Untersuchungen, wie schädlich sich das Herbizid auf die menschliche Gesundheit auswirken kann. Stattdessen habe das BfR unter anderem zehn Studien berücksichtigt, die von der Pflanzenschutzindustrie finanziert worden waren. Greiser unterstellt dem BfR bewusste Manipulation. Auch der Toxikologe Peter Clausing glaubt, „dass Absicht im Spiel war“.
Quelle: Frankfurter Rundschau

Quelle: NDS
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dagobert


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« Antworten #76 am: 19. November 2015, 16:41:53 »

Zitat
Monsanto verfälscht eigene Studien zu Glyphosat

(18.11.2015) Eine kürzlich bekannt gewordene Publikation erhebt äußerst schwere Vorwürfe gegen den Saatgut- und Agrochemie-Riesen Monsanto. Nach den Autoren – Anthony Samsel und Stephanie Seneff – wusste Monsanto seit Langem von der krebserzeugenden Wirkung von Glyphosat. Um diese Tatsachen zu verschleiern und eine Zulassung für seinen Wirkstoff zu erhalten, habe Monsanto bewusst Studien manipuliert.

Krebsrisiko seit den 80ern bekannt
Aus der Studie von Samsel und Seneff wird ersichtlich, dass Monsanto mindestens seit den anfänglichen 1980er Jahren weiß, dass Glyphosat wahrscheinlich krebserregend ist. Die zugrundeliegenden Daten stammen von der amerikanischen Umweltschutzbehörde EPA. Einer der Autoren hatte bei der EPA nach dem Informationsfreiheitsgesetz detaillierte Informationen zu den ersten Studien über Glyphosat erhalten. Studien, die Monsanto selbst angefertig hatte.

Unerwünschte Studieneffekte weggeschummelt
Die Autoren werfen Monsanto vor, absichtlich Studien verfälscht zu haben. Signifikante Hinweise auf Tumore wurden von Monsanto mit Daten vertuscht, die aus ganz anderen Studien stammen. Der Zweck: Die nicht zugehörigen Daten ließen die statistische Signifikanz verschwinden. Keine Signifikanz, kein Krebsrisiko.

Auf diese Weise wurden die Behörden nicht auf das Krebsrisiko von Glyphosat aufmerksam. Vermutlich hat Monsanto die ursprüngliche Zulassung für Glyphosat nur durch diese Schummeleien bekommen.

http://www.umweltinstitut.org/aktuelle-meldungen/meldungen/monsanto-verfaelscht-eigene-studien-zu-glyphosat.html
(Dort ist auch die erwähnte Studie verlinkt, wenn auch nur in englisch.)
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« Antworten #77 am: 21. November 2015, 09:24:00 »

Zitat
Monsanto verfälscht eigene Studien zu Glyphosat

Und nun, was folgt jetzt, ein Verbot?
Ungenützte Erkenntnisse die der Gier entgegenstehen gibt es zuhauf, die Gier gewinnt, Krebs lässt sich so schön auf den ungesunden Lebenswandel der Betroffenen schieben, da bleiben wir einfach dabei.
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Rudolf Rocker
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« Antworten #78 am: 21. November 2015, 09:48:40 »

Nee, es geht fröhlich so weiter wie bisher!
Im schlimmsten Fall zahlt Monsanto ein paar Millionen aus der Portokasse an Strafe und dann geht es weiter wie bisher.
Die Lügen von Monsanto in Bezug auf gentechnisch veränderte Lebensmittel sind ja auch alle aufgeflogen.
In den USA klagen tausende von Bauern gegen Monsanto, haben aber wohl kaum eine Chance.
« Letzte Änderung: 21. November 2015, 09:51:08 von Rudolf Rocker » Gespeichert

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« Antworten #79 am: 25. Februar 2016, 14:57:14 »

Zitat
So, JETZT klärt sich dann hoffentlich, wie Deutschland zu Glyphosat steht (Monsanto-Unkrautvernichtungsmittel): Glyphosatspuren in 14 deutschen Biersorten gefunden.

Quelle: Fefes Blog


„Um gesundheitlich bedenkliche Mengen von Glyphosat aufzunehmen, müsste ein Erwachsener an einem Tag rund 1000 Liter Bier trinken.“ wie schön das ein Stammtischthema gleich ordentlich mit Stammtischargumenten unschädlich gemacht werden soll. Lasst uns die Umwelt weiter vergiften denn kein Mensch trinkt 1000 Liter Bier am Tag.
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« Antworten #80 am: 10. März 2016, 22:27:18 »

Zitat
Erster Erfolg: Abstimmung über Glyphosat verschoben

[08. März 2016] Heute sollte eigentlich von den Mitgliedsstaaten der EU in Brüssel über die Wiederzulassung des Totalherbizids Glyphosat abgestimmt werden. Die geplante Abstimmung wurde von der EU-Kommission jedoch vertagt. Der Grund: Immer mehr EU-Staaten wollten zuletzt gegen die Wiederzulassung stimmen.

Frankreich, Italien, Schweden und die Niederlande sprachen sich gegen eine erneute Zulassung aus. Auch Dänemark, Luxemburg und Bulgarien meldeten Medienberichten zufolge schwere Bedenken an.

Deutschland und zahlreiche weitere Mitgliedstaaten hatten zudem geplant, sich bei einer Abstimmung zu enthalten, so dass keine qualifizierte Mehrheit für die Wiederzulassung zustande gekommen wäre. Für eine qualifizierte Mehrheit muss nicht nur die Mehrheit der Mitgliedsstaaten zustimmen, sondern diese muss auch mindestens zwei Drittel der Bevölkerung der Union repräsentieren.
[...]

Keine Neuzulassung von Glyphosat!

Das Umweltinstitut fordert die VertreterInnen der Mitgliedsstaaten der EU auf, bei einer späteren Abstimmung gegen eine erneute Zulassung des Totalherbizids zu stimmen. Die nächste Sitzung des zuständigen Ausschusses ist am 18. und 19. Mai geplant.

vollständiger Text:
http://www.umweltinstitut.org/aktuelle-meldungen/meldungen/erster-erfolg-abstimmung-ueber-glyphosat-verschoben.html
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« Antworten #81 am: 20. März 2016, 06:18:21 »

Zitat
Entgiftungskur fürs Bier

Was war denn das? In deutschem Bier und Urin wird das Ackergift Glyphosat entdeckt – und alle Medien nennen das durch die Bank weg Panikmache. Doch diese Argumentation weist auffällige Parallelen zu Presseerklärungen der Agrarlobbyisten auf, meint unser Autor.
....

Quelle: kontextwochenzeitung


Gut vernetzte PR in den "unabhängigen" Qualitätsmedien.
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« Antworten #82 am: 22. April 2016, 12:43:15 »

Zitat
Glyphosat: Ein Fall für die Staatsanwaltschaft

Im Wiederzulassungsverfahren für den Unkrautvernichter Glyphosat sind wichtige Studien systematisch ausgeschlossen oder falsch interpretiert worden. Deshalb schließt sich das Umweltinstitut einer Strafanzeige der österreichischen Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 gegen den Glyphosat-Hersteller Monsanto und die federführenden Zulassungsbehörden an.

weiterlesen:
http://www.umweltinstitut.org/themen/landwirtschaft/pestizide/glyphosat/glyphosat-zulassung-unsere-anzeige-gegen-monsanto-bfr-und-efsa.html
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« Antworten #83 am: 12. Mai 2016, 17:18:25 »

Zitat
EU-Kommission will Glyphosat für neun weitere Jahre genehmigen

(11. Mai 2016) Kurz vor der Abstimmung über die Wiederzulassung von Glyphosat wird klar: Die EU-Kommission will den Stoff für neun weitere Jahre genehmigen und das ohne verbindliche Einschränkungen. Umweltministerin Hendricks sprach sich derweil via Twitter gegen eine Wiederzulassung aus.

weiterlesen:
http://www.umweltinstitut.org/aktuelle-meldungen/meldungen/eu-kommission-will-glyphosat-fuer-neun-weitere-jahre-genehmigen.html
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« Antworten #84 am: 12. Mai 2016, 17:36:53 »

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« Antworten #85 am: 12. Mai 2016, 18:25:41 »

Wie ich dieses Pack hasse! angry

Es ist in der Tat zum kotzen, dass fast alle Politiker gekaufte Berufsverbrecher zu sein scheinen.

MfG

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http://www.chefduzen.de/index.php?topic=21713.msg298043#new
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« Antworten #86 am: 19. Mai 2016, 08:33:14 »

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« Antworten #87 am: 20. Mai 2016, 02:23:06 »

Zitat
Glyphosat-Abstimmung erneut vertagt: Wiederzulassung fraglich

(19. Mai 2016) In Brüssel hätte heute die Entscheidung über die Wiederzulassung von Glyphosat gefällt werden sollen. Doch die Abstimmung wurde nochmals vertagt, weil wohl keine Mehrheit für den Unkrautvernichter zustande gekommen wäre, wie es aus EU-Kreisen heißt.

http://www.umweltinstitut.org/aktuelle-meldungen/meldungen/glyphosat-abstimmung-erneut-vertagt-wiederzulassung-fraglich.html
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« Antworten #88 am: 20. Mai 2016, 08:38:52 »

Glyphosat Die Dosis macht das Gift . Weis doch jeder! Wer zu viel Brot isst, dem könnte sogar das den Tod bringen, weiß unser Experte Dr. Klarmann.

http://cdn-storage.br.de/MUJIuUOVBwQIbtC2uKJDM6OhuLnC_2rc571S/_-OS/9ArP_A8G/7ed25bfa-7277-4baa-812c-816e1c611bf5_B.mp4
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« Antworten #89 am: 20. Mai 2016, 15:51:59 »


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« Antworten #90 am: 10. Juni 2016, 22:02:14 »

Zitat
Glyphosat: Kommission will Zulassung um 12-18 Monate verlängern

(1. Juni 2016)  Die EU-Kommission will die aktuelle Zulassung von Glyphosat noch einmal um 12-18 Monate verlängern und die Entscheidung über die eigentliche Wiederzulassung aufschieben. Schon am 6. Juni soll über den neuen Vorschlag abgestimmt werden. Das verkündete EU-Kommissar Andriukaitis heute auf einer eilig anberaumten Pressekonferenz in Brüssel.

http://www.umweltinstitut.org/aktuelle-meldungen/meldungen/glyphosat-kommission-will-zulassung-um-12-18-monate-verlaengern.html

Zitat
Neuer Etappensieg in der Auseinandersetzung um Glyphosat:
EU-Kommission verliert auch dritten Abstimmungsversuch


(6.6.2016) Es ist eine gewaltige Klatsche für die EU-Kommission: Nachdem sie bereits zweimal keine qualifizierte Mehrheit der Mitgliedstaaten für eine Wiederzulassung von Glyphosat gewinnen konnte, scheiterte sie heute auch mit ihrem Versuch, die aktuelle Zulassung von Glyphosat um 12-18 Monate zu verlängern.

http://www.umweltinstitut.org/aktuelle-meldungen/meldungen/wieder-keine-mehrheit-fuer-glyphosat-verlaengerung.html
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« Antworten #91 am: 11. Juni 2016, 08:00:27 »

Hätte ich nicht gedacht.
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« Antworten #92 am: 29. Juni 2016, 00:12:50 »

Zitat
Entscheidung der EU-Kommission
18 Monate auf Bewährung für Glyphosat

Die EU-Staaten konnten sich nicht einigen, nun entscheidet die Kommission: Sie will den umstrittenen Unkrautvernichter Glyphosat für weitere 18 Monate erlauben - bis dahin soll das Krebsrisiko endgültig geklärt werden.

Die EU-Kommission will die Zulassung des umstrittenen Unkrautvernichters Glyphosat in Europa um 18 Monate verlängern. Das kündigte der zuständige EU-Kommissar, Vytenis Andriukaitis, am Rande eines Treffens der EU-Agrarminister in Luxemburg an. Die aktuelle Zulassung läuft zum Monatsende aus.

Unter den EU-Staaten war trotz wiederholter Versuche nicht die nötige Mehrheit für eine Verlängerung oder Neuzulassung von Glyphosat zustande gekommen: Von den 28 Mitgliedsländern stimmten einem EU-Vertreter zufolge 19 für eine weitere Zulassung, sieben enthielten sich, und Frankreich sowie Malta waren dagegen. Deutschland hatte sich bei der Abstimmung enthalten, da in der Regierung keine Einigung zwischen den Glyphosat-Befürwortern der CDU und den Gegnern beim Koalitionspartner SPD erzielt werden konnte. Da es keine gemeinsame Position gibt, muss die EU-Kommsission eine Entscheidung treffen. Zuvor hatte sie bereits angedeutet, sich für eine Verlängerung zu entscheiden.

http://www.tagesschau.de/ausland/glyphosat-179.html
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« Antworten #93 am: 09. August 2016, 20:03:32 »

Chronisch vergiftet - Monsanto und Glyphosat (ARTE Doku)

https://www.youtube.com/watch?v=3ivpJx3gkMY

MfG

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« Antworten #94 am: 14. September 2016, 12:35:02 »

Zitat
Der Chemiekonzern Bayer übernimmt den Saatguthersteller Monsanto, teilt der Konzern mit. Das deutsche Unternehmen zahlt 128 Dollar je Aktie, damit wird Monsanto mit 66 Milliarden Dollar bewertet. Bayer wird durch den Zukauf zum weltgrößten Anbieter von Agrarchemie.

Der Deal ist ein Rekord. Er ist die größte Übernahme durch einen deutschen Konzern bisher, hat Reuters ausgerechnet.
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/bayer-und-monsanto-rekord-uebernahme-bayer-kauft-monsanto-fuer-milliarden-dollar-1.3161549
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« Antworten #95 am: 15. September 2016, 07:02:58 »

Eigentlich ist das gut, so hab ich es von einem Experten für großes Geld verstanden, Monsanto hat einen schlechten Ruf, Bayer einen guten, und so erhofft sich der Experte Freund des großen Geldes zukünftig einen positiv durchschlagenden Effekt für den Monsantoteil, -> guter Ruf für Genveränderte Pflanzen nehme ich an. Den Börsenexperten platzen die Hosen vor Glück, der zusätzliche Zugewinn an politischem Einfluss wir enorm sein, katastrophal für nicht industriell produzierende Landwirte und den Verbraucher aber gewinnträchtig für die Börse/Anleger, und damit ist die Priorität nach wie vor klar geregelt.
Bösengewinne rauf, Verbraucherschutz runter bzw. abgeschafft angesichts der drohenden Arbeitsplatzverluste (sagt meine Glaskugel voraus).
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« Antworten #96 am: 15. September 2016, 07:48:00 »

Und die Bauern gehen weiter in die Abhängigkeit!!
Hatten wir denen aber alles schon in den 90ern prophezeit, als das mit der Gentechnik in der Landwirtschaft losging.
Damals haben die den Konzernen noch geglaubt; 10 Jahre später kamen sie dann an und mussten kleinlaut zugeben, das wir recht hatten.
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« Antworten #97 am: 15. September 2016, 10:27:39 »

Aus: Ausgabe vom 15.09.2016, Seite 1 / Titel

Bayer schnappt sich Monsanto
»Mehr Gentechnik, mehr Glyphosat«: Mit der Übernahme des US-Riesen entsteht der weltgrößte Agrarchemiekonzern. Scharfe Kritik von Campact
Von Dieter Schubert




Das neu entstandene Glyphosatmonopol vergiftet die Weltbevölkerung
REUTERS/Paulo Whitaker

Bayer hat die Chefs von Monsanto überzeugt und kauft den US-Konzern. Das teilte das Dax-Unternehmen am Mittwoch in Leverkusen mit. Der Pharma- und Agrarchemiekonzern hatte das Angebot für die US-Amerikaner zuvor noch einmal erhöht. Mit dem Kauf hat der Leverkusener IG-Farben-Nachfolger die größte Firmenübernahme durch einen in Deutschland ansässigen Konzern auf den Weg gebracht. Beide Unternehmen unterzeichneten eine bindende Fusionsvereinbarung, die Bayer die Übernahme von Monsanto für 128 US-Dollar je Aktie in bar ermöglicht. Das entspricht einem Kaufpreis von rund 66 Milliarden Dollar (knapp 59 Milliarden Euro), meldete dpa am Mittwoch.

Mit dem Zusammenschluss droht nicht nur eine weitere Monopolisierung, besonders bei der Herstellung und Vermarktung gentechnisch manipulierter Pflanzen und der entsprechenden »Schutzmittel«. Die Fusion macht Bayer zugleich zur weltweiten Nummer eins im Geschäft mit Agrarchemie. Das Ringen der Rheinländer mit dem Monsanto-Management und den Aktionären des US-Konzerns war im Mai öffentlich gemacht worden, als Bayer die Fusionsabsicht verkündet und sein Angebot später mehrfach erhöht hatte.

Einige Hürden existieren noch: Der Übernahme müssen noch die Aktionäre des US-Konzerns und auch die zuständigen Kartellbehörden zustimmen. Der Abschluss der Transaktion wird laut Bayer bis Ende 2017 erwartet. Für den Fall, dass die notwendigen Freigaben nicht erteilt werden sollten, hat Bayer eine Zahlung in Höhe von zwei Milliarden US-Dollar zugesichert.

Monsanto steht seit Jahren wegen seiner Gentechnik und dem Streben, Landwirte weltweit von seinen Saatgutverkäufen abhängig zu machen, in der Kritik. Zugleich vertreiben die US-Amerikaner den »Unkrautvernichter« Glyphosat, der unter anderen im Verdacht steht, krebserregend zu sein. Die vor allem in Südamerika, aber auch im Norden des Kontinents und anderen Erdteilen zu verzeichnende Ausbreitung der Genpflanzen haben Monsanto zum Feindbild nicht nur der etablierten Umweltschutzvereine werden lassen.

Die globalisierungskritische Organisation Campact reagierte auf die Fusionspläne am Mittwoch mit Stimmen aus der Bevölkerung. Demnach befürchten 70 Prozent der Bürgerinnen und Bürger negative Auswirkungen für Umwelt und Verbraucher durch den Deal, wie eine repräsentative Emnid-Umfrage im Auftrag von Campact ergeben habe. »Die Monsanto-Übernahme bedeutet mehr Gentechnik und mehr Glyphosat in der Landwirtschaft. Das stößt auf starke Ablehnung der Verbraucher«, kommentierte Campact-Campaigner Gerald Neubauer in einer Mitteilung. Angesichts der Auswirkungen auf den Wettbewerb befürworten 69 Prozent der Befragten ein Verbot der Übernahme durch die EU.

Für Bayer stehen andere Aspekte im Mittelpunkt. Die Agarindustrie stehe angesichts der schnell wachsenden Weltbevölkerung und der globalen Erwärmung vor gigantischen Herausforderungen, begründete Vorstandschef Werner Baumann die Pläne. Doch »organisches Wachstum« ist bei den führenden Weltkonzernen kaum noch angesagt. In den Chefetagen setzt man auf den Zukauf von Umsatz und Gewinnvolumina – also eine weitere Konzentration und Zentralisation des Kapitals durch Übernahmen oder Verdrängung. Zuletzt hatten die US-Behörden die geplante Milliardenübernahme des Schweizer Agrarchemiekonzerns Syngenta durch das chinesische Staatsunternehmen ChemChina genehmigt. Im Dezember hatten außerdem die US-Chemieriesen Dow Chemical und Dupont verkündet, über einen Zusammenschluss zu verhandeln.

Quelle

https://www.jungewelt.de/2016/09-15/001.php

Hier die Seite der Coordination gegen BAYER-Gefahren

http://cbgnetwork.org/
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« Antworten #98 am: 28. November 2016, 13:00:41 »

Zitat
Oh wow: Der Gerichtshof der Europäischen Union hat geurteilt, dass "Trade Secret" keine Ausrede für das Zurückhalten von Studien über Agrarchemikalien ist. Es ging um Monsanto und Glyphosat         .

Update: Zu früh gefreut, denn:

Das ist zwar eine gute Entscheidung des EuGH. CETA hebt sie aber wieder auf. Dort ist dem Wunsch der Industrie auf Schutz ihrer Daten in vollem Umfang entsprochen worden:

Artikel 20.30
Schutz von Daten zu Pflanzenschutzmitteln

1. Jede Vertragspartei legt Sicherheits- und Wirksamkeitsanforderungen fest, bevor sie das Inverkehrbringen eines Pflanzenschutzmittels (in diesem Artikel „Zulassung“) genehmigt.

2. Jede Vertragspartei legt einen begrenzten Datenschutzzeitraum für Versuchs- oder Studienberichte fest, die erstmalig zwecks Erhalt einer Zulassung vorgelegt werden. Jede Vertragspartei legt fest, dass der Versuchs- oder Studienbericht in diesem Zeitraum nicht zum Vorteil anderer Personen verwendet wird, welche die Zulassung eines Pflanzenschutzmittels anstreben, es sei denn, es wird die ausdrückliche Zustimmung des Erstzulassungseigentümers nachgewiesen.

4. In jeder Vertragspartei beträgt der Datenschutzzeitraum mindestens zehn Jahre ab der Erstzulassung in dieser Vertragspartei für den Versuchs- oder Studienbericht zur Erlangung der Zulassung eines neuen Wirkstoffs und für die Daten, auf die sich die gleichzeitige Eintragung des den Wirkstoff enthaltenden Enderzeugnisses stützt. Die Schutzdauer kann verlängert werden, um die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln mit geringem Risiko und geringfügigen Verwendungen zu fördern.

Quelle: Fefes Blog


Ohne TTIP-Gabriel wäre es ganz sicher noch sehr viel schlimmer, wählt Gabriel zum Kanzler! Ok, ich schäme mich, ist nicht lustig.
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« Antworten #99 am: 13. Dezember 2016, 20:52:24 »

Zitat
Monsanto-Aktionäre besiegeln Übernahme durch Bayer
Der deutsche Chemiekonzern hat bei der Übernahme seines US-Konkurrenten Monsanto eine erste wichtige Hürde genommen: Dessen Aktionäre stimmten mit 99 Prozent zu.
http://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2016-12/saatguthersteller-monsanto-bayer-uebernahme-aktionaere-zustimmung

Na, dann ist ja alles gut.
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