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Autor Thema: Proteste gegen Kohlekraftwerk  (Gelesen 44353 mal)
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Efeu
Erdling


Beiträge: 1472



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« Antworten #25 am: 17. August 2012, 20:13:40 »

Zitat
Keine Kohle vom Great Barrier Reef

Australien könnte Bergbaumagnaten erlauben, einen riesiges Kohlehafen im Great Barrier Reef zu bauen! Doch eine US-Bank in öffentlichem Besitz spielt bei diesem Projekt eine Schlüsselrolle und globaler Druck kann die Bank zum Rückzug bringen. Der Vorsitzende der Bank ist gerade geschäftlich in Australien -- klicken Sie unten, um den weltweiten Aufruf für den Schutz des Riffs direkt zu ihm zu bringen:

http://www.avaaz.org/de/the_great_barrier_coal_mine_global/?beDQCcb&v=17172

Liebe Freundinnen und Freunde,

Australien könnte Bergbaumagnaten erlauben, einen der größten Kohlehäfen der Welt im Ökosystem des Great Barrier Reef zu bauen -- so wird der Zugang zu 8 Milliarden Tonnen Kohle geschaffen und das Überleben dieses Weltnaturerbes aufs Spiel gesetzt.

Aktivisten in Australien üben bereits Druck auf die Regierung aus und die UNESCO hat sich zu Wort gemeldet, doch eine US-Bank in öffentlichem Besitz spielt eine Schlüsselrolle bei diesem Projekt. Weltweiter Duck auf die Bank könnte sie international beschämen und Umweltthemen während der US-Wahlkampfperiode ins Rampenlicht rücken. Wenn die Bank absagt, könnte der gesamte wahnwitzige Plan ins Wasser fallen.

Fordern wir den Vorsitzenden der Bank, Fred Hochberg, auf, die Finanzierung der Great Barrier Reef-Kohle zu stoppen. Uns bleiben nur ein paar Tage -- jetzt gerade hält er sich geschäftlich in Australien auf. Schließen Sie sich dem Aufruf zur Rettung des Riffs an und Avaaz wird unsere Nachricht überreichen:

http://www.avaaz.org/de/the_great_barrier_coal_mine_global/?beDQCcb&v=17172

Das riesige Kohlehafenprojekt würde das bereits gefährdete Riff durch den Bau eines Exportterminals in seinen Gewässern -- und 8 Milliarden Tonnen Kohleexporte -- noch näher an den Abgrund rücken. Bis zu 20 Schiffe würden täglich durch unberührte Gebiete fahren um schmutzige Kohle aus dem australischen Hinterland nach China zu bringen. Schon im Jahr 2010 hat sich gezeigt, welche Zerstörung diese Schiffe bringen können, als eines auf Grund lief und eine 3 km messende Kerbe in dieses einzigartige Riff schlug.

Jetzt gerade steht das Projekt vor einigen Hürden, nachdem die UNSECO berichtete, dass der Kohle-Plan das Riff beeinträchtigt. Die australische Regierung hat sich eingeschaltet und drängt auf eine Prüfung des Umweltverträglichkeitsberichts. Wenn wir dem Geldfluss den Hahn abdrehen, können wir dem Plan einen weiteren Schlag versetzen -- und so helfen, das gesamte Projekt aufzuhalten.

Die amerikanische Export-Import Bank ist zu Hause in den USA schon in einer politisch schwierigen Situation und möchte weitere Kontroversen vermeiden. Ein riesiger Aufschrei der Empörung könnte die Bank davon abhalten, die spektakulärste Unterwasserlandschaft der Welt zu zerstören. Unterzeichnen Sie jetzt und Avaaz wird die Nachricht direkt an Hochberg überbringen:

http://www.avaaz.org/de/the_great_barrier_coal_mine_global/?beDQCcb&v=17172

Millionen Avaaz-Mitglieder auf der ganzen Welt haben sich für unseren Planeten eingesetzt -- ob bei Klimagipfeln in Kopenhagen und Rio oder beim Einsatz für unsere Ozeane und den Amazonas. Schützen wir nun das majestätische Great Barrier Reef vor der Bergbau-Gier.

Voller Hoffnung,

Emma, Allison, Emily, Ricken, Paul, Wissam und das ganze Avaaz-Team


Weitere Informationen:

Great Barrier Reef: Weltnaturerbe in Australien ist gefährdet (Focus)
https://www.focus.de/wissen/natur/weltnaturerbe-in-australien-great-barrier-reef-droht-langsames-sterben_aid_761595.html

Burke kritisiert Zustimmung zu Kohle-Plan am Great Barrier Reef (ABC, auf Englisch)
http://www.abc.net.au/news/2012-06-05/burke-labels-reef-mine-approval-a-shambolic-joke/4053188

Schiffsunglück: Kampf ums Paradies am Great Barrier Reef (Tagesspiegel)
http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/schiffsunglueck-kampf-ums-paradies-am-great-barrier-reef/1783548.html

Gina Rineharts Alpha Coal -- Bedenken zu Auswirkungen auf Riff (Herald Sun, auf Englisch)
http://www.heraldsun.com.au/business/gina-rineharts-alpha-coal-mine-halted-over-great-barrier-reef-fears/story-fn7j19iv-1226384699070

Sag der US Ex-Im Bank: Keine Steuergelder für die Zerstörung des Great Barrier Reef (Huffington Post, auf Englisch)
http://www.huffingtonpost.com/mary-anne-hitt/tell-us-exim-bank-dont-us_b_1757638.html

Tea Party zettelt Streit um U.S. Export-Import Bank an (Bloomberg, auf Englisch)
http://www.bloomberg.com/news/2012-05-16/tea-party-picks-losing-fight-over-u-s-export-import-bank.html
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Kuddel


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« Antworten #26 am: 17. September 2013, 15:01:17 »

Zitat
Gegner legten Braunkohlezufuhr lahm
Proteste in der Lausitz von Polizei beendet



In der Nacht hat die Polizei auch die letzten Umweltschützer bei Welzow von den Gleisen gebracht - sie hatten sich aus Protest gegen einen geplanten Braunkohle-Tagebau an Bahnschienen festgekettet.


Mit schwerem Gerät waren die Polizisten bis in die Nacht zugange, um betongefüllte Kästen aufzubrechen. Mit ihnen hatten sich die Protestierenden am frühen Montagmorgen an den Gleisen verankert. Kurz nach zwei Uhr verließ der letzte Aktivist das Gleis.

Die neun Greenpeace-Aktivisten aus Schweden und Deutschland wollten mit ihrer Aktion gegen einen erweiterten Abbau von Braunkohle durch den Energiekonzern Vattenfall protestieren. Auch sollten Kohletransporte der Bahn gestoppt werden. "Braunkohle ist der klimaschädlichste Energieträger. Die Emissionen aus Kraftwerken sind gesundheitsschädlich", sagte ein Greenpeace-Sprecher.

Auf den Gleisen im Tagebaugebiet Welzow-Süd fahren Kohle-Züge für Vattenfall-Kraftwerke. Nach Mitteilung des Konzerns hat die Unterbrechung der Transporte zu Problemen in den drei Kohlekraftwerken Jänschwalde, Schwarze Pumpe und Boxberg sowie einem Veredlungsbetrieb geführt.

Braunkohlevorräte bis 2040

In dem 2000 Hektar großen Teilabschnitt Welzow-Süd II, von dem etwa 90 Hektar zu Sachsen und der Rest zu Brandenburg gehören, liegen nach Schätzungen von Geologen rund 200 Millionen Tonnen Kohle. Vattenfall Europe will damit bis 2040 das Kraftwerk Schwarze Pumpe beliefern.

Dagegen hatte es im ersten Beteiligungsverfahren 2011/2012 etwa 5000 Eingaben gegeben - von Bürgern, Umweltverbänden, Behörden und Firmen. Deshalb legte die Landesplanungsbehörde die Pläne von Ende Juni bis zum heutigen 17. September erneut aus.

Unterschriften pro und contra

Der "Pro Lausitzer Braunkohle" will am letzten Tag der Bürgerbeteiligung der Landesplanung in Cottbus Unterschriften für den Braunkohleabbau überreichen.

Gestern hätten Umweltschützer der zuständige Behörde in Cottbus eine Liste mit 112.157 Unterschriften übergeben, teilte der brandenburgische Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) mit. Es sei die bisher erfolgreichste Unterschriftensammlung gegen einen neuen Tagebau, die es jemals in Deutschland gegeben habe, sagte Daniela Setton, Referentin Energiepolitik der Klima-Allianz Deutschland.
http://www.dradio.de/aktuell/2253872/
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Kuddel


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« Antworten #27 am: 26. September 2013, 20:25:11 »

Zitat
Proteste gegen Sulm-Kraftwerk in Wien

In Wien haben heute etwa 150 Gegner des geplanten Kraftwerkes an der Schwarzen Sulm vor dem Umweltministerium protestiert und Minister Berlakovic aufgefordert gegen den Bau aktiv zu werden.


Umweltaktivisten von Global 2000 und dem WWF haben heute in Wien gegen den Bau des Kraftwerks an der schwarzen Sulm protestiert. Global 2000 Aktivisten haben den Umweltminister dabei aufgefordert, Amtsbeschwerde gegen den steirischen Landeshauptman Franz Voves einzulegen, da der Bau vom Land Steiermark genehmigt worden ist.
http://steiermark.orf.at/news/stories/2605936/
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Efeu
Erdling


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« Antworten #28 am: 06. August 2014, 14:45:32 »

Zitat
Rettende Subventionen für die Kohle?

Nach der Reform ist vor der Reform: Nachdem mit der Novelle des EEG aus dem einstigen Erneuerbare-Energien-Fördergesetz eine Energiewende-Bremse geworden ist, steht für Sigmar Gabriel bereits das nächste Projekt an – die Kraftwerks-Reform.

Dabei sollen nach den Plänen der Bundesregierung auch klimaschädliche Kohlekraftwerke Subventionen erhalten, um durch die Bereitstellung von Kapazitäten die Versorgungssicherheit zu garantieren. Die könnte zwar auch auf andere Weise gewährleistet werden, beispielsweise durch flexible und deutlich emissionsärmere Gaskraftwerke. Doch die Betreiber der Kohlekraftwerke sehen in dem sogenannten Kapazitätsmarkt eine Chance, sich trotz ihrer veralteten Geschäftsmodelle zusätzliche Gewinne zu sichern, und das auf Kosten der privaten Stromverbraucher.

Eine aktuelle Studie zeigt, dass die in Großbritannien für Dezember geplante Einführung eines Kapazitätsmarkts vor allem alte Kohlekraftwerke begünstigen wird, die derzeit günstiger Strom erzeugen als effiziente Gaskraftwerke. Diese Kohlemeiler sind aber im Schnitt 42 Jahre alt und produzieren klimaschädlicher als alle anderen Stromerzeugungsanlagen. Daran sollte sich Deutschland kein Beispiel nehmen!
http://green.wiwo.de/studie-britischer-kapazitaetsmarkt-befeuert-kohleverstromung/

Lesen Sie mehr zum Kapazitätsmarkt und möglichen Alternativen auf unseren Energiewende-Seiten:
http://www.umweltinstitut.org/themen/energie-und-klima/energiewende.html
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admin
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« Antworten #29 am: 12. August 2014, 19:20:00 »

Zitat
Lausitzer Klimacamp startet – Proteste gegen Braunkohleabbau

Kerkwitz. Der Protest gegen den Braunkohleabbau im Land Brandenburg reißt nicht ab. Vom kommenden Wochenende an wollen mehr als 1000 Teilnehmer des 4.
Lausitzer Klima- und Energiecamps in dem vom Tagebau bedrohten Kerkwitz (Spree-Neiße) eine Woche lang demonstrieren, teilte ein Veranstaltungssprecher am gestrigen Montag mit. Mehr als 50 Aktionen seien geplant.

Höhepunkt ist die für den 23. August von der Umweltorganisation Greenpeace und weiteren Initiativen geplante Menschenkette gegen Braunkohletagebaue. Sie soll die von Abbaggerung bedrohten Orte Kerkwitz in Brandenburg und das polnische Grabice verbinden.

Anfang Juni hatte die rot-rote Landesregierung den Weg für die Tagebauerweiterung Welzow-Süd bei Cottbus freigemacht; 800 Menschen droht dadurch die Umsiedlung. Im März hatte bereits Sachsen die Tagebauerweiterung Nochten genehmigt. Dort müssten ebenfalls Hunderte umziehen.

Es läuft derzeit noch ein Braunkohleplanverfahren für die Grube Jänschwalde-Nord bei Cottbus; auch hier will der Energieerzeuger Vattenfall mehr Braunkohle fördern und ein Kraftwerk bauen.
http://www.lr-online.de/nachrichten/sachsen/Lausitzer-Klimacamp-startet-Proteste-gegen-Braunkohleabbau;art1047,4702770
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Efeu
Erdling


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« Antworten #30 am: 22. August 2014, 14:51:23 »

Zitat
Weitere Braunkohletagebaue stoppen - gemeinsam für die Energiewende!
Petition unterzeichnen:
http://www.humanchain.org/de/eform/submit/petition


Zitat
Neuer Flyer: Schwarzes Gift

Vier der fünf schmutzigsten Kraftwerke Europas stehen in Deutschland. Sie alle verbrennen Kohle, ebenso wie die restlichen der 30 größten Dreckschleudern in der EU. Keine andere Form der Energieerzeugung stößt mehr Treibhausgase aus. Im letzten Jahrzehnt hat es einen globalen Kohleboom gegeben – um 60 Prozent wuchs die Förderung von Stein- und Braunkohle in diesem Zeitraum weltweit. So heizt die Kohle den Klimawandel an und ist der Grund dafür, dass Deutschland und die EU ihre Klimaziele verfehlen werden, wenn wir die Politik nicht zur Einsicht bewegen.

Doch nicht nur das – Kohlekraftwerke sind auch hauptverantwortlich für den Ausstoß des gesundheitsschädlichen Quecksilbers. Daneben kommen zahlreiche andere Schadstoffe wie Feinstaub oder radioaktive Stoffe als lautlose Killer aus den Schloten, verschmutzen Luft und Gewässer und lösen teilweise tödlich verlaufende Krankheiten wie Lungenkrebs oder Herzinfarkte aus.

Mit unserem neuen Faltblatt „Schwarzes Gift“ können Sie sich und Ihre Freunde und Bekannte über die schädlichen Auswirkungen der Kohlekraft auf Mensch und Umwelt informieren. Auf unseren Energie & Klima-Seiten finden Sie Hintergrundinformationen zur Kohle:
http://www.umweltinstitut.org/themen/energie-und-klima/kohle.html

Hier können Sie unseren Flyer online lesen:
http://www.umweltinstitut.org/fileadmin/Mediapool/Druckprodukte/Energie/PDF/Faltblatt_Schwarzes_Gift_web.pdf

Hier können Sie den neuen Flyer bestellen:
http://www.umweltinstitut.org/ueber-uns/infomaterial.html


Menschenkette gegen die Kohle

Für den Abbau der Kohle werden überall auf der Welt Naturräume zerstört und Menschen ihrer Heimat und Lebensgrundlage beraubt. In immensen Tagebauen fressen sich Bagger in die Landschaft und verwüsten große Landstriche. Versauerte Seen, verockerte Flüsse und Gebiete, die wegen Rutschungsgefahr nicht mehr betreten werden können – diese Phänomene sind auch im Umkreis der deutschen Braunkohletagebaue allgegenwärtig.

Dagegen wendet sich die internationale Anti-Kohle-Menschenkette am 23. August in der Lausitz, bei der tausende Menschen zwei von der Abbaggerung bedrohte Orte – Kerkwitz in Deutschland und Grabice in Polen – verbinden werden. Das Umweltinstitut München unterstützt die Menschenkette. Besuchen Sie unseren Infostand vor Ort in der NGO Area.

Gemeinsam können wir die Braunkohle stoppen und weitere Tagebaue in Europa verhindern. Machen Sie mit! Das umfangreiche Rahmenprogramm, Informationen zum Zeitplan sowie Mitfahrgelegenheiten und Busse finden Sie hier:
http://www.humanchain.org/de/ablauf

Weitere Braunkohletagebaue stoppen - gemeinsam für die Energiewende!
Petition unterzeichnen:
http://www.humanchain.org/de/eform/submit/petition


Zitat
Wahnwitziger Braunkohle-Boom

Stromerzeugung aus Braunkohle ist extrem schädlich für unser Klima - doch in Deutschland ein Milliardengeschäft. In der Lausitz sollen nun sogar neue Tagebaue entstehen. Welche Folgen hat das und wie reagieren die Menschen in der Region?

Die Jugend interessiert sich nicht für Politik? Cottbus beweist das Gegenteil. Die Messehalle ist bis auf den letzten Platz besetzt, und viele der mehreren Hundert Gäste sind junge Männer. An diesem Montagmorgen im April tritt hier der Braunkohleausschuss zu seiner 82. Sitzung zusammen: Neun Männer im dunklen Anzug, alle nicht mehr ganz so jung, sitzen auf dem Podium.

Es ist das vorläufige Ende eines langen Kampfes: Nach sieben Jahren Streit entscheidet sich an diesem Tag, ob der schwedische Energiekonzern Vattenfall seinen Tagebau Welzow-Süd um rund 20 Quadratkilometer erweitern darf. Etwa 800 Menschen würden ihre Heimat verlieren, damit Vattenfall ab dem Jahr 2027 insgesamt etwa 200 Millionen Tonnen Braunkohle fördern kann.

www.spiegel.de/wissenschaft/natur/braunkohle-boom-in-der-lausitz-warum-die-billig-energie-riskant-ist-a-970690.html


Zitat
Schäden durch Braunkohle-Tagebau: Das Problem mit der Beweislast

[...]
Anderthalb Kilometer vom Tagebau entfernt, in Niederzier, liegt das Haus der Jochims. Daumenbreite Risse klaffen in der Umfriedungsmauer, feinere Risse in Sockel und Wänden des Hauses. Das Pflaster vorm Haus und der Garten sind bucklig geworden. Im Frühling 2010 beantragte Gerd Jochims "bei unserem Nachbarn RWE" Entschädigung. Erste Reaktion des Konzerns: "Wir waren es nicht", erinnert er sich. Als Gründe für die Schäden habe ihm RWE vielmehr Spannungen zwischen den verschiedenen Baumaterialien des Hauses genannt. Und: Der Baugrund sei nicht ausreichend verdichtet worden. "Dass es 40 Jahre lang keine Veränderungen auf unserem Grundstück gab, interessiert die nicht. Einem unserer Nachbarn haben sie gesagt, die Risse in seiner Garagenmauer seien dadurch entstanden, dass er zwei Mal im Jahr mit dem Spaten sein Gemüsebeet umgräbt."
[...]
Typisch RWE, meint die Rechtsanwältin Doris Vorloeper-Heinz, die außer den Jochims noch zahlreiche andere mutmaßlich Geschädigte im Braunkohlerevier zwischen Mönchengladbach und Euskirchen vertritt: "In der Regel werden vorhandene Beweismittel ignoriert und komplett infrage gestellt."

http://www1.wdr.de/themen/archiv/sp_bergbau_spaetfolgen/bergschaden100.html
« Letzte Änderung: 22. August 2014, 18:46:22 von Efeu » Gespeichert

Efeu
Erdling


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« Antworten #31 am: 28. August 2014, 16:16:38 »

Zitat
"Gegen Kohle mach' ich alles!"

„Gegen Kohle mach ich alles“ oder „Kohle ist kein Grund zum Anbaggern“ – mit diesen und anderen kreativen Sprüchen protestierten am vergangenen Samstag mehr als 7500 Menschen aus über 20 Ländern in der Lausitz. Ein eindrucksvolles Zeichen gegen die klimaschädliche Kohlekraft! AnwohnerInnen und UmweltaktivistInnen bildeten gemeinsam eine acht Kilometer lange Menschenkette zwischen den beiden vom Braunkohletagebau bedrohten Orten Kerkwitz in Deutschland und Grabice in Polen.

Das Umweltinstitut unterstützte die Aktion und war mit einem Infostand vertreten. Lesen Sie mehr in unserem Bericht mit Fotos von der internationalen Menschenkette.
http://www.umweltinstitut.org/home/aktuelle-meldungen/aspresse/122/bayern-will-fracking-verbieten-und-kann-es-nicht-1.html
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BGS
Polarlicht


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« Antworten #32 am: 29. August 2014, 15:45:33 »

Ehrlich gesagt weiß ich nicht, was hier gespielt wird. Doch wurde am Polarkereis in den letzten Jahren der Strompriis regelmäßig gesenkt, es beträgt nunmehr etw ein Drittel des deutschen. Dabei müßte Strom - wie alles Andere- hier im Norden viel teurer sein?

MfG

BGS
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"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

http://www.chefduzen.de/index.php?topic=21713.msg298043#new
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)
Efeu
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« Antworten #33 am: 03. November 2014, 23:35:47 »

Zitat
Gabriels Abschaltplan in Gefahr

Die Energiekonzerne verfeuern Kohle in Rekordhöhe – dabei gefährdet sie Klima und Gesundheit. Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel erwägt gleich über 20 Kraftwerke abzuschalten. Doch die Kohlelobby ist mächtig. Gabriel braucht jetzt unsere Unterstützung.

Unterzeichnen Sie unseren Appell für den Kohleausstieg...
http://www.campact.de/kohleausstieg/abschaltplan/teilnehmen/


Das haben wir nicht erwartet: Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel legt sich mit der Kohlelobby an! Er spielt mit dem Gedanken, auf einen Streich über 20 Kohlekraftwerke abzuschalten – und mittelfristig sogar komplett aus dem Klimakiller Kohlekraft auszusteigen.
Gabriels Pläne haben einen alarmierenden Grund: RWE, E.ON und Vattenfall verfeuern so viel Braunkohle wie seit 1991 nicht mehr – und exportieren den zusätzlich erzeugten Strom ins Ausland. Ändert sich nichts, sind die Klimaschutzziele der Regierung nicht mehr zu erreichen.

Bereits im November will die Regierung nach einem Bericht des Spiegels über den Kohleausstieg entscheiden. Ob Gabriel mit seinen Ausstiegsplänen ernst macht, ist unklar. Das Wirtschaftsministerium betont, die Diskussion sei „ergebnisoffen“. Die Kohlelobby trommelt bereits dagegen. CDU-Fraktionsvize Michael Fuchs wettert gegen die „Zwangseinmottung von Kohlekraftwerken“. Und auch in der SPD gibt es viele einflussreiche Kohlefreunde wie die neue Generalsekretärin Yasmin Fahimi und NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. Jetzt kommt es darauf an, dass wir Bürger/innen Gabriel zum Handeln bewegen.

Sobald wir 100.000 Unterschriften zusammen haben, wollen wir sie Gabriel öffentlich übergeben – und ihn so dazu bringen, sich gegen die Kohlelobby durchzusetzen.

Hier klicken und für den Kohleausstieg unterzeichnen!
http://www.campact.de/kohleausstieg/abschaltplan/teilnehmen/

Die Energiewende führt dazu, dass Kohlekraftwerke zusehends verzichtbar werden. Doch statt sie abzuschalten, exportieren die deutschen Energiekonzerne Strom im Wert von zwei Milliarden Euro ins Ausland. Die Folgen der Kohleverstromung sind fatal: Im Rheinland und in der Lausitz verwandeln Tagebaue Heimat in Mondlandschaften und begraben Jahrhunderte alte Dörfer. Kohlekraftwerke belasten mit Feinstaub, Arsen und Quecksilber unsere Atemluft und gefährden so unsere Gesundheit.

Zudem sind die Kraftwerke Deutschlands Klimakiller Nummer eins. Sie setzen jährlich mehr als ein Drittel des deutschen CO2-Ausstoß frei – Tendenz steigend. Sprich: Ohne Abschaltung von Kohlemeilern wird die Regierung ihr Ziel verfehlen, die Treibhausgas-Emissionen bis 2020 um 40 Prozent zu reduzieren. Dass Deutschland zu seinem Klimaschutzziel steht und deshalb mit dem Kohleausstieg beginnt – dieses Signal braucht es jetzt. Denn Anfang Dezember tagt in Perus Hauptstadt Lima der nächste UN-Klimagipfel. Und genau dort braucht es Länder die vorangehen, damit der für nächstes Jahr geplante, internationale Klimavertrag nicht scheitert.

In den vergangenen Jahren hat Campact im Bündnis mit Umweltorganisationen und Bürgerinitiativen von fast 40 neu geplanten Kohlekraftwerken bereits mehr als zwei Drittel verhindert. An diesen Erfolg wollen wir jetzt anknüpfen und dafür sorgen, dass jetzt die bestehenden Kraftwerke abgeschaltet werden – Meiler für Meiler. Gabriels Gedankenspiele sind dafür ein guter Anfang. Jetzt müssen wir dafür sorgen, dass die Kohlelobby diese einmalige Chance nicht eiskalt kassiert.

Unterzeichnen Sie jetzt unseren Appell für einen Ausstieg aus der Kohle!
http://www.campact.de/kohleausstieg/abschaltplan/teilnehmen/

Mehr Informationen in der 5-Minuten-Info...
http://www.campact.de/kohleausstieg/abschaltplan/5-minuten-info/
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Erdling


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« Antworten #34 am: 30. November 2014, 22:07:46 »

Zitat
Die erste und letzte Generation

Nächste Woche kann Deutschland beschließen, die dreckigsten Kohlekraftwerke dichtzumachen, doch die Kohlelobby kämpft hartnäckig dagegen an. Merkel hat das letzte Wort -- senden wir ihr jetzt eine Nachricht, um Klimaschutz statt Kohleschutz zu fordern:

http://secure.avaaz.org/de/deutschland_klimaziele_sam_1/


Liebe Freundinnen und Freunde in Deutschland,

wir sind die erste Generation, die den Klimawandel wirklich zu spüren bekommt, und die wahrscheinlich letzte, die ihn noch aufhalten kann. Doch nächste Woche haben wir in Deutschland eine riesige Chance, einen großen Schritt in die richtige Richtung zu gehen.

Am 3. Dezember nämlich kann unser Land beschließen, Millionen Tonnen Treibhausgase einzusparen, indem die ältesten und dreckigsten Kohlekraftwerke ein für alle mal dicht gemacht werden. Doch die Kohleindustrie stemmt sich dagegen und will die Bundesregierung auf ihre Seite ziehen -- das können wir auf keinen Fall zulassen. Erheben wir nun gemeinsam unsere Stimmen, um die Lobby zu übertönen und unsere Zukunft zu schützen!

Uns bleibt keine Zeit mehr, uns machtlos zu fühlen, keine Zeit mehr zu sagen: „Was kann ich schon tun?"
Wir müssen jetzt handeln, entschlossen und gemeinsam. Angela Merkel hat das letzte Wort: Sie kann Kohle in Rente schicken. Senden Sie ihr jetzt eine Nachricht, damit genau das passiert:

http://secure.avaaz.org/de/deutschland_klimaziele_sam_1/

Hinter dem sperrigen Titel "Aktionsprogramm Klimaschutz 2020", das die Bundesregierung am 3. Dezember beschließen will, verbirgt sich eine riesige Chance. Wenn in diesem Plan detailliert erklärt wird, wie Deutschland beim Klimaschutz seine Ziele erreicht, dann kann Deutschland nächstes Jahr beim entscheidenden Gipfel in Paris mit großem Einfluss für ein internationales Abkommen kämpfen und andere Länder ins Boot holen.

Wirtschaftsminister Gabriel behauptet, Deutschland könne seine Klimaziele auch ohne Kohleausstieg erreichen. Doch der CO2-Anstieg trotz Energiewende hat in den letzten Jahren deutlich gemacht, dass das einfach nicht funktioniert. Dabei ist die Lösung eigentlich ganz klar: Die ältesten und ineffizientesten Kohlekraftwerke Schritt für Schritt vom Netz nehmen.
 
China und die USA haben gerade eine Klimaschutzerklärung vereinbart und die EU hat jüngst ihre Klimaziele für 2030 festgelegt. Wenn wir Angela Merkel jetzt dazu bewegen, den Anfang vom Ende des Kohlestroms in Deutschland einzuläuten, kommen wir einem globalen Klimaabkommen einen großen Schritt näher. Schicken Sie jetzt eine Nachricht an Angela Merkel und leiten Sie diese E-Mail an Ihre Freunde weiter!

http://secure.avaaz.org/de/deutschland_klimaziele_sam_1/

Am 21. September sind über 600.000 von uns auf der ganzen Welt für eine saubere, umweltfreundlichere Zukunft auf die Straße gegangen. Und Politiker auf der ganzen Welt, von Obama bis zur deutschen Umweltministerin Barbara Hendricks, haben den Bürgern Gehör geschenkt. Stellen wir uns jetzt gemeinsam gegen die Kohleindustrie und kommen der Zukunft, die wir uns alle wünschen, ein großes Stück näher!

Mit Hoffnung und Entschlossenheit,

Christoph, Daniel, Alex, Pascal, Anne, Ricken und das gesamte Avaaz-Team


WEITERE INFORMATIONEN:

Abschaltung von Kraftwerken - Weniger Kohle, mehr Geld, fordert DIW (Taz)
http://www.taz.de/Abschaltung-von-Kraftwerken/!149819/ 

Aktionsplan Klimaschutz: Bundesregierung verschont alte Kohlemeiler (Spiegel)
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/kohle-aktionsplan-klimaschutz-verschont-alte-kohlemeiler-a-1002484.html 

Klimaschutzinitiative USA-China: Klima wird Leitwährung (Tagesspiegel)
http://www.tagesspiegel.de/meinung/klimadiplomatie-das-klima-wird-zur-leitwaehrung/10971838.html 

Kohle gegen Klimaschutz - Wie weiter? (Tagesthemen)
http://www.tagesschau.de/bab-3085.html 

Deutschland Braunkohle-Weltmeister (DPA / Huffington Post)
http://www.huffingtonpost.de/2014/01/07/strom-braunkohle-_n_4552682.html
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Efeu
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« Antworten #35 am: 23. Dezember 2014, 20:04:47 »

Zitat
Die widersprüchliche Energiepolitik der Linken

Während die Bundespartei sich unmissverständlich für einen Kohleausstieg ausspricht, unterstützt die Linke in Brandenburg weitere Tagebaue.

http://www.greenpeace.de/presse/presseerklaerungen/die-linke-100-prozent-unglaubwuerdig


Zitat
Erste Kohlekraftwerke gehen vom Netz

Noch im Sommer sah es so aus, als müssten wir mit dem Kohleausstieg mindestens bis zum Regierungswechsel 2017 warten. Doch heute hat die Bundesregierung ihr Aktionsprogramm Klimaschutz beschlossen – und damit, dass die ersten Kohlekraftwerke abgeschaltet werden. Zwar werden nicht genug Kraftwerke abgeschaltet, um das deutsche Klimaziel zu erreichen. Aber der Einstieg in den Kohleausstieg ist geschafft!

Dieser Erfolg ist auch Ihrem Engagement zu verdanken. Als Mitte Oktober Pläne aus dem Wirtschaftsministerium durchsickerten, dass per Verordnung in den nächsten Jahren etwa zwei Dutzend Kraftwerke vom Netz genommen werden könnten, setzte die Kohlelobby alle Hebel in Bewegung. Sigmar Gabriel kippte schnell um – und gab in den folgenden Wochen den überzeugten Kohlekumpel.

Doch gemeinsam konnten wir Sigmar Gabriel zur Vernunft bringen. Zusammen mit unseren Partnern von Greenpeace, BUND und Nabu sammelten wir innerhalb weniger Wochen 230.000 Unterschriften, organisierten zeitgleich Aktionen in 40 Städten, und in den Ministerien brachten hunderte Anrufe die Telefone zum Glühen. So haben wir gezeigt: Wenn der Wirtschaftsminister Gabriel sich heimlich von den Klimazielen verabschiedet, die der Umweltminister Gabriel selbst mitbeschlossen hat, verursacht das einen Sturm der Entrüstung.

Mit Erfolg: Sigmar Gabriel will die Energiekonzerne nun dazu zwingen, bis 2020 jährlich 22 Millionen Tonnen CO2 zusätzlich einzusparen – und lässt damit erstmals den Kohleausstieg konkret werden. Doch noch ist das Gesetz nicht verabschiedet. Im Frühjahr muss es durch den Bundestag. Dabei wird die Kohlelobby nichts unversucht lassen, um die Zeitenwende in der Energiepolitik aufzuhalten.

Doch auch wir haben gezeigt, dass mit uns zu rechnen ist. Im kommenden Jahr wollen wir unser Engagement für den Kohleausstieg weiter ausbauen. Denn die Kohlelobby darf unseren Erfolg im Parlament nicht einfach einkassieren. Stattdessen wollen wir dafür kämpfen, noch mehr Kohlemeiler abzuschalten.

http://www.campact.de/kohleausstieg/abschaltplan/teilnehmen/
« Letzte Änderung: 23. Dezember 2014, 20:07:10 von Efeu » Gespeichert

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« Antworten #36 am: 23. Juli 2015, 17:26:35 »

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Protestcamp im Hambacher Forst
Neue Räumungsaktion der Polizei

Einsatzkräfte sind gegen eine Turmbarrikade im Hambacher Forst vorgegangen. KlimaaktivistInnen protestieren dort gegen den Braunkohletagebau.




Bei einer Räumungsaktion im Hambacher Forst hat die Polizei am Mittwoch drei AktivistInnen des dortigen Protestcamps in Gewahrsam genommen. Wie bereits bei einem Einsatz im Mai ging es um eine bewohnte Barrikade, mit der die UmweltschützerInnen die Haupteinfahrt zum Wald versperren. Eine Person harrte während des Einsatzes auf der Turmbarrikade aus. Die drei AktivistInnen wurden noch am selben Tag wieder aus dem Polizeigewahrsam entlassen.
http://www.taz.de/Protestcamp-im-Hambacher-Forst/!5214416/
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« Antworten #37 am: 24. Juli 2015, 10:10:11 »

http://www.taz.de/Protestcamp-im-Hambacher-Forst/!5214416/
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Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
Dieter Hildebrandt
Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, gut angepasst an eine kranke Gesellschaft zu sein.
Jiddu Krishnamurti
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« Antworten #38 am: 17. August 2015, 14:22:29 »

Zitat
Proteste im Rheinischen Revier:
Braunkohle-Gegner blockieren Hambach-Bahn

    797 Strafanzeigen gegen Besetzer des Tagebaus
    Ermittlungen wegen Haus- und Landfriedensbruch
    Neue Protestaktionen in der Nacht


Nach den massiven Protesten im Braunkohle-Tagebau Garzweiler haben Aktivisten in der Nacht neue Blockaden im Rheinischen Revier gestartet. Diesmal war der Tagebau Hambach betroffen. Mehrere Personen ketteten sich in der Nacht zum Montag (17.08.2015) an vier Streckenabschnitten der Hambach-Bahn an, wie die Polizei in Düren mitteilte. Der Zugverkehr sei eingestellt worden. Zwei weitere Blockaden seien noch in der Nacht beendet worden. Die Hambach-Bahn ist eine eigene Bahn von RWE und liefert Braunkohle aus dem Tagebau Hambach zum Kraftwerk Niederaußem. Sie ist häufiger das Ziel von Umweltaktivisten.

Am Samstag hatten hunderte Aktivisten den Braunkohle-Tagebau Garzweiler blockiert. Nach den Protesten seien bisher 797 Strafanzeigen gefertigt worden, teilte die Kreispolizei Düren am Sonntag (16.08.2015) mit. Ermittelt werde unter anderem wegen Hausfriedensbruch, Landfriedensbruch, Verstoß gegen das Waffengesetz und Störung öffentlicher Betriebe. Ein Messer sei bei einem Demonstranten beschlagnahmt worden. Der Kohlekonzern RWE hatte bereits während der Besetzung am Samstag (15.08.2015) angekündigt, dass man Strafanzeigen gegen die Umweltaktivisten prüfe.
240 Personen auf Polizeipräsidium gebracht


    Polizisten kesselten Demonstranten ein

Von den etwa 1.200 Demonstranten seien auf dem Tagebaugelände insgesamt 805 Personen angetroffen worden, teilte die Polizei weiter mit. "Davon konnte bei 565 Personen direkt vor Ort die Identität festgestellt werden. Sie wurden aus dem Tagebau begleitet und erhielten Platzverweise", hieß es. 240 Personen seien zur Identitätsfeststellung zum Polizeipräsidium Aachen gebracht worden. Diese hätten sich wegen der großen Personenanzahl so lange hingezogen, dass 164 Personen nach Ablauf der gesetzlich vorgeschriebenen 12-Stundenfrist entlassen werden mussten.
Bündnis kritisiert Polizeigewalt

Martin Weis, Sprecher des Protest-Bündnisses "Ende Gelände", hatte am Samstag den "ruppigen" Polizeieinsatz in Garzweiler kritisiert. Die Demonstranten hätten lediglich "zivilen Ungehorsam geübt", während die Polizei Pfefferspray und Schlagstöcke eingesetzt habe. Eine Journalistin sei verletzt worden. Aktivisten seien eingekesselt worden. Nach Angaben von Weis waren 1.500 Demonstranten vor Ort. Am Sonntag sollen die Proteste in Garzweiler weitergehen. Das Protestcamp dauert noch bis Montag (17.08.2015). Das Bündnis will mit den Protesten gegen die klimaschädliche Braunkohle demonstrieren. Vor dem Weltklimagipfel im Dezember in Paris soll der Druck auf die Politik erhöht werden, angesichts des Klimawandels stärker auf erneuerbare Energien umzusteigen.
http://www1.wdr.de/themen/archiv/sp_braunkohle/braunkohle-klimacamp-120.html
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« Antworten #39 am: 07. März 2016, 14:58:33 »

Irgendwie passt es hier rein:
Energie der Zukunft 5: Kohle, Kernkraft, Kernfusion - Faszination Wissen
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« Antworten #40 am: 02. April 2016, 19:57:32 »

Zitat
Deutsche Kraftwerke gehören zu den schmutzigsten in ganz Europa

   
  • Vier der fünf Kraftwerke mit dem höchsten CO2-Ausstoß der EU stehen in Deutschland, wie aus einer Analyse offizieller Daten der EU-Kommission hervorgeht.
  • Drei der Kraftwerke stehen in Nordrhein-Westfalen, eines in Brandenburg. Betreiber sind die Energieversorger RWE und Vattenfall.
   
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/studie-deutsche-kraftwerke-gehoeren-zu-den-schmutzigsten-in-ganz-europa-1.2930237
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« Antworten #41 am: 15. Mai 2016, 11:27:07 »

Zitat
Lausitzer Braunkohlerevier Gewaltsame Zusammenstöße bei Braunkohleprotesten

Lange Zeit war der Protest gegen den Kohleabbau in der Lausitz friedlich geblieben. Am frühen Samstagabend gab es erste Konflikte zwischen Demonstranten und der Polizei. Aktivisten blockierten das Kraftwerk Schwarze Pumpe. Die Polizei nahm 120 Personen vorläufig fest. Zwei Aktivisten wurden verletzt. Vattenfall macht die Initiative "Ende Gelände" für die Zusammenstöße verantwortlich.
http://www.mdr.de/sachsen/bautzen/protest-braunkohle-lausitz-100.html
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« Antworten #42 am: 16. Mai 2016, 18:13:12 »

http://International geprägter Widerstand gegen Braunkohletagebau und Kohleverbrennung in der Lausitz

16.05.16 - Mehr als 3.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus mindestens 12 Ländern hatte das diesjährige Lausitzer Klimacamp in Proschim, einem Ortsteil von Welzow in Brandenburg, das am 9. Mai begann. Es war von jungen Menschen und einer internationalen Beteiligung geprägt. Sie einte der Protest und Widerstand gegen den Braunkohletagebau und die klimaschädliche Verbrennung der Kohle. Auch einige Mitglieder der Berliner Umweltgruppe der MLPD nahmen zeitweise an dem Camp teil. Der REBELL und das Rebellische Musikfestival schickten eine Solidaritätsadresse, die auf dem Camp veröffentlicht wurde. Darin hieß es unter anderem: "Aktiver Widerstand ist notwendig gegen die mutwillige Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur!"

Die Teilnehmerinnen führten das Camp solidarisch und selbstorganisiert durch, schnibbelten gemeinsam Gemüse und teilten sich die notwendigen Dienste. In zahlreichen Veranstaltungen wurde über die Entwicklung des Braunkohletagebaus in der Lausitz, über die globale Klima- und Umweltkrise, deren Hintergründe im Kapitalismus und über Alternativen diskutiert. Dabei wurden allerdings auch noch recht unterschiedliche Vorstellungen deutlich. Harte Diskussionen gab es insbesondere um die Frage der Perspektive und des Verhältnisses zur Abeiterbewegung.

Ein Vertreter der Berliner Gruppe der Umweltgewerkschaft berichtet, dass es alles andere als selbstverständlich war, in den Workshops oder bei den Aktionen bewusst auf die Arbeiter zuzugehen und die Einheit mit ihnen zu suchen. Wenn man dies tat - wie unter anderem die Mitglieder der Umweltgewerkschaft -, kam man in interessante Gespräche. Ein Erfolg war auch, dass als Ergebnis in einer der Arbeitsgruppen ein Plakat angefertigt wurde: "Solidarität mit dem Bergmann und Umweltkämpfer Christian Link - raus mit Giftmüll und PCB aus den Zechen - Stoppt Fracking jetzt!"

Das Camp stand in enger Wechselwirkung zur Vorbereitung und Organisierung von Besetzungs- und Blockadeaktionen. Dazu hatte das Protest- und Widerstandsbündnis "Ende - Gelände" aufgerufen, um ein Zeichen gegen die weitere Verbrennung der Kohle und den damit verbundenen CO2-Ausstoß zu setzen. Dabei betonte der auf Vorbereitungstreffen vereinbarte Aktionskonsens: "Wir werden uns ruhig und besonnen verhalten ... Unsere Aktion richtet sich nicht gegen die Arbeiterinnen und Arbeiter von Vattenfall oder gegen die Polizei." Dennoch hetzten in Welzow vom Lausitzer Pro-Kohle-Verein aufgehängte Plakate provokativ: "Stoppt die Gewalt".

Schon am Freitag, den 12. Mai, besetzten rund 1.600 Demonstranten zwei riesige Bagger, Gleise und Förderbänder des Vattenfall-Konzerns im Braunkohletagebau Welzow-Süd. Der Konzern hatte die Produktion allerdings vorausschauend schon am Donnerstag eingestellt. Polizei und Werkschutz hielten sich zunächst zurück und ließen die Demonstranten gewähren.

Am Samstag, den 14. Mai, gab es eine von zahlreichen Umweltverbänden organisierte Demonstration von Welzow nach Proschim. Eines der Dörfer, das abgebaggert werden soll, wenn es nach den von der Brandenburger Landesregierung aus SPD und Linkspartei unterstützten Kohle-Plänen geht. Daran nahmen rund 1.500 Menschen teil. Einige Mitglieder der Berliner Umweltgruppe der MLPD verteilten schon vor Beginn der Demonstration 500 Exemplare des Kampfprogramms der MLPD "Rettet die Umwelt vor der Profitwirtschaft". Zahlreiche "Rote Fahne"-Magazine wurden verkauft. Dabei machten wir die Erfahrung, dass es eine wachsende Offenheit für die Diskussion über die notwendige Einheit der Arbeiter- und Umweltbewegung gibt.

Mehr als 1.500 Menschen beteiligten sich am Wochenende an Aktionen zur Blockade des Kohletransports zum Kraftwerk "Schwarze Pumpe" in Spremberg. Schon am Samstag musste das Kraftwerksleistung deshalb um 80 Prozent heruntergefahren werden. Vattenfall forderte die Polizei diesmal auf, einzugreifen. Nach der Rückzug von Demonstranten, die das Kraftwerk besetzt hatten, kam es zu einem teilweise brutalen Polizeieinsatz und der Verhaftung von ca. 130 Demonstranten. Die großen Protestaktionen und Blockaden wurden bis auf Kleingruppen am Sonntag Nachmittag beendet.

Eine Sprecherin des Bündnisses bewertete die Aktion als erfolgreich: "Wir haben ein deutliches Zeichen gesetzt und damit haben wir erreicht, was wir wollten. Wir wollten den Protest gemeinsam beenden und auch das ist uns gelungen."

Quelle

https://www.rf-news.de/2016/kw19/international-gepraegter-widerstand-gegen-braunkohletagebau-und-kohleverbrennung-in-der-lausitz-1
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Gegen System und Kapital!


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« Antworten #43 am: 17. August 2016, 16:48:34 »

Zitat
Tagebau
1000 Klimacamper in Erkelenz erwartet – „Kreative Proteste“ angekündigt


So weit, so gut.

Jetzt treten gegen die Protestierenden nicht nur Bullen und gekaufte Medien an, sondern auch eine Gewerkschaft:
Zitat
Gewerkschafter und RWE-Mitarbeiter wollen den Kritikern das Feld nicht allein überlassen.
Zitat
Dabei ist die Gewerkschaft auf zwei Ebenen aktiv, sagt Manfred Maresch, Sekretär der IG Bergbau, Chemie, Energie (BCE) in Alsdorf. So richtet sich ihre Kampagne zum einen gegen die „Gewalt aus dem Umfeld der Ökoaktivisten“, die im Wald am Tagebau Hambach zwischen Kerpen und Düren immer drastischere Züge angenommen hat.
Zitat
Zum anderen spricht die Gewerkschaft von Jobs: Im Revier gehe angesichts sinkender Erlöse aus der Braunkohleverstromung die Angst vor Stellenabbau und Lohnkürzungen um, beklagt Maresch. Dabei sei die Braunkohle in Zeiten der Energiewende nötig.
http://www.ksta.de/24601716
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Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!
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« Antworten #44 am: 17. August 2016, 17:26:21 »

Ja, die IG BCE ist schon immer als rechtsaußen Gewerkschaft aufgefallen! Früher haben die auch schon mal "Atomkraft? Ja, bitte!"- Aufkleber verteilt und  gegen Atomkraftgegener gehetzt. Insofern nichts neues.
Das der Kölner Stadtanzeiger sich pro RWE positioniert dürfte wohl daran liegen, das den DuMonts Werbeeinnahmen wichtiger sein dürften, als eine neutrale Berichterstattung!
Also auch nichts neues!
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« Antworten #45 am: 04. November 2016, 18:39:42 »

Klassenjustiz

Zitat
Kohle-Proteste von Pfingsten: Viele Verfahren bei Staatsanwaltschaft

Nach den Kohle-Protesten in der Lausitz von Pfingsten prüft die Staatsanwaltschaft Cottbus Dutzende Verfahren. Dabei gehe es unter anderem um Landfriedensbruch, gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr, Sachbeschädigung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, wie die Behörde mitteilte.




Wie das Brandenburger Innenministerium kürzlich informierte, wurden 48 Verfahren an die Staatsanwaltschaft übergeben. Sie richten sich demnach gegen 150 bekannte Tatverdächtige. Zudem werde noch gegen eine Vielzahl von Unbekannten ermittelt.

An den Protesten hatten an Pfingsten Tausende Demonstranten teilgenommen. Dabei wurde auch ein Tagebau bei Cottbus zeitweise besetzt - Aktivisten unterbrachen den Kohlenachschub zu einem Kraftwerk.
http://www.moz.de/details/dg/0/1/1527228/
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« Antworten #46 am: 02. Mai 2017, 17:54:05 »

Zitat
Verfahren gegen Clumsy eingestellt mit Auflagen
https://linksunten.indymedia.org/de/node/211126
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« Antworten #47 am: 15. August 2017, 19:10:25 »

Wenn Umweltzerstörung legal ist, ist der Widerstand dagegen legitim!

Zitat
Das mulmige Gefühl vor den Braunkohle-Protesten

Proteste gegen die Braunkohle. Im Rheinischen Revier kennt man das. Aber nach der Randale der Autonomen in Hamburg treibt viele Menschen die Frage um: „Was wäre wenn?“ Die Polizei versucht zu beruhigen.


Die Ausschreitungen während des G-20-Gipfels in Hamburg haben auch gut einen Monat danach noch ein Echo im rheinischen Braunkohlerevier. Dort werden vom kommenden Wochenende an viele Umweltaktivisten zu Protesten gegen fossile Energien erwartet – und Anwohner machen sich Sorgen. Am Montagabend stellen sie viele Fragen an den Aachener Polizeipräsidenten in Kerpen-Buir. „Wir sind präsent auch mit zivilen Kräften. Wir haben genügend Kräfte und Reserven, die schnellstens da sind“, antwortet Dirk Weinspach bei einer Bürgerversammlung am Tagebau Hambach.

Dem nächsten Klimacamp Rheinland (18.–29.8.) sehen Menschen im rheinischen Revier mit gemischten Gefühlen entgegen. Einer von ihnen ist Norbert Krüppel: „Die kündigen ja alle friedliche Demonstrationen an. Aber man weiß ja nicht, was passiert“, sagt er. Wer weiß, ob sich nicht gewalttätige Autonome unter die Aktivisten mischen.

„Ausschließen kann man nichts“, sagt Weinspach. Aber die Polizei habe keine Hinweise, dass Gewalttäter in dem Umfang und mit der kriminellen Energie wie in Hamburg ins rheinische Revier kommen. Die Beamten rechnen zwischen dem 24. und 26. August mit dem Höhepunkt der Aktionen und werden dann nach eigenen Angaben tagelang rund um die Uhr im Einsatz sein.

Das Aktionsbündnis „Ende Gelände“ will mit seinen Aktionen Druck machen: Es gebe kaum noch Zeit, um die schlimmsten Auswirkungen der globalen Erderwärmung zu verhindern, sagt die Sprecherin des Aktionsbündnisses, Insa Vries. Der Energiekonzern „RWE zeigt sich uneinsichtig, und die Politik bleibt untätig. Es liegt an uns, jetzt zu handeln“, stellt Vries fest. Man werde ruhig und besonnen vorgehen, keine Infrastruktur beschädigen und keine Menschen gefährden. „Unsere Aktion richtet sich nicht gegen die Polizei oder Angestellte von RWE“, unterstreicht die Sprecherin.

„Wir können nicht ignorieren, dass angekündigt ist, Tagebaue zu stürmen und dabei aller Voraussicht nach Straftaten begangen werden“, sagt Weinspach. Die Polizei werde konsequent Straftaten verfolgen: „Hier darf kein Raum für Straftäter sein.“

Vor zwei Jahren Garzweiler gestürmt

Die Region hat noch das Szenario vom Sommer 2015 vor Augen, wo Hunderte Umweltaktivisten den Tagebau Garzweiler stürmten. Weil eine Gruppe in die Nähe eines Baggers kam, stoppte der Betreiber RWE den Betrieb. Jetzt warnt die Polizei auf Facebook eindringlich vor den Gefahren des Tagebaus: Die Leute könnten sich in den Steilflanken den Hals brechen, von tödlichen Stromschlägen getroffen oder von schwerem Gerät erschlagen werden. „Wir als Polizei wollen, dass am Ende des Tages alle Beteiligten gesund nach Hause gehen können“, appelliert die Polizei auf Facebook.

Wegen Hausfriedensbruchs wurde damals niemand verurteilt, weil RWE den riesigen Krater nicht rundum abgesichert hatte. Der Konzern ist nach eigenen Angaben in diesem Jahr vorbereitet, hat den Tagebau rundum abgesichert, Erdwälle gebaut, Zäune gezogen und den Tagebau Garzweiler nach eigener Einschätzung als Eigentum kenntlich gemacht.
https://www.welt.de/regionales/nrw/article167698641/Das-mulmige-Gefuehl-vor-den-Braunkohle-Protesten.html
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Kuddel


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« Antworten #48 am: 25. August 2017, 09:18:19 »

Zitat
Bagger besetzt - 3000 Aktivisten drohen damit, die „Kohle-Infrastruktur lahmzulegen“

Anscheinend ist es vorbei mit der Ruhe: Laut Informationen dieser Zeitung halten Aktivisten am Freitag am Hambacher Forst einen Bagger besetzt.

Auf der Facebook-Seite „Ende Gelände“ heißt es: „Gleich geht es los.“ Rund 3000 Aktivisten würden sich darauf vorbereiten, „die Kohle-Infrastruktur lahmzulegen“.
http://www.ksta.de/28222788 
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Fritz Linow


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« Antworten #49 am: 27. August 2017, 13:59:30 »

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