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Autor Thema: Proteste gegen Kohlekraftwerk  (Gelesen 44355 mal)
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Kuddel


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« Antworten #50 am: 06. November 2017, 13:50:43 »

Zitat
Tausende Menschen demonstrieren vor Weltklimagipfel für Kohleausstieg

Vor Beginn der Weltklimakonferenz in Bonn haben am Wochenende tausende Menschen für einen raschen Kohleausstieg demonstriert. Nach einer Großdemonstration in der früheren Hauptstadt am Samstag verlagerten sich die Proteste am Sonntag in das rheinische Tagebaurevier. Dort drangen hunderte Aktivisten trotz eines massiven Polizeiaufgebots in das Betriebsgelände ein. Am Montag wird in Bonn knapp zwei Wochen lang über die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens beraten.

Mehrere hundert Demonstranten gelangten laut Polizei am Sonntagmittag auf das Gelände des Tagebaus Hambach. Das Aktionsbündnis Ende Gelände sprach sogar von mehreren tausend Aktivisten. Laut dem Bündnis musste der Energiekonzern RWE den Betrieb von Kohlebaggern und eines Förderbands im Tagebau einstellen.

Die Polizei versuchte mit einem Großaufgebot, das weitere Eindringen der Demonstranten in den Tagebau sowie Blockaden zu verhindern. Beamte setzten laut der zuständigen Polizei Aachen Pfefferspray ein, mindestens ein Aktivist wurde vorläufig festgenommen.

Das Aktionsbündnis Ende Gelände hatte schon im Vorfeld der Proteste Blockaden in dem Gebiet angekündigt. Das Bündnis fordert einen sofortigen Ausstieg aus der klimaschädlichen Kohleverstromung. Bündnissprecherin Dorothee Häußermann verteidigte die Proteste im Tagebau: "Angesichts der Dringlichkeit der Klimakrise ist ziviler Ungehorsam mehr als notwendig". Die Proteste gefährdeten auch keine Menschen.

Am Sonntagmorgen hatten sich zunächst tausende Menschen zu einem Demonstrationszug nahe Kerpen versammelt. Laut Polizei beteiligten sich daran rund 2500 Menschen, die Veranstalter sprachen sogar von 4500 Teilnehmern. Am Samstag hatten bereits tausende Menschen in Bonn für einen Kohleausstieg demonstriert. Die Veranstalter sprachen von rund 25.000 Demonstranten.
https://www.welt.de/newsticker/news1/article170340951/Tausende-Menschen-demonstrieren-vor-Weltklimagipfel-fuer-Kohleausstieg.html
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Kuddel


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« Antworten #51 am: 06. November 2017, 19:10:52 »

Zitat
„Wer herkommt, blutet“

AktivistInnen von „Ende Gelände“ haben den Tagebau in Hambach besetzt. Sie klagen über „unverhältnismäßige“ Härte der Polizei.




Massiver Einsatz der Reiterstaffel, Pfefferspray auf friedliche DemonstrantInnen, dazu Faustschläge ins Gesicht: Nach den Klimaprotesten um und im Braunkohletagebau Hambach bei Köln am Sonntag klagen OrganisatorInnen und PolitikerInnen über Polizeigewalt. „Die PolizistInnen sind zum Teil einfach in die Menschen hineingeritten“, sagt ein Aktivist, der bei der Besetzung der Braunkohlegrube dabei war.

Die Menschen seien von den von hinten kommenden Pferden überrascht worden, so der 27-Jährige. Manche sitzende AktivistInnen seien von PolizistInnen am Kopf hochgezogen worden, anderen sei mit der Faust ins Gesicht geschlagen worden, „obwohl es überhaupt keine Gegenwehr gab“.

Der Tagebaubetreiber RWE nannte den Polizeieinsatz wie wortgleich auch Nordrhein-Westfalens CDU-Innenminister Herbert Reul „professionell“.
http://www.taz.de/Klimaprotest-im-Hambacher-Tagebau/!5457820/
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Kuddel


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« Antworten #52 am: 06. November 2017, 20:50:42 »

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Kuddel


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« Antworten #53 am: 20. November 2017, 20:06:57 »

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Kuddel


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« Antworten #54 am: 14. August 2018, 17:13:58 »

Ver.di und IG BCE planen Gegendemo zum Klimacamp



http://www.labournet.de/?p=132737
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Kuddel


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« Antworten #55 am: 25. August 2018, 09:19:46 »

Zitat
Friede den Hütten
Aktive des Klimacamps wollten eine Gartenlaube in den Hambacher Forst bringen. Die Polizei verhinderte dies auf Anordnung von RWE.




Die Polizei bereitet eine Räumung der Baumhäuser und Barrikaden vor. Nur vor dem Hintergrund des zugespitzten Konfliktes ist zu verstehen, was sich am Samstagabend auf der Autobahnraststätte Bedburg-West zugetragen hat.

Auf einer Autobahnraststätte kontrollierte die Polizei den LKW mit der Gartenlaube und erklärte, diese werde beschlagnahmt. Die Polizei vermutete die »Einbringung von waldfremden Gegenständen« in den Hambacher Forst.

Dass die Solidarität mit den Besetzern des Hambacher Forsts nicht so leicht kleinzukriegen ist, zeigte sich am Sonntag. Im Rahmen eines Waldspaziergangs mit Hunderten Teilnehmern wurde eine neue Hütte in einen der Bäume gezogen.
https://www.neues-deutschland.de/artikel/1097782.hambacher-forst-friede-den-huetten.html

Zitat
Streit um Hambacher Forst
BUND droht mit Ausstieg aus der Kohlekommission

Die Umweltschützer des BUND machen ihre weitere Mitarbeit in der Kohlekommission davon abhängig, dass der Energieriese RWE ein Moratorium für die Abholzung des Hambacher Forstes ausruft. Der Wald in der rheinischen Braunkohleregion steht seit Jahren symbolisch für den Protest der Kohleabbau-Gegner.


Seit Jahren schon liegen RWE und die Umweltschützer im Hambacher Forst im Clinch miteinander - und nun soll noch mehr Wald im Rheinischen Braunkohlerevier gerodet werden: "Tagebau Hambach, der zerstört gerade einen einstmals 4.100 Hektar großen Altwald, der 12.000 Jahre Entstehungsgeschichte hinter sich hat. Dieser Wald wird bis auf wenige Reste vernichtet", sagt Umweltschützer Dirk Jansen, Landesgeschäftsführer des BUND in Nordrhein-Westfalen.

Mit dem Gezerre um den Hambacher Forst schwappt der Konflikt nun nach Berlin rüber: Der BUND droht mit dem Ausstieg aus der so genannten Kohlekommission - sollte es kein Moratorium für die Abholzung des Hambacher Waldes geben:

"Ein Zeichen guten Willens wäre, wenn sie jetzt sagen: Solange die Kohlekommission noch tagt in Berlin, verzichten wir auf weitere Rodungen. Denn das wäre ein Unding, dass in Berlin fleißig getagt und debattiert wird und im Hambacher Wald rollen die Kettensägen durch".
https://www.deutschlandfunk.de/streit-um-hambacher-forst-bund-droht-mit-ausstieg-aus-der.1766.de.html?dram:article_id=426225

Zitat
Deutsche Industrie kritisiert Kommissionsvorschlag

EU-Klimakommissar Canete hatte in einem Interview vorgeschlagen, dass die EU sich verpflichtet, bis 2030 die Treibhausgas-Emission um 45 Prozent zu senken. Das bisherige Ziel liegt bei 40 Prozent.

Ablehnend äußerte sich der Industrieverband BDI. Hauptgeschäftsführer Lösch sagte, es sei falsch, so zu tun, als ob Europa den Ausstieg der USA aus dem Pariser Abkommen kompensieren könnte.
https://www.deutschlandfunk.de/eu-klimaziel-anhebung-bis-2030-deutsche-industrie.2932.de.html?drn:news_id=916618

Zitat
Hambacher Forst
RWE hält an Rodungsplänen fest


Der Energiekonzern RWE hält die umstrittene Abholzung des Hambacher Forstes für unausweichlich. Die lange geplanten Rodungen seien „zwingend erforderlich, um die Kohleförderung aus dem Tagebau Hambach sicherzustellen“, heißt es in einer Stellungnahme vom Freitag. Nach dem Rodungsverzicht im vergangenen Jahr seien die zeitlichen Puffer aufgebraucht. Dem BUND warf der Konzern vor, „bewusst mit unredlichen Provokationen“ zu agieren.

Der Hambacher Wald gilt als Symbol des Widerstands gegen die Braunkohle. RWE will im Herbst mehr als die Hälfte des übrig gebliebenen Waldes roden. Die NRW-Polizei bereitet sich auf einen wochenlangen Großeinsatz vor.
https://www.ksta.de/wirtschaft/hambacher-forst-rwe-haelt-an-rodungsplaenen-fest-31163076

Zitat
NRW-Arbeitgeberpräsident:
Hambacher Forst ist nicht zu retten - "Dürfen uns von Kohlegegnern nicht treiben lassen"


 Es sei "unverantwortlich", einen Termin für den Ausstieg festzulegen, ohne vorher die erforderlichen Voraussetzungen festzulegen. "Wir dürfen uns von den Kohlegegnern weder treiben noch erpressen lassen", verlangte Kirchhoff. Er forderte die Landesregierung auf, sich von einem drohenden Konflikt mit den Kohlegegnern im Hambacher Forst nicht beirren zu lassen.
https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2018-08/44622013-koelner-stadt-anzeiger-nrw-arbeitgeberpraesident-hambacher-forst-ist-nicht-zu-retten-duerfen-uns-von-kohlegegnern-nicht-treiben-lassen-007.htm

Zitat
Schrottauto als Straßensperre im Hambacher Forst einbetoniert

Am Freitag hat die Polizei in dem Wald am Tagebau Hambach ein Schrottauto abtransportieren lassen, dass Unbekannte zuvor auf einem Zufahrtsweg zum Tagebau in ein Loch im Boden eingelassen und dort einbetoniert hatten.
http://www.aachener-nachrichten.de/lokales/dueren/schrottauto-als-strassensperre-im-hambacher-forst-einbetoniert-1.1968958

Zitat
Protest aus dem Hambacher Forst vor dem Polizeipräsidium

Eine Gruppe von rund 30 Aktivisten aus dem Hambacher Forst hat am Freitagmittag eine Kundgebung vor dem Aachener Polizeipräsidium abgehalten.
http://www.aachener-zeitung.de/lokales/aachen/protest-aus-dem-hambacher-forst-vor-dem-polizeipraesidium-1.1969194


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ManOfConstantSorrow


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« Antworten #56 am: 31. August 2018, 19:52:49 »

Zitat
Polizei definiert Hambacher Forst als „gefährlichen Ort”

Die Polizei hat den Hambacher Forst als „gefährlichen Ort” definiert und kann somit Menschen ohne besonderen Anlass kontrollieren. Aus dem Wald heraus seien Straftaten von erheblicher Bedeutung verabredet, vorbereitet oder verübt worden, begründete eine Polizeisprecherin am Freitag die Maßnahme. Das werde auch für die Zukunft erwartet. Sei die Feststellung der Identität vor Ort nicht möglich, könnten Personen bis zu zwölf Stunden in Gewahrsam genommen werden.
http://www.aachener-zeitung.de/lokales/region/polizei-definiert-hambacher-forst-als-gefaehrlichen-ort-1.1973939

Der moderne Rechtsstaat: Das Recht wird so lange gebogen, bis es den Erwartungen von RWE entspricht.
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Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!
counselor


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« Antworten #57 am: 06. September 2018, 22:33:19 »

Zitat
Waldrodung - Polizei beendet Räumung im Hambacher Forst

Nachdem sich die Situation um den von der Rodung betroffenen Hambacher Forst bis gestern weiter zugespitzt hatte,¹ erklärte die Polizei ihren Räumungseinsatz im Wald heute erst einmal für beendet.

Quelle: https://www.rf-news.de/2018/kw36/polizei-beendet-raeumung-im-hambacher-forst
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Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!
Kuddel


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« Antworten #58 am: 13. September 2018, 11:37:03 »

Zitat
Kapital als Klimakiller

Der Wachstumszwang der Weltwirtschaft macht eine ressourcenschonende Gesellschaftsordnung nur jenseits des Kapitals möglich


Neueste Veröffentlichungen der Klimawissenschaft bestätigen eine deprimierende Tendenz bei der Erforschung des Treibhauseffekts: Es kommt immer schlimmer als befürchtet. Die pessimistischen Langzeitprognosen zu den Folgen der Erderwärmung, die zuerst vom Mainstream der Klimawissenschaft kaum beachtet wurden, erweisen sich oftmals im Gefolge weiterer Forschungen als zutreffend.
(...)
Das Kapital als gesamtgesellschaftliches Reproduktionsverhältnis macht alle Ansätze zunichte, eine ressourcenschonende Wirtschaftsweise zu etablieren.

Das innerste Wesen des Kapitalverhältnisses bringt zwangsläufig ein ökologisch schlicht selbstzerstörerisches Wirtschaftssystem hervor. Eine nachhaltige Lebensweise ist im Rahmen der gegenwärtigen Produktionsweise schlicht unmöglich.
(...)
Die am Selbstzweck uferloser Kapitalverwertung ausgerichtete kapitalistische Weltwirtschaft fungiert somit de facto als eine Weltvernichtungsmaschine, bei der die reale, konkrete Welt verbrannt wird, um das blinde Wachstum der Realabstraktion des Werts bis zum Kapitalkollaps zu perpetuieren.

Das Kapital ist somit aufgrund dieser Notwendigkeit permanenter Expansion das logische Gegenteil einer ressourcenschonenden Wirtschaftsweise, die notwendig wäre, um ein Überleben der menschlichen Zivilisation zu sichern.
(...)
Die Überwindung des in seiner Agonie regelrecht Amok laufenden Kapitalverhältnisses stellt somit eine Überlebensfrage der menschlichen Zivilisation dar. Die ökologische Bewegung müsste bei ihrer diesbezüglichen Argumentation somit nicht so sehr an die Moral der Menschen appellieren, sondern an ihren Überlebensinstinkt.
https://www.heise.de/tp/features/Kapital-als-Klimakiller-4043735.html?seite=3

Zitat
Donald Trump will den "Krieg gegen die Kohle" beenden und weiter das Klima vergiften. Der Mann im Weißen Haus brüstet sich mal wieder und fragte soeben seine Anhänger: "Habt ihr gesehen, was ich mit dem CPP ('Clean Power Plan') gemacht habe? Bum, weg damit."
https://www.heise.de/tp/features/Trump-vergiftet-das-Klima-3859496.html

Zitat
Die Erde brennt - der Mensch pennt

Erst unerträgliche Hitze und katastrophale Dürre, jetzt Starkregen und vollgelaufene Keller: Die Wetterkapriolen der schon lange vorhergesagten Klimakatastrophe werden immer verrückter


In dieser Woche wenden sich namhafte Wissenschaftler mit einem Appell an die Weltgemeinschaft, der aufhorchen lässt: Das globale Klimasystem gleiche einer Kette von Dominosteinen - die ersten Steine drohen bereits zu fallen. Es droht eine Heiß-Zeit. Ist die Welt noch zu retten?

Die weltweite Klimaerhitzung und ihre Folgen kann niemand mehr leugnen. Klimaforscher Mojib Latif und seine Kollegen prognostizieren für die Zukunft noch mehr Hitze im Sommer und weit weniger Kälte und Frost im Winter, noch mehr Sturm- und Feuerschäden, noch mehr Überschwemmungen und Hitze-Tode. Im Hitzesommer 2003 starben in Westeuropa 65.000 Menschen den Hitze-Tod.
https://www.heise.de/tp/features/Die-Erde-brennt-der-Mensch-pennt-4131955.html

Zitat
Zehntausende Menschen haben in Frankreich für einen besseren Schutz des Klimas demonstriert. Allein in Paris nahmen am Samstag nach Angaben der Polizei 18 500 Menschen an dem „Marsch für das Klima“ teil. Die Nicht-Regierungs-Organisation 350.org, die zu den Veranstaltern der Demonstration gehört, sprach von 50 000 Teilnehmern in der Hauptstadt. In 47 französischen Städten gingen demnach insgesamt 115 000 Menschen für den Klimaschutz auf die Straße.
https://www.ksta.de/panorama/-marsch-fuer-das-klima--in-paris-zehntausende-demonstrieren-fuer-klimaschutz-31237148

Zitat
Brandenburg will zurück in die Vergangenheit: Braunkohlemann als Wirtschaftsminister

Der in der Region aktive Umweltverband Grüne Liga weist darauf hin, dass Steinbach schon bei der Gründung der Leag im Aufsichtsrat gesessen habe.
https://www.heise.de/tp/features/Brandenburg-will-zurueck-in-die-Vergangenheit-Braunkohlemann-als-Wirtschaftsminister-4162154.html?seite=all

Zitat
Polizei beginnt mit Räumung - Aktivisten wollen sich widersetzen

Die Lage im Hambacher Forst spitzt sich zu: Die Behörden wollen die Baumhäuser der Umweltschützer und Braunkohlegegner räumen. Die Polizei ist mit Wasserwerfern und gepanzerten Fahrzeugen vor Ort.

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cyberactivist
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« Antworten #59 am: 14. September 2018, 09:13:22 »

Der Hintergrund der Räumung am Hambacher Forst ist schnell erklärt:
RWE rodet weiter moralbefreit Wälder in Deutschland für Braunkohle und mutige AktivistInnen lassen sich das nicht gefallen.

Video dazu:
"Räumung im Hambacher Forst - 3 Festnahmen - Über 1000 Polizisten im Einsatz am 13.09.18 + O-Töne"
https://www.youtube.com/watch?v=_ufXJhTR_tc

Die Polizei spricht von 51 Baumhäusern, die in wochenlanger Arbeit geräumt werden sollen.


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Nur Exhibitionisten haben nichts zu verbergen.
Nikita


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« Antworten #60 am: 14. September 2018, 09:39:12 »

13. September 2018, 22:29 Uhr
Hambacher Forst
Dutzende Braunkohlegegner schließen sich Baumhaus-Aktivisten an


Die Räumung der Baumhäuser im Hambacher Forst hat begonnen - ein Ende ist nicht absehbar. Die Aktivisten kündigten Massenmobilisierung und zivilen Ungehorsam an. Teilnehmer einer Demo liefen zu ihnen in den Wald.

Mehrere Dutzend Braunkohlegegner sind am Donnerstagabend aus einer Demonstration am Hambacher Forst ausgeschert und zu den sich in Baumhäusern verschanzenden Aktivisten gerannt. Die Polizei schätzte ihre Zahl auf 40 bis 50. An der genehmigten Demonstration gegen die Räumung und für den Erhalt des Hambacher Forsts hätten mehr als tausend Menschen teilgenommen, darunter Familien mit Kindern.

Die in den Wald gestürmten Braunkohlegegner wurden lautstark von den teils in Baumhäusern lebenden Aktivisten begrüßt, wie eine dpa-Reporterin berichtete. Für den Polizeieinsatz habe dies keine Relevanz, sagte ein Sprecher der Aachener Polizei. Die Räumung von Hindernissen und Baumhäusern werde an diesem Freitag fortgesetzt. Auch nach Einbruch der Dunkelheit waren am Donnerstagabend viele Polizisten im Wald.

Mit einem massiven Polizeiaufgebot haben Behörden begonnen, den jahrelang von Umweltschützern und Braunkohlegegnern besetzt gehaltenen Hambacher Forst zu räumen. Am Donnerstag holten Spezialkräfte die ersten Aktivisten aus den Baumhäusern und zerstörten einige der jahrelang geduldeten Bauten. Der Energiekonzern RWE will im Herbst weite Teile des Waldes abholzen, um weiter Braunkohle abbauen zu können. Die Baumhäuser der Besetzer gelten längst als Symbol des Widerstands gegen die Braunkohle.

Aktivisten kündigten als Reaktion auf die Räumung "zivilen Ungehorsam" und eine "bundesweite Massenmobilisierung" an. Das Verwaltungsgericht Köln gab den Behörden allerdings Recht und lehnte am Abend einen Eilantrag gegen die Räumung eines Baumhauses ab. Es sei davon auszugehen, dass bei den noch ausstehenden Eilanträgen ähnlich entschieden werde, sagte eine Gerichtssprecherin.

Bei dem Einsatz kam es zwischen Polizei und Aktivisten zu Auseinandersetzungen. Beamte seien mit Zwillen beschossen und mit Molotow-Cocktails beworfen worden, berichtete die Polizei. Ein Beamter sei dabei leicht verletzt und ein Dienstwagen beschädigt worden. An mehreren Stellen hätten sich friedliche Demonstranten auf Zufahrtswege gesetzt und diese blockiert. Nach Angaben der Polizei wurden drei Personen in Gewahrsam genommen. Eine Sprecherin des Aktionsbündnisses "Ende Gelände" machte hingegen die Polizei dafür verantwortlich: "Die Polizei eskaliert, die Polizei greift an, die Menschen setzen sich zur Wehr", sagte Karolina Drzewo.

Als Begründung für die Räumung führten die Behörden nicht den geplanten Braunkohleabbau an. Vielmehr argumentiert das NRW-Bauministerium mit dem fehlenden Brandschutz in den Baumhäusern - unter anderem fehlten Rettungsleitern. Deshalb seien die Baumhäuser zu räumen und anschließend "zu beseitigen", heißt es in der Weisung des Ministeriums.

Video: "Die Räumung könnte Wochen dauern"

Die Umweltaktivisten, etwa von der Organisation "Ende Gelände", halten das für eine vorgeschobene Argumentation. "Wir kämpfen für eine klimagerechte Zukunft und fordern von der Landesregierung, sofort die Polizeikräfte aus dem Hambacher Forst abzuziehen", sagte Waldbesetzer Momo bei einer Pressekonferenz mehrerer Initiativen.

Der Einsatz begann am Donnerstagmorgen, nachdem Mitarbeiter der zuständigen Stadt Kerpen und des Kreises Düren die Baumbesetzer per Lautsprecher über den Räumungsbeschluss informiert und sie aufgefordert hatten, die Baumhäuser innerhalb von 30 Minuten freiwillig zu verlassen. Als die Aktivisten die Frist verstreichen ließen, rückte das Höheninterventionsteam der Polizei mit einer Arbeitsbühne und einem großen Luftkissen auf dem Boden vor. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit wurde das dritte Baumhaus geräumt. Eine Frau wurde dabei heruntergeholt. Wie viele Menschen festgenommen oder in Gewahrsam genommen wurden, wollte die Polizei später mitteilen.

Aktivisten: Tausende Menschen werden Kohle-Infrastruktur blockieren

In den sozialen Netzwerken riefen die Baumbesetzer dazu auf, den Protest im Hambacher Forst zu verstärken und in den Wald zu kommen. "Wir werden deshalb ab diesem Wochenende mit Aktionen massenhaften zivilen Ungehorsams die Räumungen und Rodungen von Polizei und RWE verhindern. Durch diese Aktionsform nehmen wir unsere Zukunft selbst in die Hand", sagte Jan Pütz von der Aktion Unterholz. Das Aktionsbündnis "Ende Gelände" kündigte an, vom 25. bis 29. Oktober würden Tausende Menschen die Kohle-Infrastruktur, Schienen und Bagger blockieren.

Vor Beginn der Kohleförderung war der Wald 4100 Hektar groß; nach Angaben des Tagebau-Betreibers RWE Power wurden bislang 3900 Hektar für den Kohleabbau gerodet. Der Wald hat nach Angaben des Bunds für Umwelt und Naturschutz (BUND) eine 12.000 Jahre lange Geschichte. Es gibt dort Vorkommen streng geschützter Arten wie die Bechsteinfledermaus, den Springfrosch und die Haselmaus. Der Protest vor Ort richtet sich auch gegen den Abbau von Braunkohle allgemein.

SPIEGEL.TV: Umweltaktivisten gegen Braunkohle-Abbau

Aus Sicht von RWE ist die weitere Rodung unvermeidbar, um die Stromproduktion in den Braunkohlekraftwerken zu sichern. Ein RWE-Sprecher betonte am Donnerstag, der Konzern sei nicht "unmittelbarer Veranlasser" des Einsatzes. "Die Rodungsarbeiten auf unserem widerrechtlich besetzten Grundstück sollen wie geplant erst im Oktober beginnen."

Die in der Kohleausstiegskommission vertretenen Umweltverbände DNR, BUND und Greenpeace sprachen von einer überflüssigen und gefährlichen Eskalation. Der Konflikt um den Forst könnte die Verhandlungen über den Kohleausstieg stören, da die Umweltverbände einen Rodungsaufschub fordern, bis ein Ergebnis vorliegt. Denkbar ist, dass ein oder mehr Umwelt-Vertreter die Kommission verlassen. Auch Grüne und Linke verurteilten die Räumung als Machtdemonstration und Provokation.

Die Polizei stellt sich im Hambacher Forst noch auf einen langen und schwierigen Einsatz ein. Die 50 bis 60 Baumhäuser liegen in bis zu 25 Meter Höhe - entsprechend kompliziert ist es, sie zu räumen.

lie/dpa

URL:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/hambacher-forst-dutzende-braunkohlegegner-unterstuetzen-baumhaus-aktivisten-a-1228029.html
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Kuddel


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« Antworten #61 am: 14. September 2018, 12:38:37 »

Zitat
Im Hambacher Forst, der zum Symbol für den Kampf von Umweltschützern gegen die Kohleverstromung geworden ist, hat die Polizei einem Medienbericht zufolge angeblich ein ausgeklügeltes Tunnelsystem entdeckt. Die "Rheinische Post" berichtet unter Berufung auf Polizeidokumente, die Tunnel seien von Aktivisten angelegt worden. Sie lägen zum Teil in vier Meter Tiefe und seien über gut ausgebaute Einstiegslöcher zu erreichen.

Die Polizei Aachen schrieb auf Twitter, sie wolle den Bericht nicht kommentieren. Ihr lägen keine Erkenntnisse über solche Tunnelsysteme vor.

Die Zeitung hingegen führt die ihr vorliegenden Polizeidokumente an und zitiert einen leitenden Polizisten. Demnach dienten die Tunnel den Aktivisten "als Rückzugsort, als Schlafstätte, Versteck und vermutlich auch Schmuggelroute, um Waffen und Krawallmacher in den Forst zu bringen", sagte der Polizist laut "RP". Wie viele solcher Tunnelanlagen es gebe, wisse die Polizei nicht. Vermutet werde aber eine höhere Zahl, da die Besetzer sechs Jahre Zeit gehabt hätten, diese anzulegen.

So sei etwa am 28. August ein 60 mal 60 Zentimeter großes Erdloch an einer Wiese entdeckt worden, das in einen Tunnel Richtung Wald mündete, berichtet die Zeitung. Am selben Tag seien ganze Tunnelsysteme und Zugänge mit Beton verfüllt worden, nachdem man sich vergewissert habe, dass sich keine Menschen mehr darin aufhielten.

"Die Tunnel erinnern an die unterirdischen Anlagen während des Vietnamkriegs", zitierte die "Rheinische Post" den Polizeivertreter. "Dadurch können wir wie aus dem Nichts angegriffen werden." Zudem seien im Forst auch Erdlöcher und Waffendepots gefunden worden, in denen Zwillen und Molotowcocktails gelagert würden.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/hambacher-forst-polizei-entdeckt-tunnelsystem-a-1227174.html

Eine Falschmeldung. Bewußtes Verbreiten der Unwahrheit.

Ich habe Zweifel, daß die Meldung über Angriffe mit Molotowcoctails auf die Polizei der Wahrheit entsprechen.

Die Rolle der Medien in dieser Auseinandersetzung ist eindeutig:
Zitat
Hambacher Forst: Polizei setzt Räumungsaktion fort - Aktivisten reagieren mit widerlichem Protest
https://www.merkur.de/politik/hambacher-forst-polizei-setzt-raeumungsaktion-fort-aktivisten-mit-widerlichem-protest-zr-10223551.html

Zitat
Räumung im Hambacher Forst :
Unter Zwillenbeschuss
http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/raeumung-im-hambacher-forst-unter-zwillenbeschuss-15787015.html

Zitat
Braunkohlestreit
„Der Hambacher Forst müsste trotzdem gerodet werden“

Der Betriebsratchef des Tagebaus Hambach spricht über Angriffe auf RWE-Mitarbeiter – und sieht großen Rückhalt bei den Menschen vor Ort.
https://www.waz.de/region/der-hambacher-forst-muesste-trotzdem-gerodet-werden-id215314977.html

Zitat
Mein Herz ist bei den Baumrettern. Aber da kommen die Bösen, die Gewaltbereiten.

Hauptsache Bullen auf die Fresse. Die schwarzen Maskentypen, die Molotowcocktails werfen. Denen geht es nicht um Bäume, denen geht es ums In-die-Fresse-Schlagen.
https://www.bild.de/politik/kolumnen/kolumne/post-von-wagner-lieber-hambacher-forst-57218324.bild.html

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counselor


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« Antworten #62 am: 14. September 2018, 15:04:46 »

Wenn es um das Wohl des Großkapitals geht, dann ziehen Staat und Medien an einem Strang und entfalten eine Hetzkampagne.
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Nikita


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« Antworten #63 am: 14. September 2018, 16:56:56 »


Hambacher Forst
Gericht lehnt Räumungsstopp ab


Niederlage für die Baumbesetzer: Die umstrittene Räumung der Baumhaussiedlung im Hambacher Forst kann weiter gehen. Ein Gericht hat eine Beschwerde der Umweltschützer abgelehnt.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/hambacher-forst-gericht-lehnt-raeumungsstopp-von-baumhausdorf-ab-a-1228207.html
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Nikita


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« Antworten #64 am: 14. September 2018, 18:11:17 »

Live-Ticker Hambacher Forst:

http://hambacherforst.org/blog/2018/09/07/ticker-september-2018/

14. September


Zitat


17:55 Zweite Person wurde von den Lock-ons aus Simone über dem Tunnel geholt

17:42 Die Demo, die um 17 Uhr startete wird mit Wasserwerfer an der Wiese erwartet

16:37 Oaktown: Polizisten haben jetzt selbst den Tunnel entdeckt und räumen die Barrikaden per Hand. Im Norden wird gleichzeitig mit der Räumung angefangen und ein Mensch, der ungesichert auf einem Skypod sitzt gefährdet, da erneut unsere Warnungen nicht ernst genommen werden.

16:06 Gallien: Wurzeln und Baumstümpfe werden rausgerissen und die Löcher mit Sand verfüllt. Das dient dazu, Beweise zu vernichten und zu vertuschen wie groß die 40 Bäume waren, die hier gefällt wurden.

16:00 Polizei hat trotz mehrerer Warnungen benzinbetriebene Geräte direkt neben der Belüftung zum Tunnel benutzt. Kohlenstoffmonoxid ist schwerer als Luft. AKUTE LEBENSGEFAHR

15:51 gerade Polizeigespräch gehört: Gallien ist als nächstes dran….

15:30 Oaktown: Maschinengewehr , wahrscheinlich ein Pepperballgewehr von Heckler und Koch.  Schießt Paintballkugeln, die mit ätzenden Chemikalien gefüllt sind. Benutzung in NRW nicht zugelassen.

15:25 Räumpanzer und Wasserwerfer machen sich bereit beim Tripod in die Nähe von Lorien.  Oaktown: Menschen die im Lock-on festgekettet sind, werden mit Schmerzgriffen gequält. Presse wird weiterhin ferngehalten.

15:10 Klimaaktivisten haben soeben eine Deutsche Bank Filiale in Berlin besetzt. sie fordern, dass die Räumung im Hambacher Forst sofort beendet wird und die Deutsche Bank ihre Investitionen in Klimakiller wie RWE stoppt.

14:58 Polizisten auf dem Dach von Simone.

14:40 Die Polizei gefährdet in Oaktown immer noch Menschenleben indem sie mit tonnenschweren Geräten über ein Tunnelsystem fahren, in dem sich Menschen befinden.

14:35 Polizei observiert Tripod bei Lorien aus dem Räumpanzer heraus und zieht schwere Protektoren heran.

14:35 Zwei Wasserwerfer Richung Buir gefahren.

14:13 Hubsteiger fährt zu Simona.Schwere Maschinen gefährden Menschen, die unter der Hütte angekettet sind!

14:10 Spontandemo in Düren.

Ansage von Polizeipräsident Weinspach: dem Waldspaziergang am Sonntag soll das Betreten des Waldes verboten werden.

14:00 Besetzung von NRW Landesvertretung in Berlin wurde geräumt.

13:56 Gerade fleigen Fensterscheiben von Mona runter.

13:36 Polizisten in Hebebühnen bauen Stube und Mona ab um zum Lock-on zu gelangen.

13:30 Stube geräumt

13:18 Zum Glück wurde kein Aktivisti verletzt. Es wurde ein Baum der einige Zentimeter neben einer Traverse stand, fahrlässig umgesägt

13:12 Person auf Mona befindet sich im Lock-on

13:10 In Gallien werden Bäume mit Traversen in denen sich Menschen befinden gefällt.

13:08 Weitere Bäume werden In Gallien, Gemarkung Kerpen gefällt. Von der Polizei selbst…   Spontandemo wird von Polizei gekesselt, Personalien werden festgestellt und DemonstrantInnen bekommen Platzverweis bis 24 Uhr.

13:06 Eine Festnahme in Gallien auf dem Boden.

12:50 Es gibt einen Tunnel unterhalb von Simona mit mehreren angeketteten Menschen. Das Weiterfahren mit Maschienen gefährdet das Leben der Menschen.  An Polizei: Bitte verlassen Sie sofort mit den Maschienen den Bereich!

12:47 Aus Mona werden die ersten Sachen rausgeschmissen. Räumung von Mona beginnt!

12:45 Polizei mit Waffen im Anschlag auf den Hebebühnen.

12:42 Durch schwere Maschienen neben Simona werden Menschenleben gefährdet.

12:39 Unter der Hütte Simona befindet sich ein Tunnelsystem mit angeketteten Menschen.

12:31 Polizeibeamte mit Kettensägen betreten Gallien

12:31 Hebebühne jetzt über Stube in Oaktown (Baumhaus neben Mona)

12:30 Weg zu Simona wird mit mehreren Kettensägen frei gerodet.

12:29 Hebebühne direkt über dem Dach von Mona.

12:27 Mit Abrücker werden die gefällten Bäume aus Gallien abtransportiert.

12:25 In Oaktown wird gerade Mona mit Cherrypickern geräumt. Baumkronen werden in der Nähe von Menschen, die in Traversen hängen, abgeschnitten- Lebensgefahr! Bei Mona sind 2 von drei Hebelbühnen im Einsatz, auf einer stehen Polizisten mit Schrotflinten.

11:40 Der Kran steht 30 Meter vor Mona. Schneise wird weiter verbreitert.

11:36 Derzeit relativ ruhig im Hambacher Forst. räumung der Baumhäuser wird vorbereitet, Bäume werden gleich gefällt.

11:12 Räumtrupp steht jetzt in Oaktown, um dort mehrere Baumhäuser zu räumen. Es werden weiterhin Bäume gefällt um durchzukommen. Spontandemo darf nicht in Richtung Wiese, pilgert jetzt in Richtung Kirche in Buir.

11:00 Hebebühne ist jetzt kurz vor Mona und Stube, es kann jeden Moment losgehen. Alle offenen Zugänge zum Wald sind dicht.

10:45 In Gallien fallen viele Bäume.

10:32 Mindestens 40 Bäume in Gallien gefällt.

10:38 Gleich startet eine Spontan-Demo an der Mahnwache zur Wiese #HambacherForst#HambiBleibt

10:35 Lautsprecheransage bei Fuchur, Menschen werden aufgefordert vom Baum zu kommen.

10:25 Baumfällungen in Gallien
10:10 Polizei drängt Presse noch weiter ab.

10:01 Kleine Gruppen von Polizisten laufen unsicher in Gallien rum.

09:55 Harvester fällen sehr große Bäume in der Nähe von Mona in Oaktown.

09:53 Spaziergänger*innen, die in der Gegend herumlaufen, kriegen teilweise 7 Tage Platzverweis #HambacherForst #HambiBleibt

09:40 Polizei am Punkpot vorm Lorieneingang

09:37 Büro NRWs in Berlin wird von Ende Gelände Aktivisten besetzt

09:35   Räumpanzer plus Hundertschaft am Waldeingang Lorien. Sitzblockade an der westlichen Asphaltstraße. Rückzug Räumfahrzeug.

09:35 Harvester ist jetzt direkt am Eingang von Oaktown.

09:35  Sieben Baumhäuser wurden bisher geräumt, 4000 Polizisten im Einsatz

09:15 Zur Räumung steht ein Baukran bereit, der schon gestern für die Räumung im Norden eingesetzt war.

08:59 Heute wurden schon drei Bäume gefällt, 9 wurden gestern gefällt

08:45 Sitzblockade wird angefangen wegzutragen, Menschen singen „solid as a rock.. rooted as a tree“
08:05 Zuerst sollen am Bodwen gelegene Gebäude geräumt werden durch das SEK

08:05 Sitzblockade schützt Oaktown Tower

08:00 Räumungsverfügung in Oaktown wird vorgetragen

07:50 Oaktown komplett umstellt, singende Menschen, Presse wird auf Abstand gehalten

07:33 viel Polizei betritt Oaktown
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counselor


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« Antworten #65 am: 14. September 2018, 21:45:34 »

Zitat
Hambacher Wald - Staatsterror gegen Umweltschützer

Im Hambacher Wald - gut 30 Kilometer westlich von Köln gelegen - hat auf Anordnung der NRW-Landesregierung ein "Höheninterventionsteam" der Polizei in Kampfmontur und mit schweren Räumfahrzeugen mit dem Abriss von rund 50 Baumhäusern begonnen.

Quelle: https://www.rf-news.de/2018/kw37/staatsterror-gegen-umweltschuetzer
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« Antworten #66 am: 16. September 2018, 11:36:18 »

Mirror des Hambacher Forst Live-Tickers bis 17.09.18:

Hambacher Forst Live-Ticker 14.-17. September archiviert

Hambacher Forst Live-Ticker 1.-13. September 2018 archiviert

Hambacher Forst Live-Ticker August 2018 archiviert
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Nur Exhibitionisten haben nichts zu verbergen.
counselor


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« Antworten #67 am: 16. September 2018, 21:56:05 »

Ich habe tiefen Respekt vor dem Widerstand im Hambacher Wald und möchte mich bei den Aktivisten bedanken.
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Kuddel


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« Antworten #68 am: 17. September 2018, 11:16:49 »

Trotz aller medialer Hetze ist die Sympathie der Bevölkerung für die Proteste enorm.
Seit diesem Sommer ist der Klimawandel nicht mehr ein Streit der Gelehrten, sondern als Realität bei uns allen angekommen.
Die Idiotie, Braukohle zu verbrennen, muß man auch niemandem mehr erläutern.
In einem anderen Forum, in dem ich öfter unterwegs bin, zeigt sich überraschendes. Einer der Meinungsführer aus der rechten Ecke, zeigt in dieser Sache eine unerwartete Haltung:
Zitat
man betrügt ja nicht nur in Sachen Finanzen,
sondern auch in Sachen Ökologie.

Bin schwer einzuordnen, dessen bin ich mir völlig bewusst.
Aber eigentlich ist das ganz einfach,
politisch da, wo unbequeme Themen angefasst
und laut ausgesprochen werden.

Momentan gehört meine volle und aufrichtige Hochachtung
denjenigen Aktivisten, die momentan den Rest des Hambacher Forstes gegen die Zerstörung durch die Braunkohle-Energie-Industrie
verteidigen, diese Leute leisten in meinen Augen sowohl politisch
als auch im ökologischem Sinne ganz Großes!
(...)
Hauptsache Industrie und Wirtschaft befriedigen,
koste es an Umwelt, guten Vorsätzen die das Papier nicht wert sind
auf dem sie stehen; und auch an Glaubwürdigkeit, was es wolle!

...und wer jetzt sagt "Chaoten!"
dem sei vergegenwärtigt, dass Brokdorf politisch damals
genau so gehandelt wurde.
Im Nachhinein war das alles richtig.

Damals ging es gegen Atomenergie, heute geht es um
den Wald und gegen weiter anhaltende Braunkohleverfeuerung.
(...)

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Bowie


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« Antworten #69 am: 17. September 2018, 15:48:43 »

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« Antworten #70 am: 18. September 2018, 10:04:13 »

Zitat
Täuscht RWE Öffentlichkeit und Kohlekommission?

Der Energiekonzern RWE will den Hambacher Forst roden. Dies sei notwendig, damit die Kraftwerke nicht bald stillstehen. Laut DW-Recherchen bleibt aber auch ohne Rodung noch genügend Kohle für mindestens drei Jahre.
(...)

Quelle: DW

Via Fefes Blog

Wichtig und Nebensächlich zugleich, es geht um Macht, sonst nichts.
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Nikita


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« Antworten #71 am: 18. September 2018, 11:31:43 »

Es gibt starke Hinweise darauf, dass RWE gegenüber Behörden und Gericht(en) falsche Angaben gemacht hat. Damit würden die Verantwortlichen bei RWE sich im strafbaren Bereich bewegen.

Hintergund in Trolls Beitrag oben und hier:
https://www.bund-nrw.de/themen/mensch-umwelt/braunkohle/hintergruende-und-publikationen/braunkohlentagebaue/hambach/zeithorizonte-tagebau-hambach/

Zusammenfassung:
RWE muss beweisen, dass die Rodung des Waldstücks nicht mindestens aufgeschoben werden kann, um roden zu dürfen. Die Unterlagen und Zahlen, die sie dazu benutzt haben, sind nach Argumentation des BUND falsch. Dies hätten nach meiner Auffassung Gerichte und Behörden selbst feststellen können.
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dagobert


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« Antworten #72 am: 18. September 2018, 13:37:42 »

Es gibt starke Hinweise darauf, dass RWE gegenüber Behörden und Gericht(en) falsche Angaben gemacht hat. Damit würden die Verantwortlichen bei RWE sich im strafbaren Bereich bewegen.
Die werden aber nie dafür belangt, wetten?
Dies hätten nach meiner Auffassung Gerichte und Behörden selbst feststellen können.
Können hätten sie schon, aber auch wollen?
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« Antworten #73 am: 19. September 2018, 10:19:24 »

Was mir sehr positiv auffällt das sich die Bevölkerung kaum aufhetzen lässt, die Sympathien liegen recht eindeutig bei den Waldschützern, und der "unverzichtbare" Energiekonzern RWE löst unter der abgezockten Bevölkerung auch keine Begeisterungsstürme oder Vertrauen in gesagtes aus.
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« Antworten #74 am: 19. September 2018, 12:38:51 »

Es wird über weitere Straftaten im Hambacher Forst durch die Polizei berichtet.

Zitat
Gerade wurde ein Mensch an der Mahnwache brutal von der Polizei zusammengeschlagen.  #hambibleibt #HambacherForst
https://twitter.com/MahnwacheHambi/status/1042321801450270720

Kampf um Hambacher Forst: Polizei löst gewaltsam Sitzblockade auf
https://www.youtube.com/watch?v=9ga70LO0HhU

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