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Autor Thema: Klassenkämpfe im ehemaligen Ostblock  (Gelesen 132233 mal)
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ManOfConstantSorrow


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« Antworten #275 am: 16. Dezember 2017, 18:59:21 »

Klassenkampf von Oben!
"Freiheit!" gröhlten Medien und Politiker, als die Mauer fiel, als die Staaten des Ostblocks in die Knie gezwungen wurden und der "real existierende Sozialismus" filetiert wurde.

Es wurde die Freiheit des Kapitals. Westliche Konzerne, Mafiosi und Dreckschweine jeglicher Art witterten Morgenluft und sahen die Länder, deren Menschen,  Natur und Bodenschätze als Ziele der Plünderung.

Zitat
Rumänien holzt seine Wälder ab
Kahlschlag in den Karpaten

Als aufflog, dass der österreichische Holzkonzern Schweighofer in Rumänien systematisch illegal geschlagenes Holz aufkaufte, war die Empörung groß. Konzern und Staat gelobten Besserung. Doch der Kahlschlag geht weiter.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/rumaenien-holzt-seine-waelder-ab-holzmafia-nutzt-gesetzesluecken-a-1180739.html

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Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!
Rudolf Rocker
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« Antworten #276 am: 16. Dezember 2017, 19:15:16 »

Zitat
Illegaler Holzschlag in den letzten Urwäldern Europas

11.04.2017 - Plastikmüll in den Weltmeeren, Korallensterben vor der australischen Küste, Elfenbeinjäger in Afrika - der Feldzug der Menschheit gegen die Natur verläuft an vielen Fronten. Einer der eher unbekannteren Kriegsschauplätze liegt im südlichen Europa, in den Urwäldern von Rumänien. Dort holzen illegale Baumfäller, bewaffnet mit Kettensägen, die Wälder ab, machen ein einzigartiges Biotop einfach zu Kleinholz. Zu den Großverdienern in diesem Geschäft zählt ein Unternehmer aus Österreich. (09.04.2017)



http://www.spiegel.de/video/illegaler-holzschlag-in-den-letzten-urwaeldern-europas-video-1757548.html
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Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!
Kuddel


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« Antworten #277 am: 18. Dezember 2017, 19:43:38 »

Zitat
Rumänien
Proteste von Richtern und Anwälten

In Rumänien haben landesweit Hunderte Richter und Staatsanwälte gegen geplante Änderungen im Justizwesen protestiert.


Die Juristen befürchten, dass damit die Strafverfolgung behindert wird. Vergangene Woche hatten die Regierungsparteien aus Sozialdemokraten und Liberalen im Parlament eine Vorlage gebilligt, mit der die Unabhängigkeit der Staatsanwälte eingeschränkt wird. Zudem soll es eine Sondereinheit für Ermittlungen gegen Richter und Staatsanwälte geben. Der Senat muss die Gesetzentwürfe noch beraten.
http://www.deutschlandfunk.de/rumaenien-proteste-von-richtern-und-anwaelten.1939.de.html?drn:news_id=828799
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Kuddel


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« Antworten #278 am: 20. Dezember 2017, 12:43:33 »

Zitat
Polnische Nachwuchsärzte fordern Regierung heraus

Mit ihrem Hungerstreik haben polnische Ärzte in diesem Sommer für Aufsehen gesorgt. Jetzt kündigen Ärzte in Ausbildung scharenweise ihre Zusatzvereinbarungen mit Krankenhäusern auf, wonach sie länger als gesetzlich vorgeschrieben arbeiten können. Das wird die Regierung in Not bringen, denn schon jetzt fehlt es an Medizinern.




Ein Behandlungszimmer in einem Warschauer Krankenhaus. Die Stühle und die Liege sind abgewetzt, die Geräte, die herumstehen, wirken alt, teilweise noch aus kommunistischer Zeit. Bis auf eines: "Das da links ist ein neues Ultraschallgerät, eine echte Revolution für uns. Seit ich hier bin, ist das eine der wenigen größeren Investitionen. Die Direktion hatte keine andere Wahl. Im vergangenen Jahr hatten wir vier Monate lang gar kein Ultraschallgerät, das funktioniert hat. Dabei ist das für uns die Grundlage für eine Diagnose."

Grzegorz, 31 Jahre alt, will seinen Nachnamen nicht nennen. Denn er möchte den bevorstehenden Konflikt mit der Klinikleitung nicht noch anheizen.

Schlechte Bezahlung


Dieser Konflikt dreht sich um die Zustände im polnischen Gesundheitswesen. Darum, dass er als Arzt in Ausbildung nur 500 Euro netto im Monat verdient, wenn er keine Extra-Dienste übernimmt, dass er durch Sonderschichten oft völlig übermüdet ist und dass Patienten monatelang auf einen Termin beim Facharzt warten müssen.

"Wie alle habe ich vor vier Jahren eine sogenannte Opt-out-Klausel unterschrieben. Damit habe ich mich dazu bereit erklärt, mehr als 48 Stunden pro Woche zu arbeiten, also mehr als im Arbeitsrecht vorgesehen. Weil andere Formen des Protests nicht erfolgreich waren, haben sich alle Jungärzte in unserer Abteilung entschieden, diese Opt-out-Klauseln aufzukündigen."

Mit anderen Worten: Vom kommenden Jahr an werden diese Ärzte nur noch die Dienste übernehmen, die in ihrem Arbeitsvertrag vorgesehen sind. Dass er im Durchschnitt 75 Stunden pro Woche arbeitet, wie bisher, ist für Grzegorz dann Geschichte. Und das Krankenhaus wird händeringend nach Ersatz suchen müssen für seine Sonderschichten.

Im Sommer hatten die jungen Ärzte einen Hungerstreik organisiert, etwa 200 nahmen landesweit teil. Das Gesundheitswesen wurde so zu einem Topthema in Polen.

Die neue Form des Protests - Dienst nach Vertrag - dürfte die Regierung noch stärker unter Druck setzen. Denn schon jetzt fehlt es an allen Ecken und Enden an Ärzten. Die Verantwortlichen appellieren an das Gewissen der Mediziner, so auch Stanislaw Karczewski, Präsident des Oberhauses im polnischen Parlament:

"Auch ich bin Arzt und werde es immer sein. Ein Arzt sollte aufopfernd zum Wohl der Kranken arbeiten. Ich kann nicht verstehen, wie ein Arzt die Kranken im Stich lassen kann. Ich appelliere an die Ärztekammer, das nicht weiter zu unterstützen. Wenn sich die Mitglieder der Kammer politisch engagieren wollen, dann sollen sie das bei der Parlamentswahl in zwei Jahren tun."

Auswandern als letzte Lösung

Die Regierung hält den Protest der jungen Ärzte für nicht gerechtfertigt. Schließlich habe das Parlament gerade ein neues Gesetz beschlossen: Demnach sollen die Ausgaben im Gesundheitswesen steigen - auf sechs Prozent des Bruttoinlandsprodukts bis zum Jahr 2025.

Zu wenig, zu spät, antworten die Ärzte. Die nächsten Wochen werden zeigen, wie viele bereit sind, aus Protest weniger zu arbeiten und zu verdienen. Die Marke von 1.000 Kündigungen der Opt-out-Klauseln sei bereits überschritten, so ihre Vertreter.

Vom Erfolg des Protests hänge auch seine persönliche Zukunft ab, sagt Arzt Grzegorz: "Am Ende meines Studiums habe ich schon begonnen, Deutsch zu lernen. Aber dann habe ich einen Arbeitsplatz gefunden, wo ich meine Ausbildung vertiefen konnte, und bin in Polen geblieben. Manchmal bereue ich das. Wenn ich mit meiner Ausbildung fertig bin, in zwei Jahren, und im Gesundheitswesen alles beim alten ist, dann werde ich bestimmt noch einmal über das Thema Emigration nachdenken."
http://www.deutschlandfunk.de/protest-polnische-nachwuchsaerzte-fordern-regierung-heraus.795.de.html?dram:article_id=402904
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ManOfConstantSorrow


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« Antworten #279 am: 01. Januar 2018, 14:53:54 »

Zitat
Zerschlagenes Recht
Rumänien Ein Machtkartell aus EU, IWF und Konzernen hat die Finanzkrise genutzt, um das europäische Land zur Hölle für Arbeitnehmer zu machen


Rumänien gilt in der EU als Wirtschaftswunderland. Seine Arbeitslosenrate liegt bei fünf Prozent, die Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts – mehr als fünf Prozent – gehört zu den höchsten in der gesamten Union. Die Zahlen sind eindeutig: Das Land boomt.

Doch ein genauerer Blick ins Innere des Landes zeigt das Gegenteil: lähmende Armut, miserable Arbeitsbedingungen, niedrige Kaufkraft und ein massenhafter Wegzug von Menschen im arbeitsfähigen Alter aus allen Regionen. Das Land ist zum Traum von Ökonomen und zum Albtraum für seine Arbeiter geworden. Ein maßgeblicher Grund dafür: Rumänien hat billige und flexible Arbeitskräfte, die ihren Arbeitgebern machtlos gegenüberstehen. Millionen kommen nicht über den Mindestlohn hinaus. Jeder dritte Rumäne hat laut Arbeitsvertrag nur Anspruch auf den gesetzlichen Mindestlohn; Rumänien gleicht einem riesigen Pool an billigen und verzweifelten Arbeitskräften mitten in der EU. Wie konnte es dazu kommen?

Es waren der Zwang des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Kommission sowie die intensive Lobbyarbeit ausländischer Investoren, die die rumänische Regierung dazu brachten, den Arbeitsmarkt zu liberalisieren, die Verhandlungsposition der Gewerkschaften zu schwächen, mit den Unternehmen angemessene Löhne auszuhandeln, und die Menschen aus festen in prekäre Arbeitsverhältnisse zu drängen. Arbeitsmarktforscher schätzen, dass mehr als 40 Prozent der rumänischen Arbeiterinnen und Angestellten für den gesetzlichen Mindestlohn arbeiten, wenn man auch inoffizielle Jobs berücksichtigt. Den jüngsten Zahlen der Regierung zufolge sehen 30 Prozent aller Arbeitsverträge den Mindestlohn vor oder liegen darunter. Das ist noch immer eine gewaltige Zahl, in Deutschland sind es gerade einmal neun Prozent. „In anderen Ländern stellt der Mindestlohn die Grenze dar, die man nicht unterschreiten sollte. In Rumänien fungiert er als Richtwert“, sagt der Leiter der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung in Bukarest, Stephan Meuser.

Was aber hindert die Regierung daran, dafür zu sorgen, dass die großen Konzerne aus Westeuropa, die ihre Produktion und Dienstleistungen nach Rumänien verlagern, mehr als nur den Mindestlohn zahlen? Ihre eigenen Gesetze.

Der Angriff auf die Rechte der abhängig Beschäftigten begann im Jahr 2008. Als der weltweite Finanzcrash Europa erreichte, stürzte er Rumänien in eine Liquiditätskrise. Weil die Regierung dringend Geld brauchte, stimmte sie im März 2009 einem 20-Milliarden-Euro-Kredit des IWF, der Europäischen Kommission, der Weltbank und der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) zu. Der IWF leistet mit 13 Milliarden den größten Beitrag.

Es handelte sich nicht um Almosen, der Kredit war an Bedingungen geknüpft: Die Geldgeber forderten, dass Rumänien seinen Arbeitsmarkt dereguliert. Einer der Teilnehmer an den Verhandlungen war der Generalsekretär des Gewerkschaftsdachverbandes Cartel Alfa, Petru Dandea. Bei den Treffen hätten die Europäische Kommission und der IWF auf die Flexibilisierung des Arbeitsmarktes gedrängt, sagt er, auch wenn die Kommission nicht näher ausgeführt habe, wie genau Rumänien sein Arbeitsrecht lockern soll. Ein technischer Vermerk des IWF aus dem Jahr 2010 zeigt jedoch, dass IWF-Expertinnen dabei mithalfen, das Tarifrecht zu verändern – also die Lohnverhandlungen zwischen Beschäftigten, Gewerkschaften, Unternehmern und der Regierung –, das bestehende Arbeitsrecht zu überprüfen und ältere Bestimmungen zu ersetzen. „Noch vor Ende Dezember (nach den Konsultationen mit den Sozialpartnern und dem IWF, der Weltbank und der Europäischen Kommission) werden wir ein überarbeitetes Gesetz über das Tarifrecht und ein verbessertes Arbeitsgesetz ins Parlament einbringen“, heißt es in einem Dokument des damaligen rumänischen Finanzministers Gheorghe Ialomiţianu.

Null-Stunden-Verträge

Ohne jegliche öffentliche Debatte führten die politisch Verantwortlichen in Rumänien drakonische Gesetze ein, die darauf abzielten, Arbeiterrechte zu beschneiden und die gewerkschaftlich organisierte Arbeiterschaft zurückzudrängen. Schätzungen der Interessenvertretung Asociaţia Conect zufolge ist der Anteil der Arbeiter, die Mitglied in einer Gewerkschaft sind, von fast neunzig Prozent im Jahr 1991 auf rund zwanzig Prozent der Belegschaften im Jahr 2015 zurückgegangen. 2011 strich die von der Demokratisch-Liberalen Partei geführte Regierung von Premierminister Emil Boc den jährlich ausgehandelten „Nationalen Vertrag“ aus dem Arbeitsgesetz. Dieser Vertrag enthielt eine Gehaltstabelle, die Unternehmen dazu verpflichtete, den Bildungsstand, das Niveau der Ausbildung, die beruflichen Fähigkeiten und die Erfahrung der Beschäftigten bei der Berechnung der Löhne zu berücksichtigen.

Seitdem diese Regelung beseitigt wurde, müssen die Unternehmer sich nur noch an ein Gesetz halten: den Mindestlohn. Die Vorsitzenden des Nationalen Gewerkschaftsdachverbandes Cartel Alfa, des Nationalen Gewerkschaftsverbandes (BNS) und des Verbandes der Einzelhandelsgewerkschaften sowie der Asociaţia Conect sind sich einig, dass dies den Löhnen einen gewaltigen Schlag versetzte und den Weg zu einem Land ebnete, in dem rund ein Drittel der Beschäftigten mit einem Arbeitsvertrag für den Mindestlohn arbeiten muss.
https://www.freitag.de/autoren/the-guardian/zerschlagenes-recht
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« Antworten #280 am: 06. Januar 2018, 19:08:20 »

Zitat
Von der (Neo)Kolonialmacht BRD an die Hand genommen: Die Ratspräsidentschaft Bulgariens

Die EU-Ratspräsidentschaft Bulgariens wird „gecoacht“. Wofür die Konrad Adenauer Stiftung einen früheren EU-Parlamentspräsidenten als Sonderberater nach Sofia abgestellt hat. Dies wird in dem Beitrag „Die begleitete Ratspräsidentschaft“ am 04. Januar 2018 bei German Foreign Policy einleitend berichtet. In dem ausführlichen Beitrag wird das soziale Wirken der BRD gegenüber Bulgarien unter anderem folgendermaßen skizziert: „Bulgarien dient der deutschen Wirtschaft nicht nur als Herkunftsland für billiges "Humankapital", sondern in gewissem Maß auch als Absatzmarkt und als Standort für die Niedriglohnproduktion. 2016 verkauften deutsche Unternehmen Waren im Wert von knapp 3,5 Milliarden Euro in dem Land; das reichte zwar nur für Platz 45 auf der deutschen Exportrangliste - hinter Thailand, Israel und der Ukraine -, trug jedoch dazu bei, den deutschen Südosteuropahandel zu stabilisieren. Die Bundesrepublik ist größter Handelspartner Bulgariens und einer der wichtigsten, unter Berücksichtigung von Umweginvestitionen über die Niederlande oder über Österreich vermutlich sogar der bedeutendste der dortigen Auslandsinvestoren. Die Arbeitskosten in Bulgarien seien "die niedrigsten in der EU", konstatiert die bundeseigene Außenwirtschaftsagentur Germany Trade & Invest (GTAI); die Lohn- und Lohnnebenkosten beliefen sich auf konkurrenzlose 4,4 Euro pro Stunde. Auch deshalb bleibe das Land "ein interessanter Produktionsstandort". Nicht zuletzt deutsche Bekleidungshersteller wie Hugo Boss profitieren von den bulgarischen Hungerlöhnen; rund 16 Prozent der deutschen Einfuhren aus Bulgarien bestehen mittlerweile aus Textilien. GTAI beklagt inzwischen allerdings einen spürbaren "Fachkräftemangel" in Bulgarien - aufgrund der Auswanderung gut ausgebildeten Personals nicht zuletzt in die Bundesrepublik.
http://www.labournet.de/internationales/bulgarien/von-der-neokolonialmacht-brd-an-die-hand-genommen-die-ratspraesidentschaft-bulgariens/
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Kuddel


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« Antworten #281 am: 14. Februar 2018, 18:08:33 »

Zitat
60.000 im Streik im öffentlichen Dienst Sloweniens – gegen die Kürzungspolitik der Regierung



Rund 9.000 Polizeibeamte und andere Beschäftigte im Innenministerium traten am Montag in einen unbefristeten Streik, in dem ihre Streikaktivitäten jedoch gesetzlich begrenzt sind. Die beiden Polizeigewerkschaften haben vor dem Regierungsgebäude einen lautstarken Protest veranstaltet, wie die Medien berichteten. (…) Am Dienstag folgen dann die Beschäftigten im Gesundheits- und Sozialwesen mit einem zweistündigen Warnstreik. Rund 10.000 bis 15.000 Personen werden sich Berichten zufolge an der Arbeitsniederlegung beteiligen. Am Mittwoch bleiben die öffentlichen Kindergärten und Schulen wegen des Lehrerstreiks geschlossen. Rund 37.000 Lehrkräfte sollen an diesem Tag für höhere Gehälter streiken. Die Lehrergewerkschaft kündigte dazu für Mittwochmittag eine große Protestkundgebung auf dem Laibacher Kongressplatz an...
http://www.labournet.de/?p=127959
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Kuddel


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« Antworten #282 am: 02. April 2018, 12:49:03 »

Zitat
Gewaltsame Proteste gegen Autobahngebühr in Albanien



Bei gewaltsamen Protesten gegen die Einführung einer Autobahngebühr in Albanien sind am Samstag 14 Polizisten verletzt worden. Mehrere hundert Demonstranten zerstörten Mautstationen nahe dem Grenzübergang Morina. Mit Steinen bewarfen sie die Polizisten.

Ab Sonntag sollte auf der 100 Kilometer langen Autobahn, die in den benachbarten Kosovo führt, Gebühren zwischen 2.50 und 22.50 Euro erhoben werden. Bereits am Mittwoch hatten hunderte Lastwagen-Fahrer und Unternehmer in der albanischen Stadt Kukes gegen die Maut protestiert.

Der albanische Innenminister Fatmir Xhafaj kündige nach den Ausschreitungen am Samstag an, strafrechtlich gegen die Verantwortlichen vorzugehen. Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen ein.
https://www.watson.ch/International/articles/742881057-Gewaltsame-Proteste-gegen-Autobahngebuehr-in-Albanien
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« Antworten #283 am: 06. April 2018, 09:35:34 »

Zitat
Demonstrationen in der Slowakei
Neue Proteste gegen Regierung

Erneut haben in der Slowakei mehrere Zehntausend Menschen gegen die Regierung demonstriert. Die Kabinettsumbildung geht ihnen nach dem Mord an dem Investigativjournalisten Kuciak nicht weit genug


 In einer weiteren Reaktion auf den Mord am Investigativjournalisten Jan Kuciak und seiner Verlobten sind in der Slowakei erneut Zehntausende Menschen gegen die Regierung auf die Straße gegangen. Die Demonstranten forderten in der Hauptstadt Bratislava und zwei Dutzend anderen Städten des Landes eine gründliche und unabhängige Untersuchung der Bluttat vom 21. Februar.

Kuciak hatte über Verbindungen einer italienischen Verbrecherorganisation bis in die Regierung recherchiert und in seinem letzten, unvollendeten Artikel auch Namen genannt. Nach Massenprotesten, die auf seine Ermordung und die seiner Verlobten Martina Kusnirova folgten, trat die Drei-Parteien-Regierung von Ministerpräsident Robert Fico zurück.

Misstrauen gegenüber dem Polizeichef


Staatspräsident Andrej Kiska vereidigte daraufhin im März ein neues Kabinett aus denselben drei Parteien. Es wird von Peter Pellegrini geführt, dem bisherigen Vizeministerpräsidenten. Viele Slowaken finden, dass die Veränderungen nicht weit genug gehen. Die Demonstranten äußerten insbesondere ihr Misstrauen gegenüber dem nationalen Polizeichef Tibor Gaspar und forderten seine Ablösung. Dafür sprach sich auch Staatspräsident Kiska aus.
https://www.tagesschau.de/ausland/slowakei-demonstrationen-101.html
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Kuddel


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« Antworten #284 am: 16. April 2018, 20:53:04 »

Zitat
Slowakei
Neuer Innenminister tritt zurück

Der slowakische Innenminister Drucker hat seinen Rücktritt erklärt.


Er war dreieinhalb Wochen im Amt. Drucker reagierte mit seinem Rücktritt auf die Demonstrationen vom Wochenende, auf denen zehntausende Menschen die Aufklärung des Mordes an einem Journalisten und die Absetzung des Polizeipräsidenten gefordert hatten. Der Reporter Jan Kuciak war Ende Februar ermordet aufgefunden worden; er hatte über Korruption recherchiert. In der Folge legten bereits Regierungschef Fico und Innenminister Kalinak ihre Posten nieder.
http://www.deutschlandfunk.de/slowakei-neuer-innenminister-tritt-zurueck.2932.de.html?drn:news_id=872592
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« Antworten #285 am: 13. Mai 2018, 18:11:01 »

Zitat
Korruption
Wieder Proteste gegen die Regierung in Rumänien

In Rumäniens Hauptstadt Bukarest sind Tausende gegen eine Justizreform auf die Straße gegangen.


Unter dem Motto "Wir wollen Europa, keine Diktatur" versammelten sich die Teilnehmer auf dem Siegesplatz. Mit Trillerpfeifen und Fahnen skandierten sie "Rücktritt". Sie befürchten, dass die Reformen der linksgerichteten Regierung das Vorgehen gegen korrupte Regierungsbeamte erschweren könnten. - Ähnliche Proteste gibt es seit der Wahl 2016 in Rumänien.
http://www.deutschlandfunk.de/korruption-wieder-proteste-gegen-die-regierung-in-rumaenien.1939.de.html?drn:news_id=881867

Zitat
Proteste vor dem Parlament in Tiflis



In Georgiens Hauptstadt Tiflis haben am Samstag tausende Menschen gegen Polizeirazzien in Diskotheken im Zuge des Kampfes gegen den Drogenhandel demonstriert. Die Demonstranten versammelten sich vor dem georgischen Parlament.

Sie tanzten zu elektronischer Musik und zündeten dabei bunte Fackeln an.

In der Nacht zum Samstag hatte die georgische Polizei zwei Diskotheken in Tiflis durchsucht. Acht mutmassliche Drogenhändler wurden dabei festgenommen, wie der Leiter der Abteilung für Kriminalpolizei im Innenministerium, Mamuka Chelidse, bei einer Pressekonferenz sagte.

Einige Klubbesucher beklagten einen unverhältnismässigen Einsatz von Gewalt durch die Polizei. Der Fund von Drogen sei von den Fahndern inszeniert worden. Etwa 20 Disko-Besucher wurden vorübergehend festgenommen.

Menschenrechtsaktivisten kritisieren, die georgische Regierung setze ihren Kampf gegen Drogen mit harter Hand durch. Das Verfassungsgericht der Kaukasusrepublik hatte vergangenes Jahr empfohlen, den Konsum von Marihuana straffrei zu stellen
http://www.luzernerzeitung.ch/nachrichten/international/proteste-vor-dem-parlament-in-tiflis;art46446,1251266
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« Antworten #286 am: 20. Mai 2018, 15:39:04 »

Zitat
Gleiche Arbeit für einen Drittel des Lohnes: Wie lässt sich das enorme Lohngefälle zwischen Ost- und Westeuropa erklären?

Viele Menschen in Zentral- und Osteuropa fühlen sich ausgebeutet. Auch drei Jahrzehnte nach dem Fall des Eisernen Vorhangs verdienen sie viel weniger als die Westeuropäer. Dieses Lohngefälle wirft Fragen auf.

Quelle: https://www.nzz.ch/wirtschaft/gleiche-arbeit-fuer-einen-drittel-des-lohnes-wie-laesst-sich-das-enorme-lohngefaelle-zwischen-ost-und-westeuropa-erklaeren-ld.1386108
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« Antworten #287 am: 21. Juni 2018, 08:42:59 »

Zitat
Menschen gehen gegen rumänische Regierung auf die Straße

Tausende Rumänen haben am Abend landesweit gegen die sozialliberale Regierung und für eine unabhängige Justiz demonstriert.


Allein in der Hauptstadt Bukarest versammelten sich nach Schätzung der Medien etwa 10 000 Menschen vor dem Regierungssitz. Zuvor hatte die bürgerliche Opposition im Parlament einen Misstrauensantrag gegen die Regierung eingebracht. Kritiker werfen ihr vor, die Unabhängigkeit der Justiz auszuhöhlen, um die Korruption im Staat zu decken.
http://www.deutschlandfunk.de/proteste-menschen-gehen-gegen-rumaenische-regierung-auf-die.2932.de.html?drn:news_id=895244
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« Antworten #288 am: 31. Juli 2018, 20:14:30 »

Zitat
Massenproteste - Russland nach dem Sommermärchen – Widerstand gegen Putin wächst

Vier Wochen lang verfolgten Millionen von Menschen begeistert die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland. Die Putin-Regierung missbrauchte sie allerdings nicht nur zur Selbstdarstellung, sondern auch für die Durchsetzung weitgehender Angriffe auf die Arbeiter und breiten Massen.

Quelle: https://www.rf-news.de/2018/kw31/russland-nach-dem-sommermaerchen-widerstand-gegen-putin-waechst
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« Antworten #289 am: 11. August 2018, 01:17:13 »

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Rumänien
Zehntausende demonstrieren gegen Korruption

Erneut sind in Rumänien Zehntausende Menschen auf die Straße gegangen, um gegen Korruption zu protestieren.


Zehntausende Menschen haben in Rumänien gegen die Regierung demonstriert. Allein in der Hauptstadt Bukarest gingen nach Angaben der Nachrichtenagentur Mediafax mindestens 20.000 Menschen auf die Straße. Sie brachten ihren Unmut über die aus ihrer Sicht von der sozialliberalen Regierung geförderte Korruption zum Ausdruck. Vor dem Regierungssitz setzte die Polizei Tränengas gegen die Demonstranten ein, mehrere von ihnen wurden festgenommen.

Auch in anderen Städten des Landes gingen viele Tausende auf die Straße. In Cluj-Napoca waren es laut Mediafax 10.000, in Sibiu (Hermannstadt) 5000, in Brasov (Kronstadt) 2000 und in Timisoara (Temeswar) 2000. Sie riefen Parolen gegen die Sozialdemokraten (PSD), die die Regierung von Viorica Dancila dominieren.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/rumaenien-zehntausende-gehen-gegen-korruption-auf-die-strasse-a-1222696.html
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« Antworten #290 am: 14. August 2018, 14:32:53 »

Zitat
Proteste in Bukarest gehen weiter

In Bukarest gehen die Proteste gegen die Regierung unvermindert weiter, am dritten Tag in Folge versammelten sich wieder tausende im Zentrum der rumänischen Hauptstadt vor dem Regierungssitz.

Die Demonstranten forderten den Rücktritt der Sozialdemokratischen Regierung und die Rücknahme jüngst beschlossener Gesetze, die prominente Politiker vor Strafverfolgung wegen Korruption schützen sollen.
http://de.euronews.com/2018/08/13/proteste-in-bukarest-gehen-weiter
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