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Autor Thema: Private Investoren sollen Autobahnen betreiben  (Gelesen 3884 mal)
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ManOfConstantSorrow


Beiträge: 6152


« am: 26. Juni 2008, 10:05:17 »

In Deutschland könnte es bald mehrere Hundert Autobahn-Kilometer geben, die von privaten Investoren ausgebaut und betrieben werden –zumindest, wenn es nach dem Willen von Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee geht.

http://www.handelsblatt.com/News/Politik/Deutschland/_pv/_p/200050/_t/ft/_b/1448415/default.aspx/private-investoren-sollen-autobahnen-betreiben.html
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Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!
Postaldude


Beiträge: 220


« Antworten #1 am: 08. Juli 2008, 02:16:20 »

Da fragt man sich wirklich wofür man hier Jahrelang Steuern gezahlt hat wenn dan doch das ganze Volkseigentunm verhökert wird.

Und ich kann mir schon jetzt kein Auto mehr leisten, naja muss ich mir wenigstens keine Sorgen um die Maut.Gebühr machen!!

Manchmal weiss man echt nicht mehr was man noch sagen soll

Gruß

PD
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live is a mountain railroad, crossing down the edge
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Beiträge: 6341



« Antworten #2 am: 19. August 2014, 10:30:57 »

Zitat
Gabriel: Privates Geld für Straßen

Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) setzt bei den notwendigen Milliardeninvestitionen für den Straßenbau auf private Investoren. “Wir müssen dringend über neue Modelle reden, wie wir privates Kapital mobilisieren können, um die öffentliche Infrastruktur zu verbessern”, sagte Gabriel der “Märkischen Allgemeinen”. So könnte die Politik Lebensversicherungskonzernen attraktive Angebote machen, damit diese sich an der Finanzierung der öffentlichen Infrastruktur beteiligten. Wegen der niedrigen Zinsen suchten Versicherer nach lukrativeren Anlagemöglichkeiten für ihr Kapital.
Quelle: rp-online

Quelle: NDS


Mit welcher Berechtigung zieht der Staat noch Steuern ein, um unrentable Unternehmen/Scheisslöhne zu subventionieren? Um einen staatlichen Selbstbedienungsladen für die Privatwirtschaft zu betreiben in dem ausschließlich risikolos Steuergeld an Unternehmen verschenkt wird?
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Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
Dieter Hildebrandt
Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, gut angepasst an eine kranke Gesellschaft zu sein.
Jiddu Krishnamurti
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Beiträge: 6341



« Antworten #3 am: 03. März 2017, 10:03:00 »

Zitat
Die Bundesregierung gibt Gas bei der Autobahnprivatisierung und niemand schreibt darüber

Deutschlands Edelfedern sind in heller Aufregung. Man sorgt sich darum, dass die Checks & Balances der Verfassung nicht mehr funktionieren könnten und die Demokratie im Lande in akuter Gefahr sei. Das stimmt, aber wo bitteschön steht das, werden Sie nun denken. Stimmt, die Rede ist natürlich nicht von Deutschland, sondern von den USA, denen die ungeteilte Aufmerksamkeit der deutschen Leitmedien gilt. Dass die Demokratie in Deutschland momentan unterminiert wird und die Bundesregierung munter dabei ist, die Checks & Balances des Grundgesetzes auszuhebeln, findet indes gar keine Beachtung. Dabei zieht die Große Koalition in Berlin just in diesem Moment ein Schurkenstück ersten Grades durch: Man schafft die Grundlagen für eine Autobahnprivatisierung über den Umweg der Novellierung des Länderfinanzausgleichs. So kann man das Grundgesetz ohne große öffentliche Debatte ändern und Fakten schaffen, ehe die Wähler überhaupt ahnen, was da passiert ist. Und unsere Qualitätszeitungen debattieren indes weiterhin, ob dieser oder jener Trump-Vertraute Verbindungen nach Russland hat. Was braucht es noch, um von einem kollektiven Versagen der Vierten Gewalt zu sprechen? Von Jens Berger.
...

Quelle: NDS


http://www.nachdenkseiten.de/upload/podcast/170302_Autobahnprivatisierung_und_niemand_schreibt_darueber_NDS.mp3


Grundlagen zum Thema: Jens Berger – Autobahnen vom Lebensversicherer? Das ist Irrsinn mit Methode.

http://www.nachdenkseiten.de/upload/podcast/141128_Autobahnen_vom_Lebensversicherer_NDS.mp3



Die schwarzen Nullen wurden gut beraten, Schuldenbremse und PPP gehen Hand in Hand, die damit konstruierten Sachzwänge sind wahre Goldesel fur die geliebten Freunde/"Investoren". Der unverzichtbare externe Sachverstand der so selbstlos von privater Seite zur Verfügung gestellt wird ist unbezahlbar, metaphorisch, denn der Steuerzahler wird es bekanntermaßen sehr lange, sehr teuer bezahlen.
GottseiDank geht es uns allen besser denn je.
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Beiträge: 6341



« Antworten #4 am: 16. März 2017, 09:45:48 »

Zitat
Bahnfeinde im Bahnvorstand

Am 22. März wird der Aufsichtsrat der Bahn AG voraussichtlich Richard Lutz zum neuen Bahnchef wählen, wie seine Vorgänger kein Eisenbahner. Das ist kein Zufall: den Schienensektor mit bahnfremdem Top-Personal zu besetzen, ist eines von mehreren Charakteristika von Eisenbahnprivatisierungen weltweit, wie unser Autor darstellt.

Die Bahnprivatisierungen in Japan (1987), Großbritannien (1993) und Deutschland (ab 1994) waren gewissermaßen Grundmodelle für einen umfassenden Prozess der Zerschlagung der Eisenbahnen. Seit den 1990er Jahren findet in ganz Europa ein verallgemeinerter Prozess solcher Eisenbahnprivatisierungen statt. Er wird in erheblichem Maß von den Vorgaben der Europäischen Union – die übrigens auch in die Schweiz hineinwirken – dirigiert. Dieser durchgängig zerstörerische Prozess weist von Land zu Land höchst unterschiedliche Formen auf. Es gibt allerdings auch sechs gemeinsame Merkmale:
[...]

Quelle: kontextwochenzeitung


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