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Autor Thema: Mobilcom-Gangstabiz  (Gelesen 43518 mal)
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TV-Junkie
Gast
« am: 25. August 2003, 19:03:33 »

Zitat

Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen Ex-mobilcom-Chef Schmid

 
Gegen den ehemaligen mobilcom-Chef Gerhard Schmid ist Anklage wegen des Verdachts der Untreue zu Lasten der mobilcom-AG erhoben worden.


 
Kiel - Der frühere mobilcom-Chef Gerhard Schmid muss sich wahrscheinlich vor Gericht verantworten. Die Kieler Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen Schmid wegen des Verdachts der Untreue erhoben, teilte Oberstaatsanwalt Uwe Wick in Kiel mit. Die Staatsanwälte werfen Schmid vor, in seiner Zeit als Vorstandsvorsitzender von mobilcom rund 70 Millionen Euro an die Firma Millenium seiner Ehefrau Sybille Schmid-Sindram gezahlt zu haben.
Ein Teil der Zahlungen sei ohne vertragliche Grundlage geleistet worden und das Verhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung sei nicht ausgewogen gewesen. Damit habe Schmid seine Sorgfaltspflicht als Vorstandsvorsitzender der mobilcom AG verletzt, heißt es in der Mitteilung der Staatsanwaltschaft. Dem Konzernunternehmen mobilcom Kommunikationstechnik GmbH sei ein Schaden von mindestens 16 Millionen Euro entstanden.

Die Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Kiel muss nun über die Eröffnung des Hauptverfahrens gegen Schmid entscheiden. Ein weiteres Verfahren gegen Sybille Schmid-Sindram wegen des Verdachts der Beihilfe zur Untreue sei abgetrennt worden und kommt damit vorläufig nicht zur Verhandlung.

Die Zahlungen von mobilcom an Millenium stehen im Zusammenhang mit einem umstrittenen Aktien-Optionsgeschäft, das im vergangenen Jahr zum Zerwürfnis zwischen Schmid und Großaktionär France Télécom und in der Folge fast zur Insolvenz der mobilcom AG führte. Schmid-Sindram hatte mobilcom-Aktien für ein Händler-Motivationsprogramm bereitgestellt und dafür eine Optionsprämie erhalten. Der Anwalt Schmids, der Kieler Strafrechtler Professor Erich Samson, kündigte an, er werde vor dem Landgericht beantragen, die Anklage zurückzuweisen. Der Vorgang sei als eine komplizierte Frage der rechtlichen Bewertung von Aktien-Optionsgeschäften anzusehen.

Schmid hatte im vergangenen Jahr im Zuge der mobilcom-Krise sowohl sein Amt als Vorstandsvorsitzender als auch das Verfügungsrecht über seine Aktien eingebüßt, die von einem Treuhänder verwaltet werden. Wegen des Kursverfalls der mobilcom-Aktie musste er zudem ein privates Insolvenzverfahren anmelden. Nach Auskünften aus dem Kreis der Gläubiger hat Schmid rund 300 Millionen Euro Schulden. Die Kieler Staatsanwaltschaft ermittelt bereits seit Beginn des Jahres gegen den mobilcom-Gründer und seine Ehefrau und hat auch Büro- und Privaträume durchsucht.

dpa/online vom 25.08.2003

Schmid ist eben nicht Berlusconi. Der hätte die Staatsanwaltschaft abgesetzt oder angezeigt.

Dabei hatte er seine Macht mit vollen Zügen genossen. Die Bildzeitung umjubelte den Self-made Man, der´s vom Maurer zum Multimillionär geschafft hat. Und die STADT KIEL ließ sich von ihm vorführen und das ohnehin trostlose Stadtbild weiter verschandeln, bloß weil Mr. Schmid mit Geldscheinen wedelte. 300 Millionen Euro Schulden, das muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Wenn jemand die Raten für seinen Möbelkauf nicht zahlen kann, wird mit ihm anders umgesprungen. Vor einem großen Gangster wird aber weiterhin der Hut gezogen.
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Gast
« Antworten #1 am: 30. September 2003, 18:47:14 »

NEUE VORWÜRFE

Weiteres Ermittlungsverfahren gegen Mobilcom-Gründer

MobilCom-Gründer Gerhard Schmid droht weiterer Ärger mit der Justiz. Nachdem die Staatsanwaltschaft Kiel Ende August Anklage gegen Schmid wegen Untreue zu Lasten der MobilCom AG beim Landgericht eingereicht hat, laufen auch noch Ermittlungen wegen des Verdachts der Zwangsvollstreckungs-Vereitelung.


Es geht dabei um einen Kredit über 200 Millionen Mark, den Schmid im September 2000 mit der Sachsen LB vereinbart hatte. Das Geld sollte zur Finanzierung eines gigantischen Immobilienprojekts verwendet werden, das Schmid an der Kieler Förde geplant hatte. Als die 5,7 Millionen MobilCom-Aktien, die Schmid als Sicherheit an die Sachsen LB verpfändet hatte, im Zuge des Aktiencrashs immer mehr an Wert verloren, forderte die Bank Nachbesserungen und verlangte schließlich im März 2002 die sofortige Rückzahlung des Kredits. Dazu kam es nicht und die Bank leitete die Zwangsvollstreckung ein.
Um die zu vereiteln, so der Verdacht der Staatsanwälte, soll Schmid Teile seines Vermögens beiseite geschafft haben. Dabei verfolgen die Ermittler auch eine Spur nach Liechtenstein. Auf eine dort ansässige Firma namens Barezzi Trust soll Schmid, so der Verdacht, seine Anteile an verschiedenen norddeutschen Firmen übertragen und so dem Zugriff des Gerichtsvollziehers entzogen haben. Schmid bestätigt, im November 2002 "Geschäftsanteile an insgesamt drei Firmen an eine ausländische Gesellschaft verkauft" zu haben. An dieser Gesellschaft sei er jedoch nicht beteiligt. Als Grund für den Verkauf sagt Schmid: "Bei allen drei Firmen war eine drastische Verschlechterung der Geschäftslage abzusehen."
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Gast
« Antworten #2 am: 09. Februar 2004, 11:18:19 »

Mobilcom-Gründer G. Schmid weist Anklagen selbstverständlich zurück [08.02.2004 - 23:06]  

 Die Staatsanwaltschaft Kiel hat die Anklage wegen Untreue gegen Mobilcom-Gründer Gerhard Schmid ausgeweitet. Ihm wird eine Vereitelung der Zwangsvollstreckung vorgeworfen. Gerhard Schmid will jedoch die gegen ihn erhobene Anklage wegen Bankrotthandlung und Vereitelung einer Zwangsvollstreckung als unbegründet zurückweisen.

Bei den Anklagen, die jetzt vereint werden sollen, geht es einmal um das altbekannte Aktienoptionsgeschäft (70 Mio. Euro) mit Millennium und zum zweiten um eine vereitelte Zwangsvollstreckung der Landesbank Sachsen (20 Mio Euro) für das gescheiterte Kieler Immobilienprojekt. Beide Verfahren sollen auf Antrag der Staatsanwaltschaft zu einer gemeinsamen Verhandlung verbunden werden.

Die Distanz zwischen Gründer und mobilcom ist mittlerweile so groß, dass sich das mobilcom-Papier am Freitag im Paragraphen-Dschungel ihres Gründers nicht verfangen hat. Es konnte mit einem Plus von 1,88 % auf 6,27 Euro ins Wochenende gehen. Internet-Tochter freenet schaffte ein Plus von 2,29 % auf 65,35 Euro.
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backup


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« Antworten #3 am: 05. Dezember 2004, 18:57:26 »

Ein Beitrag ausm IE cache [tid=161]:


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ManOfConstantSorrow



Anmeldungsdatum: 17.01.2003
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 Verfasst am: 09.11.04 um 18:22    Titel:    

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Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus:



kn-online hat folgendes geschrieben::
Zitat
Grundstücke von Ex-mobilcom-Chef Schmid werden nicht versteigert

Schleswig (dpa/lno) - Die drei Zwangsversteigerungstermine für die Schleswiger Grundstücke des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der mobilcom AG, Gerhard Schmid, sind aufgehoben. "Der Antrag der Gläubiger auf Verfahrenseinstellung ist bewilligt worden", sagte am Dienstag ein Rechtspfleger des Schleswiger Amtsgerichts auf Anfrage. Damit ruhe das Verfahren. Ursprünglich sollten an diesem Mittwoch drei Schmid-Grundstücke mit einem Verkehrswert von insgesamt 4,4 Millionen Euro zwangsversteigert werden.

dpa/regioline vom 09.11.2004

 

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« Antworten #4 am: 06. Dezember 2004, 01:02:34 »

Kleine Aktualisierung...

Die Ehefrau von Schmid hat die Gebäude zurück gekauft... somit bleibt alles im Familienbesitz!
Interessant auch die politische Verbindung zur FDP (W. Kubicki)!

Der Bericht hierzu: http://germany.internet.com/index.php?id=2032454§ion=Homepage&fid=976
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Gruß

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« Antworten #5 am: 23. Dezember 2004, 21:59:01 »

Der FDP-Kubiki, was? Der hatte doch gleich nach dem Mauerfall seine Schmutzigen Finger im illegalen Verschieben von Giftmüll in die Deponie Schönberg...

Und jetzt lese ich bei kn-online:

Zitat
Schmids Insolvenzverwalter will vier Milliarden von France Télécom

Hamburg (dpa) - Der Insolvenzverwalter des ehemaligen mobilcom- Chefs Gerhard Schmid hat France Télécom auf 4,26 Milliarden Euro Schadenersatz plus Zinsen verklagt. Das französische Unternehmen habe seine Verpflichtungen im Rahmen der Zusammenarbeit mit mobilcom in den Jahren 2001 und 2002 nicht vollständig erfüllt und damit den Schaden verursacht, teilte Schmids Insolvenzverwalter Jan H. Wilhelm am Donnerstag in Hamburg mit. France Télécom wollte zunächst den Aufbau eines UMTS-Netzes finanzieren, zog sich aber später zurück.

dpa/regioline vom 23.12.2004

Ist schon lustig zu sehen, wie ein Gangster den anderen beschuldigt "Unrecht" begangen zu haben. Scheint wohl der normale Umgangston in der kriminellen New Economy Blase zu sein.
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« Antworten #6 am: 07. Januar 2005, 23:10:41 »

7.01.05 - Mobilcom fordert Milliarden-Steuerrückzahlung
Der Mobilcom-Konzern hat vor dem Finanzgericht Köln eine Klage gegen die Bundesregierung auf Rückzahlung von 1,16 Mrd. Euro Steuern eingereicht. Mobilcom hatte im Jahre 2000 eine UMTS-Lizenz für 8,43 Mrd. Euro ersteigert und diese vor kurzem zurückgegeben. Nach Ansicht des Konzerns war in dem Preis eine Mehrwertsteuer in Höhe von 1,16 Milliarden enthalten, was die Bundesregierung bestreitet.
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« Antworten #7 am: 10. Januar 2005, 19:26:09 »

Wie was wann MwSt??? Die müßten noch Steuern nachzahlen!!!
Die haben doch die 8 Mrd. als Investitionsbelastung von der Steuer abgesetzt!!!

Bin ja mal gespannt was dabei herauskommt...
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« Antworten #8 am: 10. Januar 2005, 20:50:02 »

Zitat
Investitionsbelastung

auch so eine sozialhilfe die man abschaffen sollte
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Viele Menschen würden eher sterben als denken. Und in der Tat: Sie tun es.
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« Antworten #9 am: 10. Januar 2005, 21:45:22 »

Ich invstiere in meine Kinder....wo kann ICH das wieder absetzen bzw. vom Finanzamt wiederbekommen Huh??
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"Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren"

"Wenn Unrecht zu Gesetz wird, ist der Gesetzlose der einzige, der noch rechtmäßig handelt."

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« Antworten #10 am: 14. Februar 2005, 20:27:39 »

KN-Online

Zitat
Rekordergebnis für mobilcom


Büdelsdorf (dpa) - Das Mobilfunkunternehmen mobilcom hat im vergangenen Jahr das beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte erwirtschaftet. Mit einem Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 94,3 (Vorjahr: 22,3) Millionen Euro habe der Konzern das operative Ergebnis des Vorjahres deutlich übertroffen.


Der Umsatz erhöhte sich um 3,2 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro, teilte das Unternehmen im schleswig-holsteinischen Büdelsdorf mit. Das Unternehmen, das vor drei Jahren durch eine schwere Krise ging, beschäftigt inzwischen wieder mehr als 3000 Mitarbeiter.

Die beiden Unternehmensbereiche Mobilfunk und Festnetz hätten ihre Wachstumsziele für 2004 übertroffen, heißt es in der Mitteilung. Im Mobilfunk, der rund drei Viertel zum Umsatz beiträgt, wandelte sich ein EBIT-Verlust von 19,3 Millionen Euro zu einem Gewinn von 9,2 Millionen Euro.

Im Festnetzbereich verdoppelte sich das EBIT von 41,6 auf 85 Millionen Euro. Die Kundenzahl erhöhte sich um 410 000 auf 4,56 Millionen. Nähere Erläuterungen zum Jahresabschluss und einen Ausblick will das Unternehmen am 8. März geben.


dpa/ecoline vom 14.02.2005
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« Antworten #11 am: 30. März 2005, 13:23:29 »

Der Schmid-Bau (ein nicht zu knapper Hochhauskomplex) wurde zwangsversteigert. Und wer bekam den Zuschlag?

Die Schmid Ehefrau!

Hat die 13 Millionen bestimmt mit Sockenstricken verdient...l


http://www.nordclick.de/news/archiv/?id=1614125&dbci=1&search=
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« Antworten #12 am: 17. April 2005, 19:29:33 »

mobilcom-Gründer Schmid wehrt sich gegen Betrugsvorwürfe

Hamburg (dpa) - mobilcom-Gründer Gerhard Schmid wehrt sich verbissen gegen neue Vorwürfe, nach denen er große Summen Geldes am Insolvenzverwalter vorbei ins Ausland geschafft haben soll. Dies sei ein Versuch, ihn "zu kriminalisieren", sagte Schmid dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".

http://www.kn-online.de/news/archiv/?id=1626717
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« Antworten #13 am: 22. April 2005, 16:10:57 »

Das Warten eines Ex-Milliardärs: Hauptversammlung bei mobilcom

Berlin (dpa) - Erst wenige Jahre ist es her, dass Gerhard Schmid mit einem Vermögen von rund drei Milliarden Euro einer der reichsten Männer der Republik war: Gründer und Vorstandschef des Mobilfunkunternehmens mobilcom, Besitzer einer UMTS-Lizenz, einer des Stars des Neuen Marktes.


Am Freitag auf der mobilcom-Hauptversammlung im Berliner "Tempodrom" ist der 52-Jährige nur noch einer von vielen. Im Nadelstreifenanzug zwar und mit feiner Krawatte, aber nicht mehr auf der Bühne, sondern auf den Rängen, irgendwo in der dritten Reihe.

Nicht einmal Kleinaktionär will der Ex-Milliardär mehr sein. Bei der Einlasskontrolle, der sich Schmid wie alle anderen unterziehen muss, beteuert er zum wiederholten Male, an seinem früheren Konzern keine einzige Aktie mehr zu halten. "Ich bin insolvent. Dann kann ich keine Anteile besitzen." Dass er trotzdem erscheinen kann, verdankt er seiner vermögenden Ehefrau Sybille Schmid-Sindram, die ihm ihr Rederecht übertragen hat. Und das will er nutzen, um auf der Hauptversammlung seinen Feldzug gegen mobilcom-Großaktionär France Télécom (29,1 Prozent) fortzusetzen.

Mit dem Partner von einst liegt Schmid im Dauer-Clinch. Im Sommer 2000 kaufte man für mehr als 8,4 Milliarden Euro noch gemeinsam eine UMTS-Lizenz. Zwei Jahre später zogen sich die Franzosen zurück, Schmid verlor seinen Vorstandsposten, mobilcom geriet an den Rand des Zusammenbruchs. Nach Auffassung des Ex-Chefs hat France Télécom damit bei seiner Ex-Firma mit Sitz in Büdelsdorf (Schleswig-Holstein) ein Desaster angerichtet. Deshalb will er eine Schadensersatzklage in Milliardenhöhe anzetteln.

Aufsichtsrat und amtierender Vorstand halten von all dem nichts. Der heutige mobilcom-Chef Thorsten Grenz wirft seinem Vorgänger vor, das wieder gesundete Unternehmen in eine "sinnlose rechtliche Auseinandersetzung" zwingen zu wollen. "Das würde zumindest Zeit und einiges an Geld kosten - und vielleicht mehr." Der Streit mit dem Firmengründer beschäftigt jetzt schon mehrere Staatsanwaltschaften und Gerichte.

[folgende beide Absätze sollte man sich richtig auf der Zunge zergehen lassen!]
Dabei geht es insbesondere darum, ob Schmid tatsächlich vom Geld seiner Frau leben muss, die über 2,9 Millionen mobilcom-Aktien im Wert von rund 47 Millionen Euro verfügt - immerhin knapp fünf Prozent des Kapitals. Allerdings gibt es Zweifel, ob sie das Vermögen vom Gatten tatsächlich schon vor dessen Privat-Insolvenz bekommen hat.

Mit von der Partie ist der Rechtsanwalt und FDP-Politiker Wolfgang Kubicki, der von seiner Mandantin Schmid-Sindram Aktien übertragen bekam - angeblich, um mögliche Prozesskosten inklusive der eigenen Honorare abzusichern. Kubicki kündigte am Freitag an, die Anträge auf Schadensersatz "aus voller Überzeugung" zu unterstützen.

Allerdings dauerte es noch, bis es soweit war. Die Hauptversammlung hing auch nach Stunden noch in Vorgeplänkeln fest. Auch Schmid, der mit einem ausgefeilten Redemanuskript angereist war, musste auf den Rängen noch warten. Einer der vielen Nachteile, die das Dasein als Ex-Milliardär mit sich bringt.


Von Christoph Sator, dpa

dpa/online vom 22.04.2005
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« Antworten #14 am: 23. April 2005, 13:04:00 »

Ich frage mich, ob das schon ein Grund für eine kostenpflichtige Abmahnung ist, einen Artikel über die geplante Ehe unserer Freunde Mobilcom und Freenet in der Rubrik Ganstabiz zu veröffentlichen?

Zitat
mobilcom will Verschmelzung mit Tochter vorantreiben

Berlin (dpa) - Das Mobilfunkunternehmen mobilcom will die geplante Verschmelzung mit der Internet-Tochter freenet noch in diesem Jahr unter Dach und Fach bringen. Auf der Hauptversammlung am Freitag in Berlin schlug Vorstandschef Thorsten Grenz dazu ein höheres Tempo an.

http://www.kn-online.de/news/archiv/?id=1629903


Dürfen die das eigentlich? "...will Verschmelzung mit Tochter vorantreiben", das ist doch Inzest!
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ManOfConstantSorrow


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« Antworten #15 am: 23. September 2006, 11:43:39 »

Kieler Nachrichten vom 23.09.2006

Fusion von mobilcom und freenet rückt näher
Kiel – Der Mobilfunkkonzern mobilcom hat auf dem Weg zur Fusion mit seiner Internettochter freenet eine wichtige juristische Hürde genommen. Das Kieler Landgericht entschied nach Angaben eines Sprechers, dass die Verschmelzung ins Handelsregister eingetragen werden darf. Dagegen hatten sich drei Fusionsgegner gewehrt.

Die Aktionäre von freenet und mobilcom hatten den Zusammenschluss zwar bereits vor einem Jahr mit großer Mehrheit gebilligt. Eine Minderheit klagte jedoch dagegen und blockierte damit die Fusion. Ihre Opposition begründeten die Kläger damit, dass das fusionierte Unternehmen durch Druck des mobilcom-Haupteigners Texas Pacific Group (TPG) überdimensionierte Ausschüttungen vornehmen könnte; dadurch könnten die Zukunft des Unternehmens und tausende Arbeitsplätze gefährdet sein, argumentierten sie.

http://www.kn-online.de/news/archiv/?id=1952053
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thethe64


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« Antworten #16 am: 15. März 2007, 12:01:57 »

Herr Schmid ist doch wieder im Rennen !!

http://www.bonusstrom.de/

heisst der Laden nun.

Nächster Anlauf nach Mobilfunk und Lottogesellschaft:)

Bonus Strom GmbH

Gottorfstrasse 3
24837 Schleswig

Geschäftsführer: Gerhard Schmid

Die Gesellschaft ist eingetragen beim Amtsgericht Flensburg
Handelsregistereintrag: HRB 5889 FL
Sybille Schmid-Sindram
       Dorfstr. 2 a
       24850
       Luerschau


Siehe auch http://www.blueline-systemhaus.de


BlueLine Systemhaus GmbH
 
Niederlassung Schleswig
Gottorfstrasse 3
24837 Schleswig
 
Geschäftsführer: Gerhard Schmid
Die Gesellschaft ist eingetragen beim Amtsgericht Flensburg
Handelsregistereintrag: HRB 0732 SL
Sitz der Gesellschaft und Geschäftsführung:
24850 Lürschau, Dorfstraße 10
Tel.: 0180-5008545 Fax: 0180-5008546

Ich dachte Herr Schmid hat Insolvenz angemeldet!!!!!
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Aloysius


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« Antworten #17 am: 15. März 2007, 14:24:48 »

Nun gönn dem armen Hund doch wenigstens die paar Brosamen, die er sich mit seiner kleinen Klitsche dazuverdienen will!

So unter Tagelöhnern sollten wir solidarisch sein!
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thethe64


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« Antworten #18 am: 21. März 2007, 08:11:56 »

na klar gönne ich ihm das.
ich gönne es jedem.

aber die stellenanzeigen sind nicht sehr seriös
in der" hallo"
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ManOfConstantSorrow


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« Antworten #19 am: 03. Juli 2007, 18:22:08 »

HANDELSBLATT, Dienstag, 3. Juli 2007

Schulden
Mobilcom-Gründer Schmid muss vor Gericht

Der frühere Milliardär Gerhard Schmid muss sich wegen Bankrotthandlung vor dem Landgericht Kiel verantworten. Dies teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. Schmid soll Anteile aus einem Immobilienprojekt vor einer drohenden Pfändung nach Liechtenstein verschoben haben.


HB KIEL. Schmid wird vorgeworfen, dass er Firmenanteile aus einem Immobilienprojekt an eine Gesellschaft in Liechtenstein veräußert haben soll, obwohl die Landesbank Sachsen die Anteile pfänden wollte, weil Schmid Schulden von 102 Millionen Euro dort hatte. Auf Grund der Übertragung blieb die Zwangsvollstreckung der Landesbank Sachsen zur Pfändung dieser Gesellschaftsanteile erfolglos. Der Prozess soll am 18. Juli in Kiel beginnen.

Schmid hatte Mobilcom 1991 gegründet und zu einem erfolgreichen Mobilfunkunternehmen ausgebaut. Er verhob sich aber mit dem Einstieg in das UMTS-Geschäft und wurde im Juni 2002 als Vorstandschef abgerufen. Schmidt hatte zuvor einen Streit mit Mobilcom-Mitbesitzer France Telecom über die Geschwindigkeit des UMTS-Aufbaus vom Zaun gebrochen. Am Ende war er unterlegen und musste als Firmenchef gehen.
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« Antworten #20 am: 18. Juli 2007, 15:26:18 »

Zitat
HANDELSBLATT, Mittwoch, 18. Juli 2007

Neue Erkenntnisse

Anklage schließt Freispruch für Mobilcom-Gründer nicht aus

Im Prozess gegen den Gründer und ehemaligen Vorstandsvorsitzenden von Mobilcom, Gerhard Schmid, hält die Staatsanwaltschaft Kiel einen Freispruch durchaus für möglich. Die Verhandlung wurde daher zunächst einmal vertagt.


HB KIEL. Die am Mittwoch zum Prozessauftakt von der Verteidigung vorgelegten Unterlagen belegten, dass ein Freispruch „der Fall sein könnte“, sagte Staatsanwalt Axel Goos in Kiel. Das Landgericht vertagte die am Vormittag begonnene Verhandlung vor dem Hintergrund neuer Erkenntnisse auf den 27. Juli. Schmid wird vorgeworfen, Firmenanteile im Wert von 500 000 Euro ohne Gegenleistung verkauft und damit eine Bankrotthandlung begangen zu haben.

Schmid wird vorgeworfen, dass er eigene Firmenanteile an eine Gesellschaft in Liechtenstein veräußert haben soll, obwohl die Landesbank Sachsen die Anteile pfänden wollte. Schmid hatte bei der Landesbank Schulden von umgerechnet 102 Millionen Euro aus einem Kredit für ein Immobilienprojekt, wie die Staatsanwaltschaft erklärte. Auf Grund der Übertragung blieb eine Pfändung dieser Gesellschaftsanteile durch die Bank erfolglos. Schmid soll die Anteile erst veräußert haben, nachdem die Landesbank vor Gericht eine Zahlungsverpflichtung gegen ihn durchgesetzt hatte.

Schmid hatte Mobilcom 1991 gegründet und zu einem erfolgreichen Mobilfunkunternehmen ausgebaut. Er verhob sich aber mit dem Einstieg in das UMTS-Geschäft und wurde im Juni 2002 als Vorstandschef abgesetzt. Schmidt hatte zuvor einen Streit mit Mobilcom-Mitbesitzer France Telecom über die Geschwindigkeit des UMTS-Aufbaus. Am Ende war er unterlegen und musste als Firmenchef gehen. 2003 meldete er Privatinsolvenz an.

Das Immobilienprojekt in Kiel ist inzwischen fast fertig. Es umfasst Büroräume und Wohnungen und gehört vor allem Schmids vermögender Ehefrau.

Daß die Schmids Verbrecher sind, steht für mich außer Frage. Das ist unabhängig von dem Ausgang der Gerichtsverfahrens. Mich interessiert dabei herzlich wenig, wie er mit geklauten Millionen umgegangen ist. Ob er es durch Liechtenstein geschleust hat interessiert mich wenig. Er hat das Geld seiner Belegschaft geklaut, Leute, die sich z.T. mit 5€ die Stunde haben abspeisen lassen.

Es wird Zeit, daß die Callcenter überall im Land zu einem Pulverfaß werden. Es ist nur eine Frage wann das Faß zum Überlaufen kommt bei den Callcenteragents. Auf Gerichte und Staatsanwäte warte ich schon lange nicht mehr.
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« Antworten #21 am: 27. Juli 2007, 19:12:37 »

Im Strafprozess gegen den früheren Chef des Mobilfunkunternehmens Mobilcom, Gerhard Schmid, hat das Kieler Landgericht die Verhandlung am Freitag erneut vertagt. Das Gericht sah durch die von Schmids Verteidigern vorgelegten Unterlagen den Vorwurf der Staatsanwaltschaft Kiel auf eine Bankrotthandlung noch nicht zweifelsfrei widerlegt. Die Anklage wirft dem Ex-Manager vor, im Jahr 2002 Firmenanteile ohne Gegenleistung verkauft und damit Bankrott begangen zu haben.

http://www.heise.de/newsticker/meldung/93471
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« Antworten #22 am: 28. Juli 2007, 08:34:59 »

Aus einem Vorstellungsgespräch bei Mobbicom/Rendsburg:

Frage Schmid "Welche Gehaltsvorstellung haben sie denn"
Antwort Anwärter "Mhmm ich hab vorher im Botendienst gearbeitet, also, ... das sollte es schon mindestens sein..."
Dreckiges Gelächter Schmid "Das schminken sie sich mal gleich ab"

Anekdote... ist schon ein paar Jahre her.
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Das Ende Der Welt brach Anno Domini 1420 doch nicht herein.
Obwohl vieles darauf hin deutete, das es kaeme... A. Sapkowski
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« Antworten #23 am: 14. September 2007, 12:04:48 »

dpa/regioline vom 14.09.2007  

Zitat
Mobilcom-Prozess: Keine Ermittlungen gegen Staatsanwalt

Kiel (dpa/lno) - Im Strafverfahren gegen den Mobilcom-Gründer Gerhard Schmid wird es kein Ermittlungsverfahren gegen Staatsanwalt Axel Goos geben. Wie der Leitende Oberstaatsanwalt Uwe Wick am Freitag der dpa sagte, sieht die Staatsanwaltschaft keinen hinreichenden Anfangsverdacht für eine Straftat. Es werde daher nicht gegen Goos ermittelt, er bleibe in dem Strafprozess Sitzungsvertreter der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung von Schmid hatte Goos Korruption und Befangenheit vorgeworfen. Der Staatsanwalt soll in einem anderen Verfahren gegen Schmid unzulässige Hilfe der Anwälte von France Télécom in Anspruch genommen haben.
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« Antworten #24 am: 19. September 2007, 20:39:06 »

Heutzutage wird nur noch entpolitisiert und psychologiesiert.
Ausbeuter, Hochstapler und Betrüger Schmidt hat sowieso die Politik überflügelt und die Kieler Lokalpolitiker vorgeführt.

Ein gefundenes Fressen die modernen Medien und eine Story für den Stern:
Zitat
Er war Milliardär, König des Neuen Marktes und Werbesprüche-Klopfer der Extraklasse: Gerhard Schmid, der Gründer von Mobilcom. Doch seinem kometenhaften Aufstieg folgte ein jäher Absturz in Pleite und Prozesse.

http://www.stern.de/wirtschaft/unternehmen/unternehmen/:Gerhard-Schmid-Das-Ende-Milliarden-Traums/598160.html
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