Heute am 11.Mai war Kundgebung vor dem Werkstor der HDW. Anlass ist ein Aktionstag der im Thyssen-Konzern vertretenen DGB-Gewerkschaften gegen Entlassungen und die Beschränkung der betrieblichen Mitbestimmung durch die Konzernzentrale. Gesprochen hat auch wieder dieser Betriebsratsvorsitzende. Der war ziemlich einschläfernd. Hat sein Co-Management gelobt und was sie alles getan haben für den Konzern und die Milliardengewinne die vor der Krise eingefahren wurden von Thyssen-Krupp. Sie hätten sich nix vorzuwerfen, weil sie ja schon Verzicht geübt hätten für ihre Arbeitsplätze. Kannste in die Tonne klopfen diesen Typ.
Es waren mindestens 400 Leute auf der Kundgebung vor dem Werkstor, Stimmung kam nicht so richtig auf. Auch die anderen Redebeiträge (IGM, Azubivertretung, Vertrauensleute) ziemlich defensiv.

Nachtrag 14.Mai:
In den Kieler Nachrichten wurden in einem Artikel über 1000 Demonstranten gemeldet.
IG-Metall-Sprecher Peter Seeger sieht angesichts der wegfallenden Aufträge im zivilen Schiffbau die Gefahr, dass „in Kiel rund 300 Arbeitsplätze in Gefahr sind.“ Im Moment sind 165 Mitarbeiter der HDW-Gaarden in Kurzarbeit oder in Qualifizierungsmaßnahmen.
http://www.kn-online.de/schleswig_holstein/wirtschaft/91000_Kieler_HDW-Mitarbeiter_sehen_300_Arbeitsplaetze_in_Gefahr.htmlGestern kam dann die Meldung, dass sich die Gewerkschaften mit dem ThyssenKrupp-Konzern geeinigt haben. Aus einer Pressemitteilung bei Reuters:
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Das Gremium habe einstimmig beschlossen, dass die bisherigen Zwischenholdings zum 1.Oktober gestrichen werden, sagte Schulz am Mittwoch in Düsseldorf. Der Konzernvorstand könne damit die Arbeit der künftig in acht Bereiche aufgegliederten Geschäfte direkt bestimmen. Betriebsbedingte Kündigungen solle es nicht geben. Dies war eine der wesentlichen Forderungen der Arbeitnehmervertreter.
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"Wir hatten Schwierigkeiten wieder zusammenzufinden", sagte Schulz [ThyssenKrupp-Chef]. Nun sei eine Lösung gefunden worden, mit der beiden Seiten leben könnten. "Wir haben mündlich und schriftlich vereinbart, alles zu tun, um betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden." In der Stahlsparte hat ThyssenKrupp bereits vereinbart, bis Ende September 2010 bis zu 2000 Stellen zu streichen - ohne betriebsbedingte Kündigungen. Zahlen über einen möglichen Stellenabbau im Gesamtkonzern nannte Schulz nicht.
http://de.reuters.com/article/companiesNews/idDEBEE54C0DO20090513