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Autor Thema: Paukenschlag bei Opel  (Gelesen 50386 mal)
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Rappelkistenrebell


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« Antworten #100 am: 31. Januar 2015, 21:02:18 »

Opel Bochum: Lüge vom "sozialverträglichen Arbeitsplatzabbau" offen gescheitert

31.01.15 - Dazu teilt "Offensiv", Initiative für eine kämpferische gewerkschaftliche Betriebsratsarbeit bei Opel und Neovia (Opel-Werk 3) in Bochum, mit:

"In der vergangenen Woche hat die Geschäftsleitung der Adam Opel AG beim Betriebsrat 39 Kündigungen beantragt. Davon betroffen sind auch drei amtierende Betriebsräte sowie elf schwerbehinderte Mitarbeiter – darunter Klaus Leymann, Betriebsrat der Liste OFFENSIV. Ihm und weiteren kämpferischen Kollegen wird bislang aus offensichtlich politischen Motiven ein Ersatzarbeitsplatz im Werk 3 verweigert. Sie sollen nun mit einer Änderungskündigung zum Wechsel nach Rüsselsheim oder Eisenach gedrängt werden. Gegen diese Diskriminierung schwerbehinderter Kollegen und Unterdrückung von Betriebsratsarbeit wird OFFENSIV mit allen politischen und juristischen Mitteln vorgehen.

Diese Kündigungen sind alles andere als ein Zeichen von Stärke der Geschäftsleitung. Sie spiegeln ihre Verunsicherung wider angesichts des immer offensichtlicheren Scheiterns ihrer Lüge vom 'sozialverträglichen Arbeitsplatzabbau':

Die Anfang Oktober von der Werksleitung verbreitete Pressemeldung, wonach 99 Prozent der rund 3.000 Bochumer Opelaner bis zum 30.09.14 den Aufhebungsvertrag unterschrieben hätten, entlarvt sie nun selbst als Lüge. Auch abzüglich zahlreicher Kollegen, die nach Anfang Oktober noch einen Aufhebungsvertrag unterzeichneten, an die Standorte Rüsselsheim und Eisenach wechselten oder einen neuen Arbeitsplatz außerhalb des Konzerns fanden, haben mehr als ein Prozent der Erpressung standgehalten. OFFENSIV gratuliert den Kollegen zu ihrer Unbeugsamkeit und sichert ihnen die volle Unterstützung und Solidarität in der weiteren Auseinandersetzung zu. ..."

(Hier der vollständige Text der Pressemitteilung)



https://offensivbochum.wordpress.com/2015/01/30/pressemitteilung/
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« Antworten #101 am: 28. Mai 2015, 20:11:24 »

Bochum: Wichtiger Erfolg für Opelaner vor Gericht


28.05.15 - „OFFENSIV - Initiative für eine kämpferische gewerkschaftliche Betriebsratsarbeit bei Opel und Neovia (Opel-Werk 3) in Bochum“ hat aktuell folgende Pressemitteilung veröffentlicht:

„Am gestrigen Mittwoch wurden vor dem Arbeitsgericht Bochum gleich mehrere Klagen eines Kollegen, vertreten von seiner Rechtshelferin des DGB, bezüglich der Bochumer Opel-Werkschließung verhandelt. Der Kollege hatte den angebotenen Aufhebungsvertrag nicht unterschrieben, weil er sich seinen Arbeitsplatz nicht abkaufen lässt, und wurde deshalb gekündigt.

Im Ergebnis hat die Richterin die Änderungskündigung des Kollegen für ungültig erklärt!

Ein wichtiger Erfolg aller Kollegen, die gegen die Werkschließung gekämpft und der versuchten Erpressung durch einen Aufhebungsvertrag Stand gehalten haben! Ein Erfolg aller, die sich nicht von der Propaganda kleinmachen ließen, 'man könne eh nichts machen', und es sei chancenlos gegen die Kündigung zu klagen! Herzlichen Glückwunsch dazu!

Im Kammertermin hatte die Richterin mündlich begründet, die Kündigung sei sozialwidrig, weil ein Wechsel an einen anderen Opel-Standort nicht mit Lohnverlusten verbunden sein dürfe. Dies beinhalteten jedoch die 'Angebote', die Opel in Verbindung mit der Änderungskündigung gemacht hatte: verlängerte Arbeitszeit in Eisenach und eine abzuschmelzenden Einstellzulage in Rüsselsheim: 'das ist in der Realität auf Dauer ein Lohnverlust', stellte die Richterin richtig fest. Auch wenn Opel sicherlich in Berufung gehen oder eine neue Kündigung aussprechen wird, ist dies ein wichtiger Teilerfolg. Zuvor hatte die Richterin zwei weitere Klagen des Kollegen auf Beschäftigung im Werk 3 abgewiesen. ... "

Die komplette Pressemitteilung kann hier gelesen werden!
http://www.rf-news.de/2015/kw22/150528%20Pressemitteilung%20Offensiv.pdf
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« Antworten #102 am: 29. Mai 2015, 19:39:36 »

Kündigung eines Bochumer Opelaners "ungültig" - Widerstand hat sich gelohnt

Annegret Gärtner-Leymann (rf-foto)

29.09.15 - Bei einer Verhandlung vor dem Arbeitsgericht Bochum hat die Richterin vorgestern die Änderungskündigung eines Opel-Kollegen für ungültig erklärt. Er hatte den angebotenen Aufhebungsvertrag nicht unterschrieben, weil er sich seinen Arbeitsplatz nicht abkaufen lässt, und wurde deshalb gekündigt. „rf-news“ sprach darüber mit Annegret Gärtner-Leymann, Betriebsrätin der Liste „Offensiv“, Initiative für eine kämpferische gewerkschaftliche Betriebsratsarbeit bei Opel und Neovia (Opel-Werk 3) in Bochum.

Warum ist das Gerichtsurteil ein Erfolg?

Dazu muss man die Vorgeschichte kennen, wie Opel die Kolleginnen und Kollegen unter Druck gesetzt hat, die Aufhebungsverträge zu unterschreiben. Penetrant wurde ständig gesagt, es sei "aussichtslos", dagegen vorzugehen, am Schluss würde man dann alle Ansprüche verlieren. Noch bei der Einreichung der Klage vertraten Gewerkschaftsvertreter und Anwälte, es bestünde "keine Chance", damit durchzukommen. Deshalb haben auch nur 35 Kolleginnen und Kollegen Klage gegen ihre Kündigung bzw. Änderungskündigung erhoben. Trotzdem sind die Gerichte jetzt – vor allem auch wegen des öffentlichen Drucks - gezwungen, bestimmte Zugeständnisse zu machen, die Opel in die Schranken verweisen. Das Urteil ist deshalb ein Erfolg aller Kollegen, die gegen die Werkschließung gekämpft und der Erpressung mit dem Aufhebungsvertrag standgehalten haben.

Wie hat Opel die Änderungskündigung gegen den Kollegen begründet und welche Folgen hatte sie für ihn?

Nachdem er sich geweigert hat, den Aufhebungsvertrag zu unterschreiben, erhielt er eine Änderungskündigung mit dem "Angebot" eines Arbeitsplatzes in Rüsselsheim oder Eisenach. Das konnte er aus wichtigen familiären Gründen nicht annehmen und damit war sein Arbeitsverhältnis ganz aufgekündigt. Vor allem wollte er sich aber mit der absurden Begründung von Opel nicht abfinden, dass es für ihn in Bochum "keine Arbeit" mehr gebe. Schließlich besteht nach wie vor das Werk 3, das jetzt Neovia gehört, von Opel aber wieder übernommen wird.

Die Richterin hat die Änderungskündigung als "sozialwidrig" bezeichnet. Woran machte sie das fest?

Dabei ging es nicht um die Versetzung nach Rüsselsheim oder Eisenach überhaupt. Das sei durchaus "zumutbar", nicht aber, dass sich dadurch die Arbeitsbedingungen verschlechtern. Darauf liefen jedoch die "Angebote" von Opel hinaus. In Eisenach waren sie mit verlängerter Arbeitszeit verbunden und in Rüsselsheim mit dem Abschmelzen der Einstellzulage. Das sei "in der Realität auf Dauer ein Lohnverlust", meinte dazu die Richterin. Dass der von Opel mit der IG Metall abgeschlossene „Sozialtarifvertrag“ genau das aber vorsieht, zeigt nur, wie unsozial er in Wirklichkeit ist. Er hatte von vornherein nur den Zweck, der Belegschaft und Öffentlichkeit eine "sozialverträgliche" Werksschließung vorzugaukeln.

Es wurden aber auch zwei weitere Klagen des Kollegen von derselben Richterin abgewiesen …

Dabei ging es vor allem darum, einen Arbeitsplatz im Werk 3 einzuklagen. Knallhart hat die Richterin hier den Freibrief bestätigt, dass sich weder Opel noch Neovia an die Zusagen zu Auswahlkriterien im Sozialtarifvertrag halten müssen. Ganz auf der Linie der Opel-Anwälte, dass Neovia den "Sozialtarifvertrag" nicht unterschrieben habe und dies deshalb auch "nicht einklagbar" sei. Es ist unstrittig, dass der Kollege aufgrund der festgeschriebenen Sozialkriterien ins Werk 3 übernommen werden müsste. Opel hat sich aber andere Leute rausgesucht und ihn damit vor vollendete Tatsachen gestellt. Das zeigt die Klassenjustiz, nach der Werksschließungen und ihre Folgen völlig "rechtens" sind.

Wie war das Interesse und die Solidarität aus der Öffentlichkeit für den Prozess?

Es gab sehr großes Interesse daran. Mindestens 25 Kolleginnen und Kollegen waren gekommen: Opelaner, Aktive vom Solidaritätskreis, Frauen vom "BASTA!"-Frauenkomitee. Wir haben vor und nach dem Prozess jeweils eine kleine Kundgebung gemacht, danach das Ganze noch mal ausgewertet. Toll war, dass eine Delegation von fünf streikenden Kita-Erzieherinnen mit ihren Streikwesten und Fahnen da war. Wir hatten sie umgekehrt vor zwei Wochen besucht, um ihnen Solidaritätsgrüße zu übermitteln, und sie haben sich auf diese Weise revanchiert.

Welche Botschaft geht von dem Urteil für die anderen noch klagenden Opelaner und für andere Belegschaften aus?

Konkret können sich nun auch die anderen Kolleginnen und Kollegen, die gegen ihre Änderungskündigung klagen, auf die Begründung stützen. Insgesamt zeigt es, dass der politische und juristische Widerstand genau richtig ist. Opel macht jetzt schon verschiedenen Leuten "Angebote", damit sie ihre Klagen fallen lassen. Das zeigt, wie die Konzernleitung zunehmend in die Defensive kommt. Der erreichte Erfolg zeigt aber auch, dass man solche Verträge überhaupt nicht hinnehmen muss.

Vielen Dank für das Interview!

Quelle



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dagobert


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« Antworten #103 am: 13. Januar 2016, 22:47:14 »

Zitat
Jobsuche nach Opel-Aus in Bochum: Erst 260 haben neuen Job

http://www.focus.de/regional/bochum/auto-ein-jahr-nach-aus-fuer-opel-in-bochum-260-haben-neuen-job_id_5204656.html
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« Antworten #104 am: 15. Januar 2016, 18:53:17 »


Veranstaltung von Opelanern und Freunden „Die Fackel brennt weiter!“ steht kurz bevor


15.01.16 - Zu der spannenden Veranstaltung „Die Fackel brennt weiter!“,  die am Samstag, 16. Januar, in Gelsenkirchen stattfinden wird, laden OFFENSIV, Frauenkomitee BASTA! und die Bundesweite Montagsdemo herzlich ein. In einer Pressemitteilung schreiben sie:

"Ein Jahr nach der Schließung des Bochumer Opel-Werkes 1 sind die Erfahrungen aus dem langjährigen und konsequenten Kampf der Bochumer Opelaner um den Erhalt ihrer Arbeitsplätze aktueller den je. Diese Woche wurden Pläne der Geschäftsleitung von BP bekannt, jeden siebten Arbeitsplatz in Deutschland abzubauen. Davon sind vor allem Gelsenkirchen und Bochum betroffen. Bei der regionalen Protestkundgebung im Dezember 2014 in Bochum hatten sich Opelaner, Montagsdemonstranten, Kollegen aus anderen Industriebetrieben und Mitstreiter geschworen: 'Wir tragen die Fackel weiter'. Wo es die Fackel und die Opelaner im letzten Jahr hingetragen hat – manche wohl einige tausend Kilometer weit – interessiert viele.

Um 17.30 Uhr ist Einlass. Um 18.30 Uhr beginnt der Programmblock mit Berichten der Opelaner, Beiträgen von Belegschaften, die im Kampf um den Erhalt ihrer Arbeitsplätze stehen, Liedern und mehr. Danach erwartet die Besucher Livemusik u.a. von der Bochumer Band Compania Bataclan. Auch kurzfristig Entschlossene sind herzlich eingeladen. Der Eintritt kostet 5 Euro."

Der Flyer steht hier als PDF zum Download bereit!



Quelle

https://www.rf-news.de/2016/kw2/grosse-resonanz-auf-die-veranstaltung-von-opelanern-und-freunden-201edie-fackel-brennt-weiter-201c
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« Antworten #105 am: 04. Juni 2016, 18:19:11 »

Opel-Personalabteilung lässt MLPD-Infostand polizeilich räumen



Bochum (Korrespondenz), 04.06.16: Seit Jahren führt die MLPD Stände vor den Opel-Betriebsversammlungen durch. Schon bei den letzten beiden Betriebsversammlungen versuchte der Betreiber des „Saalbau Witten“ diese Stände mit Hilfe der Polizei zu verhindern. Vor der heutigen Betriebsversammlung das gleiche Spiel. Dabei handelt es sich um öffentlich frei zugängliches Gelände.

Die Verantwortlichen des Saalbau verwiesen auf eine E-mail von Frau Krötz/Personalabteilung Opel, die eine Verhinderung und Räumung des Informationsstandes forderte. Die Personalabteilung greift damit aus antikommunistischen Motiven massiv in die Rechte der Belegschaft und des Betriebsrats ein. Damit versucht sie, klassenkämpferische Positionen mundtod zu machen.

Die MLPD war bei allen Kämpfen der Belegschaft der letzten Jahre Bündnispartner und kompetenter Berater und wird das auch in Zukunft sein. Das Frau Krötz sich in der E-mail auf eine Absprache mit dem Betriebsrat berief, ist zumindest zweifelhaft. Hatte der Betriebsrat doch beim ersten Mal auf Anfrage zum Ausdruck gebracht, das er nichts gegen einen Infostand einzuwenden hat.

Es war klar, dass wir uns das Recht auf freie Meinungsäußerung nicht nehmen lassen. Daraufhin beschlagnahmte die Polizei unseren Stand. Soll jetzt in Zukunft die Personalabteilung den Opel-Kollegen vorschreiben können, wofür sie sich interessieren dürfen und wofür nicht?
„Wir sind vielleicht in manchem unterschiedlicher Meinung, aber hier ist Solidarität gefragt – so was geht gar nicht“, so ein Opel-Kollege empört. Bei der großen Mehrheit stieß das Vorgehen der Polizei auf Kopfschütteln und Widerspruch. Klar, dass das noch ein Nachspiel haben wird.


Quelle

https://www.rf-news.de/2016/kw22/personalabteilung-opel-laesst-mlpd-infostand-polizeilich-raeumen
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Fritz Linow


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« Antworten #106 am: 23. September 2016, 16:46:04 »

Zitat
Opel Eisenach verzichtet auf rund 90 Leiharbeiter

15.09.
Das Opelwerk in Eisenach hat die Verträge von etwa 90 Leiharbeitern auslaufen lassen. Das Unternehmen begründet diesen Schritt mit der Kurzarbeit im Werk. Ein Unternehmenssprecher sagte MDR THÜRINGEN, bis zum Jahresende seien voraussichtlich drei bis fünf Tage Kurzarbeit im Monat geplant. So soll ein Rückgang bei den Aufträgen ausgeglichen werden.

http://www.mdr.de/thueringen/mitte-west-thueringen/leiharbeiter-opel-automobilbranche-100.html
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« Antworten #107 am: 26. September 2016, 17:45:14 »

Protest gegen Räumung von MLPD-Stand vor Opel-Belegschaftsversammlung


26.09.16 - Unter der Überschrift "So sieht Demokratie für die Opel-Geschäftsleitung aus: sie lässt den Infostand der MLPD räumen – aggressiver Einsatz der Polizei" protestiert die Kreisleitung der MLPD Bochum in einem Offenen Brief gegen eine polizeiliche Willkürmaßnahme am 17. September in Witten.

"Ultimativ forderte die Personalchefin Koslowski als Mitglied der Opel-Geschäftsleitung, den Infostand der MLPD vor der Opel-Belegschaftsversammlung am 17. September im Saalbau-Witten zu verhindern. Die Verteiler haben sich diesem Diktat nicht gebeugt. Sie haben sich das Grundrecht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit nicht nehmen lassen. Der Verantwortliche für den Saalbau rief die Polizei.

Der Polizeihauptkommissar Gampe reagierte äußerst aggressiv: er riss einem Verteiler die Rote Fahne-Magazine aus der Hand. Ein anderer Verteiler wurde vom ihm handgreiflich weggestoßen. Sämtliches Material wurde beschlagnahmt. Jetzt ermittelt die Polizei gegen die Verteiler wegen Hausfriedensbruch und Widerstand gegen die Staatsgewalt.

Die Tatsachen sehen anders aus: der Polizeieinsatz war ein Verstoß gegen die Grundrechte und es gab eine Körperverletzung durch die Polizei. Die Opel-Geschäftsleitung wird aufgefordert, alle Versuche der Einschränkung demokratischer Rechte in Zukunft zu unterlassen. Wir fordern die sofortige Einstellung der Ermittlungen gegen die Verteiler und haben Strafanzeige gegen den rechtswidrigen Polizeieinsatz und die Körperverletzung gestellt."

Der komplette Offene Brief

https://www.rf-news.de/2016/kw39/Flugblatt%20-%20Offener%20Brief%20der%20MLPD%20gegen%20rechtswidrigen%20%20Polizeieinsatz.pdf

Quelle

https://www.rf-news.de/2016/kw39/protest-gegen-raeumung-von-mlpd-stand-vor-opel-belegschaftsversammlung
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« Antworten #108 am: 19. März 2018, 18:14:34 »

OPEL
MLPD: „Jetzt braucht es eine einige Belegschaft – nicht Spaltung oder Co-Management“
Bisher einmalig ist ..., was sich die Betriebsratsspitze von Opel Rüsselsheim, namentlich der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Uwe Baum, geleistet hat - an Denunziation und Aktivität zum Rausschmiss des kämpferischen Opelarbeiters Christian Kowoll.

Aus einem Flugblatt der MLPD, das heute an den deutschen Opel-Werken verteilt wurde

Montag,  19.03.2018,  15:16 Uhr


Ein mutiger Kollege, der gegen die Werksschließung in Bochum gekämpft hat, wird vom Rüsselheimer Betriebsrat denunziert (rf-foto)

In einem jetzt bekannt gewordenen Schreiben vom 23. November 2017 wendet sich der Betriebsrat an die Geschäftsleitung und fordert sie auf, „… die Beschäftigung von Herrn Kowoll unverzüglich zu beenden“. Ein solches Vorgehen des Betriebsrats ist angemessen bei Faschisten oder bei Drogendealern in der Belegschaft. Hier handelt es sich aber um einen kämpferischen Kollegen, der mutig im Streik 2004 und in den Jahren danach gegen die Werksschließung in Bochum gekämpft hat. ...

 Der unterzeichnende stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Uwe Baum schreibt … im Namen des Betriebsrats von Opel Rüsselsheim, dass dieser die Einstellung von Christian ablehne mit der Begründung: „Herr Kowoll ist Mitglied der MLDP.“ Eine Organisation oder Partei „MLDP“ existiert in Deutschland zwar nicht, aber möglicherweise ist die MLPD gemeint, die Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands – bekannte und bei vielen Arbeitern anerkannte Kämpferin für Arbeiterrechte und den echten Sozialismus.

Kollege Baum betätigt sich als Denunziant
Statt sich solidarisch hinter Christian zu stellen, der mit seinen Erfahrungen verstanden hat, dass Verzicht keine Arbeitsplätze sichert, betätigt sich der Kollege Baum als Denunziant. ... Der unglaubliche Brief ist ihm gegenüber aktive Denunziation und zugleich eine einzige Diffamierung der MLPD. ...

 Sofortige Weiterbeschäftigung des Kollegen Christian Kowoll in Rüsselsheim oder Bochum durch Opel! ...

Hier kann die komplette Erklärung als pdf-Datei gelesen werden!

https://www.rf-news.de/2018/kw12/180319-zk-erklaerung-zur-kuendigung-von-christian-kowoll-bei-opel-farbe.pdf

Quelle

https://www.rf-news.de/2018/kw12/mlpd-jetzt-braucht-es-eine-einige-belegschaft-nicht-spaltung-oder-co-management
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« Antworten #109 am: 22. März 2018, 17:06:29 »

OPEL RÜSSELSHEIM
Christian Kowoll siegt gegen Opel AG
Christian Kowoll hatte am 20. März den Prozesstermin gegen die Opel AG vor dem Landesarbeitsgericht in Hamm.


Christian Kowoll (mitte) bei einem früheren Prozess vor dem Arbeitsgericht in Bochum (foto: MLPD)

Der Richter entschieden, „dass die Änderungskündigung vom 30. März 2017 „sozial ungerechtfertigt oder aus anderen Gründen rechtsunwirksam ist.“ Damit ist die Versetzung nach Rüsselsheim hinfällig und die Kündigung vom 8. Januar unwirksam! Opel ist gezwungen, Christian weiter zu beschäftigen. Die Revision wird nicht zugelassen.

 Ein großer Erfolg für die kämpferischen Arbeiterinnen und Arbeiter bei Opel und gegen Opel. Die Repression von Christian Kowoll steht bei Opel in langer Tradition der Schikanierung kämpferischer Kolleginnen und Kollegen und Ausbeutung der Belegschaften. In Rüsselsheim hat sich sogar der stellvertretende Betriebsrat Uwe Baum zum Erfüllungsgehilfen von Opel gemacht. Er hat sich im Namen des Betriebsrats aus antikommunistischen Motiven gegen die Einstellung von Christian Kowolll ausgesprochen. Zu diesem unerhörten  Vorgang hat die MLPD bereits am 19. März eine Erklärung veröffentlicht.

Christan Kowoll muss weiterbeschäftigt werden
Sofortige Weiterbeschäftigung des Kollegen Christian Kowoll in Rüsselsheim oder Bochum durch Opel!
Die Verantwortlichen für die antidemokratische Attacke aus der Betriebsratsspitze müssen zurücktreten!
Stärken wir die IG Metall und die Gewerkschaften als Kampforganisationen und die MLPD als revolutionäre Arbeiterpartei!
 
Die Überzeugungsversuche des Richters, dass Christian sich abfinden lassen soll, liefen ins Leere. Christian Kowoll behält Recht und besteht auf seinen Arbeitsplatz bei Opel-Bochum. Opel steht damit weiter unter Zwang, ihn endlich zu beschäftigen.

Quelle

https://www.rf-news.de/2018/kw12/christian-kowoll-siegt-gegen-opel-ag
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« Antworten #110 am: 28. März 2018, 18:11:56 »

Zitat
Opel - Management will Tariflöhne nicht auszahlen
Mittwoch,  28.03.2018,  14:44 Uhr

Opel will die von der IG Metall 2018 erkämpfte Lohnerhöhung von über 4,3 Prozent über zwei Jahre, die in der jüngsten Tarifrunde als Ergebnis standen, nicht auszahlen. Das erklärten Betriebsrat und IG Metall den Mitarbeitern. Stattdessen forderte das Management einen Beitrag zur Sanierung von den Kolleginnen und Kollegen. Vor fast genau fünf Jahren - am 21. März 2013 - lehnte die Opel-Belegschaft in Bochum eine solche Erpressung in einer denkwürdigen Abstimmung ab.

Quelle: https://www.rf-news.de/2018/kw13/management-will-tarifloehne-nicht-auszahlen
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« Antworten #111 am: 13. April 2018, 08:12:21 »

PSA/Opel: PACE (1) bedeutet Kündigungen und Werksschließungen
Die Zeitung von Kollegen für Kollegen aller Opel-Werke und Zulieferer in Deutschland, Der Blitz, enthüllt in der Ausgabe vom 3. April, was hinter dem sogenannten Sozialplan der PSA/Opel-Geschäftsleitung tatsächlich steckt


Rüsselsheimer Opelaner beim Warnstreik in der Metalltarifrunde am 17. Januar. Foto: RF

Es ist kein Jahr her, da versprachen sie uns das Blaue vom Himmel. Als wir das nicht glaubten und protestierten, versprachen sie die Einhaltung der Tarifverträge. Das war von Anfang an eine Lüge, um uns ruhig zu halten. Jetzt zeigen Tavarez2 und Lohscheller3 ihr wahres Gesicht: Keine  konkreten Modell-Zusagen für die Zukunft unserer Werke. Angriff auf unsere 4,3-Prozent-Lohnerhöhung. Existenzängste werden geschürt. Mit dem Sozialplan wird die Illusion vom individuellen Ausweg verbreitet, nach dem Motto „Rette sich, wer kann“. Die Unterschrift des Gesamtbetriebsrats unter den Sozialplan ist seine Kapitulationserklärung vor den angeblich unvermeidlichen Massenentlassungen. …

 Was soll daran „sozial“ sein? Etwa der Rausschmiss der jungen Kollegen, der Dienstleister, der Leiharbeiter oder der Azubis? Die Zwangsversetzungen? Abstriche an der Rente zu haben, während Tavarez zwei Millionen Euro (+ 30 Prozent) mehr Gehalt, jetzt 6,7 Millionen Euro, bekommt?!

 Die letzten Belegschaftsversammlungen brachten zum Ausdruck: Wir lassen uns nicht wie die Lämmer zur Schlachtbank führen. Auf der Rüsselsheimer Betriebsversammlung standen 200 Kollegen aus allen Bereichen auf der Bühne. Die Eisenacher Kolleginnen und Kollegen übergaben Lohscheller 1100 Unterschriften mit der Forderung „Einhaltung des Tarifvertrages“. Nach zwei Stunden Diskussion flüchtete Lohscheller durch die Hintertür. Alle Belegschaften machten klar: „Wir zahlen kein zweites Mal!“ Ein Rüsselsheimer Kollege fasste die Diskussion so zusammen: „Wenn ihr das nicht versteht, dann kommen wir alle zum Adam-Opel-Haus!“ …

 Die Frage ist, wie verhalten wir uns zu dem „Sozialplan“. In den Bereichen ging sofort die Rechnerei los, „was kommt bei mir nach der Formel raus“. Ist nicht genau das die Taktik von PSA/Opel? Dass jeder nur darauf schaut, wie er „rauskommt“? Die Erfahrungen mit dem „süßen Gift Sozialplan“ zeigen: Man selber ist dann raus, aber dein Arbeitsplatz fehlt für immer der Jugend, den Kindern und der Region. Dann muss man mit der Rentenkürzung leben. Eine Abfindung ist schnell aufgebraucht. Und dann muss man neue Arbeit finden. Denn jeder weiß das, bevor du einen Cent Hartz IV bekommst, muss die ganze Abfindung aufgebraucht werden. Das zwingt einen in Niedriglohn oder Leiharbeit. …

 Gemeinsam können und müssen wir im Kampf die Arbeitsplatzvernichtung verhindern. Dieser Kampf muss überparteilich geführt werden. Null Toleranz gegen Mobbing, antikommunistische Hetze und Spaltung. Wer jetzt verbreitet, ein Kampf würde alles noch schlimmer machen, der spielt Opel in die Karten. …

 Der Kampf um jeden Arbeitsplatz muss offensiv geführt werden. 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich im ganzen PSA/Opel-Konzern! Erhalt und Schaffung neuer Arbeitsplätze statt Millionen für Bonuszahlungen, statt Milliarden für Arbeitsplatzvernichtung und Werksschließungen! Auszahlung der 4,3 Prozent aus dem Tarifergebnis ohne Wenn und Aber! Sofortige Einstellung der neuen Lehrjahre – Erhaltung der Lehrwerkstätten – Übernahme unserer jungen Kolleginnen und Kollegen! Schluss mit Zwangsversetzungen!

 
1 Englisch für „Tempo“

² Vorstandsvorsitzender von PSA

³’ Vorstandschef von Opel

Quelle

https://www.rf-news.de/rote-fahne/2018/nr08/psa-opel-pace-1-bedeutet-kuendigungen-und-werksschliessungen
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« Antworten #112 am: 24. April 2018, 19:04:13 »

Zitat
Arbeitereinheit - Opel: Konzernweite Verbrüderung in Eisenach

Heute setzte die Opel-Belegschaft ein erstes wichtiges Signal für den Kampf um die Einhaltung der Tarifverträge, gegen Arbeitsplatzvernichtung, Lohnraub und drohende Werksschließungen.

Quelle: https://www.rf-news.de/2018/kw17/opel-konzernweite-verbruederung-in-eisenach
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« Antworten #113 am: 01. Juni 2018, 18:07:55 »

Zitat
Eckpunkte - Opel/PSA weicht vor offener Konfrontation zurück - weiter massive Angriffe geplant

Am 29. Mai haben sich Vertreter der IG Metall, des Gesamtbetriebsrates und Betriebsräte der Standorte von Opel mit dem Opel-Vorstand auf Eckpunkte zur „Zukunftssicherung aller Opel-Standorte“ geeinigt.

Quelle: https://www.rf-news.de/2018/kw22/management-weicht-vor-der-offenen-konfrontation-mit-der-belegschaft-zurueck-bleibt-aber-bei-massiven-angriffen
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« Antworten #114 am: 21. Juni 2018, 19:03:01 »

Zitat
Opel - "Weder 'Zukunftssicherung' noch 'Kundigungsschutz' - Die Eckpunkte sind Verrat an unserem Kampf!"

Am 29. Mai erklärten die IG Metall und der Gesamtbetriebsrat von Opel, man habe sich "nach intensiven Verhandlungen ... mit der Geschäftsleitung über Eckpunkte zur Bestandssicherung und Zukunftsfähigkeit der deutschen Opel-Standorte geeinigt". Das dieser Satz drei Lügen enthält, darüber klärt die Kollegenzeitung "Der Blitz" von Kollegen für Kollegen aller Opel-Werke und Zulieferer auf, was wir im Folgenden dokumentieren.

Quelle: https://www.rf-news.de/2018/kw25/weder-zukunftssicherung-noch-kundigungsschutz-die-eckpunkte-sind-verrat-an-unserem-kampf
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« Antworten #115 am: 21. Juni 2018, 19:03:28 »

OPEL
"Weder 'Zukunftssicherung' noch 'Kundigungsschutz' - Die Eckpunkte sind Verrat an unserem Kampf!"
Am 29. Mai erklärten die IG Metall und der Gesamtbetriebsrat von Opel, man habe sich "nach intensiven Verhandlungen ... mit der Geschäftsleitung über Eckpunkte zur Bestandssicherung und Zukunftsfähigkeit der deutschen Opel-Standorte geeinigt". Das dieser Satz drei Lügen enthält, darüber klärt die Kollegenzeitung "Der Blitz" von Kollegen für Kollegen aller Opel-Werke und Zulieferer auf, was wir im Folgenden dokumentieren.

Von ffz / Kollegenzeitung Der Blitz
Donnerstag,  21.06.2018,  18:51 Uhr


Kampf und Widerstand der Opelaner sind weiterhin gefragt (rf-foto)

Erste Lüge: "Zukunftsfähigkeit"
Mit dem Ergebnis der Einigungsstelle unterschreiben die Verhandlungsführer von Gesamtbetriebsrat und Bochumer Betriebsrat nicht nur die Vernichtung von 3.700 Arbeitsplätzen. Mit Eckpunkt Nr. 2 sind betriebsbedingte Kündigungen und Massenentlassungen auch vor 2023 ganz ausdrücklich möglich. Wenn der Betriebsrat nicht zustimmt, holt Opel sich die Genehmigung in der Einigungsstelle. Statt dem angeblichen "Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen", regelt dieser Eckpunkt das genaue Gegenteil! Für Kollegen aus Bereichen, die ausgelagert werden sollen (Zum Beispiel Werkzeugbau und Prototypenbau in Rüsselsheim, Vorverpackung in Bochum), wird eine Beschäftigungssicherung sogar ganz ausgeschlossen, wenn sie einen Betriebsübergang verweigern.

 Das Eisenacher Werk soll zwar den Grandland X bekommen, bleibt aber mit einem einzigen Modell weiter akut von Schließung bedroht. Davor hatten Gesamtbetriebsrat und IG Metall doch noch vor kurzem gewarnt - warum stellen sie das Ergebnis jetzt als Erfolg dar?

 Die Zukunft der Jugend wird in dem Papier komplett ausgespart. Damit wird das Ausbluten der Lehrwerkstätten und letztlich der Werke stillschweigend in Kauf genommen. Von der Entlassung von Hunderten Leiharbeitskollegen und Dienstleistern waren in erster Linie junge Kolleginnen und Kollegen betroffen!

Zweite Lüge: "Bestandssicherung"
Echpunkt Nr. 3 ist ein einziger Griff in unsere Taschen, der mit einem Bestandsschutz nun wirklich nicht das Geringste zu tun hat! Das erst im Frühjahr gemeinsam erkämpfte Tarifliche Zusatzgeld entfällt von 2019 bis 2023 komplett und für immer. Alleine dadurch nimmt Opel jedem Kollegen rund 7.000 Euro Lohn, der uns zusteht. Ab 2020 wird außerdem jede Tariferhöhung um zwölf Monate verschoben.

Der Hammer: eine Anrechnung künftiger Tariferhöhungen auf unsere Opel-Prämie wird ausdrücklich ermöglicht. Damit soll die "Küpper-Zusage" endlich gekippt werden, was für jeden von uns bis zu 600 Euro pro Monat ausmacht! "Wir zahlen nicht zweimal für den gleichen Tarifvertrag!" hat Schäfer-Klug noch vor ein paar Wochen erklärt. Aber was kümmert ihn heute sein Geschwätz von gestern?

Dritte Lüge: "intensive Verhandlungen"
Dass wir gegen den erklärten Willen von Tavarez und Lohscheller unsere Lohnerhöhung von 4,3 Prozent erfolgreich verteidigt haben, war einzig und allein Ergebnis unseres gemeinsamen konzernweiten Kampfs mit dem Aktionstag in Eisenach als Höhepunkt! Unser Erfolg gegen die Erpressung hat hohe Wellen geschlagen. Vielen ist das erst mit der Lohnabrechnung im Mai klar geworden. Am 1. Mai verbrüderten sich Opelaner in Darmstadt mit französischen Gewerkschaftern. PSA-Kollegen schickten eine Solidaritätsbotschaft. Darauf dass wir Arbeiter einer internationale Klasse sind, können wir stolz sein!

 Aber diesem  Kampf sind Gesamtbetriebsrat und Berthold Huber mit ihren "intensiven Verhandlungen" in der Einigungsstelle jetzt ganz offen in den Rücken gefallen. Gut möglich, dass hier nach den hektischen Krisengesprächen der Ministerpräsidenten bis rauf zu Macron und Merkel auch politisch Druck gemacht wurde. Letztendlich sind "unsere" Verhandlungsführer genauso jämmerlich eingeknickt, wie die in Spanien, England oder Polen. Dass bei uns aber der Kampf und Widerstand am meisten ausgeprägt war und ist, macht ihren Verrat umso schändlicher. Für dieses Kapitulation hatten sie kein Mandat der Belegschaft!


Nur wer kämpft, kann auch gewinnen (rf-foto)

Kein Wunder, dass sie mit aller Macht versuchen, uns über das wahre Ergebnis zu täuschen und von einem angeblichen "Kündigungsschutz" phantasieren. Warum werden denn die Eckpunkte nicht im Wortlaut veröffentlicht? Warum kamen kritische Kollegen auf der Betriebsversammlung in Rüsselsheim erst zu Wort, als die meisten schon gegangen waren? Trotzdem entfaltet sich überall die Kritik am Tarifbruch: "Das ist nicht akzeptabel! Über 3.700 Arbeitsplätze fallen weg, gerade für die nächsten Generationen. Und das sollen wir auch noch selbst bezahlen. Niemals!"

Daraus müssen Schlussfolgerungen gezogen werden. Notwendig ist die breite Information der Belegschaft, demokratische Diskussionen und Konsequenzen für den weiteren Kampf. Diese Eckpunkte müssen vom Tisch. Tarifbruch und Verrat an der Jugend kommen nicht in Frage!

 Der Weg vom Aktionstag in Eisenach muss ausgebaut werden! Wirksame, selbständige Kampfmaßnahmen im ganzen Konzern! Kampf um jeden Arbeits- und Ausbildungsplatz! Die Lehrwerkstätten müssen erhalten bleiben. 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich!

Quelle

https://www.rf-news.de/2018/kw25/weder-zukunftssicherung-noch-kundigungsschutz-die-eckpunkte-sind-verrat-an-unserem-kampf

Gespeichert

Gegen System und Kapital!


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