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Autor Thema: Palästina - Israel  (Gelesen 35185 mal)
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Onkel Tom


Beiträge: 3716



« Antworten #100 am: 23. Juli 2018, 10:58:44 »

...
Vielen geht die Religion völlig am Arsch vorbei.
...

Dem muss ich widersprechen..

1992 gab es ja den Golfkrieg, in dem Ereignisse stattfanden, die sich mit der Symbolsprache
der Bibel identisch interpretieren lassen..

Gegenwärtig nahm ich an Demonstrationen gegen den Golfkrieg a la "Diplomaten statt Waffen"
teil.. Anbei lernte ich einen Menschen kennen, der meinte "Wir leben in einer Zeit, die schon
vorhergesagt ist..". Damit konnte ich erst nix anfangen und dachte er spinnt oder will sich
intelektuell hervorheben. Ich fragte ihn dann, wie er das meint.

Er antwortete darauf, das sich diese Ereignisse in der Bibel wiederfinden lassen.. Er schrieb
mir noch ein paar Verweise aus der Bibel auf und ich wurde zwangsweise neugierig und
besorgte mir die Elberfelder Bibel..

Oh haua, der Typ könnte Recht haben.. Habe darin einige Dinge gefunden, die Interpretationen
zur damaligen Golfkriese zulassen, wie z.B. "Nation wird sich gegen Nation erheben" und
"Es werden Kriege um Öl und Macht geben", und was mich am meisten schokierte "Die Sonne
wird sich verfinstern", was ja durch die Brände der Ölquellen in Kuweit tatsächlich vergleichbar
war..

Wie ich mir weiteres aus diesen Buch rein zog, verstand ich auch, warum die Israelis darauf
bestehen, dort leben zu wollen und kein Problem damit haben andersgläubige zu vertreiben..

Demnach habe ich das so verstanden, das an das "gelobte Land" geglaubt wird und das Recht
bestünde dieses Land mit allen Mitteln zu verteidigen..
Weiter habe ich von woanders her mal gelesen, das die Leute, die in Israel leben, beim
Weltuntergang in den Himmel aufsteigen würden.

Nun gut, will hier keine Religion auf dem Präsentierteller sezieren, aber dessen Interpretationen
halten meiner Ansicht nach diesen Nahost-Konflickt aufrecht und viele Juden und Christen, die
Bibelbelesen sind gehen davon aus, das sie bezüglich Israel alles richtig machen würden und
dazu Gottes Segen hätten.

Dies lässt sich jedoch wiedersprechen, da in der Biebel won einem "himmlichen Israel" die
Rede ist, also auf der Erde somit kein "gelobtes Land" existiert..

Wem so was interessiert, kann sich gern mal das 24.Kapitel von Matthäus rein tun..
Erschreckend, was daraus in der Gegenwart interpretierbar ist..

Der Glauben und dessen Umsetzung von Religion halte ich als Wurzel der Unruhen in Israel
und hin und wieder wird anbei die Bibel in die Hand Hand genommen, um diese "Ewigen
Unruhen" gläubisch zu legitimieren.. Wie der Koran dazu steht, kann ich nicht bewerten..

Fazit: Ich finde es echt zum Kotzen, das Religion im nahen Osten immer wieder als "Gottes
Erlaubnis zum Krieg" missbraucht wird..

Von daher gehe ich davon aus, das denen Religion nicht am Arsch vorbei geht.

 Roll Eyes

« Letzte Änderung: 23. Juli 2018, 11:03:59 von Onkel Tom » Gespeichert

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ManOfConstantSorrow


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« Antworten #101 am: 23. Juli 2018, 13:09:24 »

...
Vielen geht die Religion völlig am Arsch vorbei.
...


Dem muss ich widersprechen..

1992 gab es ja den Golfkrieg, in dem Ereignisse stattfanden, die sich mit der Symbolsprache
der Bibel identisch interpretieren lassen..

Gegenwärtig nahm ich an Demonstrationen gegen den Golfkrieg a la "Diplomaten statt Waffen"
teil.. Anbei lernte ich einen Menschen kennen, der meinte...


Ich finde es ärgerlich, ja falsch und gefährlich, was du da tust. Du hast EINEN Israeli kennengelernt und meinst, es seien ALLE Isralis so drauf wie deser Typ. Das ist einfach kompeltter Bullshit! Massenhaft Israelis halten die Propaganda der Ultraortodoxen und die Politik der Regierung nicht mehr aus. Deshalb gibt es eine so riesige Jüdische Community in Berlin. Die sind geflüchtet vor der reaktionären und intoleranten Athmosphäre in Israel.

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"Wir leben in einer Zeit, die schon
vorhergesagt ist..". Damit konnte ich erst nix anfangen und dachte er spinnt oder will sich
intelektuell hervorheben. Ich fragte ihn dann, wie er das meint.

Er antwortete darauf, das sich diese Ereignisse in der Bibel wiederfinden lassen.. Er schrieb
mir noch ein paar Verweise aus der Bibel auf und ich wurde zwangsweise neugierig und
besorgte mir die Elberfelder Bibel..

Oh haua, der Typ könnte Recht haben.. Habe darin einige Dinge gefunden, die Interpretationen
zur damaligen Golfkriese zulassen, wie z.B. "Nation wird sich gegen Nation erheben" und
"Es werden Kriege um Öl und Macht geben", und was mich am meisten schokierte "Die Sonne
wird sich verfinstern", was ja durch die Brände der Ölquellen in Kuweit tatsächlich vergleichbar
war..

Wie ich mir weiteres aus diesen Buch rein zog, verstand ich auch, warum die Israelis darauf
bestehen, dort leben zu wollen und kein Problem damit haben andersgläubige zu vertreiben..

Demnach habe ich das so verstanden, das an das "gelobte Land" geglaubt wird und das Recht
bestünde dieses Land mit allen Mitteln zu verteidigen..
Weiter habe ich von woanders her mal gelesen, das die Leute, die in Israel leben, beim
Weltuntergang in den Himmel aufsteigen würden.

Nun gut, will hier keine Religion auf dem Präsentierteller sezieren, aber dessen Interpretationen
halten meiner Ansicht nach diesen Nahost-Konflickt aufrecht und viele Juden und Christen, die
Bibelbelesen sind gehen davon aus, das sie bezüglich Israel alles richtig machen würden und
dazu Gottes Segen hätten.

Dies lässt sich jedoch wiedersprechen, da in der Biebel won einem "himmlichen Israel" die
Rede ist, also auf der Erde somit kein "gelobtes Land" existiert..

Wem so was interessiert, kann sich gern mal das 24.Kapitel von Matthäus rein tun..
Erschreckend, was daraus in der Gegenwart interpretierbar ist..

Es ist ja ersteinmal völlig ok, sich andere Ideologien, Schriften und Denkgebäude reinzusziehen und zu versuchen sie zu verstehen.
"...was daraus in der Gegenwart interpretierbar ist." In so blumige Sprache läßt sich viel hineininterpretieren. Die dicke Schwarte ist voll mit Geschichten, die in völligem Widerspruch zueinander stehen. Da kann man sich immer etwas herauspicken, was einem gerade paßt. (Übrigens: "Es werden Kriege um Öl und Macht geben" habe ich nirgendwo gefunden.)
Und so sonderlich beeindruckt bin ich nicht von dem Matthäus - Kapitel 24. Solche Prophezeihungen schreib ich dir mit dem Fuß. Ohne LSD.

"...verstand ich auch, warum die Israelis darauf bestehen, dort leben zu wollen und kein Problem damit haben andersgläubige zu vertreiben.."
Das ist doch übelster Unsinn, so etwas zu behaupten. Selbst wenn es so sein sollte, daß eine Mehrheit der Israelis es so sehen würde, dann wäre es noch immer falsch zu behaupten, "DIE Isrealis" hätten kein Problem mit der Vertreibung andersgläubiger.

Zitat
Schalom Achschaw (hebräisch שלום עכשיו, deutsch Frieden jetzt, auch oft auf Englisch Peace Now) ist eine außerparlamentarische Friedensbewegung in Tel Aviv-Jaffa. Sie hat sich nach eigenen Angaben das Ziel gesetzt, die Öffentlichkeit und die israelischen Regierungen von der Notwendigkeit und der Möglichkeit zu überzeugen, „einen gerechten Frieden und eine historische Versöhnung mit dem palästinensischen Volk wie den arabischen Nachbarn zu erreichen, und zwar im Austausch für eine territoriale Abmachung im Sinne der Formel Land gegen Frieden“.
https://de.wikipedia.org/wiki/Schalom_Achschaw

Zitat
US-Proteste gegen Israel
Juden gegen den Gaza-Krieg

In New York demonstrieren junge Juden für den Frieden. Sie distanzieren sich von den traditionellen jüdischen Organisationen.
http://www.taz.de/!5036074/

Zitat
In Berlin demonstrierten Israelis und Palästinenser gemeinsam gegen den Krieg
https://www.vice.com/de/article/bnbm5v/in-kreuzberg-demonstrierten-israelis-und-palstinenser-gemeinsam-gegen-den-krieg843

 
"Der Glauben und dessen Umsetzung von Religion halte ich als Wurzel der Unruhen in Israel"
Ich sehe es umgekehrt. Die Wurzel sind Macht und Profitinteressen, die Religion ist ein hervorragendes Werkszeug diese durchzusetzen. Religion ist ein mächtiges Werkzeug, wenn es darum geht, Menschen aufzuhetzen.

Wenn man gegen die verheerenden religiösen Ideologien vorgehen will, muß man erkennen, wie unterschiedlich die Menschen, ihre Haltungen und Interessen sind. Es geht nur, indem man die Menschen, die kritisch zu diesen Ideologien stehen, stärkt und zu einer offenen gesellschaftlichen Auseiandersetzung zu diesen Themen aufzuruft. Man verbaut sich diese Möglichkeit, wenn man einfach behauptet, "alle" Israelis seien so, alle Araber aber so etc..

Die Orthodoxen sind da alle verdammt ähnlich und sehnen sich das Armageddon herbei, egal ob Juden, Christen oder Moslems.

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Es gilt, den religiösen Irren und ihrer Propagands das Wasser abzugraben.

"Von daher gehe ich davon aus, das denen Religion nicht am Arsch vorbei geht."
Was Leute im Kopf haben und wie sie sich verhalten, ist nicht in Stein gemeißelt. Beides kann sich verändern. Darum sollte es uns gehen.

Schließlich sind solche Entwicklungen...
Zitat
Kirchenaustritte in Deutschland
Wieder eine halbe Million weniger Christen

Die Zahl der Kirchenaustritte hat sich verringert. Doch auch im vergangenen Jahr kehrten hierzulande Hunderttausende ihrer Religionsgemeinschaft den Rücken.
https://www.tagesspiegel.de/politik/kirchenaustritte-in-deutschland-wieder-eine-halbe-million-weniger-christen/20092970.html

...das Ergebnis einer langwierigen Diskussion und eines kritischem Umgangs mit der Rolle der Kirche.
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Fritz Linow


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« Antworten #102 am: 23. Juli 2018, 16:18:06 »

Zitat
Übrigens: "Es werden Kriege um Öl und Macht geben" habe ich nirgendwo gefunden.

hihi, haha:
Zitat
When first visiting Israel in 1983, I believe that God gave me a scripture (1 Kings 8:41-43), a vision (Oil for Israel) and, as a Christian Zionist and New Covenant believer (Isaiah 65:1), the calling to render assistance to the Jewish people and Nation of Israel, and to aid them in the Restoration of the Land by providing the oil and gas necessary to help the People of Israel maintain their political and economic independence (Leviticus 19:33,34 & Exodus 6:6-8).

https://www.zionoil.com/vision/vision-statement/
Zitat
Als John Brown vor 36 Jahren zum Glauben kam, stiess er in der Bibel auf Hinweise, dass für Israel einmal Öl zum Segen wird. Er suchte - und fand.

http://bibelarbeit.privat.t-online.de/_o_oel_in_israel.pdf


Zitat
Schließlich sind solche Entwicklungen...
Zitat
Wieder eine halbe Million weniger Christen

...das Ergebnis einer langwierigen Diskussion und eines kritischem Umgangs mit der Rolle der Kirche.

Da werden leider nicht die Zuwächse der durchgeknallten Freikirchen berücksichtigt.

Nebenbei: Es gibt gerade große Proteste gegen ein Gesetz zum Verbot von Leihmutterschaften für homosexuelle Paare, während es diese gegen das neue Nationalstaatsgesetz bisher anscheinend kaum gibt. Kann aber auch sein, dass da die Proteste zusammenkommen.
« Letzte Änderung: 23. Juli 2018, 16:20:53 von Fritz Linow » Gespeichert
Onkel Tom


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« Antworten #103 am: 23. Juli 2018, 20:54:13 »


Ich finde es ärgerlich, ja falsch und gefährlich, was du da tust. Du hast EINEN Israeli kennengelernt und meinst, es seien ALLE Isralis so drauf wie deser Typ. Das ist einfach kompeltter Bullshit!


Ich bin wahrhaftig kein Mensch, der mit der Bibel in der Hand rumwedelt und versuche Dinge
auf biblichen Inhalten zu erklären oder Legitimationen für irgendwas zu deuten..
Weiter war derjenige, der mich darauf hinwieß kein Israeli und weiter schere ich noch lange
nicht alle über einen Kamm !

Sone bescheuerten Antworten können auch nur von jemanden kommen, der mein Beitrag
nicht überprüfen kann, weil das "Märchienbuch" (Bibel) nicht im Hause vorhanden ist..

Erst überprüfen und dann kann man auch haltbar moppern  Tongue

Edit: Der Vortrag von Schramm scheint meinen Vermutungen ja näher zu liegen, wie Du es dir
vorgestellt hast. Ich glaube auch nicht an den Hamagedon sondern das die Menscheit sich
selber richtet, da sie zu leichtfertig ihre eigene Religion herrichten und meinen, das sie alles
richtig machen würden.. Eher geht die Menscheit zu grunde wie die Erde und Mutter Natur.

Glauben heißt nicht wissen. Das ist halt so  Wink
« Letzte Änderung: 23. Juli 2018, 21:13:03 von Onkel Tom » Gespeichert

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Fritz Linow


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« Antworten #104 am: 23. Juli 2018, 21:22:05 »

Das Buch der Bücher soll es ganz gut im Internet geben, auch auf klingonisch. Allerdings bringt uns eine Diskussion nach Nostradamusart nicht weiter. Nur ein ziemlich tollpatschiger Prophet würde schreiben, dass die Erde untergeht, während der Himmel leicht bewölkt ist und es vereinzelt zu Regenschauern kommen kann.
Da gab es wohl insgesamt eine Exegeseschwäche von ManOfConstantSorrow. Trotzdem wäre eine Besinnung auf die Frage, welche Bedeutung (auch im Positiven) und welchen Machtmissbrauch Religion bedeuten kann, ganz sinnvoll, am besten ohne Dogmatik, angelesene Klassiker und Vulgäratheismus.

Und das alles mit Bezug auf Israel, ay caramba.
« Letzte Änderung: 23. Juli 2018, 21:25:45 von Fritz Linow » Gespeichert
Onkel Tom


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« Antworten #105 am: 23. Juli 2018, 21:32:59 »

Jo, Dogmatismus kann anbei nur schaden, war auch nicht meine Absicht..

Ich vermute, das Friedensbewegung in Israel so kompliziert erscheint, weil
bei manchen politischen Entscheidungen subtile Einflüsse von Bibelsprüchen
angenommen werden, statt Politik und Religion mal endlich streng voneinander
zu trennen..
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Fritz Linow


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« Antworten #106 am: 23. Juli 2018, 22:28:20 »

(...), statt Politik und Religion mal endlich streng voneinander
zu trennen..

Diese Wunsch nach Trennung von Politik und Religion ist meiner Meinung ein Fehler und geboren aus dem verständlichen Willen in der Zeit der Aufklärung, die Fesseln der Macht zu sprengen. Dabei ging man aber damals davon aus, dass sich der Mensch entsprechend entlang eines Idealtypus entwickelt und er irgendwann einmal schon alleine aufgrund seiner Vernunftbegabung Religion als Mumpitz betrachtet. Seitdem sind 300 Jahre vergangen und die Aufklärung ist für’n Arsch.

Das Bedürfnis nach Religion/Glauben hat sich immer in den bestehenden Machstrukturen eingenistet und wurde dementsprechend missbraucht, egal ob es jetzt als Staatsreligion, als geduldete Religion oder ausdrücklich als entscheidungsferne und somit absolut private Religion behandelt wurde. Selbst bei größtem Widerstand ist Religion auf einmal integrierender Bestandteil der Herrschaftsstrukturen geworden. Gerade beim Christentum gibt es da die dollsten Geschichten. Und ansonsten enstehen halt Strukturen, die trotz aller Religionsferne auch nicht unbedingt geil sind.

Eine bloße Trennung von Politik und Religion hilft da also nicht weiter, weil damit lediglich eine Politik, die nichts anderes als Gier im Sinn hat, die Entscheidungen trifft, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme der Religion. Da aber Religion trotz aller strikten Trennungswünsche immer auch Einfluss auf die Politik hat, macht es Sinn, die Leute mit ihrem Religionsbedürfnis ernstzunehmen. Zumindest in Bezug auf das Christentum wurde da irgendwie ziemlich viel Potential gleich zu Anfang und immer wieder zwischendurch bis hin zu einem marxistisch-leninistischen Vulgäratheismus vergeudet.

Doch nun zurück zu Palästina-Israel
« Letzte Änderung: 23. Juli 2018, 23:26:19 von Fritz Linow » Gespeichert
Onkel Tom


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« Antworten #107 am: 24. Juli 2018, 11:27:25 »

Oki, muss mir deine Ansichten dazu mal durch meine Hirnwindungen
zergehen lassen.. Ich musste halt über das "Religion geht denen am
Arsch vorbei " rumhüsteln..

Uuups, hätte nicht gedacht, das der Begriff "Öl" sich im neuen Testament
nicht nur symbolisch auf wertvollen Rohstoff wie z.B Lampenöl bezieht.
Das alte Testament war mir doch zu viel und habe da nur kleine Bröckchien
gelesen.

Das Israel reich an Ölvorkommen ist, ist mir neu und damit wird aus dem
Bibelspruch "Es wird Kriege um Öl und Macht geben" ein Schuh draus, den
man tatsächlich als Vorhersage annehmen könnte..

Soo, Bibel und OT bei Seite..  Wink
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« Antworten #108 am: 24. Juli 2018, 16:47:00 »

Ich wollte nicht, daß man sich an Details festhält oder meint, jetzt sein gesamtes Wissen zu dem Bereich zum Besten geben zu müssen.

Ich fand, Onkel Toms Beitrag hatte den Grundtenor, daß das alles festgeschriebene und unabänderliche Tatsachen sind und alles in der Region so laufen muß, wie es läuft.

Ich wollte gegen diese hoffnungslose Behauptung der Unabänderlichkeit gegenanschreiben und darauf hinweisen, daß auch schlimme Situationen und Zeiten Ansätze für Änderung bieten.

Es ist halt nicht richtig, daß die Palästinenser sich in erster Linie entlang der Religion organisieren, noch ist es richtig, daß "die Israelis" alle religiös hirngewaschen sind. Auch der israelischen Regierung ist der religiöse Kram bestenfalls ein Vorwand und Vehikel. Sie verteidigt keinesfalls ihre Religon auf Teufel komm raus. Schwarzhäutige Juden werden diskriminiert und teilweise ausgewiesen, obwohl sie der selben Religion angehören.
https://www.zeit.de/politik/ausland/2015-05/israel-rassismus-polizeigewalt-proteste-aethiopische-juden
Nichts ist unumstößlich, auch der scheinbar unumstößliche religiöse Scheiß nicht. Es sind weder alle Palästinenser, noch alle Israelis religiös. Orthodox oder fundamentalistisch ist jeweils nur eine Minderheit.


P.S.: In dem Matthäus - Kapitel 24 stand nichts von "Es wird Kriege um Öl und Macht geben".
Wenn ein texanischer Ölmagnat meint, in der Bibel den Auftrag zum Ölbohren in Israel gefunden zu haben, wundert es mich ebesowenig, wie wenn der Coca Cola Hersteller auf göttliches Geheiß braunes Zuckerwasser in alle Welt verkaufen würde.
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Onkel Tom


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« Antworten #109 am: 25. Juli 2018, 10:12:47 »

...
Ich fand, Onkel Toms Beitrag hatte den Grundtenor, daß das alles festgeschriebene und unabänderliche Tatsachen sind und alles in der Region so laufen muß, wie es läuft.
...


Den Tenor wollte ich nicht vermitteln.. Sorry, wenn ich mein Leben für mich so
einrichten würde, wäre es völlig sinnlos sich noch für irgendwas ein zu setzten.

Das finde ich überings sehr wiederlich, wie sich die Kirchen Christlicher Natur
dazu verhalten..

Ich musste mich als Kind im katholischen Kinderheim gegen das Nonnengeschwader
durchsetzen, die in Glauben waren, Wir müssen den Onkel Tom missionieren und
Respekt vor der katholischen Kirche beibringen !"

Als 10 jähriger Heimzögling, der sowiso nur am besten die Fresse hält und nur
parrieren soll, wagt es unser Geschwätz als Lügen und Heuchelein ab zu tun ?

Goil, damit bekam ich endlich ein Hausverbot der Kirche und musste Weihnachten
nicht mehr 3 Stunden in der kalten katholischen Kirche stramm stehen und mir dieses
Geheuchel anhören..

Ich halte nix davon, das sich Menschen allein dazu versammeln um ihren Gott an zu
himmeln und noch weniger dazu hin zu nehmen, "das man sowiso nix gegen machen
könne", was gerade aktuell unter den Nägeln brennt..

Wie die Palästinenser.. Und was sie im Koran finden, kann ich nicht mitreden da ich
da noch nicht meine Nase rein gesteckt habe..

Sie kämpfen um ihr gestohlenes Land und gegen den Alltag, den sie damit haben.

Ich denke, man sollte sich nicht über Religion streiten.. Viel Rauch um (meist) nichts.

Alles gut und schönen sonnigen Tach  Wink
« Letzte Änderung: 25. Juli 2018, 10:25:02 von Onkel Tom » Gespeichert

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« Antworten #110 am: 26. Juli 2018, 09:05:53 »

Bei den "Troubles" in Nordirland standen sich katholische und protestantische Bevölkerungsgruppen gegenüber. In dem Bürgerkrieg sind mehr als 3000 Menschen ums Leben gekommen. Da erntet man keinen Widerspruch wenn man sagt, das war kein religiöser Konflikt.

Bei dem Palästinakonflikt sehe ich die Situtation kaum anders. In beiden Fällen leben verschiedene Bevölkerungsgruppen in der gleichen Region, sind jedoch mit unterschiedlichen Rechten und unterschiedlichen ökonomischen Bedingungen ausgestattet. Das ist die Grundlage beider Konflikte. Es wird mit allen schmutzigen Tricks gearbeit, gerade im Nahen Osten. Man nutzt Religion, Nationalismus, Rassismus und Waffengewalt. All das sind Methoden und Folgen der Auseinandersetzung, jedoch nicht die Ursachen.

Deshalb wollte ich zurück zu den ökonomischen und politischen Grundlagen. Wenn man den Menschen dort das Hirn vernebelt mit religiösem Scheiß und sie damit gegeneinander aufhetzt, dann sollten wir nicht auch noch auf den Zug aufspringen und einen religiösen Konflikt diskutieren.

Ausserdem ist es nicht hilfreich Bibelzitate zu bringen, die nicht in der Bibel stehen.
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« Antworten #111 am: 26. Juli 2018, 09:56:24 »

Jo, du hast Recht.. Ich habe die Bibel noch mal ausgekramt und habe falsch
zitiert und habe unbewusst das Wort Volk mit Nation ersetzt.. Sorry, mach ich
nie wieder.. Damals hatte ich mir Erklärungen darin gesucht, in wie weit Religion
im Nahostkonflikt negativ mitschwingt. Dazu habe ich das 24.Kapitel von
Mathäus gelesen und war darüber entsetzt, das es so massiv mit dem Golfkrieg
vergleichbar war.. Und später stellte sich es ja auch raus, das es anbei
hauptsächlich um den Zugriff auf Öl ging. Das gab meinen Vermutungen eine
Bestätigung.

Was so ein Buch an Irrtümer auslösen kann  Roll Eyes Hab was dazu gelernt..

M.s.G. Tom  Wink
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« Antworten #112 am: 26. Juli 2018, 10:00:08 »

Kein Problem. Wir haben uns ja nicht übel gestritten. Es waren unterschiedliche Blicke auf eine Situation. Unterschiedliche Einschätzungen. Dazu sind Diskussionen ja da.
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« Antworten #113 am: 03. August 2018, 20:02:56 »

Zitat
Proteste in Jerusalem
Zehntausende bei Gay-Pride-Parade


Zehntausende haben bei der Gay-Pride-Parade in Jerusalem protestiert. Die Demonstration fordert gleiche Rechte für alle.



Auf der Gay-Pride-Parade in Jerusalem haben nach Angaben der Veranstalter rund 35.000 Menschen demonstriert. Sie forderten gleiche Rechte für Schwule, Lesben, Bi- und Transsexuelle (LGBT) sowie eine Änderung des Leihmutterschaftsgesetzes. "Das Gesetz ist diskriminierend gegen schwule Männer", sagte Eran Globus, Vorsitzender des Veranstalters Jerusalem Open House.

Die Polizei setzte nach Medienberichten 2.500 Sicherheitskräfte ein. Zwei Gegendemonstrationen waren zugelassen.
https://www.zdf.de/nachrichten/heute/proteste-in-jerusalem-zehntausende-bei-gay-pride-parade-100.html
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« Antworten #114 am: 09. August 2018, 12:39:11 »

Zitat
Die Lage rund um den Gazastreifen eskaliert seit Mittwochabend. Die radikalislamische Hamas schoss bis in die Morgenstunden mehr als 150 Geschosse auf Israel ab, erstmals seit dem letzten Krieg 2014 auch auf die Großstadt Aschdod. Israels Raketenabwehr fing zig Geschosse in der Luft ab, dennoch wurden Wohnhäuser und Fabriken direkt getroffen.

„Seit Jahren waren wir einem Krieg mit Gaza nicht so nah wie heute“, sagt ein hochrangiger Offizier der israelischen Armee, dessen Name nach den Regularien der Streitkräfte nicht genannt werden darf.

Israels Luftwaffe bombardierte laut eigenen Angaben mehr als 140 militärische Ziele in Gaza. Insgesamt starben dabei bis zum Morgen mindestens drei Palästinenser, auf israelischer Seite wurden sieben Menschen zum Teil lebensgefährlich schwer verletzt. Die Armee verlegt weitere Raketenabschussbatterien in den Süden und zieht Landstreitkräfte rund um Gaza zusammen.

Erstmals sprechen israelische Offiziere davon, Dörfer in Grenznähe im Vorfeld einer Militäroperation zu evakuieren. „Die Hamas muss in den kommenden Stunden verstehen, was sie die ganzen letzten Monate nicht verinnerlicht hat“, warnte der hochrangige israelische Offizier in Androhung weiterer Militärschläge.
https://www.welt.de/politik/ausland/article180848644/Israel-Seit-Jahren-waren-wir-einem-Krieg-mit-Gaza-nicht-so-nah.html

Verdammte Scheiße!

Wir werden um Lichtjahre zurückgeworfen, wenn soziale Konflikte in militärische übergehen.
(Dem Krieg in Syrien gingen soziale Proteste des arabischen Flühlings voraus. Es gab immer mehr Einmischung von außen und die Einschleusung bewaffneter Kräfte. Am Ende ein schreckliches Desaster,  aus dem die Rüstungsindustrie als Hauptprofiteur herausgeht.)
Die Hamas kämpft nicht für die Interessen der Palästinenser, sondern für eigene Interessen.
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« Antworten #115 am: 12. August 2018, 12:08:46 »

Zitat
Tel Aviv Zehntausende Israelis demonstrieren gegen Nationalstaatsgesetz

Tel Aviv - Die Proteste gegen das neue Nationalstaatsgesetz in Israel dauern an: Zehntausende arabische Israelis und ihre Unterstützer sind am Samstagabend in Tel Aviv gegen das neue Gesetz auf die Straße gegangen. Sie forderten „Gleichberechtigung“ und bezeichneten die israelische Regierung als „Apartheid-Regime“. An der Demonstration nahmen auch israelische Juden teil. Die Teilnehmer riefen abwechselnd auf Arabisch und Hebräisch „Gleichheit, Gleichheit“ und „Apartheid wird nicht durchkommen“.

Quelle: https://www.berliner-zeitung.de/politik/tel-aviv-zehntausende-israelis-demonstrieren-gegen-nationalstaatsgesetz--31096688#
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« Antworten #116 am: 12. Oktober 2018, 12:24:37 »

Zitat
Krise in Gaza: Proteste gegen die Hamas nehmen zu



(…)Die Demonstranten beschuldigten die Funktionäre und Aktivisten der Hamas der Korruption. Sie würden ihre Unterstützer der Bevölkerung im Allgemeinen gegenüber bevorzugen. Die meisten Bewohner des Gazastreifens sind arbeitslos und angesichts der vielen allwöchentlichen Toten und Verletzten demoralisiert. Es handelt sich um kleine Demonstrationen, doch erinnern sie an die Proteste gegen die Stromsperren im Gazastreifen im Januar 2017, die von den Sicherheitskräften der Hamas brutal unterdrückt wurden. Ein Bewohner von Khan Yunis berichtete Al-Monitor am 2. Oktober, die Proteste in dem Flüchtlingslager im Süden des Gazastreifens hätten vor einem Monat begonnen. Zunächst hätten einige Dutzend Palästinenser nach dem Freitagsgebet, zeitgleich mit den wöchentlichen Ausschreitungen am Grenzzaun zu Israel, spontan demonstriert. In den folgenden Tagen sei die Zahl der Demonstranten auf mehrere hundert gestiegen. (…) Es handele sich nicht um eine kleine Gruppe Unzufriedener, sondern die Mehrheit der Bewohner des Flüchtlingslagers mache die Hamas dafür verantwortlich, dass sie am Rande des Abgrunds stünden. (…)
https://www.mena-watch.com/krise-in-gaza-proteste-gegen-die-hamas-nehmen-zu/
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« Antworten #117 am: 05. Dezember 2018, 09:45:37 »

Zitat
Großdemonstration in Israel
Vereint gegen die Männergewalt

Nach dem Mord an zwei jungen Frauen protestieren in Tel Aviv Zehntausende arabische und jüdische Aktivisten gegen häusliche Gewalt.
Eine Frau hält eine andere im Arm, drum herum halten weitere Frauen Schilder hoch



Die Wut der Aktivistinnen ist groß – aber auch die Trauer 

TEL AVIV taz | Ihr Anliegen haben die Demonstranten großflächig am Rathaus von Tel Aviv angebracht. Die rot ausgeleuchteten Bürofenster auf der Fassade des Verwaltungsgebäudes ergeben das Wort „Genug“. Die Aktivisten haben genug von Frauenmorden, genug von häuslicher Gewalt in Israel. 30.000 Menschen sind nach Veranstalterangaben am Dienstagabend auf den Rabin-Platz im Herzen der Mittelmeermetropole gekommen, um ihre Stimme zu erheben.

Nachdem zwei junge Frauen getötet worden waren, ist eine landesweite Debatte über Gewalt gegen Frauen entbrannt. In beiden Fällen waren die mutmaßlichen Täter Männer aus dem Umfeld der Opfer. Am Montag vor einer Woche wurde in Tel Aviv ein 12-jähriges Mädchen aus Eritrea mutmaßlich von einem Ex-Partner ihrer Mutter vergewaltigt und getötet. Am selben Tag wurde im arabischen Dorf Jish im Norden des Landes eine 16-Jährige ermordet in einer Mülltonne aufgefunden. Tatverdächtig ist ein ebenfalls aus Jish stammender 28-Jähriger.

Bereits 24 Frauen sind in Israel in diesem Jahr von männlichen Familienmitgliedern oder Partnern getötet worden. Das ist im Verhältnis etwa ein Drittel mehr als in Deutschland. Mehr als die Hälfte der Opfer hatte wegen häuslicher Gewalt zuvor die Behörden eingeschaltet – auch die beiden getöteten Teenager baten die Polizei wenige Tage vor ihrem Verschwinden um Hilfe. Auch deshalb ist die Wut der Demonstranten groß.

Viele Menschen am Rabin-Platz sind rot gekleidet. Über den Tag haben Aktivisten das Wasser in mehreren Brunnen in Tel Aviv rot gefärbt – Symbol für das Blut der ermordeten Frauen. Die 27-jährige Noga hat sich eine rote Mütze aufgesetzt, um ihrer Anteilnahme für die Opfer Ausdruck zu verleihen. Etwas abseits von der Kundgebung verteilt sie Plakate und Klatschstäbe. „Das ist ein historischer Moment“ sagt die frisch diplomierte Wirtschaftswissenschaftlerin mit den kurzen Haaren und der Nickelbrille. „Endlich tun sich Frauen zusammen, die sonst wenig miteinander zu haben – zum Beispiel arabische und jüdische Frauen.“ In der Tat sind Schilder und Slogans auf der Kundgebung zweisprachig arabisch und hebräisch. Auf der Bühne wechseln sich arabische und jüdische Rednerinnen ab.

Kritik an der Regierung


Der Kundgebung vorangegangen war am Dienstag ein landesweiter Frauenstreik, der von mehr als 300 Organisationen, Kommunen und Unternehmen unterstützt wurde. Aktivistinnen blockierten öffentliche Plätze und Straßenkreuzungen in Tel Aviv, Haifa und Jerusalem, sogar am Flughafen Ben Gurion legten Mitarbeiterinnen die Arbeit nieder. Die Stadtverwaltung von Tel Aviv hat ihren Beschäftigten frei gegeben, um an den Veranstaltungen teilnehmen zu können. Man scheint sich der Tragweite des Problems bewusst zu sein. Sogar Staatspräsident Reuven Rivlin schloss sich den Protesten an – nicht aber Premierminister Benjamin Netanjahu.
Zitat

Gewalt gegen Frauen in Israel


Eine Studie der Ben Gurion Universität kommt zu dem Schluss, dass 40 Prozent der 16 bis 48-jährigen Frauen in Israel verbale, physische oder psychische Gewalt durch Partner erfahren haben.

Laut Angaben des Netzwerks gegen sexuelle Gewalt (ARCCI) hat jede dritte israelische Frau sexuelle Übergriffe erfahren, jede siebte wurde demnach vergewaltigt.

In 85 Prozent der Fälle kannte das Opfer den Täter, berichtet ARCCI.

Aktivisten werfen der rechten Regierung unter Netanjahu vor, Gewalt gegen Frauen nicht entschieden genug zu bekämpfen. „Wenn junge Mädchen bei einem Terroranschlag ermordet würden, würde die Regierung das in aller Welt verurteilen. Gewalt gegen Frauen wird aber nicht als Akt des Terrors verstanden“, sagte Orit Sulitzeanu, Direktorin eines Netzwerks gegen sexuelle Gewalt (ARCCI), der israelischen Zeitung Haaretz am Dienstag.

„Die Behörden müssen Beschwerden wegen häuslicher Gewalt ernster nehmen“, fordert auch Aktivistin Noga. Außerdem sollen endlich die knapp 60 Millionen Euro für Präventionsprojekte und Frauenhäuser bereitgestellt werden, die die Regierung seit 2017 verspreche.

Der politische Druck auf Netanjahu dürfte sich durch die Kundgebung am Dienstag erhöht haben. Trotz der großangelegten israelischen Militäraktion gegen die Hisbollah an der libanesischen Grenze berichteten alle großen israelischen Medien prominent über die Anti-Gewalt-Kundgebungen. Auch Aktivistin Noga ist deshalb überzeugt: „Das könnte der Beginn von etwas Großem sein!“
http://www.taz.de/Grossdemonstration-in-Israel/!5556970/
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Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!
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