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Autor Thema: Geld für Noten  (Gelesen 49532 mal)
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Alan Smithee


Beiträge: 1250



« am: 25. März 2010, 17:35:36 »

Zitat
Schulnoten-Bonus für Hartz-IV-Kinder

veröffentlicht in Hartz IV / ALG II von bafoeg-aktuell.de Team am 25. Mrz. 2010 | | kein Kommentar

Kinder, die mit einem guten Zeugnis nach Hause kommen, erhalten von Eltern und Großeltern häufig eine Belohnung. Dieses Prinzip übertragen die Wirtschaftsjunioren Deutschland jetzt auf Hartz-IV-Bezieher. Legt der Nachwuchs der Leistungsempfänger ein Zeugnis mit einem Notendurchschnitt von mindestens 2,5 vor, soll der zuständige Sacharbeiter einen Zuschlag von 100 Euro gewähren. Auf diese Weise könne der Leistungsgedanke wieder gefördert werden.

ERSTENS: Da die Regelsätze insgesamt nicht einmal für das Nötigste ausreichen, kann man hier nicht von einem BONUS sprechen, sondern vielmehr um eine Leistung, die mindestens in dieser Höhe den Kindern m.E. sowieso zustehen würde. Und zwar MONATLICH!!!

ZWEITENS: warum nur fällt mir hier die Konditionierung der Pawlowschen Hunde ein? Also auch für "Hartz IV - Kinder": Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen. Früh übt sich, was ein gehorsamer Sklave werden will angry angry angry

DRITTENS: Ich könnte  Wetten, dass in Zukunft die Kinder von Hartz-IV Empfängern früher oder später dazu gezwungen werden, ihre Zeugnisse bei der ARGE vozulegen; egal ob gut oder schlecht. So macht das Kind schon von der ersten Klasse an Bekanntschaft mit der ARGE. Heisst das dann im Umkehrschluss, dass Geld abgezogen wird, wenn die Noten schlecht sind? Muss das Kind dann auch in dubiose "Förder"  Massnahmen der ARGE, unter Sanktionandrohung?

Mir wird sowas von schlecht. Nicht genug, dass man den Kindern jetzt schon Kindheit und Jugend durch soziale Ausgrenzung und finanzielle Not vermiest, nein; jetzt muss man auch schon Druck auf die Ärmsten ausüben.
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...still dreaming of electric sheep...
vampyrella


Beiträge: 927



« Antworten #1 am: 25. März 2010, 17:59:21 »

Hm, generell find ich das keine schlechte Idee, wenn es ALLE Kinder betreffen würde- so mit 100€ mehr in die Sommerferien starten wäre echt geil gewesen.
Klar kann man jetzt aufstöhnen, von wegen Leistungsgesellschaft, aber am Ende finde ich, würde jedes Kind dieses Tor offen stehen, würde es auch mehr bestreben der Eltern geben, das ihre Kinder keine unentschuldigten Fehltage auf dem Zeugnis haben, sechsen am laufenden Band schreiben, was sich wiederrum positiv auf der Suche nach einer Ausbildung auswirken kann.
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Feierabend


Beiträge: 31


« Antworten #2 am: 28. März 2010, 19:24:09 »

ob das denn überhaupt oft vorkommt dass die kinder von alg2 oder h4 lern dann entsprechend gute notenschnitte vorlegen ?
so ein kind aus einer familie die keine sozialen und/oder finanziellen probleme haben ist leichter mit guten noten gesegnet...
Ich war mit jemand in der schule der eine h4 mutter hat und zusätzlich ist sie alkoholikerin ( was auch ein cousin in meiner familie hatte - aber sie ging arbeiten ) und  weiss aus der eigenen familie was es bedeutet mit geld knapp zu sein und es nicht so leicht zu haben..
es kommt einem wie ein seltsamer spott vor...keine ahnung..." ach ihr kind hat auch kine guten noten...na war ja zu erwarten..." könnten die worte und gedanken des sachbearbeiters sein....logisch Huh?Huh?

« Letzte Änderung: 28. März 2010, 19:26:42 von Feierabend » Gespeichert
Irrlichtprojektor


Beiträge: 876



« Antworten #3 am: 28. März 2010, 20:37:28 »

Bei dieser Idee bekomme ich das große Kotzen, sorry!
Kinder denen das Lernen leichter fällt werden "bezahlt" und Kinder die mit "Schule" vielleicht so ihre diversen vielschichtigen Probleme haben gehen leer aus. Der Notendurchschnitt bestimmt den "Bedarf" einer Zuwendung und nicht die individuelle Lebensgrundlage eines Kindes. Diese Erziehungsanstalten "Schule" würden als perfides Mittel Geld, zusätzlich dem verachtendem Notensystem, einsetzen um noch effektiver Konformität in die Köpfe der Kindern einzuhämmern. Dazu würde wohl auch noch zusätzlich ein Druck aus dem Elternhaus entstehen, dessen Ziel 100 Euro "zu gewinnen" für manch Familie den Anreiz erhöht, die Persönlichkeit ihres Sprösslings wortwörtlich Rechnung zu tragen.

Die Wirtschaft darf sich freuen. 10 Klassen mit jeweils 2 Zeugnissen pro Jahr, macht in der Summe aus Kenntnis und Fertigkeit  2000 Euro für eine besonders wertvolle Arbeitsmaschine. Der Verwertbarkeit eines Menschen kann man sich ja was kosten lassen oder als gute Investition betrachten. Dieses scheiß Geld bringt uns noch um!
Oder wie Jean Ziegler es sinng. mal ausdrückte: "Es ist eine kannibalischen Gesellschaftsordnung"
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Auferstanden
Gast
« Antworten #4 am: 30. März 2010, 20:10:05 »

Dieser Sklavenstaat zeigt nur wieder einmal mehr, was es heißt mit guten Ideen voran zu gehen.
Vom 3 Stände-Erziehungsanstalten- Schulsystem, über das Mitbestimmungsrecht von Lehrkörpern
bis hin zu der Agenda- machtmöglichen Fremdbestimmung
konnte es im Großreich Germoneyn nicht fehlen, pawlowsche Leistungen bei Kindern
ebenfalls zu subventionieren.

Die Rundum- Verwertung im orwellschen Musterländle reformiert, bzw. selektiert so
seine jüngsten zukünftigen Bürger und Kunden.


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Onkel Tom


Beiträge: 3548



« Antworten #5 am: 18. April 2010, 10:18:53 »

Ich halte diese Idee "Geld für gute Schulnoten" mit der heißen Nadel gestrickt.

Hintergründig wieder eine neue Art Entsolidarisierung und Konkurrenzdenken unter
unseren Nachfahren an zu erziehen. Effekte, wie die Ausgrenzung von Menschen,
denen das Ellebogenleben nicht so liegt oder Kinder mmit Migrationshintergrund, die
z.B. in Rechtschreibung Schwierigkeiten haben, sind wohl nur hinter vorgehaltener
Hand bedacht worden..

Die ARGEN haben mittlerweile viele Aufgaben an private, wie z.B. Maßnahmenträger
abgegeben und nun Zeit, Ihr teuflisches System nun an unsere Kleinsten auszutoben.

Das dabei auch Druck oder sogar Kindesmisshandlungen ihre Wege finden können,
scheint bei der gegenwärtigen Regierung ja "nur das kleinere Übel" zu sein.

Der Werdegang eines Menschen bestimmt deren Zukunft.. Nicht deren Bildung  Angry
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Lass Dich nicht verhartzen !
Aguirre
Gast
« Antworten #6 am: 23. April 2010, 17:11:07 »

Warum fällt mir der Roman "Oliver Twist" dazu ein? Und der hat noch ein viel zu schönes Ende für die deutsche Realität.
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Auferstanden
Gast
« Antworten #7 am: 09. Januar 2012, 04:27:22 »

... wenn es es in diesem degenerierten Musterland und Ausgeburt der Demokratie so weiter geht,
wird eines Tages der benannt-bekannte Charles Dickens auf dem Index der verbotenen Bücher stehen
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Vincent_Vega


Beiträge: 123



« Antworten #8 am: 09. Januar 2012, 11:40:44 »

in meiner Gegend gibt es eine Stiftung, die halbjährlich € 240 springen lässt, wenn das Kind einen Schnitt von min. 3,0 und keine unentschuldigten Fehlzeiten vorweisen kann.

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In Deutschland wird nicht die Arbeitslosigkeit, sondern der Arbeitslose bekämpft.
Eisenbahnfreund


Beiträge: 150



« Antworten #9 am: 29. Februar 2012, 09:22:26 »

Es ist ja schon beängstigend, man unterscheidet schon zwischen Produktiv und UnProduktiv - das haben die Nazis auch gemacht - nachdem in Warschau und anderen Städten Ghettos gebaut worden sind...

Sind wir wieder soweit Huh??
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MisterGrey


Beiträge: 26


« Antworten #10 am: 29. Mai 2015, 16:33:49 »

Zitat
Schulnoten-Bonus für Hartz-IV-Kinder

veröffentlicht in Hartz IV / ALG II von bafoeg-aktuell.de Team am 25. Mrz. 2010 | | kein Kommentar

Kinder, die mit einem guten Zeugnis nach Hause kommen, erhalten von Eltern und Großeltern häufig eine Belohnung. Dieses Prinzip übertragen die Wirtschaftsjunioren Deutschland jetzt auf Hartz-IV-Bezieher. Legt der Nachwuchs der Leistungsempfänger ein Zeugnis mit einem Notendurchschnitt von mindestens 2,5 vor, soll der zuständige Sacharbeiter einen Zuschlag von 100 Euro gewähren. Auf diese Weise könne der Leistungsgedanke wieder gefördert werden.

ERSTENS: Da die Regelsätze insgesamt nicht einmal für das Nötigste ausreichen, kann man hier nicht von einem BONUS sprechen, sondern vielmehr um eine Leistung, die mindestens in dieser Höhe den Kindern m.E. sowieso zustehen würde. Und zwar MONATLICH!!!

ZWEITENS: warum nur fällt mir hier die Konditionierung der Pawlowschen Hunde ein? Also auch für "Hartz IV - Kinder": Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen. Früh übt sich, was ein gehorsamer Sklave werden will angry angry angry

DRITTENS: Ich könnte  Wetten, dass in Zukunft die Kinder von Hartz-IV Empfängern früher oder später dazu gezwungen werden, ihre Zeugnisse bei der ARGE vozulegen; egal ob gut oder schlecht. So macht das Kind schon von der ersten Klasse an Bekanntschaft mit der ARGE. Heisst das dann im Umkehrschluss, dass Geld abgezogen wird, wenn die Noten schlecht sind? Muss das Kind dann auch in dubiose "Förder"  Massnahmen der ARGE, unter Sanktionandrohung?

Mir wird sowas von schlecht. Nicht genug, dass man den Kindern jetzt schon Kindheit und Jugend durch soziale Ausgrenzung und finanzielle Not vermiest, nein; jetzt muss man auch schon Druck auf die Ärmsten ausüben.

Gut gedacht - schlecht gemacht : Die meisten Eltern dürften dieses Geld wohl kaum an den Nachwuchs weiterreichen. Um es aber zu bekommen wird dann unter Umständen Druck auf den Nachwuchs ausgeübt. Statt Motivation entsteht Lernfrust, der wiederum erst Recht zu schlechten Noten führt.
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Just B U


Beiträge: 877



« Antworten #11 am: 25. Juni 2015, 12:11:52 »

Ähm...lese diesen Beitrag jetzt erst...

Zitat
Gut gedacht - schlecht gemacht : Die meisten Eltern dürften dieses Geld wohl kaum an den Nachwuchs weiterreichen. Um es aber zu bekommen wird dann unter Umständen Druck auf den Nachwuchs ausgeübt. Statt Motivation entsteht Lernfrust, der wiederum erst Recht zu schlechten Noten führt.

Ich finde diese/s pauschale Unterstellung und  (dicke Vor-urteil) an dieser Stelle etwas merkwürdig....kann es mir nur so erklären, dass Du hier wahrscheinlioch  von DIR auf andere schliesst.... ?

Ansonsten bin ich grade auch etwas irritiert über diesen Kommentar in diesem Forum...  Shocked
« Letzte Änderung: 25. Juni 2015, 12:46:08 von Just B U » Gespeichert

Ich habe nichts gegen Menschen.
Es sind die Idioten, die mir zu schaffen machen.
Mellanine


Beiträge: 6


« Antworten #12 am: 21. September 2017, 11:25:39 »

Ich finde das auch nicht cool, wenn das früher bei uns gemacht wurde... Dass das übertragen werden soll, finde ich absurd.
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