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Autor Thema: Ist anschaffen gehen eine Option ?  (Gelesen 27645 mal)
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Strombolli
Jeheimrat


Beiträge: 6407



« Antworten #25 am: 23. März 2011, 16:13:04 »

Schöner Beitrag Ratrace. Wobei mir kleinem Teufelchen gleich wieder in den Sinn kommt, ob der Puffbesuch in der Regelsatzberechnung drin ist und was für ein Äquivalent dann eventuell die weiblichen Hartzer dafür haben?  evil
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Ratrace


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« Antworten #26 am: 23. März 2011, 16:23:32 »

Zitat
Wobei mir kleinem Teufelchen gleich wieder in den Sinn kommt, ob der Puffbesuch in der Regelsatzberechnung drin ist und was für ein Äquivalent dann eventuell die weiblichen Hartzer dafür haben?  evil
Na ja, die Frau hat das Problem, mit "beiden Beinen im Berufsleben stehen" zu müssen, ja eher nicht, wenn sie das klassische Familienleben anstrebt, und verdammt noch mal, das ist immer noch die absolute Mehrheit der Frauen, und ich bewege mich in einem Umfeld, wo hauptsächlich "alternativ denkende" Menschen herumlaufen. Aber kaum ist die magische 30 erreicht, geht es los, überall. Und dann wird abgecheckt, mit einer teilweise erschreckenden Offenheit. Eine Freundin erzählte mir gestern von einem Gespräch mit einer Bekannten ihrerseits, die sich neulich einen Typen aus einem Zweierwettlauf herausgepickt hat. Das war wirklich kalkulierte Auslese. Nicht ein Fünkchen emotional. Eher so Richtung Mathematik.
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Eivisskat
Gast
« Antworten #27 am: 23. März 2011, 17:51:54 »

Das ist doch ein ziemlich klischeehaftes Frauenbild, was da rüberkommt von euch, so à la "Sex in the city", scheint mir, viel TV, wenig richtiges Leben.

Die meisten Frauen, die ich kenne, sind nicht so, wollen keinen reichen Typen um jeden Preis, bekommen ihre Kinder auch allein, wenn sie unbedingt welche haben wollen und haben inzwischen begriffen, daß ein Trauschein bzw. eine feste Beziehung schon lange kein Garant mehr ist, für ewige Versorgung & lebenslange Zweisamkeit.

Dieses Rollenkischee existiert kaum noch, spätestens die neuen Scheidungsgesetze haben es u.a. beeendet. Dazu das Verständnis, dass mit den derzeitigen Löhnen nur 1 Gehalt schon lange nicht mehr reicht, um eine Familie durchzubringen, bringt immer mehr Frauen zum Umdenken weg von Ehe und Versorgung.

Da ist derzeit sehr viel im Umbruch und das ist nicht immer einfach (für alle Beteiligten), mal sehen, was dabei rauskommt. Vielleicht eine ganz andere Art von Beziehung, die das lebenslange, erzwungene  Zusammenleben nicht mehr nötig macht, wo Kinder nicht unbedingt durch die leiblichen Eltern begleitet werden müssen oder noch ganz andere Varianten. Hat es früher ja auch gegeben...

Mit "schade, wenn man dafür bezahlen muß" meinte ich eher, dass es doch auch sooo viele alleinstehende (oft ebenfalls arbeitslose) Frauen gibt, die gern mal einen entspannten "netten Abend" mit einem Mann verbringen würden, ohne gleich den Angelhaken auszuwerfen oder dafür zu kassieren.

Vielleicht fehlt's eher an der Bereitschaft zum Suchen, Finden und Sichdraufeinlassen in dieser schnell-lebigen Zeit und deshalb der Griff zum Telefon und dem schnellen Ex & Hopp Abend mit der Prostituierten?

Ich habe überhaupt nix gegen Prostitution,wenn sie auf Augenhöhe und  als Austausch stattfindet, solange sie die Frauen nicht verachtet & aburteilt, nicht als Dinge & Ware behandelt, wo es sich doch um Menschen handelt, die in keinem Fall und niemals ausgebeutet und gemobbt werden dürfen.

Denn wenn wir uns nicht respektvoller begegnen in dieser krassen Zeit, Beziehungen nur noch als austauschbare, schnell zu ersetzende Ware ansehen, dann gibt es bald keine Trennung mehr zwischen Bezahl-Sex und menschlicher Freundschaft & Verbindung. Schade wäre das...
 
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Ratrace


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« Antworten #28 am: 23. März 2011, 18:15:02 »

Zitat
Das ist doch ein ziemlich klischeehaftes Frauenbild, was da rüberkommt von euch, so à la "Sex in the city", scheint mir, viel TV, wenig richtiges Leben.
Nie selber gesehen, nur von gehört. Meine Ausführungen sind allesamt Beobachtungen aus dem realen Leben, und zwar nicht nur Beobachtungen meinerseits von Frauen, sondern auch von anderen Frauen über Frauen.
Aber ist es nicht klischeehaft, etwas als klischeehaft zu bezeichnen, was man nicht hören will - meinetwegen aus einem falsch verstandenen emanzipatorischen Impetus und Impuls heraus? Dein Versuch, Beobachtungen und Erfahrungen anderer als amerikanische Dreckscomedy zu desavouieren, läßt erstens den Respekt vermissen, den Du selber ein paar Zeilen weiter im Umgang mit anderen einforderst, und zweitens kann man, wenn man nur mündliche Inhaltsangaben der Serie (Film?) kennt, nichts weiter dazu sagen.

Zu "viel TV, wenig Leben" kann ich nur sagen, daß das seit einer Woche stimmt, wegen Fukushima. Und eine Demo bislang. Ansonsten so gut wie null TV-Konsum. Du hörst Dich wie eine echauffierte Alice Schwarzer an mit den Unterstellungen. Warum das sein muß, weißt nur Du.

Zitat
reichen Typen
Du schreibst am Thema vorbei. Es ging hier um das finanzielle Potential, eine Familie und das Drumherum zu ermöglichen - also das, was das bürgerliche Lager vor 10+ Jahren als "normal" bezeichnete, und um die Folgen, wenn man das Potential zu dieser gutbürgerlichen "Normalität" nicht hat. Wenn das nicht vorhanden ist, und da kannst Du noch so viele Ami-Filme zitieren, steht man doof da. Ob dagegen nun irgendwelche Tussis sich in die High Society hineinheiraten wollen und wie es sich da verhält, ob das nun besonders angesagt ist oder nicht, weiß ich nicht, da ich mit den "Oberen 10.000" keine Berührungspunkte habe.

Zitat
Vielleicht fehlt's eher an der Bereitschaft zum Suchen, Finden und Sichdraufeinlassen in dieser schnell-lebigen Zeit und deshalb der Griff zum Telefon und dem schnellen Ex & Hopp Abend mit der Prostituierten?
Das kann durchaus AUCH sein.

Zitat
Ich habe überhaupt nix gegen Prostitution,wenn sie auf Augenhöhe und  als Austausch stattfindet, solange sie die Frauen nicht verachtet & aburteilt, nicht als Dinge & Ware behandelt, wo es sich doch um Menschen handelt, die in keinem Fall und niemals ausgebeutet und gemobbt werden dürfen.
Richtig. Wobei ich diese elende Zuhälter-Prostitution auch eher als Leibeigenschaft denn als Prostitution bezeichnen würde.

Zitat
Denn wenn wir uns nicht respektvoller begegnen in dieser krassen Zeit, Beziehungen nur noch als austauschbare, schnell zu ersetzende Ware ansehen, dann gibt es bald keine Trennung mehr zwischen Bezahl-Sex und menschlicher Freundschaft & Verbindung. Schade wäre das...
Eben. Respektvolles Begegnen. Siehe oben.
« Letzte Änderung: 23. März 2011, 18:18:22 von Ratrace » Gespeichert

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bodenlos


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« Antworten #29 am: 23. März 2011, 18:31:15 »


Zitat
...Aber kaum ist die magische 30 erreicht, geht es los, überall. Und dann wird abgecheckt, mit einer teilweise erschreckenden Offenheit. Eine Freundin erzählte mir gestern von einem Gespräch mit einer Bekannten ihrerseits, die sich neulich einen Typen aus einem Zweierwettlauf herausgepickt hat. Das war wirklich kalkulierte Auslese. Nicht ein Fünkchen emotional. Eher so Richtung Mathematik.

Kommt mir sehr, sehr bekannt vor. Wobei ich nicht als Wettkandidat zur Verfügung stehe, angesichts  meiner
nicht vorhandenen "Karriere -Ambitionen" Grin.

Wie sagte mal eine Frau im Gespräch mit einer anderen, (Ich saß daneben am Tisch): "Zum Spaß haben brauchts eine andere
Sorte Männer als zum Kinderkriegen... ."

Alles klar Cheesy


 Da ist nicht viel mit Eman(n)zipation.
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Eivisskat
Gast
« Antworten #30 am: 23. März 2011, 19:08:43 »

Was hast du denn gegen A.Schwarzer, die hat doch viel bewegt damals?  Wink Wink

Und warum so böse, wenn wir doch das gleiche wollen?

Egal ob "Sex in the city" (hab ich auch noch nie gesehen...by the way) oder die andere Medienkacke, die uns täglich dieses alberne Frauenbild der männergeilen, schuhbessenen, anspruchsvollen, ewig jung & gutaussehenden Frau auf der Suche nach dem Goldprinzen überstülpt, bis es alle glauben, imitieren und zu einer Art austauschbarem Einheitsbrei mutieren, ist fürchterlich und zerstörerisch. (Sehr anstrengend auch für die Frauen übrigens...)

Und bestimmt schrecklich und irritierend, wenn man als Mann nur und ausschließlich auf diese Version trifft, als ob die in Serie hergestellt ist (wird sie ja auch irgendwie durch Medien, Kommerz & Werbung..), die dann noch unerfüllbare Ansprüche stellt. Nicht umsonst gibt's jetzt jede Menge Kurse/Coaching für Männer, um mit diesem überkommenden Männerbild klarzukommen.

Ich denke trotzdem und weiss es aus meinem Umfeld, dass es auch inzwischen viele andere Frauen gibt, die bereits gemerkt haben, dass es den Männern nicht mehr ohne weiteres möglich ist, in der heutigen Zeit allein eine Familie zu ernähren, so gern viele das auch wollten.

Und ich glaube, die lassen sich auch ganz gern finden  Wink und sind durchaus bereit, eine andere Art von Verbindung einzugehen, die eben nicht mehr dem früheren Rollenverhalten entspricht, sondern ganz neue Wege sucht.

Unsere Welt bricht gerade um uns herum zusammen, im Aussen ganz schrecklich derzeit, aber natürlich auch im Inneren bricht alles zusammen, was wir bis vor kurzem noch als völlig normal und für ewig gültig gehalten haben und macht natürlich vor den Beziehungen und Geschlechterrollen nicht halt.

Wir müssen ALLES ganz neu erdenken, nicht nur im Aussen die Arbeitswelt, die Umwelt, die Regierung, sondern gerade auch die zwischen-menschlichen und die Männer-Frauen Geschichten .  

Schwierig...
« Letzte Änderung: 23. März 2011, 19:16:25 von Eivisskat » Gespeichert
Strombolli
Jeheimrat


Beiträge: 6407



« Antworten #31 am: 23. März 2011, 19:18:38 »

Bei uns bspw. wechselt sich seit 1988 unregelmäßig ab, wer für das überwiegende Familieneinkommen sorgt. Es gibt sogar kurze Zeiten, wo beide verdienen. Das wir gemeinsam durch Höhen und Tiefen gehen mussten, ohne es dem anderen vorzuwerfen und wir uns wechselseitig stützen, wenn es sein muss, ist wahrscheinlich auch ein Grund weshalb wir dieses Jahr Silberhochzeit haben. Und wir sind nicht mal böse drum, oder schämen uns, das wir diese nicht mit "mindestens 50 Leuten" oder überhaupt feiern.

Im Übrigen ist es ja doch scheinbar so, dass in diesem System der Begriff Prostitution auch als Synonym für "sich verkaufen" gelten kann.
Und wer ist davon nicht auch irgendwie betroffen? "Wessen Brot ich es, dessen Lied ich sing!" sagt das Sprichwort. Sind wir ehrlich, bis auf wenige auch hier vertretende Ausnahmen, ist es nicht auch so?

Deshalb ist "Anschaffen gehen" in der jeweiligen besonderen Situation unter einigermaßen vernünftigen Bedingungen durchaus eine Option.
Und da gibt es so viele Beispiele. ... Die Ehefrau, das lebenslustige Mädchen, die verlassene Frau ... Abgründe menschlichen Zusammenlebens.
Ein Thema für sich.

Ich begegne dem jedenfalls mit sehr viel Toleranz und den in den Beiträgen gemachten Einschränkungen: Keine Gewalt, Zwang, Abhängigkeit usw.
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Dearhunter


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« Antworten #32 am: 24. März 2011, 09:47:47 »

So ist es ...

Dass mir aufgrund meiner unangemessenen Wortwahl "eklige Angewohnheiten" vorgeworfen werden, kann ich ja akzeptieren.

Dass man aber, wie einige denken, "für sowas bezahlen MUSS", ist auch nur ein weiteres Klieschee, das gewiss nicht immer zutrifft. Das kann, wie bereits angesprochen, auch eine durchaus bewusste Sache sein. Gewissen Stress will man sich (vorübergehend?) einfach nicht antun.

Und da ist sowas eine faire, klare und eindeutige Sache, und durchaus eine Option als Job, wenn man eben genau weiß, was man macht.

In einem haben die "Gegner" allerdings vollkommen recht: Da es eine Dienstleistung ist, nimmt man selbstverstämdlich das, was nah am persönlichen Ideal ist, wenn etwas nicht so passt, was man in einer Beziehung aber akzeptieren könnte, ist das dann ausgeschlossen.

Dies ist aber bei jeder Dienstleistung der Fall, man bucht genau die, die man will. Ein Maler, der die Wohnung blau streicht, obwohl weiß bestellt wurde, ist auch nicht akzeptabel.



DH
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bodenlos


Beiträge: 1373


« Antworten #33 am: 24. März 2011, 11:03:22 »


...

Dass man aber, wie einige denken, "für sowas bezahlen MUSS", ist auch nur ein weiteres Klieschee, das gewiss nicht immer zutrifft. Das kann, wie bereits angesprochen, auch eine durchaus bewusste Sache sein. Gewissen Stress will man sich (vorübergehend?) einfach nicht antun.

...

Ist auch ehrlicher,  als gegenüber Frauen weitergehendes Interesse und Emotionen zu heucheln, wenn mann
vor allem auch seinen Sextrieb ausleben will: sagt Mann das offen, darf er in über 98,75 % alleine nach Hause gehen;-).
Ok, es sei denn er ist Robbin Williams, aber das geht dann schon in Richtung Prostitution... .

Mühselig also für Männer, sich die "rauszupicken", die auch so tickt und handelt. Männer und Frauen sind in der
Umgangsweise mit gelebter Sexualität da einfach unterschiedlich. Und spätestens wenn die o.a. 30 jahre (+-)
erreicht sind, ist seitens  Frauen schluß mit "Just wanna have some fun with disco your stick...".
Da bleibt dann noch ggf die Option im (Club-) Urlaub.

Wäre das anders, würde es in westlich entwickelten Industriestaaten vermutlich viele weniger Prostitution geben.





« Letzte Änderung: 24. März 2011, 17:26:02 von bodenlos » Gespeichert
Ratrace


Beiträge: 2629



« Antworten #34 am: 24. März 2011, 11:11:41 »

OT:
@Kat:
Sorry, war weniger böse gemeint, als daß ich, glaube ich, wegen Fukushima etwas durch den Wind bin. Ich hänge seit dem 11.03. fast durchgehend zwischen n-tv und Phönix fest und geistere dabei noch nach News durch das Netz. Und überall bekommt man Mist erzählt, was mich wahnsinnig macht.

Zitat
Was hast du denn gegen A.Schwarzer, die hat doch viel bewegt damals?
Ja, aber das habe ich noch nicht bewußt mitbekommen, da war ich noch zu jung für politisches Denken. Deshalb sind mir ihre heutigen Durchgeknalltheiten wie die Kooperation mit der Blödzeitung und ihre mittlerweile leider eingesetzte Diskussionsunfähigkeit eher im Gedächtnis. Auch das Gezoffe um die Emma-Redaktionleiterinnennachfolge mit Lisa Ortgies war irgendwie ein Schlag ins Gesicht der feministischen Bewegung. Das sah ja auch mehr danach aus, als suche Frau Schwarzer eine Stammhalterin als eine Jobnachfolgerin.

Wobei ich Frau Ortgies auch komisch finde... die sagte mal, daß Frau, wenn er keine Kinder will, ihn eben zu seinem Glück zwingen müßte. Und wie es der Zufall wollte, hat eine Frau aus meinem erweiterten Umfeld einer meiner weiblichen Bekannten ein paar Tage später exakt DAS geraten. "Du willst ihn an dich binden? Laß dir ein Kind machen." No comment...

@Strombolli:
Zitat
dieses Jahr Silberhochzeit
Na, das liest man doch gerne. Heute sind lange Beziehungen ja richtig selten. Glückwunsch an euch beide.
Zitat
"Wessen Brot ich es, dessen Lied ich sing!" sagt das Sprichwort. Sind wir ehrlich, bis auf wenige auch hier vertretende Ausnahmen, ist es nicht auch so?
Ich finde, es ist so, zumindest habe ich es immer so gehalten, wenn ich arbeite: Der Arbeitsvertrag ist ein Vertrag, wo ich mein Können und meine Zeit anbiete, nicht mehr, nicht weniger. Ich habe mich beispielsweise strikt dagegen geweigert, im Callcenter Verkaufs-Outbound zu machen. Angestellt war ich als Inbound-Callagent, und das tue ich dann auch, und ich fange dann nicht an, andere per Telefon zu bescheißen. Nur, weil Cheffe das so will, es gerade in der Branche jeder tut und es Kohle einbringt.
Und ich denke, die Leute sollten Arbeitsverträge wieder als das sehen, was sie sind: Verträge zwischen zwei Seiten. Da muß man keines Menschen Lied singen. Und meinungstechnisch lasse ich mich auch nicht kaufen.

Und Prostitution ist eine eher abgeklärte Sache: Die Dame sagt, was sie für wieviel Geld tut, und das hat der Kunde dann zu nehmen oder es sein zu lassen. Unter den auch von Dir genannten Bedingungen (kein Zwang, safe, sane, consensual) ist das ok.
« Letzte Änderung: 24. März 2011, 11:36:30 von Ratrace » Gespeichert

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Eivisskat
Gast
« Antworten #35 am: 25. März 2011, 07:40:14 »

Zitat
Prostitution und Zuhälterei heute

In Deutschland, wie auch in anderen westeuropäischen Ländern, ist Prostitution grundsätzlich erlaubt.

Verschiedene Gesetzesinitiativen räumten den Prostituierten in der Vergangenheit mehr Rechte (Zugang zur Kranken- und Sozialversicherung, zur Arbeitslosenversicherung oder Rechtsansprüche auf die Entlohnung von Dienstleistungen) ein. Befürworter einer weiteren Liberalisierung forderten die Anerkennung der Prostituierten als Beruf, mit allen damit verbundenen Konsequenzen.
Diese Forderung stieß immer wieder aufverfassungsrechtliche Bedenken.

Schätzungen zufolge werden  derzeit in Europa 50.000 Frauen im Netz organisierter Banden festgehalten und sexuell ausgebeutet.
Die Prostituierten-Organisation Hydra e.V. geht davon aus, dass inzwischen mehr als die Hälfte der rund 400.000 Frauen, die in Deutschland anschaffen, Ausländerinnen sind. Sie sorgen für einen Jahresumsatz, der mit Großkonzernen, wie Tschibo vergleichbar ist.

Frauenhandel und Zwangsprostitution haben ein gigantisches Ausmaß angenommen. Die daraus resultierenden Gewinne fließen meist direkt in andere kriminelle Geschäftsbereiche ein und bilden so die Grundlage für ein komplettes, konspiratives und kriminelles Wirtschaftssystem. Der Frauenhandel ist nur Basisdelikt und ein wichtiges Standbein der Organisierten Kriminalität.

Oft wird zwischen denen, die "freiwillig" der Prostitution nachgehen, und denen, die der Zwangsprostitution unterliegen, unterschieden. Kriminalpolizeiliche Erfahrungen zufolge zeigen jedoch, dass es eine freiwillige Bereitschaft zur Prostitution nicht, oder nur in den wenigsten Ausnahmefällen gibt. Denn auch der vermeintlich "freiwillen" Prostituierten liegen in den allermeisten Fällen Notsituationen, Zwänge, Schicksale, Täuschungshandlungen und Irrwege zugrunde.


Zuhälterei heute
Die Ausbeutung und die Zuhälterei sind so alt wie die Prostitution selbst, und es gibt, von seltenen Ausnahmen abgesehen, keine Prostitution ohne Zuhälterei.

So wie  die Prostitution, kennt auch die Zuhälterei verschiedene Formen und auch diese veränderten sich im Laufe der Zeit. Obwohl sich an Zweck und Ziel zuhälterischen Bemühens nichts oder nur wenig änderte, wandelten sich die angewandten Praktiken und Methoden immer wieder.

Die Zeit der Henker und Hurenwirte ist längst vorbei und auch der Zuhälter, derseine ihm Anvertraute verdeckt an der Straßen-oder Kneipenecke überwacht, und nach jedem Freierkontakt abkassiert, gehört der Vergangenheit an.

Die Zuhälter von heutesind die Denker und Lenker der Prostitutionunternehmen, die Manager des Milieus, die Geschäftsführer der kommerziellen sexuellen Ausbeutung.

Die Zuhälterei von heute ist von Gewinn- und Machtstreben, von entsprechenden Hierarchien und von ständigen Machtkämpfen geprägt.

Neben der Zuführung zur Prostitution und dem Einwirken auf die Prostituierten, bei dem neben Drohungen und Gewaltanwendung immer mehr subtilere Methoden Anwendung finden, nehmen die modernen Zuhälter die vielfältigsten Aufgaben wahr:
Sie kontrollieren ihren Machtbereich und die Einhaltung der "Milieugesetze". Sie bekämpfen ihren konkurrierende Machthaber anderer Milieus und sie versuchen, nützliche Kontakte nach außen, zu einflussreichen Personen aus der Politik, der Polizei, der Justiz und anderer Bereiche herzustellen, um diese zum Erhalt und Ausbau ihrer Macht zu nutzen.

Auch Polizeibeamte sind immer wieder der nicht zu unterschätzenden Gefahr ausgesetzt, sich in geschickt ausgelegten Fallstricken zu verfangen, sich erpressbar zu machen, und vom Milieu vereinnahmt zu werden. Sie versuchen zu korrupieren und zu bestechen. Und sie sind keineswegs erfolglos dabei.

http://www.nadine-greve.com/default.html - Journalistin für Frauenhandel und Zwangsprostitution

http://www.mopo.de/hamburg/panorama/die-wahrheit-ueber-den-edelpuff/-/5067140/8264878/-/index.html
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Dearhunter


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« Antworten #36 am: 25. März 2011, 12:47:20 »

Ja und? Ein Artikel ohne Zahlen.

Dass wir alle DIESE Methoden ablehnen, wurde schon geklärt.

Dass man aus Notlagen heraus auch Arbeiten annimmt, die man nicht unbedingt als Ideal ansieht, auch.



DH
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Eivisskat
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« Antworten #37 am: 25. März 2011, 13:21:33 »

...man... Huh?
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Strombolli
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« Antworten #38 am: 25. März 2011, 14:06:12 »

Ist es eigentlich auch Prostitution wenn eine Frau sich permanent von jeweils verschiedenen Kerlen in der Erlebnisgastronomie aushalten lässt und dann anschließend mit dem Typen ins Bett steigt? Mal so, für ein bis drei Nümmerchen? Und dann "Tschüss".
Wer schafft an, wenn nachdem ein Typ für ein Mädel deren Wohnung renoviert, mal ne Woche intensiv herumgevögelt wird?
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« Antworten #39 am: 25. März 2011, 14:10:21 »

Irgendwie schon, denn der Sex wird im Austausch gegen eine Leistung geboten, ohne diese es vermutlich keinen Sex gäbe, oder?
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Dearhunter


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« Antworten #40 am: 25. März 2011, 15:26:13 »

Und in festen Beziehungen ist es (teils/manchmal/wenig/oft) auch so, dass Sex bzw. Sexentzug als Belohnung oder Bestrafung funktioniert.

"Du woltest doch das Kinderzimmer schon lange streichen. Ich habe heute Migräne."

"Och, das ist aber ein schönes Geschenk zum Geburtstag gewesen. Lass dich küssen ..."

Ist jetzt gewiss plakativ aufgetragen, sicher, aber das Prinzip ist klar?



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bodenlos


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« Antworten #41 am: 25. März 2011, 19:00:21 »

Ist es eigentlich auch Prostitution wenn eine Frau sich permanent von jeweils verschiedenen Kerlen in der Erlebnisgastronomie aushalten lässt und dann anschließend mit dem Typen ins Bett steigt? Mal so, für ein bis drei Nümmerchen? Und dann "Tschüss".
Wer schafft an, wenn nachdem ein Typ für ein Mädel deren Wohnung renoviert, mal ne Woche intensiv herumgevögelt wird?

Es gibt Typen, die nach der Renovierung "entsorgt" wurden", ohne Sex erhalten zu haben.
Dienstleistungsvertrag nicht eingehalten Wink

Äh ich kann Gott seid dank nicht gut renovieren Smiley
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« Antworten #42 am: 25. März 2011, 19:55:57 »

@ bodenlos: Und ich habe in meiner bewegten Jugend den Braten immer schon vorher gerochen. Die Mäuse mussten schon in Vorleistung gehen.  Grin
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« Antworten #43 am: 26. März 2011, 03:01:59 »

@ bodenlos: Und ich habe in meiner bewegten Jugend den Braten immer schon vorher gerochen. Die Mäuse mussten schon in Vorleistung gehen.  Grin

Wohl dem, der noch von einer bewegten Jugend erzählen kann, die noch dazu nicht so ans Portemonnaie ging Wink
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« Antworten #44 am: 23. Mai 2011, 19:59:11 »

Sehr schön gesagt, Ratrace.

Meiner Meinung nach sind Nutten ehrlicher, da sie das ganze offen als Dienstleistung anbieten.
Bei dem Großteil ist es so, dass sie bis 30. "Spaß haben" - nicht wenige verlieben sich in dieser Phase, und lassen sich (via Pille absetzen etc.) ein Kind machen, und stehn dann alleine da. Pädagogisch ist das für die Kinder total scheiße. Es gibt zwar einige Mutti`s die das alleine gut hinbekommen, der Großteil allerdings nicht.

Ich halte es auch nicht für Zufall. Die Menschen werden ja regelrecht von den Medien zu dem erzogen, was sie sind, und in Verhaltensmuster gedrückt.
Das gehört auch zur Teile und Herrsche Taktik. Auf den Covers von Frauenzeitschriften wird mit den besten 100 Tips zum Fremdgehen geworben, Gangbangs Party`s werden jungen Männern als etwas alltägliches präsentiert, auf MTV und co. sieht man inszenierte Shows wo eine Frau oder ein Mann 10 Kanidaten zur Verfügung hat um alle mal auszuprobieren, bevor man sich entscheidet, die Bild Zeitung & BZ sind nichts weiter als ein billiger Playboy mit weniger Inhalt, und den Mittagsnachrichten ist zwischen Überschwemmung und Krieg Paris Hiltons Fotze zu sehen.

Schlimm finde ich, zum einen dass die Menschen durch sowas nach den Falschen Idealen streben, und zum anderen dass Kinder damit konfrontiert werden. Sie halten sowas für normal, wenn sie es alltäglich zu sehen bekommen, und versuchen es dann eben nachzuleben. Das Alter in dem die Kiddes anfangen sinkt, die normale Entwicklung vom Weg abgebracht... man sollte die Menschen hinsichtlich der Sexualität nicht so manipulieren.
Meiner Meinung nach ist das Grundgesetzwiedrig.
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"Terrorismus ist die Zerstörung von Versorgungseinrichtungen, also Deichen, Wasserwerken, Krankenhäusern, Kraftwerken, eben alles das worauf die amerikanischen Bombenangriffe [...] systematisch abzielten"
MizuNoOto


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« Antworten #45 am: 30. Mai 2011, 06:52:25 »

Zitat
Jeder dritte Berliner Student kann sich Prostitution als Job vorstellen

Das Ergebnis der Untersuchung des Studienkollegs zu Berlin ist überraschend: Jeder dritte Studierende in Berlin kann sich vorstellen, sein Studium mit Prostitution zu finanzieren.
...
Tatsächlich aktiv im Rotlichtmilieu ist in Berlin jeder 27. Studierende (3,7 Prozent).


tagesspiegel, methodisch aber zweifelhaft.
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Strombolli
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Beiträge: 6407



« Antworten #46 am: 30. Mai 2011, 08:20:30 »

Ohne jetzt eine Diskussion explizit über Prostitution lostreten zu wollen, oftmals ist es doch auch so, dass sich Menschen auf "Gelegenheiten" kennenlernen, miteinander hin und wieder one-night-stand-mäßig ins Bett gehen und einer von beiden dann auch mal den einen oder anderen Schein zum Lebensunterhalt rüberwachsen lässt.

Insofern ist die Aussage: "Jeder dritte Studierende in Berlin kann sich vorstellen, sein Studium mit Prostitution zu finanzieren." auch zu relativieren.
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Beiträge: 1367



« Antworten #47 am: 30. Mai 2011, 10:12:49 »

Für mich ist es keine Option.  Grin
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Jeder kennt den "Dreisatz", welcher ist davon bei den JCs anzuwenden?

JC Dreisatz: Warum?  Wo steht das? Alles nur schriftlich!!
Aloysius


Beiträge: 2822



« Antworten #48 am: 10. Juni 2011, 14:37:10 »

Ich bin da nicht so sicher, ob der Begriff 'Sexarbeit' gleichzusetzen ist mit Prostitution

Ich kenne Frauen, die machen so Animationstanz in Clubs (Discos), andere machen Massagen, mit der berühmten 'Handentspannung', oder strippen.

Am kuriostesten war es mal, als ich die Wohnung (und die Rufnummer) der Schwester einer guten Freundin übernommen hab, und wie sich schnell rausstellte, hatte die auch in der Morgenpost regelmäßig Anzeigen stehen, und so haben dann noch zwei Monate bei mir Herren angeklingelt und nach ******* gefragt, waren schwer enttäuscht, das ich nicht sagen wollte, wo die jetzt zu erreichen ist. Sie hatte halt ihr Examen durch und so brauchte sie den Job nicht mehr

Tja, die hatten nicht so wohlhabende Eltern, und mit dem Nebenjob macht es sich am schnellsten relativ gutes Geld, denke ich, wenn man das machen kann.
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vampyrella


Beiträge: 911



« Antworten #49 am: 17. Juni 2011, 08:18:25 »

Ein Bekannter hat vor einiger Zeit seine neue Wohnung bezogen. Hat sich schon gewundert warum die gesammte Bude gefließt war.
Nun ja... es stellte sich raus dass da vorher "Kaviarlady Sandra" drin gewohnt hat.

Ich wäre ja SOFORT ausgezogen ;-)
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