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Autor Thema: Bodenpersonal  (Gelesen 4734 mal)
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Kuddel


Beiträge: 11599


« am: 27. Mai 2010, 11:14:34 »

Zitat
Das Gepäck bleibt am Boden

Sie verladen 14 Tonnen Gepäck per Hand in einer Schicht - ohne Tarifverträge. Dafür legte das Bodenpersonal der Berliner Flughäfen nun einen Warnstreik ein.
http://www.sueddeutsche.de/reise/warnstreik-in-berlin-das-gepaeck-bleibt-am-boden-1.950533
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Kuddel


Beiträge: 11599


« Antworten #1 am: 12. August 2014, 20:06:09 »

Die liebsten Streiks sind mir noch immer die wilden.

Wenn man die eigene Kraft erkennt und nicht auf die Gewerkschaften wartet, die kein wirklichen Interesse an Arbeitsniederlegungen kennen...

Zitat
Wilder Streik legt Flughafen Rom Fiumicino lahm

Der Flughafen "Leonardo da Vinci" in Fiumicino bei Rom steht vor dem Kollaps
   
Ein Streik des Personals der für den Gepäcktransport zuständigen Handlinggesellschaft sorgt für Probleme in Fiumicino. Über 100 Flüge ohne Koffer der Passagiere abgeflogen.

Rom/Abu Dhabi. Ein wilder Streik des Personals der für den Gepäcktransport auf dem römischen Flughafen Fiumicino zuständigen Handlinggesellschaft sorgt zum dritten Tag in Folge für chaotische Zustände auf Italiens größtem Airport. Über 100 Flüge starteten am Dienstag ohne das Gepäck der Passagiere
.

Riesige Mengen von Koffern türmten sich auf dem Flughafen. Stundenlang mussten Reisende auf ihre Koffer warten. In mehreren Fällen ging das Gepäck verloren. Dabei kam es zu heftigen Protesten. Passagiere sprachen von skandalösen Verhältnissen. Der Konsumentenschutzverband Codacons überprüft eine Sammelklage wegen des Schadens für die Passagiere. "Viele Reisende sind an ihren Urlaubszielen angekommen und haben nichts bei sich, weil ihre Koffer nicht angenommen sind", betonte Codacons-Präsident Carlo Rienzi.

Der römische Polizeichef drohte mit einer zwangsmäßigen Arbeitseinberufung, sollte der wilde Streik nicht zu Ende gehen. Daraufhin signalisierten die Arbeitnehmer Bereitschaft, wieder den Dienst aufzunehmen. Die Flughafengesellschaft "Aeroporti di Roma" musste 200 Personen einsetzen, um die Lage zu normalisieren.

Streik gegen Kürzungen

Die Mitarbeiter der Gesellschaft protestieren gegen Personalkürzungen, die im Rahmen des Einstiegs der arabischen Airline Etihad bei der krisengeschüttelten Alitalia geplant sind. 1.590 Mitarbeiter sollen ihren Job verlieren. Etihad soll mit Investitionen in Höhe von 560 Mio. Euro einen 49-prozentigen Anteil an Alitalia übernehmen.

www.youtube.com/watch?v=5gbyA_g_O9k

"Von uns hängt die Sicherheit der Flugzeuge und der Passagiere ab. Wir begreifen nicht, warum gerade unsere Gesellschaft von den Kürzungen so schwer belastet wird", betonte ein Gewerkschaftssprecher. Der italienische Verkehrsminister Maurizio Lupi bezeichnete den Streik am Höhepunkt der Tourismus-Saison als unannehmbar. 140.000 Passagiere pro Tag meldet in dieser August-Woche der römische Flughafen.
http://wirtschaftsblatt.at/home/nachrichten/europa/3850452/Wilder-Streik-legt-Flughafen-Rom-Fiumicino-lahm-Video?from=rss
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ManOfConstantSorrow


Beiträge: 6412


« Antworten #2 am: 18. Januar 2015, 18:08:12 »

Zitat
Streik sorgt für Schlangen und Verspätungen am Flughafen Stuttgart

Streik am Flughafen Stuttgart: Das Wach- und Sicherheitspersonal hat die Arbeit niedergelegt. Grund ist ein Tarifstreit. Die nächste Verhandlungsrunde steht bald an.


Wegen eines Warnstreiks des Wach- und Sicherheitspersonals am Flughafen konnten Reisende in Stuttgart am Freitag zum Teil nur mit Verspätungen abheben. Wie eine Sprecherin des Airports sagte, starteten einzelne Maschinen mit bis zu 30 Minuten Verspätung. Hintergrund ist ein Tarifstreit der Branche, in dem die Gewerkschaft Verdi für die rund 19.000 Beschäftigten in Baden-Württemberg eine bessere Bezahlung erreichen will.

Der Warnstreik führte teils zu langen Schlangen an den Kontrollen. Wegen des Ausstands waren die Sicherheitschecks lediglich an einem von drei Terminals möglich. Flüge wurden aber nicht gestrichen.

Am Flughafen Stuttgart waren am Freitag den Angaben zufolge insgesamt 239 Flüge geplant, mehr als 10.000 Passagiere bekamen den Ausstand zu spüren. Der Airport verteilte Getränke an die Wartenden. Die Mitarbeiter des Wach- und Sicherheitsdiensts hatten angekündigt, von 3 Uhr bis 22 Uhr ihre Arbeit ruhen lassen. Verdi rechnete im Laufe des Tages mit mehr als 300 Teilnehmern am Warnstreik.

Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) und der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft kritisierten den Warnstreik als unverhältnismäßig. "Verdi instrumentalisiert die Sicherheitskontrollen an Flughäfen für ihre überhöhten Forderungen", erklärte BDL-Präsident Klaus-Peter Siegloch.

In dieses Horn stieß auch Flughafen-Geschäftsführer Walter Schoefer. Die Lohnforderung sei weder wirtschaftlich angemessen noch der Tätigkeit entsprechend, erklärte er. "Zu streiken ohne jede Vorankündigung und das über einen kompletten Flugtag, ist ebenfalls außer Verhältnis und für die Fluggäste nicht zumutbar."

Die Verhandlungen in dem Tarifstreit waren im Dezember ohne Ergebnis abgebrochen worden. Ziel der Gewerkschaft ist es, den Stundenlohn der untersten Lohngruppe von 9,20 Euro auf zehn Euro anzuheben.

Die Arbeitgeberseite habe Lohnsteigerungen ab Januar um 2,7 Prozent und um weitere 2,6 Prozent von 2016 an geboten. Dieses Angebot sei aber nicht akzeptabel, da die Beschäftigten in der Sicherheitsbranche damit weiter im Niedriglohnbereich blieben, hieß es bei Verdi. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 20. Januar angesetzt.
http://www.airliners.de/warnstreik-flughafen-stuttgart-verzoegerungen/34653
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Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!
Fritz Linow


Beiträge: 1258


« Antworten #3 am: 25. Oktober 2018, 19:45:18 »

Höhö:
Zitat
Streik legt Gepäckabfertigung am Brüsseler Flughafen lahm
dpa 25.10.2018, 19:20 Uhr

Ein spontaner Streik hat am Flughafen Brüssel am Nachmittag die Gepäckabfertigung lahmgelegt. „Im Moment wird kein einziges Gepäckstück verladen oder ausgeladen“, sagte ein Flughafensprecher der Nachrichtenagentur Belga. „Einige Passagiere mussten schon ohne ihre Koffer abfliegen.“ Es sei aber zu früh, die Auswirkungen abzuschätzen. Die Protestaktion beim Dienstleister Aviapartner begann laut Belga gegen 17.30 Uhr. Die Gründe sind noch unklar.
https://www.rhein-zeitung.de/startseite_artikel,-streik-legt-gepaeckabfertigung-am-bruesseler-flughafen-lahm-_arid,1888469.html

Zitat
Aer Lingus and Ryanair flights cancelled between Dublin Airport and Brussels after sudden strike by baggage handlers
Workers from handling company Aviapartner downed tools 'spontaneously' (...)
https://www.irishmirror.ie/news/irish-news/aer-lingus-ryanair-flights-cancelled-13481139
Zitat
Our deepest apologies for the inconvience. This is due to the fact that the strike was very spontaneous. More information will follow on our website and social media. *Mathias
https://twitter.com/BrusselsAirport/status/1055542543767781376
Zitat
Brussels Airport: Wildcat strike at handling agent Aviapartner
This afternoon, staff of handling agent Aviapartner decided to stop working. The employees say they are unhappy with the “current understaffing“.
“A spontaneous action by the employees“, a union member told Belgian Vrtnws, “it’s unclear how long the action will last.”
The strike has an immediate impact on all arriving and departing traffic as it’s not possible to load/unload the aircraft. Passengers are forced to leave/arrive without their luggage.
Brussels Airlines, Brussels Airport’s biggest customer, is not affected by the actions as their flights are handled by Swissport.
At Brussels Airport, Aviapartner handles Aer Lingus, Air Baltic, Air Europa, BMI, Etihad, Easyjet, British Airways, Ryanair and SAS.
https://www.aviation24.be/ground-handling/aviapartner/brussels-airport-wildcat-strike-at-handling-agent-aviapartner/
« Letzte Änderung: 25. Oktober 2018, 21:52:17 von Fritz Linow » Gespeichert
Fritz Linow


Beiträge: 1258


« Antworten #4 am: 26. Oktober 2018, 13:45:22 »

Der Streik am Flughafen Brüssel kam unerwartet, es geht um mehr Personal, bis morgen geht der Streik erstmal weiter, das Management packt mit an. Schönes Chaos, einfach herrlich:
http://www.brusselstimes.com/belgium/employment/12939/baggage-handlers-strike-at-zaventem-flights-cancelled

Zitat
27.10.18
Brussels Airport: Warum streiken die Beschäftigten des Gepäckabfertigers Aviapartner?

Seit Donnerstag sorgt ein Streik für Chaos am Brüsseler Flughafen in Zaventem. Viele Fluggäste können deshalb nicht in die Herbstferien fliegen. Viele Reisenden bringen wenig Verständnis für den Streik der Mitarbeiter der Gepäckabfertigungsgesellschaft Aviapartner auf. Aber warum streiken sie eigentlich? Drei Mitarbeiter von Aviapartner erzählen ihre Geschichte anonym an VRT NWS.

Zu Beginn unserer Schicht wissen wir oft nicht, ob und wann eine Mahlzeitpause eingeplant ist“, so der erste streikende Aviapartner-Beschäftigte.

„Außerdem müssen wir regelmäßig länger als die im Dienstplan vorgesehenen 8 Stunden arbeiten. Auf lange Sicht ist das nicht tragbar. Wenn du gut ausgeruht bist, ist das alles machbar. Aber die Überstunden hier sind einfach strukturell. Das ist körperlich und emotional auf Dauer einfach nicht auszuhalten.“
„Manche Kollegen warten schon seit neun Monaten auf eine Regenjacke“

„Pro Flugzeug sind es in der Regel 189 Passagieren mit jeweils 15 Kilo Gepäck, das ent- oder beladen werden muss. Manchmal sind wir nur zu dritt oder zu viert, den ganzen Tag auf den Knien. Und so haben wir 5, 6, 7 Flüge pro Tag. Täglich bewegen wir mehrere Tonnen“, erklärt ein anderer Betroffener.

„Uns reicht es. Uns wird keine anständige Ausrüstung zur Verfügung gestellt. Es gibt Kollegen, die schon seit neun Monate auf eine Regenjacke warten. Das kann man sich doch nicht vorstellen.“

„Nach Feierabend sitze ich nur noch in meinem Sofa, schalte den Fernseher ein und schlafe praktisch sofort ein, so geschafft bin ich. Morgens kann ich wegen der Rückenschmerzen kaum meine Strümpfe anziehen.“
„Zeitdruck ist unmenschlich“

„Wir werfen mit Gepäck, weil wir so unter Zeitdruck stehen, nicht weil wir Unmenschen sind“, bezeugt ein dritter Arbeitnehmer von Aviapartner am Brüsseler Flughafen. „Am Flughafen verstoßen wir nicht gegen die Regeln, weil wir das wollen, sondern weil wir unter riesigem Druck stehen. Die Arbeitsbelastung ist enorm.“

„Es herrscht ein riesiges Unbehagen unter den Kollegen auf dem Rollfeld. Aber auch den Kollegen am Check-in reicht es. Und die Situation bessert sich einfach nicht.“
https://www.vrt.be/vrtnws/de/2018/10/27/brussels-airport-warum-streiken-die-beschaeftigten-des-gepaecka/

« Letzte Änderung: 27. Oktober 2018, 17:07:08 von Fritz Linow » Gespeichert
Fritz Linow


Beiträge: 1258


« Antworten #5 am: 27. Oktober 2018, 22:06:32 »

Der spontane Streik am Brüsseler Flughafen der Gepäckabfertiger seit Donnerstag geht wohl auch noch morgen weiter. Eine einfache Forderung wie zum Beispiel Regenkleidung kann und darf einfach nicht erfüllt werden. Die Gepäckabfertigung macht Aviapartner, an der ein Hedgefonds mehrheitlich beteiligt ist:
https://de.wikipedia.org/wiki/Aviapartner

Auch an anderen belgischen Flughäfen wird mit Streik gedroht. Aviapartner ist auch in Düsseldorf und Hannover unterwegs.
« Letzte Änderung: 27. Oktober 2018, 22:24:18 von Fritz Linow » Gespeichert
Kuddel


Beiträge: 11599


« Antworten #6 am: 28. Oktober 2018, 17:27:20 »

Auch prekäre Beschäftigte haben Macht.
Ein Wilder Streik legt den Normalbetrieb lahm.
Auch heute. (4. Tag)
Zitat
Streik am Flughafen Brüssel geht weiter

Ein kurzfristiger Streik am wichtigsten Flughafen Belgiens durchkreuzt die Pläne vieler Reisender - und das zum Ferienbeginn. Nach einem schnellen Ende des Konflikt sieht es nicht aus.


Zum Start der Schulferien sind am Brüsseler Flughafen wegen eines Streiks der Gepäckarbeiter mehrere hundert Verbindungen ausgefallen. Von Freitag bis Sonntag waren rund 400 Flüge von dem Ausstand der Arbeiter des Dienstleister Aviapartner betroffen. Ein Ende des Streiks war am Sonntagnachmittag zunächst nicht absehbar, wie die belgische Nachrichtenagentur Belga berichtete.

Gewerkschaftern zufolge richtet sich der Streik unter anderem gegen hohe Belastung am Arbeitsplatz. Konkret geht es etwa um unklare Pausen-Regeln.

Das Aviapartner-Management und die Gewerkschaften verhandelten das ganze Wochenende über zunächst ergebnislos. Eigentlich hatte der Streik am Sonntag um 6 Uhr enden sollen, wurde dann aber fortgesetzt. Allein am Sonntag sollten einer Flughafensprecherin zufolge rund 150 von 550 Verbindungen ausfallen.

„Der Streik bei Aviapartner und der bei Ryanair ergeben einen tödlichen Cocktail“  Grin , sagte ein Reisender. In den vergangenen Wochen war es bei der irischen Billig-Airline Ryanair mehrfach zum Streik von Flugbegleitern und Piloten in mehreren europäischen Ländern gekommen. Das Personal wollte höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen nach dem jeweiligen nationalen Recht erreichen.

Der Aviapartner-Ausstand hatte am Donnerstagabend spontan begonnen. Zu Beginn der Ferienwoche zu Allerheiligen in Belgien trifft er auch viele Urlauber. Am Samstag wurden 70.000 Passagiere, am Sonntag 74.000 am Flughafen erwartet. Reisende sollten sich rechtzeitig mit ihrer Airline in Verbindung setzen und möglichst nur mit Handgepäck fliegen, empfahl der Flughafen.
https://www.aachener-nachrichten.de/nrw-region/streik-am-flughafen-bruessel-geht-weiter_aid-34142143

Möge das Schule machen!
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Fritz Linow


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« Antworten #7 am: 29. Oktober 2018, 16:23:32 »

Aktuelles, mit Google-Übersetzung zusammengestückelt:
Zitat
Management schickt Gerichtsvollzieher an Aviapartner: "Streikende verhindern, dass Arbeitslose anfangen“

Der Streik beim Gepäckabfertiger Aviapartner erreicht einen neuen Tiefpunkt. Die Geschäftsführung schickt einen Gerichtsvollzieher an die Gewerkschaften. Streikende würden verhindern, dass Mitarbeiter durch die Sabotage von loswagons für den Asphalt beginnen.
Die Verhandlungen zwischen den Gewerkschaften und Aviapartner stecken seit Tagen fest und die Atmosphäre wird nicht besser. Die Geschäftsleitung des Gepäckträgers hat nun einen Gerichtsvollzieher auf die Straße geschickt, weil Streikende Mitarbeiter davon abhalten, ihren Job zu machen. Das berichtet De Tijd.
Nach Angaben des Managements haben die Militanten Aviapartner-Karren mit Autos und sogar gestohlenen Schlüsseln und Batterien von den Karren blockiert.
Arbeitnehmer, die bereit sind zu arbeiten, haben das Recht, Gepäck aus bereits am Flughafen Brüssel gelandeten Flugzeugen auszuladen, obwohl das Unternehmen eingestellt wird. Also wurde ein Gerichtsvollzieher ausgesandt, um die notwendigen Beobachtungen zu machen. Mehr kann er / sie nicht tun.

"Ist nicht richtig"

Die Gewerkschaften widersprechen den Vorwürfen. "Das ist nicht wahr. Es ist nicht so, dass Arbeitssuchende verhindert werden. Es gibt nicht einmal Streikposten ", sagt Hans Elsen von ACV gegen De Tijd. "Die Leute kommen nicht zur Arbeit, weil sie es einfach nicht wollen wegen des Vertrauensbruchs mit dem Management. Es hilft dem Management wirklich nicht, diese Art von Gerüchten zu verbreiten.„
https://www.gva.be/cnt/dmf20181029_03890764/directie-stuurt-deurwaarder-op-aviapartner-af-stakers-beletten-werkwilligen-aan-de-slag-te-gaan
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Kuddel


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« Antworten #8 am: 29. Oktober 2018, 19:48:51 »

Interessant!

Abgesprochene und massive Sabotage gehörte auch zu den Waffen prekärer Flughafenbeschäftiger auf dem Airport Hamburg vor einigen Jahren.

Arbeiter kämpfen anders, wenn sie sich nicht am Gängelband der Gewerkschaften befinden.
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Fritz Linow


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« Antworten #9 am: 29. Oktober 2018, 20:58:25 »

Ein offener Brief einer Gewerkschaft, ebenfalls aus der Googleübersetzungszauberwelt.
Auf Labournet gibt es auch noch was: http://www.labournet.de/internationales/belgien/arbeitskaempfe-belgien/der-streik-der-gepaeckabfertigung-am-flughafen-bruessel-der-am-25-oktober-2018-begann-geht-weiter/

Bis Mittwoch geht der Streik erstmal weiter.
Zitat
Gewerkschaft schreibt offenen Brief an die Opfer des Streiks Aviapartner: "Du darfst und musst sogar wütend sein, aber auf die wahren Täter“

Der Vorsitzende des belgischen Transportverbandes BTB-ABVV hat einen offenen Brief an die tausenden von Passagieren, die von dem Streik betroffen sind, an den Gepäckabfertiger Aviapartner geschrieben. Er zeigt Verständnis für die wütenden Reaktionen der Opfer, hofft aber, dass sich dieser Ärger auf die "echten Verantwortlichen" konzentrieren wird: auf das Management von Aviapartner, dem Betreiber des Flughafens und den Fluggesellschaften.

"Als Gewerkschaft bekommen wir viele wütende Nachrichten von Reisenden, die ihren Flug wegen des Streiks des Gepäckabwicklers Aviapartner abgesagt haben. Du bist wütend. Über deinen Urlaub, der ins Wasser fällt, über die Verlagerung deines Geschäfts, über die Stunden, die du am Flughafen verloren hast, ... Zu Recht! "BTB-ABVV-Vorsitzender Frank Moreels beginnt seinen Brief. "Du darfst und musst sogar wütend sein. Als Gewerkschaft verstehen wir deine Frustration, deinen Unmut, deine Wut ... Wir hoffen nur, dass du sauer auf die wahren Schuldigen dieses Streiks bist. „

"Wie glaubwürdig ist dieser Mann?"

Die erste verantwortliche Person, mit der Moreels auf den anklagenden Finger verweist, ist das Management von Aviapartner. Er hätte den Streik leicht verhindern können, klingt es. „Seit Monaten die Gewerkschaften stellen die vielen Probleme Aviapartner zu lösen: zu wenig Personal, zu viel Überstunden, zu viele Leiharbeiter, unsichere Geräte, übermäßige Arbeitsbelastung, unsichere Arbeitsbedingungen ... die Liste der Hindernisse hat inzwischen 40! Die Gewerkschaften haben seit Monaten um Konsultationen gebeten. Auch mit einem externen Mediator hat das Management den berechtigten Fragen der Mitarbeiter nicht gerecht werden können. "

Der Gewerkschafter ist besonders auf CEO Laurent Levaux konzentriert, der behauptet, dass Aviapartner nicht die Mittel hat, die Anforderungen der Mitarbeiter zu erfüllen. "Dass Aviapartner einen Verlust macht, ist richtig, aber Mr. Mit einem Kapital von 39 Millionen Euro gehört Levaux zu den reichsten Belgiern. Wie glaubwürdig ist dieser Mann? „

"Vom Geldhunger getrieben"

Aber auch der Manager des Flughafens geht nicht frei, Morels setzt seine Geschichte fort. "BAC zahlte seinen Aktionären mehr als 837 Millionen Euro Gewinn für den Zeitraum 2007-2015. Jahr für Jahr macht der Flughafen einen Gewinn, und die Handler machen einen Verlust ", können Sie lesen. "Darüber hinaus räumt BAC, getrieben vom Geldhunger, die Parkplätze für das Personal auf, was bedeutet, dass sie weit weg von ihrem Arbeitsplatz parken müssen. Konsequenz, früh aufstehen, um pünktlich zu sein. "

"Quetschen wie Zitronen"

Schließlich finden die Fluggesellschaften bei Stuntpreisen die nötige Schuld an ihrem "Wettrennen nach unten", so Moreels. "Inzwischen kennt jeder die Rogue-Praktiken von Ryanair, aber auch die" etablierten "Fluggesellschaften werden in dieser höllischen Abwärtsspirale mitgerissen. Wer glaubt, dass man mit einem Ticketpreis von 25 Euro eine Airline in der Luft halten kann, ohne eigene Mitarbeiter und Dienstleister wie Aviapartner wie Zitronen zu quetschen?

Das Personal "knackt"

Nach Angaben des Gewerkschafters "knacken" die Mitarbeiter von Aviapartner aufgrund der Arbeitsbedingungen. "Körperlich und geistig. Sie haben nicht aufgehört, dich als Reisenden zu schikanieren, sondern weil sie verzweifelt sind. „
Moreels gibt einige erschütternde Beispiele für diese Arbeitsbedingungen: "Wussten Sie, dass ein Gepäckträger 30 Tonnen pro Lieferwagen in das und aus dem Flugzeug lädt? Bei Wind und Wetter, gebeugt und auf den Knien! Unter einem enormen Zeitdruck. Wussten Sie, dass sie manchmal ein Jahr auf Sicherheitskleidung warten müssen? Wussten Sie, dass sie mit veralteten und unsicheren Materialien arbeiten müssen? Wussten Sie, dass sie ein Flugzeug mit 3 Personen laden und entladen müssen, während 5 benötigt werden? Wussten Sie, dass die Vorarbeiter die "Ladeunterlagen" nicht mehr unterzeichnen, weil sie die Sicherheit nicht mehr garantieren können? "
https://m.nieuwsblad.be/cnt/dmf20181029_03890845
« Letzte Änderung: 29. Oktober 2018, 21:01:23 von Fritz Linow » Gespeichert
Kuddel


Beiträge: 11599


« Antworten #10 am: 29. Oktober 2018, 21:43:52 »

Bis Mittwoch geht der Streik erstmal weiter.

Wahnsinn!

Es passiert gerade das Unmögliche!
Es gibt den berühmten Tropfen, der das Faß zum Überlaufen bringt. Die "Unorganisierbaren", die Prekär Beschäftigten, organisieren sich selbst und schlagen zurück.

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Fritz Linow


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« Antworten #11 am: 30. Oktober 2018, 14:22:57 »

Brüssel heute:






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Kuddel


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« Antworten #12 am: 03. November 2018, 10:18:42 »

Zitat
Der Streik hatte Donnerstag vergangener Woche begonnen und den Flugverkehr stark beeinträchtigt. Rund 800 Flugausfälle waren insgesamt zu beklagen. Mehr als 1.500 Koffer sind auf dem Flughafengelände und konnten von den Passagieren nicht zurückgefordert werden, weil ja die Gepäckmitarbeiter streikten. Insgesamt waren mehr als 150.000 Passagiere betroffen.
Quelle: https://www.sn.at/wirtschaft/welt/streik-am-bruesseler-flughafen-beendet-59698759

Zitat
Streik am Flughafen Brüssel ist beendet

Mehrere Tage lang hatten Gepäckarbeiter des Dienstleisters Aviapartner am Airport in Brüssel gegen schlechte Arbeitsbedingungen gestreikt. Nun gibt es eine Einigung.




Die beiden Seiten hätten sich unter anderem auf Bonuszahlungen und die Entfristung oder Verlängerung von Arbeitsverträgen verständigt, heißt es in belgischen Medienberichten. Die Gewerkschaften zeigten sich zufrieden mit der Vereinbarung.
https://biztravel.fvw.de/news/tarifeinigung-streik-am-flughafen-bruessel-ist-beendet/393/193492/4070
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