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Autor Thema: DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!  (Gelesen 477043 mal)
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dagobert


Beiträge: 4739


« Antworten #325 am: 26. Juli 2014, 00:35:58 »

In Dänemark, Finnland und Schweden liegt die Tarifbindung bei über 90 %.

Davon können wir hier in Deutschland bestenfalls noch träumen.
Tarifbindung 2013: West 60%, Ost 47%
Tendenz: seit Jahren fallend.
http://www.boeckler.de/wsi-tarifarchiv_2257.htm
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« Antworten #326 am: 26. Juli 2014, 01:42:25 »

Vielleicht haben die da nicht so "arbeitgeberfreundliche" Gewerkschaften, wenn ich es mal vorsichtig ausdrücke!
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« Antworten #327 am: 26. Juli 2014, 08:20:30 »

Der gute "Troll" und ich verstehen den Mindestlohn vermutlich unterschiedlich, daher folgt hier eine kleine Zusammenstellung diesbezüglich:

Informationen zur Höhe der Löhne in Norwegen: http://utdanning.no/

Zitat
"Während einer Beschäftigung in Norwegen gelten die norwegischen Sozialversicherungsbestimmungen. Alle Personen, die in Norwegen leben und arbeiten, sind automatisch versichert. Die norwegische Sozialversicherung (folketrygden) gibt Anrecht auf eine Vielzahl an Sozialleistungen einschließlich: Altersrenten, Hinterbliebenenrenten für Ehegatten und Kinder, Leistungen im Fall der Invalidität, bei Behinderungen, zur Wiedereingliederung in das Berufsleben, bei Berufsunfällen, Beihilfen für Alleinerziehende, zur Entlastung bei Krankheit, bei Geburt und Adoption, Arbeitslosenunterstützung, medizinische Hilfe bei Krankheit, Verletzungen, Schwangerschaftsabbruch und Beerdigung. Die Trygdeavgift, das ist der Eigenanteil für die gesetzliche Sozial- und Rentenversicherung, wird automatisch vom Bruttolohn bei den Steuern mitabgezogen. Es werden dafür 7,8% des Bruttoeinkommens berechnet. ..."


Ich erkenne in deinen zitierten Zeilen nichts was allgemein als gesetzlicher Mindestlohn angesehen wird, eine gute soziale Absicherung ja, Mindestlohn nein, und das war die ursprüngliche Frage.

Aber Begriffe aus seiner eigenen Sichtweise neu zu definieren und erwarten das jeder die neue Definition versteht gehört ja heute zum Standard, einer von vielen Gründen weshalb ich immer weniger verstehe.
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Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
Dieter Hildebrandt
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« Antworten #328 am: 26. Juli 2014, 11:42:24 »

Also, wenn ich das richtig verstanden habe, dann gibt es in Skandinavien eher sowas wie einen branchenbezogenen Mindestlohn, wie hier im Bauhauptgewerbe oder im Gebäudereinigerhandwerk, aber keinen gesetzlichen Mindestlohn der eine Lohnuntergrenze für alle festlegt, oder?
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dagobert


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« Antworten #329 am: 26. Juli 2014, 12:42:31 »

Vielleicht haben die da nicht so "arbeitgeberfreundliche" Gewerkschaften, wenn ich es mal vorsichtig ausdrücke!

Wie wahr ...
http://www.chefduzen.de/index.php?topic=28160.msg295935#msg295935

Also, wenn ich das richtig verstanden habe, dann gibt es in Skandinavien eher sowas wie einen branchenbezogenen Mindestlohn, wie hier im Bauhauptgewerbe oder im Gebäudereinigerhandwerk, aber keinen gesetzlichen Mindestlohn der eine Lohnuntergrenze für alle festlegt, oder?

Meine Definition:
Kein gesetzlicher Mindestlohn, dafür aber ein Quasi-Mindestlohn auf Basis allgemein akzeptierter Tarifverträge und sehr hoher Tarifbindung der Unternehmen, wodurch auch nichttarifgebunde AG kaum Spielraum nach unten haben. Evtl. (?) abgesichert durch entsprechende Zumutbarkeitskriterien für Arbeitslose (was hierzulande ja auch fehlt).
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« Antworten #330 am: 26. Juli 2014, 14:18:34 »

Ist doch gut wenn kein gesetzlicher Mindestlohn benötigt wird, D ist ja jetzt ein Beispiel dafür das ein gesetzl. Mindestlohn völlig für'n Arsch sein kann, von einem angemessenen und auskömmlichen Lohn für alle sind wir trotzdem Meilenweit entfernt, es würde ja angeblich die Wirtschaft ruinieren.
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BGS
Polarlicht


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« Antworten #331 am: 11. August 2014, 20:46:22 »

Herzlichen Dank für die interessierten Nachfragen über PN.  Habe in drei Wochen drei nagelneue "Fritz" Modeme verloren, obgleich diese bei den heftigen Sommergewittern hierzulande ich vom Stromnetz genommen hatte. Dies geschah mittels Blitzeinschlägen welche durch die Telefonleitung ihren Weg fanden, was soll man also machen? Ironischerweise ging einmal dabei auch noch der sogenannte "Blitzschutz" Stecker für umgerechnet um die siebzig Euro drauf. Da weiß ich wenigstens, wofür ich manchen Tag am Hafen Gabelstapler fahre, bei brütender Hitze. Naja, ist nur materiell der Schaden.

Ansonsten konnte das alte Fischerboot nach endlosem Schleifen nunmehr abgedichtet werden mit mit einer umweltfreundlichen, auf wasserfestem Holzleim basierenden, selbst erfundenen, günstigen Masse. Es schwimmt nun in der See und ich rudere ab und zu damit heraus, um mit einem Netz zu fischen. Den Fisch räuchere ich in einer alten Blechkiste, wobei mir das Töten der Tiere doch sehr schwer fällt. Aber lecker ist er dann doch, geräuchert mit Erlenholz, Zuckerstücken und Wacholderreisig.

Die Ernte des Getreides ist in nun vollem Gang, weshalb man sagen könnte, daß es fast schon Herbst ist, bei sommerlichen Temperaturen.

Wie es aussieht, werde ich mich noch dieses Jahr auf die Suche nach einem uralten Gebrauchtwagen deutscher Herstellung machen müssen.

MfG

BGS



« Letzte Änderung: 18. August 2014, 08:54:05 von BGS » Gespeichert

"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

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« Antworten #332 am: 15. August 2014, 15:59:58 »

Werde mich gleich mit einem Kaffebecher auf die sonnige Treppe setzen. Kaffee kostet hier die die Hälfte, auch Bio-.

Hunderte Kraniche überfliegen das alte Holzhaus in stilvollen Formationen, sie fressen die Reste Roggens und Weizens von den Feldern.

Neulich traf ich eine nette deutsche Staaatsbürgerin, die in der weit entfernten Hauptstadt im Süden des Landes wohnt. Und nicht mehr zurück will. Werde wohl auf `nen Kaffee über tausend Kilometer fahren.

Durch die Weltwirtschaftskrise steigt die Arbeitslosigkeit auch hier an, so daß mein "Knochenjob" am Hafen der nächsten Stadt sich nun als eine Art Lottogewinn erweist.

Es ist noch einiges an Holz für den Winter zu sägen.

MfG

BGS

P.S.: Vielleicht sollte ich noch einmal studieren, aber was?.
« Letzte Änderung: 18. August 2014, 09:39:36 von BGS » Gespeichert

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« Antworten #333 am: 29. August 2014, 19:30:33 »

Durch das Ernten der selbst gesetzten Kartoffeln fange ich an, den Wert der Ernährung durch gute, ökologische Produkte mehr und mehr zu schätzen.  

Die Telefone scheinen auch hier, am Ende der Welt, abgehört zu werden. Oft hort man seltsame Geräusche in der Leitung.

Es gab in den letzen Tagen oft Stromausfall, in den benachbarten Häüsern jedoch nicht.

Seltsam.

Ein Adlerpaar kreist seit Stunden über der Ebene hinterm Haus..

Normal.

 
MfG

BGS
« Letzte Änderung: 01. September 2014, 13:19:00 von BGS » Gespeichert

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« Antworten #334 am: 15. September 2014, 05:11:59 »

Zitat
Ich habe seit 2004 viele Jahre gegen dieses Unrecht gekämpft, war in 2009/2010 selbst wegen der Regelleistungen vor dem Bundesverfassungsgericht und habe derzeit immer noch entsprechende Klagen laufen, die nun aber alle sinnlos geworden sind.

Das ganze Unrecht in dieser Sache und mein letztlich sinnloser Kampf gegen die Windmühlenflügel dieses Unrechts hat mich meine Familie gekostet und mich so dermaßen krank und kaputt gemacht, daß mir mittlerweile von der Deutschen Rentenversicherung die “Rente wegen voller Erwerbsminderung bis zur Regelsaltergrenze” zugestanden wurde, ich also aus Hartz-IV wenigstens heraus bin. Meine bisherige ehrenamtliche soziale Tätigkeit stelle ich hiermit vollständig ein und ziehe mich aus allem vollständig zurück.

Es tut mir leid, unsäglich leid. ...

Thomas Kallay


Es tut mir auch verdammt leid.

Doch was ist nun besser?

Bleiben und ohne jede Chance bis zum Untergang zu fighten, oder alles auf die Karte Emigration zu setzen?
Ausgebeutet und alleine bleibt man so oder so.

Werde nun zur Schicht radeln, der unbeliebtesten Arbeit im ganzen Polarkreis, und das mit einer gewissen Freude, trotz allem. Denn ich bin frei, keiner zwingt mich zu diesem Job, auch kein Sklavenhändler.

MfG

BGS
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Kuddel


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« Antworten #335 am: 15. September 2014, 09:35:14 »

Zitat
...oder alles auf die Karte Emigration zu setzen?


Ich bin überzeugt davon, daß du für dich die richtige Entscheidung getroffen hast. Im Gegensatz zu vielen anderen, die immer nur von Veränderungen reden, hast du selbst die Konsequenz gezogen und hast auch das gemacht, was dir vorschwebte. Ich habe einen Mordsrespekt vor so etwas. Ich lese deine Berichte vom Polarkreis immer mit großem Interesse. Ich habe den Eindruck, deine Persönlichkeit und die besonderen Lebensverhältnise passen gut zusammen.

Ich möchte dir aber widersprechen, wenn du jedem die Immigration als Allheilmittel empfiehlst.
Meine erste Frage lautet: Wohin denn?
Die Länder, die noch einen Hauch von Sozialismus in ihrer Politik (z.B. Kuba, Venezuela...) haben, stehen unter massivem wirtschaftlichen, geheimdienstlichen und militärischen Druck durch die USA, NATO und EU. Diffamierung, Sabotage und Handelsboykotte machen ihnen eine normale Existenz schwer oder umöglich.
Rußland und China sind längst turbokapitalistische Staaten geworden mit repressiven Regimen.
Mögen die skandinavischen Staaten noch ein besseres Sozialsystem besitzen, ist dort trotzdem nicht Bullerby.
Schweden habe ich schon immer für seine faschistoide Sozialdemokratie verachtet. Dort gab es bereits in der 80er Jahren den Versuch HIV Infizierte auf einer Insel zu internieren.

Aktuell:
Zitat
Brutale Szenen bei den Protesten gegen eine Kundgebung der rechtsextremen SVP im Schwedischen Malmö. Berittene Polizeieinheiten haben am Samstag dutzende Gegendemonstranten mit ihren Pferden niedergetrampelt. Es soll mindestens fünf Schwerverletzte gegeben haben. Ein weiterer junger Mann wurde am Rande der Kundgebung von einem Polizeibus überfahren. Seit Wochen hatten Parteien, Gewerkschaften und Antifagruppen gegen den Aufzug der Rechtsextremen mobilisiert.

www.youtube.com/watch?v=OB0-MXNPUIU
http://blog.zeit.de/stoerungsmelder/2014/08/23/polizeigewalt-bei-protesten-gegen-nazikundgebung-in-schweden_16908

Noch aktueller:
Zitat
Die Schwedendemokraten feiern nach den Zahlen einen historischen Erfolg: Mit 12,9 Prozent werden die Rechtspopulisten mit Abstand drittstärkste Partei im Reichstag - und können ihr Ergebnis von vor vier Jahren mehr als verdoppeln.
http://www.focus.de/politik/ausland/buergerliche-regierung-abgewaehlt-wahlen-in-schweden-rechtspopulisten-bejubeln-erfolg_id_4133062.html

Oder Finnland:
Zitat
Die Perussuomalaiset (deutsch: Basisfinnen oder Wahre Finnen, seit 2012 Die Finnen) sind eine rechtspopulistische Partei in Finnland, die 1995 aus der Suomen maaseudun puolue hervorging.

Die Partei bezeichnet sich selbst als patriotisch und EU-skeptisch und versteht sich als opponierende Kraft gegen das „Establishment“. Bei den Parlamentswahlen in Finnland 2011 wurde sie mit 19 Prozent der Stimmen drittstärkste Partei und stellt 39 Abgeordnete.
http://de.wikipedia.org/wiki/Perussuomalaiset

Zitat
Bleiben und ohne jede Chance bis zum Untergang zu fighten...

Wo sind denn die Chancen besser beim Fighten einem Untergang zu entgehen?

Der Schweizer Aktivist Jean Ziegler (http://www.zeit.de/video/2014-06/3620750221001/utopien-jean-ziegler-fordert-den-aufstand-des-gewissens) war befreundet mit Che Guevara und dessen Chauffeur während der Teilnahme Kubas an der ersten Weltzuckerkonferenz der UNO in der Schweiz. Auf seinen Wunsch, dass er ihn bei der Rückreise nach Kuba mitnehme um sich am Kampf in Lateinamerika zu beteiligen, antwortete ihm Che Guevara: „Dein Platz ist hier. Hier ist das Gehirn des Monsters, hier musst du kämpfen.“
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Kuddel


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« Antworten #336 am: 18. September 2014, 17:42:24 »

Zitat
Finnland setzt weiter auf Atomenergie. Die Regierung in Helsinki gab am Donnerstag grünes Licht für den Bau eines neuen AKW. Der sechste Reaktor des Landes - vier sind im Betrieb, einer im Bau - soll im nordwestfinnischen Pyhäjoki gebaut werden.
http://www.taz.de/Atomkraft-in-Finnland/!146222/

BGS, bitte nicht als persönlichen Angriff verstehen. Ich weiß aber wirklich nicht wohin man sich auf diesem Globus verpissen kann, wenn es einem hier alles zu blöd wird...
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BGS
Polarlicht


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« Antworten #337 am: 21. September 2014, 21:57:24 »

Herzlichen Dank, Kuddel für die interessanten, auch mir bekannten Tatsachen aus Skandinavien. Ich fühle mich in keiner Weise persönlich angegriffen, doch wer hat denn je gesagt, es ginge hier wie bei Astrid Lindgren / Pippi Langstrumpf zu? Vielleicht ein wenig, da das alte Holzhaus mit der Zeit immer bunter wird, da ich stets die Farben in kleinen Mengen kaufe, die gerade im Angebot sind ...  .

Was für ein Segen, daß ich also auch in  Deutschland leben durfte, jahrzehntelang. Dort, wo die Welt noch in Ordnung ist. Nicht vorzustellen, wenn man in einem Land leben müßte, wo erst systematisch die Arbeitsplätze vernichtet werden und dann die "Freigestellten" sich von einer Pseudobehörde müßten drangsalieren und ihrer wenigen Grundrechte berauben liessen. Gar das Existenzminimum noch dreist gestrichen werden könnte, mit höchstrichterlicher Billigung. Die demokratisch gewählten Politiker in Deutschland würden solch einen Irrsinn niemals zulassen bzw. ihn umgehend beenden. Schliesslich ist in Deutschland "die Würde des Menschen unantastbar".

Ich lebe hier im Norden in einer wunderbaren Natur und bin Herr über meine Zeit. Arbeite, oder lasse es, denn die Bezahlung ist menschenwürdig. Als einfacher Arbeiter, der unbeliebte Arbeit macht und Gabelstapler bei fast jedem Wetter fährt. Ich bin raus aus dem gnadenlosem Konkurrenzkampf, der mir als u. A."Speditionsleiter" in Deutschland nicht fremd ist.

Ich kann mich fit halten nach Wunsch mit Laufen, Radfahren und Skifahren, jeden Tag erfreue ich mich meiner Freiheit. Auch wenn mal das Geld knapp ist, oder die Einsamkeit groß.

Ich lebe soweit möglich im Takt und im Einklang mit der Natur und den Jahreszeiten. Habe Dinge gelernt, an die in Deutschland nicht zu denken war. Mache Musik wann es mir gefällt und mit Leuten, die mich schätzen und mögen.

Ich kenne nunmehr die Pflanzen und Beeren , ihre Wirkungen und Eigenschaften, mache mein eigenes Holz für den Winter, werde von den entfernten Nachbarn respektiert. Ich kann mit Holz arbeiten und Holzhäuser sanieren mit eigener Hand, kann meine eigenen Kartoffeln ernten und muß so gut wie nie zu einer Behörde oder gar zu einem Amt.

Ich mache derzeit das alte Holzhaus winterfest. Habe es gut, warm und gemütlich. Am Jahresende fahre ich vielleicht nach D., aber nur kurz... .

Denn Eines ist so sicher, wie der Schnee: sehr gerne werde ich wieder hierher, zu Wölfen, Luchsen und Bären, zurückkehren. Smiley

MfG

BGS







« Letzte Änderung: 21. September 2014, 22:03:35 von BGS » Gespeichert

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dagobert


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« Antworten #338 am: 21. September 2014, 22:48:26 »

Was für ein Segen, daß ich also auch in  Deutschland leben durfte, jahrzehntelang. Dort, wo die Welt noch in Ordnung ist. Nicht vorzustellen, wenn man in einem Land leben müßte, wo erst systematisch die Arbeitsplätze vernichtet werden und dann die "Freigestellten" sich von einer Pseudobehörde müßten drangsalieren und ihrer wenigen Grundrechte berauben liessen. Gar das Existenzminimum noch dreist gestrichen werden könnte, mit höchstrichterlicher Billigung. Die demokratisch gewählten Politiker in Deutschland würden solch einen Irrsinn niemals zulassen bzw. ihn umgehend beenden. Schliesslich ist in Deutschland "die Würde des Menschen unantastbar".
Von welchem Deutschland redest schreibst du da? Gibt es etwa noch einen Staat dieses Namens (auf einem anderen Planeten)?
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« Antworten #339 am: 22. September 2014, 08:12:53 »

Ich glaube, das nennt man Sarkasmus, oder auch Dr. Gscheidle- Syndrom! Grin

Jeder muss selbst wissen, was für ihn am besten ist!
Wenn BGS sich wohlfühlt ist das doch in Ordnung, warum nicht!

Ich habe mich neulich mit einer Finnin unterhalten (was für ein niedlicher Akzent  Kiss).
Die hat mir erzählt das sie im Winter nie zu Hause ist, weil ihr das da viel zu dunkel ist!
So unterschiedlich sind die Menschen nunmal!

Gibt Leute die wohnen in einer Großstadt, andere würden es da nicht aushalten!
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« Antworten #340 am: 23. September 2014, 00:29:59 »

Ich glaube, das nennt man Sarkasmus, oder auch Dr. Gscheidle- Syndrom! Grin
Schade.
Ich hatte schon gehofft BGS hätte ein Paralleluniversum ohne Leiharbeit und Hartz 4 entdeckt. Wieder nichts.  tongue
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« Antworten #341 am: 08. Oktober 2014, 21:09:46 »

Dss Leben im Norden geht weiter seinen ruhigen Gang. Manchmal arbeite ich weiterhin am Hafen der nächsten "Stadt" als Gabelstaplerfahrer. Niemand mischt sich dort in meine Arbeit ein und niemand sonst hat Lust sie zu machen. Niemand stört.

Die deutsche Katze neigt dem Winterschlaf zu, ich sehe sie fast nur nur noch schlafen.

Habe nunmehr einige Malerarbeiten am alten Holzhaus beendet, doch wird es im nächsten Jahr weitergehen, wer weiss wie lange.

Holz zum Heizen ist hoffentlich ausreichend im Keller gestapelt, es gibt nun immer Nachtfrost, tagsüber meist auch.

Bald ist endlich wieder Skifahren möglich, den Rest des Jahres laufe ich regelmäßig und fahre Rad. Ein Auto muß aufgrund der hiesigen großen Entfernungen dennoch sein.  Inzwischen konnte ioch im nördlichsten Teil des Landes einen deutschen Kleinwagen erstehen, seit ein paar Tagen behandele ich den Unterboden angesichts der kommenden Witterungsbedingungen, auch ein Motorwärmer wird demnächst eigenhändig installiert, mit Hilfe eines Arbeitskollegen.

Dies hier fand ich letztens im Netz:

Zitat
…schon mal zu zittern anfangen

Veröffentlicht am 21. Mai 2014 von Karl Weiss

Offener Brief an die Herrschenden – Von den Arbeitern und dem Volk in Deutschland

Veröffentlicht am 20. Januar 2008 von Karl Weiss

Dies ist ein Artikel dieses Blogs aus dem Jahr 2008, doch er ist aktuell wie je. Hier also einmal wieder ein alter Artikel, der neu klingt, weil alles, was da angesprochen wird, weiterhin auf der Tagesordnung steht.

Tatsächlich hättet ihr uns beinahe herumgekriegt. Wir waren schon fast überzeugt von den Stories vom angeblichen Sozialstaat, der uns alle zu einer großen Familie macht, vom Rechtsstaat, der Gerechtigkeit für alle einführt, von der Demokratie, in der wir angeblich das Sagen hätten und von der Verfassungsmäßigkeit, die uns vermeintlich alle schützt.

Fast waren wir schon überzeugt, wir hätten wirklich im Grunde die gleichen Interessen wie eure Konzerne und Banken und eure Politiker.

Fast glaubten wir bereits fest, daß all das, was wir uns wünschen, im Kapitalismus Wirklichkeit werden kann: Ausreichend Geld zum Leben, eine angemessene Wohnung, Ausbildung für die Kinder, Kinderbetreuung, damit die Frau mitarbeiten kann, genügend Arbeitsplätze für alle, die arbeiten wollen, eine komplette und fortgeschrittene Gesundheitsversorgung, Ausbildungs- und Studienplätze und eine lebenswerte Zukunft für unsere Kinder, eine auskömmliche Rente nach einem erfüllten Arbeitsleben und vielleicht sogar dann und wann noch kleine Extras.

Zu schön wäre es gewesen, wäre wirklich ein gerechter Staat zu schaffen gewesen, hier im Kapitalismus. Doch nun müssen wir entsetzt feststellen, daß dies alles nur eine Schlafpille mit begrenzter Wirkung war für uns, daß ihr all dies keineswegs vorgesehen habt für uns, ja, es geradezu als absurd anseht, daß wir es wollen.

Die Sechziger Jahre, die Siebziger Jahre und selbst noch die Achtziger Jahre haben es fast geschafft, uns dies alles als möglich zu verkaufen. Waren wir doch schon fast dort, es fehlte ja nicht mehr viel. Ja, es war schön, ein Auto zu haben und Urlaub machen zu können, wir wollen das nicht leugnen. Doch nun sehen wir bereits, daß sich so mancher das schon nicht mehr leisten kann und es auch für den Rest nicht mehr lange dauern wird. Es war angenehm, daß sich manche von uns sogar den Traum eines Häuschens erfüllen konnten, aber jetzt erleben wir, wie jene, die arbeitslos werden, die Abzahlungen in der Regel nicht mehr leisten können.

Ihr habt es uns nun wiederholt und ausführlich klargemacht: Ob wir genug zu essen haben, kümmert euch einen feuchten Kehricht, ob wir Arbeitsplätze haben, ob unsere Kinder eine Zukunft haben, das alles ist nicht euer Bier. Ihr habt euch nur um eure Profite zu kümmern und wir sollen sehen, wo wir bleiben.

Mit der Gesundheitsreform und den zehn Euro Eintrittsgeld beim Arzt habt ihr uns schon geschockt, aber wir glaubten meist immer noch, alles werde schon nicht so schlimm kommen. Als ihr die Renten immer weiter gekürzt habt, hofften wir noch, andere eurer Politiker könnten dies rückgängig machen.

Als dann aber Hartz IV eingeführt wurde und das Versprechen gebrochen war, es müsse keiner darben, wenn er keine Arbeit mehr findet, da wurden schon ganz schön viele aufsässig und begannen mit den Montagsdemos. Ihr habt es zwar geschafft, die wieder klein zu bekommen, aber macht euch keine Illusionen: Das ist nicht von Dauer.

Daß Hartz IV so durchgegangen ist, bei allen euren Parteien, bei den Gerichten, bei den Medien und sogar bei manchen Sozialverbänden, das allerdings hat uns zutiefst geschockt, kein Verfassungsgericht, das Einhalt geboten hätte. Nun wissen wir, Rechtsstaat, Demokratie, Grundgesetz: Alles hohle Phrasen, nur um uns zu täuschen.

Noch sind die meisten von uns gelähmt vor Entsetzen, nicht in der Lage, irgendetwas zu tun und ratlos, was getan werden müßte. Aber im Grunde, in der Tiefe unserer Herzen, wissen wir fast alle schon, was dies bedeutet und was wir tun müssen. Die meisten von uns wollen es sich noch nicht eingestehen, ringen noch mit sich.

Was das bedeutet – und das dringt mehr und mehr von uns ins Bewußtsein, ist: Der Kapitalismus hat sein Gesicht nicht gewandelt, es war lediglich eine kurze Phase in der Geschichte, in der ihr eure wahre Fratze verstecken konntet. Der Kapitalismus hat für uns keinerlei Zukunft und nicht für unsere Kinder. Wir werden die Revolution machen müssen und euch zum Teufel jagen

Ihr versucht unsere Reihen zu spalten, wollt uns gegen unsere ausländischen Kollegen aufbringen. Aber wir wissen, woher der Wind weht, wir arbeiten mit ihnen seit vielen Jahren zusammen!

Ihr baut unsere Arbeitsplätze ab, gerade wie es euch gefällt. Ihr streicht unsere Löhne zusammen, verlängert unsere Arbeitszeiten, laßt die Renten ins Nichts fallen, laßt die größte Steuererhöhung in der Geschichte der Bundesrepublik durchziehen (natürlich für uns), während eure Großkonzerne und Banken überhaupt keine Steuern mehr zu zahlen brauchen. Ihr streicht die Lehrstellen, die unsere Kinder brauchen und ihr übernehmt nicht in ein festes Arbeitsverhältnis nach der Ausbildung, die noch eine gefunden haben.

Ihr beschimpft uns noch dazu, wir seinen Sozialschmarotzer, wenn wir keine Arbeit finden, wenn wir krank sind oder pflegebedürftig oder alt. Ihr betrügt uns um das Geld, das wir und unsere Väter und Mütter in die Sozialversicherungen eingezahlt haben. Ihr habt dies Geld für andere Dinge verbrauchen lassen und zuckt nun mit den Schultern: Nichts mehr da.

Ihr habt die Zeitungen und Zeitschriften, das Fernsehen und die Radios fest im Griff. Sie überschütten uns mit eurer Ideologie, daß der Staat nicht dazu da sei, für uns zu sorgen, wenn wir es brauchen. Wir hätten vielmehr alleine klar zu kommen. Das hätte uns eigentlich schon früher auffallen müssen, daß von den Medien Einmütiges kommt – und das dort Veröffentlichte nicht auf unserer Seite steht.

Aber auch diese Einsicht beginnt sich auszuweiten, ebenso wie jene, daß die Kommunisten vielleicht doch keine kleinen Kinder fressen. Wir beginnen nun auch bereits alternative Nachrichten im Internet zu finden.

Seit Jahren sinkt nun unser Reallohn und wird zusätzlich noch durch Arbeitszeitverlängerungen gekürzt. Ihr wollt uns bis 67 weiterarbeiten lassen, ja sogar von Rente mit 70 ist schon die Rede – und dann die Altersarmut für fast Alle von uns.

Tatsächlich haben wir schon begonnen, dies nicht mehr hinzunehmen. In den Wahlen, die ihr immer als große Ausrede hattet („Die Mehrheit hat sich dafür entschieden”), haben wir euren Politkern bereits Denkzettel gegeben, die sich gewaschen haben. Bei der letzten Bundestagswahl haben gerade noch 50 % der Wahlberechtigten die euch genehmen Parteien gewählt und wenn man alle abzieht, die noch glaubten, taktisch wählen zu müssen, sind es noch weit weniger. Das Vertrauen in eure Politker ist inzwischen nur noch bei 20 % der Bevölkerung vorhanden.

Da ist es ein Zufall, daß kürzlich der „Club of Rome”, eine eurer Denkorganisationen, verkündet hat, daß man in Zukunft nur noch 20% brauchen werde, die anderen würden ohne Arbeit sein. Danke für die Offenheit.

Dabei ist es noch nicht einmal die Gegenwart, die uns so Angst macht und wütend, es ist vor allem die Zukunft, die ihr für uns vorgesehen habt. Fast jeder von uns muß mit Arbeitslosigkeit rechnen, noch bevor er in Rente gehen kann und dann heißt es, er sei arbeitsscheu. Jahrzehnte von Einzahlungen in die Sozialkassen und dann wird man mit Almosen abgespeist, die weit unterhalb der Armutsgrenze liegen, sei es bei Arbeitslosengeld II oder später der Rente.

Demütigende Bittgänge zu Behörden, die Kontrolleure in unsere Wohnungen schicken – und die Politiker tönen mit euren Medien im Chor: soziale Hängematte, arbeitsscheu, Mißbrauch!

Für den Rest des Lebens zur „Tafel”, um noch etwas zu essen zu haben, die Gesundheitsversorgung so eingeschränkt, daß Nötiges nicht mehr durchgeführt wird, in eine Winz-Wohnung wechseln oder man wird ganz obdachlos. Das ist die Zukunft, die ihr uns bereitstellt. Und dann klingt es auch noch in unseren Ohren, wenn ihr hervorhebt, daß es in Entwicklungsländern den Menschen noch schlechter geht.

Auch Danke dafür, daß ihr einen eurer Politker gleich habt klarmachen lassen, daß uns das Essen bei der „Tafel” keineswegs garantiert ist: „Wer keine Arbeit hat, soll auch nicht essen.

Doch selbst das hätten wir uns vielleicht – oder jedenfalls so mancher von uns – gefallen lassen, denn man fällt leicht in Resignation, in Hoffnungslosigkeit, in Depression. Die ersten Selbstmorde Verzweifelter, der erste Hungertote.

Aber dann haben wir gemerkt, daß eure Pläne sich hauptsächlich gegen unsere Kinder richten. Waren wir schon aufmerksam geworden, als die Klassengrößen immer mehr anstiegen, als die Diskussion über Studiengebühren begann, so merkten wir endlich, wo es hinläuft, als ihr immer mehr Lehrstellen abschafftet, unsere Kinder verurteiltet, bei uns wohnen zu bleiben, wenn sie keine Arbeit finden und für sie fast nur noch Teilzeitstellen, Minijobs, Ein-Euro-Jobs, Zeitarbeit, Praktikum und prekäre Arbeit anbotet.

Wir lieben unsere Kinder und wir werden euch dies nicht mit unseren Kindern machen lassen! Das war ausschlaggebend, daß wir nun, wenn auch zunächst noch unbeholfen, zu kämpfen begonnen haben – zu kämpfen gegen euch. Ihr habt nicht die geringste Ahnung, wie stark die Wut in unserem Bauch ist und wie wild unsere Entschlossenheit.

Ihr seid noch nicht sehr beeindruckt von unseren Kämpfen – das wird sich legen. Tatsächlich ist es jenen Gewerkschaftsführern, die mit den euch genehmen Parteien verbändelt sind, bisher noch meistens gelungen, die Kämpfe abzuwürgen, ehe sie ans Eingemachte gingen, aber wir lernen. Seht nur, wie sich im Ver.di-Streik die Zahl der Gewerkschaftsmitglieder in den bestreikten Betrieben verdoppelt hat.Ihr seid noch nicht sehr beeindruckt von unseren Kämpfen – das wird sich legen. Tatsächlich ist es jenen Gewerkschaftsführern, die mit den euch genehmen Parteien verbändelt sind, bisher noch meistens gelungen, die Kämpfe abzuwürgen, ehe sie ans Eingemachte gingen, aber wir lernen. Seht nur, wie sich im Ver.di-Streik die Zahl der Gewerkschaftsmitglieder in den bestreikten Betrieben verdoppelt hat.

Doch ihr habt es auch schon gemerkt. Wir werden dies alles auf keinen Fall ergeben über uns ergehen lassen. Ihr bereitet euch schon darauf vor, dass wir kämpfen werden, nicht nur gegen Entlassungen, sondern für eine bessere Zukunft für uns und unsere Kinder. Warum sonst lasst ihr diesen Staat in eine Überwachungsstaat umwandeln? Um Terroristen oder Kinderschänder geht es nicht! Die liefern euren Politikern nur Vorwände.

Wir sind es, wir sind das Ziel all diesen Abbaus von selbstverständlichen bürgerlichen Rechten. Schon werden wir alle im Internet und am Handy überwacht, schon ist die Freiheit von Folter nicht mehr gewährleistet, schon wird vom wichtigsten Verbündeten das Recht auf ein ordentliches Gerichtsverfahren aufgehoben und eure Politiker klatschen Beifall. Im Lokführerstreik wurde bereits das Streikrecht generell in Frage gestellt.

Ihr wisst, was auf euch zukommt!

Schon päppelt ihr wieder die faschistischen Horden hoch, so wie ihr es damals mit der Hitler-Brut gemacht habt. Doch ihr habt es schon gemerkt: Diesmal trifft dies auf entschlossenen und fast einmütigen Widerstand.

hr vertraut auf euren Gewalt-, Schnüffel- und Unterdrückungsapparat. Habt ihr schon vergessen, wie schnell einer der entwickeltsten Apparate dieser Art, jener der DDR, das Zeitliche segnete?

Ja, wir werden kämpfend lernen – und wir werden französisch lernen! Und wir werden uns erinnern: Montags geht man auf die Strasse!

Ihr könnt schon mal zu zittern anfangen.



Quelle: http://www.karl-weiss-journalismus.de/?p=2027

Weiterhin die besten Wünsche allen Ausgebeuteten!


BGS

P.S. Ich werde ab jetzt in den fast unendlichen Wäldern Bäume fällen für das kommende Jahr  Smiley, an Frosttagen

« Letzte Änderung: 17. Oktober 2014, 16:30:15 von BGS » Gespeichert

"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

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« Antworten #342 am: 31. Oktober 2014, 19:41:30 »

Wie kommt es, daß so viele Menschen behaupten, sie "müßten zur Arbeit" gehen, fahren, rennen... ? Wo sind sie geblieben, die ehemals freien Individuen?

Der Zwang, "zu konsumiieren", wohin hat er geführt in den "Wohlstandsländern"? Wer bezahlt wann und wie dafür?

Wer nicht mehr Arbeiten ginge, müßte sein Leben plötzlich selbst gestalten, müßte tatsächlich nachdenken darüber, wie er sich Dinge schafft, die er tatsächlich zum Leben benötigt. Hätte eine echte Aufgabe.

Ist Konsum heute "Selbstverwirklichung"? Es scheint so, glaubt man der ewigen Leier der Medien: "Wenn Du erst einmal dies und das (gekauft) hast, dann ist Dein Leben erfüllt, toll, Du wirst ein ganz anderer Mensch etc. pp."  Wieviele Leute arbeiten heutzutage, um etwas zum Vorzeigen zu haben? Gar auf Kredit wird aller möglicher Unfung angeschafft, um den "Status" zu heben.

Wie wäre es, wenn wir Ausgebeuteten stattdessen unsere naturgegebene Autonomie wieder zurückgewinnen, Stück für Stück? Einen Garten ökologisch bewirtschaften, Erdwärme und Sonnenenergie zu nutzen beginnen, "Do it yourself" statt Wegwerfmentalität leben? Uns in Projekten über Grenzen hinaus vernetzen?

Nichts fürchten unsere Ausbeuter mehr, als unsere Autonomie, lokale Selbstversorgung und konstruktive, selbstständige Zusammenarbeit.

Noch sind in Europa die Böden ertragreich und die Artenvielfalt groß, doch die "Elite" plant offensichtlich, die noch existierende Natur dem sinnlosen "Wettbewerb" vollständig zu opfern. Wir können nicht warten, bis der Leidensdruck auch die letzten Deppen zur Veränderungen zwingen wird, denn dann ist es zu spät.

Querdenker vernetzt Euch. Wir wären klug genug, unseren echten Bedarf im Einklang mit der Natur zu decken und es würde für Alle reichen.
Wir sollten zur Subsistenzwirtschaft zurückkehren, endlich echten Fortschritt schaffen. Die Ressourcen und die Fähigkeit dazu haben wir.

Wozu weiter 40 Stunden in der Woche Papier ablegen, intigrieren, Waffen bauen oder sich verkaufen? Sich andienen, nach Führern gucken, sich Feinde machen, lügen und betrügen. Ist das Leben dafür nicht viel zu kostbar?! Wir brauchen Solidarität und Mitmenschen, Freunde statt irgendwelcher Führer, Gemeinschaft und Ehrlichkeit, gelebte Verantwortung an Stelle von Werbe- und sonstigen Sprüchen.. Auch die kommenden Generationen sollen noch Chancen, echte Wahlmöglichkeiten haben.
 

MfG

BGS




« Letzte Änderung: 31. Oktober 2014, 19:43:34 von BGS » Gespeichert

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Strombolli
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« Antworten #343 am: 01. November 2014, 08:42:42 »

Die Menschheit wird gezwungen werden wieder "back to the roots" zu gehen, BGS. - Der kranke Hype darf nicht mehr allzu lange gehen. Wäre echt gespannt, wie man diese Epoche der Menschheit (auf falschem Weg) später nennen wird.
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« Antworten #344 am: 01. November 2014, 14:31:47 »

Strombolli, schön wieder ein Lebenszeichen von dir gekriegt zu haben.
Du hast hier gefehlt.
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dagobert


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« Antworten #345 am: 01. November 2014, 16:02:49 »

Strombolli, schön wieder ein Lebenszeichen von dir gekriegt zu haben.
Du hast hier gefehlt.
Dem schließe ich mich an.  Smiley
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Tiefrot
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Beiträge: 3441



« Antworten #346 am: 01. November 2014, 17:49:42 »

Zitat
Dem schließe ich mich an.

+1. Einige haben sich ja schon nach dir erkundigt...
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Denke dran: Arbeiten gehen ist ein Deal !
Seht in den Lohnspiegel, und geht nicht drunter !

Wie bekommt man Milllionen von Deutschen zum Protest auf die Straße ?
Verbietet die BILD und schaltet Facebook ab !
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« Antworten #347 am: 01. November 2014, 18:36:14 »

Niemals geht man so ganz...

Neben dem neuen Job bin ich auch umgezogen und mische fb auf...    Wink
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« Antworten #348 am: 01. November 2014, 19:16:44 »

Es ist ein Riesen Hof, auf dem ich so meine Arbeitszeit damit verbringe, einem anderen bundesweit tätigen, richtigen (also keine Leih- oder Zeitarbeit) Unternehmen Leistungen  zu liefern, die dieses im Paket an das eigentliche Wirtschaftsunternehmen verkauft. Wir sind ein Team von 7 Leuten, ...  .

Zu Auszügen des anonymisierten Arbeitsvertrages:

§ 1. Beginn und Ende des Arbeitsrechtsverhältnisses

Das Arbeitsverhältnis wird ab 01.04.2014 als ein Teilzeit - Arbeitsverhältnis befristet bis zum 31.01.2015 geschlossen. Das Arbeitsverhältnis endet, ohne das es einer Kündigung bedarf. Die ersten 6 Monate werden als Probezeit vereinbart. Während der Probezeit kann das Arbeitsverhältnis mit einer Frist von 2 (zwei) Tagen gekündigt werden ohne Angabe von Gründen Wir weisen Sie daraufhin, dass Sie ... . Der Rücktritt vom Arbeitsvertrag oder seine Kündigung vor Aufnahme der Tätigkeit sind ausgeschlossen. Dieser Arbeitsvertrag ist gebunden an die Dienststelle...... Bei Wegfall der Dienststelle kann der Arbeitsvertrag vom Arbeitgeber gekündigt werden. Während der Gültigkeit dieses Arbeitsvertrages kann von Vollzeit in Teilzeit bzw. in Geringfügigkeit 14,9h pro Woche (nach Kundenanforderung) gewechselt werden. Hierfür gibt es eine Ankündigungsfrist von 14 Tagen.

§ 2. Status

Der Arbeitnehmer wird eingestellt als .....mitarbeiter im Schichtdienst, für den .....- und .....dienst.
Das Arbeitsrechtsverhältnis kann jedoch durch fristlose Kündigung beendet werden, wenn sich berechtigte Gründe ergeben, welche aus dem Unvermögen des Arbeitnehmers resultieren, die gestellte Arbeitsaufgabe zur Zufriedenheit der Unternehmensleitung durchzuführen oder sich in der Unzufriedenheit des jeweiligen .......kunden gegenüber dem Arbeitnehmer äußern.

Dies erfordert vom Arbeitnehmer, aufgrund der Aufgaben und des Ansehens unserer Firma in der Öffentlichkeit, sowie des Vertrauens der Kunden in unser Unternehmen, ein hohes Maß an Disziplin, Vertrauenswürdigkeit und einwandfreies Auftreten während und auch außerhalb der Dienstzeit. Sollte der Arbeitnehmer gegen dieses Anforderungsbild verstoßen, so ist der Arbeitgeber berechtigt, disziplinarische Maßnahmen gegen den Arbeitnehmer einzuleiten.

Der Arbeitgeber ist auch berechtigt, den Arbeitnehmer innerhalb des Unternehmens, wenn die Notwendigkeit besteht, für andere Arbeitsaufgaben auf wechselnden Dienstposten oder Einsatzorten, selbstständige Anfahrt, realisierbar mit eigenem Fahrzeug; einzusetzen. Verlust der Fahrerlaubnis ist dem Arbeitgeber sofort zu melden und kann zur Kündigung des Arbeitsvertrages führen.

§ 3. Arbeitszeit

Die monatliche Arbeitszeit ist variabel und richtet ich nach Auftragslage und Kundenanforderung. Es besteht jedoch kein Anrecht des Arbeitnehmers auf eine bestimmte Anzahl von Stunden und bestimmte Dienstposten. Der Arbeitnehmer ist verpflichtet Schichtarbeit, Sonntags - und Feiertagsarbeit im gesetzlich zulässigem Umfang zu leisten.

§ 4. Arbeitsentgelt

Für die im Vertrag vorgesehene Tätigkeit erhält der Arbeitnehmer einen Stundenlohn in Höhe von € 7,50 Brutto sowie Zuschläge.
Lohnentwicklung der gesetzlichen Grundlage Mindestlohn
Die Lohnzahlung wird spätestens am 20. des auf den Arbeitsmonat folgenden Monats fällig. Die Zahlung erfolgt bargeldlos auf ein vom Arbeitnehmer einzurichtendes Konto. Der Arbeitgeber ist aber berechtigt, die Lohnzahlung per Scheck oder als Barzahlung vorzunehmen.

usw. usw.

So muß jetzt gleich zur 12 St. Nachtschicht. Bis denne.

Quelle: http://www.chefduzen.de/index.php?topic=28351.msg299021#msg299021



Es klingt leider fast so, als ob die perverse "Leih- oder Zeitarbeit"  in Merkels Schattenreich inzwischen eher die Regel, denn eine Ausnahme ist. Zumindest bei "Neueinstellungen".

Und wer hat eigentlich den Nutzen, wenn z. B. der gute Strombolli von einem "angesehenen" Konzern seine Arbeitskraft zu mittelalterlichen Bedingungen und unterirdischer "Entlohnung" auf einem Hof (vermutlich Ex-"LPG") an ein "Wirtschaftsunternehmen" zu verkaufen gezwungen ist? Eine Armee von Winkeladvokaten? Gar die ARGE? Die Allgemeinheit etwa? Irgendwelche Banken?

Mit welcher Einsatzfreude und Motivation seiner Mitarbeiter rechnet nun eine Firma, die die Frechheit besitzt, rechtswidrige zwei Tage Kündigungsfrist innerhalb des ersten halben Jahres vertraglich festzulegen? Bei brutto 7,50 Euro in der Stunde, 12 Stunden Schichten wo noch eine Stunde von abgezogen wird?

Ist die Leibeigenschaft in Deutschland wieder auf dem Vormarsch? Zitat: "Der Rücktritt vom Arbeitsvertrag oder seine Kündigung vor Aufnahme der Tätigkeit sind ausgeschlossen.Bei Wegfall der Dienststelle kann der Arbeitsvertrag vom Arbeitgeber gekündigt werden. Es besteht jedoch kein Anrecht des Arbeitnehmers auf eine bestimmte Anzahl von Stunden und bestimmte Dienstposten. ,,,ein hohes Maß an Disziplin, Vertrauenswürdigkeit und einwandfreies Auftreten während und auch außerhalb der Dienstzeit".

Die "12-Stunden Schichten können mit 14 Tagen Vornotiz in "14,9h pro Woche" umgewandelt werden, einfach so? Unglaublich! Wobei Strombolli nicht schrieb, ob er derzeit sieben Tage die Woche dort zu arbeiten gezwungen ist oder wenigstens nur fünf.

Ob überhaupt irgendemand unter derartigen aufgezwungenen Bedingungen zur "Zufriedenheit der Unternehmensleitung" tätig sein kann?

Der gesamte "Arbeitsvertrag" scheint in großen Teilen sittenwidrig (= nichtig) und beweist,daß das Schiff "Deutschland" nun schneller zu sinken beginnt.

Das "Unvermögen des Arbeitnehmers" wird, wie es aussieht von vornherein unterstellt bzw. erwartet. Warum zur Hölle stellt man dann überhaupt noch Leute ein?

Und, last but not least: Wie kann eine Firma, die derart unseriös, mißtrauisch und asozial sich den Mitarbeitern gegenüber gebärdet und artikuliert, auch nur im Entferntesten auf die Idee kommen, sie sei "angesehen in der Öffentlichkeit, genieße das "Vertrauen der Kunden" u.s.w.?? Das ist schon geisteskrank, wenn man mich fragt.

Die Menschheit wird gezwungen werden wieder "back to the roots" zu gehen, BGS. - Der kranke Hype darf nicht mehr allzu lange gehen. Wäre echt gespannt, wie man diese Epoche der Menschheit (auf falschem Weg) später nennen wird.


Mögen alle Ausgebeuteten sich rechtzeitig vorbereiten und aufmerksam die Entwicklung verfolgen. Siehe auch:

"14N / N14" -erster transeuropäischer Generalstreik am 14. November,

so etwas macht Mut. Smiley

MfG

BGS
« Letzte Änderung: 02. November 2014, 21:48:59 von BGS » Gespeichert

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« Antworten #349 am: 15. November 2014, 23:51:19 »

Warum ein Mensch, der über ein Jahr keinen Arbeitsplatz mehr gefunden hat, weil es schlicht keine gibt, letztendlich gezwungen wird, Deutschland zu verlassen - das lässt sich z. B. hier ersehen:

Zitat
"Hartz 4 ist Demütigung, Diskriminierung, Erpressung, systematische Erniedrigung, verbale Züchtigung, Schikane, Spionage, Auseinanderdividieren der Menschen, Ausbeutung, Drangsalierung, Diffamierung, Nötigung, Kriminalisierung, Verunglimpfung, Demoralisierung, Deformierung, Umerziehung zu willenlosen Arbeits-Sklaven, Missbrauch der Persönlichkeitsrechte, Selbstbestimmungsrechte, Mitbestimmungsrechte Mitspracherechte und Grundrechte der arbeitslosen Bürger, Residenzpflicht, Eingriff in die Privatsphäre, Selektion, Zwangsarbeit, Obdachlosigkeit, Hunger, Tod, Entmündigung des Menschen. Verletzung der Menschenrechte. Disziplinieren und Umerziehung von Menschen. Verbale Züchtigung. Missbrauch von Datenschutz. Bevormundung.

Es werden wirtschaftliche soziale Grundrechte, politische Beteiligungsrechte und bürgerliche Freiheitsrechte außer Kraft gesetzt. Ein Hartz 4 Empfänger ist in diesem System und bei diesen Jobcentermitarbeitern nicht so viel wert, wie das schwarze unter den Fingernagel.

Die Hartz-IV-Gesetze sind die Arbeitshäuser des 21. Jahrhunderts! Hartz4 ist ein Bürgerkrieg der politischen Klasse gegen die arm Gemachten“…"die für Hartz-IV Verantwortlichen in Politik und Verwaltung sind im politischen Sinne als Verfassungsfeinde zu bezeichnen. Hartz IV ist offener Strafvollzug. Es ist die Beraubung von Freiheitsrechten. Entzug der Lebensgrundlage - Hartz IV quält die Menschen, zerstört ihre Kreativität Es ist ein offener Strafvollzug aller Couleur. Kaltschnäuzigkeit und Entmündigung der Jobcentermitarbeiter gegenüber dem Bürger ... ."



Quelle::http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/erfahrungsbericht-hartz-iv-ist-kein-kuschelrock-90016328.php

Die desolaten Zustände für die Ausgebeuteten und Armen in Deutschland kann Andernorts man gar nicht publik genug machen, abgesehen, daß dort systematisch Altersarmut bewußt gefördert wird mit der sogenannten "Agenda"-Politik. Eine Schande in einem so reichen Land, wo es locker für Alle reichen könnte und ohne "Arbeitsverwaltung" obendrein noch reichlich Geld für Sinnvolles übrig wäre.

Dennoch wünsche ich allen Ausgebeuteten ein angenehmes Wochenende, lasst Euch nicht zermürben und wehrt Euch, wo ihr nur könnt!

MfG

BGS
« Letzte Änderung: 16. November 2014, 18:39:03 von BGS » Gespeichert

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