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Autor Thema: DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!  (Gelesen 319193 mal)
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Rudolf Rocker
Waldkauz


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« Antworten #650 am: 10. Mai 2017, 14:58:59 »

Die meisten kriegen dann erst mal lange Gesichter, wenn sie ihre erste Lohnabrechnung bekommen! So wie die Spanier*innen die vor ein paar Jahren nach Deutschland kamen.
Nach kürzester Zeit wollten die alle wieder ganz schnell weg hier! (Nicht nur wegen dem Lohn, sondern auch wegen des beschissenen "Betriebsklimas" das hier in Deutschland herrscht!)
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Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!
BGS
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« Antworten #651 am: 10. Mai 2017, 17:24:37 »

Die meisten kriegen dann erst mal lange Gesichter, wenn sie ihre erste Lohnabrechnung bekommen! So wie die Spanier*innen die vor ein paar Jahren nach Deutschland kamen.
Nach kürzester Zeit wollten die alle wieder ganz schnell weg hier! (Nicht nur wegen dem Lohn, sondern auch wegen des beschissenen "Betriebsklimas" das hier in Deutschland herrscht!)

Sind diese Spanier gemeint?

Zitat
Es sieht aus, wie eine Flucht. Nachts um vier brechen Pedro ...  und Alicia  ... auf. Dabei wollten sie es hier schaffen. Es hätte ein neues Leben werden können. Egal. Sie wollen nur noch nach Hause. Dabei braucht Deutschland sie so dringend. Sie hätten helfen sollen, ein Problem zu lösen. Ein Problem, das Deutschlands Zukunft gefährdet. ...

Aus: „Das Märchen vom Fachkräftemangel“

Quelle> https://www.youtube.com/watch?v=lFq2aAcf-8s

Vorhin im Wald erstmalig in geringer Höhe vier kämpfende Adler gesehen, es ging wohl um Nistplätze. Nachdem ich in einer alten Sommerhütte nach dem rechten gesehen hatte.

MfG

BGS
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"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

http://www.chefduzen.de/index.php?topic=21713.msg298043#new
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Rudolf Rocker
Waldkauz


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« Antworten #652 am: 10. Mai 2017, 18:07:23 »

Zitat
Sind diese Spanier gemeint?
Genau die!
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dagobert


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« Antworten #653 am: 11. Mai 2017, 17:20:16 »

Wer in Deutschland eine Stunde im Monat arbeitet, gilt nicht mehr als arbeitslos.
Also gibt es hier keine Arbeitslosen, eine Stunde (Haus-)Arbeit im Monat sollte doch wohl jeder haben ...
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BGS
Polarlicht


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« Antworten #654 am: 11. Mai 2017, 18:28:08 »

Asche auf meyn Haupt. Woertlich heisset es wie folgt

Zitat
Als erwerbstätig gilt, wer mindestens eine Stunde in der Woche arbeitet.


Quelle> http://www.chefduzen.de/index.php?topic=9230.625

MfG

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dagobert


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« Antworten #655 am: 11. Mai 2017, 18:36:41 »

Sollte auch problemlos zu bewerkstelligen sein, Geschirr spülen, Wäsche waschen, einkaufen, Kaffee kochen ... da kommt locker 1h/Woche zusammen.
Arbeitslose gibt es nicht, höchstens Erwerbslose.
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BGS
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« Antworten #656 am: 11. Mai 2017, 18:57:34 »

Sollte auch problemlos zu bewerkstelligen sein, Geschirr spülen, Wäsche waschen, einkaufen, Kaffee kochen ... da kommt locker 1h/Woche zusammen.
Arbeitslose gibt es nicht, höchstens Erwerbslose.

Allein mit Kaffekochen verbringe ich im Schnitt zwei Arbeitstage die Woche Grin, die fehlen mir dann beim ausgebeutetwerden.

MfG

BGS
« Letzte Änderung: 11. Mai 2017, 19:23:49 von BGS » Gespeichert

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Rudolf Rocker
Waldkauz


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« Antworten #657 am: 11. Mai 2017, 19:24:44 »

Gehört nur Kaffeekochen zur Arbeitszeit oder auch Kaffeetrinken?  Grin
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BGS
Polarlicht


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« Antworten #658 am: 12. Mai 2017, 10:56:22 »

Beim heutigen Kaffeetrinken musste ich leider in der Zeitung lesen, dass die deutsche Förderung der Sklavenhändler bzw. Leihbuden nun auch in Finnland geplant wird kotz *würgh* AAAAAh. Die dortige Regierung hat sich schliesslich von Murksel beraten lassen.

Menschen ohne Job sollen also, wenn ich richtig verstehe, "aktiviert" werden. Sind wohl so inaktiv bisher gewesen, dass sie keinen der nicht vorhandenen "Arbeitsplätze" ergattern konnten und nicht etwa weil die Zahl dieser Plätze auch in Skandinavien Tag für Tag aufgrund von "Rationalisierungen" schrumpft.  

Ferner wird wohl ein Bewerbungszwang wie in Deutschland eingeführt werden, die Rede ist von vier Bewerbungen im Monat.

Damit nicht genug, angedacht ist auch, dass jeder glückliche Empfänger von Stütze einmal in der Woche online über seine Bewerbungen Rechenschaft wird ablegen müssen.

Eines weiss ich aus Erfahrung. So schlimm, wie in Deutschland oder England kann es nie werden.

MfG

BGS
« Letzte Änderung: 12. Mai 2017, 16:29:46 von BGS » Gespeichert

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Kuddel


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« Antworten #659 am: 12. Mai 2017, 14:15:27 »

So schlimm, wie in Deutschland oder England kann es nie werden.

Doch.

Nur zeitverzögert.
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tleary


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« Antworten #660 am: 16. Mai 2017, 00:46:00 »

Es gibt einfach keinen Ort mehr auf dieser verschissenen Welt, an dem man von der Ausbeutungsmaschinerie des Kapitalismus sicher wäre. So wie es einen "Weltkommunismus" gab, gab und gibt es eben auch einen "Weltkapitalismus".
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BGS
Polarlicht


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« Antworten #661 am: 17. Mai 2017, 21:05:41 »

Es kann in Skandinavien viel eher, als in Deutschland eine positive Veränderung in allen Bereichen stattfinden, wenn man sich hier wieder auf die eigenen Tugenden besinnt, zusammenschliesst und die bisherige Politik gemeinsam in Frage stellt durch nachhaltiges Handeln und Einigkeit von unten. Da hier weniger Leute leben ist es leichter realisierbar.

Mehr und mehr Menschen erkennen im Norden, dass es im Leben nicht um Konkurrenz und materiellen Reichtum gehen kann. Es gibt z. B. schon von Alters her ein "Allemansrätt", ein allgemeines Recht auch für Besitzlose, Arme, Arbeitslose etc. und ein sozialeres Miteinander (Ausnahme Danmark).

Das Allgemeine Recht beinhaltet z. B., dass Jeder in der Natur Privatgrundstücke betreten darf, oder diese durchqueren. Längerer Aufenthalt, Beeren pflücken oder Pilze, bestimmte andere Pflanzen ernten ist auch erlaubt, ebenso zelten. Auf die Natur und andere Menschen sollte dabei Rücksicht genommen werden. Es kann iemandem streitig gemacht werden.

Die herrschende Schicht wird dem Druck der unteren Schichten auf lange Sicht nachgeben müssen. Wir Ausgebeutete sollten vielleicht die vielen aktuellen positiven Beispiele weltweit mehr in den Fokus rücken.

Beiispiel

SCHLUSS MIT SCHNELL! - SELBSTBESTIMMTER LEBEN (DOKU)

https://www.youtube.com/watch?v=QHMG2XwPLyY

MfG

BGS

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fidel hastala


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« Antworten #662 am: 17. Mai 2017, 22:41:16 »

...mit den billigen Arbeitskräften wird viel auf  Lager (Halde) malocht und teuer verkauft,
ich seh das so und würde viel Ausschuss produzieren.

aber mich will keiner,schade
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"die revolution ist kein apfel,der vom baum fällt,wenn er reif ist;
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che g.
Kuddel


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« Antworten #663 am: 18. Mai 2017, 08:37:49 »

....in Skandinavien... wenn man sich hier wieder auf die eigenen Tugenden besinnt...


Norwegen:




Finnland:




Schweden:
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BGS
Polarlicht


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« Antworten #664 am: 18. Mai 2017, 12:05:31 »




Hatet som avhumaniserar

Ledare 8 februari 2017, uppdaterad 8 februari 2017

I Tyskland på 1930-talet kallades judar för orena och äckliga. De jämfördes med djur, ofta råttor. I hatets värld var det tillräckligt för att motivera den industriella människoslakten: sex miljoner judar mördades av nazisterna. Här bild från koncentrationslägret i Auschwitz.

Uebersetzung
Der entmenchlichende Hass

Im Deutschland der Dreissigerjahre wurden Juden als unrein und eklig bezeichnet. Sie wurden mit Tieren verglichen, oft Ratten. In der Welt des Hasses reichte dies aus um das industrielle Abschlachten zu rechtfertigen: sechs Millionen Juden wurden von den Nazis ermordet. Hier ein Bild aus dem KZ Ausschwitz.

Quelle> http://www.ostrasmaland.se/ledare/hatet-som-avhumaniserar/

MfG

BGS
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Rudolf Rocker
Waldkauz


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« Antworten #665 am: 18. Mai 2017, 12:59:51 »

Zitat
Im Deutschland der Dreissigerjahre wurden Juden als unrein und eklig bezeichnet. Sie wurden mit Tieren verglichen, oft Ratten. In der Welt des Hasses reichte dies aus um das industrielle Abschlachten zu rechtfertigen: sechs Millionen Juden wurden von den Nazis ermordet.
Dir ist aber schon bekannt, das z.B. Finnland als Verbündeter auf der Seite Deutschlands gekämpft  und somit diese Verbrechen gebilligt und unterstützt hat?
« Letzte Änderung: 18. Mai 2017, 13:02:08 von Rudolf Rocker » Gespeichert

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counselor


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« Antworten #666 am: 18. Mai 2017, 14:10:14 »

Aber Schweden war damals neutral.
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Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!
Rudolf Rocker
Waldkauz


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« Antworten #667 am: 18. Mai 2017, 14:33:02 »

Aber Schweden war damals neutral.
Ja, so wie die Schweiz, die jüdische Flüchtlinge an der Grenze abgefangen und an die Deutschen übergeben haben! (Siehe: Akte Grüninger – Die Geschichte eines Grenzgängers)
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« Antworten #668 am: 19. Mai 2017, 15:46:39 »

Hatte eigentlich vor, in einem Naturschutzgebiet eine Hütte zu bauen, um Wildtiere dort photografieren zu können, inzwischen den Gadanken aber wieder als nicht durchführbar verworfen.

Heute ist der letzte Rest Schnee verschwunden.

MfG
BGS
« Letzte Änderung: 20. Mai 2017, 20:33:34 von BGS » Gespeichert

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fidel hastala


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« Antworten #669 am: 19. Mai 2017, 16:57:30 »

im Naturschutzgebiet? der Teufel hat den Schnaps gemacht,und die Natur

wird sich rächen.

Der Zufall ist die in Schleier gehüllte Notwendigkeit.

mfg. hastala
« Letzte Änderung: 20. Mai 2017, 14:42:24 von fidel hastala » Gespeichert

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« Antworten #670 am: 23. Mai 2017, 10:28:01 »

Wenn ich irgendeine Antwort wüsste.

Auf irgendwas... .

Zitat
Verfassungsschutz lässt Nazi-V-Mann im Stich


http://www.chefduzen.de/index.php?topic=24714.625


Zitat



 14 Stunden am Hafen geschuftet, weil  "Kunden" das eben brauchten... . Na und?


Der fünfte Freund verstarb gerade unerwartet in Deutschland, mit knapp 44.

Wir mühen uns alle Tag für Tag ab. Wofür?

Kämpfen und kämpften.. Machen weiter, um letzten Endes zu verrecken.

Bestenfalls im Schlaf.

Weiter gehts. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

MfG

BGS
« Letzte Änderung: 23. Mai 2017, 21:04:28 von BGS » Gespeichert

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tleary


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« Antworten #671 am: 24. Mai 2017, 11:25:01 »

Langsam komm' auch ich in ein Alter, in dem die Bekannten wegsterben: 4 meiner ehemals 17 Klassenkameraden sind auch schon tot. Der letzte starb diesen Sonntag mit 51 Jahren.
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Kuddel


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« Antworten #672 am: 24. Mai 2017, 12:18:32 »

Solche Gedanken bleiben nicht aus.

Selbst in einer idealen Gesellschaft werden wir weiter konfrontiert sein mit Tod, Krankheit und eigenen seelischen Achterbahnfahrten.

Aber die selbstzerstörerischen Kräfte des Kapitalismus geraten außer Rand und Band. Es gilt nur noch das Recht des Stärkeren, die Reste jeglicher Humanität werden zerstört und es dringt vor an den letzten Zipfel dieses Erdballs. Es gibt kein Entkommen.

Das einzige Wahl, die uns bleibt, ist zumindest zu versuchen, gemeinsam gegen den Wahnsinn dieses Wirtschaftssystems aufzustehen, oder kampflos unterzugehen.

Das ist keine Rettung vor dem eigenen Wahnsinn, doch es ermöglicht zu leben.
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counselor


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« Antworten #673 am: 24. Mai 2017, 12:24:42 »

Wirtschaftssystem nenne ich den Kapitalismus schon lange nicht mehr, weil er nur noch irrational ist.
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« Antworten #674 am: 24. Mai 2017, 22:40:50 »

Wirtschaftssystem nenne ich den Kapitalismus schon lange nicht mehr, weil er nur noch irrational ist.

Naja, funktioniert doch. Z.B. heute, habe da es stets hell ist seit fast 9 Uhr freiwillig in der Wildnis ein verwittertes Dach gemeinsam mit etlichen Anderen teilweise bis gerade erst abgebaut und ersetzt. Ganz freiwillig und ohne Geld zu erhalten. Kein Anfahrtsweg, alles mit Boot dorthin gebracht, da kein Strom auch einen Honda Generator von der Nachbarin etc. Kleines Boot, rudern. Gegenwind, Motorsäge wollte nicht starten, obwohl garantiert Made in Gemany und vorher ausgiebig getestet ward. Beim Bau eines Holzschuppens, Sonne und auf dem Dach auf einmal mehr als deissig Grad. Immehin noch keine Mücken, weder in m Portemonnaie noch im Wald, noch zu erwarten

Ich arbeite für Geld auf Abruf. Was war.  -  mitten in der gefährlichen, anstrengenden Gemeinschaftsarbeit rief Cheffe an, sehr freundlich wie immer. Ob ich denn morgen arbeiten könne?

Was für eine Frage, ich muss jeden Tag Arbeit annehmen, um weiter wie ein Mensch leben zu können. Bald muss das Auto zum TUV, wie jedes Jahr, es ist mehr als Zwanzig. Vorhin privat Geld geliehen, um zwei offene Rechnungen etwas zu spät aber vor irgendwelchen Mahngebühren, gerade noch. Das Leben hier ist teuer.

Funktioniert schon, der Kapitalismus hier. Denn wenn ich nicht den Job mache, immer wenn angeboten, bin ich raus aus einer menschenwürdigen Existenz. Wenigstens keine Leiharbeit und die wenigen Kollegen sind in Ordnung und müssen auch noch Dinge abbezahlen bis über Rentenbeginn...

Ohne jede Bemühung um wirtschaftlichen Erfolg lasse ich, wie viele Andere auf diesem Planeten, nicht nach, Schlagzeug zu spielen in Bands, zu malen und zu photografieren. Kommerz und Kunst passen einfach nicht zusammen. Fuck mainstream, only fast  Rock is iit.

So, erstmal die skandinavischen. Katzen füttern.

Solche Gedanken bleiben nicht aus.

Selbst in einer idealen Gesellschaft werden wir weiter konfrontiert sein mit Tod, Krankheit und eigenen seelischen Achterbahnfahrten.

Aber die selbstzerstörerischen Kräfte des Kapitalismus geraten außer Rand und Band. Es gilt nur noch das Recht des Stärkeren, die Reste jeglicher Humanität werden zerstört und es dringt vor an den letzten Zipfel dieses Erdballs. Es gibt kein Entkommen.

Das einzige Wahl, die uns bleibt, ist zumindest zu versuchen, gemeinsam gegen den Wahnsinn dieses Wirtschaftssystems aufzustehen, oder kampflos unterzugehen.

Das ist keine Rettung vor dem eigenen Wahnsinn, doch es ermöglicht zu leben.


Tod, Krankheit und eigene seelische Achterbahnfahrten wären meinetwegen zur Not ja noch hinnehmbar. Wir sterben eben alle. Doch bei körperlicher Krankheit wird es schwierig, was wenn seit Geburt Benachteiligungen da sind, was wenn Dein Job Dich durch Verschleisss langsam aber sicher arbeitsunfähig macht, Du ihn jedoch aus Gründen des Alters wie die Meisten behalten musst, um halbwegs in Würde leben zu koennen, auch ohne Vollzeitstelle. .

Das Recht des sogenannten “Stärkeren“ ist vielleicht nicht ganz treffend, oft spielen, wie bekannt, Gekungel, Gemauschel, sog. “Beziehungen“ etc. eine so grosse Rolle, dass wirkliche Leistung unerwünschter Konkurrenz dagegen niemals ankommen wird. Genannt seien als Beispiel die jedes Jahr stattfindene “Kieler Sprottenback“ am teuren Oslokai,  oder der Verein “Kieler Kaufmann“. Fast alles nur Gekungel und Absprachen, die jede Konkurrenz und echte Leistung von Konkurrenz efolgreich unterminieren und unterbinden. Man bleibt unter sich und es wird narürlich stets aus allen Rohren von “Wettbewerb“ etc. gefeuert bzw. faselt, eine Nebelkerze bunter als die andere angesteckt. Auch in den dazugehoerenden sog. “Kieler Nachrichten“ Und das in seliger “Tradition“. Was sonst? War eine Zeit miteingeladen, ohne je mitzumachen.

Bedauerlich sind  noch heute die Mitmenschen, denen das Märchen vom “ehrbaren Kaufmann“ so äberzeugend aufgetischt wird, wie damals mir. Und doch habe auch ich daran geglaubt, nicht nur glauben wollen.

Gab es schonmal echte “Humanität“? Hoffentlich nicht zu selten. Falls ich ausnahmsweise mal in eine Stadt fahre, sehe ich viele junge oder berufsjunge Leute  mit einem Appelgeraet vor der Nase herunstolpern. Vielleicht die Zukunft der Welt oder die sog. Elite? Chronische Krankheiten warten auf sie noch vor der Zeit. Körperliches Leid durch einseitige Haltung.

So viele gute Doctores wird es wohl beizeiten auch nicht geben, naja eventuell im “Gelobten Land“... .Hier nie im Leben. Wegrationalisiert, “privatisiert“.

Langsam komm' auch ich in ein Alter, in dem die Bekannten wegsterben: 4 meiner ehemals 17 Klassenkameraden sind auch schon tot. Der letzte starb diesen Sonntag mit 51 Jahren.


Ohne zusehr ins Detail gehen zu wollen, starb der erste Freund komplett unerwartet mit 18, dann einer mit 27, weil in norddeutschem Sturm eine Eiche auf sein Schiebedach gefallen war, wieder einer von wenigen mit 39 durch Selbstmord, u.s.w.

Kein Grund aufzugeben. Nie. Lang lebe der sog. eigene Wahnsinn. Bin weiter jeden Tag dankbar, hier zu sein. Auch weil damals dem absehbaren echtem Terror durch irgendwelche selbsternannten deutschen Behörden, kurz freche Beamte und deren Lakaien  in D. mehrfach einen Riegel vorgeschoben werden konnte.  Ich bezahle meine Emigration noch heute in Raten nicht regelmaessig ab. Hatte damals kein Geld um auszuwandern.. Habe immer noch kein Geld, man gewöhnt sich Smiley

Herzliche Gruesse an alle Mitausgebeuteten.

MfG

BGS

 
« Letzte Änderung: 25. Mai 2017, 20:17:20 von BGS » Gespeichert

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