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Autor Thema: DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!  (Gelesen 259634 mal)
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BGS
Polarlicht


Beiträge: 2560



« Antworten #675 am: 04. Juni 2017, 19:24:07 »

Das ewige deutsche Lohndumping beginnt sich leider auszubreiten. Was bleibt anderen Ländern auch übrig nach dem dortigen Kahlschlag fast aller Rechte der sogenannten Arbeitnehmer? Wann wehren wir uns endlich konkret und gemeinsam, so wie z.B. die russischen LKW-Fahrer?

Zitat
Osäkert arbete ökar i Europa
I Finland och Sverige arbetar sammanlagt 350.000 människor utan garanterade arbetstimmar. Nu sprider sig nolltimmeavtalen också i Danmark

De olika formerna av nollavtal lever och mår väl inte bara i Finland utom också i det övriga Europa. Enligt en rapport som fackcentralen LO i Sverige har offentliggjort arbetar cirka 262.000 arbetstagare i s.k. textmeddelandeavtal, med andra ord kan de inkallas per telefon vid behov.
- Det är en fullständig skandal att en kvarts miljion människor lever i en osäkerhet, där de inte kan veta om de kommer att ha rad att betala mat och hyra, säger LO^s förhandlingssekreterare Torbjörn Johansson.
I Sverige och Finland har sammanlagt 350.000 arbetstagare nolltimmearbete. I Danmark har detta varit ovanligt, men nu sprider sig fenomenet också där: nollavtal sluts numera bland annat i resebranchen och i skol-  och handikapptransporter.
- Tre av fyra chaufförer i resebranschen har nolltimmeavtal eller exempelvis avtal som garanterar endast några få veckoarbetstimmar. Det innebär att chaufförerna inte har några garanterade arbetstimmar, utan de ska stå till arbetsgivarens förfogande, konstaterar förhandlingssekreterare Allan Andersen vid Danmarks största fackförbund 3F.

Enligt handelns fackförbund HK Handel arbetar allt fler unga i Danmark på supermarketaffärarna med avtal som innebär att de inkallas vid behov.

- Verkligt manga har arbetsavtal där veckoarbetstiden är mycket kort, ofta 5 - 8 timmar. Det lever man naturligtvis inte på, ock det här är ett växande problem, säger foerbundets interessebevakningschef Kim Jensen.

Enligt de danska arbetsgivarna är det här en tendens som är oundviklig, ock motiverar det med det också med det också i Finland kända argumentet om „antal händer“.

- Det är viktigt att vi har arbetstagare i affärerna då kunderna kommer, med andra ord särskilt på kvällar och veckoslut. De heltidsanställda vill hellre ha traditionella dagarbetsturer. Det är en utmaning, konstaterar direktören för arbetsgivarorganisationen Dansk Erhverv, Morten Schoenning Madsen.
Hälften av de arbetsplatser som tillkommit efter 2013 i Danmark är deltidsarbeten, framgår det i en analys från arbetarrörelsens ekonomiska rad.
Peter Rasmussen
Uebersetzung folgt von mir

Quelle:PAM lehti 7, 2017, Seite 31

Unsichere Arbeit in Europa nimmt zu
In Finnland och Schweden arbeiten insgesamt 350.000 Menschen ohne garantierte Arbeitsstunden. Nun verbreiten sich Nullstundenarbeitsverträge auch in Dänemark

Die verschiedenen Formen von Nullstundenverträgen leben und gedeihen nicht nur in Finnland gut, sondern auch im übrigen Europa. Gemäss einem Report der schwedischen Gewerkschaft LO arbeiten nunmehr ca. 262.000 Arbeitnehmer unter sogenannten SMS-Verträgen, mit anderen Worten können sie bei Bedarf per Telefon einberufen werden.
- Es ist ein absoluter Skandal, dass eine viertel Million Menschen in einer Unsicherheit leben, in der sie nicht wissen, ob sie sich ihre Miete oder ihr Essen leisten werden können, sagt LO^s Verhandlungssekretär Torbjörn Johansson.
In Schweden und Finnland haben insgesamt 350.000 Arbeitnehmer Nullstundenverträge. In Dänemark ist dies ungewöhnlich gewesen, doch nun verbreitet sich das Phänomen auch dort: Nullstundenverträge  werden inzwischen u.a. in der Tourismusbranche und im Bereich der Schul- und Behindertentransporte festgestellt.

- Drei von vier Fahrern in der Reisebranche haben Nullstundenverträge oder zum Beispiel Arbeitverträge in denen nur einige wenige Wochenstunden garantiert werden. Dies bedeutet, dass die Fahrer über keine garantierte Arbeitszeit verfuegen, sondern sie sollen unbezahlt auf Abruf zur Verfügung stehen, stellt Allan Andersen von  Dänemarks grösster Gewerkschaft 3F fest

Laut dem Fachverband des Handels HK arbeiten immer mehr Junge in Dänemark in Supermärkten unter Verträgen, die beinhalten dass sie bei Bedarf eingesetzt werden.

- Wirklich Viele haben Arbeitsverträge in denen die Wochenarbeit sehr kurz ist, oft fünf bis acht Stunden. Davon kann man natürlich nicht leben und dies ist ein wachsendes Problem, sagt Verbandsschef Kim Jensen.

Laut den dänischen Arbeitgebern ist dies eine Entwicklung , die unausweichlich ist, und sie wird damit auch begründet, wie auch mit dem in Finnland bekannten Argument von der „Zahl der Hände“.

- Es ist wichtig, Arbeitnehmer zu haben, die dann in den Läden sind, wenn die Kunden kommen, also besonders Abends und an Wochenenden. Die Vollzeitbeschäftigten wollen lieber traditionell tagsüber arbeiten. Dies ist eine Herausforderung, sagt der Direktor der dänischen Arbeitgeberorganisation Dansk Erhverv, Morten Schoenning Madsen.

Die Häfte aller in Dänemark seit 2013 neu entstandenen Arbeitsplätze sind in Teilzeit, geht aus einer Analyse des Rates der Arbeiterbewegung hervor.
Peter Rasmussen
 
Muss zur Schicht.

MfG

BGS
« Letzte Änderung: 05. Juni 2017, 04:29:21 von BGS » Gespeichert

"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

http://www.chefduzen.de/index.php?topic=21713.msg298043#new
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)
BGS
Polarlicht


Beiträge: 2560



« Antworten #676 am: 09. Juni 2017, 18:58:19 »

Herzlichen Dank für diese Worte:

...
Ansonsten bin ich entgegengesetzter Meinung: Die momentanen Versuche der Herrschenden, einen Überwachungsstaat durchzusetzen und die bürgerliche Demokratie durch ein totalitäres System zu ersetzen, beweisen, daß sie nicht an ihre unumstürzliche Macht glauben und davon überzeugt sind, ihre Macht brutal verteidigen zu müssen. Sie wissen, daß die momentane Friedhofsruhe trügerisch ist, denn alles, woran sich der deutsche Spießbürger festhält, zerbröselt unter der immer offensichtlicheren Korrupion und der hemmungslosen Selbstbedienung der Eliten. Wann die Situation kippt, kann niemand sagen. Die herrschende Ruhe trügt.

Es ist dann aber nicht automatisch so, daß die unruhig gewordenen Menschen bei ihrer Suche nach neuem Halt nach links schwenken. Wenn wir weiter den Kopf in den Sand stecken und an die Unabänderlichkeit dieser Gesellschaft glauben, werden nur die Rechten da sein, die dann die Führung übernehmen könnten...

Friedhofsruhe auch hier an vielen Orten, am Polarkreis.

MfG

BGS
« Letzte Änderung: 09. Juni 2017, 19:04:23 von BGS » Gespeichert

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tleary


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« Antworten #677 am: 15. Juni 2017, 07:50:15 »

Ich glaub' fast, daß es für diese Rettung des Kapitalismus, die zugleich eine Rettung von uns selbst und vieler Millionen (oder Milliarden?) anderer wäre, schon zu spät ist. Die Zahl der Leute, die Widerstand leisten, und noch zum Demonstrieren gegen was auch immer auf die Straße gehen, ist doch lächerlich gering. Und im Bundestag versuchen sich die großen Volksparteien ja immer gegenseitig zu übertreffen beim Vorschlagen des härtestmöglichen Gesetzes. Letztens erschien in der Lokalzeitung ein Artikel über eine Demo gegen die Abschiebungen der Flüchtlinge und die Polizeirepressionen Ende Mai in Nürnberg. Da schrieb dann ein Leser in der Kommentarspalte, daß die Zeitung darüber gar nicht berichten sollte, weil bei der Demo ohnehin nur 300 Leute anwesend waren, was gerade 0,06 % der Bevölkerung Nürnbergs entspräche. - Und leider hatte er damit sogar irgendwie recht. Andererseits: Macht man gar nix, geht alles vielleicht noch schneller in Richtung Faschismus. Und irgendwie muß man dann doch weiterleben hier, dann unter noch ungemütlicheren Bedingungen. Die Möglichkeit auszuwandern, ist doch für die meisten nur eine Illiusion, weil sie dafür die Mittel gar nicht (mehr) haben. Außerdem: Wo hin? Woanders gibt's auch kaum noch menschenwürdige Arbeitsplätze, die einem die Existenz sichern. Und in ein Land, dessen Sprache man nicht spricht? - Langsam kommt's mir so vor wie wenn wir in der Zeit des 3. Reiches zwischen Machtergreifung und dem Ausbruch des Krieges (1933-1938) lebten. Da standen auch viele vor der Wahl, entweder Abhauen oder hierbleiben und dagegen ankämpfen. Oder in der Masse untertauchen und mit dem Strom schwimmen. Für viele war das gar nicht möglich, eben weil sie nicht per Definition zum "Volkskörper" gehörten. Juden z.B., und Kommunisten. Aber die hatten damals evtl. noch die Möglichkeit, durch Schweigen, Abschwören und Rückzug ins Private zu überleben - sofern sie nicht denunziert wurden. Damals jedenfalls war Abhauen die bessere Wahl. Aber wie gesagt, viele hatten auch nicht die finanziellen Mittel ihrem Schicksal zu entkommen. Parallelen zu heute sind da durchaus vorhanden. Als Langzeitarbeitsloser biste heute ja auch "draußen", geächtet (sofern man es öffentlich macht), und gehört nicht mehr so richtig "dazu". Wenn man Glück hat wird man bemitleidet, wenn nicht gehasst und als "arbeitsscheu" verachtet.

Ansonsten bin ich entgegengesetzter Meinung: Die momentanen Versuche der Herrschenden, einen Überwachungsstaat durchzusetzen und die bürgerliche Demokratie durch ein totalitäres System zu ersetzen, beweisen, daß sie nicht an ihre unumstürzliche Macht glauben und davon überzeugt sind, ihre Macht brutal verteidigen zu müssen.
Man könnte es aber auch so interpretieren, daß sie (die Herrschenden) eben alles 100% wasserdicht machen wollen. - "Ein Staat, der alles hat und alles kann - wenn er nur will und es für nötig hält."
P.S.: Die Totalüberwachung der verschlüsselten Messengerdienste wie WhatsApp ist nun auch im Schnellverfahren von SPD&CDU durchgewunken worden. Laut de Maizére wäre es ja "widersinnig", wenn man bei WhatsApp nicht die gleichen Vollüberwachungsmöglichkeiten hätte wie man sie bei SMS und Telefon ohnehin schon hat. Alles nur zu unserem besten - und, natürlich, gegen den Terrorismus. Haha...
« Letzte Änderung: 15. Juni 2017, 08:30:29 von tleary » Gespeichert
Kuddel


Beiträge: 9446


« Antworten #678 am: 15. Juni 2017, 08:34:21 »

...weil bei der Demo ohnehin nur 300 Leute anwesend waren, was gerade 0,06 % der Bevölkerung Nürnbergs entspräche. - Und leider hatte er damit sogar irgendwie recht.

Du suhlst dich geradezu in der Opferrolle. Warum sagst du nicht, daß es weit weniger als 0,01% sind, die uns regieren...?
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tleary


Beiträge: 171


« Antworten #679 am: 15. Juni 2017, 08:55:34 »

Das hat ja der Kommentator errechnet, nicht ich. Auf die Idee, den Anteil der Bundestagsmitglieder an der Gesamtbevölkerung auszurechnen, kam er leider gar nicht. Insofern hast du Recht: Dann dürften deren Äußerungen eigentlich nie in irgendeiner Zeitung publiziert werden (da irrelevant) - wofür ich sehr bin!  Grin

Aber Themawechsel zu etwas unpolitischerem (ist immer so schwere Kost Wink ):
Ohne zusehr ins Detail gehen zu wollen, starb [....] einer mit 27, weil in norddeutschem Sturm eine Eiche auf sein Schiebedach gefallen war,
Also, sowas nenne ich wirklich Pech. Wäre das Schiebedach geschlossen gewesen, hätte er es womöglich sogar überlebt. Smiley
« Letzte Änderung: 15. Juni 2017, 09:06:06 von tleary » Gespeichert
BGS
Polarlicht


Beiträge: 2560



« Antworten #680 am: 16. Juni 2017, 04:42:11 »

Es ist nie zu spät, das Ruder rumzureissen.

Wer, wenn nicht wir Ausgebeutete,

MfG

BGS
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"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

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BGS
Polarlicht


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« Antworten #681 am: 19. Juni 2017, 19:05:16 »

Nervöse Republik - Ein Jahr Deutschland

Doku von 2016.

http://www.ardmediathek.de/tv/Reportage-Dokumentation/Nerv%C3%B6se-Republik-Ein-Jahr-Deutschland/Das-Erste/Video?bcastId=799280&documentId=42212804

MfG

BGS
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http://www.chefduzen.de/index.php?topic=21713.msg298043#new
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BGS
Polarlicht


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« Antworten #682 am: 23. Juni 2017, 14:07:39 »

Staatlicher Rassismus:

Zitat
Großrazzia in Gladbecker Hochhaus

In einem Gladbecker Hochhaus mit 120 Wohnungen hat die Polizei am Donnerstagmorgen (22.06.2017) eine Razzia durchgeführt. ....

Die Polizei hatte das Gebäude am Donnerstagmorgen mit einer Hundertschaft abgeriegelt und die Wohnungen kontrolliert. Das heißt: Die Beamten haben bei allen Wohnungen geklingelt und die Personalien der Anwesenden aufgenommen. Wenn niemand öffnete, haben sie sich Zugang verschafft. Die Wohnungen wurden aber nicht durchsucht.

Bei der Razzia wurden drei Personen festgenommen. ... .

http://www1.wdr.de/nachrichten/ruhrgebiet/razzia-gladbeck-hochhaus-100.html

...



. Die Wohnungen wurden aber nicht durchsucht.

MfG

BGS

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