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Autor Thema: DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!  (Gelesen 476149 mal)
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Troll
Abused Frog


Beiträge: 7193



« Antworten #775 am: 13. Januar 2018, 09:57:38 »

Welche Fachkraft ist denn so bescheuert, nach Deutschland zu gehen, wenn es in anderen Ländern mehr gibt?

Berufstrinker?
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Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
Dieter Hildebrandt
Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, gut angepasst an eine kranke Gesellschaft zu sein.
Jiddu Krishnamurti
BGS
Polarlicht


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« Antworten #776 am: 16. Januar 2018, 13:03:45 »

In Berlin.

... .
Es wurde [in Berlin] viel gesessen, gelabert und gefressen. Heraus kam nix, was
die Schere zwichen arm und reich wieder wenigstens etwas schiließt..

 

Zweifellos ward auch zuviel gesoffen und bestimmt reichlich gekokst. Wie sonst könnten die ... sich weiterhin derart gewissen- und schamlos gebärden?

MfG

BGS

« Letzte Änderung: 16. Januar 2018, 13:07:57 von BGS » Gespeichert

"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

http://www.chefduzen.de/index.php?topic=21713.msg298043#new
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)
Strombolli
Jeheimrat


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« Antworten #777 am: 16. Januar 2018, 13:14:33 »

"die Verträge sind gemacht ... und es wurde viel gelacht .... Die Kapelle, rum-ta-ta ... Und der Papst war auch schon da
Der Mensch ist leider nicht naiv ... Der Mensch ist leider primitiv"

aus Freiheit - Marius Müller-Westernhagen
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Das Systemmotto: "Gib mir Dein Geld! - Jetzt, Du dreckiges Opfer !!!! - Und habe immer ANGST VOR DEM MORGEN !!!"

"Hört auf, Profite über Menschen zu stellen!" Occupy
Permanent angelogen & VERARSCHT IN DEUTSCHLAND! - Ich habe mit Dir fertig
BGS
Polarlicht


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« Antworten #778 am: 20. Januar 2018, 19:38:33 »

In det Tat ist der Mensch oft, wie oben geschildert.

Das Thermometer zeigt nun weit unter -20 Grad Celsius und Polarlicht war am Firmanent sichtbar, einige Nächte. Tagsüber schien die Sonne kurz. Der Tag ist derzeit knapp vier Stunden lang. Schönheit und Stille um mich herum, das Feuer knistert im Ofen, in dem ein Gewürzkuchen backt.

Es liegt ein halber Meter Schnee und dennoch geht alles seinen normalen, uhrwerkartigen Gang, da gewisse Dinge, wie z.B. Holz hereinholen aus dem Schuppen, am besten bei Tageslicht zu erledigen sind. Der Schnee dämpft die wenigen Geräusche und besteht aus Schichten verschiedenen Alters..

Skifahren, möglichst bei Sonnenschein, nimmt einen Teil des Tages ein. Man kann sich an die Kälte gewöhnen.

MfG

BGS
« Letzte Änderung: 23. Januar 2018, 13:50:04 von BGS » Gespeichert

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tleary


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« Antworten #779 am: 28. Januar 2018, 05:42:12 »

Welche Fachkraft ist denn so bescheuert, nach Deutschland zu gehen, wenn es in anderen Ländern mehr gibt?
Eine Fachkraft aus den von deutschen, französischen und englischen Banken ruinierten Ländern des Südens (GR, ES, IT)? Die Arbeits- und Hoffnungslosigkeit erreicht dort unter gut ausgebildeten Akademikern immer neue Höchstwerte.
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"Wir sind nicht hoffnungslose Idioten der Geschichte!"
(Rudi Dutschke, 1967)
BGS
Polarlicht


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« Antworten #780 am: 01. Februar 2018, 13:00:41 »

Ein richtiger Polarsturm ist im derzeit Gange, das alte Holzhaus knackt in allen Fugen. Das macht nichts. In dieser Gegend müssen nicht nur die Gebäude richtig was aushalten. Aus Wut auf die zunehmend sich ausbreitenden fröhlichen Urständ'des Neoliberalismus auf unseren Knochen trete ich beizeiten eine Reise in die Landeshauptstadt der Republik Finnland an, um gegen die dortige fortgesetzte Entrechtung, Erniedrigung, Enteignung und Verleumndung von "Arbeitslosen" zusammen mit Anderen zu protestieren.

Wie hier schon mehrfach festgestellt, reicht es nicht, nur im Internet wütend zu sein. Die Aktionen gegen unsere Unterdrücker und Ausbeuter sollten auch im wirklichen Leben stattfinden, auf jede mögliche subversive Weise. Sollen ruhig auch ein bisschen was zu um die Ohren haben, unsere Gegner.

MfG

BGS
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counselor


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« Antworten #781 am: 01. Februar 2018, 14:44:14 »

Meine Solidarität haben die Menschen in Finnland.
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Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!
Rudolf Rocker
Waldkauz


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« Antworten #782 am: 01. Februar 2018, 14:55:49 »

Meine auch!
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Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!
Kuddel


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« Antworten #783 am: 03. Februar 2018, 17:55:28 »

Zitat
Proteste in Finnland gegen Einschnitte für Arbeitslose

Mehrere Tausend Finnen haben am Freitag gegen Einschnitte bei der Unterstützung von Arbeitslosen protestiert. Wie der finnische Rundfunk berichtete, stand in der Hauptstadt Helsinki wegen eines Streiks unter anderem der öffentliche Nahverkehr still. Metrostationen blieben geschlossen, es fuhren nur wenige Busse. Weil Lkw-Fahrer streikten, wurden Supermärkte zum Teil nicht beliefert. Bis zu 8000 Menschen kamen zu einer Kundgebung zusammen.

Die Proteste richten sich gegen eine im Januar eingeführte Neuregelung für Arbeitslose. Wer die volle Unterstützung vom Staat bekommen will, muss innerhalb von drei Monaten demnach mindestens 18 Stunden lang kleine Jobs angenommen oder fünf Tage in Fortbildungen verbracht haben. Ansonsten wird das Arbeitslosengeld gekürzt.

Kritiker beklagen, das sei für Langzeitarbeitslose schwierig. Zudem gebe es im dünn besiedelten Finnland nicht überall Fortbildungen. Die Regierung will Arbeitslose mit der Neuregelung dazu bewegen, aktiver Arbeit zu suchen. Im Dezember lag die Arbeitslosenquote in dem nordeuropäischen Land bei 8,4 Prozent.
https://www.finanzen.net/nachricht/aktien/proteste-in-finnland-gegen-einschnitte-fuer-arbeitslose-5950723

Beeindruckend!!!

Das ist genau das, wovon ich träume: Arbeiter und Erwerbslose kämpfen gemeinsam!
Weil Erwerbslose keine wirtschaftlichen Druckmittel haben, legen Arbeiter aus Solidarität die Arbeit nieder:

"... stand in der Hauptstadt Helsinki wegen eines Streiks unter anderem der öffentliche Nahverkehr still. Metrostationen blieben geschlossen, es fuhren nur wenige Busse. Weil Lkw-Fahrer streikten, wurden Supermärkte zum Teil nicht beliefert. Bis zu 8000 Menschen kamen zu einer Kundgebung zusammen."
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BGS
Polarlicht


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« Antworten #784 am: 03. Februar 2018, 19:33:22 »


So sah es gestern am Senatsplatz in Helsinki miit über 10.000 Menschen, die sich mit den Arbeitslosen solidarisierten, aus

Quelle: https://www.pam.fi/sv/nyheter/nyhet/2018/02/arbetslosa-understoddes-av-tusentals-pa-senatstorget.html

Zitat
Työttömät saivat tuhansien ihmisten äänen Senaatintorilla

Arviolta yli 10 000 ihmistä kokoontui Helsingin Senaatintorille puolustamaan työttömiä perjantaina. Myös sadat pamilaiset rummuttivat hallituksen ns. aktiivimallille täystyrmäyksen.

Helsingin Senaatintori täyttyi perjantaina työttömyysturvan leikkaamista vastustavista ihmisistä, kun #Äänityöttömälle -mielenosoitus kokosi yhteen hallituksen ns. aktiivimallia vastustavaa kansaa. Järjestäjänä toimineen SAK:n ja poliisin mukaan osallistujia oli yli 10 000, ja lisää seurasi tapahtumaa verkkolähetyksen kautta ja sosiaalisessa mediassa. Pamilaisia oli saapunut eri puolilta Suomea vähintäänkin satoja.
... .

... . Sen sijaan opposition vasemmistoliiton, SDP:n ja vihreiden puheenjohtajat Li Andersson, Antti Rinne ja Touko Aalto kritisoivat aktiivimallia tiukasti. Kaikki kolme pitivät sitä epäoikeudenmukaisena, koska työtön ei välttämättä pysty itse vaikuttamaan siihen, joutuuko leikkauksen kohteeksi, jos työtä tai työllistämistoimenpidettä ei vain löydy. Kolmikko kaipasi mieluummin lisää panoksia siihen, että työvoimapalvelut voisivat yksilöllisesti auttaa työttömiä työllistymisessä - ja että työpaikkoja ylipäänsä olisi tarjolla. Tämä viesti sai yleisössä innokkaamman vastaanoton kuin hallituksen edustajien puheet.

... .
 


Uebersetzung folgt in Auszügen.

MfG

BGS

« Letzte Änderung: 03. Februar 2018, 19:45:11 von BGS » Gespeichert

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Rudolf Rocker
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« Antworten #785 am: 03. Februar 2018, 20:04:27 »

Coole Sache!
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Kuddel


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« Antworten #786 am: 04. Februar 2018, 10:53:43 »

Auch die finnische Rechtsregierung will dem „Hartz IV“-Modell folgen. Der Unterschied: Gewerkschaften rufen zum Streik dagegen

Der Bericht:  http://www.labournet.de/?p=127519
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Tiefrot
Rote Socke


Beiträge: 3442



« Antworten #787 am: 04. Februar 2018, 16:28:53 »

Das hätte ich mir seinerzeit von "unseren" Gewerkschaften auch gewünscht.  Roll Eyes

Danke für den Bericht, BGS
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Denke dran: Arbeiten gehen ist ein Deal !
Seht in den Lohnspiegel, und geht nicht drunter !

Wie bekommt man Milllionen von Deutschen zum Protest auf die Straße ?
Verbietet die BILD und schaltet Facebook ab !
BGS
Polarlicht


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« Antworten #788 am: 04. Februar 2018, 16:33:36 »

Desgleichen Herzlichen Dank an "Kuddel", fürs Einstellen des Berichtes!

Zitat
Die Arbeitslosen wurden am Senatsplatz von Tausenden unterstützt

Schätzungsweise über 10 000 Menschen versammelten sich am Freitag in Helsinki am Senatsplatz, um Arbeitslose zu unterstützen. ... Für das sogenannte "Aktivierungsmodell" gab es einen Knockout.

Am Freitag füllte sich der Senatsplatz in Helsinki mit Menschen, die gegen Kürzungen des Arbeitslosengeldes protestierten. Es versammelten sich Leute, die sich den Plänen der Regierung widersetzen, dem so genannten "Aktivierungsmodell". Laut dem Veranstalter FFC und der Polizei nahmen mehr als 10.000 Menschen an der Protestverastaltung teil und ausserdem folgten Unzählige dem Verlauf im Web und in sozialen Medien. ... .

... - Dies führte dazu, dass das Volk auf dem Platz seine Stimme enthusiastisch in Richtung des nahegelegenen Staatsratsgebäudes hörbar machte.

"Gegen die unfairen "Reformen" seit 2015 und die damit erbundenen Ungerechtigkeiten"
"Heute wird die Stimme der Arbeitslosen gehört und sie werden gesehen", sagte Jarkko n seiner Rede.
"Die Arbeitnehmerverteter hatten sich auf das „Reformpapier“ der Rechten eingelassen unter der Bedingung, dass es keine weiteren Einschnitte beim Arbeitslosengeld geben würde"

Das "Aktivierungsmodell" beinhaltet jedoch eine weitere Kürzung des Arbeitslosengeldes. Verträge muss man einhalten und die Arbeitslosenunterstützung  soll nicht weiter beschnitten werden", hielt er fest. "Arbeitslosen soll man in diesem Land menschenwürdig und fair sich gegenüber verhalten".

... . Die Vorsitzenden der Oppositionsparteien Verband Der Linken, Sozialdemokraten und Die Grünen , Li Andersson, Antti Rinne och Touko Aalto kritisierten dagegen scharf das "Aktivierungsmodell". Alle drei meinten, es sei den Arbeitslosen gegenüber ungerecht ... .



Quelle: https://www.pam.fi/uutiset/2018/02/tyottomat-saivat-tuhansien-ihmisten-aanen-senaatintorilla.html

MfG

BGS
« Letzte Änderung: 04. Februar 2018, 20:41:06 von BGS » Gespeichert

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« Antworten #789 am: 05. Februar 2018, 06:38:26 »

Schade, dass die Hafenstreiks wieder vorbei sind. Die Schicht ruft bei -20 Grad, Nebel, Dunkelheit und Schneemassen.

MfG

BGS
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« Antworten #790 am: 09. Februar 2018, 17:10:49 »

Zitat

Am 09. Februar 2018 um 14:20 von goldnugget
Wie war das gleich mit dem sinkenden Schiff ?

Irgendwie kamen dabei in meiner Jugend
auch noch irgendwelche Nagetiere vor.

Was ist überings derzeit los mit Merkel ?

Quelle: https://meta.tagesschau.de/id/131391/schulz-verzichtet-auf-aussenministerium

Fragen über Fragen.

MfG

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tleary


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« Antworten #791 am: 11. Februar 2018, 03:12:15 »

Man sollte der SPD wirklich DANKBARST sein für ihren fortwährenden Schlingerkurs. Denn jeder Prozentpunkt dieser Arbeiterklasseverräterpartei weniger bei den nächsten Wahlen macht zugleich eine nochmalige Auflage der GroKo immer unmöglicher. An dieser Stelle einmal im Namen aller Geknechteten und Ausgebeuteten ein recht herzliches DANKE und WEITER SO, Martin! - Hoffe nur, dein Nachfolger macht es NICHT besser.  Grin Aber die A.Nahles ist ja leider viel gewiefter in der Beziehung und noch dazu die mediale Stimmungskanone schlechthin: "Bätischi-Nahles" und "daaaas wird teuer, liebe CDU"... haha... noch nie so gelacht! Man merkt, es ist Fasching.
P.S.: War jetzt ironisch gemeint, denn allen dürfte klar sein, wer dann der nächste Koalitionspartner der Union sein wird: nämlich die AfD. Naja, die beiden Bürgerblöcke passen auch programmatisch viel besser zueinander - wie die Faust aufs Auge.
« Letzte Änderung: 11. Februar 2018, 10:20:10 von tleary » Gespeichert

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« Antworten #792 am: 19. Februar 2018, 12:01:16 »

Wintersonne. In der Nähe meiner Hütte wurde kürzlich ein einzelner Wolf gesichtet, von zwei Nachbarn. Abgesehen vom nicht immer angenehmen Arbeiten draussen in Schnee, Frost und Kälte ist das einfache Leben hier derzeit sehr angenehm und auch frei und friedlich.

Statt Bürgerblöcken gibts hier Eisblöcke Smiley, tagsüber nun um die -20 Grad. Sorgen machen mir die ganzen unsäglichen rechten Regierungen allerorten und ihr infames Gebaren uns Ausgebeuteten gegenüber.Wie können wir dem endlich Einhalt gebieten?

MfG

BGS
« Letzte Änderung: 21. Februar 2018, 20:39:41 von BGS » Gespeichert

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« Antworten #793 am: 25. Februar 2018, 12:45:54 »

Woher weht der Wind im Ruhrgebiet ?

Jetzt Exclusiv erhältlich bei der Essener Tafel Grin






Danke "Rappelkistenrebell".

In Frankfurt/Main: "Frankfurter Tafel hilft allen"

Quelle: http://www.fr.de/frankfurt/tafel-in-frankfurt-frankfurter-tafel-hilft-allen-a-1454938

"Charity" - Nein Danke!

MfG

BGS
« Letzte Änderung: 25. Februar 2018, 16:47:08 von BGS » Gespeichert

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« Antworten #794 am: 17. März 2018, 17:20:53 »

Liebe Minkie,
ich kann dich gut verstehen. Es geht irre vielen ähnlich. Ich habe 2 Frauen kennengelernt, beide mit einem poltisch linken Hintergrund, die haben sich schon Medikamente zurückgelegt, um sich umzubringen, wenn Armut und Demütigungen im Alter zu schlimm werden. Eine von ihnen ist inzwischen an Krebs gestorben. Sie braucht diesen Ausweg nicht mehr.

Wir leben in einen schweinereichen Land! Es ist genug da für alle und nicht nur zum "satt werden".

Deine Forderungen sind gut und richtig, weg mit der Leiharbeit, ein gebührenfreues Gesundheitswesen, einen Mindeststandard in vernünftiger Höhe für das Alter und Pflegeeinrichtungen, die menschlich sind.

Das Problem ist unsere Vereinzelung. Es gibt nicht gerade die tollen Organisationen, denen man sich einfach so anschließen kann. Aber trotzdem, selbst eine kleine Aktion mit wenigen Leuten ist mehr wert als all das reine Gejammer.



Quelle; http://www.chefduzen.de/index.php?topic=329144.0;topicseen

Ganz meine Meinung. Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt!

MfG

BGS
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« Antworten #795 am: 21. März 2018, 20:17:44 »

Andere Länder, andere Sitten
Zitat
LAISKA JA SAAMATON?
...
"... . Kannattais varmaan äänestää, jos ei haluaisi, että tillaiset lait menee läpi"

FAUL UND KRIEGT NICHTS ZUSTANDE?

Eetu Pesu: 25 Jahre, arbeitslos. Spielt gerne Schlagzeug und würde dies auch gerne beruflich machen. Die Regierung möchte solche wie ihn mit dem neuen "Aktivierungsmodell" in Arbeit bringen.

Morgens um 10 wacht Eetu in seiner 1-Zimmerwohnung im Zentrum von Kouvula auf und kocht Tee. Kaffee trinkt er nicht, obwohl er aus einer Familie stammt, die im Kaffeegeschäft tätig ist. In letzter Zeit war sein Tagesrhythmus ein völlig anderer, als dieses bei einer beruflichen Tätigkeit der Fall wäre. Aber jetzt versucht Pesu sich selbst am Kragen zu packen. Gegen 11 geht er Joggen und hört dabei J. Sarasvuo. Das Programm kann er nur bis 12 hören, deshalb muss er entsprechend früh joggen, was gut für den Tagesrhythmus ist.

Wir treffen uns mit Eetu in seinem Lieblingscafé. Dort verbringt er seinen Tag oft allein oder mit Freunden. Die Wahl des Cafés macht er davon abhängig, wie dort der Service ist. Guter Kundenservice ist ihm wichtig.  Bis letzten Sommer hat er als Wachmann gearbeitet. Nach einem Jahr ließ er sich krankschreiben. Es war ihm zu viel Stress. Das Beobachten von Menschen liegt ihm nicht. Mit 15 hatte er eine Grundausbildung im Bereich Sicherheit begonnen, aber wegen einer Depression verzögerte sich der Abschluss.

„Warum soll man nur für die Arbeit leben?“

Er bekam Unterstützung vom Lehrer, so dass der Abschluss gelang. Als Wachmann möchte Pesu nicht mehr arbeiten. Der Arzt hat ihm bescheinigt, dass dies für ihn zu viel Stress bedeuten würde. Von der Versicherung aus hat er das Recht, sich umschulen zu lassen. Stattdessen soll er sein Können im Sicherheitsbereich vertiefen, was ihn überhaupt nicht interessiert. Warum soll er dafür bestraft werden, dass er mit 15 eine schlechte Entscheidung getroffen hat? Hätte er nicht das Recht etwas zu machen, was ihn interessiert?

In einem abbruchreifen Hochhaus spielt Eetu Pesu sonntags immer Schlagzeug. Er spielt seit 14 Jahren Schlagzeug und möchte aus seiner Leidenschaft einen Beruf machen. Im letzten spielte er in der Band des Rappers Nikke Ankara mit, was ihn in seinen Musikträumen bestärkt hat. Er würde gern an der Metropolia-Berufsschule für Pop/Jazz lernen. Andererseits fürchtet er, dort in irgendeine Form gepresst zu werden.
Auch sonst fürchtet er sich davor, in eine bestimmte Form gepresst zu werden. Beispielsweise möchte er nicht in die Schublade „passiv arbeitslos“ gesteckt werden, auch wenn er sich zuweilen selbst als faul beschreibt.

Auf der von der SAK (= Dachverband der Gerwerkschaften) organisierten landesweiten Demo auf dem Senatsplatz gegen das "Aktivierungsmodell" ist er dabei. Am Aktivmodell ist seiner Meinung nach schlecht, dass die Arbeitslosigkeit dem Individuum angelastet wird und die Ungleichheit größer wird. Er kommt aus dem kleinen Ort Luumäki. Dort gibt es ganz einfach keine Arbeitsplätze.

„Und wenn ich einen neuen Beruf wählen könnte?“

Minister Kai Mykkönen schrieb einmal, dass Arbeitslose dorthin ziehen sollten, wo es Arbeit gibt. Eetu Pesu ist da anderer Meinung. Er hat als Wachmann in Hamina gearbeitet. Er fuhr auf schlechten Straßen und müde eine Stunde mit dem Auto zur Arbeit, was recht gefährlich war. ER wollte nicht nach Hamina ziehen, da alle seine Freunde in Kouvula wohnen. Warum sollte er nur wegen der Arbeit leben?
 
Für ihn bedeutet Arbeitslosigkeit nicht, dass er zu Hause rumliegt. Durch seine Tätigkeit im Jugendausschuss der PAM(= Gewerkschaft) und gelegentliche Auftritte beschäftigen ihn ziemlich viel. Natürlich möchte er arbeiten und ein Teil der Gesellschaft sein. Aber offensichtlich wird die Musikbranche nicht als Arbeit gesehen, obwohl beispielsweise Schlagzeugspielen viel Übung erfordert. Die neuen 18 Stunden Pflichtarbeit will er mit Musikjobs zusammenkriegen (= 18 Stunden im Zeitraum von 65 zählenden Tagen). Er hat versucht, Möglichkeiten für eine Umschulung zu klären, bekam jedoch keine Hilfe vom Arbeitsamt

Nach Ende der Demonstration  ist er begeistert von der großen Teilnehmerzahl. Er meint, dass viele in seinem Alter sich nicht für Politik interessieren. Es interessiert diejenigen jedoch mit Sicherheit, denen nun z.B. ihr Arbeitslosengeld beschnitten wird. Es lohnt sich zu wählen, wenn man nicht will, dass solche Gesetze durchgehen.


Quelle: PAM.Fi 2/2018 Zeitung

MfG

BGS
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« Antworten #796 am: 06. April 2018, 11:29:46 »

Warum bleiben?

Zitat
(...)
Heute ist Deutschland so extrem gespalten wie zu Zeiten Kaiser Wilhelms des Zweiten: 1913 verdiente das bestverdienende Zehntel der Bevölkerung rund 40 Prozent des Volkseinkommens. Genauso war es im Jahr 2013.
(...)
Profit durch Ausbeutung
(...)
Nirgends in Europa ist das Risiko, durch Arbeitslosigkeit arm zu werden, so hoch wie in Deutschland. Laut EU-Statistik-Amt liegt es bei 70,8 Prozent und damit weit über dem europäischen Durchschnitt von 48,7 Prozent.

Für die Wirtschaft ist Armut deshalb die wichtigste nachwachsende Ressource. Langzeitarbeitslose bilden nicht nur das Reserveheer, das zu miserabel bezahlter Arbeit gezwungen werden kann. Sie geben die Drohkulisse ab, vor der die Wirtschaftsmächtigen arbeitspolitische Entscheidungen erzwingen können, die ihren eigenen Reichtum mehren und die Mittelschicht aus Angst vor Abstieg bei der Stange halten. Die Verarmung der Arbeitslosen und ihre Diffamierung und Kriminalisierung sind politisch erwünscht. Sie halten die Löhne niedrig, die Deutschland einen Exportvorteil verschaffen.
(...)

Danke, "Kuddel", f.d. Info

Quelle: https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/armut-die-sich-lohnt

MfG

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Kuddel


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« Antworten #797 am: 06. April 2018, 13:13:18 »

Warum bleiben?

Weil Hartz IV ein Exportschlager ist so lange es in Deutschland funktioniert. Wohin man auch geht, es wird auch dort ankommen.
Ein Übel kann man am besten an seiner Wurzel bekämpfen.
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BGS
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« Antworten #798 am: 09. April 2018, 13:05:01 »

Mag ja sein, doch ehe ein System jemanden auf längere Sicht quasi vernichtet und selbiger handlungsunfähig gemacht wird, ist es eine angemessene Alternative, rechtzeitig auszuwandern dorthin, wo man seine Würde gewahrt sieht und von dort für und mit den Ausgebeuteten zu kämpfen.

Wir sind überall die absolute Mehrheit.

MfG

BGS

« Letzte Änderung: 09. April 2018, 19:41:51 von BGS » Gespeichert

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tleary


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« Antworten #799 am: 18. April 2018, 00:39:52 »

Wie Kuddel schon sagte: Es ist nur eine Frage der Zeit, bis der deutsche Exportschlager "Hartz IV" (gezwungenermaßen) von den anderen Ländern übernommen wird. Bestes Beispiel im Hohen Norden ist momentan Finnland. - Irgendwie erinnert mich die ganze Situation an die Jahre vor Ausbruch des 2. Weltkriegs. Dort stellte sich für viele Oppositionelle auch die Frage, auswandern oder bleiben und versuchen im Inneren Widerstand zu leisten. Auswandern konnten ohnehin nur jene, die es sich leisten konnten. Rückblickend war damals die richtige Entscheidung, das Land zu verlassen. Ob das heute auch so ist, kann man nicht endgültig beantworten. Zumal wir es diesmal mit dem Feind "Weltkapitalismus", und nicht "Faschismus" zu tun haben. Faschistische Regierungen gab's damals nur in einigen Ländern. Und dieses Wirtschaftssystem hat sich eben über den ganzen Globus ausgebreitet (oder "wurde", denn nichts geht ohne das Zutun von Menschen) und zwingt alle darin Lebende, sich von ihm unterjochen und ausbeuten zu lassen. Diejenigen natürlich ausgenommen, die die Rolle der Ausbeuter einnehmen und massiv davon profitieren. In einigen Ländern (wie meinetwegen Schweden) wird er noch etwas durch einen Rest des ehemaligen Sozialsystems abgefedert. Aber diese Länder kann man mittlerweile an den Fingern einer Hand abzählen. Und wenn dorthin alle Prekarisierten und Verängstigten auswandern wollten, würden die im Nu ihre Grenzen dicht machen. - Also: Wohin überhaupt auswandern, wenn es fast überall auf der Welt mindestens genauso beschissen ist (und noch mehr) wie hier? Außerdem wäre das "Feigheit vor dem Feind".
« Letzte Änderung: 19. April 2018, 00:29:42 von tleary » Gespeichert

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