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Autor Thema: DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!  (Gelesen 477128 mal)
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BGS
Polarlicht


Beiträge: 3055



« Antworten #825 am: 10. August 2018, 19:10:31 »

Die ewige, monatelange, Hitze regiert immer noch. Es gibt andauernd Stürme bei wolkenfreiem Himmel über dem Norden. Und die "Arbeitswelt" ist am Ende der Welt beschissen.

Komme grade von einer verdammt anstrengenden Dreizehnsundenschicht und es ist endlich Wochenende. Etliches liegt im Argen, nach deutschem, amerkikanischem  und britischem Vorbild. Ich mag es nicht weiter aufzählen.

Doch ein "Immigrant" sein, bedeutet nach dem (teils auf eigene Kosten) Erwerb der Landessprache in üblicher Gesprächsqualität,  z. B. sieben Jahre erst berufsfremde Arbeit zu tun, die kein Einheimischer machen will. da zu gefährlich, schmutzig etc.

Macht nix. Irgendwann steigen Lohn, Anerkennung etc. Falls man durchhält.

Immer noch wesentlich besser als in Deutschland.

MfG

BGS
« Letzte Änderung: 10. August 2018, 21:26:52 von BGS » Gespeichert

"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

http://www.chefduzen.de/index.php?topic=21713.msg298043#new
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)
Onkel Tom


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« Antworten #826 am: 10. August 2018, 20:02:18 »

Gestern abend zog in Hamburg Wolken auf und es dauerte nicht
lange, da schüttete es wie aus Kübeln.
Durch das Geplätscher bekam ich Druck auf der Blase, musste deswegen
die schützende Bushaltestelle verlassen und nachdem ich entleert war, war
ich pietschnass, bis auf die Knochen..

Aber schön und das wurde echt Zeit.

Da geht es euren Migranten ja fast genau so beschi.. wie in D.  Sad

Wie läuft das denn im hohen Norden mit Asyl, Abschiebungen u.s.w. ?

In D ist es ja schon so, das einige Bundesländer so knallhart agieren,
das Abgeschobene nach Afganistan damit rechnen, umgebracht zu
werden und Seehofer profiliert sich damit auch noch.
« Letzte Änderung: 10. August 2018, 20:08:31 von Onkel Tom » Gespeichert

Lass Dich nicht verhartzen !
BGS
Polarlicht


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« Antworten #827 am: 10. August 2018, 21:40:38 »

Die (m. E. kurzsichtigen, aus Verzweiflung gewählten) rechtslastigen Regierungen Skandinaviens tun seit den neunziger Jahren alles, um der "EU" zu gefalllen. In jeder Hinsicht und ohne Sinn und Verstand.. So auch im Ausschluss bedrohter Menschen.

Persömlich ist mir eine afghanische Familie hier gut bekannt, die noch anerkannt worden ist. Leistungsträger inzwschen - wie auch deren hier zur Schule / Ausbildung gegangenen Kinder.

MfG

BGS
« Letzte Änderung: 10. August 2018, 21:43:17 von BGS » Gespeichert

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BGS
Polarlicht


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« Antworten #828 am: 30. August 2018, 04:35:47 »

Besten Dank, "Troll". Stimmt genau:

Zitat
Wie Deutschland Arbeitslosigkeit in Europa produziert

23.08.2018 | 9 Min. | Verfügbar bis 23.08.2019 | Quelle: Rundfunk Berlin-Brandenburg

Deutschland ist nicht ohne Grund als "oberlehrerhaft" verschrien. Gerne erklären wir dem Rest der Welt, dass er sich an Verträge zu halten hat. Dabei ist gerade Deutschland ein "Weltmeister" im Regel-Brechen. Statt, wie bei der Einführung des Euro vereinbart, für stabiles Lohnwachstum und Inflation entsprechend der Produktivitätsentwicklung zu sorgen, spart und geizt Deutschland, wo es nur geht. Die Folge: deutsche Produkte sind gut - und vor allem preiswert. Ausländische Anbieter, wie französische Autozulieferer setzt das noch mehr unter Druck. Niedrige Mindestlöhne und zu geringe staatliche Investitionen hierzulande kosten dort Arbeitsplätze. Die Zeche zahlen deutsche Niedriglöhner und ein wachsendes Arbeitslosenheer in anderen EU-Ländern.
Quelle: RBB

ARD-Mediathek Kontraste

Via NDS


... .

Wie gehabt, aber man schlägt lieber auf Asylanten ein statt auf unsere Staatsverweser ( Strombolli) von CDU/CSU/SPD/FDP/Grüne/AfD/Realolinke. Produziertes Elend das seine Wut an denjenigen auslässt die gar nichts damit zu tun haben, im Gegenteil die sehr oft selbst Leidtragende des deutschen Erfolges sind.
Das ist gerade keine Entschuldigung für den aufkeimenden Nationalismus, der ist egal wie er gedreht und gewendet wird komplett Sinnfrei.


Quelle: http://www.chefduzen.de/index.php?topic=27428.500#lastPost

Muss zur Schicht im Hafen, da ist wenigstens kein Mensch... .

MfG

BGS
« Letzte Änderung: 30. August 2018, 04:37:37 von BGS » Gespeichert

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Kuddel


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« Antworten #829 am: 30. August 2018, 07:15:36 »

Hmmm. Ich weiß nicht.
Ich verstehe, daß man darauf hinweisen möchte, daß der rechte Mob sich den falschen Feind gesucht hat und daß die gesellschaftlichen Probleme ganz woanders liegen, sicherlich nicht bei der Migration/ den Migranten.

Ich habe mir den von den NDS verlinkten TV Beitrag nicht angesehen. Ich ärgere mich allein über den Titel der Sendung.
Ich finde den genauso ärgerlich wie Sybillas nervtötenden Thread über die Arbeitslosenzahlen.

Ich verstehe noch, wenn man die Arbeitslosigkeit in Griechenland und Marokko ein echtes gesellschaftliches Problem beschreibt. Es findet eine Dumpingkonkurrenz statt zwischen den Unternehmen und den Staaten. Ein "race to the bottom", ein Wettrennen nach unten. Schlimmer geht immer. Es werden die Arbeitsbedingungen immer beschissener und der Arbeitsdruck immer höher. Gleichzeitig werden auch die Bedingungen der Erwerbslosen und Rentner verschlimmert.

Mich kotzt dieses Gejammer darüber, wir hätten "zu wenig Arbeit", einfach nur an. Ich halte das für falsch und gefährlich. Das ist eine Forderung des Kapitals, daß möglichst alle all ihre Zeit der Maloche opfern. Ich sehe um mich herum nur noch Leute, die sich kaputtarbeiten im wahrsten Sinne der Wortes. Niemand hat mehr Zeit. Man ist zu beschäftigt.

Warum fordert man nicht ein besseres Leben?

Für mich hieße das, mehr Zeit für sich und einen gerechteren Anteil am gesellschaftlichen Reichtum und am gesellschaftlichen Geschehen.

Warum plappert man stattdessen den Unternehmern nach, wir bräuchten mehr Ausbeutung?
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« Antworten #830 am: 30. August 2018, 09:34:02 »

Es ist ein Teil der wiederum selbst gebastelten Probleme die da angesprochen werden, daß weder in den ÖR noch von den NDS Kapitalismus-entfernte Lösungmöglichkeiten präsentiert werden darf doch nicht verwundern, der Gegner war noch nie so mächtig und Einflußreich wie gegenwärtig, ein Kampf bzw. Abkehr davon ist/wäre Premiere.
@Kuddel Du bist für eine grundlegende Änderung (abseits etablierter politischer Instutionen/Denkweisen) weil nur die dauerhaften Erfolg verspricht. Einerseits ja, andererseits hätte ich schon gerne näherliegende Lösungen für aktuelle Probleme und da geht kaum ein Weg an den derzeitigen Strukturen vorbei, und da beißt sich die Katze in den Schwanz, ggf. scheint es dann ja Problemlösungen zu geben, also entspannt zurücklehnen im erstarken des "weiter so".
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Kuddel


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« Antworten #831 am: 30. August 2018, 11:10:49 »

...daß weder in den ÖR noch von den NDS Kapitalismus-entfernte Lösungmöglichkeiten präsentiert werden...

Ich erwarte nicht, daß jetzt die Abschaffung des Kapitalismus gefordert wird.
Ich will einfach nur, daß man mit dieser "Hauptsache Arbeit" Scheiße aufhört und ein besseres Leben fordert.
Mehr nicht.
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« Antworten #832 am: 30. August 2018, 12:50:59 »

Ich glaube daß das einer Forderung nach Kapitalismus abschaffen gleich kommt, ohne Fetisch Arbeit passiert im Kapitalismus nichts.
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BGS
Polarlicht


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« Antworten #833 am: 30. August 2018, 19:42:32 »

Und so gut wie alle Menschen allerorten scheinen gezwungen, mit dem widerlichen "hauptsache Arbeit" klarzukommen und dabei ihre Würde zu bewahren.

MfG

BGS
« Letzte Änderung: 31. August 2018, 06:00:15 von BGS » Gespeichert

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« Antworten #834 am: 30. August 2018, 20:08:41 »

Mit der Arbeit müssen wir wohl irgendwie klarkommen.

Unsere Würde werden wir wohl nur bewahren, wenn wir die Maloche nicht zur Hauptsache im Leben machen.
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« Antworten #835 am: 31. August 2018, 08:34:15 »

Mit Arbeit kommt der Mensch an sich gut klar, die Entmenschlichung der Arbeit macht es so grausam.
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« Antworten #836 am: 31. August 2018, 14:05:39 »

Zitat
Unzufriedene Mitarbeiter : Fünf Millionen Deutsche haben innerlich gekündigt

Motivation am Arbeitsplatz? Fehlanzeige. Die meisten Arbeitnehmer in Deutschland machen nur noch Dienst nach Vorschrift – und würden am liebsten sofort kündigen. Dafür sind nicht nur die Vorgesetzten verantwortlich. [/b]

Quelle: http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/beruf/5-millionen-arbeitnehmer-haben-innerlich-schon-gekuendigt-15753720.html

Soviel zum Verhältnis der Lohnarbeiter zu ihren Ausbeutungsplätzen.
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Onkel Tom


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« Antworten #837 am: 01. September 2018, 11:29:48 »

Bei Leihbuden dürfte solch Untersuchung noch deutlicher ausfallen  Roll Eyes
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« Antworten #838 am: 08. September 2018, 10:25:11 »

Wahnwitz, Dreistigkeit und absoluter Irrsinn scheinen nun in Deutschland dauerhaft etabliert:

Zitat
Zeit des Wolfes
... .
Der thüringische AfD-Spitzenfunktionär Björn Höcke hatte dort erklärt, es sei die "Zeit des Wolfes" gekommen. Wenn eine AfD-Demo behindert werde, würde der Polizei fortan fünf Minuten Zeit gegeben, danach werde die Demo beendet und 1000 "Patrioten" würden im Rücken der Gegendemonstranten auftauchen.

Bereits zuvor hatte Höcke die Bundespolizei aufgefordert, ihren Vorgesetzten nicht mehr zu folgen, mit der Drohung, dass sie nach der Machtübernahme "des Volkes" zur Rechenschaft gezogen werden würden.
... .

Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/afd-verfassungsschutz-113.html

MfG

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dagobert


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« Antworten #839 am: 08. September 2018, 11:37:22 »

Warum trefffen herabstürzende Dachziegel immer die Falschen?  Angry
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Kuddel


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« Antworten #840 am: 08. September 2018, 11:44:51 »

Der Irrsinn ist kein rein deutsches Phänomen.

Die Wahlen in Brasilien:
Zitat
Bolsonaro ist der Favorit bei der Präsidentenwahl am 7. Oktober, seit ein Gericht die Kandidatur des inhaftierten Ex-Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva untersagt hat.

Der Ex-Militär hetzt gegen Homosexuelle und Schwarze und verherrlicht die Militärdiktatur (1964-1985). Immer wieder schockiert er mit Entgleisungen. Einer Politikerin bescheinigte er einmal, sie habe es nicht verdient, vergewaltigt zu werden, "weil sie sehr hässlich ist". Die Anhänger von Lulas linker Arbeiterpartei sollten erschossen werden, sagte er ein anderes Mal.

Der "Trump Brasiliens" mischt zwar schon lange im Politikbetrieb mit, präsentiert sich neuerdings aber als Anti-System-Kandidat. Im Falle eines Wahlsiegs will er Ministerposten mit Militärs besetzen und angesichts der eskalierenden Kriminalität die Bevölkerung bewaffnen.
https://www.dw.com/de/messerattacke-auf-pr%C3%A4sidentschaftskandidat-bolsonaro/a-45390299

Das tolle Skandinavien:
Zitat
Die rechtspopulistische Partei Schwedendemokraten wird bei den Wahlen am 9. September wohl so gut abschneiden wie noch nie.

In Norwegen und Finnland sind Rechtspopulisten bereits Koalitionspartner, in Dänemark die Stütze der Minderheitsregierung.
https://www.sueddeutsche.de/politik/schweden-schwedens-klimawandel-1.4107848
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BGS
Polarlicht


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« Antworten #841 am: 08. September 2018, 15:10:42 »

Der Irrsinn ist kein rein deutsches Phänomen.

... .

Hat dies jemand behauptet?

MfG + angenehmes Wochenende.

BGS
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counselor


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« Antworten #842 am: 10. September 2018, 05:07:46 »

Zitat
Wahl in Schweden - Sozialdemokraten vorn, aber ohne Mehrheit

Mit ihrem bisher schlechtesten Ergebnis haben die Sozialdemokraten die Wahl in Schweden gewonnen. Die zuvor hoch gehandelten rechtsextremen Schwedendemokraten wurden drittstärkste Kraft. Wer regieren wird, ist unklar.

Quelle: https://www.tagesschau.de/ausland/schweden-wahl-121.html
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« Antworten #843 am: 10. September 2018, 12:22:23 »

Zitat
Zitat
Centern och Liberalerna har vågmästarrollen – inte Jimmie Åkesson

De politiska analytikerna utropar att det har uppstått en situation där Sverige inte kan regeras. Men så är det ju inte alls om man tillåter sig att se nyktert och mindre traditionalistiskt på det, skriver HBL:s korrespondent Jan-Erik Andelin i Stockholm.

Runtom i Sverige fanns det förmodligen valvakor där somliga trötta valarbetare var på god väg mot ett par promille ju längre kvällen led. Barer stod öppna här och där som tack för gott och frivilligt arbete.

Men få hade räknat med att också skillnaden i röstandelar mellan Sveriges två stora politiska block ända in i kaklet, som det heter, skulle räknas i promille, i procents decimaler i så många timmar och till och med kommande dagar.

Det är ingen som vet vad som ska hända i Sverige nu.

Men det är det som demokrati är, förklarande Stefan Löfven landsfaderligt i den kala före detta fabrikshall på Liljeholmen i Stockholm där (S) höll sin valvaka; förhandlingar, letande och kompromisser.

Och han hoppades att det här var blockpolitikens begravning och såg lite så där glatt bekymrad ut. Och på den jordfästningen var det hot dogs på menyn och entusiastiska SSU-unga sjöng moderna arbetarsprirituals framför scen så Aretha Franklin kunde ha vaknat.

Samtidigt, någon annanstans, i City, i ett mondänt hotell vid Klarabergsviadukten med räkwraps, marinerade oliver och dämpad belysning sa högerns statsministerkandidat Ulf Kristersson att blockpolitiken inte alls är död. Utan att han och det borgerliga alliansblocket tänker bilda regering.

Också det är modigt när man som moderatledare har tappat ett tiotal mandat i parlamentet och nått bara omkring 19 procent av rösterna.

Den borgerliga Alliansen har haft sitt bäst före-datum. Det var åren efter 2006 då Fredrik Reinfeldt-regeringarna kom till makten. Men efterhand har alliansen snarast haft sina knepigare stunder och ibland påmint om en lite sliten parrelation, där kulissäktenskapet går på middagar och håller god min bland vännerna för att det är enklast så.

Det är sant som Liberalernas Jan Björklund har sagt, att den som inleder ett samarbete med Sverigedemokraterna spräcker alliansen. Detsamma gäller också åt andra hållet – den som inleder ett samarbete med den rödgröna sidan gör att Sverige inte längre har det borgerliga block som en gång innebar att en röst på högern entydigt var en röst på en borgerlig regering.

Men förra natten var natten då Fantomen miste sin mask och Sveriges socialdemokrater efter halvseklers makt blev ett vanligt parti som andra, med jordiska 28 procent av rösterna.

Centerns Annie Lööf har framgångsrikt gjort sin hemtrakts småländskhet och Gnosjöanda till ett varumärke (även om hennes far sagt till mig att det är omöjligt) och ett politiskt program.

På samma vis skulle vi från Finland gärna introducera politisk rödmylla som ett varumärke på den svenska marknaden och säga att center och socialdemokrater mycket väl har kunnat samarbeta framgångsrikt i vår historia och att vi är beredda att, om så behövs, göra om det.

Annie Lööf har med sin sonora stämma och småländska dialekt predikat värdejingajj och hennes medmänskliga strävan att vara rejäl, som smålänningar är, kunde också hitta anknytningspunkter hos de rödgröna när Moder Svea nu behöver det.

Också här kan vi i Finland bjuda på en modell, där vi ofta har sett vårt liberala SFP i många värderingsfrågor kunna vara väl överens med våra gröna och vår vänster, även om SFP sedan samtidigt också kan föredra en rätt så högerstyrd ekonomisk politik.

Ifall man ändå behöver tänka i termer av blockpolitik, så kunde man också tala högt om det block som populistledaren Jimmie Åkesson helst skulle vilja se – det konservativa blocket. Ett sådant finns ju i praktiken redan, det består av Sverigedemokraterna, Moderaterna och nu också Kristdemokraterna som alldeles nyligen var ett utpräglat mittenparti.

KD gjorde egentligen förra valnattens största sensation i svensk politik. Ett undergångstippat tynande frikyrkosocialt parti kom igen i en ny mera vass, allmänt högerkonservativ skepnad och ser ut att fördubbla sitt resultat i förhållande till partiets sorgliga två-komma-nånting i procent till att stiga från 23 till 30 mandat i Sveriges riksdag.…

Sverige har egentligen nu ett vänstergrönt block, ett mittenliberalt block och ett konservativt block. I stället för att orda så mycket om Jimmie Åkessons roll som vågmästare borde man sno besmanet och karatvågen av honom. Vågmästarrollen tillkommer nu Centern och Liberalerna i den verkliga politiska mitten, just som vågar vanligen har sin stödjepunkt just – i mitten.

Det är måndag morgon och partiledare och hundratals andra kandidater, invalda eller ej, får igen börja vänja sig vid att igen tala som normala människor, i en normal vardagskommunikation där man lagt valrörelsens svulstiga glosor, taktiska upprepningar och löstagbara vassa pekfinger i teatergarderoben.

Allianser är inte så givna som man gärna ville se det. Det gäller både den formella alliansen till höger som redan har en egen logga – och rödgröna alliansen i landskapet till vänster.

I går, i solen utanför en vallokal i Järfälla sa en man som i dag går till sitt jobb på Mekonomen igen, att det nuvarande låsta läget i politiken hade "gjort ont".

Sverige tycks nu modigare behöva fundera på om det ändå inte vore bättre att bryta allianser och block. Att politiskt skiljas, inte minst för att det vore det bästa för bar... för barnen, höll jag på att skriva. Jag menade väljarna.

Jan-Erik Andelin, HBL-Korrespondent i Stockholm


Quelle: https://www.hbl.fi/artikel/centern-och-liberalerna-har-vagmastarrollen-inte-jimmie-akesson/

Uebersetzung von mir:

Zentrumspartei und Die Liberalen sind das Zünglein an der Waage – nicht Jimmie Åkesson


Die politischen Analysten verkünden, dass in Schweden eine unregierbare Situation entstanden sei. Doch so ist es  überhaupt nicht, wenn man die Sache nüchtern betrachtet und weniger traditionslastig, schreibt der HBL-korrespondent Jan-Erik Andelin in Stockholm.

In Schweden gab es gestern vermutlich etliche Wahlveranstaltungen, wo übermüdete Wahlhelfer in Richtung einige Promille unterwegs waren, je später der Abend gedieh. Hier und dort waren die Bars länger geöffnet, als Dank für gute freiwillige Mithilfe. ... .

Es gibt derzeit niemanden, der weiss, was in Schweden passieren wird.

"Doch dies macht eine Demokratie erst aus", erklärte Stefan Löfven väterlich in der kalten ehemaligen Fabrikhalle auf Liljeholmen in Stockholm, wo die Wahlen intensiv verfolgt wurden,  "Verhandeln, Suchen und Kompromisse".

Und er hoffte, dies sei das Ende der Blockpolitik und sah dabei nicht allzu bekümmert aus. Und auf der Beerdigung derselben gab es Hot Dogs während auf der Bühne eine begeisterte SSU-Jugend moderne Arbeitersprirituals sang, die fast Aretha Franklin wieder zum Leben erweckten.

Zugleich, irgendwoanders in der City, in einem  ett mondänen Hotel beim Klarabergsviadukt, bei Krabbenwraps, marinierten Oliven und gedämpftem Licht sagte Ulf Kristersson von der Rechtspartei, dass die Blockpolitik mitnichten gestorben sei. Sondern dass er und die bürgerliche Allianz vorhätten, die neue Regierung zu bilden.

Dies ist recht mutig, wenn man gerade einige Dutzend Sitze im Parlament verloren  und nur um 19 Prozent aller abgegebenen Stimmen erreicht hat.

Die bürgerliche Allianz hat ihren Zenit lange überschritten. Das waren die Jahre nach 2006, als die Regierungen unter Fredrik Reinfeldt an die Macht gekommen waren. Im Nachhinein hat diese Allianz noch nicht ihre schwersten Zeiten hinter sich und erinnert manchmal an eine quasi gestorbene Beziehung, wo man noch gute Miene zum bösen Spiel macht und der Form halber gemeinsam ausgeht bzw. sich vor Anderen zeigt, da dies am einfachsten scheint.

Was der Vorsitzende der Liberalen Jan Björklund gesagt hat stimmt, dass diejenigen, welche mit Sverigedemokraterna beginnen zu kooperieren, die bisherige Allianz beenden werden. Das Gleiche gilt auch in die andere Richtung – dass diejenige  Partei, die mit den Rot-Grünen zusammenzuarbeiten beginnt, dazu beiträgt, dass Schweden nicht mehr den bürgerlichen Block hat, der bis dato beinhaltete, dass eine Stimme für die Rechten eindeutig eine Stimme für die bürgerlichen Parteien war.

Doch letzte Nacht war die Nacht in der "Fantomas seine Maske verloren hat" und Schwedens Sozialdemokraten nach einem halben Jahrhundert der Macht eine ganz normale Partei geworden sind, mit erdnahen 28 Prozent der Stimmen.

Annie Lööf von der Zentrumspartei hat mit Erfolg den småländischen Geist ihrer Heimat zum Warenzeichen (...) und politischem Programm gemacht.

Auf dieselbe Weise könnten wir in Finnland auch die Sozialdemokratie wieder zum Qualitätsmerkmal unter den schwedischsprachigen Einwohnern machen und sachlich feststellen, dass in unserer Geschichte Sozialdemokraten und Zentrumspartei durchaus gemeinsam erfolgreich zusammengearbeitet haben und dass wir, falls nötig, dies gerne wiederholen.

Annie Lööf hat mit ihrer sonoren Stimme und småländischem Dialekt echte Werte vermittelt und ihr Streben nach Aufrichigkeit und Ehrlichkeit, welche die Einwohner Smålands ausmacht, könnte bei Rot-Grün anknüpfen, jetzt da Mutter Svea dessen bedarf.

Auch hier in Finnland könnten wir zukünftig ein ähnliches Modell anbieten, nachdem wir häufig feststellen konnten, dass unsere liberale SFP (Anm. = Svenska Folkpartiet, vertritt die schwedischsprachige Minderheit in Finnland) in vielen Werten mit den Grünen übereinstimmt und den Linken, seis drum, dass SFPs Wirtschaftpolitik gleichzeitig manchmal etwas rechtslastig gestaltet wird.

Falls man dennoch weiter in blockpolitischen Termini denken wollte, dann könnte man auch laut von dem Block reden, den der Populist Jimmie Åkesson am liebsten sähe  – einem (erz)konservativen Block. Einen solchen gibt es ja bereits in der Praxis, es besteht aus Sverigedemokraterna, den Moderaten und nun auch den Christdemokraten, welche bis vor kurzem noch zur politischen Mitte zählten.

Im Grunde waren KD die grösste Sensation der letzten Wahlnacht. Eine totgesagte freikirchlich-soziale Partei kam nun mit mehr Schärfe, in grob gestricktem rechtskonservativem Gewand daher und es scheint, als ob die Partei ihren Stimmenanteil im Vergleich zu den bisherigen Zweikomma x Prozent verdoppeln konnte und von 23 auf etwa 30 Mandate kommen wird... .

Eigentlich hat Schweden nun einen links-grünen Block, eine liberale Mitte und einen konservativen Block. Anstatt so viel über Jimmie Åkessons Rolle als Zünglein an der Waage sich auszulassen, müsste man ihm diese schlicht entziehen. Das Zünglein an der Waage zu sein steht jetzt der Zentrumsparte und den Liberalen in der echten politischen Mitte zu, genau wie eine Waage ihre Achse in der Mitte hat.

Es ist Montagsmorgen und Parteivorsitzende sowie hunderte andere Kandidaten, gewählt oder abgewählt, dürfen sich wieder daran gewöhnen, wie normale Menschen zu reden, in normaler Alltagssprache, wo man sich vormals wie in der Theatergarderobe schwülstiger Glossen, taktisch bedingter Wiederholungen und abnehmbaren moralischen Zeigefingern bedient hatte.

Etwaige Allianzen sind nicht von vornherein gegeben, wie man es so gerne sehen wollte. Dies gilt sowohl der förmlichen Rechtsallianz, die Ihr längst Sprachrohr gefunden hat, als auch der rot-grünen Allianz in der linken Parteienlandschaft.

Gestern vor einem Wahllokal in Järfälla sagte ein Mann der heute wieder seiner Arbeit bei Mekonomen nachgeht, dass die jetzige blockierte Lage in der Politik, "geschmerzt hatte".

Schweden scheint nunmehr mit mehr Mut zum Risiko darüber nachdenken zu müssen, ob es nicht doch besser wäre, mit Allianzen und Parteiblöcken zu brechen. Sich politisch zu unterscheiden wäre nicht zuletzt das Beste für die Kin..., wollte gerade"für die Kinder" schreiben. Ich meinte die Wähler.

Jan-Erik Andelin, HBL-Korrespondent in Stockholm

(Hervorhebungen von mir)

MfG

BGS











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« Antworten #844 am: 12. September 2018, 20:33:13 »

Exemplarisch für die Lage in Schweden hier ein paar Randnotizen aus "Göteborgsposten":

Zitat
Nu förhandlar politikerna i slutna rum

Socialdemokraterna har pratat med alla partier utom Sverigedemokraterna. Alliansen har pratat ihop sig och hoppas på stöd av Demokraterna.
... .

Socialdemokraternas gruppledare, kommunstyrelseordföranden Ann-Sofie Hermansson, har pratat med alla gruppledare utan Sverigedemokraternas.  ... .
... .


Nicht alle an der zukünftigen schwedischen Regierung beteiligten Parteien sind willens mit den sog. "Sverigedemokraterna" auch nur zu sprechen. Es gibt also noch Hoffnung.

MfG

BGS
« Letzte Änderung: 12. September 2018, 20:35:43 von BGS » Gespeichert

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« Antworten #845 am: 20. September 2018, 16:03:34 »

In Auszügen folgt an dieser Stelle  eine Analyse des Finnen Jonny Sjöblom hinsichtlich der Lage in Deutschland:
Quelle: https://svenska.yle.fi/artikel/2018/09/19/analys-forbundskansler-merkel-sa-har-kan-det-inte-fortsatta

Zitat
... Förbundskansler Merkel – så här kan det inte fortsätta!

En politiskt allt svagare förbundskansler Angela Merkel håller i rask takt på att skada tilltron till det demokratiska systemet och det politiska beslutsfattandet. Beslutet att sparka, men samtidigt befordra, spionchefen Maassen är inget annat än katastrofalt.
... .
Beslutet att sparka, men samtidigt också befordra den högste spionchefen Hans-Georg Maassen för dennes uttalanden om ytterhögerns protester i Chemnitz, väcker bitter kritik.
... .
För att trygga regeringssamarbetet och för att hålla sig kvar vid makten har Angela Merkel igen gått med på en kompromiss som stinker. Och det riktigt illa.

För andra gången inom några månader står det helt klart att Merkel inte kan eller vågar stå upp mot sin inrikesminister Horst Seehofer från det bayerska systerpartiet CSU.
... .
För att sparka Maassen (på riktigt) skulle Merkel alltså eventuellt ha varit tvungen att också sparka sin inrikesminister(Anm.: = Seehofer)
... .
Förbundskansler Angela Merkels inrikespolitiska svaghet har igen blottats och hon ser i dessa dagar mest ut som en tystlåten förmedlare mellan SPD och CSU.

Socialdemokraterna tvingas å sin sida förklara varför en person som man vill se sparkad nu tar ett språng framåt i karriären – det här trots att man beskyller honom för att sprida konspirationsteorier till förmån för ytterhögern.
... .
Inför det bayerska delstatsvalet om några veckor hoppas man inom partiet framför allt att Seehofer inte ställer till med några nya problem på sin ministerpost i Berlin.
... .
Hur de möjliga CSU-väljarna ser på att Seehofer i det här läget fixar en ny arbetsplats åt sin skyddsling Maassen återstår att se.
... .
AfD vinnare på alla fronter

Men det finns förstås en vinnare i hela härvan kring spionchefen Maassen, det högerpopulistiska partiet Alternative für Deutschland. Och det ur fler synvinklar.
... .
För högerpopulistiska AfD är fallet Maassen en helt klar win-win-situation i ett läge där partiet också annars har vind i seglen.
.. .
Allra senast nu är det läge för alla tre tyska regeringspartier att fundera över vart man egentligen är på väg.
... .
För dem som verkligen vill sätta käppar i hjulen för de tyska högerpopulisterna är den senaste kompromissen ett nytt slag i ansiktet.
,,, ,
Allra senast nu, ett år efter det senaste förbundsdagsvalet, står det i mitt tycke helt klart; med tanke på Tysklands bästa borde Merkel aldrig ha ställt upp för en fjärde mandatperiod.
... .
Hittills har hon (Anm.: A. Merkel) med nöd och näppe avstyrt angreppen, men de kostar samtidigt mycket tid, energi och trovärdighet.

Det ständiga pusslet med att hålla ihop regeringsleden för att kunna regera vidare stärker inte tilltron till politiken och samtidigt överskuggar det allt annat regeringen vill göra.

Förbundskansler Merkel – så här kan det absolut inte fortsätta...

Uebersetzung folgt, falls erwünscht.

MfG

BGS

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"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

http://www.chefduzen.de/index.php?topic=21713.msg298043#new
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« Antworten #846 am: 20. September 2018, 17:07:52 »

Ich wäre dankbar für eine Übersetzung.
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Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!
BGS
Polarlicht


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« Antworten #847 am: 20. September 2018, 20:22:42 »

Gerne. Morgen bin ich wieder auf Schicht. Macht nix, brauche das Geld...

Uebersetzung:

___________________________________________________________________________________________________________________________
Bundeskanzlerin Merkel – so kann es nicht weitergehen!

Eine politisch immer schwächere Bundeskanzlerin Angela Merkel ist dabei, in schnellem Tempo den Glauben an die Demokratie und dem Fällen politischer Entscheidungen das Wasser abzugraben. Ihr Beschluss. Spionagechef Maassen zu entlassen und zugleich zu befördern ist nicht weniger, als katastrophal.
... .
Auch die Entscheidung, den obersten Spionagechef Hans-Georg Maassen aufgrund seiner Äusserungen zu den Protesten der Ultrarechten in Chemnitz zu entlassen und zugleich zu befördern, weckt bittere Kritik.
... .
Um die Zusammenarbeit der Regierung zu stärken und sich zugleich an der Macht zu halten ist Angela Merkel erneut einen Kompromiss eingegangen, der stinkt. Und das richtig übel.

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate wird deutlich sichtbar, dass Merkel es nicht vollbringt  bzw. es nicht wagt, gegen ihren Innenminister Horst Seehofer von der bayrischen Systempartei CSU Stellung zu beziehen.
... .
Um Maassen (wirklich) zu entlassen wäre Merkel also eventuell gezwungen gewesen, auch ihren Innenminister des Amtes zu entheben (Anm.: = Seehofer).
... .
Die innenpolitische Schwäche von Bundeskanzlerin Angela Merkel wurde erneut offensichtlich und sie ähnelt dieser Tage meist einer stillen Vermittlerin zwischen SPD och CSU.

Die Sozialdemokraterna auf der anderen Seite werden sich gezwungen sehen, zu erklären, warum eine Person, die entlassen werden sollte, nun einen Karrieresprung tut – dies obwohl er angeklagt wird, zu Gunsten der Ultrarechten Konspirationstheorien verbreitet zu haben.
... .
Vor der Landtagswahl in Bayern in wenigen Wochen hofft man in der Partei vor allem, dass Seehofer nicht auf seinem Berliner Ministerposten für neue Probleme sorgt.
... .
Wie die eventuellen CSU-Wähler es finden, dass Seehofer in der jetzigen Lage einen neuen Arbeitsplatz für seinen Schützling Maassen schafft, bleibt abzuwarten.
... .
AfD Gewinner an allen Fronten

Doch gibt es natürlich einen Gewinner in dem ganzen Sumpf um Spionagechef Maassen, die rechtspopulistische Partei "Alternative für Deutschland". Und das in vielerlei Hinsicht.
... .
Für die rechtspopulistische AfD ist der Fall Maassen ganz klar eine win-win-Situation in einer Lage, in der die Partei auch sonst Wind in den Segeln hat.
.. .
Allerspätestens jetzt sollten die drei deutschen Regierungsparteien innehalten und mal darüber nachdenken, wohin sie gerade unterwegs sind.
... .
Für diejenigen, die wirklich den Rechten Steine in den Weg legen möchten ist der letzte Kompromiss ein Schlag ins Gesicht.
,,, ,
Spätestens jetzt, ein Jahr nach der letzten Bundestagswahl, ist es meiner Meinung nach klar und deutlich, dass Angela Merkel im Hinblickt auf das Wohl Deutschlands sich niemals hätte aufstellen lassen sollen für eine vierte Regierungszeit.
.. .
Bisher hat sie (Anm.: A. Merkel) die Angriffe noch gerade eben abgewehrt, doch kosten diese zugleich viel Energie und Glaubwürdigkeit.

Das ständige Pusseln, um die Regierung zusammenzuhalten, um weiter regieren zu können, stärkt nicht besonders den Glauben an die Politik und überschattet zugleich alles andere, was die Regierung unternehmen will.

Bundeskanzleiin Merkel  – so kann es absolut nicht weitergehen...
______________________________________________________________________________________________________________

MfG

BGS
« Letzte Änderung: 20. September 2018, 20:25:35 von BGS » Gespeichert

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Kuddel


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« Antworten #848 am: 21. September 2018, 07:38:54 »

Hmmm. Etwas enttäuschend. Ich hätte mehr politische Einschätzungen erwartet.
Was ich hier herauslese, ist ein reines Machtgerangel, bei dem es um Personen geht. Merkel ist geschwächt. Mag sein. Aber die Kräfte, die da im Spiel sind, werden kaum erwähnt. "Doch gibt es natürlich einen Gewinner in dem ganzen Sumpf um Spionagechef Maassen, die rechtspopulistische Partei "Alternative für Deutschland"." Kein Erklärungsversuch, warum das so ist. Inhaltlich ist doch Maaßen AfD Mann. Was sind das für politische Verhältnisse, die diesen Rechtsextremen befördern, wenn er in die öffentliche Kritik gerät. Das wird in Deutschland nicht diskutiert und scheinbar im skandinavischen Ausland auch nicht.
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« Antworten #849 am: 27. September 2018, 13:19:46 »

Hmmm. Etwas enttäuschend. Ich hätte mehr politische Einschätzungen erwartet.
Was ich hier herauslese, ist ein reines Machtgerangel, bei dem es um Personen geht. Merkel ist geschwächt. Mag sein. Aber die Kräfte, die da im Spiel sind, werden kaum erwähnt. "Doch gibt es natürlich einen Gewinner in dem ganzen Sumpf um Spionagechef Maassen, die rechtspopulistische Partei "Alternative für Deutschland"." Kein Erklärungsversuch, warum das so ist. Inhaltlich ist doch Maaßen AfD Mann. Was sind das für politische Verhältnisse, die diesen Rechtsextremen befördern, wenn er in die öffentliche Kritik gerät. Das wird in Deutschland nicht diskutiert und scheinbar im skandinavischen Ausland auch nicht.

Was ist denn an Folgendem nicht ein Erklärungsversuch bzw. nicht eine "politische Einschätzung"? (es wurden neue Auszüge des Quelltextes von YLE Finnland hinzugefügt):

Zitat
... . För att trygga regeringssamarbetet och för att hålla sig kvar vid makten har Angela Merkel igen gått med på en kompromiss som stinker. Och det riktigt illa. (= Um die Zusammenarbeit der Regierung zu stärken und sich zugleich an der Macht zu halten ist Angela Merkel erneut einen Kompromiss eingegangen, der stinkt. Und das richtig übel.
För andra gången inom några månader står det helt klart att Merkel inte kan eller vågar stå upp mot sin inrikesminister Horst Seehofer från det bayerska systerpartiet CSU.(=
Zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate wird deutlich sichtbar, dass Merkel es nicht vollbringt  bzw. es nicht wagt, gegen ihren Innenminister Horst Seehofer von der bayrischen Systempartei CSU Stellung zu beziehen.

... .
För att sparka Maassen (på riktigt) skulle Merkel alltså eventuellt ha varit tvungen att också sparka sin inrikesminister.
Ett steg som hon inte vågade ta av rädsla för att det skulle spräcka den redan nu svajande regeringskoalitionen bestående av CDU, CSU och SPD.(= Um Maassen (wirklich) zu entlassen wäre Merkel also eventuell gezwungen gewesen, auch ihren Innenminister des Amtes zu entheben

Därför en kompromiss där ingen av parterna nu ska tappa ansiktet.(Darum ein Kompromiss, in dem keiner der Partner das Gesicht verlieren soll.)

Alla tvingas förklara sig = Alle sind nun gezwungen, Farbe zu bekennen
... .
Maassen nämligen i det här fallet bra som en martyr som får gå efter att ha kritiserat förbundskansler Merkel och hennes flyktingpolitik. (= Maassen eignet sich nämlich in diesem Falle gut als Märtyrer, der gehen darf, nachdem er Merkel und ihre Flüchtlingspolitik kritisiert hatte.
... .
Det kan man föra fram som ett ytterligare bevis på att de så kallade etablerade partierna har fjärmat sig allt mer från de vanliga mänskorna. att deras yttersta mål är att hålla sig kvar vid makten och att förse folk med välbetalda poster. (= Dies kann man als einen weiteren Beweis anführen, dass die so genannten etablierten Parteien sich immer mehr von den normalen Leuten entfernt haben, dass ihr einziges Ziel der Machterhalt ist und das sich gegenseitig mit gutbezahlten Posten Versorgen.
... .
Allra senast nu är det läge för alla tre tyska regeringspartier att fundera över vart man egentligen är på väg. = Allerspätestens jetzt sollten die drei deutschen Regierungsparteien innehalten und mal darüber nachdenken, wohin sie gerade unterwegs sind.
... .
Att övertala protestväljare att inte rösta på AfD blir hela tiden allt svårare – och det uttryckligen utgående från hur den sittande regeringen agerar. = Protestwähler zu überzeugen, nicht für die AfD zu stimmen wird ständig schwieriger - und dies davon ausgehend, wie die jetzige Regierung handelt,
... .
Men i synnerhet inom Merkels CDU måste det nu komma till en diskussion om hur långt förbundskanslern kan gå.= Doch ganz besonders innerhalb Merkels CDU muss es nun zu einer Diskussion kommen darüber, wie weit die Kanzlerin gehen kann.
... .
... med tanke på Tysklands bästa borde Merkel aldrig ha ställt upp för en fjärde mandatperiod.= ... hinsichtlich Deutschlands Bestem hätte Merkel niemals sich für eine vierte Amtszeit aufstellen lassen dürfen.
... .
Det ständiga pusslet med att hålla ihop regeringsleden för att kunna regera vidare stärker inte tilltron till politiken och samtidigt överskuggar det allt annat regeringen vill göra. (=Das ständige Pusseln, um die Regierung zusammenzuhalten, um weiter regieren zu können, stärkt nicht besonders den Glauben an die Politik und überschattet zugleich alles andere, was die Regierung unternehmen will.
... .

Quelle: https://svenska.yle.fi/artikel/2018/09/19/analys-forbundskansler-merkel-sa-har-kan-det-inte-fortsatta

Ein angenehmes Wochenende allem Ausgebeuteten! Hier gibt es Nachtfröste.

MfG

BGS
« Letzte Änderung: 29. September 2018, 10:35:37 von BGS » Gespeichert

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