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Autor Thema: DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!  (Gelesen 459370 mal)
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BGS
Polarlicht


Beiträge: 2957



« Antworten #850 am: 29. September 2018, 20:42:51 »

Terry Gilliams neulich:
Zitat
„… [‚Wir leben heute in einer Ära der Heuchelei. Die Wahrheit ist nichts mehr wert. Orwell pur, George wäre so zufrieden. Schwarz ist weiß, unten ist oben. … Ich weiß eigentlich nicht mehr, was die Leute denken. Alles, was ich je getan habe, war eine Reaktion auf die Welt. Heute würde ich nicht mehr wissen, wo ich beginnen soll.‘]

Quelle: https://www.zeit.de/kultur/film/2018-09/terry-gilliam-interview-comedian-satire-politische-korrektheit?cid=22393947#cid-22393947

"TIME BANDITS", "BRAZIL, 12 MONKEYS", um nur zwei seiner genial schrägen Filme zu nennen, Da sind wir jetzt.

MfG

BGS

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"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

http://www.chefduzen.de/index.php?topic=21713.msg298043#new
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)
dagobert


Beiträge: 4662


« Antworten #851 am: 30. September 2018, 02:20:12 »


Zitat
Orwell pur, George wäre so zufrieden.
Glaub ich nicht ganz.
Nicht immer ist man zufrieden, wenn man Recht hat. Manchmal könnte man da auch  kotz *würgh* AAAAAh

Zitat von: BGS link=topic=21713.msg341478#msg  341478 date=1538246571
"TIME BANDITS", "BRAZIL", "12 MONKEYS", um nur zwei seiner genial schrägen Filme zu nennen, Da sind wir jetzt.
Das sind schon drei.  Wink
Und zwar nicht die schlechtesten ...
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tleary


Beiträge: 667


« Antworten #852 am: 30. September 2018, 10:45:48 »

Ich glaube, daß das einer Forderung nach Kapitalismus abschaffen gleich kommt, ohne Fetisch Arbeit passiert im Kapitalismus nichts.
Volle Zustimmung! - Eigentlich ist dieses "unser Lohn ist zu niedrig" doch eine zwangsläufige Folge der "Spielregeln" in diesem System. So lange es einen Ausbeuter, also eine einzige Person oder Personengruppe gibt, werden die Arbeiter nie den vollen Wert der Produkte, die sie schaffen, bekommen. Dies können sie sich im Kapitalismus nur "erkämpfen". Und selbst im Idealfall fällt ihnen dann nicht 100 % der Wertschöpfung zu, sondern nur irgendetwas um die 80 oder 90. Meist aber noch viel weniger, je nach Organistationsgrad und Kampfbereitschaft.

Das Prinzip nennt sich "Profitmaximierung", und ein Unternehmen/-er ist umso höher angesehen (auch und gerade in den Massenmedien), je höher dieses Ausbeutungsergebnis ausfällt. Die Öffentlichkeit bzw. Massenmedien machen sich "Sorgen", wenn es zu einem "Gewinneinbruch" für Unternehm X kommt. Und fordert schnell die Ablösung des Managements, das "Mißwirtschaft" betrieben hat.

Wenn einmal die Produktionsmittel in Volkes Hand wären, und die Entscheidungsgewalt bei allen läge, könnte man auch eine sinnvolle Produktion beschließen. Da würden dann wohl so ca. 70 % aller momentan produzierten Güter als "unnötig" zur Bestreitung des Lebensunterhalts eingestuft. Würden diese nicht mehr produziert, und die geringe restliche Arbeit dann auf alle Köpfe gerecht verteilt, müssten Väter und Mütter ihre Kinder auch nicht mehr permanent in Kinderkrippen zwischenparken, weil sie dann vielleicht statt einer 45-Stunden (mit Über- und unbezahlten Stunden) nur noch eine 15-oder 20-Stunden-Woche hätten.
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"Wir sind nicht hoffnungslose Idioten der Geschichte!"
(Rudi Dutschke, 1967)
BGS
Polarlicht


Beiträge: 2957



« Antworten #853 am: 30. September 2018, 15:59:26 »

Habe das Gefühl, die Kinder werden hier im Norden gezielt schon im Alter von ab einem Jahr aufwärts, in "Kindergärten" gesteckt, dies sei beabsichtigt.

Um die armen kleinen Menschen frühest möglich zu beeinflussen und eines selbstständigen Denkens zu entwöhnen bzw. solches gar nicht aufkommen zu lassen, und um die Mütter schneller in der "Arbeitswelt" wieder ausbeuten zu können?

MfG

BGS
« Letzte Änderung: 30. September 2018, 21:00:28 von BGS » Gespeichert

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BGS
Polarlicht


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« Antworten #854 am: 04. Oktober 2018, 19:27:43 »

Zitat
„Der Kapitalismus basiert auf der merkwürdigen Überzeugung, dass widerwärtige Menschen aus widerwärtigen Motiven irgendwie für das Gemeinwohl sorgen werden“.
(John Maynard Keynes, Ökonom, 1883-1946)

MfG

BGS
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BGS
Polarlicht


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« Antworten #855 am: 04. Oktober 2018, 20:24:12 »

Es geht auch ganz anders, Beispiel Griechenland:

Zitat
... .
Die Solidarischen Kliniken sind das
Herzstück der Graswurzelbewegung“, die unter dem Mot-
to „Niemand ist allein in der Krise“ aus den Protesten nach
2008 entstanden ist. „Sie hat in ganz Griechenland ins-
gesamt 400 verschiedene Formen von Selbstorganisation
hervorgebracht: ‚Märkte ohne Mittelsmänner‘, in denen
Produzenten direkt an Konsumenten verkaufen, Essens-
Kooperativen, Bildungsinitiativen, Gemeinschaftsgärten,
Juristischer Beistand, Energie-Strukturen, selbstverwalte-
te Fabriken“ und auch eine Milchkooperative, die frische
Milch an Automaten in den Städten verkauft, „am Vortag
eingesammelt von den Bauernhöfen, pasteurisiert und in
der Nacht verteilt.“ Der Clou: Die Kooperative „kommt oh-
ne Zwischenhändler und besondere Verpackung aus.“
In einer Studie haben Wissenschaftler nachgewiesen,
dass das bürgerschaftliche Engagement in Griechenland
allgemein zugenommen hat. Bisher vertrauten die
Menschen hauptsächlich auf den Klientelismus, sympto-
matisch dafür lange Schlangen von Bittstellern vor den
Büros der örtlichen Abgeordneten. Heute sind zahlreiche
Initiativen selbstorganisiert in die Bresche gesprungen,
die der Sozialrückzug des Staates hinterließ.
„Die Solidarischen Kliniken haben die Leute, die zu ihnen
gekommen sind, nie nur als Patienten betrachtet, son-
dern immer versucht, ganzheitlich zu helfen. So haben
sie Menschen, die ohne Heizung, Strom und Essen waren,
die Schulden hatten und mit Räumungsklagen konfron-
tiert waren, in den jeweils zuständigen Initiativen unter-
gebracht. ... Mit ihren offenen Strukturen erreicht diese
Graswurzelbewegung inzwischen mindestens ein Drittel
der griechischen Bevölkerung. Diese zahllosen Initiativen
haben einen Raum für soziale Beziehungen erschaffen,
der für alle zugänglich ist. Ein Raum, in dem auch politi-
scher Widerstand wächst....“

Es bleibt zu hoffen, dass auf Basis dieser Strukturen in
nächster Zeit massenhafte Räumungen verhindert und
soziale Verbesserungen, z. B. im Gesundheitswesen,
durchgesetzt werden können. Die griechische Regierung
verfügt für die nächsten zwei Jahre über ausreichende
Reserven für Zins- und Schuldenzahlungen und könnte
den einen oder anderen Streit mit Finanzminister Scholz
riskieren. Bald stehen Wahlen an – .. .

Quelle: https://www.also-zentrum.de/downloadbereich.html
Hervorhebung von mir.
MfG

BGS
« Letzte Änderung: 04. Oktober 2018, 20:27:49 von BGS » Gespeichert

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BGS
Polarlicht


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« Antworten #856 am: 05. Oktober 2018, 21:04:46 »

Wo eigentlich bleibt eine neue internatiomale "Graswurzelbewegung" zwecks Korrektur der Auswüchs des heutigen Neofeudalismus, alias Neoliberalismus?

Wir, die Ausgebeuteten waren bisher nicht in der Lage, uns rechtzeitig und umfassend zu solidarisieren und und auch zu wehren.Warum?!

Die Geschichte beweist, dass es möglich ist, sich der Ausbeuter und ihrer Handlanger zu entledigen.

Wann werden wir uns endlich unserer Stärke bewusst?

MfG

BGS
« Letzte Änderung: 06. Oktober 2018, 21:26:55 von BGS » Gespeichert

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BGS
Polarlicht


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« Antworten #857 am: 07. Oktober 2018, 22:09:16 »

Gerade jetzt wandert das schönste Polarlicht, das ich je gesehen habe, übers Firmament. In Grün, Violett, Rot und leuchtendem Weiss. Muss nochmal raus in die Kälte, um dieses Wunder zu geniessen Smiley

MfG

BGS
« Letzte Änderung: 08. Oktober 2018, 11:46:52 von BGS » Gespeichert

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tleary


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« Antworten #858 am: 15. Oktober 2018, 04:42:52 »

Habe das Gefühl, die Kinder werden hier im Norden gezielt schon im Alter von ab einem Jahr aufwärts, in "Kindergärten" gesteckt, dies sei beabsichtigt.
Um die armen kleinen Menschen frühest möglich zu beeinflussen und eines selbstständigen Denkens zu entwöhnen bzw. solches gar nicht aufkommen zu lassen, und um die Mütter schneller in der "Arbeitswelt" wieder ausbeuten zu können?
Das ist doch auch hierzulande letztenendes das Ziel dieses ganzen massiven Kita-Aufbaus. Und damit eben beide Elternteile genug Geld für die Versorgung ihrer Familie in der Lage sind. Denn ein einzelnes Einkommen reicht ja bekanntlich schon lange nicht mehr.
Was die Eltern dann noch von ihren Kindern haben, wenn sie sie während der Woche nur Aufwecken, für den Kindergarten herrichten, und dann abends ins Bett bringen dürfen, bleibt die große Frage.
In Frankreich ist es ja genauso. Dafür gibt es sogar die Pflicht, die Kinder schon im Vorschulalter dem Staat zu übergeben. Scheint ein weltweiter Trend zu sein.
« Letzte Änderung: 15. Oktober 2018, 04:45:03 von tleary » Gespeichert

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Kuddel


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« Antworten #859 am: 15. Oktober 2018, 10:45:03 »

Ich verstehe den Grundgedanken und die Furcht, was das bedeuten könnte.

Andererseits, wo liegt das Gegenmodell?
Der Mythos von der heilen Klein- oder Großfamilie?
Für mich der totale Horror. Ich sehe in der Familie die Keimzelle des Faschismus.
Ich sehe den sozialen Druck, das gesellschaftliche Mobbing gegen sogenannte "Rabenmütter", ich sehe massenhaft alleinerziehene Mütter, die nicht klarkommen und ökonomisch wie psychisch vor die Hunde gehen.
Ich sehe die christlichen Fundamentalisten, die nach amerikanischen Vorbild ihre Kinder nicht nur vom Kindergarten fernzuhalten versuchen, sondern auch von der Schule mit "Home Teaching".

Ich finde die französiche Kultur gut, wo es als normal gilt, seine Kinder in eine Kita zu bringen und man dafür nicht schräg angeguckt wird.
Ich finde es schrecklich, wie die Reichen sich Elitekinderbetreuungen und Nannies leisten, damit ihre Gören ja nicht mit dem Pöbel zusammenkommen. Ich finde es nicht ok, wenn Kinder nur mit der Mutter und der Familie zu tun haben. Sie müssen mit anderen zusammenkommen. Ich bin für totale Durchmischung. Kinder sollten zusammenkommen mit anderen Kindern aller sozialer Schichten, Nationalitäten und Herkunft. Segregation (die Trennung gesellschaftlicher Gruppen) und die Vereinzelung der Menschen halte ich für zentrale Probleme der heutigen Zeit.
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Troll
Abused Frog


Beiträge: 7118



« Antworten #860 am: 15. Oktober 2018, 11:38:29 »



Ich finde die französiche Kultur gut, wo es als normal gilt, seine Kinder in eine Kita zu bringen und man dafür nicht schräg angeguckt wird.
Ich finde es schrecklich, wie die Reichen sich Elitekinderbetreuungen und Nannies leisten, damit ihre Gören ja nicht mit dem Pöbel zusammenkommen. Ich finde es nicht ok, wenn Kinder nur mit der Mutter und der Familie zu tun haben. Sie müssen mit anderen zusammenkommen. Ich bin für totale Durchmischung. Kinder sollten zusammenkommen mit anderen Kindern aller sozialer Schichten, Nationalitäten und Herkunft. Segregation (die Trennung gesellschaftlicher Gruppen) und die Vereinzelung der Menschen halte ich für zentrale Probleme der heutigen Zeit.

Schlägt aber auch schnell ins Gegenteil um, da werden Mütter angefeindet die sich aus freien Stücken um ihre Kinder kümmern wollen, entweder oder, richtig oder falsch, bestimmen tun das andere, und Nationalismus kriecht ggf. aus verschiedensten Ecken, da steckt m.M.n. wesentlich mehr dahinter als frühestmögliche Kitabetreuung oder Elternerziehung.
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Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, gut angepasst an eine kranke Gesellschaft zu sein.
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BGS
Polarlicht


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« Antworten #861 am: 15. Oktober 2018, 22:28:01 »

In Deutschland persönlich bekannt sind mir mehrere einkommensarme, universitätsusgebildete Elternpaare (beide Eltern jeweils mit "festem" Job), welche ihren Nachwuchs "selbstverständlich" in Rudolf-Steiner Kindergärten und später Privatschulen steckten.

Sehr bedenklich, angesichts dessen, was Rudolf-Steiner vertrat und lehrte. Inzwischen haben die ersten Kinder Rudolf-Steiner "Abitur" und andere mussten aus Geldmangel ihren Nachwuchs doch noch auf staatliche, "normale" Schulen schicken, aufgrund der stetig sinkenden Löhne und Gehälter in D.

Mir tut der Nachwuchs leid, denn was soll bei diesem Unsinn herauskommen, wenn auch teuer bezahlt.

MfG

BGS
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