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Autor Thema: Regierung will auch bei Mini-Jobbern ans Elterngeld  (Gelesen 4585 mal)
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Kuddel


Beiträge: 10720


« am: 16. Juli 2010, 11:50:36 »

Zitat
Hartz-IV-Kürzungen:
Regierung will auch bei Mini-Jobbern ans Elterngeld

Der Sparhammer der Regierung trifft die sozial Schwachen noch härter als bislang angenommen: Auch Mini-Jobber sollen laut einem Zeitungsbericht Kürzungen beim Elterngeld hinnehmen müssen. Dabei sind die Einschnitte bei Geringverdienern ohnehin schon weit höher als in den oberen Gehaltsklassen.


Die Bundesregierung plant im Sozialwesen noch höhere Einschnitte als bislang bekannt. Auch Mini-Jobber und Paare, die den sogenannten Kinderzuschlag erhalten, müssten mit einem geringeren staatlichen Zuschuss rechnen, berichtete die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf einen Referentenentwurf des Bundesfamilienministeriums.

Im Sparpaket der Bundesregierung ist vorgesehen, das Elterngeld für Hartz-IV-Empfänger zu streichen. Insgesamt sollen beim Elterngeld bis 2014 rund 600 Millionen Euro jährlich eingespart werden. Jetzt soll offenbar auch bei den Empfängern abkassiert werden, die zusätzlich noch arbeiten, was bislang nicht bekannt war. Wer neben Hartz IV noch Geld über einen Mini-Job beziehe, werde um bis zu 300 Euro weniger Elterngeld bekommen, berichtet die "Süddeutsche".

Aus dem Referentenentwurf von Familienministerin Kristina Schröder (CDU) gehe hervor, dass die schwarz-gelbe Koalition den Beziehern höherer Einkommen deutlich weniger zumute als den ärmsten Eltern. So wolle die Regierung etwa 155 Millionen Euro durch ein niedrigeres Elterngeld bei Nettoeinkommen von mehr als 1240 Euro im Monat sparen. Fast dreimal so hoch seien die Kürzungen bei den ärmeren Familien - sie summieren sich auf 440 Millionen Euro. Zur Begründung werde in dem Entwurf darauf verwiesen, dass es für erwerbsfähige Hartz-IV-Bezieher stärkere Anreize geben müsse, eine Arbeit aufzunehmen.
http://www.stern.de/politik/deutschland/hartz-iv-kuerzungen-regierung-will-auch-bei-mini-jobbern-ans-elterngeld-1583926.html
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Sir Vival


Beiträge: 1764



« Antworten #1 am: 16. Juli 2010, 12:03:41 »

Zitat
Zur Begründung werde in dem Entwurf darauf verwiesen, dass es für erwerbsfähige Hartz-IV-Bezieher stärkere Anreize geben müsse, eine Arbeit aufzunehmen.

Ja ja,.......wenn sie nicht mehr weiter wissen, kommt nur noch gequirlte Scheisse aus deren Fressen!
Und wenn sie was zu wissen glauben, kommt nur ungequirlte Scheisse raus.

Immer auf die Kleinen, immer auf die ärmeren und die, die sich nicht wehren können.

Scheiss-Pack!

Mich würde es nicht wundern, wenn es demnächst Herbst wird  Evil (der Temperaturen wegen)
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Der Tod stellte seine Sense in die Ecke und bestieg den Mähdrescher, denn es ward Krieg!
Politiker sind wie Tauben. Sind sie unten, fressen sie dir aus der Hand. Sind sie oben, wirst du beschissen
Es gibt 2 Arten von Politikern:
- der eine kann nichts!
- der andere nichtmal das!
Onkel Tom


Beiträge: 3446



« Antworten #2 am: 16. Juli 2010, 12:57:43 »

Na, das werden wir alle noch erfahren, ob sich die "ärmsten" und "kleinsten" nicht wehren
können.. Das hört sich zwar nun sarkastisch an, das ich den Fall beobachte und darauf
lauere, das die Regierung in diesem Land damit endlich die Dose der Pandorra öffnet.

Im Angesicht von "träger Masse" bleibt mir anbei wenig über, als zu warten.

Bisher wurden seid Anfang von H4 in sooo vielen kleinen Schritten insgesammt soo
viel Abstriche von Sozialer Sicherheit durchgesetzt, das Beton eigendlich schon
brennbar sein müsste. Aber was ist ?.. Jeder "kleine" Schritt von H4-Verschärfungen so
fein dosiert, das sich Betroffene eher zähneknirschend daran gewöhnen, statt die
Hummel in Hintern zu bekommen, Gleichgesinnte zu suchen und gemeinsam gegen
die Entwicklung (veramerikanisierung) vor zu gehen.

Der amerikanische Präsident hat eingesehen, das purer Kapitalismus keine Dauerhaftigkeit
hat und will Sozialversicherung jedermann zugänglich machen und was passiert hier ?

Knopfleiste (Murkel) und ihre Neoliberale Schar wollen amerikanische Verhältnisse in
diesem Land etablieren  Angry

Ich hoffe, das die Bonzen und Co doch eines Tages die Büchse der Pandorra öffnet.
Dies dürfte dann auch genübend "Anreize" darin geben, den Kontostandsgrößenwahn-
sinnigen den Hintern kräftig zu versohlen.

Wenn mann mal nach "Die Bilderberger" sucht, kommt schnell die Einsicht, was gegen
Ausbeutertum zu unternehmen zu wollen.. Der Rest liegt dann am Zusammenhalt und
Kreativität.

Schönes WE  Wink
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Sir Vival


Beiträge: 1764



« Antworten #3 am: 16. Juli 2010, 13:05:14 »

Ich denke, da wird nicht nur ein Hintern versohlt!

Und die Verhältnisse haben wir doch teils schon.

1 Jahr, dann ist Schluss! Ob man schuld an seiner Situation hat oder nicht. Die Meinung "Wer innerhalb eines Jahres nichts an Arbeit findet, is eh faul und dem gehört´s nicht anders!" kursiert doch eh in deren Köpfen.....und in den hohlen Schädeln des Mobs.

OK, das ist meine Seite. Es gibt aber noch ganz andere Geschichten, die bestimmt schlimmer sind.

Ich hab´s in einem anderen Thread schonmal geschrieben.

Immer ein kleines Stückchen vom Schniedel abschaben tut zwar weh, ist aber nicht lethal, als wenn er im Gegensatz dazu mit einem Hieb abgehackt wird (dann verblutest du nämlich)

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anti-hartz4


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« Antworten #4 am: 17. Juli 2010, 00:42:29 »

Zitat
Zur Begründung werde in dem Entwurf darauf verwiesen, dass es für erwerbsfähige Hartz-IV-Bezieher stärkere Anreize geben müsse, eine Arbeit aufzunehmen.

Die Faschisten meinen damit nichts anderes als, immer billiger sein Leben an einen Sklavenhalter zu verschachern!!
Bisher war ich auch gegen Gewalt,aber das hat sich seit Westerwelle und Merkel geändert! Evil
MENSCHEN AN DIE SPITZE der BRD!!!!
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Widerstand dem Kapitalgesindel
Onkel Tom


Beiträge: 3446



« Antworten #5 am: 17. Juli 2010, 11:31:57 »

Ich fände es gut, wenn nun betroffene Eltern folgendes machen würden..

Statt sich zum 400 Euro-Job zu begeben, ruhig mal eine "blaue Woche" einzulegen..
Nicht einfach so, sondern aus Protest und wenn sich alle Betroffenen daran halten
würden, die erste Monatswoche als blaue Woche durch zu ziehen, bekommt die Politik
und Wirtschaft ein Problem..
Eine Woche auf die Minijobknete (für Alg-II-Bezieherinnen ca. 40,-) verzichten und mit
den Kindern Gleichgesinnte treffen und schöne Tage verbringen, bringt nicht nur
angenehme Abwechslung, sondern schafft auch Kontakte zu "gemeinsam stärker werden"
und bringt paralell noch richtig Druck bei den Bonzen, die viel über Minijobs und anderen
Nidriglohnverhältnissen arbeiten lassen.

Stellt Euch vor, in einem Betrieb, wo 100 Mitarbeiter tätig sind, kommen in der ersten
Monatswoche nur 30 zur Arbeit..  Desto schlimmer die Bonzen es mit Nidriglohnsektor
betreiben, umso härter würde es sie auch treffen..

Also, soo schwach zum Kämpfen sind die "ärmsten und kleinsten" auch nu nicht.
Einfach damit anfangen  Wink
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Sir Vival


Beiträge: 1764



« Antworten #6 am: 17. Juli 2010, 11:34:56 »

Das mit den Konjunktiven wird wohl immer so in D bleiben.....
"wenn mal soundsoviel ...... würden, dann......"
Ich denke, das bekommst du nicht zusammen.
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« Antworten #7 am: 17. Juli 2010, 11:57:49 »

Wieso ich ??  Wink

Ich finde es an der Mentalität D echt zum Kotzen, das bei solchen Dingen die
Masse immer erst ne Handvoll Leute braucht, die sich fast kaputtorganisieren
müssen, um so z.B. eine "blaue Woche" saloonfähig zu machen.

Da können Betroffene lang drauf hoffen.. Die Zeiten, wo sich alle nach den
Ideen einer Person richten, sind lange vorbei (egal welch politischer Art).

In den Köpfen der Masse wird genug Frust getragen.. Einfach Kontakte
zu Leuten suchen, denen es genauso oder ähnlich geht und dann gemeinsam
Interessen und Ideen verwirklichen..
Das wie u.s.w. entwickelt sich dann schon durch einbringen von Ideen etc.
von selbst..

Stell Dir vor, nun machen sich in ganz D gerade mal 10 Betroffene unabhängig
voneinander auf die Suche nach Gleichgesinnten.. Die Zeit des Durchhalten
zieht dann die Bildung von Gruppen nach sich und dann fängt das gemeinsame
Kämpfen an..

Mit Geduld und Spucke der Entsolidarisierung begegnen..

Jeder hat Fähigkeiten, sich in diesem Bezug nützlich zu machen. Naja, nur noch
ein bissel Mut fehlt noch, um damit endlich anzufangen.

Wird echt Zeit..

Nosliw - Es ist an der Zeit

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ThePoor


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« Antworten #8 am: 17. Juli 2010, 12:52:08 »

kürzung elterngeld ist doch schon wieder vom tisch erst mal.... scheinbar...

http://www.neckar-chronik.de/Home/nachrichten/ueberregionale-nachrichten_artikel,-Sonderregelung-fuer-Geringverdiener-und-Mini-Jobber-_arid,106578.html
Berlin Nach massiver Kritik auch aus den Fraktionen von CDU/CSU und FDP hat Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) gestern eine Sonderregelung beim Elterngeld angekündigt. Damit sollen im Rahmen des Sparpaketes noch weitergehende Kürzungen für Geringverdiener und Mini-Jobber verhindert werden.
« Letzte Änderung: 17. Juli 2010, 12:53:59 von ThePoor » Gespeichert
Sir Vival


Beiträge: 1764



« Antworten #9 am: 17. Juli 2010, 13:25:03 »

Kristina Schröder (CDU)

Die ist auch total, aber sowas von........fehl am Platze. Is ja selber noch ein Kind.
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« Antworten #10 am: 17. Juli 2010, 14:10:14 »

Wie hat man es genannt??? Elterngeld???
Ja bitte,dann für alle Eltern!! Sind Eltern im Hartzbezug etwa keine Eltern?? Wer da Unterschiede macht,ist in meinen Augen ein Nazi und gehört weg vom Fenster!!!
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Widerstand dem Kapitalgesindel
ThePoor


Beiträge: 683


« Antworten #11 am: 17. Juli 2010, 15:03:41 »

Kristina Schröder (CDU)

Die ist auch total, aber sowas von........fehl am Platze. Is ja selber noch ein Kind.


tja du kennst die falschen leute, mußt zb koch kennen
http://www.kristinaschroeder.de/zur-person/augenblicke/
Parteitag der CDU Hessen: Kristina Schröder wird erneut in den Vorstand gewählt.

Ich arbeite eng mit Ministerkollegen zusammen.

Huh? tatsächlich, ich dachte minister machen immer nur urlaub in spanien, in mallorca im krieg, oder bessergestellte nehmen flugzeug zum fußball
wie man sich doch irren kann, jung geht , naja wenn niemand da ist, muss halt schröder kommen,
« Letzte Änderung: 17. Juli 2010, 15:08:38 von ThePoor » Gespeichert
Onkel Tom


Beiträge: 3446



« Antworten #12 am: 17. Juli 2010, 15:08:40 »

Ob Verantwortliche das "Zähnefletschen" in Foren mitbekommen und die Hosen
vollbekommen  Roll Eyes

kein Grund zur Beruhigung und den Fall weiter im Auge behalten.. Es ist nur ne
Frage der Zeit, wo wieder jemand Ideen aus der Schublade holt, die ähnliche
Facetten hat, wie das Elterngeld für sozial benachteiligte zu streichen/kürzen..

Was jedoch der ganzen Sache verschleiert kaum ans Licht kommt, ist..

ALG-II-Beziehende Eltern haben so oder so nix davon, weil alles angerechnet
wird..
Irgendwie finde ich das ne ganz fiese Nummer, so auf alles los zu gehen, nach
Einsicht im Deteil die Steuerkasse nicht entlasten zu können und bei solchen
Details den Rückzieher machen..
Für die Meinungsbildung der Allgemeinheit wieder ne Pille namens "So schlimm
wird das schon nicht" verabreicht und im gleichen Zug den armen anders in
die Tasche grabschen.

Hmm, irgendwie erinnert mich das an die Anfänge der Verhartzung, wo Kinder-
sparbücher angerechnet werden sollten.. Die Allgemeinheit brüstete sich dagegen
und während diesem politischen Streit traten andere Dinge in Kraft, die heute
genauso abartig empfunden werden.

Jaja, immer 2 Schritte Sozialabbau voraus und nach Buh-Rufen ein Schritt zurück
und schon ist wieder Ruhe im Stall ?

Nachdenk  Roll Eyes
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