Übersicht   Hilfe Suche Einloggen Registrieren  
Seiten: [1] |   Nach unten
Drucken
Autor Thema: Proteste von Altenpflegern  (Gelesen 3410 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
Kuddel


Beiträge: 11457


« am: 20. Juli 2010, 17:18:02 »

Protest am Angelikastift
Die Beschäftigten im Altenpflegeheim Angelikastift in Connewitz haben am Vormittag für mehr Lohn demonstriert.


Neben einer Lohnerhöhung um zwanzig Prozent fordern die Mitarbeiter auch einen Haustarifvertrag. Elisabeth Dannemann von der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi sagte, die Gewerkschaft stünde schon seit Januar mit dem Arbeitgeber, dem Maternus-Konzern, darüber in Verhandlung. Inzwischen sei die Gewerkschaft so weit mit ihren Ansprüchen runter gegangen, dass sie auch zufrieden seien, wenn nur die Vergütungen auf ein normales Niveau angehoben würden. Weil die Beschäftigten so niedrig entlohnt würden, sei das für den Arbeitgeber auf einen Schlag eine enorme Lohnerhöhung. Eine Pflegefachkraft erhalte derzeit rund 1.500 Euro Brutto-Lohn im Monat. Die Gewerkschaft fordere hier eine Erhöhung auf knapp 2.000 Euro. Der Maternus-Konzern war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

http://mephisto976.uni-leipzig.de/nachrichten/anzeigen/streik-am-angelikastift.html
Gespeichert
Kuddel


Beiträge: 11457


« Antworten #1 am: 23. Oktober 2010, 13:23:48 »

Zitat
»Altenpfleger im Warnstreik«
Mitarbeiter des Ludwig-Frank-Hauses kämpfen um mehr Lohn / Erhöhung wie im öffentlichen Dienst gefordert

Zehn Mitarbeiter des Ludwig-Frank-Hauses haben gestern gestreikt. Um ihrer Forderung nach mehr Lohn Nachdruck zu verleihen, kam eine Bezirkskonferenz der Arbeiterwohlfahrt in Weinheim genau richtig.


autor: birgit santo




23.10.2010 - Lahr. Es ist Freitagmorgen 10.30 Uhr, am Tankhof nahe der Autobahn haben sich zehn Pflegekräfte des Lahrer Ludwig-Frank-Hauses versammelt und warten auf einen Bus aus Freiburg Er soll sie zusammen mit Erziehern aus Tagesstätten der Arbeiterwohlfahrt (Awo) nach Weinheim bringen, wo sie anlässlich einer Bezirkskonferenz der Awo den Forderungen der Gewerkschaft Verdi nach sechs Prozent Lohnerhöhung und weiteren Anpassungen Nachdruck verleihen wollen. Was sie in Weinheim erwartet, wissen die insgesamt 48 Männer und Frauen nicht. Klar ist jedoch, dass sie mit ihrem bisherigen Lohn nicht mehr einverstanden sind.

»Früher hat sich der Lohn der Awo am öffentlichen Dienst orientiert, da mussten wir uns keine Gedanken machen und nicht streiken«, berichtet Ute Himmelsbach, Betriebsratsvorsitzende im Ludwig-Frank-Haus und Mitglied im Gesamtbetriebsrat der Awo. Darum sei es auch schwierig, die Mitarbeiter in der Altenpflege zu einem Streik zu motivieren. Viele seien bei einer solchen Aktion auch sehr vorsichtig, wollten damit nicht in die Schusslinie geraten, und oft wollten die Pflegekräfte auch nicht ihre pflegebedürftigen Menschen wegen eines Warnstreiks im Stich lassen. »Doch mehr Lohn ist nicht nur für das Pflegepersonal an sich von Bedeutung, sondern ist auch für die Zukunft der Awo-Pflege wichtig«, so Himmelsbach. Denn wenn schlecht bezahlt werde, würden viele Fachkräfte abwandern, beispielsweise in die Schweiz, wo die Löhne für Pflegekräfte erheblich höher angesiedelt seien.

Die Notwendigkeit einer höheren Einstufung für Fachkräfte sieht auch Stefan Naundorf, Heimleiter des Ludwig-Frank-Hauses.

Denn auch er sieht den Wettbewerb um examiniertes Pflegepersonal und erwartet bald einen Fachkräfte-Mangel. »Es muss schon etwas gehen, sonst zieht man den Kürzeren«, sagt Naundorf. Doch die Forderung nach sechs Prozent mehr Lohn ist für ihn »gesellschaftlich gesehen aus der Luft gegriffen«, angesichts einer Lohnerhöhung um 3,7 Prozent bei den Metallern. Doch Verständnis für die, die sich gestern auf den Weg nach Weinheim gemacht haben, wo auch er selbst an der Konferenz teilnimmt, hat er allemal.
»Es ist schließlich auch nicht so, dass unsere pflegebedürftigen Menschen im Haus darunter leiden müssten«, berichtet Stefan Naundorf über eventuelle Streik-Auswirkungen. Wenn nur zehn von insgesamt 140 Awo-Mitarbeitern streiken, könne das gut aufgefangen werden. »Das Bedürfnis um sechs Prozent mehr Lohn zu kämpfen, scheint in unserem Haus nicht so stark zu sein«, urteilt der Heimleiter.
Und wenn der Warnstreik größere Ausmaße annehmen sollte? Dann müsse Verdi trotzdem nach dem Gesetz den laufenden Betrieb sicherstellen. »Die Bewohner dürfen nicht gefährdet sein«, so Naundorf.

Die Forderungen

Die Gewerkschaft Verdi fordert für die Awo-Beschäftigten:


6 Prozent Lohnerhöhung, mindestens 110 Euro monatlich,
Nachtzuschlag von 20 Prozent,
gleiche Eingruppierung der Erzieher wie im öffentlichen Dienst,
80 Euro mehr pro Monat für Auszubildende und Abschluss einer Übernahmeregelung für Auszubildende und Annerkennungspraktikanten,
fünf freie Tage zusätzlich pro Jahr für Verdi-Mitglieder.

Die Angebote

Der Arbeitgeber bietet nach der dritten Verhandlungsrunde:


Erhöhung der Entgelte in drei Schritten: 1,2 Prozent rückwirkend zum 1. August 2010, weitere 0,6 Prozent ab 1. August 2011 und weitere 0,5 Prozent ab 1. März 2012,
Erhöhung der Ausbildungsentgelte um 2,3 Prozent, Anhebung der Ausbildungsentgelte für Schülerinnen um 40 Euro,
Zuschläge für examinierte Pflegekräfte in Stufe I 100 Euro und in Stufe II 50 Euro, für Sozialpädagogen in Stufe I 150 Euro, in Stufe II 75 Euro, für Erzieher in Stufe I 200 Euro, in Stufe II 100 Euro,
Laufzeit des Vertrags bis 30. September 2012.
http://www.baden-online.de/news/artikel.phtml?page_id=412&db=news_lokales&table=artikel_lahr&id=4651#
Gespeichert
Kuddel


Beiträge: 11457


« Antworten #2 am: 22. März 2011, 20:07:25 »

Zitat
Lohnsenkung statt Motivation

„Alle wollen, dass der Pflegeberuf attraktiver wird. Doch das Gegenteil geschieht: Die Caritas in Osnabrück will die Löhne der Mitarbeiter von Altenheimen um vier Prozent senken.Der Caritasdirektor für die Diözese Osnabrück, Franz Loth sagte in einem Interview: „Wir stellen uns bewusst gegen Lohndumping und wollen qualifizierte Arbeit auch angemessen vergüten. Zugleich kämpfen unsere Einrichtungen aber um das wirtschaftliche Überleben.“ Wenn der Pflegeberuf attraktiver wird, dann ganz sicher nicht dadurch, dass der Lohn für einen physisch und psychisch aufreibenden Job im Heim, der ohnehin schon nicht hoch ist, weiter gesenkt wird. Das Signal dahinter lautet etwa so: De facto sind die Mitarbeiter völlig egal, wer gehen will, der soll halt gehen. Und: Heime sind ohnehin das letzte Glied in der Kette, da kann man dann auch die Löhne senken. So jedenfalls könnte man die Botschaft der Caritas verstehen...“
http://www.bi-daheim.de/thema_detail.php?showobject=2380
Gespeichert
Kuddel


Beiträge: 11457


« Antworten #3 am: 21. Mai 2018, 08:34:50 »

Gespeichert
admin
Administrator

Beiträge: 2306


« Antworten #4 am: 13. Juni 2018, 17:49:24 »

Man hört nicht oft Nachrichten aus diesem kleinen Land...

Remmi-Demmi im Pflegeheim in Luxemburg:

Zitat
Bettemburg: Streik im Pflegeheim

Ab 6 Uhr wird am Mittwoch das Senioren- und Pflegeheim “An de Wisen” in Bettemburg bestreikt. Auslöser ist die Weigerung der Betreiber, einem Teil der Beschäftigten die ihnen laut Kollektivvertrag zustehenden Aufbesserungen zu zahlen.

(...)
Dem Streik in Bettemburg werden wohl noch andere Arbeitsniederlegungen in vier weiteren Häusern folgen. Insgesamt 350 FHL-Beschäftigte im Pflegesektor sehen sich ungerecht behandelt.
(...)
Urabstimmung: 99 Prozent Zustimmung

Der Streikentscheidung gingen in den letzten Tagen Urabstimmungen voraus. Jene bei “An de Wisen” ergab am Montagabend eine Zustimmung zur Arbeitsniederlegung von 99 Prozent, so Nora Back. Ähnlich hoch fiel die Entscheidung bei den Mitarbeitern von “Les Parcs du 3e Age” in Bartringen aus. Die Abstimmung in den anderen Institutionen lief am Dienstagmorgen noch.
http://www.tageblatt.lu/headlines/bettemburg-streik-im-pflegeheim/

Zitat
Pflegeheim „An de Wisen“ in Bettemburg: Gewerkschaft beklagt „dubioses“ Firmenkonstrukt

In Bettemburg streiken die Mitarbeiter des Pflegeheimes weiter. Nun rücken auch das Firmenkonstrukt des Betreibers Sodexo und die Rolle des Staats in den Fokus. Die Gewerkschaft OGBL verlangt, dass der Staat Kontrollen durchführt.

(...)
Zum anderen vermutet der OGBL, dass Sodexo seine Bilanzen in Luxemburg absichtlich schlecht schreibt. Gewinne würden mit hohen und “unerklärlichen” Rückstellungen versteckt. Dagegen erhalte die Firma Darlehen vom Staat. “Steuergelder”, wie der OGBL sagt. Des Weiteren lagerte der Betreiber des Pflegeheimes Arbeiten aus, die nicht direkt mit der Pflege im Zusammenhang stehen, – und zwar an Sodexo und für Geld, das “nicht beim Personal landet”.

Die Gewerkschaft fordere vom Staat keine Hilfe für den Betrieb, so Nora Back. Die Gewerkschafter verlangen, dass die Belegschaft richtig und rückwirkend – so wie im Kollektivvertrag vorgesehen – bezahlt wird und dass der Staat seine Kontrollfunktion endlich wahrnimmt, insbesondere was die Finanzen angeht. Falls sich herausstellen sollte (die Gewerkschaft bleibt hier im Konditionalis), dass Sodexo nicht korrekt gearbeitet hat, dann solle der Staat sich einen neuen Partner für den Betrieb des Pflegeheimes suchen.

Die Gewerkschaft veranstaltet am Samstag ab zwölf Uhr eine Solidaritätskundgebung in Bettemburg.
http://www.tageblatt.lu/headlines/pflegeheim-an-de-wisen-in-bettemburg-gewerkschaft-beklagt-dubioses-firmenkonstrukt/

Zitat
200 Teilnehmer bei Kundgebung in Bettemburg – trotz Verbot Zeitarbeiter eingesetzt?

Der Streik vor dem Pflegeheim “An de Wisen” in Bettemburg ist am Samstag fortgesetzt worden. Mehr als 200 Demonstranten kamen zu einer Solidaritätskundgebung – während die Firmenleitung hinter dem Haus ein Grillfest veranstaltete.

(...)
Nach Angaben des OGBL wird derzeit den Bewohnern das Frühstück vom Reinigungspersonal gebracht. Die Unternehmensleitung habe außerdem Schüler, Praktikanten und Rentner gebeten, einzuspringen.

Ebenfalls nach Angaben der Gewerkschaft habe die Firmenleitung eine Zeitarbeitsfirma beauftragt. Im Streikfall, auf Zeitarbeiter zurückzugreifen, ist allerdings verboten. Die Mitarbeiter der Zeitarbeitsfirma seien kurz nach ihrer Ankunft am Morgen wieder abgezogen, so der OGBL. Die Zeitarbeitsfirma kenne die Gesetze scheinbar besser als Sodexo und der Leiter des Bereiches Senioren bei Sodexo Luxembourg, Christian Erang, so die Gewerkschaft.
http://www.tageblatt.lu/headlines/200-teilnehmer-bei-kundgebung-in-bettemburg-trotz-verbot-zeitarbeiter-eingesetzt/

Zitat
Streik im Pflegesektor: Belegschaft protestiert vor Firmenzentrale
(...)
Nachdem am Samstag mehr als 200 Demonstranten zu einer Solidaritätskundgebung kamen – während die Firmenleitung hinter dem Haus ein Grillfest veranstaltete...
Am Montag waren Vertreter der ITM (“Inspection du travail et des mines”) in Bettemburg vor Ort und prüften mehrere Stunden lang das Unternehmen bzw. die Arbeitsabläufe. Wie die zuständige Gewerkschaftssekretärin Nora Back gegenüber dem Tageblatt erläuterte, bestellte die Gewerkschaft die Inspektion, da sie den Verdacht hatte, dass Interim-Personal im Heim arbeitete, dass pensionierte Mitarbeiter und Freiwillige (ohne die nötige Qualifikation) zur Pflege eingesetzt wurden und dass das Personal mit SAS-Kontrakt (das nicht mitstreiken darf) zu viele Überstunden leisten muss.

Streik in Bartringen beendet

Am Samstag bereits hatte die Gewerkschaft einen Gerichtsvollzieher bestellt, der gemeinsam mit einem Personaldelegierten ins Haus wollte, was ihm verwehrt wurde.
(...)
Im Bartringer Pflegeheim hingegen konnte der OGBL bereits nach drei Stunden Streik einen Erfolg vermelden. Die Direktion lenkte ein und unterzeichnete ein Abkommen, das die Forderungen der Gewerkschaft erfüllte. Hier ist der Ausstand denn auch beendet. Weitere Pflegeheime, die sich ebenfalls weigern, das betroffene Personal entsprechend dem FHL-Kollektivvertrag zu bezahlen, sind weiterhin von möglichen Streikaktionen bedroht. Wann der Streik sich ausweitet, teilt der OGBL zurzeit noch nicht mit.
http://www.tageblatt.lu/nachrichten/luxemburg-nachrichten/streikende-vor-sodexo-firmensitz/

Zitat
Verhärtete Fronten in Bettemburg: Streik scheint nach Polizeieinsatz kein Ende zu finden

Seit acht Tagen wird im Bettemburger Pflegeheim “An de Wisen” gestreikt. Die Belegschaft fordert mehr Geld. Am Mittwochmorgen kommt es schließlich zum Eklat: Die Direktion der Einrichtung ruft die Polizei. Eine baldige Lösung scheint nicht in Sicht. Beide Seiten beharren auf ihren Positionen.




Am Mittwochmorgen stand plötzlich die Polizei vor dem Bettemburger Heim “An de Wisen”. Der Direktor Christian Erang hatte die Beamten gerufen, weil die Streikenden vor der Tür eine Blockade aufgebaut hatten. Die Gewerkschaft OGBL wollte verschiedene Personen nicht in das Gebäude lassen. Darunter Praktikanten und Mitarbeiter, die von anderen Pflegeheimen als Unterstützung hinzugerufen worden waren. Tatsächlich hatte der Copas, der Dachverband der Pflegeheime, am Dienstag einen Solidaritätsaufruf gestartet und andere Heime gebeten, sie sollten doch Mitarbeiter nach Bettemburg schicken, um dort mitzuhelfen. Der OGBL sprach von einem Verstoß gegen das Arbeitsrecht und kündigte an, dass sie gegen die Vorgehensweise des Dachverbands klagen würden.

“Am Mittwochmorgen standen wir um sechs Uhr vor dem Heim, weil wir verhindern wollten, dass Streikbrecher ins Gebäude gelangen”, erzählt Nora Back, die beim OGBL für den Bereich Pflege zuständig ist. Die Gewerkschaft wollte mit den Streikenden kontrollieren, ob die Leute, die in das Gebäude eintreten, auch tatsächlich dort arbeiten. “Als Mitarbeiter anderer Pflegeheime aufkreuzten, haben wir ihnen den Zutritt verwehrt.” Auch eine Reihe Praktikanten, die schon länger im Pflegeheim arbeiten, wurden nicht hereingelassen. “Die Praktikanten werden eingesetzt, um die Arbeiten des fehlenden Personals zu übernehmen”, empört sich Back. “Das wollten wir nicht geschehen lassen.” (...)
http://www.tageblatt.lu/headlines/eklat-bei-streik-in-bettemburg-direktor-des-pflegeheims-ruft-polizei/
Gespeichert
Kuddel


Beiträge: 11457


« Antworten #5 am: 14. Juni 2018, 12:29:06 »

Zitat
Pflege: Streik weitet sich auf Luxemburg-Stadt aus

Der Sozialkonflikt im Pflegesektor, der seit vergangener Woche mit aller Härte im Bettemburger Pflegeheim “An de Wisen” von Sodexo ausgetragen wird, weitet sich aus. Die Gewerkschaft OGBL beschloss am Donnerstagmorgen, das Haus von Zitha-Senior in der Haupstadt nahe des “Rousegäertchen” ebenfalls zu bestreiken. Um 11.30 Uhr sollen Streikposten vor dem Gebäude stehen; Mitarbeiter, die für die Anerkennung ihres FHL-Statutes kämpfen, sollen die Arbeit niederlegen.

Somit dürfte klar sein, dass der OGBL nicht vorhat, einzulenken. Auf der anderen Seite hat die COPAS, der Dachverband der Pflegeinstitutionen sich hinter die, vom Arbeitskampf betroffenen Häuser gestellt und versucht sie mit Personal aus anderen Häusern am laufen zu halten. Arbeitsinspektion und Polizei wurden bereits eingeschaltet, erste Solidaritätsbekundungen unterstützen die Streikenden.

Währenddessen hat die COPAS der Regierung am Donnerstag eine Reihe Lösungen vorgelegt, durch die der Streik beendet werden soll. Worin diese Lösungsvorschläge bestehen ist unbekannt. Der Sozialminister Romain Schneider (LSAP) will die Ideen der Copas aber am Freitag seinen Ministerkollegen im Regierungsrat präsentieren.
http://www.tageblatt.lu/headlines/pflege-streik-weitet-sich-auf-luxemburg-stadt-aus/
Gespeichert
Fritz Linow


Beiträge: 1196


« Antworten #6 am: 19. Juni 2018, 21:12:34 »

Zitat
17.6.18
Pflegeheime atmen auf -​​ Streik für beendet erklärt
LUXEMBURG - Regierung, Syndikate und Arbeitgeber haben sich im Tarifstreit im Pflegesektor auf eine Lösung geeinigt.

Der Streik in den Luxemburger Pflegeheimen ist vorerst beigelegt. Premierminister Xavier Bettel (DP) und der OGBL gaben am Sonntag das Ende des Tarifkonflikts bekannt. Mit dem Arbeitgeber-Verband der Branche Copas wurde eine entsprechende Vereinbarung geschlossen. Bettel sprach von einer «dauerhaften Lösung im Interesse von Bewohnern und Mitarbeitern von Pflegeheimen». Die Gewerkschaft sah ihrerseits einen «Sieg auf ganzer Linie».
(...)

http://www.lessentiel.lu/de/wirtschaft/story/Pflegeheime-atmen-auf-Streik-fuer-beendet-erklaert-16024904
Gespeichert
Kuddel


Beiträge: 11457


« Antworten #7 am: 25. Juli 2018, 13:36:57 »

Zitat
Protest in Maintal
Kampf für Tariflohn in der Pflege

Pflegerinnen und Pfleger protestieren in Maintal (Main-Kinzig-Kreis) vor dem DRK-Seniorenzentrum. Sie fordern einen Tarifvertrag. Die Chefin des Heims weist die Verdi-Kritik zurück.



Während einer „aktiven Pause“ am Dienstag forderten die Pflegerinnen Tariflöhne.

„Gemeinsam stark für mehr Personal in der Altenpflege“, steht auf einem Schild, auf einem anderen „Ohne Tarifvertrag ist alles doof.“, egal ob Lohn oder Arbeitszeiten. Elf Pflegerinnen und Pfleger, die im „Kleeblatt“ arbeiten, einem DRK-Seniorenzentrum in Maintal-Hochstadt, haben diese Schilder am Dienstag hochgehalten. Sie folgten dem Aufruf der Gewerkschaft Verdi zu einer „aktiven Mittagspause“, um einen Tarifvertrag zu fordern.

Das Deutsche Rote Kreuz hat zwar einen Tarifvertrag mit Verdi abgeschlossen, der auch für Seniorenheime Löhne vorsieht, deren Höhe sich mit öffentlich betriebenen Häusern vergleichen lasse, sagt Anette Hergl, Verdi-Fachsekretärin für Altenpflegeeinrichtungen. Das Seniorenzentrum ist aber rechtlich selbstständig und deshalb nicht an den DRK-Tarifvertrag gebunden. Ebenso wie die Zentren in Dörnigheim und Bischofsheim firmiert es als Wohnen und Pflege im Alter in Maintal GmbH.

„Es steht zwar DRK an der Tür, für die Beschäftigten ist dann aber der DRK-Lohn nicht drin“, kritisiert Verdi-Landesfachbereichsleiter Georg Schulze-Ziehaus. Eine examinierte Altenpflegekraft bekomme im Monat schon mal 386 Euro (brutto) weniger als eine nach Tarif entlohnte Altenpflegerin, bei Hilfskräften könne die Differenz bei 423 Euro liegen. Verdi will dies zusammen mit der Belegschaft ändern und verweist auf die Koalitionsvereinbarung im Bund, nach der die Löhne in der Altenpflege durch flächendeckende Tarifverträge kräftig angehoben werden sollen, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Verdi wird mit der Maintaler Leitung Sondierungsgespräche führen, „wegen Urlaub der Geschäftsführung leider erst am 31. August“, so Hergl.

Von insgesamt 170 Beschäftigten in den Einrichtungen haben sich laut Verdi rund 100 an den Betriebsratswahlen im Juni beteiligt. Die Gründung sei ein Erfolg, es habe Widerstände gegeben. Zur Vorsitzenden wurde Manuela Fritsche gewählt. „Wir leisten jeden Tag gute Arbeit und sind es wert, gut entlohnt zu werden“, sagt sie. „Wir arbeiten gerne und sorgen dafür, dass sich die Menschen bei uns wohlfühlen.“ Die Mieten in Maintal und Umgebung seien gestiegen, auch die Lebenshaltungs- und Betreuungskosten seien hoch. Mehrere Mitarbeiterinnen berichten, dass ihnen nach Abzug der Fixkosten nur etwa 300 Euro zum Leben bleiben.
http://www.fr.de/rhein-main/alle-gemeinden/main-kinzig-kreis/protest-in-maintal-kampf-fuer-tariflohn-in-der-pflege-a-1550575
Gespeichert
Seiten: [1] |   Nach oben
Drucken
Gehe zu: