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Autor Thema: Hirnwäsche, Propaganda & Zensur - Das Abrutschen des jounalistischen Mainstreams  (Gelesen 129218 mal)
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Fritz Linow


Beiträge: 655


« Antworten #725 am: 13. April 2017, 15:23:30 »


Gehts noch?! Nicht mehr ganz bei Trost?


Aber so was von. Eigentlich meinte ich niemanden hier, sondern eher diejenigen, die nur am Schimpfen sind, wie blöd doch die Journalie ist. Insofern ist es mißverständlich ausgedrückt. Wenn Du dich angesprochen fühlst, ist es mir allerdings auch egal.

Nach einer Woche Aufenthalt bei diesen Alternativmedien habe ich aber den Eindruck, dass es eher darum geht, den anderen ihre Inkompetenz, Ignoranz usw vorzuwerfen, ohne selber etwas bieten zu können. Das wirkt eher wie ein kindischer Kleinkrieg von den Artikeln bis zu den Kommentaren. Dass insgesamt viel Mist geschrieben wird, hängt natürlich mit Hirnwäsche, Propaganda & Zensur zusammen, aber auch mit der wirtschaftlichen Lage und der Bezahlung. Das wird bei dem ganzen Rumgemecker zu oft vergessen.
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BGS
Polarlicht


Beiträge: 2560



« Antworten #726 am: 13. April 2017, 16:50:03 »

...
Macht es anders, besser oder haltet die Fresse!

...
[/quote]
...
 Wenn Du dich angesprochen fühlst, ist es mir allerdings auch egal.
...

Im Leben nicht.


Ich wundere mich nur über den unterirdischen Ton vom ollen Fritze und finde es schlicht unangemessen Macht es anders, besser oder haltet die Fresse! zu schreiben. In einem Diskussionsforum, wie schon festgestellt ward.

MfG

BGS

« Letzte Änderung: 13. April 2017, 16:55:12 von BGS » Gespeichert

"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

http://www.chefduzen.de/index.php?topic=21713.msg298043#new
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)
Troll
Abused Frog


Beiträge: 6406



« Antworten #727 am: 13. April 2017, 17:44:13 »

Da ja immer wieder beklagt wird, dass das eine Medium das eine, das andere aber das andere sagt, also alles irgendwie Lügenpresse ist und man verdammt aufpassen müsse, was einem da so aufgetischt wird, sind vielleicht auch mal die Vergütungen interessant und unter welchen Bedingungen überhaupt noch Leute dazu bereit sind, dem "Pöbel" Informationen zu bieten.

Mich jedenfalls nerven diese ganzen Meinungen von Leuten gewaltig, die schön als Informationskonsumenten immer alles besser wissen, ohne auch nur mal im Ansatz selber versucht zu haben zu recherchieren und das in eine vermittelbare Form zu bringen. Es ist ziemlich einfach draufzuhauen und im Gleichschritt mit den Nachdenkseiten oder neuerdings Rubikon und tausend anderen Alternativmedien mitzumarschieren. Nebenbei kann man aber vielleicht auch mal bedenken, dass es noch Leute gibt, die zumindest gewillt sind, ihr bestes zu geben und dabei logischerweise auch Fehler machen, aber auch versuchen, davon leben zu können, womit wir am Anfang wären:

http://wasjournalistenverdienen.tumblr.com/

Da sind ganz interessante Erfahrungs- und Vergütungsberichte aufgelistet. Macht es anders, besser oder haltet die Fresse!


Ok!
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Dieter Hildebrandt
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Jiddu Krishnamurti
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Administrator

Beiträge: 2079


« Antworten #728 am: 19. April 2017, 13:41:39 »

...
Macht es anders, besser oder haltet die Fresse!

Ich wundere mich nur über den unterirdischen Ton vom ollen Fritze und finde es schlicht unangemessen

Nungut, der Ton ist nicht gerade freundlich.

Ich finde es aber berechtigt zu hinterfragen, was wir hier eigentlich tun.
Dabei beschleicht auch mich oftmals das Gefühl, diese Plattform verkommt zunehmend zu einem Ort, an dem man herumjammert, aber keinerlei Interesse zeigt, etwas an den herrschenden Zuständen zu ändern. Damit betrachte ich auch den Sinn dieses Forums in Frage gestellt. Und sowas verleitet auch mich zu einem unfreundlichen Ton.

Nehmen wir ganz praktisch das Thema "Medien", das Stein des Anstoßes war.
Wenn wir davon ausgehen, daß die Medien ein Hauptgrund für die herrschende politischen Verwirrung und die Stimmung der Resignation verantwortlich sind, dann sollten wir diese Rolle der Medien angreifen und nach Alternativen suchen.

Ich halte das sogar für einfach.
Die Bezeichnung als Lügenpresse, Systempresse, Lückenpresse etc. mag zwar zutreffend sein, bleibt aber folgenlos.
Man muß sich die Methoden ansehen, die die Medien benutzen, Roß und Reiter nennen und die Macht- und Eigentumsverhältnisse in den Medien beleuchten.

Diese Macht- und Eigentumsverhältnisse dürfen nicht hingenommen werden. Der Forderung aus den 60er Jahren "Enteignet Springer!" halte ich für inspirierend.

Es ist auch notwendig, dem medialen Dreck eine eigene, brauchbare Berichterstattung entgegenzustellen. Fritze hat selbst vorgemacht, daß man nichts weiter braucht, als eine Suchmachine und ein wenig Zeit, um herrschende Netzwerke offenzulegen.

Er geht mit einem guten Beispiel voran und in der Beziehung kann ich ihm nur beipflichten: Macht es besser, als die herrschenden Medien.
Hier ist ein Ort dafür. CD mag zwar nicht groß sein, doch es hat Einfluß auf die politische Diskussion und Journalisten diverser Medien lesen hier mit.

Es geht aber nicht nur um die privaten Medien, sondern genauso um die Öffentlich Rechtlichen.
Deren Arbeitsweise und Machtstrukturen gehören analysiert und in Frage gestellt.
Die hier im Forum oft geforderte Abschaffung der GEZ halte ich in dieser Form für falsch und kontraproduktiv. Es ist das, was auch die AfD fordert und zu einer radikalen Verschlechterung der ohnehin schlechten Berichterstattung führen würde.

Ich hoffe, daß eine lebendige Diskussion der medialen Verhältnisse endlich das Gejammere ablöst.

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Kuddel


Beiträge: 9446


« Antworten #729 am: 09. Mai 2017, 19:37:16 »

Eine Berichterstattung, die ausblendet und Nebelkerzen wirft

Interview über die blinden Flecken im Journalismus beim Thema Arbeit




https://www.heise.de/tp/features/Eine-Berichterstattung-die-ausblendet-und-Nebelkerzen-wirft-3703531.html
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Fritz Linow


Beiträge: 655


« Antworten #730 am: 09. Juni 2017, 08:22:10 »

Gestern gab es noch etwas zu den Cum-Ex-Geschäften auf Panorama. Was als großartiger Investigativjournalismus angekündigt wurde, war irgendwie ein Tiefpunkt in Sachen Enthüllung. Die beiden Journalisten wurden ständig dabei gefilmt, wie geil sie sind, standen meistens nur dumm rum und telefonierten. Die haben sich noch nicht einmal groß Mühe gegeben, das Geschäft zu erklären und blieben auf dem Niveau der Sendung mit der Maus. Muss ja nicht schlecht sein, aber die Reportage vor einigen Monaten darüber war besser.

Wer es gestern verpasst hat:
http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/Milliarden-aus-der-Staatskasse-Die-Steuerraeuber,panorama7668.html
« Letzte Änderung: 09. Juni 2017, 08:35:19 von Fritz Linow » Gespeichert
Rudolf Rocker
Waldkauz


Beiträge: 12030



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« Antworten #731 am: 09. Juni 2017, 08:53:25 »

Zitat
Muss ja nicht schlecht sein, aber die Reportage vor einigen Monaten darüber war besser.
Als ich diese Meldung hörte, war mein erster Gedanke auch: Das ist doch schon längst bekannt! Da gab es doch neulich schon eine Doku drüber!
Ich glaube, die habe ich sogar bei "Glotze glotzen" verlinkt?
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Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!
Kuddel


Beiträge: 9446


« Antworten #732 am: 18. Juni 2017, 15:09:17 »

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dagobert


Beiträge: 3948


« Antworten #733 am: 23. Juni 2017, 18:31:51 »

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/65-Jahre-Bild-Viele-Schlagzeilen-viele-Ruegen,zapp10748.html
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Kuddel


Beiträge: 9446


« Antworten #734 am: 25. Juni 2017, 09:40:19 »

Als  ich mich fragte, wer so einen Scheiß schreibt,

Zitat
Hochkonjunktur
Hey Boss, ich krieg mehr Geld

Der Wirtschaftsboom zahlt sich endlich für die Angestellten aus: Viele können die Bedingungen diktieren - und die Arbeitgeber fügen sich.
http://www.spiegel.de/spiegel/der-boom-am-arbeitsmarkt-gibt-angestellten-eine-starke-verhandlungsposition-a-1153715.html

stieß ich ohne großartige Recherche auf folgende Infos über den Qualitätsjournalisten:



Sven Böll wechselt zu Hering Schuppener *

Der Spiegel-Journalist Sven Böll steigt Mitte August bei Hering Schuppener ein. Er startet als Director im Kapitalmarktteam in Frankfurt und soll später zu einem Teil seiner Zeit in Berlin arbeiten.

Böll ist seit dem Jahr 2012 Wirtschaftskorrespondent im Hauptstadtbüro des Nachrichtenmagazins. In dieser Zeit verantwortete er auch die Erstellung eines Innovations-Reports für die Verlagsgruppe. Zuvor leitete er das Wirtschaftsressort bei Spiegel Online und war Unternehmensredakteur beim manager magazin.

Bevor er die Deutsche Journalistenschule in München besuchte, arbeitete Böll mehrere Jahre für eine Strategieberatung. Er studierte Politik und Volkswirtschaft in Bonn, Berlin und Paris.

Da fehlt eigentlich nur noch die Zughörigkeit zur Atlantikbrücke.



* Lobbypedia über Hering Schuppener:

Die Hering Schuppener-Gruppe wurde 1995 von Ralf Hering und Bernd Schuppener gegründet.

Sie bietet ein Bündel von Dienstleistungen an, das vom Coaching und der Krisenkommunikation bis zur Medienarbeit und dem Medientraining reicht. Zur Medienarbeit gehört auch, Einfluss auf die Berichterstattung im Sinne der Kunden zu nehmen. Die Berater von Hering Schuppener verfügen über exzellente Kontakte zu Entscheidungsträgern in der Wirtschaft, der Politik und den Medien.

Hering Schuppener und der EnBw-Deal
Beim umstrittenen EnBW-Deal, den der frühere baden-württembergische Ministerpäsident Stefan Mappus und der damalige Deutschlandchef von Morgan Stanley, Dirk Notheis, am Parlament vorbei eingefädelt hatten, war Hering Schuppener im Auftrag von Morgan Stanley als Berater tätig. Notheis hatte Mappus im Herbst 2010 empfohlen, als "Medienberater" einen Mitarbeiter von Hering Schuppener zu beauftragen:
"Er wird den richtigen Spin bei FAZ, Handelsblatt, FTD etc. erzeugen und Dich aufs Titelblatt bringen."
Im Rahmen ihrer Ermittlungen gegen Mappus und Notheis durchsuchte die Staatsanwaltschaft am 11. Juli 2012 auch die Düsseldorfer Büros von Hering Schuppener.



So macht man Karriere im Journalismus.
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« Antworten #735 am: 26. Juni 2017, 16:14:47 »

Trotz allem sehr beeindruckend, im deutschen Medienwald eisernes Schweigen, kurz vorstellen, Theresa May würde ähnliche Reaktionen (gerade bei den jüngeren) auslösen, es gäbe keinen Weg daran vorbei.



So  gesehen auch beeindruckend mit welcher Gewalt uns unsere "Qualitätsmedien" die angebliche Alternativlosigkeit in die Schädel hämmern wollen.
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« Antworten #736 am: 26. Juni 2017, 17:42:15 »

Wow!!!!! Shocked Da merkt man erst mal wie Scheiße unsere Politik- Darsteller wirklich sind!
Wenn ich mir eine Rede von Merkel oder Schulz anhöre, muss ich nach 20 Sekunden wegschalten, weil der Würgereiz einsetzt! Ich kann mir ehrlich gesagt überhaupt keinen Politiker in Deutschland vorstellen, der sich z.B. beim Hurricane hinstellt und so eine Rede hält!
« Letzte Änderung: 26. Juni 2017, 18:12:10 von Rudolf Rocker » Gespeichert

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« Antworten #737 am: 27. Juni 2017, 07:58:48 »

Die SZ kann´s gar nicht verstehen:
Zitat
Jeremy Rockstar Corbyn
http://www.sueddeutsche.de/politik/grossbritannien-jeremy-rockstar-corbyn-1.3559783
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Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!
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« Antworten #738 am: 27. Juni 2017, 10:43:23 »

Zitat
Die SZ kann´s gar nicht verstehen

Da kommt Freude auf, für ein 45-Sekündiges Video, 30-Sekunden Werbung, bravo SZ.

Und das unsere Qualitätsgazetten das nicht fassen können ist auch nicht weiter verwunderlich, ein alter Altlinker (Ewiggestriger, wirtschaftlicher Nullblicker) begeistert die "politikverdrossene" Jugend weil er mehr als Sklaverei für die Jugend in der Zukunft sieht und dies auch noch für möglich hält. Die konservative Welt kommt da aus dem kotzen gar nicht mehr raus, der Alte fegt mal eben all die mühsam etablierten Standardprognosen und Erklärungen des Alternativlosen vom Tisch.
Klar zweifle ich nach den vielen regierenden "Sozialisten" in anderen Ländern ob er das ggf. durchhält, ich wünsch es ihm.
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