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Autor Thema: Hirnwäsche, Propaganda & Zensur - Das Abrutschen des jounalistischen Mainstreams  (Gelesen 147974 mal)
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Fritz Linow


Beiträge: 738


« Antworten #725 am: 13. April 2017, 16:23:30 »


Gehts noch?! Nicht mehr ganz bei Trost?


Aber so was von. Eigentlich meinte ich niemanden hier, sondern eher diejenigen, die nur am Schimpfen sind, wie blöd doch die Journalie ist. Insofern ist es mißverständlich ausgedrückt. Wenn Du dich angesprochen fühlst, ist es mir allerdings auch egal.

Nach einer Woche Aufenthalt bei diesen Alternativmedien habe ich aber den Eindruck, dass es eher darum geht, den anderen ihre Inkompetenz, Ignoranz usw vorzuwerfen, ohne selber etwas bieten zu können. Das wirkt eher wie ein kindischer Kleinkrieg von den Artikeln bis zu den Kommentaren. Dass insgesamt viel Mist geschrieben wird, hängt natürlich mit Hirnwäsche, Propaganda & Zensur zusammen, aber auch mit der wirtschaftlichen Lage und der Bezahlung. Das wird bei dem ganzen Rumgemecker zu oft vergessen.
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BGS
Polarlicht


Beiträge: 2619



« Antworten #726 am: 13. April 2017, 17:50:03 »

...
Macht es anders, besser oder haltet die Fresse!

...
[/quote]
...
 Wenn Du dich angesprochen fühlst, ist es mir allerdings auch egal.
...

Im Leben nicht.


Ich wundere mich nur über den unterirdischen Ton vom ollen Fritze und finde es schlicht unangemessen Macht es anders, besser oder haltet die Fresse! zu schreiben. In einem Diskussionsforum, wie schon festgestellt ward.

MfG

BGS

« Letzte Änderung: 13. April 2017, 17:55:12 von BGS » Gespeichert

"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

http://www.chefduzen.de/index.php?topic=21713.msg298043#new
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)
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Abused Frog


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« Antworten #727 am: 13. April 2017, 18:44:13 »

Da ja immer wieder beklagt wird, dass das eine Medium das eine, das andere aber das andere sagt, also alles irgendwie Lügenpresse ist und man verdammt aufpassen müsse, was einem da so aufgetischt wird, sind vielleicht auch mal die Vergütungen interessant und unter welchen Bedingungen überhaupt noch Leute dazu bereit sind, dem "Pöbel" Informationen zu bieten.

Mich jedenfalls nerven diese ganzen Meinungen von Leuten gewaltig, die schön als Informationskonsumenten immer alles besser wissen, ohne auch nur mal im Ansatz selber versucht zu haben zu recherchieren und das in eine vermittelbare Form zu bringen. Es ist ziemlich einfach draufzuhauen und im Gleichschritt mit den Nachdenkseiten oder neuerdings Rubikon und tausend anderen Alternativmedien mitzumarschieren. Nebenbei kann man aber vielleicht auch mal bedenken, dass es noch Leute gibt, die zumindest gewillt sind, ihr bestes zu geben und dabei logischerweise auch Fehler machen, aber auch versuchen, davon leben zu können, womit wir am Anfang wären:

http://wasjournalistenverdienen.tumblr.com/

Da sind ganz interessante Erfahrungs- und Vergütungsberichte aufgelistet. Macht es anders, besser oder haltet die Fresse!


Ok!
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Jiddu Krishnamurti
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« Antworten #728 am: 19. April 2017, 14:41:39 »

...
Macht es anders, besser oder haltet die Fresse!

Ich wundere mich nur über den unterirdischen Ton vom ollen Fritze und finde es schlicht unangemessen

Nungut, der Ton ist nicht gerade freundlich.

Ich finde es aber berechtigt zu hinterfragen, was wir hier eigentlich tun.
Dabei beschleicht auch mich oftmals das Gefühl, diese Plattform verkommt zunehmend zu einem Ort, an dem man herumjammert, aber keinerlei Interesse zeigt, etwas an den herrschenden Zuständen zu ändern. Damit betrachte ich auch den Sinn dieses Forums in Frage gestellt. Und sowas verleitet auch mich zu einem unfreundlichen Ton.

Nehmen wir ganz praktisch das Thema "Medien", das Stein des Anstoßes war.
Wenn wir davon ausgehen, daß die Medien ein Hauptgrund für die herrschende politischen Verwirrung und die Stimmung der Resignation verantwortlich sind, dann sollten wir diese Rolle der Medien angreifen und nach Alternativen suchen.

Ich halte das sogar für einfach.
Die Bezeichnung als Lügenpresse, Systempresse, Lückenpresse etc. mag zwar zutreffend sein, bleibt aber folgenlos.
Man muß sich die Methoden ansehen, die die Medien benutzen, Roß und Reiter nennen und die Macht- und Eigentumsverhältnisse in den Medien beleuchten.

Diese Macht- und Eigentumsverhältnisse dürfen nicht hingenommen werden. Der Forderung aus den 60er Jahren "Enteignet Springer!" halte ich für inspirierend.

Es ist auch notwendig, dem medialen Dreck eine eigene, brauchbare Berichterstattung entgegenzustellen. Fritze hat selbst vorgemacht, daß man nichts weiter braucht, als eine Suchmachine und ein wenig Zeit, um herrschende Netzwerke offenzulegen.

Er geht mit einem guten Beispiel voran und in der Beziehung kann ich ihm nur beipflichten: Macht es besser, als die herrschenden Medien.
Hier ist ein Ort dafür. CD mag zwar nicht groß sein, doch es hat Einfluß auf die politische Diskussion und Journalisten diverser Medien lesen hier mit.

Es geht aber nicht nur um die privaten Medien, sondern genauso um die Öffentlich Rechtlichen.
Deren Arbeitsweise und Machtstrukturen gehören analysiert und in Frage gestellt.
Die hier im Forum oft geforderte Abschaffung der GEZ halte ich in dieser Form für falsch und kontraproduktiv. Es ist das, was auch die AfD fordert und zu einer radikalen Verschlechterung der ohnehin schlechten Berichterstattung führen würde.

Ich hoffe, daß eine lebendige Diskussion der medialen Verhältnisse endlich das Gejammere ablöst.

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Kuddel


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« Antworten #729 am: 09. Mai 2017, 20:37:16 »

Eine Berichterstattung, die ausblendet und Nebelkerzen wirft

Interview über die blinden Flecken im Journalismus beim Thema Arbeit




https://www.heise.de/tp/features/Eine-Berichterstattung-die-ausblendet-und-Nebelkerzen-wirft-3703531.html
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Fritz Linow


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« Antworten #730 am: 09. Juni 2017, 09:22:10 »

Gestern gab es noch etwas zu den Cum-Ex-Geschäften auf Panorama. Was als großartiger Investigativjournalismus angekündigt wurde, war irgendwie ein Tiefpunkt in Sachen Enthüllung. Die beiden Journalisten wurden ständig dabei gefilmt, wie geil sie sind, standen meistens nur dumm rum und telefonierten. Die haben sich noch nicht einmal groß Mühe gegeben, das Geschäft zu erklären und blieben auf dem Niveau der Sendung mit der Maus. Muss ja nicht schlecht sein, aber die Reportage vor einigen Monaten darüber war besser.

Wer es gestern verpasst hat:
http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/Milliarden-aus-der-Staatskasse-Die-Steuerraeuber,panorama7668.html
« Letzte Änderung: 09. Juni 2017, 09:35:19 von Fritz Linow » Gespeichert
Rudolf Rocker
Waldkauz


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« Antworten #731 am: 09. Juni 2017, 09:53:25 »

Zitat
Muss ja nicht schlecht sein, aber die Reportage vor einigen Monaten darüber war besser.
Als ich diese Meldung hörte, war mein erster Gedanke auch: Das ist doch schon längst bekannt! Da gab es doch neulich schon eine Doku drüber!
Ich glaube, die habe ich sogar bei "Glotze glotzen" verlinkt?
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Kuddel


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« Antworten #732 am: 18. Juni 2017, 16:09:17 »

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dagobert


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« Antworten #733 am: 23. Juni 2017, 19:31:51 »

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/65-Jahre-Bild-Viele-Schlagzeilen-viele-Ruegen,zapp10748.html
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Kuddel


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« Antworten #734 am: 25. Juni 2017, 10:40:19 »

Als  ich mich fragte, wer so einen Scheiß schreibt,

Zitat
Hochkonjunktur
Hey Boss, ich krieg mehr Geld

Der Wirtschaftsboom zahlt sich endlich für die Angestellten aus: Viele können die Bedingungen diktieren - und die Arbeitgeber fügen sich.
http://www.spiegel.de/spiegel/der-boom-am-arbeitsmarkt-gibt-angestellten-eine-starke-verhandlungsposition-a-1153715.html

stieß ich ohne großartige Recherche auf folgende Infos über den Qualitätsjournalisten:



Sven Böll wechselt zu Hering Schuppener *

Der Spiegel-Journalist Sven Böll steigt Mitte August bei Hering Schuppener ein. Er startet als Director im Kapitalmarktteam in Frankfurt und soll später zu einem Teil seiner Zeit in Berlin arbeiten.

Böll ist seit dem Jahr 2012 Wirtschaftskorrespondent im Hauptstadtbüro des Nachrichtenmagazins. In dieser Zeit verantwortete er auch die Erstellung eines Innovations-Reports für die Verlagsgruppe. Zuvor leitete er das Wirtschaftsressort bei Spiegel Online und war Unternehmensredakteur beim manager magazin.

Bevor er die Deutsche Journalistenschule in München besuchte, arbeitete Böll mehrere Jahre für eine Strategieberatung. Er studierte Politik und Volkswirtschaft in Bonn, Berlin und Paris.

Da fehlt eigentlich nur noch die Zughörigkeit zur Atlantikbrücke.



* Lobbypedia über Hering Schuppener:

Die Hering Schuppener-Gruppe wurde 1995 von Ralf Hering und Bernd Schuppener gegründet.

Sie bietet ein Bündel von Dienstleistungen an, das vom Coaching und der Krisenkommunikation bis zur Medienarbeit und dem Medientraining reicht. Zur Medienarbeit gehört auch, Einfluss auf die Berichterstattung im Sinne der Kunden zu nehmen. Die Berater von Hering Schuppener verfügen über exzellente Kontakte zu Entscheidungsträgern in der Wirtschaft, der Politik und den Medien.

Hering Schuppener und der EnBw-Deal
Beim umstrittenen EnBW-Deal, den der frühere baden-württembergische Ministerpäsident Stefan Mappus und der damalige Deutschlandchef von Morgan Stanley, Dirk Notheis, am Parlament vorbei eingefädelt hatten, war Hering Schuppener im Auftrag von Morgan Stanley als Berater tätig. Notheis hatte Mappus im Herbst 2010 empfohlen, als "Medienberater" einen Mitarbeiter von Hering Schuppener zu beauftragen:
"Er wird den richtigen Spin bei FAZ, Handelsblatt, FTD etc. erzeugen und Dich aufs Titelblatt bringen."
Im Rahmen ihrer Ermittlungen gegen Mappus und Notheis durchsuchte die Staatsanwaltschaft am 11. Juli 2012 auch die Düsseldorfer Büros von Hering Schuppener.



So macht man Karriere im Journalismus.
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« Antworten #735 am: 26. Juni 2017, 17:14:47 »

Trotz allem sehr beeindruckend, im deutschen Medienwald eisernes Schweigen, kurz vorstellen, Theresa May würde ähnliche Reaktionen (gerade bei den jüngeren) auslösen, es gäbe keinen Weg daran vorbei.



So  gesehen auch beeindruckend mit welcher Gewalt uns unsere "Qualitätsmedien" die angebliche Alternativlosigkeit in die Schädel hämmern wollen.
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« Antworten #736 am: 26. Juni 2017, 18:42:15 »

Wow!!!!! Shocked Da merkt man erst mal wie Scheiße unsere Politik- Darsteller wirklich sind!
Wenn ich mir eine Rede von Merkel oder Schulz anhöre, muss ich nach 20 Sekunden wegschalten, weil der Würgereiz einsetzt! Ich kann mir ehrlich gesagt überhaupt keinen Politiker in Deutschland vorstellen, der sich z.B. beim Hurricane hinstellt und so eine Rede hält!
« Letzte Änderung: 26. Juni 2017, 19:12:10 von Rudolf Rocker » Gespeichert

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« Antworten #737 am: 27. Juni 2017, 08:58:48 »

Die SZ kann´s gar nicht verstehen:
Zitat
Jeremy Rockstar Corbyn
http://www.sueddeutsche.de/politik/grossbritannien-jeremy-rockstar-corbyn-1.3559783
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« Antworten #738 am: 27. Juni 2017, 11:43:23 »

Zitat
Die SZ kann´s gar nicht verstehen

Da kommt Freude auf, für ein 45-Sekündiges Video, 30-Sekunden Werbung, bravo SZ.

Und das unsere Qualitätsgazetten das nicht fassen können ist auch nicht weiter verwunderlich, ein alter Altlinker (Ewiggestriger, wirtschaftlicher Nullblicker) begeistert die "politikverdrossene" Jugend weil er mehr als Sklaverei für die Jugend in der Zukunft sieht und dies auch noch für möglich hält. Die konservative Welt kommt da aus dem kotzen gar nicht mehr raus, der Alte fegt mal eben all die mühsam etablierten Standardprognosen und Erklärungen des Alternativlosen vom Tisch.
Klar zweifle ich nach den vielen regierenden "Sozialisten" in anderen Ländern ob er das ggf. durchhält, ich wünsch es ihm.
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« Antworten #739 am: 10. Juli 2017, 22:09:43 »

Zitat
"Bild"-Fahndung nach Randalierern
Presserat prüft Beschwerdeverfahren




Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) nannte den Aufruf von "Bild" presseethisch "mindestens fragwürdig". DJV-Pressesprecher Hendrik Zörner sagte der ARD: "Journalisten und Zeitungen haben die Aufgabe zu berichten, aber nicht die Aufgabe, sich zum Richter zu machen."
weiter: http://www.deutschlandfunk.de/bild-fahndung-nach-randalierern-presserat-prueft.2852.de.html?dram:article_id=390706
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« Antworten #740 am: 11. Juli 2017, 09:47:23 »

Zitat
Krawalle bei G-20-Gipfel
Maas bittet EU-Partner um schnelle Hilfe bei der Fahndung nach Gewalttätern

....
Nach den schweren Ausschreitungen beim G-20-Gipfel hat die Bundesregierung ihre EU-Partner aufgefordert, die Fahndung nach den Tätern zu forcieren. "Viele Fotos und Videoaufnahmen werden jetzt ausgewertet, um die Täter namhaft zu machen. Dabei sind wir auch auf die Unterstützung unserer ausländischen Partner angewiesen", schrieb Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) nach Informationen der Funke Mediengruppe an seine europäischen Kollegen.
....

Quelle: SZ


 "Bild" geh voran, wir folgen, heil Springer!
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« Antworten #741 am: 11. Juli 2017, 09:58:06 »

Genau, die sollen mal nach den Gewalttätern fahnden!
Zum Beispiel der hier:

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« Antworten #742 am: 13. Juli 2017, 18:12:05 »

In heutigen Zeiten werden von der Politik Unsummen für Public Relations, Imageberatung und Medienarbeit ausgegeben. Nichts wird dem Zufall überlassen.

Deshalb müssen wir uns kritisch mit dieser Selbstinzenierung und Öffenlichkeitsarbeit auseinandersetzen.

Die Pressestelle der Hamburger Polizei hat wiederholt per Twitter die Unwahrheit über die "Welcome to Hell" Demo verbreitet, die von den bürgerlichen Medien weiterverbreitet worden sind.

Es wurden die Grundrechte Meinungsfreiheit, Pressefreiheit und Demonstrationsrecht mit Füßen getreten.
Wenn nach desaströsen Polizeieinsätzen, die man in dieser Form nur in einem totalitären Regime verorten würde, Spitzenpolitiker mit einem solchen Bild reagieren, das man von Erdoğan oder Trump erwarten würde, sollten die Alarmglocken schellen.



Merkel hat sogar martialisch mit Maskierung und Stahlhelm ausgestattete Menschen ins Bild gesetzt.


Dies sind in diesem politischen Kontext unzweifelhaft Propagandabilder für den Polizeistaat.

Das ist nicht tolerierbar.
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Kuddel


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« Antworten #743 am: 15. Juli 2017, 16:44:36 »

Die Verbreitung falscher Zahlen gehört zum normalen Handwerkszeug heutiger Politik.

Zitat
Fast 500 verletzte Ordnungshüter, diese erschreckende Bilanz hat die Hamburger Polizei nach den G20-Krawallen gezogen. Nun stellt sich heraus: Mitgezählt wurden auch Kreislaufprobleme und Dehydrationen.

Die Auswertung des größten Polizeieinsatzes in der Geschichte der Hansestadt sei noch nicht abgeschlossen. Offiziell als schwer verletzt wurden zwei Polizisten gemeldet.
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/g20-viel-weniger-verletzte-polizisten-als-angegeben-a-1157913.html




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Kuddel


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« Antworten #744 am: 20. Juli 2017, 10:16:35 »

Zitat
fake news
Die Wahrheit über den "Einwanderermob" von Schorndorf

Wir haben mit der Polizei gesprochen. Und Schülerinnen, die vor Ort waren.

Es ist wieder passiert: Horden von Asylbewerbern haben sich zusammengerottet, um ein deutsches Volksfest zu sprengen, deutsche Polizisten anzugreifen und deutsche Mädchen anzugrapschen. Das ist zumindest die Geschichte, die gerade in den sozialen – und einigen anderen – Medien kursiert: "Massenkrawalle in Schorndorf: Einwandermob sprengt Volksfest", titelt die Junge Freiheit, "Die dunkle Nacht von Schorndorf", schreibt die FAZ.

"Das ist doch wieder GENAU DAS GLEICHE wie in Köln", schäumt die rechte Kolumnistin Anabel Schunke auf ihrem Facebook-Profil. "Da rotten sich an die 1000 (!) Männer, nach Angaben von Zeugen und Polizei mehrheitlich Männer mit Migrationshintergrund, also höchstwahrscheinlich Asylbewerber, in einem Park im kleinen Schorndorf zusammen und randalieren."

Aber was ist eigentlich passiert? Ist Schorndorf, ein kleiner Ort in der Nähe von Stuttgart, wirklich das neue Köln?

(...)

Was die Polizei sagt

Der Pressesprecher Ronald Krötz bestätigt zwar die Details der Pressemitteilung, will aber nicht mehr von einem "großen Teil" von Menschen mit Migrationshintergrund sprechen ("einfach ein Teil, so kann man das vielleicht sagen").

(...)

Fazit

Was am Samstagabend alles in Schorndorf passiert ist, wissen wir immer noch nicht genau. Aber wir wissen, was nicht passiert ist: Es gab keinen "Einwanderermob", der ein Volksfest sprengt und tausendfach Frauen belästigt. Und es gab auch keine riesigen "Krawalle" im Schlosspark, bei denen 1.000 Menschen die Polizei angriffen.
https://www.vice.com/de/article/3kn4z5/die-wahrheit-uber-den-einwanderermob-von-schorndorf
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« Antworten #745 am: 23. Juli 2017, 10:46:15 »

Island versus Griechenland

https://www.querschuesse.de/island-versus-griechenland/


Hat schon etwas bizarr komisches wenn die Alternative zur "Alternativlosigkeit" dermaßen Erfolgreich daher kommt. Medial gesehen müssen das Fake-News sein die man deshalb meidet weil das berichtete nicht sein kann/darf.

Aus Neugierde die Google News-Suche bemüht -> "Island"
Ergebnis: Seitenlang Fußballereignisse, dazwischen ein paar Infos über das Land, falls dort Urlaub gemacht werden soll.
Politisch findet Island scheinbar gar nicht mehr statt.
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« Antworten #746 am: 27. Juli 2017, 09:41:28 »

Zitat
Schorndorf als Sinnbild
Warum ein Vorfall auf einem Volksfest zum Skandal aufgepumpt wird und ein Axtangriff keine Nachricht wert ist


Es gibt Strukturprinzipien in der deutschen Presse, stellt eine Studie der Otto-Brenner-Stiftung fest. Journalisten machen Polit-PR. Sie reden am liebsten mit Bundespolitikern, recherchieren wenig und eher nicht auf unteren Ebenen, besuchen selten Betroffene, belehren Ossis von oben herab. Die Studie untersucht die Berichte über die angebliche „Flüchtlingskrise“ von 2015. Sie findet viel Meinung, wenig Information.

Es gibt ein Strukturprinzip bei Maximilian Krah. Er stellt sich im Netz als Deutscher vor, dann als Anwalt und Unternehmer, der in Dresden lebt. Krah bloggt, twittert, videobotschaftet, ist von der CDU zur AfD gewechselt, netzwerkt kräftig zwischen beiden, schätzt Papst Benedikt und Carl Schmitt. Das Strukturprinzip ist, dass er ganz offensichtlich gewaltiges Unheil heraufziehen sieht, durch Zuwanderer, offene Grenzen und Angela Merkel. Man meint, Oswald Spenglers „metaphysische Angst vor der Auflösung des Greifbar-Sinnlichen und Gegenwärtigen“ tropfe aus dem, was Krah so sagt. Maximilian Krah ist ein kleiner Filter einer AfD-Blase. Ihm folgen 5.724 Menschen.

Es gibt ein Strukturprinzip bei Volksfesten – Menschen trinken, verlieren ihre zivilisatorische Fassung. Manche verlieren zu viel davon. Seit Ende 2016 gibt es dafür wenigstens einen eigenen Straftatbestand, §184i StGB Sexuelle Belästigung. Vorher fiel das bloß ins Kapitel Beleidigung.

Auftritt Boris Palmer. Man muss zu ihm sagen, dass er im Remstal aufwuchs, und, weil es Missverständnisse geben könnte, dass er Politiker der Grünen ist. Er facebooked: „Mir völlig unbekannte Gewalt und Übergriffe ... Und wieder sehr junge Asylbewerber mitten drin.“ Da läuft das Volksfest in Schorndorf noch, ein ruhiger Sonntag, erzählen viele, die tatsächlich dabei waren. Die meisten fanden die Rangeleien aus der Nacht unerheblich. Palmer ist 73,4 Kilometer entfernt, Krah 480. Mit der Entfernung steigt die Drastik, Krah twittert: „1.000 Migranten randalieren, ziehen in Gruppen von 30-50 durch Kleinstadt, belästigen Frauen.“ Ein weiteres Strukturprinzip: Wenn auf einem Volksfest ein Glas Bier umfällt, nach §184i StGB Belangbares passiert, irgendjemand meint, Asylbewerber (sicherer: Muslime) seien dabei gewesen, meldet sich naturgemäß: Jens Spahn. Also die Bundespolitik, der Journalisten so gerne hinterherlaufen.

Upgrade zur Randalenacht

Schorndorf sei Sinnbild, sagt Spahn. Er meint nicht, dass es für ungenaue Pressemitteilungen der Polizei („1.000 Jugendliche und junge Erwachsene. Bei einem großen Teil handelte es sich wohl um Personen mit Migrationshintergrund“) stünde, nicht dafür, dass die dpa sie zu 1.000 Randalierern upgradete und man den Eindruck hatte, es seien alles Asylsuchende. Sondern dafür, dass die deutsche Gesellschaft Gefahr laufe, „antisemitischer, schwulenfeindlicher, machohafter und gewaltaffiner zu werden“. Die Nachricht, eigentlich ein Problem von Männlichkeit auf Volksfesten, in Schorndorf Randnotiz, pumpten Palmer und Spahn zum bundespolitischen Skandal auf. Vor jedem Gerichtsverfahren kennen sie Schuldige: junge, männliche Einwanderer. Sie agieren wie Krah, nur dass sie weit mehr Follower haben. Später recherchieren ein paar Journalisten vor Ort.

Anfang Juli greift in Oranienburg ein Mann in der Berliner Straße Ecke Adolf-Dechert-Straße mit einer Spaltaxt Passanten an. Er beschädigt Schilder, soll „Heil Hitler“ gerufen haben, attackiert Polizisten. Reizgas und körperliche Gewalt waren nötig. Kurze Meldungen in Lokalzeitungen. Krah, Palmer, Spahn, anybody?
https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/schorndorf-als-sinnbild-upgrade-zur-skandalnacht
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dagobert


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« Antworten #747 am: 04. August 2017, 00:02:58 »

Der Gockel zensiert das Internet.
http://www.wsws.org/de/articles/2017/08/03/pers-a03.html
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« Antworten #748 am: 04. August 2017, 10:35:14 »

Zensiert Google linke Webseiten?
http://www.nachdenkseiten.de/?p=39413

Grundsätzlich zutrauen, ja, so offensichtlich, nein.

Google kocht sein eigenes ultrakapitalistisches Süppchen und erntet dabei auch noch sehr viel Zuspruch, offensichtliche Zensur würde ihrem Image mehr Schaden, daher glaube ich nicht wirklich an Zensur.
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« Antworten #749 am: 04. August 2017, 11:10:53 »

Vermutlich bevorzugt Google zahlende Kunden!
Ebenso kann ich mir vorstellen, das es hier eine ähnliche Filterblase gibt, wie bei Facebook. Es wird eben das angezeigt, von dem man glaubt, das es den Interessen des Suchenden am nächsten kommt.
Seiten mit niedrigen Klickzahlen laufen ja schon seid eh und nicht grade unter den ersten Seiten. Ich meine, wer liest schon die Seite einer trotzkistischen Splitterpartei?
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