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Autor Thema: Streiks bei Zeitungen und Zeitschriften?  (Gelesen 21326 mal)
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Kuddel


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« am: 17. Januar 2011, 19:35:44 »

Zitat
Bei Zeitungen und Zeitschriften drohen Streiks

(17.01.2011) In den Redaktionen von Zeitungen und Zeitschriften steht womöglich ein Arbeitskampf an. Der DJV beginnt mit Streik-Vorbereitungen. Die Verlage wollen die Löhne von Berufsanfängern und Einmalzahlungen für alle kürzen.


In den Redaktionen von Zeitungen und Zeitschriften droht ein Streik. Die Große Tarifkommission des Deutschen Journalisten-Verbands hat am Montag die Vorbereitung von Arbeitskampfmaßnahmen bei Zeitungen und Zeitschriften beschlossen, heißt es in einer Mitteilung. Darin sehe man nach dem aktuellen Stand der Tarifverhandlungen die einzige Möglichkeit, die Forderungen der Zeitungsverleger nach massiven Einsparungen in den Tarifverträgen und nach einem neuen, um über 25 Prozent abgesenkten Tarifwerk für Berufseinsteiger zurückzuweisen.

Die Tarifverhandlungen für die Zeitschriftenredakteure wurden bereits im April 2010 unterbrochen, nachdem der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger Abstriche vom Tarifniveau gefordert hatte. Die Verhandlungen mit dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger ruhen seit dem 8. Dezember 2010. Die Zeitungsverleger wollen unter anderem die beiden Einmalzahlungen Jahresleistung und Urlaubsgeld zu einem Monatsgehalt zusammenfassen.

Härter trifft es Neueinsteiger. "Künftige Arbeitsverhältnisse können angesichts der wirtschaftlichen Lage der Branche nicht zu den gleichen tariflichen Rahmenbedingungen vereinbart werden", so der BDZV. Insgesamt soll die Vergütung nach BDZV-Angaben um rund 15 Prozent abgesenkt werden. Erreicht werden soll diese Reduzierung nach Vorstellung der Verlage zur Hälfte aus dem Mantel- und geänderten Altersversorgungstarifvertrag und zur anderen Hälfte aus dem Gehaltstarifvertrag.

Der DJV kommt nach seinen Berechnungen auf eine Kürzung von 25 bis 30 Prozent. "Die Verleger planen die dauerhafte Abwertung des Journalistenberufs", kritisierte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken angesichts dessen. "Dafür stehen wir nicht zur Verfügung." Zur Vorbereitung und Koordination von Arbeitskämpfen berief die Große Tarifkommission einen Zentralen Aktionsausschuss, dem sieben Zeitungsjournalisten aus mehreren Bundesländern angehören.
http://www.dwdl.de/story/29781/bei_zeitungen_und_zeitschriften_drohen_streiks/
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Kuddel


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« Antworten #1 am: 11. Mai 2011, 21:08:07 »

Zitat
EINSPARUNGEN BEI REDAKTEURSGEHÄLTERN
Gemeinsamer Streik von Zeitungsredakteuren und Druckern angekündigt


Berlin – Die Gewerkschaften ver.di und DJV bereiten gemeinsame Streiks von Redakteuren, Verlagsangestellten und Druckern in Tageszeitungsverlagen vor. Das haben sie am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Berlin angekündigt. Sie wollen damit Druck auf die Zeitungsverleger ausüben, ihre Forderung nach Einsparungen bei Redakteursgehältern zurückzunehmen und an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Die Tarifverhandlungen sind am 4. Mai abgebrochen worden, und ein neuer Termin wurde nicht vereinbart.

Ver.di-Verhandlungsführer Frank Werneke und der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Journalistenverbands (DJV), Kajo Döhring, forderten die Arbeitgeber auf, ihre Bedingung für die Fortsetzung der Verhandlungen fallenzulassen. Der Bundesverband der Deutschen Zeitungsverleger (BDZV) mache weitere Gespräche davon abhängig, dass die Gewerkschaften sich vorab prinzipiell zu Tarifverschlechterungen bereit erklärten, teilten die Gewerkschaften mit.

DJV und ver.di kündigten Arbeitskampfmaßnahmen für "die kommenden Tage und Wochen" an. Diese würden parallel für Redakteure, Angestellte und Drucker organisiert, um möglichst große Wirksamkeit zu erzielen, sagte Werneke. Die Gewerkschaften hätten das klare Ziel, überhaupt keine Verschlechterungen der Tarifverträge zu akzeptieren. Sie gingen davon aus, dass die Zeitungsverlage jährliche Renditen von sechs bis acht Prozent erzielten. Wenn Verlage in Not gerieten, wären die Gewerkschaften jedoch zu einzelnen Vereinbarungen bereit.
http://www.epochtimes.de/articles/2011/05/10/711898.html
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Kuddel


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« Antworten #2 am: 13. Mai 2011, 17:13:38 »

Lohndrückerei und Streikbrecher...


Zitat
Notmannschaft aus Tschechien geholt
Passau: Streik im Medienzentrum

Passau – Seit gestern wird die Druckerei des Medienzentrums („Passauer Neue Presse“, „Wochenblatt“, „Am Sonntag“) bestreikt. Die Beschäftigten der Druckerei kämpfen gerade um neue Tarifabschlüsse, sollen in Passau angeblich sogar schlechter gestellt werden: mehr Arbeit zum selben Lohn.


Der Sparkurs der Verlegerfamilie Diekmann bringt die Drucker auf die Barrikaden. Rund 70 Beschäftigte versammelten sich gestern mit Transparenten vor dem Druckereigebäude in Sperrwies. Organisiert wird der Streik von der Gewerkschaft Verdi. Insgesamt 160 Mitarbeiter sind betroffen.

Zum selben Lohn sollen die Drucker künftig 40 statt 35 Wochenstunden arbeiten. Der Job ist hart, denn er verlangt vor allem Nachtarbeit. Es hieß auch, dass neue Maschinen angeschafft würden und damit weitere Arbeitsplätze verloren gingen. "Ein Streik bringt erfahrungsgemäß mehr als gute Argumente", sagt Verdi-Vizebezirksgeschäftsführerin Irene Salberg.

Die Krisensitzungen in der Verlagsleitung dauerten bis Mitternacht. Verlegerin Simone Tucci Diekmann und ihr Mann Marco, der Hausjurist, suchten nach einem Ausweg.

Notmannschaft aus Tschechien angereist

Schließlich wurden Drucker aus Tschechien herbeigebracht, damit die Heimatzeitung erscheinen kann. Ob sie heute in vollem Umfang und in kompletter Auflage erschienen ist, darüber liegen noch keine Informationen vor.

Das Lokalradio "UnserRadio", an dem die Verlegerfamilie Anteile hält, brachte eine Frühmeldung über den Streik, bekam danach die Anweisung der PNP-Verlagsleitung, diese Berichterstattung einzustellen. Eine Online-Meldung musste wieder gelöscht werden.

Der Bürgerblick-Fotograf wurde gestern Abend begeistert im Druckzentrum empfangen: „Bürgerblick ist gut, Bürgerblick schreibt die Wahrheit!“, riefen Streikende.

Das unabhängige Passauer Lokalmagazin hat sich einst für die Redakteure eingesetzt, als vor zweieinhalb Jahren dramatischer Stellenabbau vorgesehen war. Die Journalisten arbeiten bei der PNP längst nach einem Haustarif, also unter schlechteren Bedingungen als den von den Verbänden ausgehandelten.

In früheren Zeiten war es üblich, dass sich Journalisten und Drucker bei Arbeitskampfmaßnahmen gegenseitig solidarisch unterstützen.
http://www.mediendenk.de/index.php?AID=0000026573
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Kuddel


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« Antworten #3 am: 13. Mai 2011, 17:15:52 »

Zitat
Erster Streik der Verlagsangestellten in der Geschichte der Saarbrücker Zeitung
12. Mai 2011

Für die Verlagsangestellten war es der erste Streik überhaupt in der 250-jährigen Geschichte der Saarbrücker Zeitung


Saarbrücken – Über 50 Verlagsangestellte und mehr als 30 Redakteure der Saarbrücker Zeitung sind am Donnerstag dem Streikaufruf der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV) gefolgt. Sie verliehen damit ihren gemeinsamen Forderungen nach einer Beschäftigungssicherung und einer linearen Gehaltsanhebung im Zuge der aktuellen Haustarifverhandlungen für die Holtzbrinck-Gruppe Nachdruck. Der Warnstreik der Verlagsangestellten dauerte von 08.00 Uhr bis 10.00 Uhr, der der Redaktion von 10.30 Uhr bis 14.30 Uhr.

Für die Verlagsangestellten war es der erste Streik überhaupt in der 250-jährigen Geschichte der Saarbrücker Zeitung. Am selben Tag fanden Sitzungen des Verlagsausschusses, des Aufsichtsrats und der Gesellschafterversammlung der Verlagsgruppe in Saarbrücken statt. Die Mitglieder dieser Gremien wurden von Streikenden empfangen und erhielten Flugblätter und symbolische Präsente. Zudem diskutierten sie mit ihnen über die aktuelle Tarifrunde.

Der Verhandlungsführer der Holtzbrinck-Titel Saarbrücker Zeitung, Trierischer Volksfreund und Pfälzischer Merkur, Joachim Meinhold, hat bisher kein Angebot für Lohnerhöhungen vorgelegt. Zudem weigert er sich bislang, mit den Gewerkschaften über einen Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen und Vereinbarungen zur Beschäftigungssicherung zu verhandeln. Die Verlagsgruppe, die Anfang des Jahres aus der Tarifbindung ausgetreten war, hat seit 2008 konzernweit bereits rund 200 Arbeitsplätze abgebaut, den Löwenanteil davon in Saarbrücken.

„Nachdem am Dienstag und Mittwoch von der Geschäftsführung der Versuch unternommen wurde, in Mitarbeitergesprächen eine Streikbeteiligung zu verhindern, haben die Kolleginnen und Kollegen in Verlag und Redaktion die passende Antwort gegeben. Die Geschäftsführungen der Holtzbrinck-Titel an der Saar und in der Pfalz müssen sich bewegen. Ihre Weigerung über Tariferhöhungen und wirksamen Beschäftigungsschutz zu verhandeln ist nicht überzeugend, nicht bei ver.di und nicht bei den betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Verlag und Redaktion“, erklärte ver.di Tarifsekretär Matthias von Fintel. Die nächste Tarifverhandlungsrunde ist für den 19. Mai geplant.
http://www.s-o-z.de/?p=46283
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Kuddel


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« Antworten #4 am: 16. Mai 2011, 20:57:09 »

Zitat
Bretag-Streik
Verleger wirft Streikende raus


12. Mai. 2011 – Der Deutsche Journalisten-Verband hat das willkürliche Vorgehen des Vorstands der Bremer Tageszeitungen AG (Bretag) Ulrich Hackmack scharf kritisiert. Der Verleger von Weser Kurier und Bremer Nachrichten hat am heutigen Vormittag über 100 streikende Drucker und Redakteure der beiden Zeitungen des Betriebsgeländes verwiesen. Von Hackmacks Rauswurf war auch DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken betroffen, der zuvor zu den Streikenden gesprochen hatte. Auf Konkens Versuch, den Verlagsmanager vom Platzverweis gegen die Beschäftigten abzuhalten, reagierte Hackmack mit der Aufforderung an den DJV-Vorsitzenden, sich sofort zu entfernen. Konken schloss sich daraufhin der Demonstration der streikenden Bretag-Mitarbeiter in die Bremer Innenstadt an.

„Der Bretag-Vorstand verwechselt seine Rolle mit der eines Gutsherrn“, kritisierte der DJV-Vorsitzende. „Es ist eine Unverschämtheit, wie in Bremen die Geschäftsleitung eines Verlags auf die berechtigten Interessen der Kolleginnen und Kollegen reagiert.“ Das Verhalten von Ulrich Hackmack werfe ein katastrophales Licht auf die Zeitungsverleger in Deutschland, die mit drastischen Einschnitten in die Tarifverträge den Beruf des Journalisten abwerten wollten. Konken forderte den Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger auf, sein Mitglied Bretag zu fairem Umgang mit Streikenden aufzurufen.
Bei der Bremer Tageszeitungen AG befinden sich seit der letzten Nacht die Drucker im Warnstreik, Redakteure und Verlagsangestellte folgten am heutigen Vormittag. Die Beschäftigten fordern angemessene Vergütungen, faire Tarifverträge und die Rücknahme der Verlegerforderungen nach tariflichen Absenkungen und einem Dumping-Tarifvertrag für Berufseinsteiger. Zu den Warnstreiks haben DJV und ver.di aufgerufen.

Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:
Hendrik Zörner
http://www.djv.de/SingleNews.20+M5df71080ad9.0.html
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Kuddel


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« Antworten #5 am: 16. Mai 2011, 21:03:06 »

By the way...

ich sehe gerade, wie viele Klicks dieses Thema bekommen hat...

Journalisten googlen kräftig, auch ihre eigenen Probleme und Belange, doch kommen sie, wie es scheint, weitaus seltener wirklich miteinander und mit Kollegen aus dem Druck oder der Verwaltung zusammen. Das Internet ersetzt halt nicht alles.
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« Antworten #6 am: 28. Mai 2011, 16:54:41 »

Zitat
Streiks in Druckindustrie und bei Zeitungen ausgeweitet

Stuttgart (dapd-bwb). Die Gewerkschaft ver.di verstärkt im aktuellen Tarifkonflikt ihren Druck auf die Arbeitgeber der baden-württembergischen Druckindustrie und der Tageszeitungsverlage. Am Freitag kam es den zweiten Tag in Folge zu Warnstreiks beim "Schwarzwälder Boten", der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten", wie ver.di in Stuttgart mitteilte. Auch mehrere Lokalzeitungen waren betroffen. Zudem traten Beschäftigte der Badenia in Karlsruhe in einen Streik. Insgesamt legten am Donnerstag und Freitag mehr als 800 Beschäftigte ihre Arbeit nieder.
http://www.boulevard-baden.de/ueberregionales/baden-wuerttemberg/2011/05/27/streiks-in-druckindustrie-und-bei-zeitungen-ausgeweitet-2-370786/
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Kuddel


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« Antworten #7 am: 12. Juni 2011, 18:03:45 »

Zitat
Redakteure an Tageszeitungen im Streik



München (dapd-bay). Redakteure an zahlreichen Tageszeitungen im Freistaat haben am Donnerstag ihre Arbeit niedergelegt. Betroffen waren nach Angaben des Bayerischen Journalisten-Verbands (BJV) der Allgäuer Zeitungsverlag in Kempten, der Mittelbayerische Verlag in Regensburg, das Main-Echo in Aschaffenburg sowie das Oberbayerische Volksblatt und Medienhaus in Rosenheim.

Auch beim Zeitungsverlag tz in München, dem Frankenpost Verlag, dem Nordbayerischen Kurier und dem Zeitungsverlag Bayreuth, der Fränkischen Landeszeitung und der NordbayerischenVerlagsgesellschaft in Nürnberg seien Mitarbeiter dem gemeinsam mit der Gewerkschaft ver.di getätigten Streikaufruf gefolgt.

Ebenso hätten Mitarbeiter vom Verlag Nürnberger Presse Druckhaus, der Druck- und Verlagsanstalt Neue Presse, der Presse-Druck und Verlags GmbH in Augsburg sowie Neuem Tag, Oberpfälzer Kurier und der Druck und Verlagshaus GmbH in Weiden ein Zeichen im Tarifkampf gesetzt. Auch bei der Amberger Zeitung und der Sulzbach-Rosenberger Zeitung seien Mitarbeiter vorübergehend in den Ausstand getreten.

Wie ein Sprecher des BJV auf dapd-Anfrage sagte, reisten die Redakteure teilweise nach Frankfurt am Main. Dort trafen sich Tageszeitungsredakteure, Verlagsangestellte und Drucker aus dem gesamten Bundesgebiet zu einer zentralen Kundgebung auf dem Römer. Allein aus Regensburg seien mehr als 60 Redakteure angereist, sagte der BJV-Sprecher. Teilweise hätten die Mitarbeiter an ihrem jeweiligen Arbeitsplatz Streikaktionen organisiert.

Hintergrund sind die vom BJV als "Dumpingtarifvertrag" kritisierten geplanten Einschnitte vonseiten der Arbeitgeber. Diese wollten bei den laufenden Tarifverhandlungen Tarifabsenkungen von mehr als einem Drittel durchsetzen, kritisierte der BJV. Dagegen fordern die Arbeitnehmervertreter aufgrund der ihrer Ansicht nach besseren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Verlage vier Prozent mehr Gehalt.
http://nachrichten.t-online.de/redakteure-an-tageszeitungen-im-streik/id_47089866/index?news
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« Antworten #8 am: 16. Juni 2011, 07:53:47 »

Zitat
Tarifrunde Medien
Fünfte Verhandlungsrunde für Tageszeitungsredaktionen ohne Annäherung vertagt - Warnstreiks werden fortgesetzt
http://presse.verdi.de/pressemitteilungen/showNews?id=9e5385d2-9769-11e0-40e8-001ec9b05a14
15.06.2011

Die fünfte Verhandlungsrunde zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und dem Bundesverband der Deutschen Zeitungsver-leger (BDZV) für die rund 14.000 Redakteurinnen und Redakteure sowie Freie an Tageszeitungen ist heute ohne Annäherung vertagt worden. „Die BDZV-Vertreter beharren auf der Verschlechterung des Manteltarifvertrags durch Streichung des Urlaubsgeldes“, kritisierte der ver.di-Verhandlungsführer und stellvertretende ver.di-Vorsitzende Frank Werneke.

Die Verleger verweigerten in diesem Zusammenhang einen Nachweis der wirtschaftlichen Notwendigkeit, wie es bereits in den Tarifverträgen für die Druckindustrie gilt. Entsprechende Vorschläge seien aber seitens der Arbeitgeber zurück gewiesen worden. „Es geht hier offenbar nicht um die Sicherheit der Arbeitsplätze, sondern darum, den Kolleginnen und Kollegen Geld aus den Taschen zu ziehen. Dafür gibt es angesichts der wirtschaftlichen Situation keinen Anlass“, machte Werneke deutlich und kündigte an, dass die massiven Warnstreiks, an denen sich in den vergangenen Tagen und Wochen 3.000 Tageszeitungsredakteure beteiligt hatten, fortgesetzt würden.


Die nächste Verhandlungsrunde findet am 29. Juni in Berlin statt.


Die Deutsche Journalistinnen und Journalisten Union in ver.di fordert für die Tageszeitungsredaktionen den Erhalt der im Mantel- und Gehaltstarifvertrag geregelten Arbeits- und Entlohnungsbedingungen und vier Prozent mehr Geld.
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Sagt der Foerster zu einem Jungen, der Pilze sammelt:
"Die sind doch alle giftig!"
"Macht nichts", meint das Kind, "die verkaufe ich an der Autobahn."
Kuddel


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« Antworten #9 am: 22. Juli 2011, 10:05:34 »

Zitat
Zeitungen in Deutschland vor unbefristetem Streik

Bei deutschen Zeitungen stehen die Zeichen auf Streik. In Baden-Württemberg votierte eine große Mehrheit der Redakteure für unbefristete Arbeitsniederlegungen, in anderen Bundesländern sind für die kommenden Tage ebenfalls Urabstimmungen geplant. Seit Monaten verhandeln Gewerkschaften und Verleger über einen neuen Tarifvertrag.

Hauptstreitpunkte sind neue Gehaltstarife für Berufsanfänger und die Kürzung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld, die die Arbeitgeber fordern. Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) und die Gewerkschaft ver.di lehnen das ab und wollen für die 14.000 Redakteurinnen und Redakteure Einkommensverbesserungen von vier Prozent durchsetzen.

Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) verlangt dagegen Abstriche bei den Einkommen und verweist auf die schwierige finanzielle Lage der Blätter. Der Verlegerverband hatte in Aussicht gestellt, auf abgespeckte Einstiegsgehälter zu verzichten, wenn die Gewerkschaften im Gegenzug einer Verschmelzung von Urlaubsgeld und Jahresleistung auf ein Monatsgehalt zustimmen - derzeit belaufen sich diese Zahlungen auf 1,75 Monatsgehälter.
http://orf.at/stories/2069727/
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Kuddel


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« Antworten #10 am: 31. Juli 2011, 20:18:27 »

Zitat
Journalisten stimmen für unbefristete Streiks

Im Tarifstreit zwischen Tageszeitungsjournalisten und Verlegern sind unbefristete Streiks jetzt nicht mehr ausgeschlossen. Die Gewerkschaften hatten in Bayern zur Urabstimmung aufgerufen, deren Ergebnis eindeutig ausfiel: Bei Verdi stimmten 99,02 Prozent für unbefristete Streiks, beim Bayerischen Journalistenverband 98,8 Prozent. Die Urabstimmung wurde von Warnstreiks, auch bei der Süddeutschen Zeitung, begleitet. An diesem Freitag werden einige Journalisten wieder in ihre Redaktionen zurückkehren. Bei sechs Verlagen wird aber bis zum Wochenende weitergestreikt. Die Tarifverhandlungen sollen am kommenden Dienstag fortgesetzt werden.
http://www.sueddeutsche.de/R5638c/126127/Journalisten-stimmen-fuer-unbefristete-Streik.html
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Kuddel


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« Antworten #11 am: 06. September 2011, 18:29:41 »

http://www.journalist.de/aktuelles/meldungen/fakten-zum-tarifstreik-zurueckgeschaut.html
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« Antworten #12 am: 02. Januar 2018, 12:01:54 »

Zitat
2.1.18
Die Redakteurinnen und Redakteure sowie Redaktionssekretärinnen und -sekretäre der Rheinischen Redaktionsgemeinschaft streiken. Der Streik hat heute um 6 Uhr begonnen und wird bis Montag, 8. Januar, 6 Uhr, andauern.
(...)

http://zeitungsmacher.koeln/
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Kuddel


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« Antworten #13 am: 10. März 2018, 13:04:19 »

Zitat
Zeitungsredakteure streiken


Streikende vor dem WB in Bielefeld.

Verdi hat die Redakteure an den Tageszeitungen heute zum Streik aufgerufen. Nach Radio Gütersloh Informationen wird die Glocke morgen wie gewohnt erscheinen. Die Neue Westfälische ist offenbar stärker vom Streik betroffen, da der Organisationsgrad der Gewerkschaft hier traditionell höher ist. Möglicherweise fällt die NW morgen dünner aus. Das WB erscheint morgen offenbar mit einer normalen Ausgabe.
https://www.radioguetersloh.de/nachrichten/kreis-guetersloh/detailansicht/zeitungsredakteure-streiken-1.html
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« Antworten #14 am: 06. April 2018, 20:33:33 »

Zitat
06.04.2018
Zu weiteren Streiks ruft die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di vor der vierten Verhandlungsrunde für die rund 13.000 Tageszeitungsjournalistinnen und -journalisten am kommenden Montag (9. April) in Frankfurt/Main auf. Den Auftakt machen Redaktionen in Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein. In Lübeck und Kiel sowie in Stuttgart und anderen Orten in Baden-Württemberg haben Beschäftigte bereits am Freitag (6. April) die Arbeit niedergelegt.

http://www.verdi.de/presse/pressemitteilungen/++co++a3842124-39a1-11e8-99ce-525400b665de
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« Antworten #15 am: 10. April 2018, 14:36:01 »

Zitat
9.4.18
Tageszeitungen: Die Streikwelle rollt
(...)
So haben heute bundesweit über 1000 Journalistinnen und Journalisten ihre Arbeit niedergelegt.
(...)
https://mmm.verdi.de/tarife-und-honorare/tageszeitungen-die-streikwelle-rollt-49825

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« Antworten #16 am: 23. April 2018, 13:10:26 »

Zitat
(...) In Ostwestfalen-Lippe gehen die Zeitungsjournalisten in den vierten Warnstreik von Montag, 23. bis Mittwoch, 25. April (...)
https://dju.verdi.de/ueber-uns/nachrichten/++co++03c88f78-46dd-11e8-980a-525400423e78

Zitat
Im Tarifstreit in der Zeitungsbranche haben die Gewerkschaften DJV und DJU die Beschäftigten der "Kieler Nachrichten" und der "Segeberger Zeitung" zum befristeten Warnstreik aufgerufen.(...)
https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/index.html
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« Antworten #17 am: 23. April 2018, 19:11:27 »

Süddeutsche:
Zitat
In eigener Sache
Streik-Ausgabe
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/in-eigener-sache-streik-ausgabe-1.3956382
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Fritz Linow


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« Antworten #18 am: 27. April 2018, 11:23:45 »

Zitat
26.4.18
Ohne Ergebnis wurden die Tarifverhandlungen für die rund 13.000 Tageszeitungsjournalistinnen und –journalisten unterbrochen. Ein neuer Termin wurde nicht vereinbart. Begleitet wurde die fünfte Verhandlungsrunde erneut von bundesweiten Warnstreiks. Seit Montag hatten über 1000 Journalist_innen und Journalisten ihre Arbeit niedergelegt. Auch heute gab es zahlreiche Streikkundgebungen, unter anderem in Esslingen und Braunschweig. Zudem war zum Auftakt der Verhandlungen in Berlin eine Delegation von jungen Redakteur_innen und Redakteuren angereist, um den Verlegervertretern ihr Manifest zu überreichen.
https://mmm.verdi.de/tarife-und-honorare/tageszeitungen-streiks-gehen-weiter-50317
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tleary


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« Antworten #19 am: 03. Mai 2018, 00:01:47 »

Zitat
Zudem war zum Auftakt der Verhandlungen in Berlin eine Delegation von jungen Redakteur_innen und Redakteuren angereist, um den Verlegervertretern ihr Manifest zu überreichen.
Ist das vielleicht das das "Kommunistische Manifest", das sie da ihren Chefs überreichen? - Ist bestimmt neu für die, obwohl schon 150 Jahre alt.
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Fritz Linow


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« Antworten #20 am: 08. Mai 2018, 22:42:42 »

Zitat
7.5.18
Die Tarifgespräche zwischen der Türkischen Journalistengewerkschaft (TGS) und der deutschen öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt ARD (Bayerischer Rundfunk München Vertretungsbüro Türkei) sind gescheitert, weil der Arbeitgeber auf einer Lohnerhöhung von lediglich 1 Prozent beharrt hat. Seit Dezember wurde in fünf Runden verhandelt. Gefordert werden Lohnerhöhung, Lohnangleichung, Prämien und grundlegende Sozialrechte. Die TGS kündigte nun einen Streik zur Durchsetzung der Forderungen an.
(...)
„Die türkischen Kollegen beklagen nicht nur das Angebot des BR zur Gehaltssteigerung, welches mit 1 Prozent signifikant hinter dem BR-Ergebnis in Deutschland zurückbleibt, sondern berichten aktuell auch von Repressalien des BR gegenüber den türkischen Gewerkschaftsmitgliedern“, heißt es in der Soli-Erklärung. So werde Berichten der TGS zufolge Gewerkschaftsmitgliedern seitens des BR mit Entlassung gedroht wird, wenn sie nicht aus der Gewerkschaft austreten. „Sollten sich diese Vorwürfe als wahr erweisen, wäre dies ein Skandal: Eine deutsche öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt verweigert türkischen Mitarbeitern elementare Arbeitnehmerrechte“, so der ver.di-Verband im BR.
(...)
https://mmm.verdi.de/tarife-und-honorare/istanbul-streik-im-ard-buero-angedroht-50623
« Letzte Änderung: 08. Mai 2018, 22:52:33 von Fritz Linow » Gespeichert
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