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Autor Thema: Streik bei Kitas?  (Gelesen 37189 mal)
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Kuddel


Beiträge: 9991


« Antworten #25 am: 08. November 2016, 19:19:22 »

Es ist einfach zum Kotzen wenn Kita Beschäftigte sich damit abspeisen lassen, daß sie etwas vernüftiges machen. Wenn man lautstark erkärt einen Job, der auf die Gesundheit schlägt und man dem dem Lohn keine Familie ernähren kann, zu lieben, muß etwas faul sein. Das Helfersyndrom scheint jeden klaren Gedanken zu verhindern...

Zitat
"Von meinem Gehalt könnte ich keine Familie ernähren"

Überstunden sind nichts Ungewöhnliches, die Arbeit schlägt auf das Immunsystem und den Rücken und die Bezahlung ist ein Witz. Trotzdem liebt diese Erzieherin ihren Job.


Name: Anonym
Alter: 27
Position: Erzieherin/Facherzieherin für Krippen- und Kleinkindpädagogik
Branche: Soziale Arbeit

Eines hat mein Beruf vielen anderen voraus: Die Vereinbarkeit mit der Familie gelingt. Dafür ist die Bezahlung auch nach landesweiten Streiks noch immer nicht angemessen. Von meinem Gehalt könnte ich keine Familie ernähren.
http://www.zeit.de/campus/2016-10/erziehung-soziale-arbeit-bezahlung-streik
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counselor


Beiträge: 2534



« Antworten #26 am: 08. November 2016, 19:39:48 »

Naja Kuddel, eine Arbeit ansich kann auch bei schlechter Bezahlung als angenehm empfunden werden. Das ändert aer nichts daran, dass die schlechte Bezahlung zu kritisieren ist.
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Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!
Kuddel


Beiträge: 9991


« Antworten #27 am: 08. November 2016, 20:43:24 »

Daß der Umgang mit Kindern etwas anderes ist als ein Fließbandjob, ist klar.
Aber daß man den Job "liebt", halte ich für übertrieben, zumal wenn die Arbeitsbedingungen eine Respektlosigkeit darstellen.
Ich möchte schon die Naivität angreifen, die die Ausbeutung im gesamten sozialen Bereich so leicht macht.
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Kuddel


Beiträge: 9991


« Antworten #28 am: 12. September 2017, 12:11:40 »

Zitat
Bündnis fordert besseren Betreuungsschlüssel – Proteste in Leipzig und Dresden

Bei der Kinderbetreuung hinkt Sachsen weiter hinterher. Dagegen regt sich nun Widerstand: Das Bündnis „Die bessere Kita“ hat für den 20. September zu Protest aufgerufen – in Leipzig ist ein Weckerkonzert geplant.




Leipzig. Volle Krippen,  Kitas und Horte, aber zu wenig Personal – Sachsen gibt beim Betreuungsschlüssel kein gutes Bild ab. Bei den Krippen ist der Freistaat bundesweit Schlusslicht, auch bei den Kitas sieht es nicht viel besser aus. Dagegen regt sich nun Protest: Für den 20. September, dem Weltkindertag, hat das Bündnis „Die bessere Kita“ zu einer Demo, Kundgebungen und Aktionen aufgerufen und fordert einen besseren Betreuungsschlüssel. Die Proteste unter dem Motto „Weil Kinder Zeit brauchen“ sind in Leipzig, Dresden, Chemnitz und Freiberg geplant.

Das Bündnis, das unter anderem aus Kitaträgern, Landeselternräten und der Leipziger Kita-Initiative besteht, kritisiert, dass Sachsen zwar einen Bildungsplan eingeführt habe, „seither jedoch erst ab 2014 minimale, schrittweise Verbesserungen im Blick auf die verbundenen Anforderungen zugestanden“. Tatsächlich will der Freistaat den Betreuungsschlüssel bei den Über-Dreijährigen bis Ende 2018 auf 1:12 senken. Damit liegt das Land aber immer noch weit hinter Spitzenreiter Baden-Württemberg, dort kommen im Schnitt 7,2 Kinder auf einen Erzieher. „Es hat sich große Unzufriedenheit an der Basis angestaut“, so Bündnissprecher Jens Kluge. „Die Verantwortlichen schieben sich über Jahre die Bälle zu. Darüber werden Kinder groß und Mitarbeiter vor Ort verschlissen.“

Weckerkonzert in Leipzig

Kernort der Aktionen ist die Landeshauptstadt: Dort startet am 20. September ein Demozug und zieht ab 16 Uhr vom Rathaus zum Kultusministerium von Brunhild Kurth (CDU). In Leipzig konzentriert sich der Protest auf das Rondell am Clara-Zetkin-Park, von 14 bis 19 Uhr steigt dort ein Familienfest. Von 16.59 bis 17 Uhr will das Bündnis die Politik mit einem Weckerkonzert wachrütteln. Die Veranstalter rufen deshalb dazu auf, Wecker mitzubringen.

Neben der Verbesserung des Betreuungsschlüssels fordert das Bündnis zudem eine Anerkennung der mittelbaren pädagogischen Arbeit, eine Anrechnung von Ausfallzeiten wie Fortbildung oder Krankheit auf den Personalschlüssel, eine Freistellung für Leitungsaufgaben und eine Strategie des Freistaates bei der Gewinnung, Bindung und Qualifizierung von Fachkräften.
http://www.lvz.de/Mitteldeutschland/News/Buendnis-fordert-besseren-Betreuungsschluessel-Proteste-in-Leipzig-und-Dresden
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