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Autor Thema: Probleme mit der Psychologin meiner Tochter  (Gelesen 10182 mal)
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Rammstein


Beiträge: 161


« am: 04. April 2011, 07:58:45 »

Hallo,
meine 11-jährige Tochter geht seit etwa 2 Jahre zu einer Psychologin. Diese Idee, meine Tochter zum Psychologen zu bringen, kommt nicht von mir, sondern von einer Sozialarbeiterin, die meinte, Marie müsse unbedingt zum Psychologen, und hat mich keine andere Wahl gelassen, als sie dort hinzubringen, obwohl ich die Dringlichkeit einer Therapie nicht wirklich einsah. Da habe ich mich schon überrumpelt und bedrängt gefühlt.
Es ist so: ich habe inzwischen eine richtige Wut auf diese Person. Sie ist mir unsympathisch, und ich habe Angst vor ihr. Ich habe vor jedem Elterngespräch Bammel. Bei jedem Elterngespräch wirft sie mir kleine Spitzen, weil ich nicht arbeiten gehe, und dabei schaut sie richtig streng und überlegen aus. Ich fühle mich dann ganz klein und mir ist richtig schlecht dabei.
Ich habe den Eindruck, sie unterstellt mich, eine schlechtere Mutter zu sein, weil ich Hartz IV-Empfängerin bin. Und da fühle ich mich schlecht.
Und wenn meine Tochter genau an dem Tag der Therapiestunde krank ist, und nicht zu ihr dann kann, stellt sie mir eine Rechnung wegen Honorarausfall aus. Das ist dann Druck für mich.
Das ist dann klar, dass sie Hartz-IV-Empfänger nicht so mag. Weil sie kaum Honorarausfall bei Krankheit des Kindes zahlen können.
Ich fühle mich deswegen unter Druck. Sie hat mich ausserdem - für meine Begriffe- bedrängt, meine Tochter 2 Mal pro Woche zu ihr kommen zu lassen. Sie hat mich so lange bearbeitet, bis ich Ja sagte. Dann ist der Druck auf mich noch höher, wegen Honorarausfall bei Krankheit des Kindes.
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hanni reloaded
Gast
« Antworten #1 am: 04. April 2011, 08:14:00 »

ok, auch wenn ich jetzt Schläge krieg:

ich les immer nur ichichich.
Was ist mit deiner Tochter?


Zitat
sie ist mir unsympathisch

sie muß dir auch nicht sympathisch sein.
Hauptsache, deine Tochter kommt mit ihr klar.
Und ich  halte eine 11jährige durchaus für fähig, selber zu entscheiden, ob sie
jemanden mag oder nicht.
Aber das schreibst du ja nicht^^

Zitat
Ich habe den Eindruck
ich fühle mich
habe mich gefühlt

schon mal dran gedacht, mit ihr darüber zu sprechen?

Und nochmal, wie fühlt sich deine Tochter?


Zwang ist scheisse, aber obiger Beitrag klingt halt nur danach, wie es dir geht.
Kein Wort über die Tochter, was mich bissel stutzig macht.

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Rammstein


Beiträge: 161


« Antworten #2 am: 04. April 2011, 08:29:08 »

Ich sehe es nicht ganz so.
Denn was bringt es, wenn meine Tochter und sie klarkommen, aber ich mit ihr nicht ? Was bringt es, wenn ich mich dauernd als schlechte Mutter fühle, wenn ich aus ihrer Praxis komme, weil sie mir Spitzen wirft ? Was bringt es, wenn ich wegen ihr kurz bevor bin, in Tränen auszubrechen ? Was bringt es ?
Und: ich sehe nicht ein, dass ich mich wegen ihr wie eine schlechte Mutter fühlen muss. Solche Psychologen, die das Kind unterstützen, aber die Mutter schlecht machen, sind mir zuwider.
Ich bin keine schlechtere Mutter, weil ich Hartz IV beziehe. Und wie ein Assi lasse ich mich von dieser Frau nicht behandeln. So was will ich mir nicht bieten lassen.
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Eivisskat
Gast
« Antworten #3 am: 04. April 2011, 08:37:48 »

Werden die Eltern nicht immer einbezogen, wenn ein Kind zum Psychologen muss/soll?

Denn irgendwo kommen die "Auffälligkeiten" des Kindes ja nun mal her, die hat es sich ja nicht zugelegt, wie einen Virus. Und erblich oder genetisch sind die meistens auch nicht.

Wenn's also passen und fruchtbar sein soll mit der Behandlung, müssen meist auch die Eltern aktiv an sich arbeiten & mitmachen.

Dazu brauchts natürlich ein gutes Verhältnis zum Psychologen. Vielleicht mal ein klärendes Gespräch mit der Frau führen, zum Wohl aller Beteiligten und vorrangig zum Wohl des Kindes?

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Alan Smithee


Beiträge: 1250



« Antworten #4 am: 04. April 2011, 09:40:17 »

Wie Eivisskat schon schrieb: auf alle Fälle mal ein klärendes Gespräch mit der Dame führen.

 Es bringt nichts, wenn versucht wird, die Eltern gegen die Kinder auszuspielen und andersherum. Ich weiss aus meinem eigenen Bekanntenkreis, dass sowas richtig schaden kann; gerade bei Kids in dem Alter. (Und ich gehe davon aus, dass diese Psychologin mit ihrer Meinung über dich bzw. eure Lebenssituation sich entsprechend dem Kind gegenüber verhält)

Das ist unprofessionell, und eigentlich müsste sie da komplett drüberstehen. Aber:  vielleicht fällt es ihr selbst gar nicht auf (was dann allerdings nicht unbedingt von Kompetenz zeugt.)

Theoretisch besteht ja auch noch die Möglichkeit, die Psychologin zu wechseln; wenn es gar nicht anders geht. Ich denke, du benötigst vielleicht selber Hilfe in der Richtung (natürlich nicht bei der gleichen Dame); das hat dann den Vorteil, dass du gute Gründe für einen eventuellen Wechsel vorweisen kannst. Auf jeden Fall solltest du da auch aktiv mit einbezogen werden. Und wie gesagt: Druck und Erpressung gehen in dem Bereich gar nicht. Weder für dich noch für das Kind!
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...still dreaming of electric sheep...
Pfiffi


Beiträge: 1367



« Antworten #5 am: 04. April 2011, 10:03:36 »

Tut mir leid, aber mit keinem Tipp von Euch gehe ich konform.
Als erstes würde ich meine Tochter da herausnehmen und die Therapie welche ja freiwillig ist bzw. sein sollte bei dieser Person, welche über Projektion arbeitet, und letzendlich mehr schadet als nutzt, beenden.
Konkret steht für mich im Raum, hat es Deiner Tochter bisher geholfen das sie an Sitzungen etc. teilgenommen hat?
Wenn Du und Deine Tochter ihr das bejahen könnt, dann sucht Euch eine andere Psychologin. ich weiß die Wartezeiten sind lang, aber man sollte sich nicht und das als oberstes Prinzip, zum Spielball fremder Menschen machen.
Deine Ängste in Ehren, sind verständlich, den für Deine Arbeitslosigkeit Dich verantwortlich zu machen ist doch toll, und widerspiegelt eindeutig das Fazit, der "Bild Zeitung", das zeigt mir eindeutig das unsere Medien ganze Arbeit geleistet haben.

Das mit dem Honorarausfall. ist eine etwas heikle Geschichte, es geht in Ordnung wenn man mit seinem behandelnden Arzt/Tehrapueten einen Vertrag abschließt und in einem solche auch Zahlungsmodalitäten regelt, da dort auf Terminbasis gearbeitet wird ist dies auch rechtlich okay.
Meine Frage daher, gibt es einen solchen Behandlungsvertrag?
Wenn ja, was steht im einzelnen zu den Terminierungen und eventuellen Schadensersatzforderungen der behandelnden Seite dazu drin?

Übrigends um die Therapie abzubrchen benötigst Du keine Begründung, setze Dich mit Deiner Tochter hin und rede, versuche herauszufinden was für Sie am besten ist, und was Sie auch selbst möchte.
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Jeder kennt den "Dreisatz", welcher ist davon bei den JCs anzuwenden?

JC Dreisatz: Warum?  Wo steht das? Alles nur schriftlich!!
hanni reloaded
Gast
« Antworten #6 am: 04. April 2011, 10:15:11 »


Übrigends um die Therapie abzubrchen benötigst Du keine Begründung, setze Dich mit Deiner Tochter hin und rede, versuche herauszufinden was für Sie am besten ist, und was Sie auch selbst möchte.


ein Therapieabbruch hat zur Folge, daß man für weitere Therapien eine Zeitlang gesperrt wird.
Also wenn dann: Therapiepause, Therapeutenwechsel, aber dies auch mit der Krankenkasse im
Vorfeld klären.



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Pfiffi


Beiträge: 1367



« Antworten #7 am: 04. April 2011, 10:20:56 »

Nicht in jedem Fall.
Allein was Sie hier schon vorträgt und sich damit an ihre Kranken, Rentenkasse wendet, dies in der Darstellung nicht als Hilfe sondern als Diskriminierung darstellt, dann denke ich kann, dies gut nachvollziehbar sein.

Was ich nicht verstehe, ihr jagt in meinen Augen der Frau noch mehr Angst ein, statt ihr mal den Rücken zu stärken um selbst für sich zu entscheiden.
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hanni reloaded
Gast
« Antworten #8 am: 04. April 2011, 10:51:03 »

Ich lese nur Vermutungen, konkrete Sachen wurden nicht benannt.

Und ich weiß selber, daß man irgendwann mal hinter jedem Busch was lauern sieht.

Deshalb sollte sie sich selber hinterfragen.

Vor allem sollte mal das Kind gehört werden.
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Eivisskat
Gast
« Antworten #9 am: 04. April 2011, 11:04:19 »

Ich jage ihr keine Angst ein, sondern sage ebenfalls, dass sie erstmal in sich gehen soll und ihre eigene Betrachtungsweise überdenken.

Das Kind steht doch wohl im Vordergrund und nicht ihre eigenen Empfindlichkeiten gegenüber der vermeintlichen Abschätzung als H4-Bezieherin seitens der Therapeutin.

Diese abwertende Haltung haben wir alle schon oft erlebt und es ist gewiß nicht leicht, aber man sollte diese Erfahrung nun auch nicht bei jeder Gelegenheit vermuten und quasi wie ein Schild vor sich hertragen.
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schwarzrot


Beiträge: 4516



« Antworten #10 am: 04. April 2011, 11:20:01 »

Also, prinzipiell würde ich das unterstützen, was Pfiffi gesagt hat.
Eine Therapeutin, die irgendwen, nur weil jemand erwerbslos ist schikaniert, sollte schnell gewechselt werden.

Allerdings dies hört sich für mich nach einer vorgeschichte an:
Zitat
Diese Idee, meine Tochter zum Psychologen zu bringen, kommt nicht von mir, sondern von einer Sozialarbeiterin, die meinte, Marie müsse unbedingt zum Psychologen, und hat mich keine andere Wahl gelassen, als sie dort hinzubringen, obwohl ich die Dringlichkeit einer Therapie nicht wirklich einsah. Da habe ich mich schon überrumpelt und bedrängt gefühlt.
Wie begründete die Sozialarbeiterin dies?

Ev. macht es wirklich sinn, eine eigene therapeut(in) aufzusuchen, um bei den problemen mit der therapeutin deiner tochter eine(n) verbüdete(n) zu haben: Dies in dem falle, dass ein einfaches gespräch mit dieser das problem nicht lösst.

Sowas im internet zu diskutieren, ist aber generell problematisch, das internet eignet sich für lösung in psychofragen herzlich schlecht.
Ich würde daher vorschlagen, dass du vor ort dich mal beraten lässt. Z.b. sozialberatung, elo-ini oder ähnliches.
« Letzte Änderung: 04. April 2011, 11:22:10 von schwarzrot » Gespeichert

"In der bürgerlichen Gesellschaft kriegen manche Gruppen dick in die Fresse. Damit aber nicht genug, man wirft ihnen auch noch vor, dass ihr Gesicht hässlich sei." aus: Mizu no Oto

Wieder aktuell: Bertolt Brecht
Pfiffi


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« Antworten #11 am: 04. April 2011, 12:22:26 »

Warten wir doch mal ab was @Rammstein, noch dazu schreibt.
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Pinnswin


Beiträge: 4127



WWW
« Antworten #12 am: 04. April 2011, 13:37:34 »

Zitat
... Denn was bringt es, wenn meine Tochter und sie klarkommen, aber ich mit ihr nicht ?...
Dann musst du das ansprechen, sag ihr, wo es hackt, bleib höflich.
Zitat
... Was bringt es, wenn ich mich dauernd als schlechte Mutter fühle, wenn ich aus ihrer Praxis komme, weil sie mir Spitzen wirft ?...
Zeig ihr die Spitzen, sag ihr, das du es nicht gut findest, wenn sie sich auf deinen Kosten einen
runterholt. (~ deine Beschreibung hab ich grad mal so interpretiert)
Zitat
... Was bringt es, wenn ich wegen ihr kurz bevor bin, in Tränen auszubrechen ? ...
Stell sie dir nackisch vor, oder beim Poppen mit Westerwelle, dann heulste gleich noch lauter,
... aber vor Lachen.  Cheesy  ~ lass dich nicht so anmachen.

Zitat
... Was bringt es ?  ...
....Dir? = Erfahrung! Mach mal deine Ellenbogen klar. Nichts ist ein netteres Objekt für so
ein Rollenspiel, als eine Psychobraut. Du bist ein denkendes und handelndes Wesen, notfalls
mach die Notizen auf einem Zettel und dann roll die Ärmel hoch. Tief einatmen....  Wink

...Deiner Tochter? = Was soll deine Tochter von dir denken, wenn du mit so ner Frau nicht klar kommst?
(Oh Shit - nun hab ich noch n Streßboller in´n Raum geworfen....  Evil )
Wieso machste dir einen Kopf über deine Erziehungsmethoden, und die Sichtweise deiner Tochter,
aber nicht darüber, das du mit einer stinknormalen Psychologin überfordert bist.
~ 1 Termin/ Monat sollte völlig ausreichen, außer deine Tochter will mehr, rede mit ihr, frag Töchterlein
ob sie die Sitzungen mag oder lieber mit dir & ner Freundin auf den Spielplatz gehen will.

...Ihr? ~~Psychologen sind halt Püschologen, die musste dicht-labern, mit anlauf. Aber nett bleiben. Dann
kriegste auch was zu lachen.

Zitat
......Und: ich sehe nicht ein, dass ich mich wegen ihr wie eine schlechte Mutter fühlen muss. ...
Wieso musst du das? Gehört Kadaver-Gehorsam zu deiner Grundeinstellung?
Na bitte, also, Änder was.  Und vor allem, fang an zu Lächeln, du schaffst das!

phfiathie  cheesy








 
 
« Letzte Änderung: 04. April 2011, 13:43:54 von Pinnswin » Gespeichert

Das Ende Der Welt brach Anno Domini 1420 doch nicht herein.
Obwohl vieles darauf hin deutete, das es kaeme... A. Sapkowski
Rammstein


Beiträge: 161


« Antworten #13 am: 04. April 2011, 17:04:28 »

Ich habe intensiv nachgedacht, und es ist so... wenn man ein Kind hat UND Hartz-IV bekommt, ist es doppelt so schwierig. Weil man nämlich dauernd mit "bessergestellten" Leuten zu tun haben muss. Egal wo: in dem Kindergarten, in der Schule, auf Elternabenden... Das erzeugt sehr, sehr viel Druck. Wenn man kein Kind hätte, müsste man sich nicht dauernd solchen Situationen stellen.
Und man schämt sich furchtbar. Man fühlt sich als "der Assi"unter den gutbetuchten Eltern. Man schämt sich andauernd. Dieser Druck ist extrem hoch. Manchmal wird man auch manchmal nicht sehr freundlich angesprochen. Die Kindergärtnerin meiner Tochter machte einmal Bemerkungen in der Richtung, so dass ich nachher geweint habe. Alleinerziehende wie ich haben es auch ziemlich schwer, weil dazu  noch kommt, dass man keinen Mann hat. Ich habe meine Tochter mit 19 bekommen und bin immer alleinerziehend gewesen. Da könnten die Leute sich schon ihren Teil über mich denken.
Und das Kind merkt irgendwann, dass es in einer "sozial schwachen" Familie lebt. Und wird dann wütend, und beschuldigt die Mama, Schuld an der ganzen Situation zu sein. So wie meine Tochter.
Es kann sein, dass die Psychologin mir nur vortragen will,was meine Tochter über mich denkt.
Irgendwann wird der Druck so hoch, dass der Gaul mit mir durchgeht.
Wenn ich kein Kind hätte, wäre der Druck weniger. Ich wäre halt eine einfache ALG II-Empfängerin. Aber wenn man ein Kind hat, muss man sich mit besserverdienenden Leuten auseinander setzen. Und der Druck ist hoch.
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Eivisskat
Gast
« Antworten #14 am: 04. April 2011, 17:17:01 »

Da hast du völlig Recht, es ist wirklich verdammt schwer und tut mir sehr Leid!  Cry

100.000de wirklich tapfere Frauen haben dieses Schicksal und sind häufig völlig allein gelassen.

Da kann frau schon ab und an mal durchdrehen und die Nerven verlieren.

Vielleicht helfen die kleinen Tipps hier im Forum beim aktuellen Problem und du kannst nochmal mit der Frau sprechen?

Wenn's nichts bringt, nimmst du dein Kind halt dort wieder weg. Ihr müßt ja beide ein gutes Feeling zu der Psychologin haben, sonst wird die Therapie (wie auch immer...) so schwierig.

Alles Gute für dich und halt die Öhrchen steif!
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Alan Smithee


Beiträge: 1250



« Antworten #15 am: 04. April 2011, 17:51:29 »

@Rammstein: das meinte ich ja, dass leider mittlerweile schon von angeblichen "Helfern" die Kinder gegen die Eltern ausgespielt werden. Und andersherum. (Dass der normale BILD-Pöbel mit IQ knapp oberhalb der Raumtemperatur so rumhetzt, ist schon schlimm genug. Wenn dann auch noch von angeblichen Helfern in das gleiche Horn gestossen wird, ist das schon mehr als grenzwertig. Du bist da aber garantiert nicht die einzige, mit der "man es macht")

Ist natürlich nicht immer so, es gibt durchaus auch Psychologen, Sozialarbeiter etc, die Verständnis für diese Problematik haben. Aber dieses Aufgehetze kenne ich wie gesagt auch aus meinem persönlichen Bekanntenkreis. Anstatt zu helfen wird so noch Salz in die Wunden der Betroffenen gestreut, die Fronten verhärten sich. Das führt dann schlimmstenfalls dazu, dass das Kind "anderweitig untergebracht" wird.

Und jemand, der sowieso schon alle mit den Nerven ist, ist ein gefundenes Opfer. Aber das so weiterlaufen zu lassen würde alles noch verschlimmern. Schau mal im web nach, ob es sowas wie eine Selbsthilfegruppe für alleinerziehende Mütter in deiner Gegend gibt. Da kannst du vielleicht Kontakt zu Leute aufnehmen, die in ähnlicher Situation sind.

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Dearhunter


Beiträge: 514


« Antworten #16 am: 04. April 2011, 19:12:53 »

Also die Tochter kommt mit der Psychologin klar, die Mutter nicht?

So habe ich das jetzt verstanden ...

Dann bleibt doch nur die Frage, ob es für die Tochter sinnvoll und nützlich ist und diese Frage sollte man neutral stellen, falls möglich.

Der Nutzen für die Tochter ist primär wenn die Mutter mit der Psychologin nicht klarkommt, ist das eher maximal sekundär.

Das hilft einem persönlich sicher nicht ... aber so solte man das sehen ... als Ausgangspunkt.


DH
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« Antworten #17 am: 04. April 2011, 20:42:00 »

Das primäre der Tochter wird sich immer sekundär auf die Mutter auswirken. Da brauchen wir nicht zu diskutieren.

Als Empfehlung wurde, in meinen Augen, der "richtige Weg" schon aufgezeigt. Suche Hilfe bei ebenfalls mit der gleichen Lage Betroffenen.
Schon allein das wissen darum, das man nicht allein ist, hilft.

Als Empfehlung an Dich, Rammstein, Du solltest Dir selbst eine gute Betreuung suchen, die kann vielgestaltig aussehen, entscheiden kannst nur Du es, das liegt in dem System "Hilfe" so begründet, würde jetzt aber eindeutig zu weit führen.

Fakt ist folgender, wenn Du "Untergehst" geht auch Deine Tochter unter, das dürfte nicht das Ziel sein. Deine Tochter ist 11 Jahre alt, dann kann man schon recht gut zwischen den Dingen unterscheiden.

Jedenfalls bist Du nicht für das "Busprinzip" verantwortlich, 4 Millionen Arbeitslose stehen vll. 500 000 offenen Arbeitsplätzen gegenüber, also immer wenn vorne einer einsteigt in den Bus "Arbeit" ist hinten einer gezwungen auszusteigen. Das dies politisch nicht eingesehen wird, und man immer ein Blafasel von "Vollbeschäftigung" usw. los lässt, kommt am ende dabei heraus, das man sich selbst für die Gesamtsituation verantwortlich macht.

Und das ist nicht wahr, es treibt in den Suizid.

Lasse Dich nicht verwursten und verhartzen. Suche Dir aktiv Hilfe, hier hast Du den Beginn gemacht, und das funktioniert, habe keine Angst, suche Dir auch im reelen Leben Hilfe, und dann entscheide für Dich was Dir helfen könnte. Wink
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Dearhunter


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« Antworten #18 am: 04. April 2011, 21:49:33 »

Zitat
Das primäre der Tochter wird sich immer sekundär auf die Mutter auswirken. Da brauchen wir nicht zu diskutieren.

Als Empfehlung wurde, in meinen Augen, der "richtige Weg" schon aufgezeigt. Suche Hilfe bei ebenfalls mit der gleichen Lage Betroffenen.
Schon allein das wissen darum, das man nicht allein ist, hilft.

 

Da stimme ich dir vollkommen zu, so ist das ja nicht ...

Aber "das Ideal" ist eh nicht ereichbar, also muss man Prioritäten setzen und Kompromisse eingehen.

Und wenn man das eingesehen hat, muss man eben auch "böse" Fragen stellen, es geht nicht alles allzu weichgespült, sodass alle zufrieden sind.
Und die Prioritäten sind doch klar, auch WENN man den rest auch verbessern kann.

Ich sehe das auch so, dass die Mutetr Hilfe benötigt.


DH
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Rammstein


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« Antworten #19 am: 05. April 2011, 10:50:59 »

Es ist leider so, dass es immer Menschen werden gibt, die über andere urteilen werden...und nicht vor ihrer Haustür kehren...
Ich überlege mir, ob ein Schulpsychologe nicht helfen könnte...
Jemand auf jeden Fall, der mich nicht schief anguckt, und der nicht alle Problemen meiner Tochter auf Hartz IV bzw. auf meiner eigenen "Faulheit" schiebt. Mit Hartz IV hat man sowieso ein "Makel", man braucht nicht dazu noch runtergemacht zu werden.
Seit Maries Kindergartenzeit habe ich mit solchen Menschen zu tun. Ich kann mich noch an der Kindergärtnerin erinnern, die mich beim Elterngespräch voll runtermachte. Sie meinte, meine Eltern hätten schon hart gearbeitet, sie hätten es verdient sich auszuruhen, statt so eine faule Kuh wie ich zu unterstützen. Ich war richtig sprachlos.
Ich denke, dass diese Leute einfach nur mit ihren eigenen Leben selbst unzufrieden sind. Manchmal kommt es mir so vor, als müssten Hartz-IV-Empfänger und andere Menschengruppen für die Unzufriedenheit im Volk herhalten. Und in unsicheren Zeiten haben "brave Bürger" das Bedürfnis, sich selbst auf die Gewinnerseite zu sehen und sich als "brave" und "anständige", "fleißige" Bürger zu sehen. Da denke ich an Guido Westerwelle, Notker Wolf ("Wir sitzen in einem Käfig der Bequemlichkeit und man sollte Hartz IV senken), der Motivationsguru Jürgen Höller ("Erfolglose sind unsozial), Thilo Sarrazin...Könnte man diese Leute nicht wegen Volksverhetzung verhaften ?
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Pfiffi


Beiträge: 1367



« Antworten #20 am: 05. April 2011, 11:08:28 »

@Rammstein, mache Dir mal nicht soviel einen kopf was andere tun oder sagen, sondern schaue bei Dir, was Du für Dich tun kannst, und zergehe nicht in "Selbstzerfleischung" was andere machen könnten oder denken wollen.
Das ist für Dich nicht relevant. Du bist für Dich die wichtigste Person, alles andere entsprechend der Reihenfolge, wie es notwendig ist.

Verstanden?
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antonov


Beiträge: 1516


« Antworten #21 am: 05. April 2011, 11:55:10 »

hmmm, hab jetzt nicht alles gelesen, bin auch kein experte, aber was ist mit deiner tochter ?

zweimal in der woche zum mackedoktor das ist ja kein dreck, verprügelt die andere mitschüler oder was ?

was hat denn deine tochter für probleme ?
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arm+alt2


Beiträge: 198


« Antworten #22 am: 05. April 2011, 22:45:49 »

Ich sehe eine "Gefahr" darin, daß die Psychologin Ihre Ansichten über @Rammstein und Hartz4 unbewußt oder absichtlich an die Tochter weitergibt.
Wenn die Psychologin schon so unsensibel gegenüber einer erwachsenen Frau wie @Rammstein agiert, dann kann es mit Ihrer Kunst nicht weit her sein.

Ich würde auch mal genau den Behandlungsvertrag checken lassen. Ich kapiere irgendwie nicht, wieso Du aus Deiner Tasche den Verdienstausfall zahlen mußt, wenn Deine Tochter nachweislich wg. Krankheit verhindert ist?
Auf jeden Fall würde ich darauf drängen, diesen Vertragsbestandteil abzuändern, weil das für Dich als ALG2-Empfängerin unzumutbar ist.
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Jaybird


Beiträge: 147


« Antworten #23 am: 06. April 2011, 13:08:41 »

Ich denke Du musst als allererstes klar trennen lernen. Was sind meine reellen Probleme, was sind reelle Vorwürfe von aussen, wo interpretierst Du vielleich Selbstverachtung mit rein in das was jemand sagt.

Und Du musst lernen zu trennen zwischen dem was für Dich angenehm ist und dem was für Deine Tochter hilfreich ist. Das ist nicht immer das gleiche.

Dann kannst Du auch beantworten was zu tun ist. Meine bescheidene Meinung ist, wenn Deine Tochter bestimmte Schwierigkeiten hat und diese Therapie ihr irgendetwas stützendes gibt, dann sollte sie die Therapie fortsetzen. Deine Probleme mit der Psychologin müsstest Du dann in einem ganz gesonderten Schritt klären. Ein moderiertes Gespräch bei einer Sozialberatung oder ähnliches.

Jemand anderes hat schon angesprochen dass Du nur von Dir selbst und Deinen Gefühlen schreibst. Etwas konkretes, was diese Frau denn nun genau sagt oder anspricht, oder was überhaupt mit Deiner Tochter los ist, hat Du mit keinem Wort erwähnt. Es geht uns auch nichts an, okay. Aber ich gehe mal davon aus, wenn bereits behördliche Stellen mit Euch befasst sind und ein junges Kind zur Therapie soll, dann sind da Sachen vorgefallen oder in eine schlechte Richtung gelaufen. Insofern hört es sich nicht verkehrt an, dass etwas in Richtung psychologischer Arbeit läuft.

Ich hatte mal eine Schulfreundin deren Eltern nicht arm, aber menschlich wirklich furchtbar waren. Die hatte auch massive Probleme als sie eine Therapie begonnen hat, weil ein Konflikt entstanden ist: Dinge die in der Familie nicht gesagt werden durften, Konflikte die nicht gelebt werden durften, Gefühle denen sich die Eltern nicht stellen wollten kamen zum Vorschein weil sich die Tochter auf einmal damit beschäftigte. Das war für die Eltern schmerzhaft und unbequem, sie fühlten sich angegriffen durch die Tatsache dass das Kind sich diesen Themen öffnete. Sie versuchten ebenfalls, die Therapie als Unsinn und den Therapeuten als Bedrohung des Familienfriedens hinzustellen, und die Tochter war "schuld" daran dass die Eltern jetzt so unter den ganzen Vorwürfen zu leiden hatten.

Ich sag jetzt nicht dass das genauso bei Euch abgeht, denn wie gesagt wissen wir hier kaum was über die eigentliche Vorgeschichte. Aber nimm Dir bitte zu Herzen dass es in dieser Geschichte ja nicht nur Dich gibt. Dein Kind leidet sicher auch an Eurer Situation, besonders wenn es Dir schlecht geht damit (das scheint es ja auch ohne "doofe" Psychologin zu tun). Es wäre vielleicht ehrlicher wenn Du für Dich in einer gesonderten Beratung Deine  Schwierigkeiten mit der Therapeutin angehst, und die Therapie Deiner Tochter eben Deiner Tochter überlässt.

Ein letztes Wort noch zum sich abgestempelt fühlen: ich bin arm aufgewachsen und habe mich meine gesamte Kindheit und Jugend dafür geschämt. Ich habe ebenfalls überall Abwertung gerochten, so sehr dass ich Hilfe irgendwann nicht mehr als solche sehen, sondern nur noch als Einmischung verstanden habe. Ausserdem war ich durch mein Elternhaus nicht besonders hilfreich geprägt was mein Verhalten angeht: ich war resigniert, passiv und gleichgültig. Heute, im Rückblick, sehe ich dass es Situationen gab wo ich mich "wegen meiner Armut" abgestempelt fühlte, mein Gegenüber aber eher z.B.  meine Unzuverlässigkeit oder mein schlampiges Arbeiten kritisiert hat - ich sah den Zusammenhang, mein Gegenüber nicht bzw. hat mich versucht als selbstverantwortliche Person zu sehen und fand an diesem Masstab einfach sch* was ich gemacht hatte - ich fühlte hingegen, es nicht besser zu können und dafür unverschuldet angegriffen zu werden. Versuche auch Du, fair zu bleiben. Ich kann mir vorstellen dass es in solchen Elterngesprächen manchmal um Probleme bei der Erziehung und Versorgung des Kindes geht, und wenn wenn man da erst mal anfängt aneinander vorbei zu reden (z.B. sie redet von Deiner Verantwortung, Du weisst gar nicht wie Du die in Deiner Lage bewältigen sollst), sind Missverständnisse und Konflikte vorprogrammiert. Für die Therapeutin bist Du erstmal die Mutter, die Erwachsene, die bestimmte Dinge im Leben des Kindes im Griff haben sollte. Signalisierst Du dann Hilflosigkeit, weil Du Dich eher als Opfer Deiner Umstände fühlst, kommt Ihr an dem Punkt schon mal nicht zusammen.

Verstehst Du ungefähr was ich meine?
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Brighton


Beiträge: 1


« Antworten #24 am: 03. Dezember 2012, 20:53:00 »

Hey,

ein paar Jahre lese ich schon in diesem Forum. Als stiller Beobachter wie in anderen Foren. Es interessiert mich wie meine Mitmenschen Ihre Welt sehen. (zumindest bis oberer Mittelstand, an die ehrlichen Gedanken der "Reichen" ist kaum ranzukommen)

Aber gerade fühle ich mich regelrecht zu meinem ersten Post genötigt.
Erstmal finde ich viele Beiträge hier gut und wirklich konstruktiv. (auf dieses Thema bezogen) - sollte betont werden

Ich selbst war weit unten, vermutlich sogar weiter als du Rammstein, das sollte erstmal zur Vorstellung genügen.
Über die Monate bin ich zwangsläufig auf viele Beiträge von dir gestoßen.
Du gehst nicht sonderlich sparsam mit privaten Informationen um was dieses Forum angeht, es sei dir gegönnt.
Über mich weißt du nichts, das zu verstehen könnte dir eventuell Helfen meine Kritik vielleicht etwas besser anzunehmen als üblich. Mir ist klar dass ich Gefahr laufe rückwärts wieder aus dem Forum rausgebasht zu werden.

Bei vielen Beiträgen von dir habe ich mich stets gefragt wie es wohl deiner Tochter geht.
Darüber war wenig zu erfahren, bis dato. Gerne beziehst du dich argumentativ auf deine Tochter und identifizierst dich mit deiner Opferrolle als Hartz 4 Alleinerziehende, zumindest hab ich den Eindruck.

Ich würde mir wünschen, dass du deine Tochter selbst entscheiden lässt, ob sie die Therapie weiter macht.
Ich würde mir wünschen, dass du vielleicht mal anfängst bei dir zu schaun.
Ich würde mir wünschen, dass du vielleicht selber eine Therapie machst, sofern du eine Notwendigkeit siehst. (wenn das schon der Fall ist umso besser)


Natürlich kann ich dich verstehen, deine Perspektive, deine Realität.
Aber Kannst du das auch bei anderen?


Vorallem wünsche ich dir und deiner Tochter alles Gute, viel Kraft und Stärke.
Und vielleicht ein paar andere Sichtweisen... (siehe die anderen Beiträge)


LG und hoffentlich produktives Nachdenken
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