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Autor Thema: Massenphänomen Altersarmut  (Gelesen 119715 mal)
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Ratrace


Beiträge: 2625



« Antworten #25 am: 14. September 2011, 12:44:56 »

Strombolli hat es auf den Punkt gebracht. Jede Erhöhung des Renteneintrittsalters ist nichts weiter als eine reale Rentenkürzung, da der Arbeitsmarkt für ältere Menschen - und das beginnt ja durchaus schon mit vierzig, spätestens fünfzig Jahren - nicht mehr zugänglich ist. So wird die Rentenkasse mit jedem Jahr, um welches der Renteneintritt nach hinten verschoben wird, "entlastet", und die Menschen ohne Erwerbseinkommen oder Rente müssen sich halt mit dem Existenzminimum vom Jobcenter oder dem Sozialamt zufriedengeben.

Mit etwas Glück darf sich der Staat auch daran erfreuen, daß mit höherem Renteneintrittsalter die Leute noch vor der ersten Rentenüberweisung sterben werden. Wieder Geld gespart.

Hinzu kommt noch, daß die Menge der arbeitslosen Alten, zur freien Verfügungsmasse für die Zwangsarbeitseinsätze der Jobcenter herabgewürdigt, vergrößert wird, weil der Rentnerstatus dem Status als Arbeitsloser weicht, bis die Rente greift. Das sind viele billige Arbeitskräfte für den Staat.

Dazu fällt mir nur ein, daß Laternen nicht nur zum Lichtmachen da sind.
« Letzte Änderung: 14. September 2011, 12:48:12 von Ratrace » Gespeichert

Das einzig Freie im Westen sind die Märkte.
anti-hartz4


Beiträge: 981



WWW
« Antworten #26 am: 14. September 2011, 12:46:44 »

Sollte mich nicht wundern,wenn dieses Pack in Berlin noch auf ganz andere Gedanken kommt oder schon gekommen ist.
"Soylent green" wird auch noch kommen!
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Widerstand dem Kapitalgesindel
Eivisskat
Gast
« Antworten #27 am: 14. September 2011, 13:13:23 »



Hinzu kommt noch, daß die Menge der arbeitslosen Alten, zur freien Verfügungsmasse für die Zwangsarbeitseinsätze der Jobcenter herabgewürdigt, vergrößert wird, weil der Rentnerstatus dem Status als Arbeitsloser weicht, bis die Rente greift. Das sind viele billige Arbeitskräfte für den Staat.


Bzw. die älteren Elo's bei jeder sich bietenden Gelegenheit von der Arge zwecks Einsparung in die Erwerbsminderung und EU-Rente abgeschoben werden, wo sie dann auf zusätzliche Grusi angewiesen sind und NIE wieder einen "normalen" Rentensatz erreichen können.

Minirente plus Grusi lebenslänglich bedeutet das...

Aber es kommen andere, bessere Zeiten, schon bald.
« Letzte Änderung: 14. September 2011, 13:15:01 von Eivisskat » Gespeichert
Rappelkistenrebell


Beiträge: 2555



WWW
« Antworten #28 am: 14. September 2011, 13:16:38 »

Andere Zeiten werden kommen! Ob diese besser sein werden ist ungewiß! Erstmal sieht es nicht danach aus....aber diese Zeiten können besser werden wenn wir uns organisieren und uns diese erkämpfen!
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Gegen System und Kapital!


www.jungewelt.de
Eivisskat
Gast
« Antworten #29 am: 14. September 2011, 13:25:50 »

Es sieht schon danach aus, denn mit jeder neuen Ungeheuerlichkeit (wie sie sich in der letzten Zeit stetig häufen) wachen immer mehr Menschen auf und beginnen nachzudenken. Das ist bereits überall zu merken.

Und wenn das Umdenken gut funktioniert und entsprechend organisiert wird, braucht es plötzlich keine Kämpfe mehr, denn die Dinge ordnen sich automatisch zum Guten.
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antonov


Beiträge: 1516


« Antworten #30 am: 14. September 2011, 13:29:11 »

ha ha, der kreienbaum, noch son dampfplauderer, wieso brauch der schäuble eigentlich 7 sprecher ?

---> Falco - The Sound of Musik
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antonov


Beiträge: 1516


« Antworten #31 am: 14. September 2011, 14:04:10 »

nachschlag

---> Falco - Hinter uns die Sintflut


---> Falco - Einzelhaft
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Strombolli
Jeheimrat


Beiträge: 6720



« Antworten #32 am: 24. September 2011, 17:13:13 »

und mit dieser tagesschau.de-Meldung entlarvt sich der ganze Müll unserer Regierenden:

IMMER MEHR RENTNER NEHMEN ABSCHLÄGE IN KAUF

daraus:

"Mehr Menschen als jemals zuvor sind im vergangenen Jahr mit Abschlägen in Rente gegangen. 2010 nahmen von rund 856.000 Neurentnern, die in Altersruhestand oder Erwerbsminderung gingen, knapp 496.000 Abschläge in Kauf."

Dann geht die Rechnung doch auf. Zählt man noch die Leute hinzu, die vorfristig durch Krebs, Herzinfarkt oder Lach-/Wutanfälle über Merkel & Co. den Löffel abgeben. Das eingesparte Geld kann man dann den Bänkern geben, damit sie es in ihr Privatvermögen umwandeln.   
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Das Systemmotto: "Gib mir Dein Geld! - Jetzt, Du dreckiges Opfer !!!! - Und habe immer ANGST VOR DEM MORGEN !!!"

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Eivisskat
Gast
« Antworten #33 am: 01. Oktober 2011, 14:00:36 »

Matthias W. Birkwald, DIE LINKE: Ruhestand war gestern -- Malochen bis zum Tode droht als Schicksal!



Zitat
Rede von Matthias W. Birkwald, MdB (DIE LINKE) zur Beratung der GA der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen "Altersarmut in Deutschland" (BT-Drs. 17/6317) am 30.09.2011 im Plenum des Deutschen Bundestages

http://www.scharf-links.de/ vom 30.09.11



Gute Rede!
Die Reaktion der Koalition mal wieder absolut zum Kotzen... Roll Eyes
« Letzte Änderung: 01. Oktober 2011, 14:08:02 von Eivisskat » Gespeichert
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« Antworten #34 am: 03. Dezember 2011, 17:48:29 »

Zitat
Was ist faul an unserem Rentensystem?

Eine Aufarbeitung von Immanuel Schaich zu seinem

Schwarzbuch Rente (link auf Duckhome)

1.Vortäuschung falscher Tatsachen in großem Stil

a. Bundeszuschuss


Die Zahlungen des Bundes an die Renten-Versicherung (RV) werden als "Bundeszuschuss" bezeichnet, obwohl es kein Zuschuss ist, sondern eine ungenügende Ersatzleistung für die Rentenzahlungen ohne Beitragseinnahmen. Man nennt diese Renten "beitragsfremde Leistungen" (bfrL). Es handelt sich im wesentlichen um Kriegsfolgelasten (Wehrdienst, Vertriebene, Spätaussiedler, DDR-Renten, Leistungen nach dem Fremdrentengesetz usw.) sowie Kinderzulagen und ähnliches.

versicherungsfremde Leistungen (link auf Duckhome)

Die Zahlungen des Bundes haben in den letzten 50 Jahren in keinem Jahr die Aufwendungen der RV für die bfrL gedeckt. Die Verwaltung der RV hat auch noch nie eine genaue Höhe dieser Ausgaben ermittelt und diese mit den erhaltenen Zahlungen verglichen.
Ein grobes Versäumnis, weil dies zu den vornehmsten Aufgaben einer gewissenhaften Verwaltung der Beitrage gehören dürfte. In einem Schreiben vom 16.9.2008 behauptet die DRV Bund sogar, dass die Ermittlung der bfrL nahezu unmöglich sei.
siehe hier (link auf Duckhome)

Im Zeitalter des Computers ist dies eine faule Ausrede und ein Zeichen der Unfähigkeit und des Mangels an gutem Willen. Bei entsprechender Programmierung des Riesen-Rechners der RV müssten die Zahlen auf Knopfdruck vorliegen. Das will man offensichtlich gar nicht, weil es sonst kaum möglich wäre, die Rentenkasse so zu plündern wie das über die ganzen Jahre geschehen ist.
Dahinter steckt also System.
Nach §§ 290 ff. 5GB VI ist festgelegt, dass bestimmte Leistungen durch den Fiskus zu ersetzen sind. Die Verwaltung der RV ermittelt aber diese Leistungen gar nicht und fordert sie auch nicht an. Die Zahlungen des Bundes werden nach § 213 5GB VI berechnet und sind völlig unabhängig von den tatsächlichen bfrL.
Durch § 213, Abs. 3, wurde einfach bestimmt, dass die bfrL durch einen zusätzlichen Zuschuss abgedeckt seien, jedoch ohne dies zu beweisen.
....

Quelle und vollständiger Artikel mit Links: Duckhome


So wird schön langsam unser Rentensystem zerstört.
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« Antworten #35 am: 08. Dezember 2011, 18:49:59 »

Zitat
Bundesregierung sieht keine Alternative zur Rente ab 67

Arbeit und Soziales/Antwort - 08.12.2011
Berlin: (hib/CHE) Die Bundesregierung steht zur Rente ab 67. Das macht sie in ihrer Antwort (17/7966) auf eine Große Anfrage der Fraktion Die Linke (17/5106) deutlich. „Die Entscheidung von damals bleibt auch heute richtig“, betont die Regierung. Denn der demografische Wandel verändere den Altersaufbau der Bevölkerung tiefgreifend, künftig würden weniger und durchschnittlich ältere Erwerbstätige Wohlstand und soziale Sicherung erwirtschaften müssen. Schon in wenigen Jahren drohe ein Arbeitskräftemangel. Aber, so schreibt die Regierung weiter: „Die Folgen der Veränderung des Altersaufbaus der Bevölkerung sind gestaltbar – auch deshalb, weil die heutigen und künftigen Älteren nicht nur länger leben als Ältere früherer Generationen, sondern auch länger gesund und aktiv sind. Eine längere Erwerbsdauer ist Chance und Herausforderung zugleich.“

Aus der Antwort geht weiter hervor, dass der Beitragssatz zur Rentenversicherung von heute 19,9 Prozent bis auf 22 Prozent im Jahr 2030 ansteigt. Würde auf die Anhebung der Altersgrenzen verzichtet, fiele der Beitragssatz im Jahr 2030 um 0,5 Prozentpunkte höher aus. Gleichzeitig wäre das Sicherungsniveau vor Steuern um 0,6 Prozentpunkte geringer, heißt es in dem Schreiben.

Die Bundesregierung schreibt außerdem, dass am 31. Dezember 2009 etwa 8,5 Millionen Menschen eine Rente von rund 684 Euro monatlich aus der gesetzlichen Rentenversicherung erhielten. Das seien rund 48,2 Prozent aller Renten wegen Alters zu diesem Stichtag. Allerdings seien diese Angaben zur Beurteilung der konkreten Einkommenssituation im Alter nicht aussagekräftig, da weder weitere Alterseinkommen noch der Kontext des Gesamthaushaltes dabei berücksichtigt werden. „Geringe Renten sind kein Indiz für geringes Gesamteinkommen im Alter“, so die Regierung. Die Nettogesamteinkommen von Rentnerhaushalten lägen deutlich über den durchschnittlichen Renten. So verfügten alleinstehende Männer im Alter über durchschnittlich 1.451 Euro monatlich, bei alleinstehenden Frauen seien es rund 1.188 Euro. Rentnerehepaaren stünden monatlich etwa 2.248 Euro zur Verfügung. Tatsächlich liegt der Anteil jener, die ab 65 Jahren Leistungen der Grundsicherung im Alter beziehen, nur bei 2,5 Prozent. Damit seien 97,5 Prozent dieser Altersgruppe nicht bedürftig, heißt es in der Antwort weiter.

Quelle mit Links zu den Dokumenten: hib-Meldungen


Schon diese Pressemitteilung treibt mit die Zornesröte in's Gesicht, ich glaube ich werde das aus Gesundheitsgründen nicht vollständig lesen.
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« Antworten #36 am: 08. Januar 2012, 17:20:37 »

Zitat
Demographische Horroszenarien
Warum wir positiv in die Zukunft blicken können

Ein Gastbeitrag von Gerd Bosbach

Die Deutschen sterben aus, die Rente ist nicht sicher: Mit solch düsteren Ausblicken machen Politik und Wirtschaft den Menschen Angst - und rechtfertigen soziale Einschnitte in der Gegenwart. Wir sollten kritischer mit den Zukunftsprognosen umgehen, die uns da vorgelegt werden. Das zeigt auch ein Blick in die Vergangenheit.

Das Wort Demographie ist populär, vor allem, wenn es um Einschnitte ins soziale Netz geht. Dann wird es von Politikern, Wissenschaftlern und Unternehmern benutzt, um zu belegen, dass es keine Alternative zu dieser oder jener Kürzung gibt. Demographie gilt als Zukunftsthema. Dabei ist die Angst vor der demographischen Entwicklung viel älter, als man ahnt.
....
Der Blick in die Vergangenheit macht das plausibel. Seit der Wiedervereinigung ist die wirtschaftliche Leistung Deutschlands nach Angaben des Statistischen Bundesamts um knapp 30 Prozent gestiegen. Nötig waren dazu vier Prozent weniger Arbeitsstunden. Und das alles innerhalb von 20 Jahren, bei vergleichsweise mäßiger Produktivitätsentwicklung, trotz Arbeitslosigkeit, trotz der Finanzkrise mit ihren fünf Prozent Minus beim Bruttosozialprodukt im Jahr 2009. Wenn diese 30 Prozent nicht im Portemonnaie angekommen sind, hat das offensichtlich nichts mit Demographie zu tun, sondern mit der Umverteilung zu Lasten der Arbeitnehmer.
....

Quelle und vollständiger Artikel: SZ


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« Antworten #37 am: 08. Januar 2012, 19:05:13 »

Beispielsweise durch den Lohnunterschied zwischen West und Ost!
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« Antworten #38 am: 09. Januar 2012, 10:44:51 »

Der Titel des Bosbachartikels ist falsch gewählt, "können" sollte durch "könnten" ersetzt werden.


Beispielsweise durch den Lohnunterschied zwischen West und Ost!

Es sind alle Puzzleteilchen die das Gesamtbild ergeben.
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« Antworten #39 am: 08. Februar 2012, 16:14:23 »

Zitat
Linke fordert "Solidarische Mindestrente"

Arbeit und Soziales/Antrag - 08.02.2012
Berlin: (hib/CHE) Die Fraktion Die Linke macht sich in einem Antrag (17/8481) für eine „Solidarische Mindestrente“ stark. Sie begründet dies damit, dass die Rentenpolitik der schwarz-gelben Koalition das Ziel verfehlt habe, Altersarmut zu verhindern. Vielmehr sei das Ziel der Lebensstandardsicherung aufgegeben und festgelegt worden, die politisch aufgerissene Versorgungslücke durch private Zusatzvorsorge zu schließen. Als „beschönigend“ kritisieren die Abgeordneten die Bezeichnung „Drei-Säulen-Modell“ für diese Lastenverschiebung.


Sie fordern deshalb einen Gesetzentwurf für eine „moderne Rentenpolitik“. Ausgehend von der Forderung nach guter Arbeit im Sinne von geregelten und Existenz sichernden Beschäftigungsverhältnissen müsse dieser das Sicherungsniveau der Rente nachhaltig verbessern, heißt es in dem Antrag. Zum Ausgleich bereits durchgeführter Rentenkürzungen sollen die Rentenwerte sofort um mindestens 4 Prozent angehoben werden. Die Beitragsobergrenzen sollen unverzüglich abgeschafft und die sogenannten Dämpfungsfaktoren in der Rentenanpassungsformel sowie der Nachholfaktor gestrichen werden. Weitere Bestandteile des Gesetzentwurfes müssten nach den Vorstellungen der Fraktion unter anderem ein Verzicht auf die Rente mit 67 und ein besserer Schutz bei Erwerbsminderung sein.

Quelle: hib-Meldungen


Antrag als PDF (98KB)

Ist natürlich völlig utopisch, eine auskömmliche Rente basierend auf auskömmlichen Löhnen zu fordern und das ganze noch solidarisch aufgebaut, so geht das gar nicht, damit wären Jahre der "erfolgreichen" Regierungsarbeit zunichte gemacht.

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« Antworten #40 am: 08. Februar 2012, 17:01:00 »

Wie setzt sich denn so eine Rente für Ex-ALGIIer und/oder geringfügig Beschäftigte dann nachher zusammen? - Kommt man dann wenigstens auf ALGII-Niveau?
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« Antworten #41 am: 08. Februar 2012, 17:22:09 »

Zitat aus "Antrag als PDF (98KB)"


Zitat
Dies alles zeigt: Es ist höchste Zeit für ein anderes Konzept. Es ist Zeit für eine
solidarische Rentenversicherung, die dem Ziel der Lebensstandardsicherung
ebenso folgt wie dem der Armutsvermeidung. Die Rentenversicherung muss
Erwerbstätigen, welche lange eingezahlt haben, garantieren, dass sie im Alter
oder bei Erwerbsminderung ihren Lebensstandard ohne erhebliche Einbußen
aufrechterhalten können.

Gleichzeitig bedürfen jene der Solidarität, die wegen Kindererziehung, Pflege,
Arbeitslosigkeit oder Zeiten niedriger Erwerbseinkommen nur geringe oder
zum Teil gar keine eigenen Beiträge einzahlen und somit auch nur spärliche
Rentenansprüche aufbauen können. Daher müssen auch Zeiten der Kinder-
erziehung, Pflege oder Erwerbslosigkeit zu eigenen Rentenansprüchen führen,
wie jede Form der Erwerbsarbeit auch, sei sie nun abhängig oder selbstständig.

Altersarmut muss aktiv bekämpft werden. Niemand soll im Alter von weniger
als 900 Euro leben müssen. Deswegen ist es Zeit für eine solidarische Min-
destrente.
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« Antworten #42 am: 08. Februar 2012, 17:38:23 »

Zitat aus "Antrag als PDF (98KB)"
Zitat
... Deswegen ist es Zeit für eine solidarische Min-
destrente.

Nicht mit den jetzigen ideologisch verbiesterten Knasterköppen, die jetzt noch das Sagen haben.

Dieselbe Kiste wie Mindestlohn, Renten-/Ostlohn-/ALGII-Anpassung, bedingungsloses Grundeinkommen. Von den jetzt regierenden Figuren erwarte ich nur Verschlechterungen. Die werden ihnen aber letztlich (natürlich im übertragenen Sinn) den Kopf kosten.
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schwarzrot


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« Antworten #43 am: 08. Februar 2012, 17:57:08 »

Wie setzt sich denn so eine Rente für Ex-ALGIIer und/oder geringfügig Beschäftigte dann nachher zusammen? - Kommt man dann wenigstens auf ALGII-Niveau?

Yup.
http://www.helpster.de/mindestrente-so-stellen-sie-einen-antrag_23660
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"In der bürgerlichen Gesellschaft kriegen manche Gruppen dick in die Fresse. Damit aber nicht genug, man wirft ihnen auch noch vor, dass ihr Gesicht hässlich sei." aus: Mizu no Oto

Wieder aktuell: Bertolt Brecht
counselor


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« Antworten #44 am: 08. Februar 2012, 18:09:17 »

Wobei dieser Mist, der "Grundsicherung" nennt genauso schlimm ist wie Hartz-IV. Da muß man dann regelmäßig seine Kontoauszüge beim Amt und es kommen einem die Sozialdetektive ins Haus. Das Mobbing geht also mit dieser sogenannten "Grundsicherung" weiter.
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Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!
Strombolli
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« Antworten #45 am: 08. Februar 2012, 18:47:53 »

Dann nehme ich mir meinen Salzheimer und schreibe an Adenauer!  Wink
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« Antworten #46 am: 28. März 2012, 11:11:19 »

Zitat
Millionen Frauen droht die Altersarmut
140 Euro Rente nach 45 Jahren Arbeit

Millionen Frauen müssen fürchten, im Alter arm zu werden. Laut einem Bericht haben Frauen, die jahrelang in einem Minijob arbeiten, selbst nach 45 Versicherungsjahren nur Anspruch auf 140 Euro Rente.

http://www.stern.de/wirtschaft/news/millionen-frauen-droht-die-altersarmut-140-euro-rente-nach-45-jahren-arbeit-1806053.html
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jacha


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« Antworten #47 am: 29. März 2012, 09:23:36 »

...Wobei dieser Mist, der "Grundsicherung" nennt genauso schlimm ist wie Hartz-IV. Da muß man dann regelmäßig seine Kontoauszüge beim Amt und es kommen einem die Sozialdetektive ins Haus. Das Mobbing geht also mit dieser sogenannten "Grundsicherung" weiter.
Noch sind keine "Eingliederungsvereinbarungen" vorgesehen. Das ist doch schon was. Die kommen aber noch: Diese Frau vdL will ja Zuverdienstgrenzen fuer Rentner anheben. Nach der naechsten Wahl wird sie daraus vll. eine Zuverdienstpflicht für Sozialrentner machen, deren Erwerbsfaehiogkeit die eines Halbtoten uebersteigt - wenn man sie laeßt.
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cetervm censeo h.IV esse delendam
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« Antworten #48 am: 01. April 2012, 09:26:41 »

Zitat
SWR Tele-Akademie
Prof. Dr. Gerd Bosbach

Die instrumentalisierte Zukunftsangst:
Gesetzliche oder private Rentenversicherung, wer hat den Nutzen?


Müssen wir die demographische Entwicklung wirklich fürchten?
Warum wird seit der Jahrtausendwende so viel über Bevölkerungsstatistik gesprochen? Wieso soll die private Rente „demographiefest“ sein? Und wem nutzt das alles?
Gerd Bosbach kennt durch seine langjährige Tätigkeit als Statistikberater in der Politik und im Gesundheitsbereich die Kraft scheinbar objektiver Zahlen - und deren interessengeleitete Interpretation. Aus dieser Erfahrung heraus beschreibt er oft übersehene, wichtige Zusammenhänge. So zeigt der Blick in das letzte Jahrhundert eine massive Alterung ohne Einschnitte in das soziale Netz, ganz im Gegenteil. Bestimmt die Demographie wirklich das Wohlergehen von Gesellschaften oder übernimmt sie nur die Rolle des Sündenbocks, um von anderem abzulenken?

Quelle: SWR

Vortrag (Video)


Link zum video geändert, jetzt dort auch zum Download als mp4-Datei (257MB)
« Letzte Änderung: 03. April 2012, 15:30:05 von Troll » Gespeichert

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« Antworten #49 am: 15. April 2012, 23:49:02 »

Am 17.4 um 22.15 Uhr gibt es im ZDF einen Beitrag zum Thema Altersarmut. Das Video ist nach der Ausstrahlung abrufbar:
http://37grad.zdf.de/ZDFde/inhalt/24/0,1872,8507192,00.html
« Letzte Änderung: 15. April 2012, 23:54:38 von telefonfreak » Gespeichert
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