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Autor Thema: Leiharbeit macht krank  (Gelesen 1972 mal)
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Ratrace


Beiträge: 2625



« am: 13. Juli 2011, 09:34:54 »

Zitat
Krankenkassen-Warnung
Zeitarbeit macht krank

dpa

Leiharbeit: Ein Fließband, viele Arbeitgeber

Heute hier, morgen dort - Leiharbeit belastet Arbeitnehmer oft stärker als ein fester Arbeitsplatz. Die Folge: mehr Krankheitstage als bei allen anderen Beschäftigten. Auf diesen Zusammenhang macht nun eine große Krankenkasse aufmerksam. Dabei sind nicht nur nervliche Probleme zu beobachten.
Info

Zeitarbeit schadet der Gesundheit der Beschäftigten. Im vergangenen Jahr war jeder Leiharbeiter in Deutschland durchschnittlich 15 Tage krank geschrieben und damit mehr als andere Arbeitnehmer. Das geht aus einer Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK) hervor. Beschäftigte in anderen Branchen hatten im Schnitt gut 3,5 Kranktage weniger.

Als Hauptursache für die höheren Fehlzeiten von Zeitarbeitern nennt die Krankenkasse die oftmals körperlich belastenden Jobs. Zu einem Drittel liege die Ursache aber nicht an den einzelnen Tätigkeiten, sondern in der Zeitarbeit selbst. Arbeitsplatzunsicherheit, mangelnde Entwicklungsmöglichkeiten, die Wechsel der Einsatzorte und die Entlohnung auf der Basis von Mindestlöhnen gingen offenkundig "auf die Nerven und auf die Knochen".

Das spiegelt sich laut der TK-Erhebung auch in den Krankheitsdaten wider. Muskel-Skelett-Erkrankungen sind demnach Spitzenreiter bei den Diagnosen unter Zeitarbeitern. Sie verursachten 2010 pro Kopf 3,4 Fehltage. Auch psychische Störungen gehören zu den Hauptursachen für Fehlzeiten. 2010 meldete sich jeder Zeitarbeiter im Durchschnitt knapp zwei Tage psychisch bedingt arbeitsunfähig. Binnen zwei Jahren stiegen die Fehlzeiten aufgrund psychischer Diagnosen um zwölf Prozent.
...
http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/0,1518,774082,00.html
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Das einzig Freie im Westen sind die Märkte.
Jonny79


Beiträge: 380



« Antworten #1 am: 13. Juli 2011, 12:49:08 »

BAP kritisiert TK-Meldung zu Fehlzeiten in der Zeitarbeit:
Falsche Grundannahmen und nicht repräsentative Daten

12.07.2011 bap // Die Techniker Krankenkasse (TK) hat heute Zahlen zu Fehlzeiten von Zeitarbeitnehmern vorgestellt.  Der Präsident des Bundesarbeitgeberverbands der Personaldienstleister (BAP), Volker Enkerts, kritisiert die Position der TK  scharf und warnt vor Fehlinterpretationen und Verallgemeinerungen:

1. Die heute veröffentlichten Zahlen beziehen sich ausschließlich auf bei der TK versicherte Arbeitnehmer. Die Daten sind nicht repräsentativ und bewegen sich methodisch auf sehr dünnem Eis, weil eben nur TK-Mitglieder (die nicht für die Gesamtheit der Versicherten stehen) betrachtet worden sind.

2. Ein sehr großer Teil der Zeitarbeitnehmer arbeitet im sogenannten Helferbereich. Insgesamt führen sie überdurchschnittlich oft körperlich anstrengende Tätigkeiten aus – und sind vor allem deswegen häufiger krank als der Durchschnitt der TK-Versicherten. Nicht die Zeitarbeit als Tätigkeitsform und Branche, sondern das Einsatzgebiet ist hier also für die Fehlzeiten hauptverantwortlich.

3. Weitere Schwächen der TK-Mitteilung sind falsche Grundannahmen zur Zeitarbeit: Die TK ignoriert, dass fast alle Arbeitsverhältnisse in der Zeitarbeit reguläre, normale Arbeitsverhältnisse sind – sie also schwer anderen „konventionellen“ Beschäftigungsformen gegenübergestellt werden können: In der Regel bedeutet Zeitarbeit sozialversicherungspflichtige, unbefristete Anstellung in Vollzeit. Zeitarbeit unterliegt vollständig dem allgemeinen deutschen Arbeitsrecht und wird zu nahezu 100 Prozent nach Tarifverträgen der Zeitarbeitsbranche bezahlt – rund 75 Prozent davon nach Tarifverträgen mit den DGB-Mitgliedsgewerkschaften.

Volker Enkerts weiter: „Trotzdem sind die Fehlzeiten und Arbeitsunfälle nicht von der Hand zu weisen. Das Thema ‚Gesundheit’ ist daher ein Hauptanliegen unserer Branche – nicht zuletzt haben die Unternehmen auch ein ureigenes wirtschaftliches Inter-esse an gesunden Mitarbeitern. Aus diesem Grund hat der BAP bereits vor Jahren mehrere Projekte initiiert, um die Fehlzeiten und Zahl der Arbeitsunfälle zu senken – etwa durch betriebliches Gesundheitsmanagement, Prävention, bessere Information und Einarbeitung. Daneben haben viele Mitgliedsfirmen eigene Initiativen gestartet, um krankheits- oder unfallbedingte Fehlzeiten von Zeitarbeitnehmern  zu verringern. Zudem unterstützt der BAP durch seine Beiratstätigkeit die Projekte GEZA und GRAziL, an denen jeweils die Mitgliedsunternehmen Manpower und Start Zeitarbeit NRW federführend beteiligt sind.“


Ein wenig o.T. aber:

Hier kann man auch wieder den alten, gebetsmühlenartig vorgetragenen Blödsinn lesen, auf welchen wohl kaum einer mehr reinfällt:

Zitat: In der Regel bedeutet Zeitarbeit sozialversicherungspflichtige, unbefristete Anstellung in Vollzeit. Zeitarbeit unterliegt vollständig dem allgemeinen deutschen Arbeitsrecht und wird zu nahezu 100 Prozent nach Tarifverträgen der Zeitarbeitsbranche bezahlt – rund 75 Prozent davon nach Tarifverträgen mit den DGB-Mitgliedsgewerkschaften.

Was bringt es den 50% Beschäftigten, welche bereits nach 3 Monaten wieder entlassen werden, das sie einen unbefristenten Vertrag bekommen haben???
Was bringt es einem Niedriglohn LAN, dass in die Arbeitslosenkasse eingezahlt wird, wenn das erwirtschaftete ALG1 unterhalb von Hartz 4 liegt und er somit aufstocken muss??? Irgendein CDU Penner hat vor Jahren daher sogar mal gefordert, dass ein LAN bei Arbeitslosigkeit zwischen 80-90% ALG1 bekommen soll. Geworden ist daraus freilich nix!

Die Tarifverträge "immer noch" als Vorteil herauszustellen ist ja wohl die größte Frechheit!

http://www.bza.de/439.html?&cHash=88e3ffac66&tx_ttnews[backPid]=1&tx_ttnews[tt_news]=944
« Letzte Änderung: 13. Juli 2011, 12:51:06 von Jonny79 » Gespeichert

Ich bin arm, aber sexy!
Tiefrot
Rote Socke


Beiträge: 3236



« Antworten #2 am: 16. Juli 2011, 17:16:07 »

Oweia, wenn davon leben können will, müßte ich bei E9 einsteigen !
Würde dann mal grade die Kosten decken.  Lips Sealed

Siehe hier !
« Letzte Änderung: 16. Juli 2011, 17:18:02 von Tiefrot » Gespeichert

Denke dran: Arbeiten gehen ist ein Deal !
Kein Preis, keine Leistung.
dagobert


Beiträge: 4277


« Antworten #3 am: 22. November 2017, 20:30:34 »

Meiner Ansicht nach eine berechtigte Warnung:
Zitat
vor kurzem war ich bei einer Infoveranstaltung der Fa. Manpower...

Dort wurde uns berichtet, dass sich Manpower sehr um die Gesunderhaltung seiner Mitarbeiter kümmere und einen Medizinischen-Dienst (eine Gesundheits-Hotline) betreibe. Mann solle sich als Arbeitnehmer zuerst dort hin wenden, wenn mann zB. Rückenprobleme am Arbeitplatz hat.

Ich kann nur davor warnen!!!
Das sieht mir sehr danach aus, dass man die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall verhindern will...
WIR KÜNDIGEN bevor sie Krank sind.

Sprecht nie bei einer Zeitarbeitsbutze über gesundheitliche Probleme - geht immer zum Hausartzt des vertrauens, der unterliegt der Schweigepflicht!!!

http://www.igmetall-zoom.de/Forum/viewtopic.php?f=11&t=5560#p42109
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tleary


Beiträge: 309


« Antworten #4 am: 25. November 2017, 00:10:58 »

BAP kritisiert TK-Meldung zu Fehlzeiten in der Zeitarbeit:
Falsche Grundannahmen und nicht repräsentative Daten

12.07.2011 bap // Die Techniker Krankenkasse (TK) hat heute Zahlen zu Fehlzeiten von Zeitarbeitnehmern vorgestellt.  Der Präsident des Bundesarbeitgeberverbands der Personaldienstleister (BAP), Volker Enkerts, kritisiert die Position der TK  scharf und warnt vor Fehlinterpretationen und Verallgemeinerungen:

1. Die heute veröffentlichten Zahlen beziehen sich ausschließlich auf bei der TK versicherte Arbeitnehmer. Die Daten sind nicht repräsentativ und bewegen sich methodisch auf sehr dünnem Eis, weil eben nur TK-Mitglieder (die nicht für die Gesamtheit der Versicherten stehen) betrachtet worden sind.
Also, die Techniker Krankenkasse (bei der ich im übrigen selbst bin), ist mittlerweile die größte Ersatzkasse und mit 10 Mio. Mitgliedern sind die Zahlen sehr wohl repräsentativ.
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BGS
Polarlicht


Beiträge: 2708



« Antworten #5 am: 25. November 2017, 00:18:05 »

Wie sind denn 2017 die Fehlzeiten von Zeitarbeitnehmern in D.?

MfG

BGS
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"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

http://www.chefduzen.de/index.php?topic=21713.msg298043#new
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)
dagobert


Beiträge: 4277


« Antworten #6 am: 25. November 2017, 20:25:43 »

Zitat
Zeitarbeit geht auf die Gesundheit: Fehlzeiten fast eine Woche länger

Hamburg, 10. August 2017. Fast eine Million Menschen in Deutschland sind derzeit laut einer aktuellen Antwort der Bundesregierung in Leiharbeit beschäftigt - 4,4 Prozent mehr als 2015. Nach Angaben der Techniker Krankenkasse (TK) geht Zeitarbeit nicht nur mit unsicheren Lebensverhältnissen einher, sondern auch mit erhöhten Fehlzeiten. Danach waren Zeitarbeiter in Deutschland im vergangenen Jahr durchschnittlich 20,3 Tage und damit 5,6 Tage mehr krankgeschrieben als die Beschäftigten der übrigen Branchen mit 14,7 Tagen. Vor allem von psychischen Erkrankungen (3,4 in der Zeitarbeit zu 2,4 Tagen bundesweit) und Muskel-Skelett-Erkrankungen (4,5 zu 2,8 Tagen) sind Zeitarbeiter überdurchschnittlich betroffen, so die TK.
weiterlesen:
https://www.tk.de/tk/pressemitteilungen/bundesweite-pressemitteilungen/958236
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tleary


Beiträge: 309


« Antworten #7 am: 30. November 2017, 13:49:57 »

Nur 1 Woche? - Schade. Jetzt bin ich enttäuscht von den Malochern dort. Das macht die um 20-25 % niedrigeren Löhne gegenüber der Stammbelegschaft nicht annähernd wett. Fazit: Leiharbeit bleibt trotz längerer Krankheitszeiten der Leiharbeiter immer noch ein einträgliches Geschäft.
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Fritz Linow


Beiträge: 822


« Antworten #8 am: 05. Dezember 2017, 10:31:06 »

Zitat
Leiharbeit und befristete Jobs machen Hamburger krank

Hamburg, 5. Dezember 2017 - Arbeitnehmer in Leiharbeit und befristeten Beschäftigungsverhältnissen leiden stärker an psychischen Erkrankungen als ihre Kollegen in normalen Arbeitsverhältnissen. Dies belegt der aktuelle Gesundheitsreport der Barmer. Demnach lagen im Jahr 2015 die Krankenstände wegen psychischen Störungen bei Arbeitnehmern in Leiharbeit sowie in befristeten Beschäftigungsverhältnissen um rund 30 Prozent höher als bei Arbeitnehmern in unbefristeten Beschäftigungsverhältnissen. „Unser Gesundheitsreport zeigt, dass Arbeitsplatzunsicherheit die Gesundheit der Menschen massiv beeinflusst“, sagt Frank Liedtke, Landesgeschäftsführer der Barmer in Hamburg.

Höherer Arzneimittelkonsum, längere Krankenhausaufenthalte

Hinweise für psychische Belastungen durch Arbeitsplatzunsicherheit sieht die Barmer auch in einem höheren Arzneimittelkonsum und längeren Krankenhausaufenthalten. Das Volumen der verordneten Psychopharmaka gemessen in „Daily Defined Doses“ lag bei befristet Angestellten im Jahr 2015 knapp 20 Prozent über dem Durchschnitt, bei unbefristet Beschäftigten knapp zwei Prozent unter dem Durchschnitt. Auch die Verweildauer im Krankenhaus wegen psychischer Erkrankungen war bei Leiharbeitnehmern deutlich länger als gegenüber ihren Kollegen der Stammbelegschaft: im Jahr 2015 überstieg sie diese um über 60 Prozent.

Auch somatische Erkrankungen deutlich stärker bei Leiharbeit

Aber nicht nur psychische Erkrankungen, auch somatische Erkrankungen machen Leiharbeitern und befristet Beschäftigten stärker zu schaffen. Bei Leiharbeitern lag der Krankenstand wegen somatischer Erkrankungen um 34 Prozent über dem Durchschnitt, bei befristet Beschäftigten lag er um sieben Prozent darüber. Selbst die Sterberate innerhalb der Jahre 2015 und 2016 lag nach den vorliegenden Ergebnissen bei Berufstätigen, die am 1. Januar 2015 in Arbeitnehmerüberlassung beschäftigt waren, mehr als 40 Prozent über den geschlechts- und altersabhängig erwarteten Werten. Pro Jahr gab es damit rund 53 „zusätzliche“ Todesfälle je 100.000 Beschäftigten in Arbeitnehmerüberlassung.

Prekäre Beschäftigungsverhältnisse = prekäre Gesundheitszustände

Beschäftigungsverhältnisse wie Leiharbeit und befristete Anstellungen nehmen seit Jahren zu. Nach der Beschäftigungsstatistik zur Arbeitnehmerüberlassung der Bundesanstalt für Arbeit arbeiten in Hamburg rund 32.500 Menschen in Leiharbeit, so viele wie nie zuvor. Vor drei Jahren waren es noch 28.800. „Die Sorge um den Arbeitsplatz und die damit verbundenen Unsicherheiten für die Lebensplanung scheinen bei den Betroffenen so stark zu sein, dass sie zu psychischen Erkrankungen führen. Gesundheitliche Belastungen der Arbeitnehmer sind die Kehrseite flexibler Beschäftigungsmöglichkeiten der Arbeitgeber. Wirtschaft und Politik sollten diese gesundheitlichen Auswirkungen prekärer Beschäftigungsverhältnisse zur Kenntnis nehmen“, mahnt Frank Liedtke. „Betriebe müssen Prävention zu psychischer Erkrankungen verbessern, nicht nur für die Stammbelegschaft, sondern gerade und insbesondere auch für die Leiharbeitnehmer“, so Liedtke weiter.
https://www.barmer.de/presse/bundeslaender-aktuell/hamburg/aktuelles/leiharbeit-krankenstand-psyche-138028
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Alex_IGL


Beiträge: 17


« Antworten #9 am: 10. Dezember 2017, 10:04:28 »

Zitat
Das Mantra lautet für ungewöhnlich, es sei immer besser eine Lohnarbeit zu haben, als weiterhin arbeitslos zu sein. Gepaart wird das oft damit, dass rein quantitativ mit der Vermehrung von Jobs geprahlt wird, was auch heißt, ein schlechter, mies bezahlter oder prekärer Job sei besser als keiner. Daher muss alles dafür getan werden, um die Menschen wieder in Arbeit zu bringen. Zudem gilt Arbeitslosigkeit als Gesundheitsrisiko, während Arbeit die Lebenszufriedenheit erhöht.

Eine britische Studie, die im August im International Journal of Epidemiology veröffentlicht wurde, macht nun klar, dass Arbeiten um jeden Preis vielleicht für Arbeitgeber und Steuerzahler gut sein mag, aber nicht für denjenigen, der sie ausführen muss. Es liegt auch eigentlich auf der Hand, dass ein Job unter schlechten Arbeitsbedingungen die Menschen nicht gesünder macht, als wenn sie arbeitslos blieben. Regierungen gingen aber in der Regel davon aus, dass die Vorteile des Arbeitens die Risiken des Arbeitens und der Arbeitslosigkeit übersteigen.

Die Wissenschaftler haben in ihrer Studie versucht, die Zusammenhänge zwischen Arbeitsbeginn bei britischen Arbeitslosen mit Gesundheit und stressbezogenen Biomarkern herauszufinden, wobei sie besonders interessiert waren an Vergleichen zwischen denen, die arbeitslos blieben, und jenen, die einen qualitativen schlechten Job erhielten. Ausgewertet wurden dazu aus einer Langzeitstudie mit 100.000 Teilnehmern 1116 Personen im Alter zwischen 35 und 75 Jahren, die 2009, als die Untersuchung begann, arbeitslos waren. Jeweils zweimal wurden sie 2010/11 und 2011/1012 nach ihrer Gesundheit befragt, einigen wurde eine Blutprobe zur Untersuchung von Stress-Biomarkern (allostatische Last) wie Cholesterin und Triglyceride abgenommen, bei einem Teil wurden Puls, Blutdruck und Verhältnis zwischen Taillenumfang und Körpergröße gemessen. Die Qualität des Arbeitsplatzes wurde anhand von 5 Kriterien erfragt: Arbeitszufriedenheit, Arbeitsangst, Autonomie, Arbeitsplatzsicherheit, Niedriglohn.

Auszug aus:
https://www.heise.de/tp/features/Ist-jede-Arbeit-besser-als-arbeitslos-zu-bleiben-3913698.html
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Fritz Linow


Beiträge: 822


« Antworten #10 am: 13. Dezember 2017, 13:01:05 »

Thomas Hetz, Hauptgeschäftsführer des Bundesarbeitgeberverbandes der Personaldienstleister (BAP), hat mal wieder eine wunderliche Antwort auf den Gesundheitsreport der Barmer gegeben:

Wie die Barmer selbst in ihrem Report erklärt, sind die gesundheitlichen Beeinträchtigungen in der Zeitarbeit ‘auf ein allgemein vergleichsweise belastendes Tätigkeitsspektrum von Arbeitnehmern in Leiharbeit und damit nicht ausschließlich auf den Leiharbeiter-Status an sich zurückzuführen’.

Im Barmer-Report steht:

Zum Teil dürfte dies auch auf ein allgemein vergleichsweise belastendes Tätigkeitsspektrum…

„Zum Teil“ kann man natürlich weglassen, wenn man nicht ganz so schlecht dastehen will.
Dann wird lustig weiterfabuliert:

Es ließen sich im Übrigen beliebig andere Branchen oder Berufsgruppen herausgreifen. So liegt nach Angaben des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln der Krankenstand in der Öffentlichen Verwaltung im Jahr 2015 mit 18,6 Fehltagen beispielsweise über dem bundesweiten Durchschnitt von 17,3 Tagen.

Im der Öffentlichen Verwaltung gibt es also einen überdurchschnittlichen Krankenstand von knapp 8 Prozent. Hier mal die Grafik der Barmer zum Krankenstand bei Leiharbeit (S. 124):



Es wird deutlich, wessen Tagesdosis dringend erhöht werden sollte.

BAP-Pressemitteilung:
https://www.personaldienstleister.de/presse/pressemitteilung/thomas-hetz-zu-dem-aktuellen-gesundheitsreport-der-barmer-und-den-krankenstaenden-in-der-zeitarbeit.html

Barmer-Gesundheitsreport 2017:
https://www.barmer.de/blob/133152/5c29df4899fdae75fcf58de20066bbc1/data/dl-gesundheitsreport-2017.pdf
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