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Autor Thema: DHL Lügendetektor  (Gelesen 2420 mal)
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Kuddel


Beiträge: 9290


« am: 19. September 2011, 16:27:11 »

"Die Beschäftigten der Deutschen Post DHL in Panama, Costa Rica, Kolumbien und Südafrika wurden gezwungen, sich Lügendetektortests zu unterziehen." Konkret soll es um den Fall eines Mitarbeiters des zur Post gehörenden Logistikunternehmens DHL in Kolumbien gegangen sein. Dieser habe sich wegen 22 fehlender USB-Sticks einem Lügendetektor-Test unterziehen müssen…"

http://www.n-tv.de/wirtschaft/DHL-setzt-Luegendetektoren-ein-article4326861.html
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Fritz Linow


Beiträge: 611


« Antworten #1 am: 10. Mai 2017, 23:07:53 »

Diesen Frank Appel und seine Spießgesellen sollte man wohl lieber nicht an einen Lügendetektor anschließen.
Auf der letzten Jahreshauptversammlung:



Appels Welthandel im Interview neulich in einem indischen Blättchen:

Zitat
Wie beeinflussen zum Beispiel der Sieg von Trump, der Brexit, der Trend zu Protektionismus und das schwindende Eintreten für einen freien Handel die Logistikbranche und Firmen wie DPDHL?

Ich betrachte das sehr differenziert. Ich glaube, dass es uns niemals besser ging als heutzutage. Es scheint eine Kluft zwischen Wahrnehmung und Wirklichkeit zu geben. Die Probleme sind nicht so groß wie sie früher waren. Niemand redet zum Beispiel davon, dass das Trade Facilitation Agreement kürzlich beschlossen wurde. Auch kleinere Länder haben nun leichteren Zugang zur WTO und sie können leichter exportieren. Es gibt weltweit kein einziges Land, das durch Protektionismus erfolgreich gewesen wäre. Dessen Befürworter werden das bald feststellen. Der Brexit ist nicht gut, weil isolierte Länder für niemanden gut sind. Interessanterweise ist es aber nun so, - kurz gesagt -, dass die Komplexität in der Logistik gut für uns ist, weil unsere Kunden halt jemanden brauchen, der das für sie erledigt. Die Kunden wählen schließlich  selbst aus. Sie interessiert es nicht, was ein Politiker irgendwo in der Welt entscheidet. Sie haben eine eigene Meinung und handeln dementsprechend.

http://economictimes.indiatimes.com/opinion/interviews/modi-has-more-vision-than-many-western-politicians-frank-appel-ceo-of-deutsche-post-dhl-group/articleshow/58332798.cms

Appel mag den Welthandel, was nicht verwunderlich ist, sieht es aber auch nicht so als großes Problem an, wenn Steine in den Weg gelegt werden, da die Deutsche Post/DHL als Logistikspezialist trotzdem für Wohlstand und somit für Frieden sorgen kann.

Appels Wohlstand:

Gibt es hier und anderswo genügend Berichte, wie der Wohlstand aussieht.  

Appels Frieden:

Deutsche Post/DHL ist seit jeher der Heereslogistiker der Bundeswehr im Päckchenbereich, wo mal pronto die Schnellfeuerwaffe flugs in alle Welt geschickt werden kann. Das läuft hauptsächlich über den Flughafen Leipzig. Daher ist es auch verständlich, dass Appel beim letzten Poststreik massive Maßnahmen androhte, falls verdi auch da streiken würde. In allen Ländern steckt die Deutsche Post/DHL knietief drin. Durch die ganzen Beteiligungen verdienen sich diese Anpisskabeljaus mit Militärlogistik eine goldene Nase. Das bekommt man halt bloß nicht so mit.

Appels billige Formel für’s Volk „Welthandel=Wohlstand=Frieden“ ist nichts anderes als globaler Protektionismus, aber das weiß er selber. Um so erfreulicher ist es, wenn es dagegen Protest gibt und auf die ganze verlogene Scheiße aufmerksam gemacht wird, wie jetzt in Siegen:




Zu der Deutschen Heereslogistik 2010:
http://dhl.blogsport.de/

und 2012:
http://www.wiwo.de/unternehmen/industrie/ruestung-als-zweitgeschaeft-diskret-im-dienste-der-bundeswehr/6051010.html



Original des indischen Käseblättchens:
Zitat
How do global issues like Trump victory, Brexit, the move towards protectionism and a degree of resistance to free trade impact the logistics industry and companies such as DPDHL?

I have a very different perspective on this. I believe we never have lived in a better place than now. I think there is a gap between perception and reality. The problems are not as big as we have seen before. For instance, nobody talks about the fact that the Trade Facilitation Agreement was recently ratified. So now smaller countries have easier access to the World Trade Organisation and it's easier for them to export.

There isn't a single country in the world that has been successful through protectionism. And protectionists will figure that out soon. Brexit isn't good because separating countries is never good for anyone. But the interesting thing is, complexity in logistics is in short notice, good for us. Because our customers need somebody who sorts it out for them.

The consumers make their own choices. They don't care what a politician decides somewhere in the world. They make their own mind and then they move forward.
« Letzte Änderung: 10. Mai 2017, 23:48:07 von Fritz Linow » Gespeichert
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