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Autor Thema: Mindestlohn  (Gelesen 35766 mal)
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regenwurm


Beiträge: 3537



« Antworten #200 am: 15. März 2008, 18:19:26 »

Zitat
Hartz IV für Staatsdiener
   Auch im öffentlichen Dienst und in ehemals staatlichen Betrieben werden Niedriglöhne gezahlt.
Viele Beamte und Angestellte müssen ihr Gehalt mit Hartz IV aufstocken.
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Das System macht keine Fehler, es ist der Fehler.
Wilddieb Stuelpner


Beiträge: 8919


« Antworten #201 am: 15. März 2008, 21:54:10 »

Und warum gibt es Aufstocker im öffentlichen Dienst?

Weil die Bundesregierung den Unternehmern ihre Steuer- und Beitragspflichten erläßt, unternehmerische Steuer- und Beitragshinterziehung und -flucht nicht verfolgt, Steuer- und Beitragsgeschenke macht, Unternehmer mit Schmiergeldern bei Kombilöhnen, Eingliederungs- und Lohnzuschüssen, Subventionen und Fördermitteln schmiert.

So kann ein öffentlicher Dienst finanziell nicht funktionieren und nur im Notbetrieb laufen gelassen werden. Wenn im öffentlichen Dienst die Angestellten so wenig Arbeitsverdienst arbeiten, daß sie ihren eigenen Lebensunterhalt und den ihrer Familie nicht bezahlen können, weil zeitgleich die öffentlichen Mittel zum Schmieren der Unternehmer verwendet werden ist Ver.dis Verhalten mehr als erklärlich und notwendig!

Logische Folge:

Holt Euch die Steuern und Beiträge von den Reichen durch Besteuerung der Wertpapier- und Spekulationsanlagen, durch Besteueuerung der Erbschaften, der Aktien- umnd Kursgewinne! Verzichtzet auf weitere Steuer- und Beitragsgeschenke und belastet alle Bürger nach ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit! Eine Bürgerversicherung und Tobinsteuer tut dringend Not!

Ein Staats- und Gemeinwesen muß finanziell auch funktionieren und nicht handlungsunfähig gemacht werden.
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Wilddieb Stuelpner


Beiträge: 8919


« Antworten #202 am: 21. März 2008, 07:44:59 »

Süddeutsche Zeitung, 14. März 2008

Löhne: Hartz IV für Staatsdiener - Auch im öffentlichen Dienst und in ehemals staatlichen Betrieben werden Niedriglöhne gezahlt. Viele Beamte und Angestellte müssen ihr Gehalt mit Hartz IV aufstocken.

Von Nina Bovensiepen

Während die große Koalition über die Einführung von Mindestlöhnen diskutiert, beschäftigt die öffentliche Hand selbst in großem Stil Menschen, die nur Niedriglöhne bekommen. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung zahlen Bund, Länder und Kommunen Tausenden Beschäftigten so niedrige Gehälter, dass diese zusätzlich zu ihrem Lohn Hartz-IV-Leistungen benötigen. Im öffentlichen Dienst sowie in angrenzenden Bereichen, von denen einige inzwischen privatisiert sind, arbeiten 180.000 Menschen, deren Verdienst zum Leben nicht reicht. Darunter sind fast 33.000 Lehrer und Erzieher, die trotz eines regulären Jobs auf Hartz IV angewiesen sind.

Glaubwürdigkeit gefährdet

Die Zahlen gehen aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken-Abgeordneten Sabine Zimmermann hervor. Danach waren im Juli 2007 - das sind die aktuellsten Daten - im öffentlichen Dienst, in Schulen sowie in den Bereichen Gesundheit, Soziales und Entsorgung 129.907 Beschäftigte auf Hartz IV angewiesen, obwohl sie eine reguläre, sozialversicherungspflichtige Arbeit hatten.

53.621 Menschen stockten einen Mini- oder Teilzeitjob mit Arbeitslosengeld II auf. "Die SPD macht sich öffentlich für Mindestlöhne stark, ist aber in der Regierung dafür verantwortlich, dass Beschäftigte den Gang zum Sozialamt antreten müssen, weil der Monatsverdienst nicht reicht. Das passt nicht zusammen‘‘, kritisiert Zimmermann.

Wie hoch die exakte Zahl der Bedürftigen im Dienst von Bund, Ländern und Kommunen ist, lässt sich aus den Daten nicht ableiten.

Isolierte Angaben dazu lägen nicht vor, heißt es in dem Antwortschreiben aus dem Haus von Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU). Die Zahlen weisen aber darauf hin, dass es im öffentlichen Dienst deutlich mehr sogenannte Aufstocker gibt - also Menschen, die zum Lohn staatliche Hilfe benötigen - als vermutet. Die Bundesagentur für Arbeit hat erst einmal eine Zahl dazu genannt: Im März 2007 räumte der Vorstand der Nürnberger Behörde ein, dass etwa 13.000 Aufstocker im öffentlichen Dienst tätig seien.

Zahlen sollen Lohnforderungen belegen

Die Antwort der Bundesregierung listet die Aufstocker-Zahlen nach einzelnen Wirtschaftsbereichen auf. Allein in dem Zweig öffentliche Verwaltung, Verteidigung und Sozialversicherung gibt es danach mehr als 16.000 regulär Beschäftigte sowie fast 5000 geringfügig Entlohnte, die Hartz-IV-Leistungen benötigen. In diesem Bereich "handelt es sich mit deutlicher Mehrheit um Beschäftigte mit einem Arbeitsverhältnis zu einem Arbeitgeber im öffentlichen Dienst‘‘, schreiben die Beamten von Schäuble.

In den übrigen Bereichen sind die Beschäftigten teilweise bei öffentlichen und teilweise bei privaten Anbietern angestellt. Zum Teil handelt es sich auch um Einrichtungen, die früher zum öffentlichen Dienst gehörten und die nun privatisiert sind. Konkret geht es um die Bereiche Erziehung und Unterricht, Abwasser und Entsorgung sowie Gesundheits-, Veterinär- und Sozialwesen. In letzterem Zweig gibt es fast 120.000 Aufstocker.

Für die Linken-Abgeordnete Zimmermann sind die Zahlen auch ein Beleg dafür, dass die Lohnforderungen der Gewerkschaften in der diesjährigen Tarifrunde berechtigt sind. "Im öffentlichen Dienst und den angrenzenden Bereichen gibt es einen Niedriglohnsektor. Das Vorurteil, dort werde überall gut verdient, stimmt nicht‘‘, sagt sie. Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes für die 1,3 Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen beginnt diesen Samstag die Schlichtung. Die Gewerkschaft Verdi fordert acht Prozent mehr Geld, die Arbeitgeber wollen deutlich weniger zahlen.
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Wilddieb Stuelpner


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« Antworten #203 am: 29. März 2008, 20:16:46 »

Aus der ARD-Mediathek:

Der Scheibenwischer vom 20.03.2008 mit Anmerkungen zu den Themen - beim Online-Video bei den jeweiligen Zählständen auf Play und Anhalten drücken

00:34:15 bis 00:40:53
Subventionsheuschrecke Nokia in NRW, der Wert der Arbeitslosigkeit für die Unternehmer, Solidariät von DGB, SPD sollen für Mindestlöhne auch Rumänien und China kämpfen; CDU und chinesische Menschenrechte ohne Mindestlöhne; Arbeiter, Angestellte und Arbeitslose sollen endlich Mitleid für Unternehmer zeigen
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handkey


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« Antworten #204 am: 30. März 2008, 05:17:31 »

Zu dem Scheibenwischer- Der Arnulf Rathing is sowieso ein cooler Anarcho, der hat schon etliche solche Klöpse fabriziert-

z.B:
Zitat
Das "Bündnis Gelöbnix" plant, die Feier zu stören. "Trillerpfeifen sind ein wirksames Mittel", sagte Christian Herz von der "Kampagne gegen Wehrpflicht, Zwangsdienste und Militär", die die "Gelöbnix"-Aktionen koordiniert. Herz kündigte an, daß am 10. Juni Transparente mit dem Tucholsky-Spruch "Soldaten sind Mörder" zu sehen sein werden. Im Vorfeld will der Kabarettist Arnulf Rathing am Sonnabend feierlich eine Gruppe von 20 bis 30 Schafen vor dem Roten Rathaus "vereidigen".

seine Hompage:hier

Und natürlich wäre ein Mindestlohn für Deutschland ne komplette Augenwischerei, und dazu noch inder Nähe irgenwelcher nazionalen Ideologien-
davon ab, dass ein gesetzlicher(statt ein erkämpfter!) Mindestlohn hierzulande wahrscheinlich immer noch an der Grenze eines Sklavenlohns wäre, (bedenke Teuerung und Abzüge)- mit einem Auskommen hätte der jedenfalls auch nicht viel zu tun, und "gerechten" Lohn gibt es wohl so lange nicht, wie es überhaupt noch "Lohnarbeit" gibt- die bedingt das Kapital, selbst wenn es ein Staatskapital wäre.
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handkey


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« Antworten #205 am: 30. März 2008, 05:41:59 »

Noch mal zum Mindestlohn-
die Scheibenwischer- Jungs haben natürlich völlig recht- um mehr Lohn kann eine Bewegung auch international kämpfen, gerade bei Multis- das wäre dann natürlich völlig un-DGB-isch...

und das mit den BMW´s die dann auch zerkloppt gehören wie Nokia - Handys hab ich prophetischerweise auch schon mal gepostet, so ende letzten Jahres
(Selbst-schulterklopfmaschine sofort wieder aus!)
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milly


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« Antworten #206 am: 30. März 2008, 05:44:41 »

eben angesicht der tatsache, daß der begriff "arbeit" komplett neu definiert werden müßte.

"arbeit" ist für jede/n innerhalb der letzten 50 jahre innerhalb dieser unserer gesellschaft  zu einer art gott geworden: du nix arbeit - du nix wert.

seit einiger zeit werden die konsequenzen der (post-)fordianistischen errungenschaften sichtbar. das stichwort hieß (hies?) bisher: effektivität nach dem maximalprinzip.


das heutige stichwort heißt:

du bist mindestens so viel wert wie dein hamster, deine krebskranke katze und dein dreibeiniger hund.

du bist ein mensch und das allein reicht dafür aus, dich selbst zu achten und dich nicht schlecht behandeln zu lassen, und dich nicht selbst schlecht zu behandeln.


lg
milly
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handkey


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« Antworten #207 am: 30. März 2008, 05:57:00 »

denn reposte ich hier glatt noch mal was ich im Januar schon mal wg. Definitionsfindung hier abgelassen hatte:
Zitat
zum Begriff der "Arbeit "-aus aktuellem Anlass

Missverständnisse  erwachsen auch aus dem Sprachgebrauch-
hier meine Antwort auf eine eingefügte Wikipedia-definition.

da möchte ich glatt noch mal Folgendes zu bedenken geben:

Der Begriff "Arbeit" hat in der Tat eine historisch völlig andere Bedeutung als:

..>..>
Zitat Wiki:
zielgerichtete, planmäßige und bewusste menschliche Tätigkeit, die unter Einsatz physischer, psychischer und mentaler (geistiger) Fähigkeiten und Fertigkeiten erfolgt [1].


in so fern hat die Erklärung aus Wikipedia NICHT recht.

Die Begriffe Werk, Gewerke treffen aus der Geschichte heraus eher diese Definition-

Arbed, arbeit bezeichnete von jeher Fron, Zwang und Vergleichbares.
So taucht der Begriff in unseren Breiten (wortstammbezogen) für die Tätigkeiten auf, die Kinder in den Dörfern leisten mussten, deren Eltern tot waren, und die daher bei Verwandten, anderen Dorfbewohnern unterkamen, und eben nicht wie deren eigene Kinder freie Kost und Logis hatten, sondern dafür schuften mussten.
Das gleiche Wort-Gegensatzpaar
gibt es zumindest in vielen europäischen Sprachen, wobei ich die Schufterei dem kreativen Schaffen hier mal zur Verdeutlichung voranstelle:

Arbeit - Werk (d)
Labour- Work (e)
Travail- Oevre (f)
oder im spanischen der
"Arbeiter" und der "Werktätige"
trabajador- obrero
wer Spaß dran hat, kann ja die weiteren Gegensatzpaare in anderen Sprachen heraussuchen-
Selbst "bei den ollen Griechen" hats 2 Begriffe für Sklaventätigkeit und Schaffenskraft gegeben-
nur unsere Sprache, (und die verschiedensten politischen Führerideologien hatten daran ihren Anteil),
wo "Arbeit" heiliger Selbstzweck sein soll, (heutzutage wieder egal für welchen Hungerlohn)- hat diesen Gegensatz beinahe vergessen.

"dann wollen wir schaffen, 7 Tage lang (voor uns Belang)-
und das wird keine Plackerei- wir schaffen zusammen, nicht allein"
( Bots) - auch in diesem Lied ist nicht von "Arbeit" die Rede.
Danke, daß sie mir folgen konnten... Freude
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« Antworten #208 am: 30. März 2008, 06:37:55 »

naja so reposten kann ja jeder.

geht ja jetzt nicht darum, sich selbst zu zitieren.

es geht darum, immer wieeder zu wiederholen, daß man/frau auch was anderes mit seiner/ihrer LEBENSZEIT anfangen kann, ohne sich deswegen schuldig zu fühlen.

ist halt immer die gleiche semmel auf´n kopf, aber spätestens in 5 jahren haben wir es alle kapiert, wenn wir alle mitmachen   tongue


lg
milly
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Wilddieb Stuelpner


Beiträge: 8919


« Antworten #209 am: 30. März 2008, 10:42:57 »

Wenn der spd-nahe DGB nichts von internationaler Solidarität und proletarischen Internationalismus wissen will, also deutschen Mindestlohn auch fürs rumänische oder chinesische Volk, da kannste mal sehen wie der kapitalhörige und streikabwürgende DGB und die SPD an der deutschen Kleinstaaterei des Mittelalters noch klebt. Hauptsache das deutsche, noch arbeitende Gewerkschaftsmitglied könnte evtl. einen Mindestlohn gebrauchen. Den deutschen Arbeitslosen lassen wir schon mal hinten runterfallen, auch wenn er noch über eine DGBeigene Branchengewerkschaft Mitglied ist. Der/die rumänische oder chinesische Kollege/in und Arbeitslosen und in dergleichen Situation in anderen Ländern interessieren uns nicht, für die treten wir solidarisch nicht ein. Die vergessen wir einfach. Wir könnten ja sonst für AN- und Menschenrechte in diesen Ländern mit eintreten und würden die Geschäfte unsere prominenten Aufsichtsrats- und Vostandskumpels Henkel, Hundt und Co. z.B. in China versauen.

Immerhin mußte kürzlich Hans-Olaf Henkel für Menschenrechtsverletzungen in seinen ausländischen Werken ordentlich Strafe blechen.
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Wilddieb Stuelpner


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« Antworten #210 am: 05. April 2008, 20:04:43 »

Videotexttafel 131, MDR, Sa 05.04.08 20:16:54

Wirtschaft: Branche: Fahrräder werden teurer

Die deutsche Fahrradbranche erwartet für das kommende Jahr drastisch höhere Preise.

Der Geschäftsführer des Zweirad-Industrie-Verbandes (ZIV), Lemberg, nannte als Grund "gigantisch gestiegene Rohstoff- und Frachtkosten". Dem "Tagesspiegel am Sonntag" sagte er, kostentreibend wirkten auch gestiegene Löhne in China, die dortige Inflation sowie gesunkene Handelsbarrieren.

Die deutschen Fahrradhersteller beziehen einen Großteil der Komponenten aus Asien. Für 2008 seien die Preise bereits festgelegt, sagte Lemberg. 2009 gebe es aber einen Preissprung.

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Cinesische Arbeitskräfte sind auch nicht mehr so dumm wie früher und arbeiten für eine Handvoll Reis.

Richtig kann ich da nur sagen!!!!

Auszuf aus Wikipedia: Volksrepublik China

Ausländische Unternehmen in China

Später wurde es ausländischen Unternehmen erlaubt, in China zu investieren und der Außenhandel wurde liberalisiert. Auch institutionelle Reformen an staatlichen Investitionen oder dem Steuersystem wurden notwendig. An den politischen Rahmenbedingungen wurde jedoch zunächst nichts geändert, weshalb das Wirtschaftssystem als Staatssozialismus oder offiziell als „sozialistische Wirtschaft chinesischer Prägung“ bezeichnet wurde. Im Jahre 1995 wies die Wirtschaft ein stabiles hohes Wachstum auf, das vorher isolierte Land war der siebentgrößte Teilnehmer am internationalen Handel, und die Lebensqualität wuchs schnell, wobei die Konsumausgaben der Haushalte zunächst zu Preissteigerungen um jährlich mehr als 7 Prozent führten. In den Jahren 2000 bis 2005 ist die Preissteigerungsrate wieder im Bereich von 0 bis 2%.

Aufrechterhaltung des Wachstums

Es gibt einige wirtschaftliche Problemfelder, zu deren Lösung es schmerzhafter Einschnitte bedarf. Dazu gehören Staatsunternehmen, die nicht privatisiert wurden und die teils hohe Verluste machen. Diesen Staatsunternehmen werden durch die Staatsbanken immer neue Kredite zur Verfügung gestellt, um sie am Leben zu halten. Dadurch haben die dominierenden staatlichen Banken hohe Summen an faulen Krediten angehäuft, die das Bankensystem belasten. Eine Reform des staatlichen Sektors wird von der Regierung der Volksrepublik aber nur sehr zögerlich angegangen, denn es ist zu befürchten, dass eine Schließung von unrentablen Staatsunternehmen zu einer stark steigenden Arbeitslosigkeit in den Städten führen würde. Trotzdem beträgt das Wirtschaftswachstum in den Jahren von 2002 bis 2007 zwischen 10 und 11,5 Prozent jährlich und die Industrieproduktion stieg in diesem Zeitraum jährlich zwischen 15 und 19 Prozent. Im den Jahren 2006 und 2007 versuchte die Regierung, einer Überhitzung der Konjunktur durch mehrfaches Anheben der Leitzinsen entgegenzuwirken.

Außenhandel

Der Außenhandel entwickelt sich stürmisch, jedoch ist der Handelsüberschuss 2006 auf 207,5 Milliarden Dollar gestiegen und dabei sind die Exporte wesentlich stärker als die Importe gestiegen. Die Devisenreserven erhöhten sich bis Oktober 2007 auf 1.455 Milliarden Dollar, womit China nun vor Japan (mit 970 Milliarden Dollar), Russland (305,6 Mrd. $) und Taiwan (268,0 Mrd. $) die größten Reserven der Welt besitzt. Zum Vergleich: Die gesamte Euro-Zone verfügt nur über 191,6 Milliarden Dollar[51].

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China hat in den letzten Jahren sein Bildungswesen ausgebaut. Die chinesische Wirtschaft braucht im zunehmendem Maße gut qualifizierte Fachkräfte, was zur Folge auch Lohn- und Gehaltserhöhungen hat.

Die chinesische Wirtschaft boomt in den Sonderwirtschaftszonen in den Küstenregionen und in den großen Ballungsgebieten. Der ländliche Raum ist immer noch wirtschaftlich vernachlässigt. Es gibt eine Stadtflucht der verarmten Landbevölkerung, weswegen sich um die Ballungsgebiete herum Slums bilden.

China kauft sich in die Finanz- und Wirtschaftsmärkte Japans, Nordamerikas und Europas ein und wird dort Teilhaber und Aktionär von Banken und Wirtschaftsunternehmen. Die chinesische Industrieproduktion hinkt hinter der Inflation hinterher - hohe Kreditmengen mit der Gefahr von Zahlungsausfällen und die bereitgestellten Geldmengen sind nicht durch eine ebensogroße Gütermenge gedeckt.

http://www.focus.de/finanzen/news/china_aid_264707.html

http://www.n-tv.de/935480.html

http://www.blog.china-guide.de/index.php?entry=entry071218-151617
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Wilddieb Stuelpner


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« Antworten #211 am: 12. April 2008, 12:49:38 »

ARD/RBB, Sendung "Kontraste" vom 10.04.2008:Falsche Zahlen bei der Mindestlohn-Debatte

Autor: Benedikt-Maria Mülder

Rund 1,3 Millionen Vollzeitbeschäftigte in Deutschland müssen ihr niedriges Gehalt mit Arbeitslosengeld II aufstocken. Ein Skandal – sagen Politiker und Gewerkschafter und fordern auch deshalb einen allgemeinen Mindestlohn von 7,50 Euro die Stunde. Doch viele „Aufstocker“ würden davon gar nicht profitieren. Ihr Stundenlohn ist jetzt schon höher. Sie verdienen zu wenig, weil sie die Familie mit nur einem Gehalt versorgen müssen oder Teilzeit arbeiten. Höchstens 15.000 allein stehende Erwerbstätige sind es, die aufgrund eines zu geringen Stundenlohns nicht von ihrem Vollzeitjob leben können – nur davon sprechen die Politiker und Gewerkschafter nicht. Benedikt-Maria Mülder über falsche Zahlen bei der Mindestlohn-Debatte.

Die Mehrheit der Deutschen will laut Umfragen einen gesetzlichen Mindestlohn. Das ist Wasser auf die Mühlen der Gewerkschaften. Ihr Argument: Immer mehr Menschen in Deutschland fallen in Armut, obwohl sie vollzeitbeschäftigt sind. Gemeint sind so genannte Aufstocker, die zwar arbeiten, aber zusätzlich Arbeitslosengeld II beziehen, weil der Verdienst alleine ihre Existenz nicht sichert. Von einem Mindestlohn versprechen sich die Gewerkschaften ein Existenzsicherndes Einkommen. Aber stimmt das so? Kontraste hat mal ganz genau nachrechnen lassen, wie viele tatsächlich von einem Mindestlohn profitieren würden und dabei überraschendes herausgefunden. Benedict Maria Mülder und Katharina Seger.

Seit Mai letzten Jahres läuft die millionenschwere Kampagne der Gewerkschaften auf Hochtouren. Mobilmachung für den Mindestlohn: profilorientiert und klassenkämpferisch. Im Schulterschluss mit den Gewerkschaften auch die SPD gegen „Armut trotz Arbeit“.

Kurt Beck (SPD), Parteivorsitzender
„Es muss aber auch nach unten eine Grenze eingezogen werden. Es ist höchste Zeit, dass wir über Mindestlöhne absichern.“

Olaf Scholz (SPD), Bundesminister für Arbeit
„Wer den ganzen Tag arbeitet, wer die ganze Woche arbeitet, einen ganzen Monat, der will am Ende des Monats nicht auf öffentliche Unterstützung für seinen Lebensunterhalt angewiesen sein.“

Ein Thema mit Sprengkraft. Beinahe hätte der Mindestlohn im Januar den hessischen Wahlausgang entschieden. Für jeden einsichtig: Wer regulär arbeitet, soll auch davon leben können. In manchen Branchen aber sind die Löhne so niedrig, dass viele Beschäftigte, so genannte „Aufstocker“, nur mit Hilfe von Hartz-IV ein bedarfsdeckendes Einkommen erzielen. Für Millionen Realität, behaupten die Mindestlohn-Befürworter.

Olaf Scholz (SPD), Bundesminister für Arbeit
„Wir haben in Deutschland etwa 2 Millionen Arbeitnehmer, die, das ist jetzt nicht der gesetzliche Mindestlohn, aber weniger als 7,50 Euro verdienen.“

Die Kampagne, sagen Wissenschaftler, geht mit Zahlen allzu generös um. Sie haben nachgerechnet.

Karl Brenke, Arbeitsmarktexperte DIW
„Bei dieser ganzen Mindestlohndebatte hat man zu wenig hingeschaut, wie viel Leute sind es denn wirklich, die trotz Vollzeitbeschäftigung auf Arbeitslosengeld II angewiesen sind.“

Karl Brenke, Ökonom am renommierten Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung, hat die jüngsten Daten über „Armutslöhne“ auf dem Arbeitsmarkt erstmals genauer unter die Lupe genommen. Im Gegensatz zu den Behauptungen der Mindestlohnbefürworter ist sein Befund eindeutig: Hilfsbedürftig trotz Arbeit? – kein Massenphänomen in Deutschland

Karl Brenke, Arbeitsmarktexperte DIW
„Unsere Untersuchung hat gezeigt, dass Bedürftigkeit trotz Vollzeitbeschäftigung in Deutschland kein Massenphänomen ist. Und die Zahl derer, die unter Löhne fallen, die weniger als 7,50 € ausmachen, und die trotzdem auf ALG II angewiesen sind, ist gewiss nicht so groß, dass sie Forderungen rechtfertigen würden wie die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes in Deutschland.“

Laut DIW-Studie stocken ca. 1,3 Millionen Erwerbstätige ihren Lohn auf. Die meisten „Aufstocker“ sind geringfügig Beschäftigte und solche, die Teilzeit arbeiten.

Alleinerziehende, Rentner, Arbeitslose, Schüler, Studenten, sie alle verdienen sich bei reduzierter Arbeitszeit ein Zubrot zu ihrer staatlichen Unterstützung.

Über ein Drittel der Aufstocker, das sind knapp eine halbe Million Arbeitnehmer, ist regulär vollzeitbeschäftigt. Die Untersuchung dieser Gruppe widerlegt die Zahlen der Mindestlohnbefürworter.

Karl Brenke, Arbeitsmarktexperte DIW
„Das ist deutlich weniger als eine halbe Mio. Und dass ein erheblicher Teil von denen Löhne erhält, die weit über dem liegen, was wir in der gegenwärtigen Mindestlohndebatte an Forderungen haben, 7,50€. Und das hängt oftmals damit zusammen, dass Leute deswegen Arbeitslosengeld II trotz Vollzeitbeschäftigung erhalten, weil sie einen größeren Haushalt haben und dann selbst ein Lohn von 9,00 € oder sogar 10,00 € nicht ausreicht, um die Familie zu ernähren.“

Beispiel: Eine vierköpfige Familie aus Berlin, eine so genannte Bedarfsgemeinschaft von Aufstockern. Die Mutter arbeitet geringfügig und der Verdienst des Vaters, eines Referendars im Schuldienst, reicht nicht aus, den Lebensunterhalt zu sichern. Sein Verdienst liegt über dem von den Gewerkschaften geforderte Mindestlohn. Trotzdem: Beide haben Anspruch auf ergänzendes Hartz IV .

Kein Einzelfall: 50 Prozent der 479.000 vollzeitbeschäftigten Aufstocker haben einen Stundenlohn von neun oder mehr Euro. Insgesamt liegen zweidrittel der Aufstocker über 7,50 Euro. Niemand von ihnen würde von dem geforderten Mindestlohn profitieren.

Im Kampf gegen die Armut setzt die Kampagne auf staatliche Lohnfestsetzung, riskiert sogar die von den Gewerkschaften in Jahrzehnten erkämpfte Tarifautonomie, weil angeblich Millionen von ihrem Lohn nicht leben können.

Tatsächlich sind es, so das DIW, 163.000 vollzeitbeschäftigte Aufstocker, die pro Stunde weniger als 7,50 € verdienen, die meisten davon Paare – Bedarfsgemeinschaften mit einem Vollzeitbeschäftigten.

Karl Brenke, Arbeitsmarktexperte DIW
„Daneben gibt’s noch eine kleine Gruppe, das sind Alleinstehende, die dürften in der Regel nicht über 5 € pro Stunde bekommen und kriegen ALG II. Das ist aber eine verschwindend kleine Minderheit. Also ich würde sie auf höchstens 15.000 schätzen.“

Am Ende bleiben laut DIW 15.000 vollzeitbeschäftigte, allein stehende Aufstocker, also die, die in keiner Bedarfsgemeinschaft leben. Ihr Lohn ist so niedrig, dass damit noch nicht einmal die einfachsten Lebensbedingungen bezahlt werden können. Doch darauf hat sich der Sozialstaat schon vor langer Zeit eingestellt.

Karl Brenke, Arbeitsmarktexperte DIW
„Es gab schon immer Erwerbstätige, deren Einkommen nicht ausreichte und denen vom Staat geholfen wurde, etwa in Form von aufstockender Sozialhilfe oder von Wohngeld. Das gibt es schon seit 30 oder 40 Jahren.“

Dass der Mindestlohn kein Patentrezept ist, beweist das Baugewerbe: Hier liegt der Mindestlohn zwischen 9 € im Osten und 12,50 € im Westen. Dennoch waren im vergangenen Jahr über 42.000 Bauarbeiter als Aufstocker gemeldet – Hartz-IV trotz Mindestlohn.

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« Antworten #212 am: 12. April 2008, 13:14:11 »

Zitat
Dass der Mindestlohn kein Patentrezept ist, beweist das Baugewerbe: Hier liegt der Mindestlohn zwischen 9 € im Osten und 12,50 € im Westen. Dennoch waren im vergangenen Jahr über 42.000 Bauarbeiter als Aufstocker gemeldet – Hartz-IV trotz Mindestlohn.
Is ja das, was ich immer sage, eine Mindestlohnforderung von 7,50€ ist ein Witz, unter 10€ die Stunde ist man in D nichtz mehr Existenzfähig!

Und, wer 7,50€ fordert wird am ende 5€ bekommen, dass nutzt niemandem!


Gruß

PD
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« Antworten #213 am: 12. April 2008, 13:28:59 »

ZDF, Sendung "Maybritt Illner" vom 17.04.2008, 22:15 Uhr: Das Geschäft der Gierigen-Kann man Banken noch vertrauen?

Der frühere BDI-Präsident und Aufsichtsrat der Mittelstandsbank IKB, Michael Rogowski, erhebt schwere Vorwürfe gegen den Vorstand des krisengeschüttelten Kreditinstituts. Der Aufsichtsrat habe sich "nie" mit den Milliardenrisiken durch die sogenannten Subprime-Kredite beschäftigen können, "weil das gar nie artikuliert wurde", sagte Rogowski in der ZDF-Sendung "Maybrit ILLNER".

Fragen dazu, die ab Mitte 2007 kurz vor Ausbruch der weltweiten Finanzkrise im Aufsichtsrat aufgekommen seien, seien "nicht beziehungsweise nicht hinreichend beantwortet" worden. Rogowski kritisierte weiter, ein Aufsichtsrat "muss sich verlassen auf das, was der Vorstand ihm an Unterlagen präsentiert". Der IKB-Aufsichtsrat habe sich in jeder Sitzung auf Basis eines "Risikoberichts in Zentimeterstärke" ausführlich mit Risiken beschäftigt, ohne dabei auf die Spekulationen mit überbewerteten Immobilienkrediten hingewiesen zu werden. Rogowski verwies auf ein externes Gutachten, wonach der Aufsichtsrat "nicht beziehungsweise falsch informiert" worden sei.

Hat IKB-Vorstand Fehler gemacht?

Der Ex-BDI-Chef warf dem Vorstand zugleich vor, mit den Geschäften offenbar seine Kompetenzen überschritten zu haben. "Man kann schon die Frage stellen, ob die IKB als eine Mittelstandsbank nicht Fehler gemacht hat, indem sie sich auf Gebiete gewagt hat, von denen sie ursprünglich nicht so viel verstand wie vom Mittelstandsgeschäft", betonte Rogowski. Allerdings sei die IKB "regelrecht gedrängt" worden, "über ihr nicht sehr einträgliches Mittelstandsgeschäft Geschäfte zu tätigen in der großen weiten Welt, um ihre Ertragskraft zu stärken - von Rating-Agenturen, von Finanzanalysten, vom Markt".

Heinrich Haasis, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands, wiederholte seine Forderung, das Geschäftsmodell der Landesbanken ändern zu wollen. "Die Sparkassen sind dafür, dass wir an diesem internationalen Geschäft Risiken zurück fahren. Das wird auch Personal kosten. Das muss man fairerweise sagen", räumte der Sparkassenpräsident ein. Jede Bank, die international tätig sei, "ist in diesem Markt und damit auch gefährdet". Die auf die Realwirtschaft ausgerichteten Sparkassen seien daher auch weniger bedroht, so der Haasis, daher werde es dort auch in Zukunft keine "Kreditklemme" geben.

"Die Krise muss uns aufrütteln"

Der Friedensnobelpreisträger und Alternativ-Bankier Muhammad Yunus verlangt tiefgreifende politische Konsequenzen aus der weltweiten Finanzkrise. Angesichts eines geschätzten Schadens von einer Billion Euro dürfe nicht einfach "ein Haken gemacht" werden, sagte Yunus bei Maybrit Illner. "Die Krise muss uns aufrütteln."

"Wir sprechen hier nicht über eine Bankenkrise, sondern über eine Wirtschaftkrise. Wir werden noch sehen, wie viele Schichten das noch runtergeht", warnte der Friedensnobelpreisträger des Jahres 2006. Es sei "schockierend", dass niemand einen Fehler gemacht haben wolle. Am Ende müsse jemand die Verantwortung übernehmen. Die Finanzinstitutionen gehörten "auf den Prüfstand".

"Steuerzahler nicht erpressen"

Zugleich wandte sich Yunus gegen staatliche Finanzspritzen zum Ausgleich von Verlusten. Politik und Bevölkerung würden von den Banken "erpresst". Private Unternehmen dürften aber nicht die Möglichkeit haben, ganze Nationen von Steuerzahlern "zur Geisel zu nehmen". "Die Banken verlieren Geld, dann sollen sie es verlieren und nicht der Steuerzahler", betonte Yunus, dessen Grameen Bank seit 31 Jahren Kredite an die Ärmsten vergibt.

Der schleswig-holsteinische SPD-Vorsitzende Ralf Stegner forderte in der Sendung die Einführung scharfer strafrechtlicher Sanktionen bei Missmanagement bis hin zu Gefängnisstrafen. Der Staat müsse mit "harter Aufsicht und harten Gesetzen" dafür sorgen, "dass bestimmte Dinge nicht mehr gehen".

"Freiheitsstrafen für schlechte Manager"

Zugleich müssten verantwortliche Manager finanziell haftbar gemacht und mit Freiheitsstrafen bedroht werden, unterstrich der SPD-Politiker. "Wenn einer so etwas macht, dann muss er halt auch einmal ins Gefängnis gehen, denn da hängen viele Existenzen kleiner Leute dran."

Ähnlich argumentierte die Wirtschaftsjournalistin Christiane Oppermann. Banken dürften mit dem Geld der "normalen Bürger" nicht zocken. "Dieser florierende Handel mit diesen Forderungen hat auch deutsche Eigentumsbesitzer in große Schwierigkeiten gebracht", betonte sie. Oppermann forderte, dass in Zukunft "die Leute, die in der Spitze der Bank sitzen", wirklich verantwortlich gemacht werden - "mit Strafen". Die Banken dürften nicht alle Abschreibungen und Verluste "globalisieren und vergesellschaften" und die Gewinne einstecken. Man müsse von dieser "Gier nach Provisionen" in den Häusern wegkommen.

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Wer zählt seit der Bankenkrise jetzt auch zur notleidenden Bevölkerung:

Da wären z.B.

Michael Rogowski - Aufsichtsrat der Haftpflichtverband der Deutschen Industrie (HDI), Aufsichtsrat der IKB Deutsche Industriebank, Unternehmensrat des Stiftungsunternehmens Carl Zeiss, Aufsichtsrat der Voith AG, Stellv. Vorsitzender des Gesellschafterausschusses der Freudenberg & Co. KG,

Hans-Olaf Henkel - Gründungsmitglied "Konvent für Deutschland", Aufsichtsratsmitglied von Bayer AG, Leverkusen, Continental AG, Hannover, Daimler Luft- und Raumfahrt AG, München, EPG AG, Saarbrücken, SMS GmbH, Düsseldorf und Ringier AG, Zofingen/Schweiz,

Randolf Rodenstock - Aufsichtsratsmitglied und geschäftsführender Gesellschafter der Optischen Werke G. Rodenstock GmbH & Co KG, München,

Ehrenamtliche Tätigkeiten

- Präsident der vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. München,
- Präsident des VBM - Verband der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie e. V. München,
- Präsident des BayME - Bayerischer Unternehmensverband der Metall und Elektro-Industrie e. V.München,
- Mitglied des Präsidiums des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) Berlin,
- Mitglied des Präsidiums der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) Berlin,
- Vizepräsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall Berlin,
- Vizepräsident des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln,
- Vorsitzender des Vorstands des Roman Herzog Instituts – RHI München,
- Mitglied des Vorstands SPECTARIS Berlin,
- Mitglied des Aufsichtsrates der IKB Deutschen Industriebank

Jürgen Thumann - Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) und Vorsitzender des Gesellschafterausschusses der Heitkamp & Thumann Group in Düsseldorf. Nebenher ist er der Vorsitzende des Beraterkreis der durch riskante US-Investitionen in Schleudern geratenen IKB,

Josef Ackermann - Chef der Deutschen Bank,

Norbert Walter - Chefsvolkswirt der Deutschen Bank

Alle bekämpften die Existenz und Notwendigkeit staatlicher Behörden und Einrichtungen in beharrlicher Weise und treten für allumfassende Privatisierungen zu ihrem persönlichen Bereichern ein.

Nach der eingetretenen und sich ständig ausweitenden Bankenkrise schreien sie nach staatlichem Schutz vor den Ansprüchhen der durch sie geprellten Anleger. Angeblich reichen die Selbstheilungskräfte des Marktes bei von ihnen veranlassten und zu kontrollierenden hochspekulativen Börsen- und Kapitalmarktgeschäften nicht aus. Sie leugnen allerdings ihre in diesen schmutzigen Geschäften auszuübende Verantwortlichkeit und Haftungspflichten. Jetzt sollen es nicht die Selbstheilungskräfte des Marktes, sondern die Geldbörsen der Steuerzahler richten, ohne daß diese hochdotierten Spekulanten vor dem Kadi kommen.

Ganz im Sinne: "Die Profite und Gewinne privatisieren - die Verluste vergesellschaften und niemals umgekehrt!"

Zitat aus dem Elbe-Rödertal-Echo, Ausgabe 04/2008, S. 04, Artikel "Alles was Recht ist":

"... Dieser Staat und sein Rechtssystem sorgt für seine Hofschranzen. ...

... So stimmt mal wieder alles: Das Grundgesetz gebietet den Schutz der Minderheiten. Und
das Recht ist die in Gesetzen geschriebene Moral der herrschenden Klasse. Diese aber
ist in diesem Lande die absolut zu schützende Minderheit.

Werden die Wähler wieder losziehen, um solche Leithammel zu küren? Man muss schon ein Schaf sein, um in diese Herde zu passen."
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Postaldude


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« Antworten #214 am: 12. April 2008, 13:45:26 »

Zitat
Wer zählt seit der Bankenkrise jetzt auch zur notleidenden Bevölkerung

Oh nein, die zählen nicht dazu, die machen die Bevölkerung notleidend!! 20 Millarden Euro hat uns deren Zockerei schon gekostet und da ist kein Ende in sicht und was machen die "Parteien der Mitte" die hir an der Macht sind wie immer nichts!

Aber eine Regelsatzerhöhung ist ja so Unbezahlbar!!

Gruß

PD
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« Antworten #215 am: 12. April 2008, 18:35:29 »

Offensichtlich ist, dass ein staatlich - gesetzlich festgesetzter Mindestlohn immer ein Maximallohn für alle bleiben wird, das heisst,-die Bonzen müssen dann nicht mehr als das zahlen!
Und wenn der gesetzlich wird, kannste nicht tariflich dagegen streiken-
er ist ja Gesetz!
So ist das alles eine Augenwischerei, und natürlich eine Abschaffung der Tarifautonomie!!

Wenn hier jemand die Auffassung hat, bei einem gesetzlichen Mindestlohn käme in unserem Wirtschaftssystem eine "gerechte" Bezahlung dabei heraus, und nicht etwa die Entlohnung an der untersten Kante, auch noch mit der Verpflichtung, dafür zu arbeiten, hat er wohl die schmerzhaftesten Illusionen, die man in dieses System haben kann-

davon abgesehen, dass Gerechtigkeit sowieso nicht unter den Bedingungen von Lohnarbeit überhaupt herzustellen ist.

Jedem nach seinen Bedürfnissen, jeder nach seinen Fähigkeiten, wäre gerecht.

Musste wohl nochma gesagt werden...
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« Antworten #216 am: 12. April 2008, 19:04:00 »

was für ein blödsinn

mindestlohn = maximallohn  Smiley

handkey ich krieg langsam angst vor dir und was du schreibst  Smiley
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unkraut


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« Antworten #217 am: 12. April 2008, 19:06:17 »

http://www.ndrinfo.de/nachrichten/weitere_themen/nachrichten8_url-aHR0cDovL3d3dy50YWdlc3NjaGF1LmRlL3dpcnRzY2hhZnQvb2VjZDgtbmltZXgueG1s.html
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Noch Fragen Hauser ? Ja Kienzle , wer ist eigentlich Unkraut ?

Wir wagen es nicht weil es schwierig ist sondern es ist schwierig weil wir es nicht wagen .

Mein Buchtip als Gastautor :  Fleißig , billig , schutzlos - Leiharbeiter in Deutschland  > ISBN-10: 3771643945
Wilddieb Stuelpner


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« Antworten #218 am: 12. April 2008, 20:29:26 »

Zitat
Original von Postaldude
Zitat
Wer zählt seit der Bankenkrise jetzt auch zur notleidenden Bevölkerung

Oh nein, die zählen nicht dazu, die machen die Bevölkerung notleidend!! 20 Millarden Euro hat uns deren Zockerei schon gekostet und da ist kein Ende in sicht und was machen die "Parteien der Mitte" die hir an der Macht sind wie immer nichts!

Aber eine Regelsatzerhöhung ist ja so Unbezahlbar!!

Gruß

PD

Hast Du nicht die Jammerarie Rogowskis gelesen?

"Der frühere BDI-Präsident und Aufsichtsrat der Mittelstandsbank IKB, Michael Rogowski, erhebt schwere Vorwürfe gegen den Vorstand des krisengeschüttelten Kreditinstituts. Der Aufsichtsrat habe sich "nie" mit den Milliardenrisiken durch die sogenannten Subprime-Kredite beschäftigen können, "weil das gar nie artikuliert wurde", sagte Rogowski in der ZDF-Sendung "Maybrit ILLNER".

Fragen dazu, die ab Mitte 2007 kurz vor Ausbruch der weltweiten Finanzkrise im Aufsichtsrat aufgekommen seien, seien "nicht beziehungsweise nicht hinreichend beantwortet" worden. Rogowski kritisierte weiter, ein Aufsichtsrat "muss sich verlassen auf das, was der Vorstand ihm an Unterlagen präsentiert". Der IKB-Aufsichtsrat habe sich in jeder Sitzung auf Basis eines "Risikoberichts in Zentimeterstärke" ausführlich mit Risiken beschäftigt, ohne dabei auf die Spekulationen mit überbewerteten Immobilienkrediten hingewiesen zu werden. Rogowski verwies auf ein externes Gutachten, wonach der Aufsichtsrat "nicht beziehungsweise falsch informiert" worden sei. ...

... Der Ex-BDI-Chef warf dem Vorstand zugleich vor, mit den Geschäften offenbar seine Kompetenzen überschritten zu haben. "Man kann schon die Frage stellen, ob die IKB als eine Mittelstandsbank nicht Fehler gemacht hat, indem sie sich auf Gebiete gewagt hat, von denen sie ursprünglich nicht so viel verstand wie vom Mittelstandsgeschäft", betonte Rogowski. Allerdings sei die IKB "regelrecht gedrängt" worden, "über ihr nicht sehr einträgliches Mittelstandsgeschäft Geschäfte zu tätigen in der großen weiten Welt, um ihre Ertragskraft zu stärken - von Rating-Agenturen, von Finanzanalysten, vom Markt".

Also sind an den Verlusten alle anderen schuldig und zur Verantwortung zu ziehen. Rogowski und Consorten in den Aufsichtsrats- und Vorstandsetagen sind dagegen die reinsten Unschuldslämmer. Ihre Namen heißen Hase und haben von nichts gewußt. Da fragt man sich unwillkürlich, wo sie denn jetzt so auf die Schnelle einen Führer hernehmen könnten, dem sie alle Schuld in die Schuhe schieben und sich selbst als bedeutungslose Befehlsempfänger hinstellen könnten.

Die sind doch sonst so die einzigen, unterbezahlten Leistungsträger der Nation - oder? So stellen sie sich doch gern dar oder lassen sich so von ihren gekauften Medien gern darstellen.

Da sage ich nur:

Große Fresse, Menschen- und Volksverachtung, höchste Arroganz, Frechheit, Unverfrorenheit und Machtgeilheit und sonst keinen Arsch in der Hose oder keine Ehre im Leib!!!

So demonstriert ja wer die Macht in diesem Land für wessen Interessen ausübt:

Was sagt dazu die CDU?

Sozial ist, was Arbeit schaft???

Und schaffen Spekulationen an Börsen und Kapitalmärkten und verzockte Einlagen und gestrichene oder erhebliche zusammengestrichene Guthabenzinsen der kleinen Anleger einen einzigen Arbeitsplatz. Im Gegenteil: Banken sanieren sich über die im übernächsten Absatz beschriebene Vorgehensweise und durchs Verschlanken - indem man Bankenpersonal aus den unteren Etagen auf die Straße setzt.

Die CDU leiert ihren Slogan runter, meint und handelt aber völlig anders:

Sozial ist, was einzelnen Pfeffersäcken die Profite, steuerfreien oder stark ermäßigten Dividenten, Kurs- und Spekulationsgewinne sichert!!!

Für ca. 10 Mio. tatsächliche Arbeitslose, egal ob statistisch oder auch nicht erfasst keine Regelsatzerhöhung, weils zu teuer ist, der 20 Mio.-Rentnerwählerklientel schenkt man mal ein paar Almosen, den prekär beschäftigten Niedriglöhnern, den Leih- und Zeitarbeitern, den ausländischen Wanderarbeitern und Tagelöhnern, den pendelnden AN schaut man als Unternehmer gern in den Hintern.

Aber zum Ausgleichen der Bankverluste hat man immer ein paar Milliarden in der Kriegskasse, die man sich von den eben genannten Steuerzahlern holt. De Verursacher der Verluste zieht man gleichzeitig nicht vor den Kadi und läßt sie nicht in abschreckender Weise büßen.

Zu allem Überfluß spricht man da noch von Demokratie und Rechtsstaat.

"Deutschland, Deutschland über alles ..." und vor allem dem Drecksäcken aus Politik, büttelhaftem, buckelndem Beamtentum und dem profitgeilen Unternehmern, die ihren Hals nicht voll genug kriegen können.

Warum macht man es bei diesen Unternehmern und Bankern nicht so wie bei polnischen Mastgänsen, stopft ihnen mit dem ergaunerten und verschwendeten Zaster nicht ihre Hälse zu und dam ab zum großen Schlachten???

Bei Lidl, Plus, Edeka und Co. könnte es dann heißen:

Sonderangebot:

Bestens gemästete Unternehmer zum Geiz-ist-geil-Tiefstpreis - zum baldigen Verzehr gedacht! Für vergammelte Unternehmermoral wird wie bei Gammelfleisch keine Haftung übernommen! Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie die von denen finanzierten und geschmierten Parteien und Lobbyisten!!!
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« Antworten #219 am: 12. April 2008, 20:41:32 »

Zitat
was für ein blödsinn

mindestlohn = maximallohn

Angst vor mir?

Es dürfte doch klar sein, dass bei nem gesetzlich festgesetzten Mindestlohn das genau der Lohn und nicht einen Cent mehr das ist was hier gezahlt werden wird!
So ist das gemeint.Wir leben hier unter kapitalistischen Bedingungen, da wird bei einem gesetzlichen Mindestlohn garantiert nicht mehr als für den zeitweiligen Erhalt Deiner Arbeitskraft herauskommen- und wenn dieser Mindestlohn Gesetz ist, versuch mal dagegen an zu streiken.

.Dass die Kollegen schon immer um jede Kopeke mehr haben kämpfen müssen, ist auch klar, und wir werden uns unsere  "Entlohnung" immer wieder erkämpfen müssen, bis wir irgendwann endlich eine autogestive Bedarfswirtschaft eingeführt haben.

Aber frag ruhig weiter "Papa Staat" danach, wie er für Dich "gerechteren" Lohn "erstreitet", dann wirst Du weiter mit solchen Parolen verarscht werden.
Davor darfst Du dann Angst haben.

Nee, ernsthaft, macht euch das mal klar, was der Unterschied zwischen tariflichem und gesetzlichem Mindestlohn bedeutet-
arbeitsrechtlich, streikrechtlich, definitionshoheitlich
nicht zuletzt im Selbstbewusstsein der eigentlichen Produzenten- uns.

Da erwarte ich Argumente, und nicht das übliche Fratzengeballer hier.
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« Antworten #220 am: 12. April 2008, 21:18:59 »

Zitat
Original von handkey
Offensichtlich ist, dass ein staatlich - gesetzlich festgesetzter Mindestlohn immer ein Maximallohn für alle bleiben wird, das heisst,-die Bonzen müssen dann nicht mehr als das zahlen!
Und wenn der gesetzlich wird, kannste nicht tariflich dagegen streiken-
er ist ja Gesetz!
So ist das alles eine Augenwischerei, und natürlich eine Abschaffung der Tarifautonomie!!

Wenn hier jemand die Auffassung hat, bei einem gesetzlichen Mindestlohn käme in unserem Wirtschaftssystem eine "gerechte" Bezahlung dabei heraus, und nicht etwa die Entlohnung an der untersten Kante, auch noch mit der Verpflichtung, dafür zu arbeiten, hat er wohl die schmerzhaftesten Illusionen, die man in dieses System haben kann-

davon abgesehen, dass Gerechtigkeit sowieso nicht unter den Bedingungen von Lohnarbeit überhaupt herzustellen ist.

Jedem nach seinen Bedürfnissen, jeder nach seinen Fähigkeiten, wäre gerecht.

Musste wohl nochma gesagt werden...

Es stellt sich immer die Machtfrage:

Wem gehört daß Eigentum an Produktionsmitteln in der Wirtschaft? Wer übt die politische und ökonomische Macht an den jeweilgen Schaltstellen aus - das Kapital oder vom Volk gewählte, befähigte und vertrauenswürdige Interessenvertreter in den Leitungsebenen der Wirtschaft und als Abgeordnete in den Parlamenten?

Wenn denn vom Volk gewählte Interessenvertreter die Macht dauerhaft oder zweitweise durch Wahlzyklen ausüben, kannst Du sicher sein, daß der Mindestlohn die Preis- bzw. Tarifentwicklung und die Entwicklung der Inflation mindestens in existensichernder Weise berücksichtigt und die berufliche Qualifikation bzw. Berufserfahrung durch leistungsorientierte Bezahlung erbrachter Arbeit gesichert ist.

Gesetzlicher Mindest- und Tariflohn schließen sich gegenseitig nicht aus, sondern ergänzen sich sinnvoll. Der Mindestlohn oder die Mindestrente sind die unteren, existenzsichernden Einkommensformen. Einen gesetzlichen Mindestlohn kann es bei Lohn- oder Gehaltsgruppen am unteren Ende der Lohn- oder Gehaltsgruppe geben. Er berücksichtigt Sozialstandards, Qualifikationsabschlüsse und Berufserfahrung.

Da Lohn- und Gehaltsgruppen sich als Von-Bis-Spannen darstellen, ist genügend Spielraum in diesen Spannen für Tarifverhandlungen oberhalb des Mindestlohns oder -gehalts gegeben. Man kann außerdem die Spannen verbreitern und sich gegeneinander überlappen lassen under schrittweise anheben entsprechend der Leistungskraft einer Volkswirtschaft.

Das Recht auf Arbeit sollte immer die Pflicht zur Arbeit in sich einschließen, sofern eine einschränkungslose Erwerbsfähigkeit bis zum Eintreten des Altersruhestands vorliegt. Keinem sollte es unter diesen Voraussetzungen gestattet sein auf Kosten seiner Mitmenschen auf der faulen Haut zu liegen. Lebenslanges Lernen ist ein Mittel der beruflichen und persönlichen Weiterentwicklung, um vom Mindestlohn- in den Tariflohnbereich zu gelangen.

Eine höhere Qualifikation und eine höhere Berufserfahrung sollten zu höheren Arbeitsverdiensten und einem höherem Lebensniveau berechtigen.

"Jedem nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seiner Leistung!"

Wenn es ein ausreichendes Angebot an lebensnotwendigen Waren und Gütern in erforderlichen Qualität durch die Verbesserung von belastungs- und gefährdungsarmen Arbeitsmethoden, Arbeitsorganisation, technisch-technologischen Abläufen, gesteigerter Arbeitsproduktivität ohne gesteigerter Arbeitsintensität gibt, kann man nach dem nächsten Prinzip arbeiten und leben. Dabei sind betriebs- und volkswirtschaftliche Ansprüche mit Erhaltungsmaßnahmen der Umwelt in Einklang zu bringen:

"Jedem nach seinem Fahigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen!"

Zur Bedürfnisbefriedigung zählt dann auch die geänderte Einstellung der Menschen zur Arbeit. Sie dient nicht mehr der eigenen und der familiären Existenzsicherung, sondern wird zum Lebensbedürfnis nützlich für die Gesellschaft zu sein.

Wenn wir diesen gesellschaftlichen Status erreichen werden, hat sich die Rolle

- des Geldes,
- der Existenz sozialer Klassen und Schichten und
- des Staates

zunehmend erledigt. Dann hat dieser Planet überall ein menschliches Antlitz und wir sind dann soweit technologisch und menschlich entwickelt, daß soziale Unterschiede, Neid, Mißgunst, Habgier, Haß, Hunger, Elend und Not oder Kriege der Vergangenheit angehören. Die Wirtschaft dient dem Menschen und nicht umgekehrt, so wie heute es der Fall ist.

Ich schließe dabei die Ablösung des Kapitalismus durch den Sozialismus bzw. Kommunismus nicht aus. Ökonomie und Politik muß mit und für die Menschen gemacht werden.
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« Antworten #221 am: 13. April 2008, 00:14:22 »

Zitat
Original von joachimkuehnel
.....................................
"Jedem nach seinem Fahigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen!"

Zur Bedürfnisbefriedigung zählt dann auch die geänderte Einstellung der Menschen zur Arbeit. Sie dient nicht mehr der eigenen und der familiären Existenzsicherung, sondern wird zum Lebensbedürfnis nützlich für die Gesellschaft zu sein.

Wenn wir diesen gesellschaftlichen Status erreichen werden, hat sich die Rolle

- des Geldes,
- der Existenz sozialer Klassen und Schichten und
- des Staates

zunehmend erledigt. Dann hat dieser Planet überall ein menschliches Antlitz und wir sind dann soweit technologisch und menschlich entwickelt, daß soziale Unterschiede, Neid, Mißgunst, Habgier, Haß, Hunger, Elend und Not oder Kriege der Vergangenheit angehören. Die Wirtschaft dient dem Menschen und nicht umgekehrt, so wie heute es der Fall ist.

Ich schließe dabei die Ablösung des Kapitalismus durch den Sozialismus bzw. Kommunismus nicht aus. Ökonomie und Politik muß mit und für die Menschen gemacht werden.

So langsam setzt sich offensichtlich die Erkenntnis zur Notwendigkeit der sozialen Revolution durch........ Ich unterschreibe das Zitierte alles - nur die "Politik", wie sie herkoemmlich verstanden wird,  kannst du dir an den Hut nageln!!!

Ansonsten: Breit grins - unsere Worte - http://www.fau.org

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« Antworten #222 am: 13. April 2008, 00:36:52 »

wollt hier höflicher Weise noch mal drauf hinweisen, daß:
Zitat
"Jedem nach seinem Fahigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen!"
falsch zitert ist, bedeutungsschwangerer Weise heisst es:

Zitat
Jedem nach seinen Bedürfnissen, jeder nach seinen Fähigkeiten, wäre gerecht.

und so hab ichs auch geschrieben.

jedem gegeben nach seinen Bedürfnissen, jeder schafft seinen Fähigkeiten gemäß,

soll das nämlich heissen-

der andere Satz:

Zitat
"Jedem nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seiner Leistung!"

könnte theoretisch auch über Arbeitslagern prangen- so ähnlich klang so was...
edit: wollt´s lieber erklären-
es bestimmen ja wieder andere darüber- wie fähig du bist, was du wohl leistest, und was du darauf "verdient" hast.
Warencharackter der Beziehungen pur, ohne gleich an Arbeitslager zu denken, jedoch, in der Konsequenz gedacht...


ansonsten:
Danke für die Diskussionsvorlage und ich schließ mich schon mal meinem Vorredner an:

Ich unterschreibe das Zitierte alles - nur die "Politik", wie sie herkoemmlich verstanden wird, kannst du dir an den Hut nageln!!!

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« Antworten #223 am: 13. April 2008, 00:45:31 »

@Joachimkuehnel
Zitat
Hast Du nicht die Jammerarie Rogowskis gelesen?

"Der frühere BDI-Präsident und Aufsichtsrat der Mittelstandsbank IKB, Michael Rogowski, erhebt schwere Vorwürfe gegen den Vorstand des krisengeschüttelten Kreditinstituts. Der Aufsichtsrat habe sich "nie" mit den Milliardenrisiken durch die sogenannten Subprime-Kredite beschäftigen können, "weil das gar nie artikuliert wurde", sagte Rogowski in der ZDF-Sendung "Maybrit ILLNER

Ja ich hab mir die schow sogar Live und in Farbe angetan.
Bin da wie immer auch ganz deiner Meinung

Zitat
Allerdings sei die IKB "regelrecht gedrängt" worden, "über ihr nicht sehr einträgliches Mittelstandsgeschäft Geschäfte zu tätigen in der großen weiten Welt, um ihre Ertragskraft zu stärken - von Rating-Agenturen, von Finanzanalysten, vom Markt".

Hier möchte ich noch ergänzen das "normale" Menschen die sich im weitesten Sinn übers Ohr hauen lassen nicht die möglichkeit bekommen das der Steuerzahler ihre Schulden zahlt!

Ich glaube auch einem Rogowski nicht das die alle so ahnungslos waren, ich bin der Überzeugung das haben die Eiskalt kalkuliert und die wussten auch das man die Bank nicht vor die Hunde gehen läst.
Die eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus!
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« Antworten #224 am: 13. April 2008, 01:23:09 »

@handkey
Zitat
Offensichtlich ist, dass ein staatlich - gesetzlich festgesetzter Mindestlohn immer ein Maximallohn für alle bleiben wird, das heisst,-die Bonzen müssen dann nicht mehr als das zahlen!
Und wenn der gesetzlich wird, kannste nicht tariflich dagegen streiken-
er ist ja Gesetz!
So ist das alles eine Augenwischerei, und natürlich eine Abschaffung der Tarifautonomie!!

Wenn hier jemand die Auffassung hat, bei einem gesetzlichen Mindestlohn käme in unserem Wirtschaftssystem eine "gerechte" Bezahlung dabei heraus, und nicht etwa die Entlohnung an der untersten Kante, auch noch mit der Verpflichtung, dafür zu arbeiten, hat er wohl die schmerzhaftesten Illusionen, die man in dieses System haben kann-

davon abgesehen, dass Gerechtigkeit sowieso nicht unter den Bedingungen von Lohnarbeit überhaupt herzustellen ist.

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Tach auch,

also den Ansatz find ich interessant, darüber habe ich wirklich noch nicht nachgedacht, dass unsere Herrenmenschen das tatsächlich als Maximallohn verstehen würden.

Aber ist es den nicht eigentlich so das jeder den Wert seiner Arbeit beziffern kann und diesen auch gegenüber seinem AG durchsetzen sollte, natürlich nach seinen Fähigkeiten.

Wenn ich dich jetzt richtig verstanden habe setzt du voraus das die Menschen dazu nicht in der Lage sind?

Oftmals sehe ich das ähnlich, wenn ich von Menschen höre die für 3,80€ die Stunde irgendwelche Haare schneiden.
Ich kann das nicht verstehen, den dann muss man sich andere Wege suchen seine Existens zu sichern und ich meine wenn alle so Schlau wären dann hätten wir solche Löhne heute garnicht in Teutschland.

Ja und das ist doch meiner Meinung auch absolut Systemkonform, von wegen Preis und Nachfrage und so.

Auch ich bin allerdings der Meinung das diese System weg muss, ist ja offensichtlich das es nicht funktioniert.
Nur, bis es soweit ist muss man doch die schlimmsten auswüchse irgendwie halbwegs in den griff kriegen und dazu braucht man wohl momentan eine gewisse Basis die nicht mehr vorhanden zu sein scheint.

Ein gesetzlicher Mindestlohn wäre hier ein für alle vertändliches und anwendbares Rechtsmittel.

Gruß

PD
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