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Autor Thema: Mindestlohn  (Gelesen 39124 mal)
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Sissy


Beiträge: 10


« Antworten #225 am: 13. April 2008, 02:29:46 »

Haben wir villeicht den Bgriff "Globalisierung" von Anfang an falsch verstanden? Haben wir gedacht, dass es eine Angleichung auf dem höchsten Stand geben würde?; Dass es z.B  in Rumänien einen Mindestlohn von XXX auf der Höhe von vergleichbaren Löhnen der EU geben würde? Wer hat uns das versprochen? Wir arbeiten mit Hilfe der Globalisierung auf einen Mindestlohn XXX zu , der in Rumänien o.ä. üblich ist. Richtig? Und wer hat da alles gejubelt?
Irgendwann wird man uns wieder mit den "hungernden Völkern Afrikas" kommen ( der Anfang ist gemacht mit der Aussage:" Armut ist relativ!") Keine Frage - Armut kann sehr viel schlimmer aussehen, als unter H4!!!! Aber wenn hier und jetzt nicht der Anfang gemacht wird umzudenken, dann wird bei den " hungernden Völkern" auch nichts ankommen.
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Lassen sich die Umstände nicht ändern, dann sollte man die Einstellung zu ihnen ändern.
antonov


Beiträge: 1516


« Antworten #226 am: 13. April 2008, 03:10:16 »

sicher ist eine gesetzliche festschreibung eines mindestlohnes keine lösung, eher eine notlösung

durch die globalisierungs-pampe sind die ja irgendwie den bach runter gegangen, hat ja alles wunderbar funktioniert

normal sollte sich jeder zu fein sein unter 10 euro zu arbeiten

aber ob das jetzt noch was nützt ist eine andere frage, das hätte man schon vor jahren machen sollen, bevor sich die oberen zehntausend die taschen voll gehauen haben
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Postaldude


Beiträge: 220


« Antworten #227 am: 13. April 2008, 04:09:59 »

Zitat
aber ob das jetzt noch was nützt ist eine andere frage, das hätte man schon vor jahren machen sollen, bevor sich die oberen zehntausend die taschen voll gehauen haben
Es ist nie zu spät das Richtige zu tun!

Zitat
normal sollte sich jeder zu fein sein unter 10 euro zu arbeiten
Helfertätigkeiten versteht sich!

Gruß

PD
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live is a mountain railroad, crossing down the edge
matten


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« Antworten #228 am: 13. April 2008, 06:35:34 »

Zitat
Original von antonov
sicher ist eine gesetzliche festschreibung eines mindestlohnes keine lösung, eher eine notlösung

durch die globalisierungs-pampe sind die ja irgendwie den bach runter gegangen, hat ja alles wunderbar funktioniert

normal sollte sich jeder zu fein sein unter 10 euro zu arbeiten

aber ob das jetzt noch was nützt ist eine andere frage, das hätte man schon vor jahren machen sollen, bevor sich die oberen zehntausend die taschen voll gehauen haben

klar sollte das so sein 10euro die Stunde..aber dafür wurde ja von allen
Parteien das ..Instrument hartz4..geschaffen
Druck zwänge Ängste usw. und schon hat sich das erledigt
 :sark>
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Sektsauferle


Beiträge: 1693



« Antworten #229 am: 13. April 2008, 09:56:26 »

Zitat
Offensichtlich ist, dass ein staatlich - gesetzlich festgesetzter Mindestlohn immer ein Maximallohn für alle bleiben wird, das heisst,-die Bonzen müssen dann nicht mehr als das zahlen!  Und wenn der gesetzlich wird, kannste nicht tariflich dagegen streiken-  er ist ja Gesetz!

ihr macht mir angst huh
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In Memory of Menschenrechte !!!
schwarzrot


Beiträge: 4516



« Antworten #230 am: 13. April 2008, 11:06:44 »

Ja, keine angst Sektsauferle, der handkey baut hier scheinbar logische kausalketten zusammen, die bei licht betrachtet aber wirklich nichts miteinander zu tun haben.

Ich glaub' da ging seine liebe zu selbstorganisation und sein ablehnen von staatlicher gängelung mit ihm durch.  Wink

Zitat
handkey:
Offensichtlich ist, dass ein staatlich - gesetzlich festgesetzter Mindestlohn immer ein Maximallohn für alle bleiben wird, das heisst,-die Bonzen müssen dann nicht mehr als das zahlen!
Und wenn der gesetzlich wird, kannste nicht tariflich dagegen streiken-
er ist ja Gesetz!
So ist das alles eine Augenwischerei, und natürlich eine Abschaffung der Tarifautonomie!!

Wenn hier jemand die Auffassung hat, bei einem gesetzlichen Mindestlohn käme in unserem Wirtschaftssystem eine "gerechte" Bezahlung dabei heraus, und nicht etwa die Entlohnung an der untersten Kante, auch noch mit der Verpflichtung, dafür zu arbeiten, hat er wohl die schmerzhaftesten Illusionen, die man in dieses System haben kann-
'Offensichtlich' ist vor allem, dass die betroffenen immer ihr persönliches funktionieren in der hand haben. Sie könnten sich vor allem auch mal daran erinnern, dass vernünftige löhne eben nicht vom himmel fallen, sondern dass dafür ihre eltern und grossväter/mütter unter vollem risiko gestreikt und gelitten haben.
Das hat dann gar nix mit mindestlohn zu tun, aber schaden tut der auch nicht, weil er nach unten zumindest eine marke bildet?

2. Ob gegen einen mindestlohn nicht gesteikt werden kann, lass ich mal offen (ich glaube mit einem generalstreik kann gegen alles gestreikt werden, bestimmt sogar gegen einen etwaigen mindestlohn?  cheesy). Aber warum sollen leute die den mindestlohn bekommen sich dann nicht mehr organisieren können und für bessere löhne streiten? Dies hat wieder gar nix mit dem mindestlohn zu tun, sondern mit den betroffenen arbeitern, mit ihrer organisationsfähigkeit. Ich denke nicht, dass ein mindestlohn sich negativ auf die organisation der arbeiter auswirken sollte, zumindest nicht mehr als KEIN mindestlohn. Geschichtlich gesehen, sind es sogar eher die etwas besser verdienenden arbeiter, deren organisationsfähigkeit höher liegt.

3. tarifautonomie: Die mehrheit der europäischen staaten hat inzwischen einen mindestlohn, der tarifautonomie hat das dort nicht geschadet. Mir kommt es sogar so vor, als ob besagte 'tarifautonomie' grad hier in doofland total im 'arsch ist (wenn wir mal die GDL aussen vor lassen). Letzte korruptions/puffbesuchsfälle zeigen eher, dass die reformistischen gewerkschaftsteile fast total die vorgaben der unternehmer erfüllen. Gar nicht zu reden davon, dass sich millionenschwere unternehmerverbände inzwischen sogar ganze gewerkschaften kaufen. Geht es hier noch schlechter? Nein.

4. eine 'gerechte' entlohnung gibt es nicht, die kann daher auch nicht mittels mindestlohn kommen. Mindest-lohn ist immer nur das mindeste.
Eine verpflichtung zu arbeiten haben wir de-facto schon längst (H-IV), zum glück scheisst dem konzept immer noch dazwischen, dass eben nie so viele a-plätzchen da sind, wie leute die arbeiten wollen. Hat also auch wieder nix mit mindestlohn zu tun. Auch hier gilt wieder das gegenteil, vermutlich könnten findige 1€-jobber etc. sogar dann gegen ihre zwangsarbeit unterhalb des mindestlohns streiten, gäbe es ihn erstmal.

Bei aller verständlichen depri die in handkeys beitrag mitschwingt und die aufkommen kann, schaut mensch sich die letzten tarifauseinandersetzungen an. Wir dürfen aber dabei nicht vergessen, dass viele der letzten tarifabschlüsse von den reformistischen gewerkschaftsteilen im hinterzimmer (puff?) ausgekungelt wurden: Die streikbereitschaft der arbeiter war oftmals sehr hoch, wurde nur durch ihre gewerkschaftfunktionäre ausgebremst.

Ich teile die meinung von Postaldude:
Zitat
Zitat
Es ist nie zu spät das Richtige zu tun!

Zitat:
normal sollte sich jeder zu fein sein unter 10 euro zu arbeiten

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"In der bürgerlichen Gesellschaft kriegen manche Gruppen dick in die Fresse. Damit aber nicht genug, man wirft ihnen auch noch vor, dass ihr Gesicht hässlich sei." aus: Mizu no Oto

Wieder aktuell: Bertolt Brecht
antonov


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« Antworten #231 am: 13. April 2008, 13:48:03 »

Zitat
Es ist nie zu spät das Richtige zu tun!
der meinung bin ich ja auch  Smiley

ich befürchte nur das wir jetzt schon an einem punkt sind wo man alle paar monate den mindestlohn anheben müsste weil einige wenige schon so viel kapital angehäuft haben
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Postaldude


Beiträge: 220


« Antworten #232 am: 13. April 2008, 19:18:30 »

Zitat
ich befürchte nur das wir jetzt schon an einem punkt sind wo man alle paar monate den mindestlohn anheben müsste weil einige wenige schon so viel kapital angehäuft haben
 

Wenn wir ihn erstmal haben was spricht dann dagegen ihn regelmäßig anzuheben?


Gruß

PD
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handkey


Beiträge: 652



« Antworten #233 am: 14. April 2008, 00:29:29 »

Zitat
'Offensichtlich' ist vor allem, dass die betroffenen immer ihr persönliches funktionieren in der hand haben. Sie könnten sich vor allem auch mal daran erinnern, dass vernünftige löhne eben nicht vom himmel fallen, sondern dass dafür ihre eltern und grossväter/mütter unter vollem risiko gestreikt und gelitten haben.
Aber damit, schwarzrot, sagste ja nix anderes als ich meine, nämlich, dass gegen Realllohnabbau, für die paar Kopeken mehr, wir uns immer aus unserem Antrieb heraus einsetzen müssen und mussten.

Zitat
(ich glaube mit einem generalstreik kann gegen alles gestreikt werden, bestimmt sogar gegen einen etwaigen mindestlohn?
Richtig- weil ein Generalstreik generell ist-
Wenn Generalstreik ers mal Thema hier ist, ist der Mindestlohn nicht mehr unser größtes Problem, oder?

Und auch postal hat gesehen:
Zitat
Zitat:
ich befürchte nur das wir jetzt schon an einem punkt sind wo man alle paar monate den mindestlohn anheben müsste weil einige wenige schon so viel kapital angehäuft haben

Wenn wir ihn erstmal haben was spricht dann dagegen ihn regelmäßig anzuheben?

dass das anheben oder nicht dann immer noch an unserer Kampfbereitschaft
liegt.
Ein  Mindestlohn, der dabei nur die Preise anhebt, und damit unsere Situation beim Alten lässt, wäre unterm Strich ja auch nix als weiterer Kaufkraftverlust -

ich finde das Argument:
Zitat
4. eine 'gerechte' entlohnung gibt es nicht, die kann daher auch nicht mittels mindestlohn kommen. Mindest-lohn ist immer nur das mindeste.
Eine verpflichtung zu arbeiten haben wir de-facto schon längst (H-IV), zum glück scheisst dem konzept immer noch dazwischen, dass eben nie so viele a-plätzchen da sind, wie leute die arbeiten wollen. Hat also auch wieder nix mit mindestlohn zu tun. Auch hier gilt wieder das gegenteil, vermutlich könnten findige 1€-jobber etc. sogar dann gegen ihre zwangsarbeit unterhalb des mindestlohns streiten, gäbe es ihn erstmal.

ziemlich gut, macht es die sache mit dem "gerecht doch sehr deutlich-
und es ist bei so Begriffen wie "Sonderwirtschaftszonen" leider nicht meiner schwarzmalerei anzulasten, auf welchen Gebieten so ne Regierung dann Ausnahmen von der Mindestlohnregel festschreibt.
Als sicher hab ich aus dieser Diskussion nur entnommen, dass wir, ob der gesetzliche Mindestlohn "kommt" oder nicht, uns nicht auf eine Verbesserung unserer Lage "von oben" nicht verlassen , sondern uns weiterhin nicht den Schneid abkaufen lassen dürfen und uns einsetzen müssen.

Zitat
Wir dürfen aber dabei nicht vergessen, dass viele der letzten tarifabschlüsse von den reformistischen gewerkschaftsteilen im hinterzimmer (puff?) ausgekungelt wurden: Die streikbereitschaft der arbeiter war oftmals sehr hoch, wurde nur durch ihre gewerkschaftfunktionäre ausgebremst.

Richtig.
Auch daraus schliesse ich nun mal, dass wir die Kämpfe um den kleinen wie den ganzen Shice in die eigenen Hände nehmen müssen.

Ich hab auch schon nix dagegen, wenn hier jemand für gesetzliche Festlegung des Nichtunterschreitens eines Mindestlohnes ist- aber die Diskussion hat hoffentlich gezeigt, dass wir dabei wachsam bleiben müssen, was für ein Gesetz dabei herauskommt- immer bedacht, wer hier welche Gesetze in wessen Interesse macht.

Angst einjagen wollte ich hier niemand, Sekti! - nur Wachsamkeit
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Staubsaugervertreter verkaufen Staubsauger,
Versicherungsvertreter verkaufen Versicherungen,
warum sollten ausgerechnet Volks- oder Arbeitervertreter
aus der Art schlagen?
Wilddieb Stuelpner


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« Antworten #234 am: 22. Juli 2008, 16:25:55 »

Leipziger Volkszeitung, Lokalausgabe Leipzig, vom 22. Juli 2008

„Völlig untauglich“ - Politiker üben scharfe Kritik an Mindestlohn-Vorschläge von Michael Weichert

Der Leipziger Landtagsabgeordnete Michael Weichert steht im Kreuzfeuer der Kritik. SPD, Linke und CDU widersprachen dem Bündnisgrünen in Sachen Mindestlohn heftig.

Weichert hatte sich (die LVZ berichtete), für einen gesetzlichen Mindestlohn ausgesprochen. Zugleich hatte der Politiker, der auch dem Stadtrat angehört, allerdings mehr Flexibilität gefordert. Es müsse zur Kenntnis genommen werden, so Weichert, dass es in Ostdeutschland vor allem kleine und mittlere Unternehmen gebe, „die diesen Mindestlohn nicht zahlen können“. Weichert hatte angeregt, in solchen Fällen etwa die Differenz zum Mindestlohn auf Urlaubskonten anzusparen.

SPD-Vorsitzender Gernot Borriss konterte, „ein bisschen Mindestlohn geht nicht“. Hier brauche es Konsequenz und eine klare Hausnummer, „nämlich 7,50 Euro pro Stunde“. Mit dem Mindestlohn verbinde sich das sozialpolitische und ordnungspolitische Ziel, dass Menschen mit einem Einkommen aus einer Vollzeitstelle ohne aufstockende Sozialleistungen auskömmlich leben könnten, so Borriss. Er unterschlug dabei allerdings, dass auch bei einem Mindestlohn von 7,50 Euro je Stunde oftmals ergänzende Hilfen erforderlich sind.

Weicherts Vorschläge, sagte Borriss weiter, seien außerdem nicht praktikabel. „Menschen mit Niedriglöhnen können Lohnbestandteile nicht zwangsweise ansparen.“ Sie brauchten das Geld, um Monat für Monat über die Runden zu kommen.

Ähnlich urteilte Dietmar Pellmann (Linke). Die Vorschläge von Weichert seien nicht nur halbherzig, sondern „völlig untauglich“.

Würden sie umgesetzt, wäre dies eine Verfestigung des wirtschaftlichen Rückstandes Leipzigs gegenüber vergleichbaren Metropolen.

Pellmann verwies darauf, dass die Stadt bereits heute die Kommune der Minijobs und Niedriglöhne sei. Zudem liege das durchschnittliche Arbeitnehmerentgelt mit jährlich 27 848 Euro unter dem von Zwickau (30 930) oder Dresden (29 547). Diese Unterschiede führten eher zu einer weiteren Abwanderung qualifizierter Arbeitskräfte. Pellmann: „Was soll ein verlängerter Urlaub, wenn das Geld fehlt, ihn sinnvoll zu verbringen?“. Deshalb brauche es, so der Landtagsabgeordnete, „den gesetzlichen Mindestlohn ohne Wenn und Aber“.

CDU-Stadtrat Gerd Heinrich sagte, Mindestlöhne seien höchstens dann sinnvoll, wenn die Tarifparteien sich darauf einigten.

Gesetzliche Regelungen seien ein Eingriff in die Tarifautonomie. Das lehne er entschieden ab. Heinrich, der selbst Unternehmer ist, bezweifelte, dass in den kleinen und mittelständischen Betrieben eine Mindestlohn praktikabel sei. Es würde das Lohnniveau insgesamt heraufsetzen und so dazu führen, dass die Firmen ihre Aufträge neu, höher kalkulieren würden. Doch es sei mehr als zweifelhaft, ob die Kunden das auch bezahlen würden. Die Folge wäre zunehmende Schwarzarbeit. „Damit knabbern wir wieder an der Problematik der Arbeitslosenzahlen“, warnte Heinrich.

Ulrich Milde
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« Antworten #235 am: 25. Juli 2008, 09:38:45 »

Zitat
Topfschlagen Neue Studie: Die üblichen Mindestlohn-Gutachten taugen nichts!
Der Freiburger Ökonom Fitzenberger, alles andere als ein Anhänger des Mindestlohns, hat die einzelnen Mindestlohn-Studien auf ihre innere Logik und die Gültigkeit der gemachten Annahmen untersucht. Dass es hierzu bislang keine breitere Diskussion gegeben hat, wirft ein bezeichnendes Licht auf die deutsche Ökonomenzunft. Überfällig war sie, wie die Ergebnisse von Professor Fitzenberger zeigen. Sie stellen eine schallende Ohrfeige für die Autoren der bisher sich auf dem Markt befindlichen Mindestlohn-Studien dar. Annahmen willkürlich, Ergebnisse weitgehend unhaltbar! Professor Fitzenberger stellt den Mindestlohn-Gutachten, die sich in der Höhe angeblicher Beschäftigungsverluste gegenseitig über-trumpften, ein verheerendes Zeugnis aus: Qualitätsurteil mangelhaft!
Quelle: Wirtschaftspolitische Informationen 4/2008

Quelle: NachDenkSeiten


Wer hätte das gedacht?!
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Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
Dieter Hildebrandt
Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, gut angepasst an eine kranke Gesellschaft zu sein.
Jiddu Krishnamurti
Wilddieb Stuelpner


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« Antworten #236 am: 25. Juli 2008, 13:02:08 »

Zu dieser Mindestlohnstudie von ver.di:

"... Je höher der Lohn, desto geringer die Nachfrage der Unternehmer nach Arbeit und umgekehrt. Dass höhere Löhne auch höhere Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen bedeuten, wird völlig ausgeblendet. ..."

Quelle: http://www.nachdenkseiten.de/upload/pdf/080725%20Mindestlohnkampagne.pdf - Wirtschaftspolitische Informationen – ver.di Bundesvorstand Berlin, S. 4 unten

Die bürgerlichen Ökonomen blenden mit dieser Hypothese völlig aus, daß eine Belegschaft, die leistungsgerecht bezahlt wird, besser motiviert und zufrieden ist, das Betriebs- und Arbeitsklima ruhig und ausgeglichen ist. Produktivitätssenkendes Mobbing wird unnötig, sobald man beweist für welche erbrachten Arbeitsleistungen und Arbeitsergebnisse der höhere Lohn oder das höhere Gehalt gezahlt wird. Wer unter den Bedingungen des Leistungsprinzips gemeinschaftlich arbeitet, der spornt sich und die KollegInnen an, einfallsreich und kreativ eine höhere Produktqualität und absetzbare Produktmenge zu erzielen. Wer mehr verdient, stellt höhere Ansprüche an die auf dem Markt angebotenen Gütern und Leistungen.

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"... Eine andere Möglichkeit etwas zu den Wirkungen eines Mindestlohns auf die Beschäftigung zu erfahren, stellt der Versuch dar, Gruppen von Beschäftigten in der Realität, also empirisch, zu vergleichen. Dazu muss man eine Gruppe finden, in der Mindestlöhne eingeführt worden sind. Und eine andere vergleichbare Gruppe, wo das nicht passiert ist. Auf diese Weise wurden zum Beispiel von König und Möller die Effekte der Einführung eines Mindestlohns für das Baugewerbe 1997 untersucht.

8) Vgl. König, M./Möller, J.: Mindestlohneffekte des Entsendegesetzes? Eine Mikrodatenanalyse für die deutsche Bauwirtschaft, IAB Discussion Paper, Nr. 30, 2007.

Sie kamen zu dem Ergebnis, dass es in Westdeutschland sogar zu einem Anstieg der Beschäftigung im Baugewerbe gekommen sei. In Ostdeutschland wurden demgegenüber Beschäftigungsverluste festgestellt. Allerdings war die Bauwirtschaft ab 1997 in Ostdeutschland in eine tiefe Krise geraten, so dass Beschäftigungsverluste hier kaum mit dem Mindestlohn, als vielmehr mit der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung zu erklären sein dürften. ..."

Quelle: http://www.nachdenkseiten.de/upload/pdf/080725%20Mindestlohnkampagne.pdf - Wirtschaftspolitische Informationen – ver.di Bundesvorstand Berlin, S. 6 unten

Für seriöse Auswertungen ist es das Mindeste Gruppen- und Klassenbildungen vorzunehmen. Nur wenn man Datenmaterial mit gleichen oder ähnlichen Eigenschaftswerten vorfindet, kann man die darauf wechselseitig einwirkenden negativen oder positiven Einflüsse objektiv beurteilen.

Wer in den neuen Bundesländern seinem Bauberuf nachging, war weitestgehend in einem rechtsfreiem Wild-Ost-Raum, denn viele AG kehrten dem Flächentarifvertrag dem Rücken.

a) Diese Unternehmer lieferten sich gegenseiting einen ruinösem Konkurrenzkampft bis zur eigenen Betriebsinsolvenz.
b) Es kamen zuviel kleine Existenzgründer auf, die als Einsteiger zusätzlich die Marktpreise mit Dumping versauten.
c) Die Billigkonkurrenz aus den neuen EU-Mitgliedsländern weiter öst- und südlich verstärkten zusätzlich die Marktpreise im östlichem Deutschland.
d) Einziger Ausweg: Pendeln oder gleich Übersiedeln in den Westen oder die Flucht ins Ausland. Gingen Bauarbeiter mit ihren ostdeutschen Baubetrieben zu westdeutschen Baustellen, so erhielten sie an diesen westdeutschen Arbeitsplätzen nicht einmal nach dem Entsendegesetzgesetz den Westlohn, sondern immer noch Ostlohn, was rechtswidrig ist.

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"... Diese nachweislich positiven Auswirkungen spielen in keinem der diskutierten Mindestlohngutachten eine Rolle. Auch nicht bei der richtigen und wichtigen Kritik von Professor Fitzenberger an den Mindestlohn-Gutachten. Darüber hinaus bleibt bei ihm eine weitere grundsätzliche Kritik ausgeblendet: Die Tatsache, dass alle erwähnten Gutachten auf einer einseitigen angebotsseitigen Betrachtung beruhen. Löhne kommen nur als Kosten vor. Die Logik: Höhere Lohnkosten verteuern die Produktion, Preise steigen, die Nachfrage sinkt und damit kommen Produktion und Beschäftigung unter Druck. Damit seien letztlich die Beschäftigten die Dummen!

Löhne werden von der herrschenden Ökonomie nur als Kosten betrachtet. Kein Wunder, dass dann Gutachten zu negativen Beschäftigungseffekten von Mindestlöhnen kommen.

Dass Löhne aber auch Einkommen sind und die Massennachfrage maßgeblich bestimmen, bleibt gänzlich ausgeblendet. Deshalb sind Gutachten, die nur die Kostenseite berücksichtigen, prinzipiell ungeeignet, die Gesamtwirkung der Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns angemessen zu beurteilen. Gleiches gilt für empirische Studien, die sich mit den Wirkungen der Einführung von Mindestlöhnen beschränkt auf einzelne Branchen beschäftigen. Denn mit Blick auf die Massennachfrage stellt es einen erheblichen Unterschied dar, ob in einer Branche die Löhne mindestens auf das Mindestlohnniveau steigen oder in der gesamten Wirtschaft.

Insofern kann die Wirkung der Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns auf die Beschäftigung nur mittels einer gesamtwirtschaftlichen Herangehensweise ermessen werden. Löhne sind nicht nur als Kosten, sondern maßgeblicher Nachfragefaktor. Auch Verteilungseffekte und das spezifische Ausgabeverhalten unterschiedlicher Einkommensklassen sind zu berücksichtigen. ..."

Quelle: http://www.nachdenkseiten.de/upload/pdf/080725%20Mindestlohnkampagne.pdf - Wirtschaftspolitische Informationen – ver.di Bundesvorstand Berlin, S. 8 Mitte bis unten

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"... Makroökonomische Simulation der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns

ver.di hat folgendes Szenario mit einem vielfach bewährten gesamtwirtschaftlichen Modell für Deutschland ökonometrisch durchrechnen lassen: Was passiert in Deutschland, wenn

- ein gesetzlicher Mindestlohn von 7,50 Euro eingeführt wird,
- dieser Mindestlohn schrittweise auf 9,00 Euro erhöht wird,
- und er dann jeweils in Höhe des verteilungsneutralen Spielraums (Inflationsrate plus Produktivitätsanstieg) steigt?

Die Studie kommt zu folgenden Ergebnissen: 11) Vgl. Bartsch, Klaus: Gesamtwirtschaftliche Wirkungen der Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns in Deutschland auf der Basis der Konzeption der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di. Eine aktualisierte Simulationsstudie mit dem makroökonometrischen Deutschlandmodell LAPROSIM, Neuendorf 2007 (http://wipo.verdi.de/dokumente/data/mindestlohn_studie_mai_07.pdf).

Durch die Einführung und die folgende Anhebung des Mindestlohns auf 9,00 Euro wird die Einkommenslage von bis zu vier Millionen Vollzeitbeschäftigten und etwa fünf Millionen geringfügig und Teilzeitbeschäftigten – zum Teil deutlich – verbessert.

Menschen mit niedrigen Einkommen geben praktisch jeden zusätzlichen Euro vollständig aus. Zum Sparen kommen sie erst gar nicht. Deshalb würde die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns die Binnennachfrage sofort deutlich stärken. Durch den ausgelösten Konsumschub würden zunächst rund 450.000 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen.

Die anfänglichen Wachstums- und Beschäftigungswirkungen würden sich der Studie zufolge längerfristig allerdings aufgrund zeitverzögert wirkender Preis- und Rationalisierungseffekte teilweise wieder zurückbilden. Langfristig blieben aber Beschäftigungsgewinne in Höhe von durchschnittlich rund 100.000 Arbeitsplätzen übrig. Ohne Einführung des gesetzlichen Mindestlohns gäbe es diese zusätzlichen Arbeitsplätze nicht. Vor allem aber: Der Niedriglohnsektor würde bleiben und sich weiter ausbreiten.

Die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns in Deutschland würde nicht Beschäftigung kosten, sondern dauerhaft sogar rund 100.000 Arbeitsplätze schaffen!

Die Ergebnisse der Untersuchung für Deutschland decken sich mit den Resultaten zahlreicher anderer Studien zum Zusammenhang von Mindestlöhnen und Beschäftigung in vergleichbaren Ländern mit bereits bestehenden Mindestlohnregelungen. 12) Vgl. insbes. OECD Employment Outlook 1998, Paris 1998; Ragacs, Christian: Mindestlöhne und Beschäftigung: Ein Überblick über die neuere empirische Literatur; Wirtschaftsuniversität Wien, Working Paper, Nr. 25, Wien 2003; Schulten, Thorsten/Bispinck, Reinhard/Schäfer, Klaus (Hrsg.): Mindestlöhne in Europa, Hamburg 2006.

Zudem gibt es in 20 von 27 EU-Ländern bereits einen gesetzlichen Mindestlohn. Alle hatten in den letzten Jahren eine bessere Beschäftigungsentwicklung als Deutschland. ..."

Quelle: http://www.nachdenkseiten.de/upload/pdf/080725%20Mindestlohnkampagne.pdf - Wirtschaftspolitische Informationen – ver.di Bundesvorstand Berlin, S. 9/10

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Zitat
Gegen Mindestlöhne ist, wer zu den Profiteuren von zunehmend maßlosem Lohndumping gehört. Gegen Mindestlöhne ist auch, wer die Empfänger von „Hartz IV“ zur allgemeinen Lohndrückerei benutzen will.
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Strombolli
Jeheimrat


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« Antworten #237 am: 27. Juli 2008, 14:44:15 »

...und die Taschen voller Geld?

Meine Prophezeihungen: Deutschland, Indien, Ostblock, China und dann?

Die Löhne in China werden langsam zu hoch für ADIDAS

Von der Bude kann ich mir eh keine Schuhe leisten, und wenn würde ich sie mir aus diesem (o.g.) Grund nicht kaufen.

Wilder, ungezügelter Hass! Es wird immer schlimmer.
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Das Systemmotto: "Gib mir Dein Geld! - Jetzt, Du dreckiges Opfer !!!! - Und habe immer ANGST VOR DEM MORGEN !!!"

"Hört auf, Profite über Menschen zu stellen!" Occupy
Permanent angelogen & VERARSCHT IN DEUTSCHLAND! - Ich habe mit Dir fertig
Kuddel


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« Antworten #238 am: 25. Juni 2010, 10:40:23 »

Zitat
Tausende Firmen unterlaufen den Mindestlohn

Mindestlöhne sollen Millionen Arbeitern eine vergleichsweise faire Bezahlung garantieren, doch das Gesetz hat eklatante Lücken: Tausende Firmen unterlaufen die Untergrenzen für Gehälter - weil die Behörden Verstöße nicht streng genug kontrollieren, heißt es in einem Bericht der Regierung.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,702755,00.html
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Auferstanden
Gast
« Antworten #239 am: 25. Juni 2010, 20:53:46 »

kein Wunder iin diesem auf Sklaverei aufgebauten Rechtssystem.
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Kuddel


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« Antworten #240 am: 29. Februar 2016, 14:24:34 »

Aktuelle Zahlen:

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BGS
Polarlicht


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« Antworten #241 am: 05. März 2016, 23:21:23 »

Wieso fehlen da etliche Länder? Spielen keine Rolle?

Bertelsmann-Germany strikes again? Ingmar Kamprad also?

MfG

BGS
« Letzte Änderung: 05. März 2016, 23:23:48 von BGS » Gespeichert

"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

http://www.chefduzen.de/index.php?topic=21713.msg298043#new
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)
Rudolf Rocker
Waldkauz


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WWW
« Antworten #242 am: 06. März 2016, 11:14:06 »

Zitat
Wieso fehlen da etliche Länder? Spielen keine Rolle?
Stimmt! Das ist mir gar nicht aufgefallen! Es fehlen z.B. sämtliche skandinavischen Länder!
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Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!
Kuddel


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« Antworten #243 am: 07. Oktober 2017, 09:10:24 »

Bei den DGB Gewerkschaften fällt die IG Bau gelegentlich positiv auf...

Zitat
IG-BAU
Forderung nach Mindestlohn über zehn Euro

Die Gewerkschaft IG Bauen-Agrar-Umwelt setzt sich für eine deutliche Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns ein.


IG-BAU- Chef Feiger sagte der Nachrichtenagentur DPA, die neue Bundesregierung müsse nicht nur an dem Erfolgsmodell festhalten, sondern auch die Basis des Mindestlohns deutlich auf einen zweistelligen Betrag erhöhen. Wer 45 Jahre lang in Vollzeit beschäftigt sei, sollte im Alter nicht auf die Grundsicherung angewiesen sein. Das sei mit dem gegenwärtigen Mindestlohn von 8 Euro 84 pro Stunde nicht möglich.
http://www.deutschlandfunk.de/ig-bau-forderung-nach-mindestlohn-ueber-zehn-euro.1939.de.html?drn:news_id=800851

Nur finde ich eine Forderung unterhalb von 12 € relativ witzlos.
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counselor


Beiträge: 3130



« Antworten #244 am: 07. Oktober 2017, 10:14:09 »

Nur finde ich eine Forderung unterhalb von 12 € relativ witzlos.
Sehe ich auch so!
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Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!
Rudolf Rocker
Waldkauz


Beiträge: 12815



WWW
« Antworten #245 am: 08. Oktober 2017, 13:22:59 »

12 € sind auch über 10 €! Grin

IG BAU! IG BAU! IG BAU!
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Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!
Kuddel


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« Antworten #246 am: 19. Oktober 2017, 09:32:18 »

Zitat
Nach der Einigung steigt der Mindestlohn für Hilfsarbeiter nun ab Januar 2018 bis März 2019 in zwei Schritten auf 12,20 Euro, was nach Angaben der Arbeitgeber einer jährlichen Erhöhung von rund vier Prozent entspricht. Für Facharbeiter klettert die Untergrenze in Westdeutschland um rund 1,7 Prozent pro Jahr auf 15,20 Euro, in Berlin auf 15,05 Euro. Der Tarifvertrag läuft bis Ende 2019.
http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/einigung-in-baubranche-12-20-euro-statt-nur-den-mindestlohn/20470850.html
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shitux


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« Antworten #247 am: 20. Oktober 2017, 12:08:17 »

Für Facharbeiter klettert die Untergrenze in Westdeutschland um rund 1,7 Prozent pro Jahr auf 15,20 Euro

Schon schwierig und obendrein feist dies als Erfolg zu " verkaufen"  bei einer aktuellen Inflation v. 1,8% pro Jahr. Und im Vergleich zu den prozentualen Anstiegen der Reichen- die sich so regelmäßig um die 5 bis 7%/ Jahr bewegen- ziemlich abgehängt.

Aber ich bin natürlich völlig maßlos und aus der Zeit gefallen sollte ich ähnliche Steigerungen für AN und kampfbereite Gewerkschaften die das durch setzen fordern ....
« Letzte Änderung: 20. Oktober 2017, 12:22:24 von shitux » Gespeichert

Kadavergehorsam begünstigt Verbrechen u. Verbrecher
Rudolf Rocker
Waldkauz


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WWW
« Antworten #248 am: 29. Januar 2018, 11:01:04 »

Zitat
Millionen arbeiten ohne Mindestlohn
http://www.tagesschau.de/wirtschaft/mindestlohn-studie-101.html
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Kuddel


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« Antworten #249 am: 29. Januar 2018, 13:10:31 »

Wenn es so ein Massenphänomen ist, sollten wir uns fragen, wie man darauf reagieren soll?

Hoffen, daß die Leute in die Gewerkschaft eintreten und dann über gewerkschaftlichen Rechtsschutz den Mindestlohn einklagen?

Das wird nicht passieren. Die Betroffenen sind Lichtjahre von der Gewerkschaft entfernt.

Eigentlich wäre es eine Chance für all diejenigen, die der Gewerkschaft eine eher negative gesellschaftliche Rolle zuschreiben. Aber wie kann man alternativ zur Gewerkschaft aktiv werden und beweisen, daß es besseres gibt, als dem DGB beizutreten?

Letztendlich sind das Fragen, an deren Beantwortung man ablesen kann, in wie weit man uns als linke Aktivisten überhaupt ernst nehmen kann...
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