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Autor Thema: Die Paketsklaven  (Gelesen 58012 mal)
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Rudolf Rocker
Waldkauz


Beiträge: 13013



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« Antworten #50 am: 26. Januar 2018, 13:48:06 »

Da kommt er grade: Grin
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Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!
BGS
Polarlicht


Beiträge: 3055



« Antworten #51 am: 26. Januar 2018, 17:59:56 »

Der Paketsklave kommt zu Fuss mit ner Schubkarre hinterher und ist im Bild noch nicht zu sehen. Es geht bergauf.

MfG

BGS
« Letzte Änderung: 26. Januar 2018, 18:01:33 von BGS » Gespeichert

"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

http://www.chefduzen.de/index.php?topic=21713.msg298043#new
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)
Troll
Abused Frog


Beiträge: 7195



« Antworten #52 am: 27. Januar 2018, 19:26:26 »

Der Paketsklave kommt zu Fuss mit ner Schubkarre hinterher und ist im Bild noch nicht zu sehen. Es geht bergauf.

MfG

BGS

Ja klar, in Hinterwäldlerländern geht es noch nicht so Teutsch-Innovativ zweirädrig zur Sache, deshalb ist Arbeit bei uns ein Vergnügen.
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Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
Dieter Hildebrandt
Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, gut angepasst an eine kranke Gesellschaft zu sein.
Jiddu Krishnamurti
Rappelkistenrebell


Beiträge: 2889



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« Antworten #53 am: 06. Februar 2018, 08:57:37 »

DAS ist Kapitalismus in Reinform, hier zeigt er wieder mal reine extrem hässliche Fratze! ☹😠

#DPD-#Paketdienst: Er traute sich nicht freizunehmen – Kurier stirbt an Diabetes...

"Er arbeitete bis zum Umfallen: Ein Paketzusteller ist gestorben, nachdem er wichtige Arzttermine verpasst hatte. Seine Frau wirft dem Paketdienst DPD unmenschliche Arbeitsbedingungen vor."

DPD-PAKETDIENST
Er traute sich nicht freizunehmen – Kurier stirbt an Diabetes


Er arbeitete bis zum Umfallen: Ein Paketzusteller ist gestorben, nachdem er wichtige Arzttermine verpasst hatte. Seine Frau wirft dem Paketdienst DPD unmenschliche Arbeitsbedingungen vor.

Sein Tod wurde zum Politikum: Anfang Januar starb der 53-jährige Paketzusteller Don Lane in einem Krankenhaus in Südengland. Er litt an Diabetes und hatte zuvor einen Zusammenbruch erlitten – nachdem er tagelang durchgearbeitet hatte, obwohl es ihm gesundheitlich schlecht ging. Seine Frau wendet sich nun mit dem Todesfall an die Öffentlichkeit, denn sie ist der festen Überzeugung: Ihr Mann musste nicht wegen eigenen fahrlässigen Verhaltens sterben, sondern wegen des unablässigen Drucks und der unmenschlichen Arbeitsbedingungen seines Arbeitgebers.

Lane arbeitete 19 Jahre lang als Kurier für den Paketdienst DPD. Fest angestellt war er dort allerdings nicht. Er wurde wie die anderen Kuriere pro Paket, das er ausstellte, bezahlt - er war selbstständig ohne Ansprüche auf Bezahlung im Urlaubs- oder Krankheitsfall.

Doch nicht nur wurde Lane nicht bezahlt, wenn er sich zu schlecht fühlte, um zu arbeiten: Der Paketdienst habe ihm auch immer wieder Strafen von 150 Pfund (rund 170 Euro) angedroht, sollte er keine Ersatz für seinen Touren finden, wie seine Frau Ruth Lane nun dem englischen „Guardian“ berichtet. Der Druck, die Pakete in einem bestimmten Zeitraum auszuliefern, sei riesig gewesen, sagt die Witwe. Deshalb habe ihr Mann des Öfteren wichtige Arzttermine in letzter Minute absagen müssen, wenn er mit den Zustellungen nicht fertig geworden sei. „Er zog das Unternehmen der eigenen Gesundheit vor“, sagte sie.

„Ich glaube, ich werde bald sterben“
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Im vergangenen Jahr war Lane bereits dreimal während der Arbeit kollabiert. Die angedrohte Strafe von 150 Pfund musste er im Juli 2017 zahlen, als er einen Arzttermin wahrnahm. Dabei habe er diesen seinem Chef bereits Monate vorher angekündigt, sagt Ruth Lane nun. Das Unternehmen habe also genug Zeit gehabt, sich um Ersatz zu bemühen. Welchen Druck ihr Mann durch seinen Arbeitgeber erfährt, habe sie aber auch schon vorher mitbekommen, so die Witwe. Im März 2017 habe ihr Mann ihr gesagt: „Ich glaube, ich werde bald sterben.“

Seinen letzten Zusammenbruch erlitt Lane Ende Dezember 2017, als er trotz seines schlechten gesundheitlichen Zustands die gesamte Weihnachtszeit durchgearbeitet hatte. Er habe Blut gespuckt und immer wieder gesagt, dass er nicht arbeiten wolle, aber müsse, sagte seine Frau. Von dem Zusammenbruch erholte er sich nicht: Er starb ab 4. Januar in einem Krankenhaus in Bournemouth in Südengland. Neben seiner Frau Ruth hinterlässt Lane den gemeinsamen erwachsenen Sohn des Paars.

Nun beschäftigt der Todesfall auch die Politik in Großbritannien. Die britischen Gewerkschaften wandten sich direkt an Theresa May und forderten von ihr eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Freelancern wie Don Lane. Der Labour-Politiker Frank Field, der dem Arbeits- und Rentenausschuss des britischen Unterhauses vorsteht, nannte den Tod Lanes „erschreckend“ und forderte eine neue Gesetzgebung, um Menschen wie Lane zu schützen, „die schlimm ausgebeutet werden“.

DPD wehrt sich gegen die Kritik
DPD selbst weist die Vorwürfe der Witwe zurück. Lane seien keine Geldstrafen angedroht worden. Er habe eine kleine Route mit relativ wenigen Zustellungen gehabt, die mit seinen Krankenhausterminen zusammengepasst habe. Von den Zusammenbrüchen habe man keine Kenntnis gehabt. In den Tagen um Weihnachten seien Überstunden normal – Lane habe aber seine gängige Route gefahren. Der Familie sprach das Unternehmen sein Beileid aus.

Die Witwe des Paketzustellers widerspricht dieser Darstellung entschieden: Das Unternehmen habe von den Zusammenbrüchen gewusst und trotzdem Druck ausgeübt. In einem E-Mail-Austausch, der dem „Guardian“ vorliegt, beschwert sich Lane über die ihm angedrohte Strafe für den Tag, an dem er wegen des Arzttermins ausfiel – woraufhin ihm ein DPD-Manager antwortet, er sehe keinen Grund, diese zurückzurufen.

Quelle

https://www.welt.de/vermischtes/article173221687/DPD-Paketdienst-Er-traute-sich-nicht-freizunehmen-Kurier-stirbt-an-Diabetes.html
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Gegen System und Kapital!


www.mlpd.de
Fritz Linow


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« Antworten #54 am: 23. Februar 2018, 22:18:54 »

Die Post hat mal wieder ein Grundsatzurteil verhindert. Erinnert irgendwie an die ständigen Vergleiche bei der Leiharbeit:

Zitat
23.2.18
DHL EINIGT SICH MIT LKW-FAHRER IM MINDESTLOHNSTREIT

Ein Lkw-Fahrer eines tschechischen Subunternehmens klagte DHL an, weil er nicht nach deutschem Mindestlohn bezahlt wurde. Jetzt gab es eine außergerichtliche Einigung.

Der Rechtsstreit zwischen einem tschechischen Lkw-Fahrer und Deutsche Post DHL vor dem Arbeitsgericht Bonn ist beendet. In dem Streit um die Anrechenbarkeit von Spesen auf den Mindestlohn einigten sich beide Parteien außergerichtlich. 

Der Fahrer wollte DHL verpflichten, ihm die Differenz zum deutschen Mindestlohn nachträglich auszuzahlen. Nach Tarif müssten ihm eigentlich 1500 Euro für seine Arbeit auf den deutschen Straßen zustehen, sein Arbeitgeber zahlte jedoch nur 460 Euro pro Monat. Für seine Arbeit auf deutschen Straßen zwischen Oktober 2015 und August 2016 seien das 8302 Euro. In seiner Klage berief sich der Lkw-Fahrer auf das seit 2015 geltende deutsche Mindestlohngesetz, das vorsieht, dass auch gebietsfremden Arbeitnehmern für die Dauer ihrer Tätigkeit auf dem Gebiet der Bundesrepublik der deutsche Mindestlohn zusteht.

Tschechischer Transportverband bangt um Konkurrenzfähigkeit

Eine Sprecherin der Deutschen Post bestätigte gegenüber der VerkehrsRundschau die außergerichtliche Einigung und fügte hinzu: „Die Deutsche Post AG stellt entsprechend ihres Qualitätsanspruchs an die von ihr beauftragten Transportunternehmen hohe Anforderungen und verpflichtet diese bereits bei der Ausschreibung, alle gesetzlichen Regelungen, wie explizit auch das Mindestlohngesetz, zu beachten. Im konkreten Fall haftet das Speditionsunternehmen gegenüber der Deutschen Post AG für die entstehenden Kosten.“

Durch die außergerichtliche Einigung hat die Deutsche Post DHL ein Grundsatzurteil verhindert. Dennoch könnten auch andere Lkw-Fahrer von DHL-Subunternehmern auf die Idee kommen, wegen Mindestlohnverstößen gegen den deutschen Konzern als obersten Auftraggeber zu klagen. Der tschechische Transportverband Česmad Bohemia fürchtet dem „Radio Prag“ zufolge nun um die Konkurrenzfähigkeit der tschechischen Firmen, wenn die dortigen Lohnkosten im Transportgewebe auf deutsches Niveau steigen.
https://www.verkehrsrundschau.de/nachrichten/dhl-einigt-sich-mit-lkw-fahrer-im-mindestlohnstreit-2134222.html
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Kuddel


Beiträge: 11703


« Antworten #55 am: 23. Februar 2018, 22:41:46 »

Zitat
Durch die außergerichtliche Einigung hat die Deutsche Post DHL ein Grundsatzurteil verhindert.

Fuck!!! Das kann doch nicht wahr sein!

Müssen diese Schweine immer so billig davonkommen?
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Fritz Linow


Beiträge: 1303


« Antworten #56 am: 23. Februar 2018, 22:52:45 »

Zitat
Müssen diese Schweine immer so billig davonkommen?

Nicht unbedingt, wenn es Strukturen gäbe, durch die diese Botschaft an die Kollegen weitergegeben wird:

Zitat
Durch die außergerichtliche Einigung hat die Deutsche Post DHL ein Grundsatzurteil verhindert. Dennoch könnten auch andere Lkw-Fahrer von DHL-Subunternehmern auf die Idee kommen, wegen Mindestlohnverstößen gegen den deutschen Konzern als obersten Auftraggeber zu klagen. Der tschechische Transportverband Česmad Bohemia fürchtet dem „Radio Prag“ zufolge nun um die Konkurrenzfähigkeit der tschechischen Firmen, wenn die dortigen Lohnkosten im Transportgewebe auf deutsches Niveau steigen.

Weil:

Zitat
Im konkreten Fall haftet das Speditionsunternehmen gegenüber der Deutschen Post AG für die entstehenden Kosten.

Irgendwie erkennt die Post also an, dass auch hier Mindestlohn gezahlt werden muss, holt es sich halt bloß wieder vom Subunternehmer, falls geklagt wurde. Das alles ist zwar kein Königsweg, aber besser als nichts.
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Fritz Linow


Beiträge: 1303


« Antworten #57 am: 27. Februar 2018, 22:25:50 »

Zitat
27.2.18
(...)
Die DHL-Tochter UK Mail hat mit einer umstrittenen Lohnentscheidung für ihre rund 6000 Auslieferfahrer in Großbritannien für Schlagzeilen gesorgt. Laut Angaben der Gewerkschaft GMB wurden die Fahrer von UK Mail dazu gezwungen, einen neuen Vertrag zu akzeptieren, in dem sie auf 2000 britische Pfund (etwa 2260 Euro) ihres Jahresgehalts verzichten sollten. Der Vertrag wurde Fahrern angeboten, die bisher ein Jahresgehalt von zwischen 19.000 und 24.000 Pfund (21.445 und 27.088 Euro) verdienen, abhängig von der Zahl der ausgelieferten Pakete.
(...)
https://www.verkehrsrundschau.de/nachrichten/gehaltskuerzung-20-fahrer-verlassen-dhl-tochter-uk-mail-2135721.html
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Kuddel


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« Antworten #58 am: 06. April 2018, 17:45:50 »

Zitat
Paketboten verdienen im Schnitt weniger als vor zehn Jahren

Gerade um die Feiertage, zu Weihnachten oder jetzt an Ostern, boomt das Geschäft mit dem Online-Handel. Mehr als sechs Milliarden Sendungen wurden 2016 von Hermes, DPD, UPS, DHL oder anderen Kurier-Express-Paketdiensten ausgeliefert. Rund 21 Milliarden Euro Umsatz erzielte die Branche.

Ein einträgliches Geschäft. Nur nicht für die, die mit den Päckchen unter dem Arm von Haustür zu Haustür eilen, kritisiert die Linksfraktion im Bundestag: „Der brutale Wettbewerb um die Milliarden im Bereich der Kurier-, Express- und Paketdienste wird immer rücksichtsloser auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen“, sagt ihr gewerkschaftspolitischer Sprecher Pascal Meiser.

Er hat die Bundesregierung gefragt, wie sich die Verdienste in der Branche entwickelt haben. Wie das Arbeitsministerium in seiner Antwort auf die Kleine Anfrage mitteilt, sind die mittleren nominalen Bruttomonatsverdienste von sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Vollzeit von Ende 2008 bis Ende 2016 um 15,5 Prozent auf 2.507 Euro gesunken.
http://www.handelsblatt.com/my/politik/deutschland/jobboom-mit-schattenseiten-paketboten-verdienen-im-schnitt-weniger-als-vor-zehn-jahren/21129684.html
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BGS
Polarlicht


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« Antworten #59 am: 06. April 2018, 18:30:00 »

Diejenigen, die die Hauptlast tragen, werden schnöde abgespeist. Mit Almosen.Rente gibts auch nicht.

MfG

BGS
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http://www.chefduzen.de/index.php?topic=21713.msg298043#new
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Fritz Linow


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« Antworten #60 am: 12. Oktober 2018, 18:40:43 »

Im DHL Umfeld gibt es einen regelrechten Wettbewerb bei der Ausbeutung der Beschäftigten.

Ein Subunternehmen in Kiel scheint in Führung zu liegen: Unbezahlte Arbeit ist schwer zu unterbieten!

http://betriebsgruppepostdienstenord.blogsport.eu/2017/01/03/unbezahlt-bei-dhl-arbeiten/


Im Frühjahr 2018 wurde die Zusammenarbeit mit HFL beendet. Für besonders Fleißige hatte es wohl auch Briefumschläge mit Bargeld gegeben. Verdi bleibt dran, jaja...
https://psl-hamburg.verdi.de/bereiche/bg-brief-kiel/++co++57e16d86-c960-11e8-99ef-525400afa9cc
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Fritz Linow


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« Antworten #61 am: 16. Oktober 2018, 13:32:21 »

Zitat
ZDFzoom: Schuften bis zum Umfallen

Besonders der boomende Internet-Handel bringt der Post-Tochter DHL satten Umsatz. Doch die Paketflut schafft auch Probleme: Es wird immer schwieriger, Personal zu finden. In vielen der deutschen DHL-Delivery-Niederlassungen herrscht Mangel an Paketzustellern.

Der Job des Paketboten gilt als unattraktiv - mieses Arbeitsklima, schlechte Bezahlung und steigende Überlastung der Zusteller bei DHL haben sich herumgesprochen. Um die Lücken zu stopfen, greift DHL verstärkt auf Arbeitssuchende außerhalb der deutschen Grenzen zurück.

Reporter Arne Lorenz, der mit seinen Recherchen für "ZDFzoom" bereits mehrfach dubiose Beschäftigungsverhältnisse des Logistik-Riesen aufgedeckt hat, wird auch diesmal fündig. Er entdeckt ein gut organisiertes Netz von Subunternehmern und Zeitarbeitsfirmen, die den Nachschub an Paketboten sicherstellen. Aus Polen, Rumänien, sogar aus afrikanischen Ländern kommen die Menschen, die aufgrund ihrer häufig prekären Situation leicht anzuwerben sind. Arne Lorenz findet Bedrückendes: Paketfahrer, die unter unwürdigen Bedingungen ihr Dasein fristen, die teilweise ohne Arbeitsvertrag und Kündigungsschutz, ohne Kranken- und Sozialversicherung und unter Umgehung des Mindestlohns schuften. Möglich ist dies, weil sie von Subunternehmern angeworben werden, die ihrerseits um Aufträge bei der Post buhlen müssen, um wirtschaftlich überleben zu können. In der ganzen Paket-Branche tobt ein zerstörerischer Preiskampf: Kunden möchten ihre Pakete zeitnah bis vor die Haustür geliefert bekommen, viel bezahlen will niemand.

Mit ihren überzogenen Gewinnversprechen an die Aktionäre hat sich der Konzern Deutsche Post/DHL selbst unter Druck gesetzt und tut es weiterhin. Trotz Einbruch des Aktienkurses im laufenden Jahr verspricht man fünf Milliarden Gewinn für das Jahr 2020. Auf wessen Kosten diese Gewinne realisiert werden, darüber schweigt der Konzern.

17.10.2018, 22:45 - 23:15
https://www.zdf.de/dokumentation/zdfzoom/zdfzoom-schuften-bis-zum-umfallen-100.html
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Kuddel


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« Antworten #62 am: 26. Oktober 2018, 15:38:13 »

Zitat
Online-Boom
Paketfahrer leiden unter Überstunden

Paketfahrer leiden besonders unter den Belastungen durch Überstunden.


Wie die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin in Dortmund mitteilte, leisten Paketboten und Lastwagenfahrer rund 7,2 Überstunden pro Woche. Beim Durchschnitt aller Arbeitnehmer sind es rund vier. Vor allem wegen der starken Zunahme des Online-Handels seien die Zusteller immer höheren gesundheitlichen Risiken ausgesetzt, hieß es weiter.

Neben Paketfahrern zählten auch Beschäftigte in Gesundheitsberufen sowie aus dem Sicherheits- und Überwachungsgewerbe zu den Risikogruppen. Für die Studie wurden über mehrere Wochen hinweg fast 10.000 Arbeitnehmer befragt.

Die Grünen-Politikerin Müller-Gemmeke erklärte, Arbeit müsse ohne Hetze und Stress machbar sein, hier seien die Arbeitgeber gefordert. Ungeplante Überstunden, die anfielen, weil die Zeit für die Arbeitsmenge nicht ausreiche, könnten krank machen. Ähnlich äußerte sich die Linken-Politikerin Tatti. Nötig sei eine Reduzierung der gesetzlichen Wochenhöchstarbeitszeit auf 40 Stunden.
https://www.deutschlandfunk.de/online-boom-paketfahrer-leiden-unter-ueberstunden.2932.de.html?drn:news_id=939349
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Kuddel


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« Antworten #63 am: 06. Dezember 2018, 15:43:42 »

www.youtube.com/watch?v=pQsS0VqM4aA
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