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Autor Thema: Zeitarbeit in Deutschland - Aktuelle Entwicklung  (Gelesen 25586 mal)
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Rappelkistenrebell


Beiträge: 2536



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« Antworten #50 am: 09. September 2016, 18:52:09 »

Der Gewinn und Umsatzanspruch der Leihfirmen geht nach wie vor voll und ganz zulasten der Leiharbeitnehmer, die bis zu einem Viertel, nicht selten sogar bis zur Hälfte, weniger verdienen als der Festangestellte am selben Arbeitsplatz!

Schlimmer noch, die Entleiher zahlen wesentlich höhere Stundensätze, - bis zu 45€ +X, als wenn sie die Arbeitnehmer direkt einstellen würden, sei es auch nur temporär, nur um sich mithilfe der Leihfirmen aus jeglicher gesellschaftlichen, solidarischen, (Rentenbeitrag), jeglicher tariflichen und Lohnzahlenden Verantwortung stehlen zu können, ganz nebenbei wird auch noch der Kündigungsschutz massiv unterlaufen und ausgehöhlt! -
Toll, was? - Ja, aber nicht für die Arbeitnehmer, die zahlen die Zeche in jeglicher Hinsicht!
Per Gesetz gilt "Equal Pay" kann aber über Tarifverträgen ausgehebelt werden und genau darin liegt der Krux. Die Branchenzuschläge bringen da absolut nichts, im Gegenteil es ist zu erkennen das sie wieder unterlaufen werden!!



Gehälter teils unter Niedriglohn 
Zahl der Leiharbeiter auf neuen Höchststand


08.09.2016, 10:00 Uhr | dpa

In Deutschland gibt es immer mehr Leiharbeiter: 961.000 Menschen waren im vergangenen Jahr als Leih- oder Zeitarbeiter beschäftigt. Zu deutlich niedrigeren Löhnen als regulär Beschäftigte. Das dürfte die Debatte zu dem Thema befeuern. Ein neues Gesetz ist in Arbeit.


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Gehälter teils unter Niedriglohn 
Zahl der Leiharbeiter auf neuen Höchststand

08.09.2016, 10:00 Uhr | dpa
Leiharbeit in Deutschland auf Rekordhoch: Gehälter teils unter Niedriglohn. Insbesondere die Autobranche setzt auf Arbeitnehmerüberlassung. (Quelle: imago)

Insbesondere die Autobranche setzt auf Arbeitnehmerüberlassung. (Quelle: imago)

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    Redaktion

In Deutschland gibt es immer mehr Leiharbeiter: 961.000 Menschen waren im vergangenen Jahr als Leih- oder Zeitarbeiter beschäftigt. Zu deutlich niedrigeren Löhnen als regulär Beschäftigte. Das dürfte die Debatte zu dem Thema befeuern. Ein neues Gesetz ist in Arbeit.

Mehr zum Thema

    Gesetz beschlossen: Das gilt nun für Leiharbeit und Werkverträge

Im Jahr 2014 waren es noch rund 50.000 Leih- oder Zeitarbeiter weniger als 2015. In den Jahren davor schwankten die Zahlen zwischen 610.000 und 910.000. Ihr mittleres Bruttogehalt lag nach den jüngsten Zahlen bei 1700 Euro - und somit deutlich unter dem Gehalt anderer Beschäftigter. "Im Vergleich dazu lag das Medianentgelt bei allen sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten bei 2960 Euro", so die Regierung auf eine entsprechende Anfrage der Linken.

Fast zwei von drei Leiharbeitern arbeiteten zuletzt zu besonders niedrigen Löhnen. Sie lagen unter der Niedriglohnschwelle von rund 1970 Euro, also unter dem Lohn, der zwei Drittel des mittleren Gehalts der Beschäftigten insgesamt beträgt. 5,7 Prozent der Leiharbeitnehmer haben Anspruch auf ergänzende Leistungen und stocken ihr Gehalt mit Hartz IV auf.
Gesetz gegen Missbrauch der Leiharbeit soll kommen

An diesem Donnerstag wird im Bundestag der Haushalt von Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) beraten, wo die aktuellen Zahlen wohl ebenfalls eine Rolle spielen dürften. Voraussichtlich noch im September sollen die parlamentarischen Beratungen eines Gesetzentwurfs von Nahles zur Eindämmung von Missbrauch bei Leiharbeit und Werkverträgen beginnen.

Der Entwurf sieht vor, dass Leih- oder Zeitarbeitnehmer künftig nach neun Monaten genauso wie die Stammbelegschaften bezahlt werden. Sie sollen längstens 18 Monate in demselben Betrieb arbeiten dürfen, ohne von diesem übernommen zu werden. Abweichungen per Tarifvertrag sollen möglich bleiben, auch für nicht tarifgebundene Unternehmen der betreffenden Branche.
Kritik an zahnloser Reform

Doch nur jedes vierte Leiharbeitsverhältnis besteht neun Monate oder länger. 15 Prozent dauern 15 Monate, 12 Prozent über 18 Monate. Die Anfrage hatte der Linken-Fraktionsvize Klaus Ernst gestellt.

"Das Zweiklassensystem im Betrieb hat sich leider etabliert", beklagt er und wirft Nahles vor, ihre geplante Reform diene nicht im Ansatz dem Schutz der Leiharbeitnehmer. Trotz Reform werde fast niemand von einer besseren Entlohnung profitieren. "Die Ministerin streut den Betroffenen nur Sand in die Augen.

Die Domäne der Leiharbeit ist der Maschinen- und Fahrzeugbau. Insgesamt beschäftigte die Metall- und Elektroindustrie mit 36 Prozent die meisten Leiharbeitskräfte gemessen an der Gesamtzahl. Allein im Maschinenbau sind elf Prozent aller Leiharbeiter beschäftigt, im Fahrzeugbau zehn Prozent.

Quelle

http://www.t-online.de/wirtschaft/jobs/id_78927346/leiharbeit-in-deutschland-auf-rekordhoch-gehaelter-teils-unter-niedriglohn.html

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Gegen System und Kapital!


www.jungewelt.de
Fritz Linow


Beiträge: 729


« Antworten #51 am: 28. September 2016, 10:47:25 »

Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage von DIE LINKE zur aktuellen Entwicklungen in der Leiharbeit vom 06.09.2016:
http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/18/095/1809557.pdf

Dazu auch:

Zitat
65 Prozent Niedriglöhner in der Leiharbeit

28. September 2016

Bei zwei Drittel aller vollzeitbeschäftigten Leiharbeiter liegt das Einkommen unterhalb der Niedriglohnschwelle. Über alle Anforderungslevel und Berufsgruppen hinweg verdienen sie deutlich weniger als ihre regulär beschäftigten Kollegen und müssen ihr Gehalt häufiger mit Hartz-IV-Leistungen aufstocken. Das geht aus einer aktuellen Veröffentlichung der Bundesagentur für Arbeit hervor.
(…)

http://www.o-ton-arbeitsmarkt.de/o-ton-news/65-prozent-niedrigloehner-in-der-leiharbeit

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Fritz Linow


Beiträge: 729


« Antworten #52 am: 05. Oktober 2016, 14:19:34 »

Der Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister BAP sagt voraus, dass in Zukunft weniger die Arbeitnehmerüberlassung im Vordergrund stehen wird, sondern vielmehr die Personalvermittlung. Wegen der gesetzlichen Einschränkungen der Leiharbeit sei dieser Trend erkennbar.
http://www.personaldienstleister.de/fileadmin/user_upload/05_Presse/Downloads/160825_BAP_Personaldienstleister_02_2016_web.pdf

Damit kehrt diese angebliche Branche zu ihren ehrlichen Wurzeln zurück, als gewerbliche Stellenvermittler an den Bahnhöfen die verarmte Landbevölkerung, die in die Städte strömte, abgriffen und zu Knechtdiensten und Prostitution zwangen. Das wurde dann 1927 verboten (neben der gewerblichen Berufsberatung).

Selbst wenn es also irgendwann mal keine Leiharbeit mehr geben würde, werden sich die Sklavenhändler schon längst in anderen Bereichen eingenistet haben. Da hilft nur gesunder Klassenhass und nicht auf  Parteien oder Gewerkschaften mit ihrem grotesken Glauben an die Sozialpartnerschaft zu bauen.
« Letzte Änderung: 05. Oktober 2016, 14:21:05 von Fritz Linow » Gespeichert
Rudolf Rocker
Waldkauz


Beiträge: 12308



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« Antworten #53 am: 05. Oktober 2016, 14:49:26 »

Also Back to the "Heuerbaas"! Shocked
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Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!
Kuddel


Beiträge: 9764


« Antworten #54 am: 05. Oktober 2016, 15:01:52 »

Der Weg über die Tagelöhnerei direkt in die Sklaverei.
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Fritz Linow


Beiträge: 729


« Antworten #55 am: 11. Oktober 2016, 20:47:54 »

Nochmal zur möglichen Betrugssoftware Landwehr und Prosoft:

Zitat
Softwaremanipulationen zu Lasten der Sozialkassen und Beschäftigten in der Zeitarbeit

 Einige Softwarehersteller bieten Anwendern Manipulationsmöglichkeiten bei der Durchschnittsberechnung an.

 Die Durchschnittsberechnung für Krankheit und Urlaub muss gemäß tariflicher Vereinbarung zwischen den Zeitarbeitsverbändenund den DGB-Gewerkschaften nach den Vorschriften des Bundesurlaubsgesetz geschehen (Zitat im Verhandlungsergebnis: „Urlaubsvergütung und Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall richten sich nach den Vorschriften des Bundesurlaubsgesetzes“). Das Bundesurlaubsgesetz regelt die grundlegende Berechnung:

 Der Durchschnitt berechnet sich nach dem  Arbeitsverdienstes der  letzten 13 Wochen (in der Praxis der letzten 3 Monate) ohne Aufwendungen im Sinne des Reisekostenrechts, Einmalzahlungen (Gratifikationen, Tantiemen und Gewinnbeteiligungen, Jahressonderzahlungen) oder Zuschläge für Mehrarbeit.

 Bei gesetzeskonformer EDV-Umsetzung müssen alle betroffenen Lohnarten korrekt zugeordnet werden. Ist diese Voraussetzung erfüllt, kann und darf der Verdienst für einen Urlaubs- oder Kranktag (Durchschnittsstunden X Durchschnittslohn) nur zu einem gesetzeskonformen Ergebnis führen.

 Die Realität – wie  auch die Aufsichtsbehörde festgestellt haben – sieht jedoch anders aus.  In mehreren bekannten Softwareprogrammen sind Manipulationsmöglichkeiten  zur Senkung  der Durchschnittswerte eingebaut. Sie können einzeln oder in Kombination benutzt werden.

 Bei einzelnen Kontrollen sind schon Tagesdifferenzen von 40,00 € zu Ungunsten der Beschäftigten und SV-Träger festgestellt worden. Bei ca. 25 Tagen Urlaub und ca. 15 Kranktagen ist der Manipulationswert bei 1.600,00 € pro Jahr  und Person anzusetzen. Die Sozialversicherungsträger (inkl. VBG) sind mit ca. 44% = 700,00 € betroffen. Für den Prüfungszeitraum von 4 Jahren wird den SV-Trägern in diesem Fall bei einem Zeitarbeitsunternehmen mit 100 Beschäftigten  280.000,00 € vorenthalten. Hier dreht es sich nicht mehr um Bagatellfälle. Wird hier  mit krimineller Energie gearbeitet?

 Softwarehersteller, die solche Programme allgemein dem Markt zur Verfügung stellen, schaffen den organisatorischen und programmtechnischen Rahmen, um den Betrug an den Sozialkassen und Beschäftigten zu ermöglichen.

 In dem Zusammenhang stellen sich noch einige Fragen:

 Handeln die Softwarehersteller aus eigenem Antrieb oder haben Sie auf Anweisung gearbeitet?
 Wer hat ggf. Anweisungen zu dieser Art von Softwareerstellung gegeben?
 Wenn einzelne Unternehmen Anweisung gegeben haben, warum wird dann generell die Software mit allen Manipulationsmöglichkeiten ausgeliefert?
 Erfolgt die  Auslieferung generell in der gesetzeskonformen Version?
 Wissen die Anwender wie die gesetzeskonforme Durchschnittsberechnung zu erfolgen hat?
 Die Manipulationen sind vielen Marktteilnehmern schon lange bekannt. Haben die Verbände zum Schutz der korrekt arbeitenden Mitgliedsunternehmen schon etwas unternommen?

Die I.Q.Z hat seit 2 Jahren  Softwareersteller zur Beendigung der Manipulationsprogrammierung aufgefordert. Den Aufsichtsbehörden (BA) sind die Manipulationen bekannt. Es wurden schon eine Vielzahl von Verstößen bei der Durchschnittsberechnung festgestellt und Auflagen seitens der Kontrollbehörden erteilt. In einigen Fällen wurde eine unbefristete Erlaubnis verweigert. Auch die Prüfer der Rentenversicherungen prüfen inzwischen die Korrektheit der Durchschnittsberechnung.

http://www.mwz-compliance.de/2016/10/07/softwaremanipulationen-zu-lasten-der-sozialkassen-und-besch%C3%A4ftigten-in-der-zeitarbeit?platform=hootsuite
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dagobert


Beiträge: 4101


« Antworten #56 am: 12. Oktober 2016, 21:55:30 »

Handeln die Softwarehersteller aus eigenem Antrieb oder haben Sie auf Anweisung gearbeitet?
Nebensächlich.
Die Softwarehersteller leisten damit Beihilfe zum Betrug und sollten auch dementsprechend behandelt werden.
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Kuddel


Beiträge: 9764


« Antworten #57 am: 25. Oktober 2016, 14:02:46 »

Zitat
    Was zu erwarten war: “Neue Regelungen zu Werkverträgen und Leiharbeit beschlossen”
    Bundestags-Meldung vom 21.10.2016  mit allen behandelten Gesetzesentwürfen und Dokumenten.
http://www.labournet.de/politik/alltag/arbed/werkvertrag/gesetz-zur-regulierung-von-zeitarbeit-und-werkvertraegen-2016/

Siehe dazu:

        Zitat des Tages
        In der Plenarsitzung wurde mehrfach kritisiert, dass Verschlechtwerungen durch Tarifvertrag möglich sind – dies ist unser tägliches Reden, daher kommt unser Lieblingszitat von Tobias Zech (CDU/CSU): “wenn man den KollegInnen der Opposition zuhört, könnte man meinen, es handele sich um moderne Sklaverei” (ungefährer Wortlaut, waren durch Lachen abgelenkt) – spontane Reaktion unsererseits: JA! JA! JA!

        Was leider auch zu erwarten war: “IG Metall begrüßt Gesetz zu Leiharbeit und Werkverträgen”
        “Die IG Metall hat die Verabschiedung des Gesetzes zu Leiharbeit und Werkverträgen durch den Deutschen Bundestag begrüßt. (…) Beim Einsatz von Leiharbeit enthalte das Gesetz einige konkrete Verbesserungen, vor allem werde der weit verbreiteten Praxis des beliebigen Statuswechsels zwischen (Schein-)Werkvertrag und Leiharbeit ein wirksamer Riegel vorgeschoben. Dies sei ein wichtiger Schritt in Richtung einer besseren Ordnung am Arbeitsmarkt. Gleichzeitig bleibe der Spielraum für tarifliche Lösungen erhalten. “Die IG Metall hat in diesem Bereich über 40.000 Mitglieder und ist für deren Interessenswahrung verantwortlich. Wir sehen in dem Gesetzentwurf eine gute Basis, diese Beschäftigten auch in Zukunft tarifpolitisch wirksam zu vertreten”, sagte Hofmann. Die bisherigen Handlungsmöglichkeiten der Tarifvertragsparteien seien durch das Gesetz nun enger gefasst: Nach spätestens 15 Monaten müsse ein im Vergleich zu Stammbeschäftigten gleichwertiges Arbeitsentgelt gezahlt werden. Außerdem sei die Festlegung einer Höchstüberlassungsdauer zwingend. “Das Gesetz gibt den Tarifvertragsparteien dabei den Spielraum, branchenbezogene Lösungen zu finden. (…) Die IG Metall strebt nun nach Verabschiedung des Gesetzes an, auf Basis vorangegangener Sondierungen und Diskussionen in den Bezirken mit den Arbeitgeberverbänden der Entleihunternehmen und der Leiharbeitsbranche notwendige Anpassungen der Tarifverträge zu vereinbaren. ”
Pressemitteilung vom 21.10.2016 https://www.igmetall.de/pressemitteilungen-2016-23952.htm

        Komentar des Tages
        “Mit der Leiharbeitspest wird’s immer schlimmer. Erst kündigen die Gewerkschaften an, die  Leiharbeit fair zu gestalten, heute heißt die Parole: den Mißbrauch verhindern. Die vom DGB gerühmte Reform der Leiharbeit von Andrea Nahles besagt: Es darf ein Leiharbeiter maximal 18 Monate lang an den selben Betrieb ausgeliehen werden. Danach muss er entweder die Einsatzstelle wechseln oder von dem Unternehmen, bei dem er bisher tätig war, übernommen werden. In der  Praxis heißt es, bei Leiharbeitern wird nicht erst auf den Ablauf der 18 Monatsfrist gewartet, sie  werden meist bereits vor Ablauf von 9 Monaten woanders eingesetzt, bzw. gefeuert, um eine Lohnerhöhung  (gleicher Lohn) zu vermeiden. Für Leiharbeiter ist es Normalität, bei immer neuen Verleihern bei einem überschaubaren Kreis leihender Unternehmen arbeiten zu müssen. Je mehr der  DGB  die Leiharbeit “bekämpft”, desto mehr breitet sich diese Form der Ausbeutung aus.  961.000  Leiharbeiter gab es im vergangenen Jahr – so viele wie nie zuvor.” Kommentar von Karsten Weber (chefduzen.de) am 23.10.2016.

Siehe dazu: Leihkeule TV: Erfahrungen mit Sklavenhändlern
https://www.youtube.com/watch?v=lOD3equWhPs
http://www.labournet.de/politik/alltag/arbed/werkvertrag/gesetz-zur-regulierung-von-zeitarbeit-und-werkvertraegen-2016/
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dagobert


Beiträge: 4101


« Antworten #58 am: 03. Februar 2017, 10:14:30 »

Alle halbe Jahre wieder:
https://statistik.arbeitsagentur.de/Statischer-Content/Arbeitsmarktberichte/Branchen-Berufe/generische-Publikationen/Arbeitsmarkt-Deutschland-Zeitarbeit-Aktuelle-Entwicklung.pdf
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dagobert


Beiträge: 4101


« Antworten #59 am: 06. Februar 2017, 13:08:20 »

Literarisch auf den Punkt gebracht  Grin:
http://www.igmetall-zoom.de/Forum/viewtopic.php?f=15&t=5469#p41297
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dagmar


Beiträge: 287


« Antworten #60 am: 07. Februar 2017, 09:21:30 »

Hallo Ihr,
bei zwangsläufig geführten Vorstellungsgesprächen wegen VV der Arge könnt Ihr ja schon selber am besten merken, dass sich die Gurus der Zeitarbeit für Seelenheilbringer betrachten, die ja so viele dankbare Mitarbeiter haben, so viele werden beim Kunden übernommen und sie - die Gurus - haben ja schon so viele aus Zwangslagen befreit.

Und weil das ja so toll ist und die alle so Gönner sind habe ich bei jedem ZAF-Gespräch die Statistik der Arbeitsagentur dabei um mal zu fragen, warum denn 1/3 schon nach 4 Wochen aufgehört hat. Ob die wohl alle schon übernommen wurden?Huh?

Das irre ist ja der Mehraufwand durch die ständigen Kündigungen und wieder Arbeitlosmeldungen genau derer, die nur kurz dabei sind. Die die länger dabei sind, benötigen evtl. Aufstockung weil die Löhne so gering sind. Aber HerrGott nochmal, eigentlich lässt sich das gar nicht ändern. Klar, jeder kann selber versuchen zu verhindern in einem solchen Laden zu arbeiten, aber die Politik unterstützt solche Läden, die Arbeitsvermittler versuchen so ihre persönliche Quote zu erfüllen und Arbeitgeber können so Personalverantwortung meiden. IG's die mal für Mitarbeiter waren und früher mal selber gegen das Thema Zeitarbeit angegangen sind, haben diese ins Boot geholt und kooperieren. Echt, in diesem Staat rennt man/frau nur gegen Mauern ab dem Moment, wo man/frau sich auch nur ansatzweise die Frage stellt "was will ich selber eigentlich"....

Trauriger Gruß von Dagmar
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Rudolf Rocker
Waldkauz


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« Antworten #61 am: 07. Februar 2017, 12:04:23 »

Zitat eines JC SBs: "Mir gefällt Zeitarbeit auch nicht, aber wir haben nichts anderes mehr, wohin wir vermitteln können!"
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Kuddel


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« Antworten #62 am: 12. Juli 2017, 16:15:58 »

Zitat
Die am 1. April 2017 in Kraft getretene Neufassung des AÜG hat dieses Leistungsverweigerungsrecht des Leiharbeitnehmers durch ein an den Entleiher gerichtetes Einsatzverbot ergänzt. Nach § 11 Abs. 5 Satz 1 AÜG darf dieser Leiharbeitnehmer nicht tätig werden lassen, wenn sein Betrieb unmittelbar von einem Arbeitskampf betroffen ist.

Der Verstoß gegen das Einsatzverbot stellt
nach § 16 Abs. 1 Nr. 8a AÜG eine Ordnungswidrigkeit dar, die nach § 16 Abs. 2 AÜG mit einer Geldbuße bis zu 500.000 € sanktioniert werden kann.
http://blog.handelsblatt.com/rechtsboard/2017/07/10/leiharbeit-kein-einsatzverbot-bei-rechtswidrigen-streiks/
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dagmar


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« Antworten #63 am: 16. Juli 2017, 17:55:34 »

Hey Ihr,
und auch des Gesundheitswesen hat es geschnallt ! Hier eine Pflegeheimkette (so und so schon nichts für feine Gemüter, denn streikender Mitarbeiter werden kurzerhand entsorgt) schreibt eine Anstellung in der Verwaltung / Teilzeit - als Werksvertrag aus.

Nun, da habe ich mich doch mal informiert über das Gesundheitswesen - nun es ist da jetzt nicht unüblich auf diese Art zu arbeiten. Habe ich das doch schon in der Pflgeheimen in der Reinigung mitbekommen - so wird das nun auf vielerrlei Bereiche verlegt. Bevor jemand klagt oder Rambazamba macht ist die Gmbh erloschen, das Personal gekündigt und bei der nächstem GMBH neu eingestellt.

Toller Schlag für die deutschen Unternehmer...

Gruß von Dagmar
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dagobert


Beiträge: 4101


« Antworten #64 am: 22. Juli 2017, 13:29:52 »

Die neue Fassung ist draußen, Link bleibt gleich.
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