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Autor Thema: Arbeit mit GdB gar nicht erst möglich  (Gelesen 17925 mal)
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rumpelpumpel


Beiträge: 145


« am: 19. Februar 2012, 11:59:22 »

im letzten Jahr hab ich die Erfahrung gemacht das der grüne Schein mit einem GdB von 50 doch mehr als hinderlich ist

seitens der Arbeitgeber wird vehement nach Möglichkeiten gesucht den Bewerber mit GdB auszusortieren um ihn nur ja nicht einstellen zu müssen

letztlich war meine einzige Chance , den Schein in der Schublade lassen und zu einer Leihbude zu marschieren, dort wurde ich gottlob nicht nach Schwerbehinderung gefragt

von Seiten des AA kommt keinerlei Unterstützung geschweige denn Arbeitsangebote

hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht ?
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counselor


Beiträge: 3311



« Antworten #1 am: 19. Februar 2012, 12:51:06 »

Vom Jobcenter habe ich da auch nie wirklich Hilfe erfahren. Die wollten mich immer in Stressjobs vermitteln, die ich mit meiner psychiatrischen Behinderung nicht gepackt hätte. Insoweit habe ich dann meine Diagnosen im Vorstellungsgespräch erwähnt, und die Einstellung in die Stressjobs im Callcenter war passe.

Andererseits ist ja auch klar, dass Ausbeuter sich nicht mit dem Risiko von krankheitsbedingten Ausfällen und besonderem Kündigungsschutz unterwerfen wollen.
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Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!
Tiefrot
Rote Socke


Beiträge: 3404



« Antworten #2 am: 19. Februar 2012, 16:46:55 »

Man kann seinen GdB durchaus zum Jobs aussuchen nutzen.  Grin
VV bei Leihbude ? Den Grünen zeigen, hat sich.
Selber Traumjob gefunden ? Den Grünen zu Hause lassen.

Machts euch doch nicht so schwer...  Wink
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Denke dran: Arbeiten gehen ist ein Deal !
Seht in den Lohnspiegel, und geht nicht drunter !

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Beiträge: 7110



« Antworten #3 am: 19. Februar 2012, 20:13:11 »

Info:
Ein GdB muß nicht zwingend angegeben werden, nur bei erwartender Leistungsbeeinträchtigung bei Ausführung des Berufs/Stelle auf die man sich bewirbt.

Von den "Vorzügen" (ggf. +Urlaub, Kündigungsschutz, usw.) eines GdB kann man dann natürlich nicht profitieren.
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Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
Dieter Hildebrandt
Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, gut angepasst an eine kranke Gesellschaft zu sein.
Jiddu Krishnamurti
Tiefrot
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Beiträge: 3404



« Antworten #4 am: 20. Februar 2012, 04:49:49 »

Zitat
Von den "Vorzügen" (ggf. +Urlaub, Kündigungsschutz, usw.) eines GdB kann man dann natürlich nicht profitieren.
Oooops richtig, ich vergaß diese Feinheiten zu erwähnen.
Beim Traumjob kann man aber auch ganz gut drauf verzichten.
4 Tage Zusatzurlaub machen den Kohl ja auch nicht fetter, als der so schon ist.  Grin
Der erweiterte Kündigungsschutz ist heutzutage auch eher was für die Tonne.
« Letzte Änderung: 20. Februar 2012, 04:52:26 von Tiefrot » Gespeichert

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Becci


Beiträge: 12


« Antworten #5 am: 17. Oktober 2012, 11:45:56 »

Das AA kann doch durchaus schon behilflich sein. In meinen Bewerbungen konnte ich mit reinschreiben,
dass bis zu 50% von der Vergütung vom AA übernommen werden, was durchaus lukrativ für Arbeitgeber
sein kann.
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Tiefrot
Rote Socke


Beiträge: 3404



« Antworten #6 am: 17. Oktober 2012, 13:20:26 »

Du hälst es also für richtig, noch Geld mitzubringen um arbeiten zu dürfen ?
Nix da. Reguläre Arbeit kommt auch ohne Subventionen aus, egal woher.
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« Antworten #7 am: 17. Oktober 2012, 13:46:50 »

Nein, so sehe ich das nicht..
Es ist doch lukrativer für den Arbeitgeber, wenn er nur 50% oder meinetwegen 80% von der
Vergütung bezahlen muss. Man bringt doch dann eigentlich kein Geld mit.

Ich finde das eine gute Regelung, hab zwar in der Praxis noch nie davon gehört, aber
über diese Möglichkeit wurde ich informiert.

So stellen wohl fast alle lieber einen gesunden ein als jemand mit Behinderung..
Aber welcher Arbeitgeber spart nicht gerne Kosten?

Ich habe wegen meiner Behinderung genug Absagen bekommen..
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Rudolf Rocker
Waldkauz


Beiträge: 12873



WWW
« Antworten #8 am: 17. Oktober 2012, 14:58:35 »

Zitat
Aber welcher Arbeitgeber spart nicht gerne Kosten?

Warum sollen denn die Steuerzahler_innen die Lohnkosten des Arbeitgebers finanzieren?

Da sollten die Steuern lieber den Arbeitnehmer_innen selbst zur Verfügung gestellt werden!
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Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!
Becci


Beiträge: 12


« Antworten #9 am: 17. Oktober 2012, 15:47:14 »

Anscheinend bin ich da nicht ganz auf eurer Wellenlänge.. Ich finde es ist ein guter
Lösungsansatz um Schwerbehinderte besser in die Arbeitswelt zu integrieren, vor
allem besser, als rein gar nichts zu tun.

Ich lasse mich aber auch gerne auf ein sachliches Gespräch mit euch ein,
da mich euer Standpunkt dazu interessiert. Ich weiß nur dass diese
Möglichkeit besteht, aber Hintergründe dazu sind mir nicht bekannt.

Ich lass mich aber gerne belehren!
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Eivisskat
Gast
« Antworten #10 am: 17. Oktober 2012, 16:59:08 »

Es gibt viele Arbeitgeber, die sehr gern Behinderte einstellen und zwar NUR wegen der Ersparnis.

Für mich wäre das nichts, glaube ich, genauso wie es mich störte, mich mit dem berüchtigten Hamburger 50+ Zuschuss wie Sauerbier anbieten zu müssen.

Mir scheint es auch sehr un-gerecht und unethisch, wenn AG da anbeißen. Genauso wie wenn sie Dumpinglöhneund miese Bedingungen haben.

Es hat für mich so was von Schnäppchenmarkt, oder "ich darf hier nur arbeiten, weil ich so billig bin, meine Energie & Kenntnisse zählen nicht".

Oder als ob es dem Laden scheints finanziell so schlecht gehen muß, das er nur die Billigjobber und Behinderte einstellt, um nicht völlig pleite zu gehen, die sich dann aber häufig - mangels ausreichender Kenntnisse - irgendwie so durchwurschteln an ihrem Arbeitsplatz und sicherlich obendrein für 3 arbeiten müssen.

Und dies "Hauptsache Arbeit" zieht schon lange nicht mehr, auch Behinderte können sich sicherlich etwas Besseres vorstellen in ihrem Leben, als diese totale Identifikation mit irgendeiner SCH***-Arbeit.

Denn diese macht einen Menschen schon lange nicht mehr aus, auch wenn Viele das immer noch denken...

 Wink
« Letzte Änderung: 17. Oktober 2012, 17:06:00 von Eivisskat » Gespeichert
hanni reloaded
Gast
« Antworten #11 am: 17. Oktober 2012, 17:27:45 »

Diese Zuschüsse sind ein scheißuralter Hut.

Haben imho nix gebracht.

Und wieso soll man ein Zuckerl mitbringen?



Zitat
Aber welcher Arbeitgeber spart nicht gerne Kosten?


omfg
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Troll
Abused Frog


Beiträge: 7110



« Antworten #12 am: 17. Oktober 2012, 17:43:12 »

Arbeit für Behinderte, ein Arbeitgeber (AG) soll mich meiner Arbeit entsprechend entlohnen, bin ich nicht Produktiv genug soll er es lassen, lohnt es sich für mich nicht dann lass ich es, will er sich soziales Engagement PR-technisch auf die Fahnen schreiben indem er auch für ihn unproduktive Mitarbeiter beschäftigt, bitteschön, aber diese subventioniererei des AGs durch alle Steuerzahler damit ich arbeite um der Arbeit willen, nein danke. Wie Behinderte daraus eine Steigerung des Selbstwergefühls ziehen können ist für mich nicht nachvollziehbar, ein Selbstbetrug.
Existenzielle Nöte außen vor.
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dagobert


Beiträge: 4656


« Antworten #13 am: 17. Oktober 2012, 18:36:54 »

Es hat für mich so was von Schnäppchenmarkt, oder "ich darf hier nur arbeiten, weil ich so billig bin, meine Energie & Kenntnisse zählen nicht".
Dann bleiben Energie und Kenntnisse eben zu Hause.
Die Leistung richtet sich nach der Gegenleistung und umgekehrt.
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Tiefrot
Rote Socke


Beiträge: 3404



« Antworten #14 am: 17. Oktober 2012, 18:43:03 »

dagobert sagte:
Zitat
Dann bleiben Energie und Kenntnisse eben zu Hause.
Die Leistung richtet sich nach der Gegenleistung und umgekehrt.
Da gebe ich dir vollkommen Recht, nur leider hat sich die Agenda 2010- Propaganda
dermaßen in den Köpfen festgesetzt, daß solche Aussagen von anderen gern als Unsinn
abgetan werden. Zuerst müßte also dieser Schaltfehler aus den Köpfen. Viel Spaß.  rolleyes
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Nikita


Beiträge: 1146



« Antworten #15 am: 17. Oktober 2012, 20:09:13 »

Trolls Posting ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Wenn der Arbeitgeber aktiv fragt, ob Du schwerbehindert bist und es für Deinen Job unbedeutend ist, darfst Du lügen. Der Umstand, dass es unbedeutend ist, wird dabei von der sog. Rechtsprechung sehr weit gefasst.
Ich habe es bei der Einstellung verneint und als ich einen festen Vertrag hatte, habe ich die Schwerbehinderung angegeben. Arbeitgeber war stinkig, aber er konnte nichts machen und dann hatte es sich schnell erledigt. Gibt gegebenenfalls mehr Urlaub, besseren Kündigungsschutz und evtl. div Erleichterungen.
Auf jeden Fall angeben, wenn Dir gekündigt wurde und o.g. Umstand nicht zutrifft.
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Becci


Beiträge: 12


« Antworten #16 am: 18. Oktober 2012, 08:29:46 »

Also würdet ihr es niemals in eure Bewerbung mit reinschreiben (die möglichen Zuschüsse)?
Die "Beraterin" von der ARGE hat mir nur gesagt, dass dadurch die Chancen genommen zu
werden weitaus höher sind..

Aber eure Argumente sind gut und lassen mich nachdenken.
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Eivisskat
Gast
« Antworten #17 am: 18. Oktober 2012, 09:33:25 »

Das mit den Zuschüssen ist doch seit Jahren allerbestens bekannt bei den AG, damit muß mensch nicht noch rumhökern.

Und die "Beraterin" bei der Arge ist leider gerade nicht die Vertrauensperson der 1. Wahl, eher ganz im Gegenteil.

Millionen von Klagen der Betroffenen können sich nicht irren...
« Letzte Änderung: 18. Oktober 2012, 09:35:10 von Eivisskat » Gespeichert
Rudolf Rocker
Waldkauz


Beiträge: 12873



WWW
« Antworten #18 am: 18. Oktober 2012, 09:46:08 »

Zitat
Die "Beraterin" von der ARGE hat mir nur gesagt, dass dadurch die Chancen genommen zu
werden weitaus höher sind..

Die sagen viel, wenn der Tag lang ist.
Lass Dir das doch mal schriftlich geben!

Ich kenne diese Geschichten mit Zuschüssen für Erwerbslose, die AG beantragen konnten. (Also der AG bekam Geld dafür, das er Erwerbslose eingestellt hat.) Diese Zuschüsse gab es ein halbes Jahr lang.
Und merkwürdig das ich bei solchen Firmen genau nach einem halben Jahr die Kündigung bekam!
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Tiefrot
Rote Socke


Beiträge: 3404



« Antworten #19 am: 18. Oktober 2012, 12:09:09 »

Es ist doch generell hirnrissig, Arbeit zu subventionieren.
Entweder der AG braucht Leute und bezahlt sie anständig, oder
der macht seinen Sch..ss selber, nech ?  Grin
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« Antworten #20 am: 19. Oktober 2012, 10:03:03 »

Wenn nicht die ARGE, wo dann kompetente Unterstützung suchen und finden?
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Rudolf Rocker
Waldkauz


Beiträge: 12873



WWW
« Antworten #21 am: 19. Oktober 2012, 10:13:00 »

Wenn nicht die ARGE, wo dann kompetente Unterstützung suchen und finden?


Es gibt die verschiedensten Selbsthilfe- und Beratungsgruppen.
Einfach mal ins Telefonbuch oder Internet gucken!
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hanni reloaded
Gast
« Antworten #22 am: 19. Oktober 2012, 11:30:59 »

Argen gibt es seit fast zwei Jahren nimmer.
Jobcenter nun.

Hilfen, Beratung und Begleitung findet sich *manchmal* bei der Linken.

Ansonsten: selbst ist die Frau, das Netz ist voller Infos Wink
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Tiefrot
Rote Socke


Beiträge: 3404



« Antworten #23 am: 19. Oktober 2012, 13:23:20 »

Genau das ist der Punkt.
2005 war ja ziemlich abrupt Schluß mit Beratung und Arbeitsvermittlung.
Die Zeiten wo das Arbeitsamt geholfen hat, sind definitiv vorbei.
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BGS
Polarlicht


Beiträge: 2951



« Antworten #24 am: 19. Oktober 2012, 18:04:23 »

Sorry, aber ich bin schon länger ausgewandert. Sind die alten "Argen" nun wirklich alle "Jobcenter"?

Und warum haben weder die einen, noch die anderen menschenwürdige Jobs anzubieten? Weder früher noch heute?

Weil es überhaupt keine mehr gibt (ohne" Beziehungen" / Kontakte über Verwandte9) ?

Fragen über Fragen.

MfG

BGS
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"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

http://www.chefduzen.de/index.php?topic=21713.msg298043#new
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