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Autor Thema: Anti Euro Partei AfD  (Gelesen 95472 mal)
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Just B U


Beiträge: 893



« Antworten #25 am: 12. September 2014, 16:50:59 »

Ein ganz aktueller Beitrag:

Zitat
11:28 min | 11.09.2014 | Monitor (WDR) | Das Erste
Alternative für Deutschland – Wie eine Partei immer stärker nach rechts kippt

Der Flügelkampf innerhalb der AfD scheint entschieden. Immer mehr liberale Mitbegründern der AfD verlassen die Partei resigniert oder finden sich parteiintern im Abseits. Für die extrem rechten Kräfte, die Parteichef Lucke in die Partei geholt hatte, fehlt inzwischen jedes Gegengewicht.



Monitor 11.09.2014 AfD rechtslastig


Hochinteressanter Film über diese "Partei", wie ich finde...

Nachtrag:
Der Film wird leider oben nicht angezeigt, ich probiers noch mal hier:

http://www1.wdr.de/daserste/monitor/videos/videomonitornrvom154.html
« Letzte Änderung: 12. September 2014, 16:57:59 von Just B U » Gespeichert

Die Dummheit der Einen ist die Macht der Anderen.
Je dümmer u. desinteressierter die Einen desto mächtiger die Anderen.

Hätte man den christlichen Klerus mit der gleichen Vehemenz verteidigt, wie Teile der Linken das heute mit dem islamischen tun, hätte die Aufklärung nie stattgefunden.
Seyran
Just B U


Beiträge: 893



« Antworten #26 am: 12. September 2014, 17:13:06 »

Öhm...hab' mir grad mal die Kommentare zum Film (ARD) angesehen....ich bin jetzt etwas irritiert...

Hat Monitor mit diesem Film wirklich einen Hetz-Propaganda-Beitrag gesendet?
Was meint Ihr?

Ich blicke bald gar nicht mehr durch  Roll Eyes  und zum tagelangen Recherchieren der Fakten fehlt mir einfach die Zeit und die Lust...
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Seyran
Kuddel


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« Antworten #27 am: 12. September 2014, 18:52:26 »

Ich bin der Meinung, daß es sich um guten Journalismus handelt und wünschte mir mehr Sendungen dieser Art.
Am Ende gab es ein paar wunderschöne Zitate, die auch die empörten Vorwürfe einer "Hetz-Propaganda" erklären. Es hieß da z.B. daß die Ideologie der Springerstiefel jetzt von Nadelstreifen verbreitet wird. Das trifft den Nagel auf den Kopf. Es gibt einen erschreckend großen Anteil an Menschen im Land, die ihre Unzufriedenheit und ihre Ängste am liebsten an Schwächeren auslassen würden. Nur trauen sie sich nicht offen zu Naziorganisationen zu stehen. Denen kommt die AfD gerade recht. Die erklären sich stets als Nicht-Nazis und posen damit nicht prollig, sondern akademisch zu sein mit Professoren in der Parteispitze. So kann der rechte Mob sich sammeln unter dem bürgerlichen Anstrich.

Es gibt halt viele, die fürchten, daß der bürgerliche Anstrich bröckelt und sie sich als Anhänger des rechten Rands erklären müssen.
Die krakeelen jetzt von der Hetze der linken gendermainstreamigen Staatsmedien. Dieses Gesochse schreibt die Kommentare zu solchen Sendungen.
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Rudolf Rocker
Waldkauz


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« Antworten #28 am: 12. September 2014, 19:24:46 »

Die AfD ist das Bindeglied zwischen dem Rechten Rand der CDU/ SPD und der extremen Rechten.
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Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!
Just B U


Beiträge: 893



« Antworten #29 am: 13. September 2014, 11:38:56 »

Ja, ich danke Euch Kuddel und Rudi.

Was Ihr beschreibt sehe ich ähnlich und so wird  es "rund" für mich.
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Seyran
ManOfConstantSorrow


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« Antworten #30 am: 13. September 2014, 17:43:39 »

http://www.huffingtonpost.de/2014/09/03/afd-sachsen-wahl-personal_n_5761652.html

Mein Eindruck ist, dass die AfDnun das Gleiche macht, was alle anderen Parteie und Gruppen, die von Wählern usw. Beachtung und Zuspruch bekomen:

Sie versuchen, ihre Ziele noch erfolgreicher durchzusetzen, indem sie Mitgieder aussortieren, nicht nicht kojstruktivsondern destruktiv für die Ziele sind.

Da hat Die Linke ja auch mit zu tun, und die AfD hat gesaus so viele Mitglieder, die eher aus reinem Protest dabei sind, aber mit denen man keine Politik machen kann.


a) Es ging gerade um einen Leak, der den rechtsradikalen Hintergrund dieser Partei aufzeigt.
Das mit einem Artikel des Scheißdreckmagazins "Huffington Post" entkräften zu wollen (die schmeißen ihre Rechtsradikalen ja raus) halte ich für lächerlich.

b) Auf eine Diskussion à la "die Linken machen ja das Selbe" lasse ich mich nicht ein. Die ganze links=rechts Kacke widert mich nur an!
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Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!
Kuddel


Beiträge: 11729


« Antworten #31 am: 24. September 2014, 14:26:15 »

Zitat
AfD stimmt mit der NPD
Gemeinsame Sache mit den Nazis

Im Kreistag von Vorpommern-Greifswald unterstützen AfD-Abgeordnete eine Initiative der NPD gegen Flüchtlinge. Mit dabei: der AfD-Landeschef.
http://www.taz.de/AfD-stimmt-mit-der-NPD/!146540/
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dagobert


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« Antworten #32 am: 25. September 2014, 23:29:00 »

[Ironie] Das hätte ich denen niemals nie nicht zugetraut! [/Ironie]
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Kuddel


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« Antworten #33 am: 03. Oktober 2014, 09:46:07 »

Zitat
Holger Arppe
AfD-Landeschef wegen Volksverhetzung angeklagt

Der AfD-Politiker Holger Arppe wird wegen Volksverhetzung angeklagt. Der Landeschef in Mecklenburg-Vorpommern soll online zu Gewalt gegen Muslime aufgerufen haben. Ihm drohen bis zu fünf Jahre Haft.


http://www.stern.de/politik/deutschland/afd-landesvorsitzender-angeklagt-wegen-volksverhetzung-2142675.html
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Aloysius


Beiträge: 2835



« Antworten #34 am: 03. Oktober 2014, 10:44:25 »

Zitat:
"... b) Auf eine Diskussion � la "die Linken machen ja das Selbe" lasse ich mich nicht ein. Die ganze links=rechts Kacke widert mich nur an!"

Ich setze diese Parteien nicht auf eine Stufe. Punkt.

Was du da machst, ist Projektion. Schieb mir sowas nicht unter.

Zurück zum Thema:

Es ist offensichtlich, daß sich in der Afd viele eingefunden haben, die in anderen Parteien ihre Standpunkte nicht vertreten sahen, sei es, weil die anderen Parteien politisch auf dem absteigenden Ast sind, oder weil sie sich aus taktischen Gründen von bestimmten Positionen zurückgezogen haben.

Oder weil manche AfD-Mitglieder in anderen Parteien nicht mehr haltbar waren, weil sie irrational (vulgo: durchgeknallt) sind. DIESES Phänomen findet man nun aber auch bei der Linken und bei anderen Parteien.
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dr.gscheidle


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« Antworten #35 am: 05. Oktober 2014, 21:05:24 »

Sehr geehrte Damen und Herren,

in der heutigen Aufdatierung meiner Heimseite habe ich nun auch die AfD bewertet. Diese erhält 7 von 10 Redlichkeitspunkten und liegt damit 1 Punkt hinter der redlichen Union und 3 Punkte hinter der hochredlichen Partei bibeltreuer Christen, allerdings auch 3 Punkte vor der ziemlich unredlichen FDP.

Selbstverständlich kann ich diese Einschätzung auch begründen! Diese Partei möchte einige sehr redliche Ideen umsetzen, z.B.:
- Die Einführung von Schuluniformen, damit sich unsere verkommene Jugend nicht mehr nachlässig oder gar unkeusch bekleidet
- Die Bestrafung von Faulenzer-Ländern wie Spanien, Italien oder Griechenland für ihren Schlendrian
- Die Wiedereinführung unserer schönen, harten D-Mark
- Der löbliche Herr Hans-Olaf Henkel möchte zusätzlich dafür sorgen, dass redliche und fleißige Unternehmer die Früchte ihrer Arbeit berechtigterweise zu einem größeren Anteil genießen können und diese nicht mit den faulen Arbeitnehmern teilen müssen.

Mir fehlt bei dieser Partei allerdings deutlich die Verwurzelung im Christentum im Parteiprogramm oder im Parteinamen - daher bleibt die Redlichkeitsbewertung trotz der oben beschriebenen wünschenswerten Ziele noch unter der der redlichen Union. Ich habe allerdings sehr wohl wahrgenommen, dass der redliche Herr Professor Lucke ein löblicher Calvinist ist, der den diabolischen Alkohol ablehnt und auch das unredliche Fernsehen, das größtenteils nur linksgerichteten Dummfug zeigt, abschaffen möchte - er selbst besitzt redlicherweise gar kein Fernsehgerät.

Ich stimme mit Ihnen allerdings überein, dass mir die Einwanderungspolitik dieser Partei nicht gefällt, und mir missfallen auch die Berührungspunkte mit unredlichen Nazis. Schließlich kennen Sie mich als äußerst liberalen und toleranten Menschen, und als solcher habe ich selbstverständlich überhaupt nichts gegen fleißige Ausländer auf unseren Baustellen, die mit ihren viel niedrigeren Lohnforderungen aktiv zur Kostensenkung hervorragender Großprojekte wie "Stuttgart 21" beitragen - diese sind mir viel lieber, als die faulen und anspruchsvollen deutschen Arbeiter! Und auch wenn ich selbstverständlich die katholische Kirche für den richtigen Glauben halte, habe ich überhaupt nichts gegen den Islam, wo der diabolische Alkohol verboten ist und die Mädelein noch keusch verschleiert herumlaufen und ihren Platz in der Gesellschaft als Dienerin des Mannes noch kennen - eine solche redliche Muslima ist mir tausendfach lieber als eine aufmüpfige und unkeusche Jubelchristin! Und ein streng-gläubiger Moslem ist mir ebenfalls lieber als ein katholischer Jubelchrist, der jedoch den Anweisungen des unfehlbaren und hochredlichen Papstes nicht Folge leistet!

Wenn man überhaupt Einwanderungspolitik betreibt, sollte man sich auch für eine vernünftige Auswanderungspolitik einsetzen, die sowieso viel wichtiger als Einwanderungspolitik ist. Ich bin z.B. dafür, sämtliche unredlichen Menschen (z.B. Krachmusik-Hörer, Umweltschützer, Panker, Unkeuschlinge, Arbeitsfaule, Studenten ohne Mitgliedschaft in einer redlichen Burschenschaft oder im RCDS) zur Auswanderung zu zwingen und dafür lieber keusche Muslime und fleißige asiatische Arbeiter ins Land zu holen. Dies findet sich leider mit keinem Wort im Parteiprogramm der AfD.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Diethelm Gscheidle
(Verkehrswissenschaftler, Dipl.-Musikexperte und Fachmann für Parteienforschung)
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Ich bin ein löblicher Mensch - daher sind meine Beiträge redlich und anglizismenfrei.
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« Antworten #36 am: 05. Oktober 2014, 21:14:56 »

Wie immer ein herrlicher Blödsinn.  Grin
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Denke dran: Arbeiten gehen ist ein Deal !
Seht in den Lohnspiegel, und geht nicht drunter !

Wie bekommt man Milllionen von Deutschen zum Protest auf die Straße ?
Verbietet die BILD und schaltet Facebook ab !
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« Antworten #37 am: 05. Oktober 2014, 23:22:04 »

Hier würde das Doktorle auf Station 35 residieren...
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Zwei Dinge muss ich im Leben: Irgendwann mal sterben und morgens sch***
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« Antworten #38 am: 06. Oktober 2014, 09:03:32 »

Zitat
AfD-Mitglieder
Alternative für Deutschland wächst rasant

Während CDU, SPD und FDP schrumpfen, wächst die AfD rasant. Seit ihrer Gründung hat sich die Mitgliederzahl der eurokritischen Partei verfünffacht. Experten bezweifeln allerdings, dass der Höhenflug von Dauer ist.
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Bei der AfD hingegen hat sich seit ihrer Gründung vor eineinhalb Jahren die Mitgliederzahl verfünffacht. Am 30. März 2013 zählte die AfD 4.569 Mitglieder, aktuell beträgt der Stand 19.885, wie der Bundesschatzmeister Piet Leidreiter dem Handelsblatt (Online-Ausgabe) sagte. Insgesamt 1.053 Leute verließen die Partei in dieser Zeit wieder.

Nach einer AfD-internen Auswertung, die dem Handelsblatt vorliegt, zeigt der Mitgliedertrend klar nach oben. So verzeichnete die Partei in der Zeit zwischen der Bundestagswahl am 22. September 2013 und der Europawahl am 25. Mai 2014 3.967 Eintritte. Nach dem Wahlerfolg der AfD, die mit sieben Prozent den Sprung ins EU-Parlament schaffte, gab es einen erneuten Schub. Innerhalb von drei Tagen traten 570 Leute der Partei bei.

Einen noch  größeren Zustrom registrierte die AfD im Anschluss an die Landtagwahlen. Unmittelbar nach den Wahlerfolgen in Brandenburg und Thüringen am 14. September 2014 traten der Partei 1.000 Leute bei. Derzeit warten den Angaben zufolge noch weitere 1.000 Mitgliedsanträge auf ihre Bearbeitung oder befinden sich bereits in der Prüfung.
....

Quelle: Handelsblatt


Jürgen Becker zur AfD
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Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
Dieter Hildebrandt
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dagobert


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« Antworten #39 am: 08. Oktober 2014, 14:59:53 »

- Die Wiedereinführung unserer schönen, harten D-Mark
Nur zu, die anderen Euro-Länder werden sich darüber freuen.
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ManOfConstantSorrow


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« Antworten #40 am: 15. Oktober 2014, 17:53:47 »

Kurz mal: Was ist eigentlich rechtsextrem an der AfD?
http://www.netz-gegen-nazis.de/artikel/was-ist-eigentlich-rechtsextrem-der-afd-9749

Zitat
Prominente Mittelständler finanzieren rechtspopulistische AfD

Die AfD will raus aus der Schmuddelecke. Einflussreiche Unternehmer helfen der Partei dabei. An vorderster Front: Ex-BDI-Chef Heinrich Weiss und Außenwerber Hans Wall.
http://www.manager-magazin.de/politik/deutschland/prominente-mittelstaendler-finanzieren-rechtspopulistische-afd-a-997191.html

Woran erinnert mich das nur??



http://www.verbrechen-der-wirtschaft.de/texte/0002_ruhrlade.htm
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Kuddel


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« Antworten #41 am: 22. Oktober 2014, 18:25:16 »

Unsere Eliten wünschen sich Nazis an die Macht:

Zitat
Die Wirtschaft hat deutlich weniger Vorbehalte gegen die neue Partei als die Gesamtbevölkerung. Ein Drittel der Führungskräfte hält die AfD bereits für regierungsfähig.
http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/handelsblatt-businessmonitor-manager-offener-fuer-die-afd-als-gesamtbevoelkerung/10874490.html
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« Antworten #42 am: 22. Oktober 2014, 19:12:23 »

Nachdem manche Wirtschaftsexperten Diktatorisches, Totalitäres als einzige Möglichkeit für weiteres wirtschaftliches Wachstum sehen scheint die AfD ein gangbarer, unterstützenswerter Weg für unsere Wirtschaft zu sein. Astreine Wirtschaftsfaschisten als Regierung die auch noch immer mehr Zuspruch in der Bevölkerung findet ist eine Chance die gerne ergriffen wird.
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« Antworten #43 am: 30. Oktober 2014, 09:09:26 »

AfD-Wahlwerbung ("Mut zur ganzen Wahrheit"-Version von extra 3) | extra 3 | NDR


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Kuddel


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« Antworten #44 am: 22. Dezember 2014, 11:10:24 »

Zitat
Die AfD und der rechte Rand
National statt liberal

In der Patriotischen Plattform sammeln sich stramm-rechte AfD-Mitglieder, unter ihnen auch ein alter Bekannter. Die Partei lässt das geschehen.



Stammtischatmosphäre: Parteitag der AfD Bayern.

Ganz rechts außen ist in der Alternative für Deutschland (AfD) ganz viel Platz. Weil die Partei nicht gewillt ist einen klaren Trennstrich zum rechtsextremen Milieu zu ziehen, wächst der Einfluss von Strömungen, die die Partei noch weiter in Richtung Nationalismus verschieben wollen, immer weiter.

Gut nachvollziehen lässt sich diese Entwicklung an Benjamin Nolte. Zwar musste der extrem rechte Burschenschaftler im März von seinem Vorstandsposten in der Jugendorganisation Junge Alternative (JA) zurücktreten, doch seinem Einfluss innerhalb der Partei hat das kaum geschadet. Anfang Dezember gründete Nolte die „Patriotischen Plattform“ in Bayern. In diesem Zusammenschluss organisieren sich AfD-Mitglieder, die sich „nationalliberal“ nennen, aber besonders die erste Hälfte des Wortes betonen. Eine offizielle Parteigliederung ist die Plattform nicht, doch die fehlende Distanzierung aus der Parteiführung lässt ihnen viel Entfaltungsraum.

Vor sieben Monaten sah es kurzzeitig so aus, als wäre Noltes Karriere in der AfD beendet. Nach einer Berichterstattung über seine Verbindungen ins rechtsextreme Milieu zog sich Nolte aus dem JA-Vorstand zurück.

Die taz hatte seine Mitgliedschaft im Altherrenverband der vom bayerischen Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuften Münchener Burschenschaft Danubia öffentlich gemacht und über einen rassistischen Vorfall auf einer Festveranstaltung der Deutsche Burschenschaft (DB) 2009 in Eisenach berichtet. Damals hatte Nolte gegen einen schwarzen Burschen gehetzt und mit einer Bananen-Übergabe provoziert.

Begrenzte Aufregung

Doch die Empörung in der AfD hielt sich in Grenzen. Mit Noltes Verzicht auf sein Amt in der Jungen Alternative war die Angelegenheit erledigt. Ein Ausschlussverfahren gegen ihn wurde nicht angestrengt, zu gering seien die Erfolgsaussichten, urteilte Parteichef Bernd Lucke. Eine Abgrenzung von Nolte blieb aus. Der rassistische Eklat liege lange zurück und sei unter Alkoholeinfluss geschehen, außerdem habe sich Nolte wiederholt entschuldigt, hieß es damals allenthalben.

Nolte trat seitdem als Wahlkämpfer der Münchner AfD im Europawahlkampf, als Security bei Parteiveranstaltungen und auch beim Landesparteitag der AfD Bayern in Erscheinung, wie Recherchen von Robert Andreasch vom antifaschistischen a.i.d.a Archiv München belegen. Auch bringe Nolte zu Veranstaltungen „tischweise Burschenschaftler“ mit. Umstritten scheint der Partei-Rechtsaußen nicht zu sein, „sonst würden sie ihn nicht nach außen präsentieren“, sagt Andreasch.

Zusammen mit einigen Burschenschaftlern und Ex-Mitgliedern der rechtsextremen Kleinstpartei Die Freiheit hat Nolte nun also die Patriotische Plattform in Bayern gegründet. Ganz nach dem Vorbild Sachsens, wo sich der rechte Parteiflügel schon seit Monaten in der Plattform organisiert.

Die dort versammelten Patrioten bekämpfen den als zu liberal kritisierten Kurs von Parteichef Lucke. Dabei ist ihnen keine Aussage zu radikal, kein Ressentiment zu weit hergeholt, kein Populismus zu billig. In der Gründungserklärung heißt es in fast schon völkischem Tonfall: „Das deutsche Volk ist die Gesamtheit der Menschen, die unsere Kultur tragen.“

Was die Plattform vermutlich als Liberalismus versteht, schiebt sie hinterher: „Wir sind gerne Deutsche und heißen jeden in unserer Mitte willkommen, der unsere Sprache spricht, der sich wie wir mit unserem Land identifiziert und sich als Deutscher versteht, ganz gleich, wo seine Eltern geboren sind.“

Gemeinsame Sache mit Pegida


Aus diesem Selbstverständnis heraus, wollen die Mitglieder der Plattform die AfD zum parlamentarischen Arm der Pegida-Bewegung machen. Was Pegida noch fehle, sei „eine Partei, die den Protest in die Parlamente trägt“, schrieb Hans-Thomas Tillschneider, Mitglied des sächsischen Landesvorstandes der AfD und der Patriotischen Plattform unlängst auf der Website der Plattform. „Das wahre Problem ist der langsame und stete Prozeß der Verwirklichung von mehr und immer mehr Islam“, heißt es dort weiter.

Aus der AfD hört man zu den Inhalten und Bestrebungen der Plattform wenig. Bayerns Landesvorsitzender Andre Wächter verweist auf Nachfrage der taz darauf, dass die Mitgliedschaft der Partei eben „heterogen“ sei, er daher „keine Probleme“ mit dem Zusammenschluss habe. Auch die Teilnahme einiger AfDler an einer Pegida-Demo in Würzburg sei „deren gutes Recht“.

Andererseits betont Wächter, dass es sich um keine Organisationsstruktur der AfD handele. Denselben Status hatte anfänglich auch die Junge Alternative, bis sie schließlich offiziell anerkannt wurde. Befürworte er solch einen Weg auch für die Patriotischen Plattform? „Das muss die Bundesebene der Partei entscheiden.“

Uwe Wurlitzer, Generalsekretär im von Frauke Petry geführten sächsischen Landesverband der AfD, sieht dagegen jeden Landesverband selbst dafür verantwortlich, die Strömung anzuerkennen oder nicht. Obwohl die Plattform in Sachsen seit Monaten stark vertreten und prominent besetzt ist, sagt Wurlitzer, er habe sich mit „deren Inhalten noch nicht beschäftigt“.

Die Begeisterung der Plattform-Mitglieder für die Pegida-Demonstrationen hält auch Wurlitzer nicht für problematisch. Gegenüber der taz bestätigte er, dass die Organisatoren der Dresdner Demo von der Fraktion in den Landtag eingeladen wurden. Das Treffen solle im Januar stattfinden.

Wurlitzer und Wächter stehen durchaus repräsentativ für den Kurs der Gesamtpartei. Wohl in dem Wissen, dass die Patrioten näher an der Stimmung der Parteibasis sind als der um sein Überleben kämpfende Flügel um Lucke und Hans-Olaf Henkel, lässt man sie gewähren und vermeidet inhaltliche Kritik. Solange die Strömung kein offizielles Parteiorgan ist, kann man sich bei kritischen Nachfragen bedeckt halten. Für Nolte und Konsorten ist das eine positive Nachricht. Vielleicht macht Bananen-Nolte doch noch Karriere in der AfD.
http://www.taz.de/Die-AfD-und-der-rechte-Rand/!151630/
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Kuddel


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« Antworten #45 am: 19. April 2015, 17:45:06 »

Zitat
Gemütlich saß Bernd Lucke mit seiner Ehefrau im Bordbistro des ICE auf der Fahrt nach Köln. Dann wird eine Gruppe FC-Köln-Fans auf den Chef der AfD aufmerksam. Wie der Kölner "Express" berichtet, fordern sie den Politiker dazu auf, den Zug zu verlassen. "Wir wollen keine Nazis hier!", rufen sie.

Zunächst habe Lucke versucht, die Situation zu entschärfen. "Ich bin privat mit meiner Frau hier, lassen sie mich", habe er gesagt. Die Fans hätten nur dagegengehalten, mit Aussagen wie: "Für die Politik, die du machst, musst du dir das auch gefallen lassen."

Lucke habe erst das Abteil verlassen und dann Hilfe beim (italienischen) Schaffner gesucht. Der war darüber nicht sonderlich erfreut. "Und ich muss den Lucke jetzt verteidigen - als Ausländer", zitiert der "Express" den Mann.

Zuguterletzt habe der AfD-Chef schließlich die Polizei gerufen, die sich an jedem Zwischenstopp des ICE positionierte. Eingreifen musste sie jedoch nicht. Lucke und seine Frau stiegen in Wuppertal aus, zwei Stationen vor Köln. Ob sie vorzeitig den Zug verließen, um weiteren Fan-Anfeindungen zu entgehen, ist unklar.
http://www.stern.de/politik/deutschland/afd-chef-bernd-lucke-von-koeln-fans-aus-der-bahn-vergrault-2188177.html

Sehr schön!
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Rudolf Rocker
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« Antworten #46 am: 19. April 2015, 18:20:53 »

Yeaa! Cool! Thank you FC Köln Fans!
Beste Grüße von den St. Pauli Fans! Wink

United we can stop this shit!!



« Letzte Änderung: 19. April 2015, 18:22:50 von Rudolf Rocker » Gespeichert

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CubanNecktie


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« Antworten #47 am: 19. April 2015, 18:24:20 »

Farben Blau + Rot prägen das AFD Logo = ergibt die Farbe dreckiges Neu-Braun (bzw. dreckiges Alternativbraun) 
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Vorstellungsgespräch bei einer Leihbude?
ZAF Fragebogen
Passwort: chefduzen.de

... und nun die durchgeschröderte Masse noch stärker unterdücken und nochmals ordentlich durchmerkeln, bis es ordentlich braun wird.
marvin_gate-way


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« Antworten #48 am: 19. April 2015, 20:01:34 »

Zuerst einmal möchte ich mich bei den Fans des 1.FC Köln für diese wirklich gelungene Aktion bedanken.
Ich finde es nichts wie richtig, Politikern auch in deren Freizeit immer wieder vor Augen zu führen, was man von ihrer "Arbeit" so hält!
Leider bekommt man denen selten so nahe, wie hier die Fans des 1.FC Köln.
Das einzige, was mich bei der AfD zum Nachdenken anregt, (das Parteiprogramm ist unter aller Sau, einen Gedanken daran zu verschwenden, lohnt nicht der Mühe, der Parteivorsitzende ist ein verkappter Ewig-Gestriger, dem auch jahrelange Überzeugungsarbeit nicht hilft, seine Verblendung zu erkennen und die Wähler dieser Partei haben anscheinend aus den 12 Jahren des letzten deutschen "Reiches" noch weniger gelernt als der Parteivorsitzende) ist eine Frage, die schon ein Herr Stelter (bei diversen Karnevalsveranstaltungen in Köln Grin) in folgenden Reim gefasst hat:
"Wenn die AfD die Wahlkampfkosten vom Steuerzahler nun erstattet kriegt, kriegt die AfD dann D-Mark oder Reichsmark, weil : Euros wollen die ja nicht!"
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« Antworten #49 am: 04. Juli 2015, 19:47:49 »

Zitat
Die nationalkonservative Frauke Petry ist die neue, alleinige Vorsitzende der AfD. Sie setzte sich unerwartet deutlich gegen Parteimitbegründer Bernd Lucke durch.
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2015-07/afd-parteitag-frauke-petry-zur-vorsitzenden

War die AfD zuvor eine rechte Version der FDP, so ist es nun eine bürgerliche NPD, gepaart mit christlichem Fundamentalismus.
Es ist kaum erträglich, wie die Presse diesen gefährlichen Haufen als "nationalkonservativ" verharmlost.
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