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Autor Thema: Anti Euro Partei AfD  (Gelesen 79894 mal)
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Schluepferstuermer


Beiträge: 930


« Antworten #325 am: 03. Dezember 2017, 14:07:50 »

Ich bekomme so einen Hals. Alle Medien berichten Nachrichten über die AfD. Sind wir denn schon im Nazi-Land?
Dazu werden diese Nazis auch noch behütet.
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lg Schlüpferstürmer

Die Massenmedien sind schon lange die 4. Macht im Staat.
Wir haben folglich Legislative, Judikative, Exekutive und Primitive.
"Bild" Euch Eure Meinung
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Wer die CxU und SPD in ihrer Terrorherrschaft gegen das eigene Volk lobt, lobt ihren braungefärbten Nazicharakter!!
counselor


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« Antworten #326 am: 03. Dezember 2017, 14:24:53 »

Mich kotzt das auch an. Stündlich kommt der neueste AfD-Dreck im Radio und Phoenix überträgt den Parteitag live. Pfui Deibel! POO
« Letzte Änderung: 03. Dezember 2017, 14:50:44 von counselor » Gespeichert

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Kuddel


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« Antworten #327 am: 03. Dezember 2017, 14:32:51 »

Diese Entwicklungen sind keine Kleinigkeit.
Bei der AfD hat sich der offen faschistische Flügel durchgesetzt.

Zitat
Die Macht der Völkischen

Auf dem AfD-Parteitag hat die völkisch-nationalistische Strömung gewonnen. Mit Meuthen und Gauland hat das Höcke-Lager ihre Leute durchgesetzt.


Einen Showdown werde es nicht geben, hatte Parteichef Jörg Meuthen am Samstagfrüh zur Eröffnung des AfD-Bundesparteitags versprochen. Doch Meuthen hat sich getäuscht. Der in der Nacht zuvor mühsam ausgekungelte Kompromiss zur neuen AfD-Spitze fiel bei den Delegierten durch. Stattdessen gab es einen Showdown, der es in sich hat. Der deutlich macht, wie weit rechts die AfD inzwischen steht. Wie gespalten die Partei ist. Und dass der völkisch-nationalistische Flügel um Björn Höcke noch weit einflussreicher ist als bislang gedacht. Gegen ihn war ein neuer Parteichef nicht durchsetzbar.

Fast 50 Prozent der Parteitagsdelegierten stimmten für eine weithin unbekannte Überraschungskandidatin von Rechtsaußen, die Höckes Flügel vor allem mit einem Ziel ins Rennen schickte: Sie sollte verhindern, dass der in der AfD als liberal-konservativ geltende Berliner Landeschef Georg Pazderski zu Meuthens Co-Vorsitzendem gewählt wird – oder ihm zumindest einen möglichst schwachen Sieg bescheren.

Pazderski hat mit Ex-Parteichefin Frauke Petry zusammengearbeitet und war bei der Nato, er will die AfD in die Regierung führen und sich dafür auch vom rechten Rand abgrenzen. Und, was der Flügel gar nicht mag: Pazderski hat das Parteiausschlussverfahren gegen Rechtsaußen Höcke unterstützt. Kurz: Für Höckes Flügel gehört Pazderski schon fast zu den „Altparteien“ – und auf keinen Fall an die Spitze der AfD.

Die weithin unbekannte Doris von Sayn-Wittgenstein, Landesvorsitzende in Schleswig-Holstein und Rechstaußen in der Partei, trat an und traf mit ihrer Rede „die Seele der Partei“, wie Gauland es nennt. Sie verkündete, erst 2016 in die AfD eingetreten zu sein, als diese eine „mehr patriotische Richtung“ genommen habe. Sie sagte Sätze wie: „Das ist nicht unsere Gesellschaft“, „Ich wünsche mir, dass die anderen bei uns um Koalitionsgespräche betteln“ und „Nur der Nationalstaat hält die Demokratie am Leben.“ Dazu etwas Hass auf „Antifanten“ und Verständnis für Russland. Das reichte. Sayn-Wittgenstein bekam 49 Prozent der Stimmen, nur wenige mehr, und sie wäre tatsächlich Parteichefin neben Meuthen geworden.

Irgendwann steht Höcke zur Kandidatur bereit


Damit hat der Flügel einen Kompromiss gesprengt, der Pazderski unter gewissen Zugeständnissen zu Meuthens Co-Chef gemacht hätte. Und gezeigt: Ohne uns läuft es in der AfD nicht. Am Ende bekamen die völkischen Nationalisten genau das, was sie ohnehin wollten: Fraktionschef Alexander Gauland trat als Meuthens Co-Chef an, Pazderski und Sayn-Wittgenstein zogen zurück, Gauland wurde gewählt.

Nun hat der Flügel genau jene Parteichefs, die er sich gewünscht hat. Zwei, die zu ihm stehen und sich schützend vor Höcke stellen. Und er muss noch nicht einmal selbst Verantwortung übernehmen. Denn Meuthen und Gauland betonen gern, dass sie nicht Mitglied der rechten Strömung sind. Und wenn die beiden Fehler machen wie vor ihnen Petry und Lucke: Irgendwann steht Höcke zur Kandidatur bereit.
http://www.taz.de/Kommentar-Neue-Parteichefs-der-AfD/!5467235/

Gegner dieser Entwicklung werden von den Bullen mit Wasserwerfern und Pfefferspray bearbeitet. Das wundert wenig, wir haben einen faschistischen Bundesinnenminister.

Ich kann counselor nur zustimmen, die Berichterstattung und die Dummheit der Journalisten sind unerträglich.
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Rudolf Rocker
Waldkauz


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« Antworten #328 am: 03. Dezember 2017, 15:14:43 »

Zitat
Wasserwerfer am Gefrierpunkt
...Bei der Großdemonstration am Samstagnachmittag wurde der Block, der Initiative »Nationalismus ist keine Alternative« von einem dreireihigen Polizeispalier* begleitet. Auch als sich die ganze Demonstration mit über 5000 Teilnehmern gegen diese Maßnahme stellte, reagierte die Polizei nicht und zog ihre Linie durch. Die Antifaschisten waren in Hannover offenbar die Staatsfeinde, nicht die völkischen Nationalisten.

https://www.neues-deutschland.de/artikel/1072076.protest-gegen-den-afd-parteitag-wasserwerfer-am-gefrierpunkt.html




*Es war sogar ein vierreihiges Polizeispalier!
« Letzte Änderung: 03. Dezember 2017, 15:23:06 von Rudolf Rocker » Gespeichert

Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!
Rudolf Rocker
Waldkauz


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« Antworten #329 am: 04. Dezember 2017, 22:19:35 »

Zitat
AfD-Parteitag: Massive Vorwürfe gegen Polizei
http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/AfD-Parteitag-Massive-Vorwuerfe-gegen-Polizei,afd1468.html
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Kuddel


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« Antworten #330 am: 05. Dezember 2017, 11:43:08 »

Zitat
"Flammenwerfer bitte" – So reagieren AfD-Fans auf die Proteste gegen den Parteitag
Mit einer Facebook-Umfrage hat die Partei den Blutrausch ihrer Fans entfesselt.
https://www.vice.com/de/article/vbzm7y/flammenwerfer-bitte-so-reagieren-afd-fans-auf-die-proteste-gegen-den-parteitag
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Rudolf Rocker
Waldkauz


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« Antworten #331 am: 05. Dezember 2017, 13:23:11 »

Zitat
„Wie die Irren auf uns eingeschlagen“
 http://taz.de/Anti-AfD-Demonstrant-ueber-Polizeieinsatz/!5463979/
Gute Besserung an die Verletzten!
« Letzte Änderung: 05. Dezember 2017, 13:26:21 von Rudolf Rocker » Gespeichert

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Frieden2001


Beiträge: 57


« Antworten #332 am: 05. Dezember 2017, 14:03:49 »

Zitat
"Flammenwerfer bitte" – So reagieren AfD-Fans auf die Proteste gegen den Parteitag
Mit einer Facebook-Umfrage hat die Partei den Blutrausch ihrer Fans entfesselt.
https://www.vice.com/de/article/vbzm7y/flammenwerfer-bitte-so-reagieren-afd-fans-auf-die-proteste-gegen-den-parteitag

Ich bin in dieser Hinsicht schon lange der Meinung, dass man die Leute dieser Hass-Gülle-Kommentare in den asozialen Medien (von wegen soziale Medien) strafrechtlich verfolgen und belangen sollte. In dieser Richtung passiert mir zu wenig. Facebook ist die Geißel des Internets!
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Fritz Linow


Beiträge: 1114


« Antworten #333 am: 07. Dezember 2017, 14:36:07 »

Zitat
7.12.17
Doris von Sayn-Wittgenstein

AfD-Fürstin hat Vergangenheit in Reichsbürger-Szene

Die Landeschefin der Nord-AfD fiel beim Parteitag in Hannover mit einer scharfen Rede auf, in der sie unter anderem die „Identitäre Bewegung“ verharmloste. Nun kommt heraus: In der Vergangenheit war sie bereits in rechtsextremen Kreisen unterwegs.
(...)
„Bitte schieben Sie mich nicht in die Reichsbürgerschiene.“(...) „Die Bundesrepublik besteht, das ist ja gar keine Frage“, sagt Doris von Sayn-Wittgenstein – um dann allerdings hinzuzufügen, dass es sehr wohl eine Frage sei, was das zum Beispiel für Leute bedeute, „die zwischen 1945 und 1949 enteignet worden sind in den sogenannten neuen Bundesländern? Und natürlich auch: Was bedeutet es für die Entschädigung von Vertriebenen?“ Es gelte zudem weiterhin der Auftrag des Artikels 146 des Grundgesetzes – darin geht es um die Ablösung des Grundgesetzes durch eine echte Verfassung. „Das ist die Idee dahinter“, sagt die AfD-Politikerin. (...)

http://www.haz.de/Nachrichten/Politik/Deutschland-Welt/AfD-Fuerstin-hat-Vergangenheit-in-Reichsbuerger-Szene

Dieselbe Schiene wie das Storchenpaar. Dem Drecksadel, dem falschen Adel geht es darum, zumindest erstmal Entschädigung zu bekommen.
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counselor


Beiträge: 3040



« Antworten #334 am: 31. Dezember 2017, 00:48:07 »

Zitat
AfD-Stiftung - Millionen auf die Mühlen rassistischer Propaganda

Die ultrareaktionäre, faschistoide AfD will im März eine „Gustav-Stresemann-Stiftung“ gründen.

Quelle: https://www.rf-news.de/2017/kw52/afd-stiftung-millionen-auf-die-muehlen-rassistischer-und-faschistischer-propaganda
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Wernichtsweissmussallesgl


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« Antworten #335 am: 31. Dezember 2017, 23:22:30 »

Stresemann verwesemann hiess es schon damals.
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Wernichtsweissmussallesgl


Beiträge: 265


« Antworten #336 am: 02. Januar 2018, 10:48:03 »

Die Kölner Polizei hat Strafanzeige wegen Volksverhetzung gegen Beatrix von Storch gestellt, nachdem sie sich mal wieder abfällig über ihren Twitteraccount geäussert hat. Es werde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.
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Schluepferstuermer


Beiträge: 930


« Antworten #337 am: 02. Januar 2018, 21:33:52 »

Sie ist von der Maus abgerutscht.

Kennen wir doch
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« Antworten #338 am: 03. Januar 2018, 00:35:40 »

Oder es ist mal wieder von Meinungsfreiheit gedeckt, wie beim Höcke. Die olle kannste mir nackt aufs Bett legen, ich fasse sowas nicht an. Ekelhaft.
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« Antworten #339 am: 05. Januar 2018, 12:48:14 »

Zitat
AfD-Anzeige gegen Eintracht-Präsident Fischer

Im F.A.Z.-Interview hatte Peter Fischer die AfD scharf angegriffen. Es folgte ein öffentlicher Schlagabtausch. Nun legt die Partei nach und stellt Strafanzeige gegen den Präsidenten von Eintracht Frankfurt.

Nach verbalen Attacken gegen Anhänger der AfD haben die beiden hessischen Landessprecher der Partei Strafanzeige gegen Eintracht Frankfurts Präsident Peter Fischer wegen Beleidigung, übler Nachrede und Verleumdung gestellt. „Wir hätten gern auf diesen Schritt verzichtet. Aber die völlig inakzeptablen Bezeichnungen wie ’braune Brut’ und ’Nazis’ von Herrn Fischer, die sich gegen alle AfD-Wähler und damit auch gegen uns richten, können und dürfen so nicht beibehalten werden“, sagte Sprecher Klaus Herrmann in einer Mitteilung des AfD-Landesvorstands vom Mittwoch. Er und sein Sprecherkollege Robert Lambrou haben die Anzeige demnach in Vertretung des Landesvorstands der Partei gestellt. Das Polizeipräsidium in Frankfurt am Main bestätigte dies. Sportvorstand Fredi Bobic hat dem Eintracht-Boss unterdessen den Rücken gestärkt. „Peter Fischer ist einer, der wirklich das Herz am richtigen Fleck hat und Dinge klar anspricht. Das gefällt mir. Seine Aussagen sind absolut nachvollziehbar“, sagte Bobic der „Bild“-Zeitung.

Vorausgegangen war ein öffentlicher Schlagabtausch des Eintracht-Präsidenten mit der AfD Hessen. Zunächst hatte Fischer in einem Interview der Frankfurter Allgemeinen Zeitung gesagt: „Es verträgt sich nicht mit unserer Satzung, AfD zu wählen.“ Nach Kritik aus der AfD legte er in einem Gespräch mit dem Hessischen Rundfunk nach: „Es gibt für die braune Brut keinen Platz. Solange ich da bin, wird es keine Nazis bei Eintracht Frankfurt geben.“ Die AfD Hessen hatte danach angekündigt, juristische Schritte gegen Fischer zu prüfen.
...

Quelle: FAZ
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« Antworten #340 am: 05. Januar 2018, 15:32:15 »

Hoffentlich wirds ein Fehlschlag für die ArschbraunenFaschistenDeutschlands  kotz *würgh* AAAAAh - bei den Berichten davor, kann man sich aber nicht 100%ig sicher sein.
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« Antworten #341 am: 05. Januar 2018, 16:23:57 »

Die AfD ist brauner Dreck. Und Dreck fegt man weg!
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« Antworten #342 am: 05. Januar 2018, 16:31:40 »

Deshalb finde ich die Strafanzeige hilfreich, vielleicht schafft sie Fakten für den Umgang mit der AfD, die beleidigen blindlings im dümmsten Rassenwahn in der Welt herum und bei kleinster Kritik an sich selbst heulen sie los wie kleine Kinder. Und unseren "großen" Parteien scheint dieses Verhalten so gut zu gefallen, sie eifern schon heftig dem großen/erfolgreichen Vorbild AfD nach.
Post-, Alternativ-, faktisch verachten sie die AfD selbstverständlich.
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« Antworten #343 am: 05. Januar 2018, 19:11:54 »

Scherz

Die Union soll mit der AfD eine Koaltion machen. In 4 Jahren ist sie bei 0,2%
So war es bei sPD, FDP, dann wieder sPD mit der Teufelsanbeterin (verschlingendes Insekt).
Hihihi

Scherz beiseite

Die Union ist aus der Zentral-Partei entstanden und die gab den Nazis das Ermächtigungsgesetz.
Das ist Vielen nicht mehr bewußt. Genauso wie die NSDAP so stark werden konnte.
Da müssen wir aufpassen, dass uns dies mit der AfD nicht auch passiert.
« Letzte Änderung: 06. Januar 2018, 10:00:48 von Schluepferstuermer » Gespeichert

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« Antworten #344 am: 27. Januar 2018, 12:01:27 »

Preisausschreiben unter Nazis: 'Warum sind Sie in der NSDAP?'
von Robert Bongen, Jennifer Lange & Christian Salewski

Der eine wollte mithelfen, dass "in unserem Vaterland wieder Ruhe und Ordnung einkehrt". Der andere traute den alten Parteien nicht mehr über den Weg, fühlte sich missbraucht als "Stimmvieh". Und wieder ein anderer interessierte sich für die Nationalsozialisten, weil er in der Presse nicht die Wahrheit erfahre und "Adolf Hitler und seine Bewegung in der Presse fürchterlich heruntergerissen" wurden. So beschreiben Deutsche im Sommer 1934, warum sie schon früh in die NSDAP eingetreten sind.

Dass ein Friedrich Jörns aus Eschwege bei Kassel, ein Ernst Seyffardt aus Duisburg und ein Lehrer Schwarz aus Obernhain im Taunus ihre Motivation zu Papier gebracht haben, ist einer bemerkenswerten Aktion des amerikanischen Soziologen Theodore Fred Abel zu verdanken.

Goebbels genehmigte Ausschreibung
Nach einem Besuch in Deutschland kam dem US-Wissenschaftler Abel die Idee, einen Wettbewerb unter Nazis zu starten. Zuvor hatte er vergeblich versucht, persönlich Kontakt zu Hitler-Anhängern aufzubauen. Der amerikanische Soziologe wollte nun "die beste persönliche Lebensgeschichte eines Anhängers der Hitler-Bewegung" prämieren. Voraussetzung für die Teilnahme war, dass man schon vor 1933 Mitglied der NSDAP gewesen ist. Als Preisgeld lockten insgesamt 400 Reichsmark, die Theodore Abel aus eigener Tasche finanzierte. Der Hauptgewinn betrug ganze 125 Reichsmark. Reichspropagandaminister Joseph Goebbels erteilte überraschend eine Genehmigung für das Preisausschreiben. Viele in der Bevölkerung begrüßten die Idee. Hitler-Anhänger sahen hierin eine Gelegenheit, die im Ausland verbreiteten Vorurteile gegenüber der NSDAP abzubauen.

Verspottet, verlacht und ausgegrenzt
Vor 85 Jahren ist die NSDAP an die Macht gekommen. Vor 73 Jahren wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit. Bis heute fragt man sich, wie es so weit kommen konnte. Die bei Abel eingereichten politischen Lebensläufe geben Hinweise darauf. Die Anhänger schildern in ihren Briefen voller Stolz, wie sie schon zu Beginn der Hitler-Bewegung dabei waren. "In meinem Dörfchen war ich der erste Parteigenosse", schreibt etwa Lehrer Schwarz. Andere schildern, wie sie anfangs von Familie, Freunden und Arbeitskollegen verspottet, verlacht und ausgegrenzt wurden. Sie schreiben, dass sie ihre politische Ideologie in der Anfangszeit versteckten und sich heimlich zu Versammlungen schlichen, weil ihnen sonst Entlassung, der Boykott ihres Geschäfts oder körperliche Angriffe drohten.

Aus wenigen Anhängern wurden immer mehr
Aus den wenigen Anhängern wurden immer mehr. Ihre "Freude war unbeschreiblich", als Hitler zum Reichskanzler ernannt wurde. "Jetzt wussten wir, dass es mit der Macht der schwarzen und roten Bonzen vorbei war. Dass ein neues Deutschland geschaffen werden würde". So schrieb es damals Fritz Hafkesbrink aus Oberhausen. Weitere wiederkehrende Motive der Biogramme sind ein angeschlagener Nationalstolz, die Wut auf die alten Parteien und die Angst vor sozialem Abstieg. Aber auch die Angst vor den Fremden im Land, "wo deutsche Frauen und Mädchen von schwarzen Bestien (...) ungestraft geschändet werden konnten".

683 Nazis beteiligten sich
Den Aufruf zum Wettbewerb verbreitete Abel über die Parteipresse der NSDAP und Aushänge in den Parteizentralen im ganzen Land. Jeder Lebenslauf sollte unter anderem Angaben zu familiärem Hintergrund, Beruf, Ausbildung und der Rolle im ersten Weltkrieg enthalten. 683 Nazis haben 1934 mitgemacht und Abel teils maschinengeschriebene, teils handschriftliche Lebensläufe in der Länge von einer bis 80 Seiten geschickt. Abel arbeitete damals als Soziologe an der Columbia Universität in New York. Die Lebensläufe dienten ihm als Grundlage für sein Buch: "Why Hitler Came into Power: An Answer Based on the Original Life Stories of Six Hundred of His Followers". Die Hoover Institution der Stanford University hat diese "Biograms" inzwischen digitalisiert und mehr als 3.700 Seiten online gestellt.

https://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2018/Preisausschreiben-unter-Nazis-Warum-sind-Sie-in-der-NSDAP,nsbiograms100.html


Hier der Beitrag auf Youtube

https://www.youtube.com/watch?v=ZO4XPjyKmr4

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Gegen System und Kapital!


www.jungewelt.de
tleary


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« Antworten #345 am: 28. Januar 2018, 02:27:43 »

Hallo Frieden 2001,

das Prinzip, daß schon die alten Römer bis zur Perfektion umsetzten (damals in Form von Gladiatorenkämpfen), heißt "Herrsche und Teile". Wenn unsere neoliberale Regierung nicht viel geschafft hat, dann doch zumindest die perfekte Umsetzung dieses Prinzips, mit freundlicher Unterstützung ihrer Auftraggeber (Wirtschaftsbosse) und der nibelungentreuen Medien.

*Klugscheißmodus an*
Eigentlich heißt's ja "teile und herrsche". - Die Reihenfolge ist dabei wichtig, weil durch das Spalten und Aufeinanderhetzen des Feindes, die eigene Herrschaft gefestigt wird.
*Klugscheißmodus aus*

Zitat
Aber solange es Menschen mit der "Arbeit über alles" Mentalität gibt, mache ich mir über meine Hartz4-Karriere mit anschließender Altersarmutskarriere keinen Kopf mehr, da es eh nicht mehr für alle genügend Arbeitsplätze geben wird. Dann sollen die "Hauptsache Arbeit"-Zeitgenossen sich meinetwegen um die letzten Wohlstandskrümel kloppen.
Viele verbiegen sich beim "nützliches Mitglied dieser (kapitalistischen = kranken) Gesellschaft sein wollen" ja auch bis zum Gehtnichtmehr. Das geht sogar so weit, daß sie aufputschende und stimmungsaufhellende Medikamente einschmeißen, nur um weiter zu funktionieren, um eben ihren Part im Hamsterrad der Hamsterkolonie im "Freiluft-Hamsterkäfig BRD" spielen zu können, so wie man's von ihnen erwartet. Weil sie dann ja was besseres sind als ein gewöhnlicher Erwerbsloser. - Arme kleinbürgerliche Würstchen sind's, sonst nix!
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"Wir sind nicht hoffnungslose Idioten der Geschichte!"
(Rudi Dutschke, 1967)
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« Antworten #346 am: 30. Januar 2018, 10:43:24 »

Ist von 2016, ich hab nicht den ganzen Thread durchgeschaut ob das schon verlinkt wurde.

Zitat
NPD und AfD: Original und Kopie?
...

Quelle: Panorama via Fefes Blog

Kleingartenvereine?!
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« Antworten #347 am: 02. Februar 2018, 18:03:13 »

Zitat
Modeposse in Stuttgart
Breuninger wegen Kopftüchern angefeindet

In den Schaufenstern des Modehauses Breuninger tragen Puppen Kopftücher. Das ruft Islamkritiker auf den Plan, vorneweg den AfD-Bundestagsabgeordneten und Stuttgarter Stadtrat Lothar Maier.
...

Quelle: StN


Ohjeh, schon in meiner Kindheit war das bäuerliche/ländliche Umfeld nahezu vollständig islamisiert, dank der AfD wurden mir jetzt die Augen geöffnet, ich bin entsetzt, hmm..., so gesehen befindet sich der Islam seither sogar im Rückzug, es gibt heute wesentlich weniger teutsche islamisierte Kopftuch tragende Frauen.
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« Antworten #348 am: 13. Februar 2018, 18:26:13 »

In diesem Forum findet Schulz kaum Anhänger und ich mag den Schulz auch nicht ... aber diese Aussagen gehen zu weit - eindeutig hirnkranker, brauner Nazischeixx ... 

Zitat

Der SPD-Abgeordnete Martin Habersaat schrieb: "Der AfD-Fraktionsvorsitzende Nobis will Martin Schulz "in den Hochofen fahren". Solche Äußerungen seien kein Versehen und keine harmlose Provokation. "Sie sind Kern faschistischer Kultur."


hier zum kompletten Artikel:

http://www.t-online.de/nachrichten/ausland/id_83201526/nach-hochofen-tweet-anzeige-gegen-afd-politiker-joerg-nobis.html
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« Antworten #349 am: 13. Februar 2018, 18:45:43 »

Es ist ok, auf schlimme Dinge hinzuweisen.
Wichtiger wäre es aufzuzeigen, wie man gegen die Rechtstendenzen wirkungsvoll vorgeht.
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