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Autor Thema: Mit Schippe und Spaten?  (Gelesen 5095 mal)
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Eivisskat
Gast
« am: 18. Juni 2013, 08:03:07 »

Zitat
Sachsen-Anhalt: 3000 ältere Hartz-IV-Betroffene sollen als »Ein-Euro-Jobber« Flutschäden beseitigen

 Als Elbe und Saale in Sachsen-Anhalt über die Ufer traten, schippten Tausende Freiwillige gemeinsam Sandsäcke und sicherten Deiche. Damit ist jetzt Schluß. Das vom Sparwahn ergriffene, weil mit rund 20 Milliarden Euro verschuldete Land greift fürs Aufräumen nach der Flut auf sein Erwerbslosenheer zurück.

Ran sollen unter anderem 3000 Ältere, und zwar ohne Lohn. Das hat das SPD-geführte Sozialministerium mit der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit (BA) vereinbart.

 Dafür hat die BA eigens ein Maßnahmepaket geschnürt. Im Rahmen des Programms »Aktiv zur Rente« will sie die über 50jährigen »wiedereingliedern« – in was, bleibt ihr Geheimnis. Denn dahinter verbergen sich schlicht Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung, im Volksmund »Ein-Euro-Jobs« genannt. Wie hinlänglich bekannt ist, befördern diese höchst selten in feste Arbeitsverhältnisse.

http://www.jungewelt.de/2013/06-18/041.php
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Rudolf Rocker
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« Antworten #1 am: 18. Juni 2013, 09:37:05 »

Da müsste man mal überlegen, ob diese Tätigkeiten nicht mit dem gesetzlichen Mindestlohn im Bauhauptgewerbe kollidieren.
Wenn ja: Strafanzeige gegen BA und das Land Sachsen-Anhalt wegen Unterstützung von Schwarzarbeit.
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Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!
Eivisskat
Gast
« Antworten #2 am: 06. August 2013, 15:05:55 »

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-bezieher-als-flutschaeden-beseitiger-9001542.php
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BGS
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« Antworten #3 am: 06. August 2013, 15:27:57 »

Ekelhaft: Zwangsarbeit in Drecksland statt sozialversicherter Arbeitsplätze. Wer die Zwangsarbeit ausgeführt hat, hat noch miesere "Aussichten" denn je auf einen regulären Arbeitsplatz.

Kann es noch widerlicher werden? Leider ja, ich sehe nach der Wahl die Artbeitslager kommen. Natürlich unter anderem Namen.

 kotz *würgh* AAAAAh

MfG

BGS
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"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

http://www.chefduzen.de/index.php?topic=21713.msg298043#new
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Rudolf Rocker
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« Antworten #4 am: 06. August 2013, 15:55:37 »

Reichsarbeitsdienst 2.0 Angry
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Tiefrot
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« Antworten #5 am: 07. August 2013, 00:43:25 »

Mal von einem Nachrichtenjunkie ein weiterer Blickwinkel:

Noch während der Flut hatten sämtliche Milliardärssparbüchsen rumgeflennt,
das alles würde sie teuer zu stehen kommen.
Als die Aufräumarbeiten halbwegs durch waren, brach im gleichen Kreis Jubel
darüber aus, daß es finanziell doch nicht so schlimm kam.

Ich kann mir das nur so erklären, das an einigen Stellen bereits Probeläufe für den
Zitat
Reichsarbeitsdienst 2.0
stattgefunden haben. Im ziemlich großen Stil.

Leider werden wir es im Fall meines Verdachts nicht wirklich belegen können...  Roll Eyes
« Letzte Änderung: 07. August 2013, 00:47:18 von Tiefrot » Gespeichert

Denke dran: Arbeiten gehen ist ein Deal !
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Wie bekommt man Milllionen von Deutschen zum Protest auf die Straße ?
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« Antworten #6 am: 07. August 2013, 08:54:14 »

Zitat
Leider werden wir es im Fall meines Verdachts nicht wirklich belegen können...

Zumindest nicht, solange nicht irgendwo mal ein paar Leute aufschlagen, die sagen, das sie sowas machen mussten!
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Tiefrot
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« Antworten #7 am: 07. August 2013, 14:54:26 »

Sind entsprechende Bretter so unbekannt, das sich dazu keine Berichte finden ?  shocked
Oder haben die Leute eine dermaßen scheissende Angst, sich zu äußern ?

Wie dem auch sei, es würde zumindest mich brennend ineressieren, ob ich da halbwegs richtig liege.
Schließlich möchte Mensch ja wissen, ob das Studium menschlicher Perfidie zielführend war.  Grin
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Eivisskat
Gast
« Antworten #8 am: 07. August 2013, 15:11:48 »

Vermutlich äussern sich keine, weil sie sich "geehrt" fühlen, dort mitmachen zu dürfen und in ihrem Alter der "Gesellschaft etwas zurück geben" können.

Die Gehirnwäsche VOR der Schufterei dem Einsatz ist bestimmt nicht ohne...

 Roll Eyes


http://www.sachsen-anhalt.de/index.php?id=27433

Zitat
Es werden Beschäftigungsmaßnahmen in Themenfeldern, die in besonderem Landesinteresse liegen, gefördert.


http://www.jungewelt.de/2013/06-18/041.php
« Letzte Änderung: 07. August 2013, 15:28:19 von Eivisskat » Gespeichert
anti-hartz4


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« Antworten #9 am: 08. August 2013, 02:00:17 »

Ein nach Sachsen gezogener CB Funkfreund teilte mir über Frazenbuch mit,dass er nun einen Drecksjob als Flutputzer zugewiesen bekommen hat. Hier mal sein Text:

habe ab montag mae massnahme, habe aber da einige rechtliche und vor allem persoenliche bedenken nach der gestern stattgefundenen einsatzbesprechung.

erstmal ist es eine 30h woche muessen aber im endeffekt 35h verbleiben da jeden tag 1h pause zugerechnet wird. ok kenne ich aufm normalen arbeitsmarkt, aber bei mae?? zulaessig??

desweiteren sollen werden wir mit maschienen arbeiten, deren bedienung ich weder kenne noch zu handhaben weis, hinzufuegend ist zu erwaehnen das die auch die eigene gesundheit und der dritter arg gefaerden koennen.

desweiteren habe ich zweifel an die art des einsatzes so sollen baume in hoher hoehe beschnitten oder geroell und unrat aus fluessen entfernt werden.

hinzukommend ist zu erwaehnen das bei fahrlaessigkeit (absicht iszt klar) ich der sklave haften soll.

habe mir mal die offiziellen gesetze zur mae handhabung durchgelesen, vieles finde ich laesst man aber offen, wie zb regelung der pausen und der einsatz mit geraetschaften.... wie siehst du die sache hast du mehr infos?Huh?

werde auf jeden fall ab montag eine videokamera mitnehmen um gegebenenfalls das geschehen dokumentieren zu koennen.

73
Freitag
00:31

Gerhard *****

Wichtig bei solchen Maßnahmen ist immer, Tagebuch führen. Denke dran,das du nicht Unfall-Versichert bist. Stell dich dumm an. Vieleicht solltest du auch mal durchsickern lassen ,den Vertrag deinem Rechtsbeistand zur Prüfung vorzulegen. Antreten mußt du den Mist leider auf jeden Fall erst einmal.
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Rudolf Rocker
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« Antworten #10 am: 08. August 2013, 08:39:20 »

Danke anti-hartz4!
Das ist der erste Hinweis das es diese MAE tatsächlich gibt.

Ich halte das in der Tat für mehr als fragwürdig, was da abgeht.



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Eivisskat
Gast
« Antworten #11 am: 08. August 2013, 08:53:29 »

Und guck´mal, was es für aufwendige Regelungen dazu gibt, um das ganze von allen Seiten abzusichern.

Da müssen die wochenlang dran gesessen haben...irgendwie doch völlig krank im Kopf!?

 Roll Eyes Shocked


http://www2.tglsa.de/fileadmin/user_upload/downloads/hochwasser_2013/RL_AzR_AENDERUNG_VEROEFFENTLICHT_19112010.pdf

http://www2.tglsa.de/download_azr_hochwasser_sonderfoerderung/
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Rudolf Rocker
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« Antworten #12 am: 08. August 2013, 09:37:13 »

Das ist wirklich total krank!
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BGS
Polarlicht


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« Antworten #13 am: 08. August 2013, 10:32:20 »

Das Gute an diesem neuen Skandal, auch wenn er mal wieder auf den Knochen von uns Ausgebeuteten stattfindet, ist das glasklar ersichtlich ist, daß das jetzige  System aus dem letzten Loch pfeift, nicht einmal mehr Geld für normal bezahlte, sozialversicherte "Arbeitsplätze" ist mehr vorhanden.

Somit können wir hoffen, bald die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Oder dies geschieht eben nicht. Aber dann wird die Zahl der Sklaven so groß werden, daß aus ihrem Kreis genug einzelne sich mit ungeahnter Kraft wehren werden gegen die unsäglichen Zustände in D. und deren Verursacher.

MfG

BGS  

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dagobert


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« Antworten #14 am: 08. August 2013, 12:53:54 »

Das ist der erste Hinweis das es diese MAE tatsächlich gibt.

Inzwischen aber nicht mehr der einzige:
Zitat
So sind es immer noch Sandsäcke in Millionenzahl, die geleert werden müssen. Dafür werden derzeit 363 Ein-Euro-Jobber beschäftigt.

http://www.volksstimme.de/nachrichten/lokal/stendal/1119979_363-Ein-Euro-Jobber-leeren-Sandsaecke.html

Zitat
Bezieher von Hartz IV-Leistungen sollen nun doch als Flutschäden-Beseitiger eingesetzt. Dies bestätigte das Bundesarbeitsministerium in einer Stellungnahme gegenüber der Zeitung „Bild“.

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-bezieher-als-flutschaeden-beseitiger-9001542.php

Zitat
Es geht aber doch gar nicht darum ältere Menschen wieder in Arbeit einzugliedern, damit diese dann in Sozialversicherte Arbeit rutschen. Sonder einzig und allein spielt hier der Kostenfaktor für die Beseitigung der Flutschäden die entscheidende Rolle. Die von der Flutkatastrophe betroffenen Länder wollen Geld sparen und das funktioniert mit billigst Arbeitskräften am besten, nämlich mit Hartz IV-Empfänger die eine solche Arbeit nicht einmal ablehnen können, weil ihnen ansonsten die Lebensgrundlage von den Jobcentern weg sanktioniert wird.

Wer will hier noch behaupten das es keine Zwangsarbeit in Deutschland gibt, die auch noch mit einer guten Tat getarnt ist.

http://velbertbloggt.blogspot.de/2013/08/hartz-iv-empfanger-mussen-nun-doch.html

Erfahrungsberichte von betroffenen Erwerbslosen scheint es aber wirklich noch nirgends zu geben.
« Letzte Änderung: 08. August 2013, 12:56:30 von dagobert » Gespeichert
Tiefrot
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« Antworten #15 am: 08. August 2013, 13:18:44 »

Die Presseverlautbarungen reichen mir als Beleg
für die Existenz des Reichsarbeitsdienst 2.0 vollkommen aus.      kotz *würgh* AAAAAh
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götzb


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« Antworten #16 am: 08. August 2013, 22:53:36 »

Ein Euro Zwangsarbeit ist keine Arbeitnehmertätigkeit, deswegen ist auch die Haftung ausgeschlossen.
Da sollte man denn auch nichts unterschreiben.
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Sabotage als legitimes Mittel gegen Zwangsarbeit und Niedriglohn.
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