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Autor Thema: Mittel- und Südamerika  (Gelesen 5632 mal)
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« am: 23. Juli 2013, 09:44:17 »

Zitat
Militärs in Honduras töten Staudammgegner

Soldaten eröffnen Feuer auf Kraftwerksgegner. Sozialer Protest wird kriminalisiert

Río Blanco/Intibucá. Bei einer Protestaktion gegen den Bau des Staudammprojektes Agua Zarca im honduranischen Río Blanco wurde Tomas García, lokales Mitglied der indigenen Organisation COPINH, von Soldaten erschossen. Sein Sohn Allan wurde ebenfalls von zwei Kugeln getroffen und schwer verletzt ins Krankenhaus von Santa Barbara eingeliefert. Auch der Minderjährige Cristian Anael Madrid wurde tot aufgefunden.

Der Vorfall ereignete sich, als die Dorfbewohner vor dem Firmengelände von DESA und SINOHYDRO eine friedliche Kundgebung abhalten wollten.

Laut Berta Caćeres, Generalkoordinatorin von COPINH, hatten Mitglieder der Armee ohne Vorwarnung das Feuer eröffnet, als sich die Teilnehmer der Kundgebung dem Eingangstor des Firmengeländes von DESA und SINOHYDRO näherten.

Den Vorfällen folgte eine Medienkampagne des Unternehmens DESA und des honduranischen Militärs mit dem Ziel COPINH zu kriminalisieren. Laut einer Pressemitteilung von DESA handelten die Militärs in reiner Notwehr, als bewaffnete Dorfbewohner sich gewalttätig Zugang zum Firmengelände verschaffen wollten.
....

Quelle: amerika21.de


Zitat
800 Fischer blockieren Belo-Monte-Baustelle

Fischer fordern Entschädigungen für Rückgang der Fangerträge. Bis zu 40.000 Menschen sollen im Zuge des Staudammbaus vertrieben werden

Brasília. Rund 800 Fischer haben am Mittwoch den Eingang zur Baustelle des Belo-Monte-Staudamms im nordbrasilianischen Bundesstaat Pará blockiert. Die Fischer beklagen starke Rückgänge ihrer Fangerträge seit Beginn der Bauarbeiten für Belo Monte, den am Fluss Xingu gelegenen drittgrößten Staudamm der Welt. Die Protestaktion der Fischer wird von der Bewegung der Staudammbetroffenen (MAB), der Jugendbewegung Levante Popular da Juventude und anderen zivilgesellschaftlichen Gruppen unterstützt.

Die Fischer verlangen vom Konsortium Norte Energia, das den 11-Gigawatt-Staudamm Belo Monte in der Nähe der Stadt Altamira bauen lässt, Entschädigungen für die bereits erlittenen sowie für die kommenden Einbußen beim Fischfang. Zudem fordern sie das Konsortium auf, ihnen neue Anlegestellen für ihre Boote sowie technische Unterstützung zu gewähren. Die Protestierenden wurden laut Angaben der MAB von Vertretern des Konsortiums Norte Energia zum Gespräch empfangen. Die Verhandlungsvertreter des Konsortiums hätten aber keine Befugnisse gehabt, den Fischern Zugeständnisse zu machen. Daher hätten die 800 Fischer einen der Zugänge zur Baustelle von Belo Monte besetzt, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen.
....

Quelle: amerika.de


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Dieter Hildebrandt
Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, gut angepasst an eine kranke Gesellschaft zu sein.
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« Antworten #1 am: 02. August 2013, 10:01:12 »

Zitat
Ein Scharfschütze sollte am 24. Juli im Rahmen des entwickelten Einsatzes „Baby“ auf den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro schießen.

Nach dem Mord sollten etwa 400 speziell ausgebildete Leute Panik und Chaos auf Militärobjekten  erzeugen.

In die Verschwörung sind der von Venezuela und Ghana wegen Terrorismus angeklagte Konterrevolutionär Luis Posada Carriles, der venezolanische Oppositionsanführer Henrique Capriles, der kolumbianische Ex-Präsident Álvaro Uribe, der honduranische Politiker Roberto Micheletti und ein gewisser CIA-Agent verwickelt, teilte der venezolanische Innenminister Miguel Rodriguez Torres mit. Für die Vorbereitung des Mordes wurden insgesamt etwa 2,5 Millionen US-Dollar ausgegeben.
....

Quelle: Internetz-Zeitung


Zitat
US-Drohnen für Kolumbien

Unbemannte Flugobjekte werden sonst nur in Kriegs- und Krisengebieten wie Afghanistan, Irak, Pakistan und Jemen eingesetzt

Bogotá. Wie die kolumbianische Tageszeitung El Tiempo in ihrer Onlineausgabe berichtet, planen die USA, Kolumbien und weitere Länder zur Unterstützung des Kampfes gegen Drogenhandel und Terrorismus mit Drohnen zu beliefern.

De Zeitung bezieht sich auf US-Medienberichte, nach denen die US-Regierung den Gebrauch der unbemannten Fluggeräte auch auf "Krisenregionen" ausdehnen will. Bislang seien Drohnen "nur in Kriegsgebieten wie Irak und Afghanistan" eingesetzt worden. Nach einem Bericht der US-Tageszeitung Washington Post wollen die USA Drohnenangriffe dort reduzieren. Die dann zur Verfügung stehenden Fluggeräte sollen in anderen Weltregionen zur Spionage und Aufklärung eingesetzt werden.
....

Quelle: amerika21.de


Dazu passend:
Zitat
US-Gerichte billigen unbegrenzte Inhaftierung und Folter

Von Stephen Lendman
Die USA sind ein Polizeistaat. Die Regierung der USA ist völlig skrupellos und herrscht mit eiserner Faust. Das Völkerrecht wird als kurioses Relikt betrachtet. Die US-Bürgerrechte sind das Papier nicht mehr wert, auf dem sie niedergeschrieben wurden.

Von der Verfassung garantierte Rechte sind außer Kraft gesetzt. Für die meisten Menschen waren sie das auch schon bisher. Das trifft heute aber mehr als jemals zuvor zu. Die Bürgerrechte sind null und nichtig. Die machtvolle Exekutive diktiert die Regeln. Kongress und die Bundesgerichte lassen das zu, weil sie zu Komplizen geworden sind.
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Quelle: Gegenmeinung


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« Antworten #2 am: 21. August 2013, 12:32:00 »

Zitat
Welle von Bergarbeiterstreiks in Südamerika

In der weltgrößten Kupfermine, Escondida in Chile traten am 15. August. 2.500 Bergleute in Streik. Sie fordern Auszahlung der Jahresprämie, bessere Arbeitsbedingungen und den Abbau von Überwachungskameras. Die Mine gehört mehrheitlich den australischen Konzernen BHP Billiton und Rio Tinto. In Peru streiken die Arbeiter der Eisenmine Shougang (chinesischer Konzern) für höhere Löhne. Bemerkenswert ist die anwachsende kämpferische Bewegung handwerklich arbeitender Bergleute. In diesem Bereich sind in Peru rund 500.000 Arbeitsplätze. Die informellen Gold-Bergleute in Peru beginnen diese Woche mit regionalen Streiks. Sie werfen der Regierung vor, dass sie nur zum Schein Genehmigungsverfahren durchführt, da die damit verbundenen Auflagen und Kosten untragbar sind. Damit werden die Bergleute in die Illegalität getrieben und die großen Bergbaukonzerne bekommen die Rechte. Die peruanische Regierung fördert skrupellos die Expansion der internationalen Monopole auf Kosten der Arbeiter, ihren Familien und der Umwelt. Der Bergbau- und Energieminister erklärte jetzt das Projekt "Conga" der Goldmine Yanacocha sei unverzichtbar. Seit Jahren kämpfen die Bewohner der Provinz Cajamarca gegen dieses Projekt, das das Trinkwasser vergiftet. Die Regierung will auch den Kupferabbau bis 2016 verdoppeln.


Quelle und vollständiger Artikel: rf-news
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« Antworten #3 am: 02. Februar 2014, 18:47:31 »

Zitat
Ungleichheit in Lateinamerika weiter reduziert

Lateinamerika schafft Wende entgegen dem globalen Trend. UN-Wirtschaftskommission empfiehlt weitere Anstrengungen

Oxford/Havanna. Lateinamerika ist die einzige Weltregion, die im vergangenen Jahrzehnt die Ungleichheit in der Einkommensverteilung reduzieren konnte. Dies geht aus dem jährlichen Verteilungsbericht der Entwicklungsorganisation Oxfam hervor. Demnach weisen heute 14 der 17 untersuchten Länder auf dem Kontinent eine ausgewogenere Verteilung auf als vor zehn Jahren. Dies steht in Kontrast zur weltweiten Entwicklung, für die Oxfam insbesondere seit Beginn der Weltwirtschaftskrise im Jahr 2007 eine massive Zunahme der Einkommensunterschiede konstatiert.
....

Quelle: amerika21


Es geht doch, ein paar Prioritäten anders gesetzt und schon geschehen Zeichen und Wunder.




Noch etwas:
Zitat
Celac-Gipfel beschließt "Zone des Friedens"
 
Zum Abschluss des Gipfeltreffens Aktionsplan verabschiedet. Bekämpfung von Armut, Hunger und Ungleichheit im Mittelpunkt

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Einer der Höhepunkte war die Verlesung der "Erklärung Lateinamerikas und der Karibik zu einer Friedenszone" durch den kubanischen Präsidenten Raúl Castro. Damit verzichtet die Gemeinschaft auf die Nutzung von Atomwaffen und lehnt militärische und politische Interventionen von außen bei Konflikten ab. Diese sollen durch Dialog innerhalb der Region gelöst werden. Für Lateinamerika ist dies ein wichtiger Schritt, da die Vergangenheit von militärischen und politischen Interventionen seitens der USA geprägt ist.
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In den Plenumsbeiträgen der Regierungsvertreter bestand Einigkeit über das Ziel der Armutsbekämpfung. Allerdings sehen Länder wie Kolumbien, Honduras und Mexiko eine auf neoliberalen Prinzipien (Privatisierungen, Freihandel) basierende Politik als Erfolgsgarantie dafür an, während zahlreiche andere Länder den entgegengesetzten Weg gehen. Boliviens Präsident Evo Morales drückte seine Hoffnung aus, dass irgendwann alle Regierungen in der Celac "sich von der neoliberalen Politik lösen und auch antiimperialistisch und antikapitalistisch werden". Am Beispiel Boliviens könne man sehen, dass eine unabhängige Politik zum Erfolg führe. Es gehe um die Dekolonisierung und die zweite Befreiung Lateinamerikas, bei der die Länder über ihre natürlichen Ressourcen und ihre Politik selbst entscheiden können, ohne Druck der USA oder des Internationalen Währungsfonds, so Morales weiter. ...
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Der Präsident von Uruguay, José "Pepe" Mujica betonte in seiner Rede, dass es nicht allein um die Entwicklung der Wirtschaft gehen könne. Angesichts der globalen Probleme, auch hinsichtlich der Klimakrise und der Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen, sei eine Kultur erforderlich, die nicht auf der Zerstörung der Lebensgrundlagen beruhe. "Wir können kein Erdbeben verhindern und auch den Wind nicht anhalten, aber wir sind verantwortlich dafür, eine andere Kultur zu entwickeln", so Mujica.
....

Quelle: amerika21


Magengrummeln, hoffentlich hält Nordamerika die Füße still.
« Letzte Änderung: 02. Februar 2014, 19:23:03 von Troll » Gespeichert

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« Antworten #4 am: 17. Februar 2014, 18:30:24 »

Zitat
Brasilien: Demonstranten = Terroristen?

Kongressabgeordnete wollen neues Anti-Terrorgesetz. Anwendung gegen Demonstranten geplant. Kritiker befürchten Kriminalisierung sozialer Proteste
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Die Gesetzesinitiative zielt im Kern auf eine massive Verschärfung des Demonstrationsstrafrechts ab und wurde mit Blick auf die seit Juni vergangenen Jahres vor allem in São Paulo und Rio de Janeiro anhaltenden Demonstrationen und vor dem Hintergrund der im Juni anstehenden Fußballweltmeisterschaft eingereicht. Senator Juca sagte, das Land brauche dieses neue Gesetz "oder die Fußball-WM laufe Gefahr, im Chaos zu enden". Als terroristische Akte eingestufte Taten sollten dem Gesetzesentwurf zufolge mit 15 bis zu 30 Jahren Haft bestraft werden. Als Terrorismus solle gelten, "wenn Terror oder allgemeine Panik provoziert oder dazu angestiftet wird mittels eines Angriffs oder Versuchs eines Angriffs auf das Leben, die physische Integrität oder Gesundheit oder Einschränkung der Freiheit einer Person zur Folge hat." Als Mittel hierzu definiert der Gesetzestext das "Tragen von Sprengmaterialien, chemischen, biologischen oder radioaktiven Waffen oder andere zum Zweck der Massenvernichtung bestimmte Mittel".

Kritiker sehen durch diesen Gesetzentwurf rechtsstaatliche Prinzipien in Gefahr. "So wie dieser Gesetzentwurf konzipiert ist, bedeutet dies nicht nur die Möglichkeit, die sozialen Bewegungen zu kriminalisieren, sondern verstößt direkt gegen das Prinzip der Rechtsstaatlichkeit", bewertete der Rechtsprofessor Juarez Tavares gegenüber dem Correio Braziliense das Vorhaben. "Nur schwammig zu definieren, es sei eine Straftat, Terror oder kollektive Angst zu verbreiten oder dazu anzustiften, das reicht nicht aus", sagte Tavares. Diese Passagen seien für einen Gesetzestext zu schwammig und für die Bürger daher nicht einschätzbar, so der Rechtsprofessor und pensionierte Bundesstaatsanwalt.
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Quelle: amerika21


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« Antworten #5 am: 17. Februar 2014, 20:12:13 »

Lupenreine sozialdemokratische Politik unter Dilma Rousseff.
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Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!
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« Antworten #6 am: 24. Februar 2014, 17:34:54 »

Zitat
Noch ein Nachtrag zur Ukraine

Dieser Nachtrag betrifft dreierlei: 1. Es ist in den deutschen Medien Mode geworden, in Kategorien einer neuen Konfrontation zwischen Ost und West zu denken. Es gibt Ausnahmen. Eine davon war ein Kommentar in der großen Regionalzeitung „Die Rheinpfalz“ vom 20. Februar. 2. Auch in vielen Nachbetrachtungen zu den Ereignissen in der Ukraine wird so getan, als seien alle Demonstranten auf dem Maidan als Demokraten vom Himmel gefallen. Das ist nicht so. Wir stellen ein Dokument mit den Informationen zu den Zahlungen der US-amerikanischen Organisation NED an rund 60 verschiedene Empfänger in der Ukraine vor. 3. Lateinamerika hat eine lange Erfahrung mit dieser Mischung aus respektabler Hilfe zur Demokratie und Subversion durch die USA. Albrecht Müller.
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Betrifft Venezuela und andere Aktivitäten der USA in Süd- und Mittelamerika.

Hier der Hinweis auf ein junge Welt Interview mit der Argentinierin Stella Calloni aus:

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In Europa behaupten sogar Leute, die sich links nennen, daß in Venezuela Studenten- und Jugendproteste wie in anderen Ländern stattfinden. Was sagen Sie dazu?

Die Rechte in Venezuela will ja keine sozialen Verbesserungen, sondern die Rückkehr zur Herrschaft der Oligarchie und der US-Konzerne.
In Chile protestieren hingegen Studenten für bessere Bildungschancen, weil das private System viele ausschließt, und in Spanien wehren sich die Menschen gegen Sozialabbau. Aber sie erschießen dort keine politischen Gegner und verbünden sich nicht mit bezahlten paramilitärischen Terrorgruppen.
Wenn Menschen in Europa faschistischen Terror mit legitimen Protest gleichsetzen, dann liegt das auch daran, daß sie von den großen Medien systematisch desinformiert werden. Linke sollten die Propagandalügen aber eigentlich durchschauen.
Für uns ist eines klar: Wer faschistischen Putschisten applaudiert, gehört nicht zur linken Bewegung.

Wie bei der Unterstützung des Putsches in der Ukraine?

In Europa feiern viele, daß dort de facto Faschisten durch einem Staatsstreich mit an die Macht gelangen. Das muß man sich vorstellen: Die jüdische Bevölkerung in der Ukraine muß um ihre Sicherheit und Unversehrtheit fürchten, und ausgerechnet in Deutschland wird der Grund dafür bejubelt!
Außerdem sehen viele nicht, daß die aggressive NATO-Politik den Weg für den dritten Weltkrieg bereitet.

Ist das nicht übertrieben?

Keineswegs. Die Kette Irak, Libyen, Syrien und jetzt Ukraine führt geradewegs dahin. Die USA und Europa stecken in einer tiefen Krise, das macht sie so gefährlich.
Im Gegensatz zu uns in Lateinamerika ist die europäische Bevölkerung aber nicht auf das vorbereitet, was kommt. In Deutschland und Europa sind die Menschen nicht richtig informiert und sich auch nicht darüber im klaren, daß ihre Regierungen zwar überall Sprengsätze legen, die Zünder dafür aber andere in der Hand halten.
Das führt direkt in die Katastrophe.

Quelle: NDS


Hab den Artikel mal hierher gepostet, hätte auch in den "Ukraine"-Thread, den "Hirnwäsche, Propaganda & Zensur - Das Abrutschen des jounalistischen Mainstreams"-Thread und den " Ausser Kontrolle"-Thread gepasst, hab mich für diesen entschieden da das Kind, in Sachen Lateinamerika, noch festen Boden unter den Füßen hat, aber der Boden wankt und die "freie Welt" versucht zu schubsen.
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« Antworten #7 am: 26. Juni 2014, 08:51:59 »

Zitat


Zitat


Zitat
New Yorker Richter ist Argentiniens letzte Chance

Für Argentinien läuft die Zeit ab: Bis zum 30. Juni muss das südamerikanische Land alte Anleiheschulden in Milliardenhöhe zahlen – so hat es Richter Thomas Griesa aus New York entschieden. Die Schulden zu tilgen, kann sich Argentinien aber nach eigenen Angaben nicht leisten. Deswegen hat das Wirtschaftsministerium in Buenos Aires am Montag einen Antrag beim Bezirksgericht in Manhattan eingereicht, in dem es Griesa bittet, sein Urteil auszusetzen.
…. Griesa hatte einer Gruppe von Gläubigern, angeführt vom New Yorker Hedgefonds NML Capital, das Recht auf eine volle Auszahlung offener Forderungen in Höhe von 1,3 Milliarden US-Dollar plus Zinsen zugestanden. Der Oberste Gerichtshof der USA wies einen Berufungsantrag Argentiniens ab. Das Urteil verbietet es Argentinien, seine restlichen Anleihen zu bedienen, solange die Schulden bei den Hedgefonds nicht bezahlt sind. Argentinien zahlt also entweder auch die verhassten Spekulanten aus – oder würde als zahlungsunfähig eingestuft.
Quelle: SZ

Anmerkung JK: Ein Vorgang bei dem einem eigentlich der Atem stocken sollte, zeigt er doch die ungeheure Macht der Finanzindustrie. Ein einziger Hedgefonds ist in der Lage ein ganzes Land in den Staatsbankrott zu treiben. Das Schicksal von 40 Millionen Menschen hat vor den Interessen privater Investoren keine Bedeutung. Dazu ist es hilfreich sich die katastrophalen Folgen der vorhergehenden argentinischen Finanzkrise, mit dem Zusammenbruch des Finanzsystems 2001, vor Augen zuführen. So sank in der Krise das Bruttoinlandsprodukt Argentiniens um insgesamt 21 %. Mit verheerenden sozialen Folgen: Am Höhepunkt der Krise (Mitte 2002) betrug die Armutsrate 57 % und die Arbeitslosenrate 23 % – Griechenland lässt grüßen.
Hier manifestiert sich auch die asoziale Logik des Neoliberalismus. Die betroffenen Hedgefonds hatten auf dem Höhepunkt der argentinischen Wirtschaftskrise die Staatsanleihen, in vollem Bewusstsein des Risikos, zu Ramschpreisen aufgekauft. Nun soll das finanzielle Risiko wieder einmal auf die Allgemeinheit abgewälzt werden.
Leider zeigt das Urteil des Obersten US-Gerichtshofes, wie tief die neoliberale Ideologie bereits in das allgemeine Bewusstsein eingedrungen ist. Das Schicksal eine Nation wird als unbedeutender eingestuft als die Profitinteressen der Spekulanten bzw. der herrschenden ökonomischen Eliten. Denn diese, und nicht die “kleinen” Leute, dürften wohl primär in Hedgefonds finanziell engagiert sein.


Quelle: NDS


Staaten bzw. die Bürger ausplündern ist ein lukratives neoliberales Geschäftsfeld und die Regierungen helfen oftmals im Vorfeld da sie glauben Investitionen in ihr Land wären etwas gutes.
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« Antworten #8 am: 09. August 2014, 09:11:59 »

Zitat
Papst Franziskus hebt Suspendierung von Miguel d'Escoto auf

Vatikanstadt/Managua. Der amtierende Papst Franziskus hat die von seinem Amtsvorgänger Johannes Paul II. vor 29 Jahren angeordnete Suspendierung des katholischen Priesters und ehemaligen Außenministers von Nicaragua, Miguel d’Escoto, kritisiert und aufgehoben. Der Geistliche und Linkenpolitiker war einer der bekanntesten Köpfe der Sandinistischen Revolution und stand mit dem antikommunistisch ausgerichteten Vatikan in Konflikt.
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....
1984 hatte der Internationale Gerichtshof in Den Haag die USA auf D'Escotos Betreiben wegen militärischer und paramilitärischer Aktivitäten gegen das kleine mittelamerikanische Land verurteilt. Der Diplomat spielte eine wichtige Rolle in den Friedensverhandlungen von Esquipulas Ende der 1980er Jahre. In den Jahren 2008 und 2009 war er Präsident der Generalversammlung der Vereinten Nationen.  D'Escoto ist derzeit außenpolitischer Berater von Präsident Ortega.

Die Regierung Nicaraguas begrüßte den Schritt von Papst Franziskus.

Quelle: amerika21


Das meinte ich mit meinem Einwurf über Papst Franziskus, er ist aus unserer Sicht kein Heiliger, aus Katholen-Sicht sowieso nicht, aber er ist besser als Benedikt und Johannes Paul II die nur Mittelalter predigten.
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« Antworten #9 am: 14. September 2014, 16:25:24 »

Zitat
UNO will ein Insolvenzrecht für Staaten

Fast alle Mitglieder unterstützen Vorschlag von Argentinien. USA und EU dagegen. Auch Deutschland lehnt Vorstoß aus Buenos Aires ab

New York. Die Generalversammlung der Vereinten Nationen (UN) hat auf Initiative von Argentinien beschlossen, einen Entwurf für ein Insolvenzverfahren für Staaten zu erarbeiten. 124 Länder stimmten für die Initiative, 41 enthielten sich, elf stimmten dagegen, darunter die USA, Kanada sowie einige Länder der EU, unter diesen Deutschland. Den Antrag hatte die Gruppe der 77 und China auf Anregung der Regierung von Präsidentin Cristina Fernández eingebracht. Anlass des Antrags waren die aktuellen Probleme der argentinischen Regierung mit Hedgefonds.

Eine Regelung für Schuldenkrisen von Staaten hatten sowohl Regierungen als auch soziale Bewegungen seit Jahren gefordert. Bisher gab es jedoch keine Fortschritte bei den internationalen Institutionen.
....
Mit dem Vorschlag wollen die Antragsteller verhindern, dass sogenannte Geierfonds – wie im Fall Argentiniens – Schuldtitel aus Spekulationserwägungen aufkaufen und damit die Länder in finanzielle Probleme bringen können. Im Fall von Argentinien werden die Hedgefonds von der US-Justiz dabei unterstützt.

Wie zahlreiche Vertreter der Länder des Südens in der Debatte erläuterten, ist die Verschuldung ein zentrales Problem, die eine eigenständige wirtschaftliche Entwicklung von Schwellen- und Entwicklungsländern verhindere. Bisher waren die Länder auf die Entscheidungen durch den Internationalen Währungsfonds (IWF) oder des Pariser Clubs angewiesen. Als Gegenleistung für finanzielle Unterstützung mussten die betroffenen Regierungen Gegenleistungen erbringen, wie eine Exportorientierung der Wirtschaft, Privatisierung öffentlicher Güter und Kürzung von Löhnen und Sozialleistungen. Im Rahmen der Finanzkrise und der Verschuldungsprobleme von Staaten innerhalb der Europäischen Union wurden diese Konzepte auch auf diese Länder angewendet.
....

Quelle und vollständiger Artikel: amerika21

Nordamerika und viele EU-Staaten sind dagegen, die letzten Jahre haben gezeigt das sich mit Pleitestaaten wunderbar Geld verdienen lässt, nebenbei wird ihnen auch noch die gewünschte Politik aufgezwungen damit deren Elend möglichst lange Geld bringt.
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« Antworten #10 am: 16. November 2014, 12:22:52 »

Zitat
Kuba gibt weltweit am meisten für Bildung aus

Havanna. Nach Angaben eines Berichts der Weltbank befinden sich Kuba, Bolivien und Venezuela unter den zehn Staaten, die weltweit am meisten für Bildung ausgeben. Die Studie bezieht sich auf den Zeitraum 2009 bis 2013 und misst die staatlichen Bildungsausgaben in Relation zum Brutttoinlandsprodukt (BIP).
....

Quelle: amerika21

Solche Schlagzeilen liebe ich, bei uns redet man Jahrelang über die Wichtigkeit der Bildung und bei genauem hinsehen kürzt und streicht man im Bildungsbereich alles kurz und klein. Die übelsten menschenverachtendsten Regime "investieren" mehr in ihre Zukunft als die Demokratische Welt drumherum, verfolgte des freiheitlichen Westens müssen in solche bösen Staaten fliehen weil hier gemeinsam Unrecht zu Recht gemacht wird. Weit habens wir gebracht!
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« Antworten #11 am: 19. November 2014, 20:42:47 »

Zitat
Ära der leisen Staatsstreiche in Lateinamerika

Nach den Diktaturen ist Lateinamerika wieder ein Feld für linke Politik geworden. Inzwischen aber haben die USA gelernt, Regierungen ohne zu viel Blutvergießen zu stürzen

Miami, 23. September 2010. In den edlen Räumen des Bankers Club und unter der Schirmherrschaft des Interamerikanischen Instituts für Freiheit und Demokratie eröffnet der radikale Anti-Castrist Carlos Alberto Montaner die Konferenz "Das Scheitern der Modelle des Sozialismus des XXI. Jahrhunderts". In der Versammlung sieht man einige sehr bekannte aus Ecuador ausgewanderte Teilnehmer: Mario Ribadeneira, ehemaliger Minister der Regierung Sixto Durán Ballén (1992-1996) – die Blütezeit des Neoliberalismus in Quito –; Roberto Isaías, der vor der Justiz geflohen ist, nachdem er seine Bank Filanbanco, die größte des Landes, durch Betrug in den Bankrott geführt hatte; den Ex-Oberst Mario Pazmino, Leiter des Geheimdienstes der Armee, der 2008 wegen seiner etwas zu engen Verbindungen zur CIA vom Staatschef Rafael Correa abgesetzt wurde.
 
Der Redner des Tages Lucio Gutiérrez, Ex-Oberst und anschließend Präsident Ecuadors, am 20. April 2005 durch einen Aufstand der Bevölkerung davon gejagt, spricht von angeblichen messianischen und mystischen Visionen der Sozialisten, prangert ihren jämmerlichen Marxismus sowie ihren gefährlichen Populismus an. Er kündigt die Ankunft eines neuen Zeitalters des Glücks und des Fortschritts an.
....

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« Antworten #12 am: 19. April 2015, 14:27:17 »

Zitat
Der Fall Nisman und die "vergessenen" Wikileaks-Depeschen

Es ist erstaunlich ruhig geworden um den am 18. Januar tot aufgefundenen argentinischen Staatsanwalt Alberto Nisman. Denn die neuen Ermittlungsergebnisse passen nicht ins Narrativ der bürgerlichen Presse
....
....
Denn Nisman, so unisono die Darstellung in den großen Presseportalen Argentiniens, allen voran das Medienkonglomerat Clarín, und völlig unkritisch von allen westlichen Nachrichtenagenturen übernommen, stand kurz vor seinem Tod davor, die gewählte Präsidentin Fernández wegen "Vertuschung eines Terroranschlags" auf das jüdische Gemeindezentrum AMIA in Buenos Aires 1994 anzuklagen, umfassende Beweislast inklusive. Sein Tod, so etwa auch "Spiegel Online", mache den Weg frei für einen milliardenschweren Öldeal zwischen Argentinien und Iran.

Doch was im weiteren Verlauf der Ermittlungen zutage gebracht wurde, scheint nicht mehr ins Narrativ der bürgerlichen Presse in- und außerhalb Argentiniens zu passen. Also legt man in gewohnter Manier den Mantel des Schweigens um nicht genehme Enthüllungen. Denn Nisman war im Übermaß korrupt und ließ sich laut Wikileaks-Enthüllungen die Ermittlungsausrichtung zu AMIA direkt von den USA diktieren, die alles daransetzten, alternative Ermittlungsspuren zu eliminieren, und nur einen Schuldigen sehen wollten: den Iran.
....

Quelle: amerika21
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« Antworten #13 am: 13. Juni 2015, 15:15:04 »

Zitat
Wirtschaftsboom endet - jetzt brodeln die Proteste in Südamerika

(Bloomberg) -- Die zentral gelegene Plaza de la República in Guatemala-Stadt platzte förmlich aus allen Nähten. Gut 20.000 Demonstranten forderten mit ohrenbetäubendem Lärm und blau-weiße Nationalflaggen schwenkend den Rücktritt des Präsidenten. Zugleich etwa 2500 Kilometer weiter südlich: In Venezuela zog es tausende weiß gekleideter Bürger auf die Straße. Sie verlangten Neuwahlen und die Freilassung politischer Gefangener.

Beides fand statt am 30. Mai, aber in Lateinamerika sind vergleichbare Proteste nahezu an der Tagesordnung.

Kurz zuvor setzte die Regierung in Peru Spezialkräfte der Polizei gegen Demonstranten in der südlichen Großstadt Arequipa ein und ließ Schulen schließen. Die Gegner eines Minenprojekts mussten sich mit feuchten Kopftüchern gegen das Tränengas wappnen.

Von Mexiko im Norden bis Chile im Süden hat Lateinamerika eine Protestwelle erfasst. Von Skandalen, stagnierender Wirtschaft, gebrochenen Wahlversprechen und inkompetenten Regierungen frustrierte Bürger zieht es vermehrt auf die Straßen. Nicht selten richtet sich der Protest gegen erst kürzlich gewählte, oft extrem populistische Politiker, die in den letzten Jahren als Hoffnungsträger galten. Derzeit endet überdies ein jahrelanger Wirtschaftsboom, vornehmlich getrieben von gestiegenen Erträgen aus dem Rohstoffexport. Die Regierungen vergaben üppige Sozialleistungen, was die weit verbreitete Korruption nur kaschierte.

"Das Wirtschaftwachstum in den letzten zehn Jahren und in vielen Fällen neue Parteien an der Regierung haben den tief sitzenden Ärger in der Bevölkerung überdeckt", sagt der Assistenzprofessor Chris Sabatini von der Columbia Universität.

Mit einer wesentlich breiteren Mitteklasse - alleine zwischen 2000 und 2010 schafften geschätzte 49 Millionen Südamerikaner den Weg aus der Armut - stiegen auch die Ansprüche an die politische Klasse, sagt der Geopolitikexperte Claudio Loser, der früher beim Weltwährungsfonds IWF tätig war. Die grassierende Korruption sei ein Dauerproblem in der Region, das eine sich emanziperende Mittelschicht aber immer weniger toleriere. Sie poche auf die schärfere Bekämpfung illegalen Verhaltens.

Erodierende Staatsfinanzen begrenzen nun den Spielraum für Ausgaben, was der Region derzeit eine besonders schwierige Phase bringe, sagt der stellvertretende Chefökonom Daniel Lederman für Lateinamerika bei der Weltbank.

Das zeigt sich auch am Zustand der Finanzmärkte. Der brasilianische Real hat seit Jahresbeginn um 14 Prozent abgewertet- Rekord unter den 16 wichtigsten Währungen. Ausländische Direktinvestitionen in Lateinamerika und der Karibik sind im letzten Jahr um 16 Prozent eingebrochen, wie die UN berichtete, und damit mehr als doppelt so stark wie im Rest der Welt. Für die Region prognostiziert der IWF ein BIP-Wachstum von gerade 0,9 Prozent. Das langsamere Wachstum in China werde zudem die Rohstoffpreise deckeln. Es leiden die Kupferminen in Chile, die Sojabohnenbauern in Argentinien und das extrem vom Rohölexport abhängige Venezuela.

Unterdessen hat die wiedergewählte brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff die Leitzinsen erhöht und die Staatsausgaben gekürzt. Im Wahlkampf hatte sie bei ihrem Gegenkandidaten genau diese Maßnahmen als Risiko für die Wirtschaft bezeichnet. Erschüttert wird das Land, in dem Proteste gegen die Investitionen im Zuge der Fußball- Weltmeisterschaft bereits seit Jahren etliche Brasilianer protestieren lassen, zudem von einem Korruptionssskandal um den Ölkonzern Petroleo Brasileiro SA.

Vor rund einer Generation hatten viele Lateinamerikaner in Ländern, die sich gerade von Bürgerkriegen oder Diktaturen erholten, andere Erwartungen und Forderungen an ihre Regierungen. Seither haben die Bürger neue Vorstellungen und Ansprüche an die Politik entwickelt, sagt Loser. Alleine in dieser Hinsicht bedeuteten die derzeitigen Proteste einen echten Fortschritt.

"Es wird einen Transparenzschub in der Mehrheit der südamerikanischen Länder geben, weil die wachsende Mittelklasse danach verlangt", sagt Experte Lederman von der Weltbank voraus. Das gelte vor allem für die beiden großen Länder Chile und Brasilien, "aber das gilt für alle Lateinamerikaner, die in einer Demokratie leben. Mehr Transparenz in der Politik ist nicht aufschiebbar".
http://www.welt.de/newsticker/bloomberg/article142383283/Wirtschaftsboom-endet-jetzt-brodeln-die-Proteste-in-Suedamerika.html



Und natürlich wieder: "... weil die wachsende Mittelklasse danach verlangt".
Die Mittelklasse. Auf die kommt es an. Der gemeine Proll, der ist ja viel zu doof zu denken oder was vernünftiges zu fordern, nicht wahr, liebe WELT?
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« Antworten #14 am: 14. Juni 2015, 08:50:12 »

Das hat Methode, der Hitlerwiderstand besteht medial auch zu 99% aus "Graf" Stauffenberg, oder z.B. im "Kultursender" Arte wo sie aus 1 Mio. Demonstranten den einen intellektuellen Künstler rauspfriemeln um ihn als treibende Kraft des Widerstands darzustellen, der gemeine Pöbel ist zu dumm, faul und braucht immer einen Führer.
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« Antworten #15 am: 06. November 2015, 09:47:48 »

Zitat
Evo Morales liest den USA die Leviten

Boliviens Präsident hält Rede über den Prozess der Neugründung / Stärkere Kooperation mit Deutschland geplant
Morales bedankte sich ironisch bei der US-Botschaft in Bolivien, die im Wahlkampf 2002 sein bester Wahlkampfhelfer gewesen sei: Der US-Botschafter habe ihn als Drogenhändler, Terrorist, Kokainmafioso etikettiert und die MAS als Investitionshemmnis. Apropos US-Botschaften: Warum hat es in den USA noch keinen Militärputsch gegeben, gab Morales einen in Lateinamerika weithin bekannten Witz zum Besten. Die Antwort: Weil es dort keine US-Botschaft gibt. Der Beifall des Auditoriums war Morales auch hier gewiss.

Quelle: Neues Deutschland via NDS


Viel Zustimmung, viel Beifall für Morales und wir haben Merkel als Kanzlerin, den fleischgewordenen Status quo.


Näheres:

Zitat
Boliviens Präsident Evo Morales in Berlin

Quelle: amerika21




Rede vor den vereinten Nationen (28. Sept. 2015):

Zitat
Evo Morales: "Wir sozialen Bewegungen sind keine Terroristen"

(amerika21 link)
« Letzte Änderung: 06. November 2015, 10:07:39 von Troll » Gespeichert

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« Antworten #16 am: 15. Dezember 2016, 12:05:19 »

Zitat
Die Amis haben es geschafft, das südamerikanische Handelsbündnis Mercosur kaputtzumachen. Und sie mussten gar nichts groß machen. Die konservativen USA-Arschkriecher-Regierungen haben Venezuela rausgeschmissen, und die Einflussnahme der USA wird gar nicht erwähnt. Oder war es vielleicht gar nicht der Einfluss der USA sondern der von der EU?

Quelle: Fefes Blog


Eigenständig geht gar nicht, da blöken höchstens die jeweiligen Nationalisten davon um sofort mit anzusagen ob der Arsch ihrer Wahl zukünftig russischer oder amerikanischer Herkunft ist. In die eigene Tasche lügen gehört zum internationalen politischen Geschäft.
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« Antworten #17 am: 20. März 2017, 18:02:33 »

Zitat
Brasilien – Streiks und Massenproteste gegen Abbau sozialer Rechte fordern Temer-Regime zur Kraftprobe heraus

Die Situation in Brasilien spitzt sich immer weiter zu. In der letzten Woche erhoben die Brasilianer sich in Massenprotesten gegen die unbeliebte „Putsch-Regierung“ Michel Temers und deren neoliberale Reformen. Zum bisherigen Höhepunkt waren mehr als eine Million Menschen auf der Straße – mehr als 300.000 alleine in São Paulo. Für die NachDenkSeiten blickt Frederico Füllgraf auf eine bewegte Woche zurück.
....

Quelle: NDS


Noch einige Artikel zu Brasilien von amerika21
https://amerika21.de/geo/brasilien
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