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Autor Thema: Bundesagentur erhöht Druck auf Hartz-IV-Familien  (Gelesen 1845 mal)
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Eivisskat
Gast
« am: 28. August 2013, 08:46:59 »

Eltern schulpflichtiger Kinder sollen schneller in Job

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) will einem Zeitungsbericht zufolge den Druck auf Hartz-IV-Familien erhöhen. Mit der bundesweiten Aktion "Jobs für Eltern" sollen Eltern schulpflichtiger Kinder schneller wieder eine Arbeit finden, sagte BA-Vizepräsident Heinrich Alt der "Leipziger Volkszeitung". "Wir werden in Unternehmen intensiv werben, damit etwa Alleinerziehende wieder eine Chance bekommen."

Mit der Einschulung von bundesweit 100.000 Kindern, die Grundsicherung erhalten, solle ihren Eltern ein beruflicher Neuanfang ermöglicht werden, sagte Alt dem Blatt. "Eine gute Schulbildung legt den Grundstein für die berufliche Zukunft. Gerade in dieser Phase brauchen Kinder gute Vorbilder, die ihnen vermitteln, dass Lernen und Arbeiten zum Leben gehören." Viele Unternehmen seien bei zusätzlichen Neueinstellungen angesichts der anhaltenden Konjunkturrisiken zurückhaltender, sagte Alt. Das mache es für Hartz-IV-Empfänger schwieriger, eine Arbeit zu finden. Gerade deshalb bräuchten sie mehr Unterstützung durch die Jobcenter.

Laut Alt wollen die Jobcenter am 3. September bundesweit mit gezielten Aktionen auf Arbeitgeber zugehen. So wollten Vermittler Firmenchefs die Bewerberunterlagen von Eltern und Alleinerziehenden vorlegen. Kurzbewerbungsgespräche seien ebenso geplant wie Einzelbetreuung. Ferner sollten Eltern gezielt Job-Angebote unterbreitet werden, zudem erhielten sie Informationen zu Kinderbetreuung und Bildungsangeboten. Da in mehreren Bereichen bereits Fachkräfte knapp werden, müssten Unternehmen sich auch Bewerbern öffnen, die "keine glattgebügelten Lebensläufe haben oder schon längere Zeit nicht mehr Teil der Arbeitsgesellschaft waren", forderte Alt.

http://de.nachrichten.yahoo.com/bundesagentur-erhöht-druck-hartz-iv-familien-053354485.html
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Eivisskat
Gast
« Antworten #1 am: 28. August 2013, 14:44:57 »

Pressemeldung des Erwerbslosen Forum Deutschland vom 28.08.2013


Zitat
Heinrich Alt betreibt plumpe Stimmung gegenüber Hartz IV-Familien

Bonn - Die Bundesagentur für Arbeit will laut einem Zeitungsbericht offensichtlich noch mehr Druck auf Familien ausüben, die auf Hartz IV-Leistungen angewiesen sind. Mit der bundesweiten Aktion "Jobs für Eltern" sollen Eltern schulpflichtiger Kinder schneller wieder eine Arbeit finden, so BA-Vizepräsident Heinrich Alt gegenüber "Leipziger Volkszeitung". Das Erwerbslosen Forum Deutschland zeigte sich irritiert und warf Heinrich Alt eine plumpe Stimmungsmache gegen Hartz IV-Beziehende in Wahlkampfzeiten vor.

Dazu Martin Behrsing, Sprecher des Erwerbslosen Forum Deutschland:
„Wenn schon Druck ausgeübt werden soll, dann doch gerade gegenüber den Unternehmen, die sich dank Hartz IV hemmungslos bereichern konnten, indem sie sich Hungerlöhne auch noch subventionieren ließen „Ganz bestimmt sind nicht die Eltern mit Hartz IV-Leistungen für die hausgemachten Probleme der Unternehmen zuständig. Den angeblichen Fachkräftemangel haben sich die Betriebe selbst zu zuschreiben, weil sie sich aus der Verantwortung für Aus- und Weiterbildung und der Bezahlung eines auskömmlichen Lohns verabschiedet haben.

Erneut müssen wir feststellen, dass Heinrich Alt wieder mal plumpe Stimmung gegenüber Eltern mit Hartz IV-Leistungen macht und die Realität verdreht. Jetzt bringt er auch deren Kinder mit ins Spiel und tut scheinheilig so, dass deren Eltern nie gelernt hätten, dass Lernen und Arbeiten zum Leben gehört. Deshalb sind sie schlechte Vorbilder und brauchen Druck.

Für uns ist die Aktion 'Jobs für Eltern' zu einer miesen Kampagne gegenüber Eltern mit Hartz IV-Leistungen verkommen.

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