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Autor Thema: Sport - Filz - Kommerz - Propaganda - Korruption - Ausbeutung - Doping  (Gelesen 67658 mal)
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Kuddel


Beiträge: 11221


« am: 19. Oktober 2013, 12:57:27 »

Was für ein Quark: Sport sei ein Quell der Gesundheit, einfach nur Unterhaltung oder "völkerverbindend".

BROT UND SPIELE

Konkurrenzkampf um jeden Preis. Profisportler werden verschlissen, gedopt und verheizt.
Sportevents sind Ort positiver Propaganda für die fürchterlichsten Regime. Hitler wußte bereits  1936 die Olympischen Spiele in Berlin geschickt zu nutzen.
Der ganze Dreck wird heute zu einem erheblichen Teil mit Rundfunkgebühren finanziert.


Ein paar Meldungen über Vorbereitungen dieser Megaevents:


Rußland:

Zitat
Der russische Präsident Wladimir Putin hat politische Proteste am Veranstaltungsort der Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi noch einmal ausdrücklich per Dekret verboten
http://www.fr-online.de/sport/dekret-von-putin-demonstrieren-in-sotschi-verboten,1472784,24103330.html
Zitat
Olympiade Sotschi Menschenrechte
Aus Protest den Mund zugenäht



In Sotschi protestieren Arbeiter.  

In Sotschi wurden die ausländischen Arbeitskräfte wie moderne Sklaven behandelt – und nun werden sie rausgeworfen. Weil die Bedingungen derart unmenschlich sind, wählte ein Arbeiter in der russischen Stadt nun eine sehr drastische Form des Protestes.


Blau wird er sein, der neue 100-Rubel-Schein im Olympia-Look. Passend zum Antrittsbesuch des neuen IOC-Präsidenten Thomas Bach 100 Tage vor der Eröffnung der olympischen Winterspiele im russischen Sotschi wird die Banknote am 30. Oktober herausgegeben.

Wie viele der geschätzt 50.000 ausländischen Arbeitskräfte, die seit Jahren unter miesen Bedingungen am 50-Milliarden-Prestigeobjekt arbeiten, den „Blauen“ tatsächlich einmal in Händen halten werden, ist offen. Denn Sotschi beginnt, sich rigoros ihrer zu entledigen. Nach dem Motto: Erst ausgebeutet, dann abgeschoben.

Monate keinen Lohn

„Die Situation für die Arbeiter hat sich weiter verschlechtert. Es wird gezielt gegen sie vorgegangen. Sie werden zusammengetrieben und in ihre Heimat zurückgebracht“, sagt Wolfgang Büttner von Human Rights Watch und bestätigte damit auch einen Bericht der FAZ.

Die Menschenrechtsorganisation hatte bereits im Februar die Bedingungen angeprangert, unter der die Männer aus Usbekistan, Kirgisien Tadschikistan oder der Ukraine die olympischen Bauträume Realität werden lassen. Unterbringung und Verpflegung sind mies, Löhne werden nicht oder nur teilweise gezahlt, Pässe vom Arbeitgeber einbehalten, Arbeitsverträge verweigert.

Entsprechend drastisch fallen die Proteste aus. So stellte sich am Freitag ein Arbeiter mit zugenähtem Mund und einem Plakat vor das Internationale Pressezentrum. Seit zwei Monaten sei er nicht mehr bezahlt worden, jetzt trete er in einen Hungerstreik. Ändern wird sich trotzdem wenig. Zwar betont Büttner, dass Human Rights Watch im Dialog mit dem Deutschen Olympischen Sportbund steht und dort gehört wird, trotzdem wünscht er sich vom neuen IOC-Präsidenten Bach „eine klare Stellungnahme“, dass dieser sich „klar positioniert, dass die Migranten anständig behandelt werden“.

Keine Gnade gelten

Davon sind vor allem die Offiziellen vor Ort weit entfernt. Mit einer Rede am 3. September eröffnete Alexander Tkatschow, Gouverneur der Region Krasnodar, die Jagd auf die vermeintlich gefährlichen Illegalen. Tkatschow rief Polizei, Einwanderungsbehörde und andere Ordnungshüter auf, „die Straßen von Sotschi zu säubern“. Dabei dürfe keine Gnade gelten. Seitdem werden Baustellen und Wohnsiedlungen durchkämmt, Menschen zusammengetrieben und teilweise unter unwürdigen Umständen über Stunden bei strömendem Regen unter freiem Himmel oder in überfüllten Zellen festgehalten. Semjon Simonow, der das Sotschi-Büro der Menschenrechtsorganisation Memorial leitet, berichtete „tagesschau.de“ vom Versuch der Behörden, „einen Vorwand für die Ausweisung“ der scheinbar nicht mehr benötigten Arbeiter zu finden.

Wie auch die jüngsten Ausschreitungen in Moskau belegen, herrscht in Russland ein immer feindlicheres Klima gegenüber Migranten. „Es gibt Widerstand und Vorbehalte innerhalb der Bevölkerung“, sagt Büttner. Geschürt auch von Menschen wie Gouverneur Tkatschow, der in seiner Rede andeutete, dass die Arbeiter nach Abschluss der Bauarbeiten in die Kriminalität abdriften würden: „Sie haben angefangen, mit uns Versteck zu spielen. Sie tun alles Mögliche, um hier zu bleiben. Aber wir lassen das nicht zu.“

Noch gibt es genug zu tun, bevor die Jugend der Welt vom 7. Februar an um Medaillen kämpft. Glaubt man allerdings der „Stimme Russlands“, einer staatlichen Rundfunkgesellschaft, hat „das IOC keinen Grund, sich aufzuregen, denn im Grunde genommen sind alle sportlichen Objekte der XXII. Winterspiele in Sotschi bereits fertig“. Zeit also, sich der lästigen Gastarbeiter zu entledigen. Mit allen Mitteln. Ohne Gnade. (sid)
http://www.fr-online.de/sport/olympiade-sotschi-menschenrechte-aus-protest-den-mund-zugenaeht,1472784,24675744.html

Katar:
Zitat
IGB-Chefin Burrow befürchtet 4000 tote Arbeiter

Sharan Burrow, Generalsekretärin des Internationalen Gewerkschaftsbunds IGB, nennt die Ausbeutung von Gastarbeitern im Vorfeld der WM in Katar "moderne Sklaverei".




Generalsekretärin Sharan Burrow vom Internationalen Gewerkschaftsbund IGB nennt die Ausbeutung von Gastarbeitern im Vorfeld der Fußball-WM 2022 in Katar "moderne Sklaverei" und befürchtet Tausende Todesfälle. "Wenn sich da nicht sofort etwas ändert, wird die WM mit 4000 toten Arbeitern bezahlt", sagte die Australierin (58), oberste Vertreterin von weltweit 174 Millionen IGB-Mitgliedern, im SID-Interview.

Die englische Tageszeitung Guardian hatte recherchiert, dass allein von 4. Juni bis 8. August 44 nepalesische Arbeiter in Katar gestorben sind, zur Hälfte an Herzversagen oder bei Arbeitsunfällen. Die Arbeitsbedingungen, bestätigt Burrow, die schon mehrmals selbst vor Ort war, seien "unmenschlich".

"Die nepalesische Botschaft schätzt offiziell, dass jedes Jahr 200 nepalesische Migranten sterben. Die indische Botschaft schätzt auch jährlich 200 Tote", sagt Burrow, die aber von noch schlimmeren Zahlen ausgeht: "Wir sind der Ansicht, dass die wirkliche Todesrate weitaus höher ist."

Teilweise werde Arbeitern der Zugang zu sauberem Trinkwasser verwehrt, Migranten seien "dem Arbeitgeber durch das Kafala-System (Bürgensystem zur Aufnahme von Arbeitskräften) ausgeliefert". Selbst grundlegende Rechte, so Burrow, "stehen ihnen nicht zu".

Katar und den Fußball-Weltverband FIFA fordert Burrow zum umgehenden Handeln auf: "Katar muss sofort seine Gesetze reformieren. Firmen, die an den Bau- und Infrastrukturarbeiten in Katar beteiligt sind, müssen dafür sorgen, dass dies nicht auf Kosten von Menschenleben geschieht. Die FIFA sollte Druck auf die Regierung ausüben - und die Weltmeisterschaft nie wieder in einem Land durchführen, in dem Arbeiterrechte und Menschenleben derart verletzt werden!"

Auch vor der WM 2018 in Russland befürchtet Burrow, dass Arbeiterrechte mit Füßen getreten werden. "Dort besteht auch die Gefahr, dass die Weltmeisterschaft keine guten und fairen Arbeitsplätze schafft. Die FIFA setzt momentan die russische Regierung stark unter Druck, eine Gesetzesänderung zu verabschieden, durch die das Arbeitsrecht für Migranten in den nächsten fünf Jahren außer Kraft gesetzt werden soll", sagte die IGB-Chefin.
http://www.handelsblatt.com/fussball-wm-igb-chefin-burrow-befuerchtet-4000-tote-arbeiter/8857908.html
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Strombolli
Jeheimrat


Beiträge: 6738



« Antworten #1 am: 19. Oktober 2013, 13:34:31 »

Gerade heute fragte ich mich so: An welchen Gelegenheiten hast du ein nationales Gefühl in dir? Die Berichterstattung zum Jahrestag der Völkerschlacht war der unterschwellige Anlass. - Wenn unsere "Jungs" oder Mädchen irgendwas im Sport gewinnen? Nein, denn ich bin ja nicht aktiv beteiligt.
Welche anderen Gelegenheiten also? Wenn Westerwelle in der UNO sprechen darf? - Nein. Wenn wir den European Song Contest gewinnen? - Nein. Wenn Mercedes das vermeintlich beste Auto der Welt gebaut hat? Nö. - Wenn BER, S21 oder die Elbphilharmonie fertig ist? Wenn wir die Olympiade oder sowas nach Deutschland holen? ...
Mir fällt jetzt ausser die Natur nichts ein, worauf ich BESONDERS stolz sein sollte und selbst da habe ich keinen Anteil dran und muß zusehen, wie sie kaputtgemacht wird.

Deshalb ignoriere ich Sport, Kommerz, Propaganda, Doping ... weil ich mich durch den Filz, die Korruption und Ausbeutung derart angewidert fühle, dass mich dieser ganze Kram nicht in geringsten interessiert. Jedesmal, wenn irgendein Sportthema (gestern Löw's Unterschriftstheater) kommt zappe ich weg.

Achja, wie naiv sind die Menschen wenn sie den Glauben der Politiker, solche Ereignisse lassen auf die Reputation des Staates schliessen, der sie ausrichtet, bestätigen?
« Letzte Änderung: 19. Oktober 2013, 14:59:43 von Strombolli » Gespeichert

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Eivisskat
Gast
« Antworten #2 am: 19. Oktober 2013, 14:00:53 »

"Zappe ich wieder weg, zappe ich wieder weg"... Wink



Die Allermeisten zappen aber eben nicht wieder weg, sonst wären diese furchtbaren Skandale nicht möglich.

Alle Welt weiss inzwischen darüber Bescheid, was in Katar und Russland passiert, um die Scheiß-Stadien zu errichten, aber es interessiert die Wenigsten.

Ich jedenfalls habe noch von keinem Sportler oder Sportverband gelesen, die sich weigern, unter diesen Bedingungen teilzunehmen.

Warscheinlich sind auch schon sämtliche Eintrittskarten verkauft, alle Hotels vor Ort für die Zeit ausgebucht, Verkauf allen möglichen Beiwerks einschließlich TV-Zeit angeleiert usw. und die Menschen werden wieder begeistert die sogenannten Sportler feiern und wieder mal einen legalen Grund zum Massen-Besäufnis haben.


Und Mund zunähen hilft da scheints auch nicht, leider... Roll Eyes
« Letzte Änderung: 19. Oktober 2013, 14:08:43 von Eivisskat » Gespeichert
Strombolli
Jeheimrat


Beiträge: 6738



« Antworten #3 am: 19. Oktober 2013, 15:06:11 »

Also die Berichte über die Schandtaten schaue ich mir schon an, aber die Events sind mir Rille. Alles nur wegen Geld und Image. Und das sind genau die beiden Sachen, die mir fast scheißegal sind. (Geld brauch ich um zu überleben) - Wenn da Menschen umgesiedelt und enteignet, Hunde gekillt werden usw. dann ist das eine "Säuberungsaktion" die als Stalin sie gemacht hat noch Empörung bei denen hervorgerufen hat, die sie heute selbst auf anderem Niveau durchführen.

Und den Mund zunähen ... nee: Fresse aufreissen. So wie die Mädels "Pussy Riot" ...

Die Welt ist oftmals so sch***  ... schade fehlentwickelt.
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Kuddel


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« Antworten #4 am: 04. November 2013, 16:14:50 »

Randnotizen aus der schönen Welt des Sports:

Zitat
Russland will vollständige Netzüberwachung bei Olympia

Grundlage für die Spähmaßnahmen sind die russischen Gesetze zur Fernmeldeüberwachung. Sie besagen unter anderem, dass alle Telefonanbieter und Internetprovider sogenannte Sorm-Boxen in ihre Hardware einbauen müssen. Über die Boxen kann der FSB Daten abrufen, ohne dass der Provider darüber Bescheid weiß. So lassen sich alle Telefonate und die Internetkommunikation abhören, ohne dass der FSB Rechenschaft ablegen muss.

Parallel zur Netzüberwachung will Russland 5.000 Überwachungskameras in der Stadt am Schwarzen Meer installieren und 40.000 Polizisten einsetzen. Außerdem hat der Geheimdienst zwei Sonarsysteme gekauft, um U-Boote aufspüren zu können und gegen eine Attacke vom Wasser aus gewappnet zu sein.
http://www.zeit.de/digital/internet/2013-10/sotschi-ueberwachung-winterspiele

Zitat
Erstmals sollen Drohnen während Olympia eingesetzt werden. Der Grenzschutz und die Innenbehörden wollen damit das Geschehen aus der Luft beobachten. Und es wurden Radaranlagen angeschafft, um das Meer zu überwachen. Damit kein U-Boot kommt und einen Anschlag verüben.

Das Ausspionieren beginnt bereits bei dem Versuch, Karten für die Wettbewerbe zu kaufen. Dafür müsse man sich bei einem Portal registrieren und unter anderem ein mit der eigenen Computerkamera aufgenommenes Foto hochladen. Als Irina Borogan das versuchte, zeigte ihr Computer eine Warnmeldung: Sie erlaube damit, künftig die Aufzeichnungen Ihrer Computerkamera und Ihres Computermikrophons weiterzugegeben.

"Da wird offenbar ein Virus auf die Computer gespielt. Wer weiß, was der, außer Kameras und Mikrophone einzuschalten, noch alles kann."
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/ortszeitaktuell/2304241/

Zitat
Putin verschärft vor Olympia Antiterrorgesetze

Auch Verwandte von Terroristen machen sich künftig strafbar


Präsident Wladimir Putin unterzeichnete am Wochenende neue Sicherheitsregeln. Demnach können Verwandte verpflichtet werden, für die Schäden bei Angriffen durch Aufständische aufzukommen.
http://www.zeit.de/sport/2013-11/putin-anti-terror-olympia


Zitat
Ab März soll sich Uli Hoeneß wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung verantworten. Darüber ist der Bayern-Präsident nach eigener Aussage "sehr überrascht".
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/steuerhinterziehung-hoeness-ist-ueberrascht-von-anklage-a-931658.html

Zitat
Bei jedem dritten, kickendem Großverdiener gibt es laut einem Bericht Verdachtsmomente für nicht deklarierte Einkünfte. Die Vereinigung der Vertragsfußballer empfiehlt ihren Mitgliedern im Zweifel eine Selbstanzeige.
http://www.handelsblatt.com/sport/fussball/nachrichten/bundesliga-fussballprofis-droht-welle-von-steuerpruefungen/9025358.html
« Letzte Änderung: 04. November 2013, 16:29:24 von Kuddel » Gespeichert
Kuddel


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« Antworten #5 am: 04. November 2013, 16:46:49 »

Nun, es ist auch anderen aufgefallen:

Zitat
Sport ist ein wesentlicher Faktor der gesellschaftlichen Wirklichkeit - in den Medien nimmt die Sportberichterstattung einen immer größeren Raum ein, der Umsatz im Sport rechnet sich längst in Milliarden. Die insbesondere durch die Kommerzialisierung des Sports bestehende Gefahr von Korruption wird trotz aktueller Fälle in Deutschland zu wenig thematisiert.
http://www.transparency.de/Sport.896.0.html


http://www.jensweinreich.de/referenzen/bucher/korruption-im-sport/


Zitat
Zwei Jahrzehnte lang schmierte die Marketingfirma ISL Spitzenfunktionäre des olympischen Sports. Fast alle wichtigen Sportverbände waren davon betroffen. Die erstmals veröffentlichte geheime Bestechungsliste dokumentiert die Verästelungen eines Korruptionsskandals von riesigem Ausmaß.
http://www.spiegel.de/sport/sonst/isl-bestechungslisten-an-fifa-und-ioc-erstmals-veroeffentlicht-a-896664.html
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« Antworten #6 am: 11. November 2013, 11:43:42 »

Zitat
Nein zu Münchner Olympia-Bewerbung – Rebellion gegen den Kommerz

Das Votum ist eindeutig. Die Bürger in und um München wollen nicht noch einmal Olympische Spiele ausrichten. Selbst in Garmisch-Partenkirchen, wo die Bewerbung für die Winterspiele 2018 noch Zustimmung gefunden hatte, gab es diesmal keine Mehrheit für den zweiten Anlauf, einer Kandidatur für den Winter 2022.
Das Ergebnis ist in dieser Deutlichkeit überraschend; bis auf die Grünen hatten alle maßgeblichen Parteien für ein Ja plädiert. Offenbar klafft der Wille der meisten Politiker und der der meisten Wähler bei der Frage “Wie halten wir es mit Olympia?” weit auseinander…
Bedrohlich aber ist das Verdikt für das Internationale Olympische Komitee. Auch in der Schweiz, wo das IOC residiert, haben die Bürger eine Bewerbung um Spiele im Schnee und auf Eis abgelehnt. In freiheitlichen Gesellschaften hat die olympische Idee offensichtlich ein Problem, noch Anklang zu finden.
Das Nein ist deshalb auch ein empfindlicher Schlag für den deutschen IOC-Präsidenten Thomas Bach. Es zeigt: Kommerz und Korruption, Intransparenz, Prunksucht und die Nähe zu fragwürdigen Mächten haben der Organisation, der er seit kurzem vorsteht, eine Krise beschert, die tief reicht. Das IOC wirkt wie aus der Zeit gefallen – Parallelen zur katholischen Kirche sind nicht fern.
Quelle: SZ

Quelle: NDS


Dazu kommt noch daß das liebe lange Jahr die Pleite heruntergebetet wird, Gürtel enger schnallen, Zähne zusammenbeißen, die Backen zukneifen, da sollte die Politik und Wirtschaft doch froh sein über die Weitsicht und Einsicht seiner Schäfchen.
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Dieter Hildebrandt
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Kuddel


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« Antworten #7 am: 11. November 2013, 13:35:42 »

Erstaunlich wie die Stimmung doch unerwartet umschlagen kann. Die Medienkommentatoren zeigen sich entsetzt.
Ich sehe einen Hoffnungsschimmer.
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Kuddel


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« Antworten #8 am: 15. November 2013, 09:58:52 »



Zitat
Uli Hoeneß wurde auf der Jahreshauptversammlung des FC Bayern vorbehaltlos gefeiert
http://www.stern.de/sport/fussball/fc-bayern-feiert-uli-hoeness-traenen-jubel-und-kein-bisschen-demut-2071100.html
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« Antworten #9 am: 15. November 2013, 11:55:26 »

Zitat
... lange, nachdem er in Tränen ausgebrochen war.

Sind derzeit weinende Verbrecher Männer das bevorzugte Mittel bei PR-Agenturen?
"Ach Gottchen, ich bin erwischt worden, heul, flenn, schluchz."

Immerhin scheint er ein besserer Schauspieler zu sein wie viele Filmkollegen.
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BGS
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« Antworten #10 am: 15. November 2013, 18:55:57 »

Wie passt es nur zusammen, daß in Deutschland  z. B. ein gewisser Hoeneß "vorbehaltlos gefeiert" wird und auf der anderen Seite täglich gegen Ausgebeutete und ALG II Empfänger gehetzt und diesen mit fadenscheinigsten Begründungen das Existenzminimum frech gekürzt wird, sowie daß weitere Unverfrorenheiten wie

http://www.chefduzen.de/index.php?topic=27652.0

"Arbeitsagentur will Hartz-IV-Empfänger im Netz überwachen"

scheinbar kein Ende finden?

MfG

BGS
« Letzte Änderung: 15. November 2013, 19:06:21 von BGS » Gespeichert

"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

http://www.chefduzen.de/index.php?topic=21713.msg298043#new
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)
Rudolf Rocker
Waldkauz


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« Antworten #11 am: 15. November 2013, 19:41:02 »

Kann ich Dir sagen:

Hoeneß gehört zu der Klasse, denen auch die Medien gehören. (Nämlich die Reichen)
Wir Ausgebeuteten verfügen leider nicht über die Medienhoheit!
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Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!
Kuddel


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« Antworten #12 am: 15. Dezember 2013, 07:41:35 »

Zitat
Brasilien: Arbeiter kommt auf WM-Stadionbaustelle ums Leben

Auf der Baustelle des WM-Stadions im brasilianischen Manaus ist ein Arbeiter ums Leben gekommen. Die Arbeiten an der Arena wurden zunächst eingestellt. Nach Einschätzung der Gewerkschaften werden wegen des Zeitdrucks auf den Stadionbaustellen teilweise Sicherheitsvorkehrungen vernachlässigt. Bislang gab es insgesamt fünf Tote.
http://www.deutschlandfunk.de/nachrichten.353.de.html
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Strombolli
Jeheimrat


Beiträge: 6738



« Antworten #13 am: 15. Dezember 2013, 08:45:35 »

Mal so ganz spontan: Wer Parallelen zwischen dem globalen Raubzug des Kapitalismus und der Vergabe von Sportevents an Länder zur Herstellung von (Sport)Infrastruktur (eigentlich Gewinne der damit betrauten Unternehmen) und der mit beiden verbundenen "Menschenopfern" zieht, ist ein Bösewicht.

Mercedes baut für unsere Jungs ein Camp. ...
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« Antworten #14 am: 06. Januar 2014, 14:49:31 »

Zitat
Da wird ordentlich aufgestockt: Brasilien will mit einer Spezialeinheit aus 10.000 Sicherheitskräften gegen mögliche Proteste während der Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer vorgehen.

http://www.wa.de/sport/fussball/wm-brasilien-spezialeinheit-gegen-proteste-zr-3297975.html
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Kuddel


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« Antworten #15 am: 08. Januar 2014, 11:11:08 »

Zitat
Drohnen, Satelliten und mehr als 30.000 Bewacher: Die Olympiastadt Sotschi wird zur Hochsicherheitszone. Doch Kritiker befürchten, dass einige Vorkehrungen gar nicht das Ziel hätten, Anschläge zu verhindern.

Die russischen Sicherheitskräfte, geschätzt werden mehr als 30.000, seien vom 7. Januar an "in erhöhter Alarmbereitschaft", sagte Katastrophenschutz-Minister Wladimir Putschkow, "jede Einrichtung steht unter Schutz, ein weltraumgestütztes Beobachtungssystem wird in Gang gesetzt." Sotschi wird abgeriegelt, kontrolliert, wie wohl keine andere Stadt.

Am Rand des administrativ extrem weit ausgedehnten Gebiets von Sotschi ist nun eine Verbotszone wirksam, in die kein Fahrzeug mehr hinein darf, das nicht in Sotschi gemeldet oder eigens für die Spiele registriert ist. Diese Verbotszone reicht über Hunderte Quadratkilometer von der Grenze Karatschai-Tscherkessiens mit zur russischen Grenze zu Abchasien. Zur Verfügung gestellte Parkplätze befinden sich nach russischen Medienberichten mindestens hundert Kilometer vom Zentrum Sotschis entfernt.

Für die Bewohner der südrussischen Stadt haben schwere Zeiten begonnen.
http://www.sueddeutsche.de/politik/vorbereitung-fuer-olympia-putin-macht-sotschi-zur-festung-1.1857770
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« Antworten #16 am: 09. Januar 2014, 03:22:33 »



Olympia 2022: München hat abgestimmt
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Strombolli
Jeheimrat


Beiträge: 6738



« Antworten #17 am: 09. Januar 2014, 08:08:16 »

Zur Karikatur: Sollten da nicht alle Geschäftemacher mit Olympia in den Müll geworfen werden?
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« Antworten #18 am: 09. Januar 2014, 18:11:23 »

Haben nicht mehr reingepasst, die kommen mit dem nächsten LKW.  Evil
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Kuddel


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« Antworten #19 am: 18. Januar 2014, 15:34:13 »

Zitat
Ecclestone baut auf die deutsche Klassenjustiz

Eine Verurteilung wegen Bestechung muss er wohl auch nicht fürchten


Im April 2013 monierte Telepolis, dass es trotz des Geständnisses des Bestochenen nicht zur Anklage des Bestechers kam (Keine Anklage im größten Bestechungsfall der deutschen Geschichte). Bereits im Juli 2012, also vor zweieinhalb Jahren, kritisierte Dirk Petri, der Anwalt des zu achteinhalb Jahren ohne Bewährung verurteilten und geständigen Bayern-LB-Vorstandes Gerhard Gribkowsky, dass Ecclestone nicht angeklagt werde.




Die schlechte Figur, die Teile der deutschen Justiz derzeit in den Fällen Mollath, NSU, Wulff und Hoeneß machen, lässt befürchten, dass Ecclestones Arroganz berechtigt ist: Ein paar Anträge, eine Berufung, eine falsche Firmenbezeichnung - und schon ist Bernie 84. Dann wird er nicht mehr geladen.

Aber auch eine Verurteilung braucht er nicht zu fürchten. Noch nie wurde bisher ein Brite wegen Bestechung an Deutschland ausgeliefert. Da in Deutschland die Bestechung von Abgeordneten bis heute straffrei ist, kann sich Ecclestone zudem darauf berufen, er habe Gribkowsky für einen wichtigen öffentlich-rechtlichen Funktionsträger der bayerischen Regierung gehalten.

Deutschland hat bis heute nicht die UN-Konvention gegen Korruption unterzeichnet. Die Briten dagegen unterzogen sich bereits 2011 einem Korruptions-Assessment des UNODC. Ecclestones Bemerkung, er käme immer gerne nach München, ist dann durchaus ernst gemeint.
http://www.heise.de/tp/artikel/40/40790/1.html
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« Antworten #20 am: 21. Januar 2014, 12:53:48 »

Zitat
Olympischer Gigantismus – Gipfel der Absurdität

Quelle: Deutschlandradio


Größer, teurer, skrupelloser

Quelle: Deutschlandfunk

Quelle: NDS
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Dieter Hildebrandt
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« Antworten #21 am: 24. Januar 2014, 21:00:20 »

Zitat
Qatar World Cup: 185 Nepalese died in 2013 – official records
Death toll in 2013 likely to rise as new cases revealed, sparking fresh wave of concern over treatment of migrant workers

http://www.theguardian.com/world/2014/jan/24/qatar-2022-world-cup-185-nepalese-workers-died-2013
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« Antworten #22 am: 29. Januar 2014, 15:54:03 »



Zitat
Beckenbauer zur WM in Katar:
"Wenn einer mault, bleibt er eben zu Hause"

Beim Thema Katar steht Franz Beckenbauer treu zum Scheichtum. Der Ehrenpräsident des FC Bayern ist überzeugt, dass das Turnier ein Erfolg wird - egal, ob es im Winter oder im Sommer stattfinde. Und wem das nicht passe, der könne der WM ja fernbleiben.

http://www.spiegel.de/sport/fussball/beckenbauer-verteidigt-wm-vergabe-an-katar-a-946163.html
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« Antworten #23 am: 29. Januar 2014, 17:06:45 »

Putins Spiele (Doku)

http://artestras.vo.llnwxd.net/o35/nogeo/HBBTV/045953-000-A_EQ_1_VOA_01090709_MP4-1500_AMM-HBBTV.mp4



Putin ist in bester Gesellschaft, überall lupenreine Demokraten im Schröderschen Sinn.
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« Antworten #24 am: 30. Januar 2014, 12:24:02 »

Zitat
Katar: WM der Sklaven

Vor gut drei Jahren erhielt Katar den Zuschlag für die Fußball-Weltmeisterschaft 2022, und der Botschafter des Emirats in Deutschland sprach aus, welche Bedeutung es habe, dass ein solches Ereignis zum ersten Mal dieser Gegend anvertraut wird. Es zeige “die Öffnung der Kultur und der Gesellschaft Katars für die Welt”. Wenn man die Berichte von den Baustellen des Landes hört, kommt man an der Feststellung kaum vorbei: Nichts liegt den Herrschern dieses Landes ferner als dies. Ja, sie spielen Fußball nach denselben Regeln wie überall auf der Welt: zwei Tore, 22 Spieler, zweimal 45 Minuten. Ja, sie werden bestimmt jedem Besucher ein Visum geben. Aber sie lassen ihre Plätze und ihre Stadien offenbar auf dieselbe brutale Art und Weise bauen, in der auch ihre Straßen, Flughäfen und Einkaufszentren errichtet werden. Schon vor einigen Monaten wurde bekannt, dass allein im Juli und August des vergangenen Jahres 44 Arbeiter aus Nepal in Katar zu Tode gekommen sind. Nun berichtet die englische Tageszeitung The Guardian unwidersprochen, dass dies bei Weitem nicht alle Toten sind: 382, nur aus Nepal, nur in den beiden vergangenen Jahren.
Aber auch wer den Job dort überlebt, ist Arbeitsbedingungen ausgesetzt, die im Wortsinne menschenverachtend sind. Katar ist nach Luxemburg das reichste Land der Welt, aber ein Arbeiter aus Nepal darf dort nur mit 300 Euro im Monat rechnen. Damit er diese Arbeit bekommt, muss er zudem 1000 Euro Vermittlungsgebühr zahlen, er wird morgens um halb fünf zur Arbeit abgeholt und abends um sieben zurückgebracht – in ein Zimmer, das er sich mitunter mit 25 Mann teilt. Der Lohn wird mal ausgezahlt, mal nicht; und schließlich gibt es das “Kafala”-System, das Arbeitgebern die Verfügungsgewalt über die Pässe ihrer Untergebenen sichert. Womit Letztere zu nichts anderem als zu Zwangsarbeitern werden. “Sklavenähnlich gehaltene Wanderarbeiter” hat Michael Sommer, der deutsche Präsident des Internationalen Gewerkschaftsbundes (IGB), dazu gesagt. Manchmal übertreiben Gewerkschafter ja. In dem Fall ist es eine präzise Formulierung.
Quelle: SZ

Anmerkung Orlando Pascheit: Ohne die Zustände rund um das russische Prestigeobjekt Sotschi beschönigen zu wollen, drängt sich einem schon die Frage auf, warum über Sotschi fast jeden Tag kritisch berichtet wird und über Katar so selten. Dabei muss man davon ausgehen, dass die Menschrechtsverletzungen – zumindest nach meinem Kenntnisstand – in Katar weitaus gravierender ausfallen. – Übrigens, in Katar wird eine homosexuelle Handlung  nach dem Gesetz mit bis zu fünf Jahren Gefängnis bestraft – auch gegenüber Ausländern. Ein US-Amerikaner erhielt 1996 sechs Monate Haft und 90 Peitschenhiebe. Ach ja, auch Heteros sollten aufpassen: Händchenhalten in der Öffentlichkeit  ist auch verboten (Reise- und Sicherheitshinweise des AA).

Quelle: NDS
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