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Autor Thema: Sport - Filz - Kommerz - Propaganda - Korruption - Ausbeutung - Doping  (Gelesen 62498 mal)
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Kuddel


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« Antworten #25 am: 05. Februar 2014, 21:01:49 »

http://spon.de/vfIYd
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Kuddel


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« Antworten #26 am: 18. Februar 2014, 13:21:40 »

Zitat
WM-Baustellen in Katar
Indien meldet Hunderte tote Arbeiter

Im Schnitt sterben 20 Arbeiter pro Monat: Die indische Botschaft in Doha berichtet, dass seit 2012 mehr als 450 Inder auf den Baustellen für die Fußball-WM in Katar ums Leben gekommen sein sollen. Die Fifa hält trotzdem am Austragungsort fest.
http://www.sueddeutsche.de/sport/wm-baustellen-in-katar-indien-meldet-hunderte-tote-arbeiter-1.189169
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Kuddel


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« Antworten #27 am: 21. Februar 2014, 16:18:01 »

Zitat
Formel 1 in Sotschi
Ecclestone unterstützt Putins Anti-Schwulen-Kurs

Ende des Jahres gastiert die Formel 1 in Sotschi, und Bernie Ecclestone ist ein lammfrommer Gast: Er lobt Wladimir Putin für dessen Anti-Schwulen-Gesetz.
http://www.stern.de/sport/olympia/olympia-2014/vor-formel-1-in-sotschi-ecclestone-unterstuetzt-putins-anti-schwulen-kurs-2091689.html
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Kuddel


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« Antworten #28 am: 22. Februar 2014, 17:03:16 »

Zitat
Fall Hoeneß weitet sich aus

Der Präsident des FC Bayern Uli Hoeneß schuldet dem Fiskus offenbar noch mehr Geld als bislang bekannt. Die Steuerschuld soll sich auf 3,5 Millionen Euro belaufen, heißt es.
http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/steuerschuld-fall-hoeness-weitet-sich-aus/9522058.html
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hege


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« Antworten #29 am: 24. Februar 2014, 11:13:55 »

Ich wette heute schon, dass Hoeness nicht einsitzen muss!!30 Millionen Steuer hinterzogen, ha, ha, auf dem Konto in der Schweiz lagen zeitweise bis zu
800 bzw 1000 Millionen. Der FC Bayern ist nach meiner Meinung der grösste Steuerbetrüger Deutschlands. Alles hat der einstige Chefbuchhalter und
Hoenesvorgänger SCHWAN eingefädelt. Die ganze Führung des FC hat Wohnsitze in Steuerparadiesen (allen voran Beckenbauer) Transvers von ausl.
Spielern werden alle über die Schweiz abgewickelt.
Nach dem Bericht der Süddeutschen Zeitung am Wochenende (1 ganze Seite) kann ich nur sagen, pfui Herr Hoenes auch  wenn sie noch so grosse
Krokodilstränen weinen, und angeblich schon 50 Millionen Steuern bezahlt haben, dafür  in Deutschland hunderte von Millionen Verluste angemeldet haben
sie sind kein Steuerbetrüger, sie sind ein Krimineller!!!
Bis jetzt noch gedeckt vom Verein, Stadt München und der Landesregierung, legen sie ein volles Geständnis ihrer Machenschaften ab, denn wenn sie
die Landesregierung hängen läßt sind sie total erledigt.(Siehe ADAC, gegen die Maut d.h. Seehofer und schon haben sie keine Lobby mehr)

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« Antworten #30 am: 25. Februar 2014, 11:48:36 »

Zitat
Zustimmung sinkt dramatisch
Nur noch die Hälfte der Brasilianer sind für die WM

Rund vier Monate vor Anpfiff der WM schwindet einer Umfrage zufolge im Gastgeberland Brasilien die Zahl der Befürworter. Nur 52 Prozent der sonst so fußballverrückten Brasilianer seien für die Weltmeisterschaft, berichtete das Meinungsforschungsinstitut Datafolha. Dies sei die niedrigste Rate, die bislang von Datafolha gemessen worden sei. Im November 2008 - ein Jahr nach dem WM-Zuschlag - habe die Zustimmung noch bei 79 Prozent und im Juni 2013 bei 65 Prozent gelegen.
....

Quelle: t-online


Allerorten brökelt die Fassade, ewig lassen sich die Menschen nicht für dumm verkaufen.
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Kuddel


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« Antworten #31 am: 20. März 2014, 14:03:10 »

Zitat
Sharan Burrow, 59, Generalsekretärin des Internationalen Gewerkschaftsbundes (ITUC), hat in einem Interview stern das Kafala-System angeprangert, das Hunderttausende Arbeiter auf den Großbaustellen in Katar "zu Leibeigenen macht". Vor wenigen Wochen habe sie die Baustelle des WM-Stadions Al Wakrah besucht und dort Dutzende Arbeiter angetroffen, die "in elenden Bedingungen unter der Zuschauertribüne hausen mussten".
"Herr Zwanziger ist noch nie selbst in Katar gewesen", sagte Burrow.

Die im Februar vom katarischen WM-Organisationskomitee veröffentlichte Charta für das Wohl der Gastarbeiter bezeichnete Burrow als "Mogelpackung". In Katar tätige Baufirmen müssten nicht mit Strafe rechnen, wenn sie sich nicht an die Vorgaben der Charta hielten. Aber bei der Fifa-Tagung solle die Charta der Öffentlichkeit "als Beleg für angeblichen Fortschritt" verkauft werden.
http://www.stern.de/sport/fussball/gewerkschaftschefin-im-stern-die-fifa-muss-die-sklaverei-in-katar-beenden-2097696.html
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Kuddel


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« Antworten #32 am: 20. März 2014, 21:10:43 »

Zitat
Fall Hoeneß weitet sich aus


Leider eben nicht!
Alle Medien waren sich einig: Eine große Geste einer großartigen Persönlichkeit, jetzt übenimmt er Verantwortung, blablabla...

Das Gegenteil ist richtig. Das gleiche Scheißspiel wie bei der Spendenaffäre von Helmut Kohl. Schwamm drüber damit bloß die eigentlichen Drahtzieher nicht ans Licht kommen. Ein Scheißmafiaso geht in den Bau, damit die anderen Mafiosi weitermachen können.

Die Staatsanwaltschaft hat ja auch schon die "Schwamm drüber" Strategie unterschrieben, damit ja nicht etwas von dem Inhalt der 70000 Seiten Unterlagen, die vorliegen, an die Öffentlichkeit dringt.

Dabei gibt es durchaus ein öffentliches Interesse.

Hier hat jemand ein wenig recherchiert:
http://menschenzeitung.de/?p=22181
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Kuddel


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« Antworten #33 am: 21. März 2014, 16:11:18 »

Zitat
Das alles hat System. Es ist ein über viele Jahrzehnte währendes Kartell, in dem immer dieselben Personen und Firmenkonglomerate reüssierten – protegiert von der Politik, nicht nur von Christsozialen.

Viele dieser Vorgänge wurden in zu wenigen Medien umfangreich dokumentiert. Indes bewegten sich die Marktteilnehmer, oder besser: die Partner des Fußballkartells, teilweise in einem rechtsfreien Raum. Die Gesetzeslage zum Thema Sportkorruption war stets unzureichend. Fußballfunktionäre, Vereine, Verbände, Ausrüster, Rechtehändler, sie alle waren Stammgäste, zum Beispiel in Kanzlerämtern. Sie alle haben ihre Lobbyisten bis heute an entscheidenden Stellen. Dieses Umfeld nährte den Glauben von Hoeneß & Co, über dem Recht zu stehen. Nie wurde diese zweifelhafte Kultur einer Parallelgesellschaft so erschüttert wie am 13. März 2014.
http://www.freitag.de/autoren/der-freitag/vetternwirtschaft-im-fussball
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Kuddel


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« Antworten #34 am: 04. April 2014, 21:28:08 »

Zitat
Besetzung von Rios Armenvierteln
Regierung schickt Tausende Elitesoldaten in Favelas

In etwas mehr als zwei Monaten startet die Fußball-WM in Rio de Janeiro. Nach wie vor hat Brasilien jedoch Probleme, die Sicherheit im Land zu gewährleisten. Nun schickt die Regierung 2700 Elitesoldaten in die Armenviertel.
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/fussball-wm-in-rio-brasilien-schickt-elitesoldaten-in-favelas-a-962661.html
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Kuddel


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« Antworten #35 am: 13. April 2014, 17:25:52 »

Fußball-WM: Tausende werden obdachlos
Rio de Janeiro, 12.04.14: Zwei Monate vor der Fußball-WM haben Polizisten in der Nähe des Maracanã-Stadions gewaltsam eine Armensiedlung geräumt. Bei anschließenden Protesten gingen mehrere Busse und Fernseh-Übertragungswagen in Flammen auf.


Video: http://bcove.me/8ocb7e82
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« Antworten #36 am: 24. April 2014, 13:14:00 »

Zitat
Korrupte Sportfunktionäre
Geldgeile alte Männer

Formel-1-Boss Ecclestone steht wegen Bestechung vor Gericht. Er ist einer von vielen Sportfunktionären, die einen zweifelhaften Umgang mit Geld pflegen




Mister Formel-1 soll 44 Millionen Euro Bestechungsgeld gezahlt haben. Seit Donnerstag steht Bernie Ecclestone deshalb in München vor Gericht. Der Vorwurf lautet auf Bestechung und Anstiftung zur Untreue.

Die Welt des Sports ist voller Schmiergelder, Bestechung und Betrug. Meist geht es um hohe Geldzahlungen an Spitzenfunktionäre, die dann dafür sorgen sollen, dass Mega-Sportevents in bestimmten Ländern ausgetragen werden. Weit verbreitet ist auch die Praxis, sich die Wahl an die Verbandsspitze zu erkaufen, indem Delegierte bestochen werden. Mal lassen sie sich für Vermarktungsrechte schmieren, mal manipulieren sie einzelne Spiele. Nicht nur der Fußball ist betroffen, auch Sportarten wie Handball und Leichtathletik.

Eine unvollständige Liste der korruptesten und bestechlichsten Sportfunktionäre

Sepp Blatter

Joseph Blatter ist seit 1998 Fifa-Chef. Seine langjährige Amtszeit als wichtigster Fußballfunktionär wird begleitet von Vorwürfen der Korruption und des finanziellen Missmanagments. Schon bei seiner Wahl 1998 gab es Gerüchte, er habe sich die notwendigen Stimmen gekauft. Auch bei seiner Wiederwahl äußerten Fifa-Delegierte ähnliche Vorwürfe. Blatter ging juristisch gegen sie vor.

Erst 2012 stellte das Schweizer Bundesgericht fest, dass der 78-jährige Blatter von Schmiergeldzahlungen der Vermarktungsagentur ISL an seinen Vorgänger Joao Havelange und andere hochrangige Fußballfunktionäre gewusst haben musste. Das Korruptionsgeflecht seiner engsten Mitarbeiterriege war ihm also bekannt. Sich selbst hat er nicht die Hände schmutzig gemacht, jedenfalls konnte man ihm nichts nachweisen. Rücktrittsforderungen aus den eigenen Reihen im Jahr 2012 wischte er deshalb beiseite.

Zuletzt wurden Korruptionsvorwürfe im Zusammenhang mit der Vergabe der Fußball-WM 2022 an Qatar bekannt. Bisher richteten sie sich jedoch nicht gegen Blatter selbst, sondern gegen den früheren Fifa-Vize Jack Warner, der kurz nach der Entscheidung für Qatar 1,5 Millionen Euro erhalten haben soll.

Hassan Moustafa

Er ist ein Sportfunktionär der alten Schule. Seit 14 Jahren ist der fast 70-jährige Ägypter Hassan Moustafa Chef der Internationalen Handballförderation (IHF). Seitdem hat er sich immer wieder selbst bereichert. Nicht umsonst wird er „Pharao“ genannt und mit Fifa-Chef Joseph Blatter verglichen. Die Liste seiner Verfehlungen ist lang, die der Konsequenzen leer. Trotz gekaufter Spiele, bestochener Schiedsrichter und Korruptionsverdacht.

Mal gönnte er sich eine Gehaltserhöhung um 1.600 Prozent von 30.000 Schweizer Franken auf 500.000 im Jahr. Mal erhielt er vom Verband innerhalb von sieben Jahren über eine halbe Millionen Schweizer Franken für Flüge, für die er keinerlei Belege vorwies. Er war direkt am Korruptionsskandal bei der asiatischen Olympia-Qualifikation für 2008 beteiligt, indem er für ein entscheidendes Spiel die angesetzten Schiedsrichter absetzte. Das darauffolgende Spiel wurde manipuliert.

Er schloss einen geheimen Beratervertrag mit der Vermarktungsagentur Sportfive ab, der ihm über 600.000 Euro einbrachte. Sportfive verwertet bis Ende 2009 die Fernsehrechte des Welthandballverbandes. In dieser Sache wird seit Jahren gegen Moustafa wegen Korruption ermittelt, noch ohne nennenswertes Ergebnis.

Kim Un Yong

Kurz vor den Olympischen Sommerspielen von Athen 2004 wurde der Vize-Chef des Internationalen Olympischen Komitees, Kim Un Yong, zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Der Südkoreaner soll fast 600 Millionen Euro Bestechungsgelder angenommen und 2,2 Milliarden Euro veruntreut haben. Trotz dieser riesigen Summen fällt das Urteil milde aus. Kim habe Reue vor Gericht gezeigt und geheult, so die Begründung des Gerichts. Außerdem habe er einen wichtigen Beitrag zur weltweiten Entwicklung der Sportart Taekwondo geleistet. Erst im Mai 2005 tritt Kim von seinem IOC-Amt zurück, wenig später wird er aus dem Gefängnis entlassen, weil der 74-jährige gesundheitliche Probleme hatte.

Er galt lange als wichtigste Stütze des früheren IOC-Präsidenten Antonio Samaranch und war in den Skandal um die Vergabe der Olympischen Winterspiele an Salt Lake City 2002 beteiligt.

Lamine Diack

Der Senegalese Lamine Diack ist seit 1999 Präsident des Internationalen Leichtathletikverbandes (IAAF). Seine Wiederwahl 2011 verlief unter skandalösen Umständen. Es gab keinen Gegenkandidaten, im ersten Wahlgang tauchten mehr Stimmen auf, als Delegierte anwesend waren.

Der wichtigste Sportfunktionär Afrikas soll auch bei Entscheidungen über Austragungsorte von Olympischen Spielen eine wichtige Rolle spielen und bis zu 30 Stimmen im IOC organisieren können. Gerne versorgt er die Familie mit wichtigen Posten. Sein Sohn Papa Diack etwa war im Team der russischen Olympiabewerbung für Sotschi und betreibt eine lukrative Marketingagentur, die in engem geschäftlichen Verhältnis mit dem Internationalen Leichtathletikverband steht.

Seit Jahren wird ihm korruptes Verhalten vorgeworfen. So war auch er in den Skandal der Marketingagentur ISL verwickelt. ISL zahlte mindestens 140 Millionen Euro an verschiedenen Sportfunktionäre. Diack soll mehrere zehntausend Euro erhalten haben, während die Firma in Verhandlungen mit der IAAF um Vermarktungsrechte verhandelte. Er kam mit einer Verwarnung der Ethikkommission des IOC davon.

Immerhin kündigte der 80-Jährige jüngst an, seinen Chefposten beim IAAF nur noch bis 2015 ausüben zu wollen.
http://www.taz.de/Korrupte-Sportfunktionaere/!137264/
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Kuddel


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« Antworten #37 am: 16. Mai 2014, 12:56:27 »

Es ist unglaublich, daß das Klima umschlägt und Sport nicht mehr als Brot-und-Spiele Beschwichtigung der Bevölkerung funktioniert.
In Bayern haben sich selbst die Skisportgebiete gegen eine mögliche WM Teilnahme ausgesprochen. Und das ach so fußballbegeisterte Brasilien kommt auch nicht zur Ruhe:

Zitat
Hauptprobe für das Chaos



Vier Wochen vor dem Start der Fussball-WM sieht Brasilien sich mit zahlreichen Manifestationen konfrontiert. In Recife kam es während eines Polizeistreiks zu Plünderungen.


Rund 50 Manifestationen in verschiedenen brasilianischen Städten haben am Donnerstag einen Vorgeschmack auf die chaotische Situation geboten, die sich während der Fussball-WM einstellen könnte. Am gravierendsten war die Situation in Recife, wo es wegen eines Polizeistreiks zu Plünderungen und zahlreichen Überfällen kam. Die Bundesregierung musste die Nationalgarde entsenden. Am Donnerstagabend wurde der Streik beigelegt.

Landbesetzung neben Stadion

Am Donnerstag kam es auch in anderen Städten zu bisweilen chaotischen Situationen. In der Metropole São Paulo begann der Tag mit verschiedenen Aktionen von Obdachlosen-Organisationen. Sie fordern Wohnraum und ein Ende der Enteignungen, zu denen es auch im Zuge der Vorbereitungsarbeiten auf die Fussball-WM gekommen war. Die Manifestanten blockierten in den Morgenstunden mehrere wichtige Strassen und zündeten Autoreifen an. Die Polizei musste einschreiten. An den Protestaktionen beteiligten sich auch mehrere hundert Aktivisten, die unter dem Motto «WM des Volkes» seit Tagen ein Landstück in der Nähe der Arena Corinthians besetzen, wo am 12. Juni das WM-Eröffnungsspiel stattfinden wird.

Gleichzeitig kam es in São Paulo zu Streikaktionen der Metallarbeiter. Am Nachmittag protestierten zudem rund 8000 Lehrer, die sich seit April im Streik befinden. Sie fordern höhere Gehälter. In 81 öffentlichen Schulen fand kein Unterricht statt. Während eines Protestzugs blockierten die Streikenden die zentrale Nord-Süd-Achse der Stadt.

Attacke auf WM-Sponsor

Am Abend versammelten sich in der Innenstadt rund 2000 Demonstranten zum Protest gegen die Fussball-WM. Nach einer anfänglich friedlichen und überaus kreativen Demonstration nahmen die Tumulte überhand. Eine Gruppe Vermummter versuchte eine Polizeisperre zu durchbrechen, worauf diese auf mit massivem Tränengaseinsatz reagierte und nicht mehr davon abliess. Gewaltbereite Demonstranten verwüsteten daraufhin eine Filiale des Autoherstellers und offiziellen WM-Sponsors Hyundai. Mindestens sieben Personen wurden laut angaben der Polizei verhaftet.

In Rio de Janeiro vereinten sich am Abend die Protestzüge der WM-Gegner, streikender Lehrer und der Buschauffeure. Letztere hatten sich in den vergangenen Tagen im Streik befunden, was den öffentlichen Verkehr in Rio an den Rand des Erliegens gebracht hatte. Auch in Belo Horizonte schlossen sich rund 2000 WM-Gegner mit streikenden Gemeindeangestellten zusammen.

Gemeinsame Frustration

In zahlreichen anderen Städten kam es am Donnerstag zu Protesten gegen die Fussball-WM, unter ihnen auch die Spielorte Brasilia, Curitiba und Fortaleza. Tausende von Brasilianern waren dem Aufruf mehrerer Organisationen zum «Internationalen Kampftag gegen die WM» gefolgt. Es war die grösste Mobilisierung gegen die Fussball-WM in diesem Jahr. Die Organisationen hinter dem Protest haben sich auf eine Reihe von Forderungen geeinigt. So verlangen sie zum Beispiel die Rücknahme eines Anti-Terror-Gesetzes, das der Kongress im Hinblick auf die WM ausarbeitet. Die Regierung kündigte am Donnerstag an, das Gesetz zu überdenken. Weiter fordern sie unter anderem auch eine Rücksiedlung der enteigneten Familien sowie eine lebenslange Rente für die Familien der neun Arbeiter, die auf den Stadion-Baustellen umgekommen sind.

Die Proteste der WM-Gegner fallen mit verschiedensten Streiks zusammen. Diese richten sich zwar nicht direkt gegen die Fussball-WM. In ihnen drückt sich jedoch dieselbe Frustration aus: Viele Brasilianer stören sich am Widerspruch zwischen der Ausgabefreudigkeit und am Elan der Regierung für die Austragung der WM und der Trägheit, wenn es darum geht, die berechtigten Forderungen aus dem Volk nach besseren Schulen und Spitälern, nach Wohnraum und nach einem funktionierenden öffentlichen Verkehr zu erfüllen.
http://www.nzz.ch/aktuell/international/auslandnachrichten/hauptprobe-fuer-das-chaos-1.18303576


Zitat
In Rio de Janeiro, wo gigantische Bauprojekte für die WM nicht rechtzeitig fertig geworden sind, traten in dieser Woche nicht nur Lehrer in den Streik, sondern auch diejenigen, die für diese Bauprojekte unter anderem zuständig sind: Ingenieure, Architekten und Geologen, die für die Stadtverwaltung arbeiten. Ihr Streik sollte zunächst bis Donnerstag dauern.

Auch einige Museen sind geschlossen. Grund: Streik. Noch jemanden vergessen? Ach ja: die Bankangestellten.

Zuvor hatten bereits Polizisten in zahlreichen WM-Städten demonstriert. Die Polizeigewerkschaft drohte mit einer klaren Maßnahme: Sollte sich bis zur WM nichts an der Bezahlung ändern, würden die Polizisten auch während der Spiele in den Ausstand treten.

Die Regierung nimmt die Drohungen ernst und hat in allen WM-Austragungsorten eine Reserve von mehreren tausend Soldaten eingeplant, die im Zweifel einspringen können.
http://www.taz.de/!138576/
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« Antworten #38 am: 05. Juni 2014, 16:21:13 »

Zitat
Ein ehrenwerter Verein – Die zweifelhaften Geschäfte der FIFA

Kurz vor Beginn der Fußball-WM in Brasilien sieht sich Weltfußballverband FIFA mit Korruptionsvorwürfen konfrontiert. Es geht um die Weltmeisterschaft im Jahr 2022 in Katar. Ein aus dem Emirat stammendes Ex-Vorstandsmitglied der FIFA soll Millionen gezahlt haben, um die WM zu kaufen.
Wenn es um das Geld geht, fällt die FIFA schon lange durch dubiose Machenschaften auf. Bei der WM in Brasilien wird der Weltverband nach ersten Prognosen fünf Milliarden US-Dollar einnehmen. Versteuern wird er diese aber nicht in Brasilien, sondern in der Schweiz, wo die FIFA wie ein kleiner Verein geführt wird und entsprechend niedrige Steuern zahlt. Ausdrücklich fordert die FIFA von Austragungsländern Steuerfreiheit für sich und die Sponsoren. Und will das - auf Nachfrage von Frontal21 - auch künftig so handhaben. Ein Skandal, meinen Kritiker und fordern, dass die FIFA ihre Einnahmen in den Austragungsländern versteuert. Die blieben nämlich, wie Südafrika nach der Fußball-WM 2010, auf Milliarden Kosten und Schulden sitzen.

Frontal21 über Korruptionsvorwürfe, Steuertricks und dubiose Geschäfte des Weltfußballverbandes FIFA.

Quelle: ZDF


Frontal 21 FIFA WM
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« Antworten #39 am: 09. Juni 2014, 19:14:59 »

Bd WM-Katar Beckenbauer



Unsere Elite, unsere teutschen Leistungsträger.  kotz *würgh* AAAAAh
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« Antworten #40 am: 10. Juni 2014, 10:36:22 »

Ich komm immer mehr in den Fahnenschwenkmodus...

Zitat
Zahlen und Fakten
Der Milliardenkonzern Fifa

Die Fifa inszeniert sich gern als Verein von Fußballromatikern. Hinter den Kulissen vermarktet der Konzern das Spiel knallhart.
Der Bericht hat schön übersichtlich Hintergrundinfos zusammengestellt:   http://www.stern.de/sport/fussball/zahlen-und-fakten-der-milliardenkonzern-fifa-2115321.html



Zitat
Korruption bei WM in Katar 2022
„Keine Beißhemmungen“: Fifa erwägt Strafe gegen Beckenbauer

Es könnte eng werden für Franz Beckenbauer: Einem Medienbericht zufolge erwägt der Fußball-Weltverband Fifa Sanktionen gegen ihn. Beckenbauer hatte sich als Mitglied der Fifa-Exekutive geweigert, die Ermittlungen in der Katar-Affäre zu unterstützen - doch die Vorwürfe weist er entschieden zurück.
http://www.focus.de/sport/fussball/wm-2022/korruption-bei-wm-in-katar-2022-weil-er-nicht-kooperiert-fifa-plant-strafe-gegen-beckenbauer_id_3907316.html
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« Antworten #41 am: 11. Juni 2014, 14:43:32 »

Zitat
Schafft die Fifa ab! (1/3)
Verantwortlich: Jens Berger   

Wenn am Donnerstag in Brasilien die XX. Fußballweltmeisterschaft angepfiffen wird, geht es um weit mehr als Fußball. Die international wohl meistbeachtete Sportveranstaltung ist über die Jahre zu einem Milliardengeschäft herangewachsen. Alleine die exklusiven Sponsoren- und TV-Übertragungsrechte für die WM in Brasilien sollen nicht weniger als fünf Milliarden Dollar einbringen. Das Veranstalterland, dem die gesamten Kosten für die WM aufgebürdet werden, bleibt bei diesem sagenhaften Geldregen jedoch außen vor. Größter Profiteur des Fußball-Spektakels ist vielmehr der Weltfußballverband Fifa – ein nach Gutsherrenart geführter Funktionärszirkel, der als Inbegriff der Korruption gelten kann. Das hat die schönste Nebensache der Welt nicht verdient. Von Jens Berger.

Dieser Artikel ist der Auftakt einer dreiteiligen Mini-Serie zur Fußball WM in Brasilien. Im morgen erscheinenden zweiten Teil wird die WM-Vergabe nach Katar im Mittelpunkt stehen und im übermorgen erscheinenden dritten Teil geht es vor allem um Brasilien.

Die Fifa ist ein Verband der Superlative. In ihr sind 209 nationale Fußballverbände organisiert, die mehr als 300 Millionen aktive Sportler vertreten. Damit sind in der Fifa mehr Nationen vertreten als in der UNO. Anders als die UNO ist die Fifa jedoch mehr als ein internationales Gremium. Die Fifa hat sich über die letzten Jahrzehnte, getragen von immer höheren Sponsorenverträgen und immer teureren TV-Übertragungsrechten, zu einem Konzern mit Milliardenumsätzen entwickelt. Durchschnittlich erzielt die Fifa einen Jahresumsatz von mehr als 1,3 Milliarden Dollar – nicht schlecht für einen Verein, der als gemeinnützig und nicht gewinnorientiert gilt.


http://www.nachdenkseiten.de/?p=21995


Zitat
Schafft die Fifa ab! (2/3)
Verantwortlich: Jens Berger   

Im zweiten Teil unserer Mini-Serie zur Fußball WM in Brasilien beschäftigen wir uns mit der Vergabe der WM 2022 an das Emirat Katar, die ein schon fast groteskes Beispiel für die Korruption innerhalb des Fußballweltverbands darstellt und daher Auslöser einer längst überfälligen Debatte über die Rolle der Fifa sein könnte. Von Jens Berger

Dieser Artikel ist zweite Teil einer dreiteiligen Mini-Serie zur Fußball WM in Brasilien. Im gestern erschienen ersten Teil ging es um die Fifa und die von ihr praktizierte Korruption. Im morgen erscheinenden dritten Teil wird es vor allem um die WM in Brasilien und einen Ausblick in die Zukunft gehen.

Wenn man zynisch an die Sache herangeht, kann man wirklich nur hoffen, dass die obersten Fifa-Funktionäre bis auf die Knochen korrupt sind. Denn wenn man für einen Moment einmal das Gegenteil annehmen würde, hieße dies, dass sie die Fußball WM 2022 nach bestem Wissen und Gewissen an den Bewerber vergeben haben, der auf der Liste der ungeeigneten Austragungsorte für eine solche Veranstaltung ganz oben rangiert. Und das wäre dann wohl der ultimative Beweis für die nicht vorhandene Zurechnungsfähigkeit der Fifa. Aber dem ist freilich nicht so. Das Golfemirat, das aufgrund seiner Öl- und Gasvorkommen über eine schier unerschöpfliche Kriegskasse verfügt, hat sich die WM ganz profan gekauft. Und das ist auch hinlänglich bekannt. Großer Widerstand rührt sich jedoch bislang noch nicht. Auch wenn es unwahrscheinlich ist, könnte sich dies jedoch noch in diesem Herbst ändern


http://www.nachdenkseiten.de/?p=22012
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« Antworten #42 am: 11. Juni 2014, 20:25:56 »

Sport hat mich nie interessiert!

Und ausgerechnet in dem Bereich erkennt man nun gesamtgesellschaftliche Entwicklungen.
Hier ist gerade ein System am Implodieren. Der nahezu religiöse Glaube an den Sport löst sich in Luft auf. Je mehr die Medien versuchen die Begeisterung zu schüren, desto mehr geben sie das Spektakel der Lächerlichkeit preis. Der korrupte, kommerzielle und durch und durch lächerliche Apparat kann nur noch ein paar erbärmliche Idioten begeistern. In diesem Sinne kann ich dem Idiotenspektakel noch etwas abgewinnen: Ich will dem Zusammenbruch beiwohnen!
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« Antworten #43 am: 11. Juni 2014, 21:28:53 »

Zitat
In wenigen Tagen findet in São Paulo das Eröffnungsspiel der WM statt. Doch ein reibungsloser Ablauf ist alles andere als gesichert: Weil sie sich die Mieten in der Nähe des Stadions nicht mehr leisten können, halten Landlose ein Gelände in der Nähe des Stadions besetzt. Und drohen damit, die Partie zu blockieren.
http://www.tagesschau.de/ausland/brasilien-100.html

 Cheesy

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« Antworten #44 am: 12. Juni 2014, 11:33:21 »

Zitat
Auch in Brasilien feiert die Korruption Hochkultur

Es gibt weltweit wohl keinen nationalen Fußballverband, der derart korrupt ist, wie die Confederação Brasileira de Futebol (CBF). Geprägt wurde die CBF von João Havelange, der ihr von 1958 bis 1975 in den Zeiten der Militärdiktatur vorstand, und von 1974 bis 1998 als Fifa-Präsident auch den Weltverband – nicht eben zum Besten – prägte. Havelange hatte große Pläne mit der Fifa, doch dem Weltfußballverband stand damals kaum Geld zur Verfügung. Daher holte Havelange den umtriebigen Adidas-Erben Horst Dassler mit ins Boot. Zusammen mit Dassler und dem britischen Sportvermarkter Patrick Nally baute Havelange die Fifa zu einem durch und durch kommerzialisierten und zutiefst korrupten Gebilde um. Als erste Sponsoren konnte man Adidas und Coca Cola für die WM 1978 in der Militärdiktatur Argentinien gewinnen – zahlreiche andere Weltkonzerne wie McDonald´s oder Budweiser sollten folgen.


http://www.nachdenkseiten.de/?p=22033
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« Antworten #45 am: 12. Juni 2014, 21:01:52 »



Olé oléolée   
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« Antworten #46 am: 12. Juni 2014, 21:31:32 »

Ich wollte es auch grade schreiben!
Die Eröffnung der WM 2014:







http://rt.com/news/165580-police-clashes-brazil-worldcup/
« Letzte Änderung: 12. Juni 2014, 21:34:48 von Rudolf Rocker » Gespeichert

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« Antworten #47 am: 12. Juni 2014, 22:20:30 »

Schluß mit Brot und Spiele, würde ich sagen...
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Denke dran: Arbeiten gehen ist ein Deal !
Seht in den Lohnspiegel, und geht nicht drunter !

Wie bekommt man Milllionen von Deutschen zum Protest auf die Straße ?
Verbietet die BILD und schaltet Facebook ab !
antonov


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« Antworten #48 am: 13. Juni 2014, 17:27:14 »

---> Deichkind feat. Das Bo - Ich habe eine Fahne
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« Antworten #49 am: 13. Juni 2014, 20:56:46 »

Zitat
Ich habe eine Fahne

Hihi!  Cheesy


Auch hihi:
Zitat
„Nullkommanull zu verbergen“
Beckenbauer weist Korruptionsgerüchte um WM-Vergaben von sich
http://www.focus.de/sport/fussball/wm-2022/nullkommanull-zu-verbergen-beckenbauer-weist-korruptionsgeruechte-von-sich_id_3910534.html
Zitat
Verstoß gegen Ethikreglement
Fifa sperrt Franz Beckenbauer für 90 Tage
http://www.sueddeutsche.de/sport/verstoss-gegen-ethikreglement-fifa-sperrt-franz-beckenbauer-fuer-tage-1.2000115
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