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Autor Thema: Ein-Euro-Jobber als Sturmschäden-Beseitiger  (Gelesen 1356 mal)
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dagobert


Beiträge: 4443


« am: 29. Juli 2014, 01:45:02 »

Zitat
Ein-Euro-Jobber als Sturmschäden-Beseitiger

Fragwürdiger Ein-Euro-Job: In Düsseldorf werden Erwerbslose zur Beseitigung von Ästen, umgestürzten Bäumen und heruntergefallenen Dachziegeln eingesetzt

In Düsseldorf sollen Ein-Euro-Jobber die Schäden des Sturms „Ela“, der über Pfingsten in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt wütete, beseitigen. Damals lag der innerstädtische öffentliche Verkehr auf einigen Straßen für mehrere Tage brach. Längst sind nicht alle Schäden beseitigt. Deshalb hat sich die Stadt eine kostengünstige Lösung überlegt: Umgestürzte Bäume, Äste und herabgestürzte Dachziegel sollen von Hartz IV-Bezieher beseitigt werden. Insgesamt 15 Ein-Euro-Jobs wurden dafür geschaffen.

15 Ein-Euro-Jobs zur Beseitigung von Sturmschäden
[...]
„Die Stadt hat die Arbeitlosen angefordert. Insgesamt wurden 15 zusätzliche Stellen für die Aufräumarbeiten bewilligt", berichtete Düsseldorfs Jobcenter-Sprecher Jürgen Henningfeld gegenüber der Online-Ausagabe der „WAZ“. Es handele sich um Ein-Euro-Jobs. „Die Arbeitlosen kriegen weiterhin Hartz IV und beziehen zusätzlich für jede Arbeitsstunde einen Euro." Die Hartz IV-Bezieher sollen etwa 40 Stunden pro Woche arbeiten, so Hennigfeld. Zwei Stellen seien bereits besetzt.
[...]
Ausbeutung von Hartz IV-Beziehern
Ein-Euro-Jobs, sogenannte Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung, müssen die Kriterien „zusätzlich“, „im öffentlichen Interesse liegend“ und „wettbewerbsneutral“ erfüllen, um keine regulären, sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze zu verdrängen. Zudem sollen sie dabei helfen, Hartz IV-Bezieher wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Wie die Beseitigung von Sturmschäden jedoch dabei helfen soll, eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt zu finden, ist außerordentlich fraglich. Vielmehr scheint die Stadt Düsseldorf hier auf Kosten von Hartz IV-Beziehern kräftig Geld sparen zu wollen. Dass dabei Menschen, die 40 Stunden in der Woche arbeiten, nur einen subventionierten Hungerlohn erhalten, wird dabei offenbar in Kauf genommen. (ag)

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/ein-euro-jobber-als-sturmschaeden-beseitiger-90016178.php
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tleary


Beiträge: 439


« Antworten #1 am: 19. November 2017, 22:06:00 »

Streng genommen bekommen sie ja nicht einmal einen "subventionierten Hungerlohn", sondern einfach GAR NICHTS. Denn der 1 € pro Stunde, stellt ja nur eine "Mehraufwandsentschädigung" dar, die automatisch ensteht, wenn man das Haus verlässt. Z.B. Fahrtkosten und Essen außerhalb.
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